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DE1255480B - Photoapparat mit Einstellvorrichtungen fuer Blende und Belichtungszeit - Google Patents

Photoapparat mit Einstellvorrichtungen fuer Blende und Belichtungszeit

Info

Publication number
DE1255480B
DE1255480B DEE26461A DEE0026461A DE1255480B DE 1255480 B DE1255480 B DE 1255480B DE E26461 A DEE26461 A DE E26461A DE E0026461 A DEE0026461 A DE E0026461A DE 1255480 B DE1255480 B DE 1255480B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
exposure time
camera
pin
aperture
lever
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE26461A
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Joseph Bresson
John Joseph Bundschuh
William Thomas Hochreiter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Eastman Kodak Co
Original Assignee
Eastman Kodak Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Eastman Kodak Co filed Critical Eastman Kodak Co
Publication of DE1255480B publication Critical patent/DE1255480B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B7/00Control of exposure by setting shutters, diaphragms or filters, separately or conjointly
    • G03B7/08Control effected solely on the basis of the response, to the intensity of the light received by the camera, of a built-in light-sensitive device
    • G03B7/12Control effected solely on the basis of the response, to the intensity of the light received by the camera, of a built-in light-sensitive device a hand-actuated member moved from one position to another providing the energy to move the setting member, e.g. depression of shutter release button causes a stepped feeler to co-operate with the pointer of the light-sensitive device to set the diaphragm and thereafter release the shutter

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Exposure Control For Cameras (AREA)

Description

  • Photoapparat mit Einstellvorrichtungen für Blende und Belichtungszeit Die Erfindung bezieht sich auf einen Photoapparat mit Einstellvorrichtungen für Blende und Belichtungszeit, die mittels einem als Hebelgetriebe ausgebildeten Ausgleichgetriebe mit einem manuell bewegbaren, die Stellung eines Anzeigeteils eines Belichtungsmessers abtastenden, den Belichtungswert eingebenden Abtastglied gekuppelt sind.
  • Bei den bekannten Photoapparaten mit einem Ausgleichsgetriebe zwischen den Einstellvorrichtungen für Blende und Belichtungszeit sowie einem Nachführglied des Belichtungsmessers ist zur Berücksichtigung der Empfindlichkeit das verwendeten Filmmaterials eine Einstellung von Hand erforderlich. Die Eingabe der Filmempfindlichkeit erfolgt hierbei mittels eines Einstelringes, mittels dessen die wirksame Länge des Nachführgliedes entweder durch die Verschiebung einer mit dem Zeiger des Belichtungsmessers zusammenwirkenden Einstellmarke oder durch die Zwischenschaltung einer Steuerkurve eränderbvar ist, deren wirksame Höhe von der Einstellung des Ringes abhängig ist. Da vielfach die nacheinander im Photoapparat verwendeten Filme nicht die gleiche Empfindlichkeit besitzen, werden die Aufnahmen falsch belichtet, wenn der Benutzer vergißt, beim Einlegen eines neuen Filmes die richtige Filmempfindlichkeit einzustellen. Die Gefahr, daß die Einstellung der Filmempfindlichkeit vergessen wird, ist deshalb besonders groß, weil alle übrigen Einstellungen automatisch erfolgen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Photoapparat zu schaffen, bei dem die Eingabe aller für eine richtige Belichtung erforderlichen Faktoren automatisch erfolgt, so daß die Bedienungsperson nur den Auslöser zu betätigen braucht.
  • Ausgehend von einem Photoapparat der eingangs genannten Art ist diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Ausgleichsgetriebe aus zwei miteinander verbundenen einzelnen Ausgleichsgetrieben besteht, von denen das eine zwischen das Abtastglied und die Einstellvorrichtung für die Blende, das andere zwischen die voreinstellbare Einstellvorrichtung für die Belichtungszeit und eine Vorrichtung zur Berücksichtigung der Filmempfindlichkeit geschaltet ist, wobei die Vorrichtung zur Berücksichtigung der Filmempfindlichkeit in an sich bekannter Weise mit einem Einstellglied versehen ist, das eine an einer auswechselbaren, in den Photoapparat eingelegten Filmkassette vorgesehene, die Empfindlichkeit des Filmes kennzeichnende körperliche Markierung abtastet.
  • Es ist zwar bekannt, die Filmempfindlichkeit des Filmes von einer Markierung der Filmkassette abzutasten. Die Filmempfindlichkeit beein$ußt hier aber nur die Stellung einer Null-Marke des Belichtungsmessers. Zur Einstellung der richtigen Belichtung muß erst noch der Zeiger des Belichtungsmessers mit der Null-Marke in Deckung gebracht werden, was durch manuelles Einstellen der Blende und/oder der Belichtungszeit erfolgt. Ferner ist es auch bekannt, die Summenbildung aus mehreren, jeweils für sich einstellbaren Faktoren mittels miteinander verbundener einzelner Ausgleichsgetriebe vorzunehmen. Eine selbsttätige Berücksichtigung der Empfindlichkeit des eingelegten Filmes bei der automatischen Einstellung der für eine richtige Belichtung erforderlichen Werte von der Blende und Belichtungszeit ist mit diesen bekannten Vorrichtungen jedoch nicht möglich.
  • Damit bei einer vorgewählten Belichtungszeit dieser Wert nunr bevorzugt ist und auch geändert werden kann, sofern der Verstellbereich der Blende nicht ausreicht, um eine richtige Belichtung einzustellen, ist bei einer vorteilhaften Ausführungsform die Einstellvorrichtung für die Belichtungszeit mit einer Haltevorrichtung versehen, die eine Änderung dieser Einstellung durch das Abtastglied nur erlaubt, wenn sich die Einstellvorrichtung für die Blende an der Grenze ihres Einstellbereiches befindet.
  • Damit bei einer Abweichung von der bevorzugten Belichtungszeit die Abweichung möglichst gering bleibt, kann die Einstellvorrichtung für die Belichtungszeit bei einer Verstellung durch das Abtastglied stufenlos verstellbar sein.
  • Die Erfindung ist im folgenden an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles im einzelnen erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine vereinfachte, schematische Darstellung der gesamten Belichtungssteuerung, F ig. 2 eine perspektivisch dargestellte Ansicht der wesentlichen Teile einer entsprechend dem System gemäß F i g. 1 ausgebildeten Ausführungsform, F i g. 3 eine perspektivisch dargestellte Vorderansicht wesentlicher Teile der in F i g. 2 dargestellten Ausführungsform, F i g. 4 eine perspektivisch dargestellte Ansicht weiterer Teile der Ausführungsform gemäß F i g. 2, in derselben Blickrichtung wie bei F i g. 2 gesehen.
  • Wie F i g. 1 zeigt, ist eine Filmkassette 5, die in den Photoapparat einsetzbar ist, mit einer Filmkodenut 7 versehen" deren Lage durch die Empfindlichkeit des in der F i g. 5 enthaltenen Filmes bestimmt ist. Ist die Kamerarückwand (nicht dargestellt) geöffnet, dann sind ein Gleitorgan 9, ein Nockenteil 11 und ein Nutfühlhebel13 einer Vorrichtung zur Berücksichtigung der Filmempfindlichkeit gegen die Kraft einer Feder 15 in eine Lage geschoben, die links von der in F i g. 1 dargestellten Lage dieser Teile ist. Schließt die Bedienungsperson nach dem Einsetzen der Kassette 5 die Kamerarückwand, dann werden diese Teile der Vorrichtung zur Berücksichtigung der Filmempfindlichkeit freigegeben und bewegen sich unter dem Einfluß der Feder 15 so weit nach rechts, bis der Nutfühlhebel 13 in die Nut 7 eingreift und dadurch festgehalten wird.
  • Bei dieser Bewegung nach rechts bewegt der Nokkenteil 11 einen Nockenfühlstift 19, der am einen Ende eines Winkelhebels 21 angeordnet ist. Der Winkelhebel 21 ist bei 23 an einer Montageplatte der Kamera schwenkbar gelagert. F i g.1 zeigt, daß bei einer Bewegung der die Filmempfindlichkeit abtastenden Teile nach rechts der Winkelhebel 21 im Uhrzeigersinn um den Drehpunkt 23 gedreht wird. Die Lage des Winkelhebels 21 bestimmt daher die Lage eines »Filmempfindlichkeitszapfens« 25, der am anderen Ende des Hebels 21 angeordnet ist. Dieser Zapfen 25 gibt den Wert der Filmempfindlichkeit S" in die Belichtungssteuerung ein.
  • Die Belichtungszeit wird in die Steuerung mittels eines drehbaren Belichtungszeitnockens 27 eingegeben, der mittels eines auf der Außenseite der Kamera vorgesehenen Knopfes 29 einsteilbar ist. Ein Gleitteil 31 liegt unter Federspannung am Nocken 27 an und ist mit einem »Belichtungszeitzapfen« 33 versehen, der am oberen Ende dieses Teiles sitzt. Der Gleitteil 31 ist in vertikaler Richtung bewegbar. Zur Führung dienen ein auf der Montageplatte vorgesehener Stift 35 und ein in der Montageplatte vorgesehener Schlitz 37, die mit einem Schlitz bzw. dem Zapfen 33 des Gleitteiles zusammenwirken.
  • Ein als Ausgleichsgetriebe dienender Hebel 39, dessen unteres Ende mit dem Zapfen 33 und dessen oberes Ende mit dem Zapfen 25 verbunden sind, ist in der Mitte mit einem Zapfen 41 versehen, der sich in vertikaler Richtung in einem Schlitz 43 in der Kameramontageplatte bewegen kann.
  • Wenn ein Auslöser 45 gegen die Kraft einer starken Feder 47 niedergedrückt wird, dann wird ein Betätigungshebel 49 um einen Drehpunkt 53 unter der Wirkung einer Feder 51 im Uhrzeigersinn gedreht. Das eine Ende des Betätigungshebels 49 ist mit einem Abtastglied 55 mittels eines Betätigungszapfens 57 verbunden. Beim Niederdrücken des Auslösers 45 wird deshalb das Abtastglied 55 nach oben bewegt.
  • Ein Anzeigeteil59 eines nicht dargestellten Galvanometers, der ein Teil eines üblichen Belichtungsmessers ist, ragt durch einen Schlitz 61 der Kameramontageplatte und stellt sich entsprechend der Szenenhelligkeit L,,, ein. Ein zum Festhalten des Anzeigeteiles während des Abfühlens vorgesehener Schieber 63, der unter Federspannung nach oben gegen einen Anschlag 65 des Abtastgliedes 55 gedrückt wird, bewegt sich zusammen mit dem Abtastglied 55 nach oben, bis seine obere Fläche 67 den Anzeigeteil 59 erfaßt hat. Das Abtastglied 55 bewegt sich jedoch weiterhin nach oben, bis seine Abtastfläche 69 mit dem Anzeigeteil 59 in Berührung kommt. Sobald dieser Punkt erreicht ist, ist die Bewegung des Betätigungshebels 49 im Uhrzeigersinn um den Drehpunkt 53 beendet. Bei einem weiteren Niederdrücken des Auslösers 45 in die Verschlußbetätigungsstellung hebt deshalb ein Stift 71 des Auslösers 45 vom Betätigungshebel 49 ab.
  • Ein Blendensteuerungszapfen 73, der in einem Schlitz 75 der Montageplatte in vertikaler Richtung verschiebbar gelagert ist, sitzt in der Mitte eines als ein zweites Ausgleichsgetriebe dienenden Hebels 77. Das eine Ende dieses Hebels 77 ist mittels des Zapfens 41 mit dem Hebel 39, das andere mittels des Zapfens 57 mit dem Abtastglied 55 gekoppelt, das dadurch den abgetasteten Belichtungswert in das Ausgleichsgetriebe einzugeben vermag. Ferner sind Blendenblätter 78 und 79 schwenkbar an der Stelle 81 der Montageplatte gelagert und mit Nockenbahnen 84 bzw. 85 durch Federn 83 an den Zapfen 73 angedrückt. Wird, wie oben ausgeführt, das Abtastglied 55 infolge eines Niederdrückens des Auslösers 45 nach oben bewegt, dann bewegt sich der Hebel 77 in Form einer Schwenkbewegung um den Zapfen 41 ebenfalls nach oben. Die Lage des Zapfens 41 ist durch die Filmempfindlichkeit des in der Kassette 5 enthaltenen Filmes und die von der Betätigungsperson ausgewählte Belichtungszeit festgelegt. Bei der Bewegung des Hebels 77 nach oben verschiebt sich auch der Zapfen 73 im Schlitz 75 nach oben.
  • Da durch die Federn 83 die Nockenbahnen 84 und 85 der Blendenblätter 78 und 79 in Anlage am Zapfen 73 gehalten werden, hat die Bewegung des Zapfens 73 nach oben ein öffnen der Blende zur Folge. Die Größe der durch die Öffnungen 86 und 87 der Blendenblätter 78 bzw. 79 gebildeten Blendenöffnungen A,, ist durch die Verschiebung des Zapfens 73 im Schlitz 75 infolge der Bewegung des Abtastgliedes 55 bestimmt.
  • Ist die zu photographierende Szene außerordentlich hell, dann kann das Abtastglied 55 nur ein kleines Stück nach oben bewegt werden. Dies hat zur Folge, daß auch der Zapfen 73 nur wenig nach oben verschoen wibrd, was eine ebenfalls nur kleine Blendenöffnung bedeutet. Je geringer die Intensität des Lichtes der zu phootographierenden Szene ist, desto weiter nach oben bewegt sich das Abtastgl.ied 55 und desto mehr wird die Blende geöffnet.
  • Besonders ist darauf hinzuweisen, daß die Belichtungszeit, die von der Bedienungsperson durch eine entsprechende Einstellung des Knopfes 29 gewählt wurde, von der Belichtungssteuerung verändert werden kann. Für den Fall, daß der Zapfen 73 seine höchstmögliche Stellung im Schlitz 75 erreicht, ehe die Abtastfläche 69 des Abtastgliedes 55 den Anzeigeteil59 berührt, setzt eine Drehung des Hebels 77 um den Zapfen 73 ein, wodurch der Zapfen 41 im Schlitz 43 nach unten bewegt wird. Weil der Zapfen 41 in der Mitte des Hebels 39 sitzt und weil das obere Ende des Hebels 39 mit dem Zapfen 25 verbunden ist, dessen Stellung durch die Filmempfindlichkeit festgelegt ist, bewegt sich bei dieser Verschiebung des Zapfens 41 der Hebel 39 im Gegenuhrzeigersinn um den Zapfen 25. Das untere Ende des Hebels 39, das mit dem auf dem Gleitteil 31 befestigten Zapfen 33 verbunden ist, verschiebt deshalb den Gleitteil 31 gegen die Kraft der Feder 35 nach unten, also aus der manuell eingestellten Lage, wodurch eine größere Belichtungszeit eingestellt wird. Die Belichtungszeit ist stufenlos über den ganzen Verstellbereich veränderbar, so daß sich bei einer kontinuierlichen Verschiebung des Gleitteiles 31 auch die Belichtungszeit kontinuierlich ändert.
  • Einzelheiten zeigt F i g. 4. Wird der Auslöser 45 von der Bedienungsperson niedergedrückt, dann bewegt sich sein Fuß 89 von einem Anschlagbolzen 91 weg, der auf einem Zeitverzögerungssektor 93 befestigt ist. Dadurch ist dem Zeitverzögerungssektor 93 die Möglichkeit gegeben, sich unter der Wirkung einer Feder im Gegenuhrzeigersinn um die Achse 105 zu drehen, bis ein Arm 95 des Zeitverzögerungssektors 93 in Berührung mit einem Steuerstift 97 kommt, der auf dem Gleitteil 31 angeordnet ist. Im gleichen Maß, in dem sich der Gleitteil 31, geführt durch den Schlitz 37, infolge einer manuellen Einstellung mittels des Knopfes 29 (F i g. 1) oder einer Verschiebung über diese Einstellage hinaus infolge einer Schwenkbewegung des Hebels 77, nach unten bewegt, verschiebt sich der Steuerstift 97 aus der Stellung der kürzesten Belichtungszeit, die in F i g. 4 dargestellt ist, im Schlitz 37 nach unten. Der Arm 95 arbeitet, wie oben erwähnt, mit dem Steuerstift 97 zusammen und bestimmt dadurch die Strecke, um die sich der Zeitverzögerungssektor 93 unter dem Einfluß der Feder bewegt. Je tiefer die Stellung des Steuerstiftes 97 ist, um so größer ist die Drehbewegung des Sektors 93 und um so mehr Zähne des Sektors 93 kommen mit einem auf der Welle eines Bremsorgans 99 sitzenden Zahnrades nacheinander in Eingriff. Je weiter sich die an der Unterseite des Sektors 93 sitzenden Zähne bei der in F i g. 4 dargestellten Lage nach rechts bewegen, ehe die Drehbewegung des Sektors 93 durch das Anschlagen des Armes 95 am Steuerstift 97 beendet wird, um so größer die Belichtungszeit.
  • Wenn der Auslöser 45 niedergedrückt wird, bewegt eine Nase 101 am Auslöser 45 zwangsweise einen Starthebel 103 im Uhrzeigersinn um die Achse 105. Sobald der Auslöser 45 dabei in die Nähe des unteren Endes seines Verschiebebereiches kommt, berührt ein Finger 107 des Starthebels 103 eine Klinke 109, wodurch diese ebenfalls um die Achse 105 im Uhrzeigersinn gedreht wird. Dies führt zur Freigabe eines Verschlußbetätigungshebels 111, der daraufhin sich im Gegenuhrzeigersinn um einen Drehpunkt 112 dreht. Das Ende 113 des Hebels 111 kommt dadurch in Berührung mit einem öffnungsfinger 114 eines Verschlußblatthebels 115 und dreht dadurch diesen um seine Schwenkachse entgegen der Kraft einer Feder 117, wodurch Verschlußblätter 118 und 119 in bekannter Weise geöffnet werden. Nachdem die Blätter 118 und 119 vollständig geöffnet worden sind, schlägt ein Arm 120 des Betätigungshebels 111 am Anschlagbolzen 91 des Zeitverzögerungssektors 93 an und dreht dadurch diesen zwangsweise im Uhrzeigersinn um die Achse 105. Infolge der Kupplung des Sektors 93 mit dem Bremsorgan 99 wird die Drehschwindigkeit des Sektors 93 auf einen bestimmten Wert abgebremst. Die gewünschte Verzögerung zwischen dem öffnen und dem Schließen des Verschlusses ist durch den Bereich bestimmt, den der Zeitverzögerungssektor 93 durchlaufen muß, bis der Arm 120 sich dem Stift 91 entzogen hat. Erst dann kann nähmlich das Ende 113 des Betätigungshebels 111 gegen einen Schließfinger 121 des Verschlußblatthebels 115 schlagen und dadurch den Verschluß schließen.
  • Gibt man den Auslöser 45 wieder frei und läßt ihn durch die Feder 47 in seine Ausgangslage zurückziehen, so wird bei dieser Verschiebung der Starthebel 103 von einer Nase 123 im Gegenuhrzeigersinn gedreht. Der Finger 107 des Starthebels 103 kommt dabei mit dem Arm 120 des Verschlußbetätigungshebels 111 in Berührung und schwenkt diesen so lange im Uhrzeigersinn, bis die Klinke 109 bei ihm einklinkt und das Ende 113 sich über dem Öffnungsfinger 114 des Verschlußblatthebels 115 befindet. Die Teile des Verschlusses stehen damit wieder in ihrer Ausgangsstellung.
  • Zur besseren Übersicht ist im folgenden die Arbeitsweise der Kamera noch einmal kurz zusammengefaßt. Beim Einsetzen der Kassette 5 in die Kamera wird die Filmempfindlichkeit automatisch durch eine entsprechende Einstellung der oberen Endes des Hebels 39 in die Belichtungssteuerung eingegeben. Daraufhin wählt die Bedienungsperson mittels des Knopfes 29 die Belichtungszeit, wodurch das untere Ende des Hebels 39 und der Zapfen 41 in die dieser Belichtungszeit entsprechende Lage geschoben werden. Nun wird die Kamera auf den zu photographierenden Gegenstand gerichtet, so daß sich der Anzeigeteil 59 des Belichtungsmessers in die der gemessenen Szenenhelligkeit entsprechende Stellung einstellt. Drückt jetzt die Bedienungsperson den Auslöser 45 nach unten, dann wird die Stellung des Anzeigeteils 59 vom Abtastglied 55 abgetastet. Dabei wird die für eine richtige Belichtung erforderliche Blendenöffnung auf Grund der Verschiebung des Hebels 77 eingestellt, die bestimmt ist durch die relative Lage des Zapfens 41 und des Zapfens 57. Die eingestellte Blendenöffnung ist also eine Funktion der Filmempfindlichkeit, der Belichtungszeit und der herrschenden Helligkeit, die alle veränderliche Größen sind. Wie schon oben erwähnt, wird die manuelle Einstellung der Belichtungszeit im erforderlichen Maß verändert, wenn die Blende vollständig geöffnet ist, ehe das Abtastglied 55 den Anzeigeteil 59 berührt. Die Belichtungszeit wird dadurch so weit vergrößert, als zur Sicherstellung einer richtigen Belichtung erforderlich ist.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Photoapparat mit Einstellvorrichtungen für Blende und Belichtungszeit, die mittels einem als Hebelgetriebe ausgebildeten Ausgleichsgetriebe mit einem manuell bewegbaren, die Stellung eines Anzeigeteils eines Belichtungsmessers abtastenden, den Belichtungswert eingebenden Abtastglied gekuppelt sind, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t, daß das Ausgleichsgetriebe aus zwei miteinander verbundenen einzelnen Ausgleichsgetrieben (39, 41, 43; 77, 75, 73) besteht, von denen das eine (77, 75, 73) zwischen das Abtastglied (55) und die Einstellvorrichtung für die Blende (83, 84, 85), das andere zwischen die voreinstellbare Einstellvorrichtung für die Belichtungszeit (31) und eine Vorrichtung zur Berücksichtigung der Filmempfindlichkeit (9, 11, 13, 21) geschaltet ist, wobei die Vorrichtung zur Berücksichtigung der Filmempfindlichkeit in an sich bekannter Weise mit einem Einstellglied (9, 13) versehen ist, das eine an einer auswechselbaren, in den Photoapparat eingelegten Filmkassette (5) vorgesehene, die Empfindlichkeit des Filmes kennzeichnende körperliche Markierung (9) abtastet.
  2. 2. Photoapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellvorrichtung (31) für die Belichtungsezit mit einer Haltevorrichtung versehen ist, die eine Änderung dieser Einstellung durch das Abtastglied (55) nur erlaubt, wenn sich die Einstellvorrichtung für die Blende an der Grenze ihres. Einstellbereiches befindet.
  3. 3. Photoapparat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellvorrichtung (31) für die Belichtungszeit bei einer Verstellung durch das Abtastglied (55) stufenlos verstellbar ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 864 803; deutsche Auslegeschriften Nr. 1143 098, 1145 916; USA.-Patentschriften Nr. 2 422 316, 3 060 826.
DEE26461A 1963-02-28 1964-02-22 Photoapparat mit Einstellvorrichtungen fuer Blende und Belichtungszeit Pending DE1255480B (de)

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