DE1250882B - Schaltungsanordnung fur Fernmelde insbesondere Fernsprechnebenstellenanlagen, bei denen Schaltauftrage am Ver mittlungsplatz durch die Tastatur eines Maikierzahlengebers erteilbar smd - Google Patents
Schaltungsanordnung fur Fernmelde insbesondere Fernsprechnebenstellenanlagen, bei denen Schaltauftrage am Ver mittlungsplatz durch die Tastatur eines Maikierzahlengebers erteilbar smdInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
H04m
H04q
Deutsche KL: 21 a3 - 54/01
Nummer: 1250 882
Aktenzeichen: T 29927 VIII a/21 a3
Anmeldetag: 3. Dezember 1965
Auslegetag: 28. September 1967
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechnebenstellenanlagen,
bei denen Markierer den Verbindungsaufbau über Haus- und Amtskoppelfelder steuern
und bei denen Schaltaufträge am Vermittlungsplatz durch die Tastatur eines Markierzahlengebers erteilbar
sind.
Allgemein ordnet man dem Vermittlungsplatz einer Fernsprechnebenstellenanlage eine Tastatur zu, \
durch deren Betätigung ein Zahlengeber gesteuert wird, der entsprechend den nacheinander gedrückten
Tasten die für die Einstellung der Wähleinrichtungen i dienenden Impulsfolgen bildet.
In Nebenstellenanlagen, in denen der Verbindungsaufbau durch Markierer gesteuert wird, verarbeiten
die Markierer die in einem Zwischenspeicher des Zahlengebers aufgenommenen Wählkennzeichen
und stellen dementsprechend die Wähleinrichtungen ein.
Es wurde durch die deutsche Patentschrift 925 654 bekannt, die am Zahlengeber getasteten Ziffern entweder
in den Zahlengeberspeicher einzuspeichern oder dem Markierer unmittelbar oder mittelbar einen
Markierauftrag ohne Inanspruchnahme des Zahlengeberspeichers zu vermitteln.
Bei den bekannten Einrichtungen bedarf auch ein Verbindungsaufbau, der durch den Vermittlungsplatz
eingeleitet wird, der Mithilfe des Markierers. Für die Ansteuerung des Markierers durch den Zahlengeber
bzw. den Zahlengeberspeicher müssen besondere Schaltmittel vorgesehen werden.
Durch die deutsche Patentschrift 1163 397 wurde
ein Markierzahlengeber bekannt, bei dem bei der Wähltastenbetätigung eine Kombination mehrerer
Anker eines Mehrfachrelais entsprechend einem Kode in ihre Arbeitslage übergeführt werden, wobei
Arbeitskontakte dieser Anker sowohl die für die Durchschaltung des ausgewählten Teilnehmers vorgesehenen Koppelpunkte eines Koppelfeldes markieren
als auch die Betätigungsspulen aller Anker des Mehrfachrelais kurzschließen, so daß weitere
Tastenbetätigungen wirkungslos bleiben, bis nach der erfolgten Durchschaltung der markierten Koppelpunkte
die Anker in ihre Ruhelage zurückgeführt und damit der Markierzahlengeber für den nächsten
Vermittlungsvorgang freigeschaltet ist. Derartige Markierzahlengeber können keine Wahlimpulsserien
unmittelbar für die Steuerung von Wähleinrichtungen abgeben.
Diese bekannte Anordnung eines Markierzahlengebers ermöglicht eine mittelbare Ansteuerung eines
Koppelfeldes mit Hilfe einer Zahlengebertastatur.
Schaltungsanordnung für Fernmelde-,
insbesondere Fernsprechnebenstellenanlagen, bei denen Schaltaufträge am Vermittlungsplatz durch die Tastatur eines Markierzahlengebers erteilbar sind
insbesondere Fernsprechnebenstellenanlagen, bei denen Schaltaufträge am Vermittlungsplatz durch die Tastatur eines Markierzahlengebers erteilbar sind
Anmelder:
Telefunken
Telefunken
Patentverwertungsgesellschaft m. b. H.,
Ulm/Donau, Elisabethenstr. 3
Ulm/Donau, Elisabethenstr. 3
Als Erfinder benannt:
Friedrich Ackermann,
Jürgen Holz,
Dipl.-Ing. Egon Ossendorf, Backnang
Ein derartiger Markierzahlengeber könnte die Tätigkeit des Markierers auf die Durchführung der seitens
der angeschlossenen Teilnehmer geäußerten und der auf den Amtsleitungen ankommenden Verbindungswünsehe
beschränken, während die seitens des Vermittlungsplatzes erteilten Schaltaufträge durch den
Markierzahlengeber unmittelbar ohne Mithilfe des Markierers abgewickelt werden könnten, wenn eine
Möglichkeit für die gegenseitige Abgrenzung der Wirkungsbereiche und für das richtige zeitliche
Zusammenspiel der beiden Einrichtungen vorhanden wäre.
Die Erfindung zeigt einen Weg zur Trennung der beidseitigen Funktionen, so daß beide Einrichtungen
ohne gegenseitige Störungen nebeneinander arbeiten können. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß durch die Betätigung einer Taste steuerbare Schaltmittel vorgesehen sind, die die den Markierer
mit dem Amtskoppelfeld verbindenden Steueradern auftrennen und die Betätigungsspulen des Amtskoppelfeldes
an die Ausgänge der Tastatur des Markierzählengebers des Vermittlungsplatzes anschalten.
Die Erfindung wird an dem Schaltbild erklärt. In dem Schaltbild sind nur die für das Verständnis der
Erfindung notwendigen Steuereinrichtungen schematisch dargestellt, während die anderen an sich für
den Betrieb der Nebenstellenanlage notwendigen Einrichtungen — insbesondere die Darstellung der
Sprechwege — fortgelassen sind.
709 649/53
Zur Vermittlung eines abgehenden Amtsgespräches durch den Vermittlungsplatz Pl hat die Vermittlungsperson
durch Betätigung der einer Amtsübertragung zugeordneten Abfragetaste, die nicht besonders dargestellt ist, die Amtsübertragung A Ue
belegt und das dort vorgesehene, nicht dargestellte Relais AS erregt. Sie tastet dann die gewünschte
Wählinformation mittels ihrer durch die Taste T symbolisch dargestellten Tastatur des Markierzahlengebers
in den Zahlengeberspeicher Sp ein, der die Abgabe der eingetasteten Information als Wahlimpulsserien
in nicht näher dargestellter Weise über die Amtsübertragung A Ue zu der angeschlossenen
Amtsvermittlungsstelle bewirkt, wo der Verbindungsaufbau zu der gewünschten Gegenstelle durchgeführt
wird. Die Vermittlungsperson teilt dann das Gespräch der rufenden Nebenstelle durch Betätigen der
Verbindungstaste V zu. Hierbei spricht das Relais MV in dem Stromkreis an:
(-), vull, V, MV (1-2), as 2, +.
Relais MV hält sich über:
(-Vw 12, mvl, WV (5-6), asZ, +.
Der Kontakt mv 3 schaltet beim Vermittlungsplatz Pl die Lampe VL ein, die so lange leuchtet, wie das
Relais AS und folglich auch das Relais MV erregt bleiben. Das Relais MV schaltet mittels seines als
nur ein einziger Umschaltekontakt mv 1 dargestellten Markierumschalters die vom Markierer M über die
Kontakte vr, ρ und den Widerstand w 15 verlaufen- :
den Steueradern von den Eingängen der Betätigungsspulen des Amtskoppelfeldes AK ab und schaltet
diese an die Ausgänge der Tastatur, die hier nur durch eine Taste Γ dargestellt ist. Gleichzeitig wird
durch den Kontakt mv 4 der dazugehörige Zahlengeberspeicher Sp ausgeschaltet, so daß beim Betätigen
der Tastatur T nicht eine Einspeicherung der eingetasteten Information und ihre Umwandlung in
Wählimpulsserien erfolgt, sondern nur die Markierung des Amtskopplers AK. Es erfolgt die Durchschaltung
· der der eingetasteten Information entsprechenden Nebenstelle. Nach der Durchschaltung
fällt in der Amtsübertragung\A Ue das Relais As ab
und folglich auch das Relais MV, so daß die Eingänge des Amtskoppelfeldes AK wieder an ,den Markierer
angeschaltet, der Zahlengeberspeicher wieder ein- und die Verbindungslampe VL wieder ausgeschaltet
werden. :
Für die Entgegennahme eines auf einer Amtsleitung ankommenden Anrufs betätigt die Vermittlungsperson
ebenfalls die der betreffenden Amtsübertragung zugeordnete Abfragetaste und stellt den
Vermittlungswunsch des Amtsteilnehmers fest. Durch die anschließende Betätigung der Verbindungstaste V
wird in der vorher beschriebenen Weise das Relais MV erregt, so daß die Vermittlungsperson die Rufnummer
der gewünschten Nebenstelle in die Tastatur T eintasten und die Verbindung zur gerufenen
Nebenstelle herstellen kann.
■ ■
Claims (2)
1. Schaltungsanordnung für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechnebenstellen anlagen, bei
denen Markierer den Verbindungsaufbau über Haus- und Amtskoppelfelder steuern und bei
denen Schaltaufträge am Vermittlungsplatz durch die Tastatur eines Markierzahlengebers erteilbar
sind, dadurch gekennzeichnet, daß
durch die Betätigung einer Taste (F) steuerbare Schaltmittel (MV) vorgesehen sind, die die den
Markierer (M) mit dem Amtskoppelfeld (AK) verbindenden Steueradern auftrennen und die
Betätigungsspulen des Amtskoppelfeldes (AK) an die Ausgänge der Tastatur (Γ) des Markierzahlengebers
des Vermittlungsplatzes anschalten.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Taste
steuerbaren Schaltmittel (mv4) die wahlweise Anschaltung der Tastatur (T) des Markierzahlengebers
an den Zahlengeberspeicher (Sp) oder an das Amtskoppelfeld (AK) bewirken.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 649/53 9. 67 © Bundesdruckerei Berlin
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1250882B true DE1250882B (de) | 1967-09-28 |
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