DE1258099B - Verfahren zur Herstellung viskositaetsstabiler Polyaethylenoxyde - Google Patents
Verfahren zur Herstellung viskositaetsstabiler PolyaethylenoxydeInfo
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Description
DEUTSCHES
EATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
C08g
Deutsche Kl.: 39 c-30
Nummer: 1258 099 '
Aktenzeichen: U10664IV d/39 c
Anmeldetag: 16. April 1964
Apslegetag: 4. Januar 1968
-■ Polyäthylenoxyde werden in Form von wasserlöslichen
Polymeren als Verdickungsmittel,.Bestandteile
von SGhlichtemitteM für Textilgut, für kosmetische
Zwecke, Klebstoffe U. dgl. verwendet. Einer der wichtigsten technischen Verwendungszwecke, insbesondere
• für-'Polyäthylenoxyd, ist sein Einsatz als Verdickungsmittel für wäßrige Lösungen. .' :;
- ..Die wäßrigen Lösungen hochmolekularer Polyäthylenoxyde
haben mehrere-Nachteile, z. B. - ändert sich :
-die: Viskosität dieser Lösungen verhältnismäßig stark
mit der Zeit oder unter" Scherbeanspruchung. Außerdem sind die wäßrigen -Lösungen sehr schleimig.....
-'-" Bei Polyäthylenoxyden entspricht, eine reduzierte
.Viskosität von 1 — in 0,2°/0igerÄcetomtrillösung.bei
f30°C einem durchschnittlichen Molekulargewicht von
etwa 50 000 bis 100 000. -.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
viskositätsstabiler Polyäthylenoxyde durch ionisierende Bestrahlung, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man ao
ein festes oder gelöstes Polyäthylenoxyd bestrahlt, das
eine reduzierte Viskosität von. mindestens 1— (gemessen
bei 30°C in einer 0,2%igenAcetonitrillösung) -aufweist.
r Der Ausdruck »ionisierende Strahlung«.-bezeichnet
eine Strahlung, deren Energie genügt, um die PoIyäthylenoxydmoleküle
und Lösungsmittelmoleküle, falls 'ein Lösungsmittel verwendet wird, elektronisch anzu- :
regen und/oder zu ionisieren, deren Energie jedoch nicht ausreicht, die Atomkerne zu beeinflussen. Geeignete
Quellen für ionisierende Strahlung sind y-Strahlen emittierende radioaktive Isotope, wie Co60
und Cs137, verbrauchte Kernbrennelemente, Röntgenstrahlen und Elektronen, wie sie in Van-de-Graaff-Beschleunigern,
in Linearbeschleunigern und Resonanztransformatoren gebildet werden. Eine geeignete
■ionisierende Strahlung für das erfindungsgemäße Verfahren
hat im allgemeinen einen Energiespiegel in der -. Größenordnung von 50 KEV (Kiloelektronenvolt)
bis 20 MEV (Millionenelektrönenvolt).
Es ist zwar bekannt, die wäßrige Lösung eines relativ ■ niedrigmolekularen Polyoxyäthylenglykols (M-15
000) einer ionisierenden Strahlung auszusetzen, wobei infolge zweier entgegengesetzt gerichteter Mechanismen
in Abhängigkeit der Polymerkonzentration sowohl ein Abbau als auch eine -Vernetzung stattfinden
kann.
Erfindungsgemäß werden dagegen hochmolekulare, , als Verdichtungs- oder Schlichtemittel geeignete Polyäthylenoxyde
eingesetzt, deren ohnehin schon breite Molekulargewichtsverteilung durch die Bestrahlung
Verfahren zur Herstellung: viskositätsstabiler
Polyäthylenoxyde
Polyäthylenoxyde
Anmelder: „..,.
Union Carbide Corporation'; ·
New York, N. Y..(V. St, A,}»,
New York, N. Y..(V. St, A,}»,
Vertreter: "r.-ύ-'.'.'
Dr. V. Vossius, Patentanwalt,'
8000 München 23, Siegesstr; 26
8000 München 23, Siegesstr; 26
Als Erfinder benannt:. .-. 5 -
Paul Arliss King, Warw&k, S. Y. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität: -
V. St. v.Amerikavom 17. April 1963 (273 728)
noch weiter verbreitert wird. Hierdurch läßt sich überraschenderweise
die Neigung zur Schleimigkeit der Lösungen herabsetzen und die Viskositätsstabilität
verbessern. .J
Die Bestrahlung der erfindungsgemäß; verwendeten Polyäthylenoxyde kann in fester Phase oder in Lösung
erfolgen. Festes Polyäthylenoxyd kann z. B. in Berührung mit Luft, im Vakuum oder unter verschiedenen
Gasatmosphären bestrahlt werden. Bei der Bestrahlung in Lösung kann das Polyäthylenoxyd in Wasser, in
herkömmlichen organischen Lösungsmitteln oder in Gemischen von Wasser mit wassermischbaren organischen
Lösungsmitteln gelöst sein.
Wenn die Bestrahlung bei verhältnismäßig niedrigen Dosen und in Gegenwart von Abfängern für
freie Radikale, wie Sauerstoff,; durchgeführt wird, erhält man wasserlösliche Polyäthylenoxyde. Wenn
andererseits die Bestrahlung unter Bedingungen durchgeführt wird, welche eine verhältnismäßig lange
Lebenszeit der erzeugten freien Radikale begünstigen, z. B., wenn die Bestrahlung mit einer hohen Dosis und
in Abwesenheit von Sauerstoff durchgeführt wird, ist
die Bildung von wasserunlöslichem gelbildendem Material begünstigt. .
Eine bevorzugte Methode'zur gleichmäßig guten
Herstellung wasserlöslicher Polyäthylenoxyde mit vernachlässigbarem Gehalt an wasserunlöslichem Material
besteht darin, feinverteiltes, festes Polyäthylenoxyd in Berührung mit Luft mit einer ionisierenden
Strahlung mit. einem Energiespiegel im Bereich von
709 717/627
50 KEV bis 20 MEV und in einer Gesamtdosis zwischen 0,01 und 5 Megarad zu bestrahlen.
Zur Bestimmung der reduzierten Viskosität, der scheinbaren Viskosität, der Schleimigkeit und der
Strahlungsdosis wurden folgende Methoden angewandt:
Bestimmung der reduzierten Viskosität Die reduzierte Viskosität wird folgendermaßen gemessen:
100 ml Acetonitril werden in eine 250 ml fassende Flasche mit Schraubverschluß gegeben.
0,200 g Polyäthylenoxyd werden genau eingewogen. Der Schraubverschluß der Flasche wird mit Aluminiumfolie
ausgelegt, der Verschluß auf die Flasche aufgesetzt und fest verschlossen. Die Flasche wird in
einer .Schüttelvorrichtung 16 Stundendr 30 Minuten
geschüttelt. Danach wird die Lösung unter Druck durch eine grobe Glasfilternutsche filtriert. Dann
werden die Durchflußzeiten der Lösung und des Lösungsmittels in einem Ubbelohde-Viskosimeter bei
30 ± 0,01°C gemessen. Die Berechnung erfolgt nach der bekannten Formel.
Hals abgefüllt. Die Lösung wird 1 Stunde stehengelassen, bis praktisch sämtliche Luftblasen verschwunden
sind. Die Lösung soll mindestens 70 mm hoch stehen. Unter Verwendung eines Brookfield-Viskosimeters,
Modell RVF oder LVT (vergl. ASTM-Methode D 1824-61T), bei langsamster Geschwindigkeit
und mit der größten Spindel, welche brauchbare Ablesungen ergibt, wird die Viskosität der Lösung in
Centipoise bei 25° C bestimmt.
Bestimmung der scheinbaren Viskosität Bestimmung der Schleimigkeit
Die Schleimigkeit wäßriger Lösungen von sowohl bestrahltem als auch unbestrahltem Polyäthylenoxyd
wird folgendermaßen bestimmt:
Polyäthylenoxyd und Wasser werden nach einer der vorgenannten Methoden zur Herstellung von Lösungen
zur Viskositätsbestimmung miteinander vermischt. Unter Verwendung eines Tensiometers nach
Du Nοuy mit sauberem Platinring wird die Testao
lösung so angeordnet, daß der Ring in die Lösung eingetaucht und herausgezogen werden kann, bis ein
1- bis 2-cm-Spalt zwischen der Oberfläche der Lösung und dem Ring bleibt. Diese Einstellung kann entweder
erfolgen, indem man den Ring erhöht oder die Ein-Die scheinbare Viskosität wäßriger Lösungen sowohl as stellung der Apparatur absenkt. Der Ring muß parallel
von bestrahltem als auch unbestrahltem Polyäthylen- . zur Oberfläche der Lösung liegen und frei von Knicken
oxyd wird nach folgender Methode gemessen: oder Unregelmäßigkeiten sein.
1. Das Polyäthylenoxyd und Wasser werden in den Bei einer Temperatur von 25 ± 0,50C der Probein der nachstehenden Tabelle genannten Mengen vef- lösung wird der Ring in die Lösung versenkt und in
wendet und unter Rühren (vgl. a) oder durch Schütteln 30 mäßiger Geschwindigkeit, etwa 1 cm/sec, bis zu einer
(vgl. b) miteinander vermischt, bis das Polyäthylenoxyd Stelle 1 bis 2 cm oberhalb der Oberfläche der Lösung
herausgezogen. Ein zylindrischer Film folgt dem Ring,
doch fällt er zusammen, und es bleibt ein einzelner Faden zwischen dem Ring und der Oberfläche der
Lösung.
Sobald sich der Faden zwischen dem Ring und der Oberfläche der Lösung gebildet hat, wird mit der
Stoppuhr die Zeit gemessen, bis dieser Faden abreißt. Die Zeit wird in Sekunden bestimmt. Das Abreißen
des Fadens wird gegen einen dunklen Hintergrund mit starkem Seitenlicht beobachtet, damit man die besten
| in Lösung gegangen ist. | Wassermenge g |
Polyäthylenoxyd ε |
| Konzentration der Lösung Gewichtsprozent |
495 475 |
5,000 ± 0,001 25,000 ± 0,1 |
| 1,0 5,0 |
(a) Rührmethode
Die angegebenen Mengen destilliertes Wasser werden in ein 21 fassendes Becherglas aus korrosionsbeständigem
Stahl gegeben, das mit vier 12,5 mm großen senkrechten Prallplatten versehen. ist. Ein
■Turbinenrührer mit einem Durchmesser von 75 mm und mit 12 Flügelblättern von 12,5 mm Länge wird an
einen Rührwerksmotor mit regelbarer Geschwindigkeit angeschlossen. Bei einer Umdrehungsgeschwindigkeit
des Flügelrührers von 750 bis 780 U/min wird die angegebene Menge des Polymers langsam in das
Wasser gegeben, damit kein Blocken der Lösung erfolgt. Die Lösung wird bei 750 bis 780 U/min 1 bis 2
Minuten weitergerührt, dann wird die Rührwerks-Meßergebnisse erhält. Bewegungen des Fadens, welche
nicht zum Zerreißen führen, bleiben unberücksichtigt. Der Versuch wird mindestens fünfmal wiederholt,
und der Durchschnitt der erhaltenen Werte bis zur nächsten 0,1-Sekunde wird notiert.
Bestimmung der Strahlungsdosis
Strahlungsdosen für eine Co60-Strahlung werden
mit Hilfe der Standard-Eisen(II)-sulfat-Natriumchlorid-Schwefelsäure-Dosimeterlösungen
mit einem G-Wert von 15,5 zur Erzeugung von Eisen(III)-ionen gemessen (vgl. A. J. Swallow, »Radiation Chemistry
of Organic Compounds«, Pergamen Press, New York
geschwindigkeit für eine l>0%ige Polymerlösung auf 55 I960, Bd. 2, S. 40 bis 43).
250 U/min eingestellt tmd das Rühren bei dieser Ge- Die Strahlungsdosen für Van-de-Graaff-Beschleu-
250 U/min eingestellt tmd das Rühren bei dieser Ge- Die Strahlungsdosen für Van-de-Graaff-Beschleu-
schwindigkeit fortgesetzt. niger-Strahlung werden auf der Basis der durchschnitt-
su\ c U--H- 1 4-u α liehen Dosis berechnet, die von der Oberfläche des
\b) bcnutteimetnode Polyäthylenoxyds empfangen wird. Die Proben müssen
Die angegebene Menge des Polyäthylenoxyds wird in eine Flasche mit Schraubverschluß gegeben, welche
die angegebene Menge destillierten Wassers enthält, und geschüttelt, bis die Lösung vollständig ist-
2. Messung der Viskosität
- Die auf die-vorstehend geschilderte Weise hergestellte
Lösung wird in eine 500 ml fassende Schraub- : flasche (mindestens 75 mm Durchmesser) mit weitem
dünn genug sein, damit sie von den energiereichen Elektronen vollständig durchdrungen werden. Unter
den vorgenannten Bedingungen ist die durchschnittliche Strahlungsdosis gleich dem Produkt des Strahlstromes
und der Elektronenenergie.
' Dieses Beispiel schildert die verbesserte Viskositätsstabilität wäßriger Lösungen von erfindungsgemäß
bestrahltem Polyäthylenoxyd. 100 g Proben verschiedener Polyäthylenoxyde mit einer Teilchengröße, bei
der 90 Gewichtsprozent durch ein Prüfsieb Nr. 3,3 (DIN 1171) gehen, werden in 500 ml fassende Rundkolben
gegeben. Die Kolben werden auf etwa 1 Mikron Hg evakuiert, bis kein Druckanstieg mehr feststellbar
ist.
Die Kolben werden dann verschlossen und nahe an eine Co60-Strahlenquelle gestellt. Die Polyäthylenoxyde
in den Kolben werden mit y-Strahlung von etwa 10Brad/h bestrahlt und dabei in ihrer Stellung
bezüglich der Strahlungsquelle geändert, um eine gleichmäßige Bestrahlung sicherzustellen. Die bestrahlten
Polyäthylenoxyde werden sodann unter Rühren, wie vorstehend beschrieben, in Wasser gelöst,
und die scheinbare Viskosität der wäßrigen Lösungen wird mit einem Brookfield-Viskosimeter (Modell RVF)
bei einer Geschwindigkeit von 2 U/min und einer Temperatur von 250C gemessen. Man läßt die Lösungen
3 Wochen stehen und bestimmt dann die Viskosität erneut. In sämtlichen Fällen zeigen die bestrahlten
Proben eine höhere Viskositätsstabilität als
ίο die unbestrahlten. Die größte Verbesserung tritt bei
den Proben mit höherer anfänglicher Viskosität auf. Die erhaltenen Werte sind in Tabelle I zusammengestellt.
| Probe | Gewichts prozentige Lösung |
Dosis, Megarad | Viskosi anfänglich |
tät,cP nach 3 Wochen |
Viskositätsänderung °/o |
| A-I A-2 A-3 |
5 5 5 |
0 0,05 0,30 |
680 552 127 |
630 528 120 |
7,4 4,3 5,5 |
| B-I B-2 |
5 5 |
0 0,05 |
1630 1160 |
918 1120 |
43,5 3,5 |
| C-I C-3 |
1 1 |
0 0,12 |
1740 120 |
1296 113 |
25,5 5,7 |
Dieses Beispiel erläutert die verbesserte Viskositätsstabilität unter Scherbeanspruchung von wäßrigen
Lösungen des erfindungsgemäß bestrahlten Polyäthylenoxyds.
Drei trockene Proben von Polyäthylenoxyd werden an der Luft mit Hufe eines Van-de-Graaff-Beschleunigers
bestrahlt. Eine vierte Probe dient als Kontrollprobe. Die vier Proben werden durch Rühren in
Wasser gelöst, die Kontrollprobe in einer Konzentration von 1 Gewichtsprozent und die bestrahlten
Proben in einer Konzentration von 5 Gewichtsprozent. Sämtliche Lösungen werden einer Scherbeanspruchung
unterworfen, indem man die Lösungen mit einem 12 Flügel aufweisenden Flügelrührer bei 1080 U/min
rührt. Die scheinbare Viskosität vor und nach der Scherbeanspruchung wird gemessen. Die Ergebnisse
sind in Tabelle II zusammengestellt.
| Polymer | Strahlungsdosis | Anfangsviskosität | Rührzeit, | °/o Beibehaltung der anfänglich |
| probe | Megarad | cP | Stunden | scheinbaren Viskosität |
| Kontrolle | 0 | 1 800*) | 1,5 | 40*) |
| Kontrolle | 0 | 1 800*) | 2,5 | 35*) |
| A | 0,043 | 130 000 | 1,5 | 60 |
| A | 0,043 | 130 000 | 2,5 | 50 |
| B | 0,10 | 22 000 | 1,5 | 75 |
| C | 0,41 | 290 | 1,5 | 110 |
| C | 0,41 | 290 | 2,5 | 115 |
*) lgewichtsprozentige Lösung.
Die Zunahme der scheinbaren Viskosität bei der Probe C scheint auf geringer Verdampfung des Wassers
aus der Lösung während des Rührens zu beruhen.
Die in Tabelle II angegebenen Ergebnisse zeigen die starke Verbesserung der Viskositätsstabilität unter
Scherbeanspruchung, die bei verhältnismäßig niedrigen Gesamtstrahlungsdosen erhalten wird.
Dieses Beispiel schildert die Abnahme der Schleimigkeit und Zunahme der Viskositätsstabilität wäßriger
Lösungen von erfindungsgemäß bestrahltem Polyäthylenoxyd.
In diesem Beispiel werden 100 g Proben von Polyäthylenoxyd mit einer Teilchengröße, bei der 90 Gewichtsprozent
durch ein Prüfsieb Nr. 3,3 gehen, und mit unterschiedlichem Molekulargewicht (charakterisiert
durch die reduzierte Viskosität) in Gegenwart von Sauerstoff bestrahlt. Die Polymerproben werden in
locker verschlossene Glasflaschen gegeben und dann mit einer Co60-Strahlungsquelle in einer Dosis von
105 rad/h mit y-Strahlen bestrahlt. Die Proben werden
während der Bestrahlung in ihrer Stellung geändert, um eine gleichmäßige Strahlung sicherzustellen. Die
Polymeren werden hierauf durch Rühren in Wasser gelöst. Viskosität und Schleimigkeit der wäßrigen
•Lösung der bestrahlten Polymeren werden dann nach
.den vorstehend beschriebenen Verfahren gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle III zusammengestellt.
'"-■'■ . . - Die Werte aus der Tabelle III für die Schleimigkeit
•der wäßrigen« Lösung der Proben A und C in Ab-
Mngigkeit.von der Bestrahlungsdosis sind in Fig. 1
aufgetragen. Die Kurve zeigt nicht nur die glatte Abnahme der Schleimigkeit mit zunehmender StrahlungS;-dosis,
sondern sie zeigt auch die außergewöhnlich hohe Abnahme der Schleimigkeit bei verhältnismäßig geringen
Strahlungsdosen.
| - Strahlungsdösis | Reduzierte Viskosität - in Acetonitril : |
Tabelle ΙΠ | Schleimigkeit, 5gewichtsprozen,tige . wäßrige Lösung |
Scheinbare Viskosität, 5gewich tsprozentige wäßrige Lösung, cP |
nach 3 Wochen |
|
| Polymer- probe |
Megarad | [f] | Scheinbare Angfansviskosität, cP einer 5gewichtsprozentigen |
Sekunden | nach 1 Woche |
|
| 0- | 3,0 | wäßrigen Lösung, 25°C |
4,0 | . - · - | 67 | |
| -A--- | ,- 0,05 | !,δ--'- | 850 | . .0,5 | 66 | 35 |
| ...A-- | 0,11 .. | ■ - 1,3 | 77 | 0 | 34 | — |
| "A | 0 ■"----' | 3,9 | ■ -:; 40 | 2 | — | '. 413 |
| ._ B--'-:- | 0,05 | 2,8 | 1620 - | 1 | 419 | 1 184 |
| B | 0,11 | 2,4 | r 450 | 0,1 | 181 | 24 |
| B "-'■ | 0,54 | 1,1 | .; 183 | ■'" 0 | 22 | 1 290*) |
| B - | 0 | 33,7 | \·: 23 I | 12*) | — | 47 700 |
| C . | 0,05 | 12,4 | • 1744*) | ... 2,5 | :— | . 11380 |
| C | 0,11 | 7,5 | -48100 | 1,5 | 13140 | 138 |
| C ' | 0,54 | 2,3 | ;j3 000 | . 0 | 147 | |
| C : | ■ - 144 | |||||
*) Gemessen mit einer lgewichtsprozentigen Lösung.
'. ' ' . B e i s ρ i e 1 4 .·..·-
;: Mehrere Proben von fünf verschiedenen festen
Polyäthylenoxyden mit unterschiedlichem Molekulargewichtwerden an der Luft mit einem Van-de-GraafF- '35
Beschleuniger bestrahlt. Die Polyäthylenoxydproben werden in Pulverform unter dem Elektronenstrahl des
Beschleunigers mit Hilfe eines endlosen Bandes bewegt Die Schichtdicke des Polyäthylenoxydpulvers auf dem
Band beträgt 12,5 mm oder weniger. Die Strahlungsdaseiu-werden
durch--entsprechende Einstellung der Bandgeschwindigkeit, des Elektronenstroms und derr.:
Elektronenenergie variiert. Das durchschnittliche Vis-
kositätsmolekulargöMcht der unbestrahlten Polyäthy-
renöxydpröben ist in Tabelle IV angegeben. Die Buchstäben,
welche verschiedene Proben in Tabelle IV bezeichnen:'," entsprechen den Buchstaben, welche die Kurven
in F i g. 2 bezeichnen.
| Tabelle IV | Molekulargewicht |
| Unbestrahltes Polyäthylenoxyd | 0,2 · 10« 0,5 · 106 1 · 10e , 3 -106 . 10 -106 |
| Probe a Probe b , . Probe c ~ ' . Probe d . Probe e . |
|
55 scheinbare Viskosität. 5gewichtsprozentiger wäßriger Lösungen wird nach den vorstehend beschriebenen
Verfahren gemessen. Die scheinbare Viskosität der Lösungen in Abhängigkeit von der Bestrahlungsdosis
ist in F i g. 2 aufgetragen.
Die Werte der Beispiele 3 und 4, wie sie in F i g.' 1
und 2 angegeben sind, zeigen, daß für ein bestimmtes
herkömmliches Polyäthylenoxyd die geeigneten Bestrahlungsbedingungen derartig gewählt werden können,
daß ein bestrahltes Polyäthylenoxyd erhalten wird, dessen wäßrige Lösung jede gewünschte Viskosität
besitzt, die niedriger ist als die des unbestrahlten Polyäthylenoxyds, während gleichzeitig die Vorteile
der verbesserten Viskositätsstabilität und der Verringerung der Schleimigkeit erhalten werden.
Claims (1)
- ; Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung viskositätsstabiler . Polyäthylenoxyde durch ionisierende Bestrahlung, ..dadurch gekennzeichnet, daß man ein ;;. festes oder gelöstes Polyäthylenoxyd bestrahlt, daseine reduzierte Viskosität von mindestens 1 — (ge-messen bei 3O0C in einer 0,2%igen Acetonitrillösung) aufweist.-Die bestrahlten Polymeren und die unbestrahlten Köntrollproben werden: in Wasser gelöst und die . ' . In Betracht gezogene Druckschriften:
' journal of Polymer Science, 59 (1962), Nr.
S. 317 bis 320. -Hierzu 1 Blatt Zeichnungen709 717/627 12.67 © Bundesdruckerei Berlin
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-
1967
- 1967-07-31 US US657426A patent/US3470078A/en not_active Expired - Lifetime
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1046585A (en) | 1966-10-26 |
| US3470078A (en) | 1969-09-30 |
| NL6404227A (de) | 1964-10-19 |
| SE324458B (de) | 1970-06-01 |
| BE646199A (de) | 1964-07-31 |
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