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DE1249891B - Warmekopierverfahren - Google Patents

Warmekopierverfahren

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Publication number
DE1249891B
DE1249891B DENDAT1249891D DE1249891DA DE1249891B DE 1249891 B DE1249891 B DE 1249891B DE NDAT1249891 D DENDAT1249891 D DE NDAT1249891D DE 1249891D A DE1249891D A DE 1249891DA DE 1249891 B DE1249891 B DE 1249891B
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DE
Germany
Prior art keywords
sheet
image
original
paper
vaporizable
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DENDAT1249891D
Other languages
English (en)
Inventor
Carl Stmson Miller St Paul Mmn Bryce LaForge Clark (V St A)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
3M Co
Original Assignee
Minnesota Mining and Manufacturing Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Publication date
Publication of DE1249891B publication Critical patent/DE1249891B/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03GELECTROGRAPHY; ELECTROPHOTOGRAPHY; MAGNETOGRAPHY
    • G03G5/00Recording members for original recording by exposure, e.g. to light, to heat, to electrons; Manufacture thereof; Selection of materials therefor
    • G03G5/02Charge-receiving layers
    • G03G5/04Photoconductive layers; Charge-generation layers or charge-transporting layers; Additives therefor; Binders therefor
    • G03G5/05Organic bonding materials; Methods for coating a substrate with a photoconductive layer; Inert supplements for use in photoconductive layers
    • G03G5/0528Macromolecular bonding materials
    • G03G5/0532Macromolecular bonding materials obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsatured bonds
    • G03G5/0546Polymers comprising at least one carboxyl radical, e.g. polyacrylic acid, polycrotonic acid, polymaleic acid; Derivatives thereof, e.g. their esters, salts, anhydrides, nitriles, amides

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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
B 41m
Deutsche Kl.: 15 k-7/05
Nummer: 1 249 891
Aktenzeichen: M 46668 VI b/15 k
Anmeldetag: 27. September 1960
Auslegetag: 14. September 1967
B4 1N
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reproduktion eines graphischen Originals unter Verwendung von Dämpfen zwecks Herstellung eines entsprechenden Bildmusters.
Verfahren zur Wiedergabe graphischer Originale, wobei das Original mit dampfförmigen Substanzen behandelt und die Zeichnung unter Erzeugung eines latenten Bildes auf ein Aufnahmeblatt übertragen wird, sind bekannt (ygLdeutschePatentschrift 287 516). Ebenso ist die Erzeugung eines" latenten" Bildes auf einem mit einer dünnen Metallschicht versehenen Aufnahmeblatt, das auf ein chemisch vorbehandeltes Original gepreßt wird, bekannt (vgl. deutsche Patentschrift 908 978). Bei diesen Verfahren ist es jedoch erforderlich, die gebildeten latenten Bilder durch einen nachfolgenden chemischen Entwicklungsschritt sichtbar zu machen.
Bei den bekannten thermographischen Reproduktionsverfahren unter Verwendung chemisch reaktionsfähiger wärmeempfindlicher Kopierpapiere wird das Kopierpapier meist unter Druck in wärmeleitende Berührung mit dem Original gebracht, das dann kurze Zeit mit einer an infraroten Anteilen reichen Strahlung intensiv bestrahlt wird. Die Erwärmung an den die Strahlung absorbierenden Bildteilen des Originals ist von einer sichtbaren chemischen Reaktion an den entsprechenden Stellen des Kopierpapiers begleitet. Hierbei wird eine positive Kopie sofort ohne weitere chemische oder anderweitige Behandlung gebildet.
Auch physikalisch wärmeempfindliche Kopierblätter sind bekannt. Die eine Art derselben besteht aus einer dunkel gefärbten Papier- oder Filmunterlage, die mit einem undurchsichtigen Oberflächenüberzug aus einem durchsichtigen, schmelzbaren Material in Teilchenform versehen ist. Durch das Schmelzen der Teilchen an den erwärmten Stellen wird der Überzug anhaltend durchsichtig, so daß der dunkle Hintergrund sichtbar wird. Eine andere Art dieser Kopierblätter beruht auf dem durch Wärmeeinwirkung verursachten Fließen des geschmolzenen Überzugs in einen absorbierenden Träger hinein, wodurch eine sichtbare Veränderung an der erwärmten Stelle entsprechend dem graphischen Original ohne weitere chemische oder anderweitige Bearbeitung hervorgerufen wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist demgegenüber dadurch gekennzeichnet, daß man ein Ausgangsblatt, das eine normalerweise feste, verdampfbare bilderzeugende Substanz enthält, auf eine Aufnahmeoberfläche legt, das Ausgangsblatt an den Bildteilen eines Musters, das durch das graphische Original Wärmekopierverfahren
Anmelder:
Minnesota Mining and Manufacturing Company, St. Paul, Minn. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. H. Ruschke, Patentanwalt,
Berlin 33, Auguste-Viktoria-Str. 65
Als Erfinder benannt:
Bryce LaForge Clark,
Carl Stinson Miller, St. Paul, Minn. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 29. September 1959
(843161)
bestimmt wird, so ausreichend erwärmt, daß die normalerweise beständige feste Substanz in Dampfform in der Vorlage auf die Aufnahmeoberfläche übertragen wird, und daß man den Dampf darauf kondensiert.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht also ebenfalls die Herstellung von Reproduktionen, und zwar in einem einstufigen vereinfachten Verfahren, das keine anschließende chemische oder sonstige Behandlung erfordert. Die erhaltene Kopie ist keiner weiteren Verfärbung bei nachfolgendem Erwärmen unterworfen, so daß ein Nachdunkeln des Hintergrundes vermieden wird. Es können vereinfachte Verfahren zur Erreichung der notwendigen Kopiertemperaturen angewendet werden. Gegenüber den eingangs erwähnten Verfahren, bei denen ein latentes Bild des Originals auf eine Aufnahmeoberfläche übertragen wird, ist es beim erfindungsgemäßen Verfahren nicht notwendig, die Aufnahmeschicht durch Begasen oder Eintauchen in ein Bad und anschließendes Trocknen in zeitraubender Weise zu entwickeln. Ferner sind die zu verdampfenden Substanzen gemäß vorliegender Erfindung unter normalen Lagerungs- und Temperaturbedingungen beständig, und es ist nicht erforderlich, diese erst unmittelbar vor dem Kopiervorgang aufzubringen.
Die Erfindung beruht allgemein auf der Übertragung einer normalerweise beständigen festen, bilderzeugenden Substanz in Dampfform aus einer
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Ausgangsschicht auf eine geeignete Aufnahmeober- Während dieses Verfahrens wird die reaktionsfähige fläche in einer Zeichnung, die durch das graphische Substanz, die ursprünglich von dem dampfliefernden Original bestimmt wird. Bei einer Ausführungsform Blatt 13 auf die bedruckten Stellen des graphischen des Verfahrens wird die bilderzeugende Substanz auf Originals 10, wie in Verbindung mit F i g. 1 beschrieein Aufnahmeblatt übertragen, das einen färb- 5 ben, übertragen worden war, wiederum verdampft erzeugenden Reaktionsteilnehmer für die Substanz und auf das Übertragungsblatt 19 übertragen, wo enthält, worauf beide Substanzen unter Erzeugung sie an den mit 20 bezeichneten Stellen in kondeneiner sichtbaren Kopie miteinander reagieren. Wenn sierter_ oder absorbierter Form festgehalten wird, die verdampfbare Substanz selbst stark gefärbt ist, Das Übertragungsblatt 19 wird dann von dem graist kein Reaktionsteilnehmer auf der Aufnahme- io phischen Original getrennt. Die Bildteile 20 sind schicht erforderlich. Die verdampfbare Substanz deutlich sichtbar, wenn ein stark gefärbter verdampfkann der Tinte (bzw. der Druckfarbe), mit der das barer Bestandteil verwendet wird, und bilden eine graphische Original gedruckt wird, entweder vor sichtbare, direkte, positive (seitenrichtige) Kopie des oder nach dem Druck einverleibt werden; oder sie Originals, wenn sie durch das Ubertragungsblatt 19 kann ein Bestandteil des bedruckten Blattes oder 15 hindurch, betrachtet werden, das zu diesem Zweck einer getrennten dampfbildenden Schicht sein. durchsichtig sein muß.
Die Erfindung wird ausführlicher an Hand der Wenn die verdampfbare Substanz als Reaktionszugehörigen Zeichnung beschrieben, in der die · teilnehmer verwendet wird, wird die mit dem Bild Figuren Teilquerschnitte durch verschiedene Blatt- versehene Oberfläche anschließend auf die behandelte anordnungen sind. 20 Oberfläche eines Aufnahmeblattes 15, wie in F i g. 4
F i g. 1 zeigt ein graphisches Original 10, das aus gezeigt, gelegt, das mit der verdampften Substanz einem Träger 11 besteht, auf den Bildteile 12 auf- zu reagieren vermag, und das Ganze wird erwärmt, gedruckt oder auf andere Weise aufgezeichnet worden wobei der verdampfte Reaktionsteilnehmer wieder sind (z. B. eine Buchseite). Ein weiteres Beispiel ist von dem Übertragungsblatt 19 auf das Aufnahmeeine lithographische Druckplatte mit ölaufnehmenden 25 blatt 15 übertragen wird und durch die Umsetzung Bildteilen und wasseraufnehmenden Hintergrund- sichtbare Bildteile 21 gebildet werden, die den Bildteilen auf einem behandelten Aluminiumblech. Die teilen des graphischen Originals 10 direkt entsprechen. Bildteile können eine gehärtete Gelatineunterlage Wenn das graphische Original wie bei F i g. 1 und einen harzartigen oder öligen ölaufnehmenden beschaffen ist und das dampfliefernde Blatt Pyro-Oberflächenüberzug enthalten. 30 gallol enthält, kann das Übertragungsblatt 19 zweck-
Gegen die bedruckte Oberfläche des Originals 10 mäßig ein gewachstes oder paraffiniertes Papier sein wird ein dampfbildendes Blatt 13 gelegt, das aus und das Aufnahmeblatt 15 eine beständige Schicht einem dünnen, porösen Papier bestehen kann, das von Eisen(III)-stearat enthalten,
mit einer verdampfbaren phenolischen Verbindung, Bei der in F i g. 5 angegebenen Ausführungsform z. B. Pyrogallol, imprägniert ist. Wärme wird auf 35 wird an Stelle der direkten Erwärmung eine Bedas Gebilde einwirken gelassen, wie durch die Wellen- strahlung mit Lichtstrahlen hoher Intensität vorlinien 14 angedeutet wird, zweckmäßig durch Hin- genommen, die reich an infraroten Anteilen sind, durchschicken des zusammengesetzten Gebildes durch Das graphische Original 10, das gedruckte Bildeine Heißwalze oder Bügelmaschine. Die Dämpfe teile 12 enthält, wird mit seiner unbedruckten Oberaus dem dampfliefernden Blatt 13 werden — ver- 40 fläche gegen das dampfliefernde Blatt 13 gelegt, das mutlich durch Absorption — an den bedruckten in Berührung mit der reaktionsfähigen Schicht 17 Bildteilen des Originals kondensiert. Das in dieser des Aufnahmeblattes 15 steht. Die Bild- und Hinter-Weise behandelte Original wird in den F i g. 2 und 3 grundteile der Oberfläche des Originals 10 haben als behandeltes Original 10a bezeichnet und dient unterschiedliches Absorptionsvermögen für die Strahnun als dampfbildendes Blatt bei der anschließenden 45 lung 23. Eine kurzzeitige intensive Bestrahlung ruft Weiterverarbeitung. eine bevorzugte Erwärmung an den bedruckten
Das dampflieternde Blatt 13 wird dann durch ein Bildteilen hervor (Wellenlinien 22). Die Übertragung Aufnahmeblatt 15 ersetzt, wie es F i g. 2 zeigt, und des verdampften Reaktionsteilnehmers aus dem das neue zusammengesetzte Gebilde wiederum Blatt 13 auf die damit umsetzbare behandelte Obererwärmt, z. B. durch Passieren einer Heißwalze. 50 flächenschicht 17 des Aufnahmeblattes 15 läßt um-Das Aufnahmeblatt 15 besteht aus einem Träger 16 gesetzte Bildteile 21 entstehen, die direkt den gemit einer reaktionsfähigen Schicht 17. druckten Bildteilen 12 des Originals entsprechen.
Wenn das Aufnahmeblatt 15 von der Oberfläche Eine Vorrichtung, die zur kurzzeitigen intensiven
des behandelten Originals 10a getrennt wird, hat es Bestrahlung des zusammengesetzten Blattgebildes
eine sichtbare graphische Zeichnung erhalten, die 55 geeignet ist, kann eine Linienlichtquelle sein, die aus
der des graphischen Originals entspricht und in einer röhrenförmigen Lampe mit einem linearen
F i g. 2 als umgesetzte Bildteile 18 bezeichnet sind. Glühfaden besteht und von einem Reflektor umgeben
Die Reproduktion erscheint als Spiegelbild, wenn sie ist. Derartige Vorrichtungen sind in den USA.-
von der behandelten Seite des Blattes 15, d. h. von Patentschriften 2 740 895 und 2 891165 (deutsche
der Oberfläche her betrachtet wird, die zuvor mit 60 Patentanmeldung M 27865 IXa/57 c; deutsche Aus-
den Bildteilen des Originals in Berührung gestanden legeschrift 1 151177) beschrieben.
hat. Das Bild kann als seitenrichtiges Bild von der Bei einer vereinfachten Ausführungsform der oben
Rückseite des Aufnahmeblattes 15 her betrachtet beschriebenen Arbeitsweise werden das dampfliefernde
werden, wenn der Träger 16 durchsichtig ist. Blatt und das graphische Original zu einem einzigen
In F i g. 3 wird das behandelte Original 10a wie 65 Blatt kombiniert, z. B. durch Oberflächenbehandlung
bei F i g. 1 beschrieben hergestellt, mit einer Zwischen- der hinteren oder unbedruckten Oberfläche des
Übertragungsschicht 19 in Berührung gebracht und Originals mit Pyrogallol oder einer anderen ver-
das zusammengesetzte Blattgebilde nochmals erwärmt. dampfbaren Verbindung oder indem graphische
5 6
Zeichen auf ein zuvor dampfliefernd imprägniertes den. Das Mengenverhältnis von Bindemittel zu
Blatt gedruckt oder auf andere Weise aufgebracht Reaktionsteilnehmer kann sehr verschieden sein; in
werden. manchen Fällen kann das Bindemittel fortfallen und
F i g. 6 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei der Reaktionsteilnehmer innerhalb des Kopierblattes der die Bildteile 12b des graphischen Originals 106 5 verteilt werden, wobei er dann durch die Papieraus einer Druckerschwärze hergestellt werden, die fasern gebunden und geschützt wird. Bei größeren eine umsetzungsfällige, verdampfbare bilderzeugende Bindemittelmengen ist es zweckmäßig, Kombina-Substanz enthält. Das Blatt wird mit der bedruckten tionen von flüchtigen Lösungsmitteln zu verwenden, Fläche auf die reaktionsfähige Oberfläche 17 eines die einen porösen Bindemittelfilm bilden und dadurch Aufnahmeblattes 15 gelegt. Durch Einwirkung von io einen leichten Zutritt des verdampften Reaktionsteil-Wärme wird die umsetzungsfähige Substanz in nehmers zu dem mit diesen umzusetzenden Eisen(IlI)-Dampfform aus den bedruckten Stellen auf die mit stearat oder einem anderen Reaktionsteilnehmer derselben reaktionsfähigen Oberfläche des Kopier- ermöglichen.
papiers übertragen und ein sichtbares Umsetzungs- Pyrogallol und Eisen(IlI)-stearat lassen intensiv
bild 21 gebildet. Die entstandene Reproduktion kann 15 gefärbte, kontrastreiche Bilder auf einem praktisch
auch als direkte Kopie auf einem undurchsichtigen weißen Untergrund mit hoher Reaktionsgeschwindig-
Aufnahmeblatt nach der in Verbindung mit F i g. 2 keit und bei leicht erreichbaren Temperaturen im
beschriebenen zweistufigen Arbeitsweise erzeugt wer- Bereich von etwa 80 bis 150°C entstehen, Eisen(IlI)-
den. Nicht reaktionsfähige, verdampfbare bilderzeu- seifen von anderen langkettigen Fettsäuren sind
gende Substanzen können nach den gleichen Ver- 20 ebenfalls wirksam. Vorzugsweise sollen diese Sub-
fahren verwendet und übertragen werden. stanzen wasserunlöslich sein und normalerweise einen
Die erfindungsgemäße Verwendung eines umset- Schmelzpunkt im Bereich von etwa 70 bis 120°C
zungsfähigen, verdampfbaren Bestandteils und eines haben. An Stelle von Pyrogallol können auch andere
entsprechend reaktionsfähigen Aufnahmeblattes er- verdampfbare, normalerweise beständige feste pheno-
möglicht die Auswahl unter einer großen Anzahl 25 üsche Reaktionsteilnehmer verwendet werden, z. B.
von verdampfbaren Substanzen, die entweder farblos Brenzkatechin.
oder intensiv gefärbt sein können, so daß sie intensiv Die Phenol-Eisen-Kombinationen liefern ein tiefgefärbte und dauerhafte Kopien bilden. Eine große schwarzes oder blauschwarzes Bild und sind daher Anzahl von Kopien kann mit außerordentlich kleinen sehr wirksam zum Kopieren von Maschinenschrift-Mengen an verdampfbaren Reaktionsteilnehmern aus 30 ojer Druckoriginalen mit schwarzem Bild auf weißem einem einzigen behandelten Original hergestellt wer- Untergrund. Für bestimmte Zwecke kann es vorteilden. Der Überzug für das Aufnahmeblatt kann auf haft sein, verschiedenartig gefärbte Bilder zu erzeugen. Papier, Film, Gewebe, Holz oder verschiedene andere So können z. B. Nickelsalze (wie Nickelacetat) in Oberflächen aufgebracht werden, um darauf Repro- dem Kopierpapier an den Bildstellen mit Dämpfen duktionen von beliebigen graphischen Vorlagen zu 35 aus einem dampfliefernden Blatt, das Dimethylerzeugen. glyoxim oder Thioharnstoff enthält, zu roten bzw.
Eisen(III)-stearat wird als Verbindung, die für das schwarzen Bildteilen umgesetzt werden. Kobaltreaktionsfähige Aufnahmeblatt oder Kopierblatt in acetatkopierpapier, das mit Dämpfen von Ammo-Verbindung mit verdampfbaren phenolischen bild- niumthiocyanat behandelt wird, liefert ein blaues erzeugenden Substanzen, wie Pyrogallol, anwendbar 40 Bild; Ammoniummolybdat und 8-Hydroxychinolin ist, bevorzugt. Eine geeignete Form von Eisen(lII)- liefern ein gelbes Bild; Methylorange und Dämpfe stearat wird wie folgt hergestellt: Zu einer wäßrigen von erhitzter Oxalsäure liefern ein orangerotes Bild, Lösung von 3 Mol der Natriumseife aus handeis- und ein Kopierpapier, das ein farbloses Reaktionsüblicher dreifach gepreßter Stearinsäure vom unge- produkt von Malachitgrün und Octadecylamin entfahren Schmelzpunkt 53°C, die wahrscheinlich einen 45 hält, liefert ein grünes Bild, wenn es mit Dämpfen kleineren Anteil an anderen höheren Fettsäuren von Oxalsäure behandelt wird. Besonders gute enthält, wird eine wäßrige Lösung von 1 Mol Eisen(111)- Ergebnisse werden auch erzielt, wenn Protocatechusulfat gegeben. Das ausgefallene wasserunlösliche säure in der dampfliefernden Schicht und Silber-Eisen(IlI)-stearat wird abfiltriert, nacheinander mit behenat oder ein Gemisch von Silberbehenat und Wasser und Alkohol gewaschen und bei Raum- 50 Behensäure in der Aufnahmeschicht verwendet wird, temperatur getrocknet. Das feste Produkt erweicht Bei der Kombination von Pyrogallol und Eisen(III)- oder schmilzt innerhalb des Bereiches von 70 bis stearat z. B. wird der verdampfbare Reaktionsteil-95°C. Die Verbindung wird in einer Lösung von nehmer beim Erwärmen unverändert übertragen und Nitrocellulose in einem Gemisch von Toluol und reagiert zumindest bei genügend erhöhter Temperatur Aceton dispergiert (wobei die Menge der Nitro- 55 direkt mit dem Reaktionsteilnehmer in dem Kopiercellulose ein Viertel der Gewichtsmenge des Eisen(III)- papier. In anderen Fällen, z. B. bei den Kombistearats beträgt), indem das Gemisch in einer Kugel- nationen mit Oxalsäure oder Thioharnstoff, kann mühle vermählen wird, bis eine einheitliche auftrag- der verdampfbare Bestandteil durch thermische Zerbare Dispersion entsteht. Die Dispersion wird in Setzung der ursprünglich in der Druckerschwärze geeigneter Weise auf die Oberfläche des Papiers 60 oder in dem dampfliefernden Blatt enthaltenen Subaufgebracht, z. B. mit dem Rakel, und getrocknet. stanz entstehen. In allen Fällen wird jedoch ein Das überzogene Blatt ist zumindest in dem gleichen Reaktionsteilnehmer in Dampfform auf das Kopier-Maße wie das unbehandelte Papier gegen Wärme blatt übertragen, wo dann die sichtbare Kopie durch und Licht beständig. Kondensation und Umsetzung wie angegeben entsteht. Nitrocellulose stellt bevorzugtes inertes wärme- 65 Eine weitere zersetzbare Substanz, die beim Erwärbeständiges Bindemittel dar, aber auch andere Binde- men einen übertragbaren Dampf liefert, ist Gallusmittel, z. B. Äthylceüulose, Polyvinylacetat, Poly- säure, insbesondere in Form einer flüssigen Tinte, styrol und Polyvinylbutyral, können verwendet wer- Als Beispiel wurde eine kleine Menge Gallussäure
in normaler Füllhaltertinte gelöst und diese Lösung behandelt oder überzogen werden, z. B. mit Pig-
zur Herstellung von Aufzeichnungen, wie in Ver- menten, Füllstoffen, Bindemitteln oder anderen
bindung mit F i g. 6 beschrieben, verwendet. Das erwünschten Substanzen oder Gemischen, um einen
Original wurde unter direkter Berührung der Tinte Hintergrund mit erhöhtem Kontrast zu erhalten,
mit der mit Eisen(III)-stearat behandelten Oberfläche 5 um die Haftung der gefärbten bilderzeugenden
des Kopierpapiers erwärmt. Hierbei wird eine aus- Substanz, z. B. mit kleinen Mengen Lösungsmitteln
reichende Menge der nichtflüchtigen Gallussäure zer- oder Fixiermitteln od. dgl., zu fördern oder zu
setzt (vermutlich zu verdampfbarem Pyrogallol) und anderen Zwecken.
das Produkt auf das Eisen(III)-stearat übertragen Außer Chinalizaringrün haben sich die folgenden
und mit diesem umgesetzt, wobei ein klares, deutliches io Farbstoffe als besonders geeignet zur Herstellung
Spiegelbild des Originals auf der Oberfläche des von Kopien von Maschinenschriftoriginalen auf
Kopierpapiers entsteht. unbehandelten Papieraufnahmeblättern nach F i g. 7
Statt in einer flüssigen Tinte kann der zersetzbare erwiesen: Alizarin Irisole N, Chrysoidine R, du Pont
bzw. verdampfbare Reaktionsteilnehmer auch in Oil Blue A, Rhodamine B Extra, Ethyl Violet AX,
anderer Form auf den bilderzeugenden Träger auf- 15 Auramine Base, du Pont Oil Orange, du Pont Oil
gebracht werden, z. B. mittels Bleistift, Kohlepapier Yellow, du Pont Oil Brown N, du Pont Oil Red,
oder eines imprägnierten Schreibmaschinenbandes. Latyl Violet BN Crude, Acetamine Scarlet B, Methyl
Es kann z. B. Pyrogallol in einer gefärbten Wachs- Violet 2B Base Cone, National Indigo Nacco Pdr.,
masse verteilt und zu einer Bleistiftmine geformt Azosol Brilliant Yellow 8 GF, Sudan Red BBA,
oder als dünner Überzug auf einen bildliefernden 20 Sudan Green 4B und Victoria Green Base.
Träger aus Papier oder Gewebe aufgetragen werden. Verschiedene Gemische und Kombinationen dieser
Die mit Hilfe derartiger Gebilde auf Papier durch und anderer geeigneter Farbstoffe können verwendet
Zersetzung hergestellten Bilder werden kopiert, indem werden. Reaktionsfähige und nicht reaktionsfähige
sie in Berührung mit einem geeigneten, umsetzungs- verdampfbare Bestandteile können gegebenenfalls
fähigen Aufnahmeblatt, wie in F i g. 6 beschrieben, 25 auch im Gemisch verwendet werden,
erwärmt werden. Der Farbstoff kann auf einen Papierträger durch
Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann man einfaches Einreiben des trockenen Pulvers aufeine Emulsion von Eisen(III)-stearat in einer Lösung getragen werden, wobei entweder ein Zwischenübervon Gelatine in Wasser herstellen, die als Überzug tragungsblatt oder ein überzogenes Original herauf eine Aluminiumplatte aufgetragen und getrocknet 30 gestellt wird. Die Oberfläche eines geeigneten Papiers wird. Eine Druckseite, auf der die gedruckten Stellen kann auch mit der Lösung des Farbstoffes in einem aus normaler Druckerschwärze bestanden, wurde flüchtigen Lösungsmittel überzogen werden, weil durch Erwärmen in Berührung mit einem dampf- hierdurch ein besseres Eindringen und eine größere liefernden Blatt, mit Pyrogalloldampf reaktionsfähig Gleichmäßigkeit gewährleistet wird. So kann man gemacht und dann gegen die trockene Gelatineober- 35 z. B. du Pont Oil Orange in Aceton zu einer 10°/0igen fläche gehalten und nochmals erwärmt. Der Pyro- Lösung lösen und gleichmäßig auf die weiche, nicht galloldampf aus den Bildteilen gelangte in den GeIa- glänzende Oberfläche von dünnem »Yankee finish«- tineüberzug und reagierte mit dem Eisen(III)-stearat Papier auftragen, das dann entweder als dampfunter Bildung von wasserlöslichen Substanzen, die lieferndes Zwischenblatt oder als dampfliefernde sodann mit der Gelatine zu einem verhältnismäßig 40 Unterlage für das graphische Original verwendbar ist. wasserunlöslichen Reaktionsprodukt weiter reagierten. Die übrigen Stellen des Gelatineüberzugs wurden Beispiel 1
dann durch Waschen mit Wasser entfernt, wobei
die unlöslichen Teile, die den Bildteilen des ge- Eine gebrauchte lithographische Platte mit gefärbten
druckten graphischen Originals entsprachen, zurück- 45 oleophilen Bildteilen auf einem hydrophilen behan-
blieben. Die Platte konnte als lithographische Platte delten Aluminiumträger wird mit einem trockenen
zum direkten Bedrucken von unbehandeltem Papier Blatt Papier in Berührung gebracht, das gleichmäßig
hergerichtet werden. und dünn mit Pyrogallol überzogen worden ist.
Nach F i g. 7 wird durch Bestrahlung des graphi- Das zusammengesetzte Gebilde wird durch eine
sehen Originals 10 eine stark gefärbte verdampfbare 50 Heißmangel geschickt. Das Papierblatt wird abge-
Substanz aus dem dampfliefernden Blatt 13 auf das trennt und durch ein Aufnahmeblatt aus Papier
unbehandelte Aufnahmeblatt 24 übertragen, das ersetzt, das einen dünnen Oberflächenüberzug von
zweckmäßig ein weißes gebundenes Papier ist, wobei Eisen(III)-stearat trägt, worauf das Ganze nochmals
kopierte Bildteile 20 aus übertragenem Kondensat durch die Mangel geschickt wird. Ein Spiegelbild
entstehen, die eine seitenrichtige Wiedergabe des 55 der bedruckten Bildteile der lithographischen Platte
Originals bilden. Chinalizaringrün-Farbstoff ist ein ist auf der überzogenen Oberfläche sichtbar und
Beispiel für eine stark gefärbte, verdampfbare, nor- kann von der anderen Oberfläche des halbdurch-
malerweise beständige, feste bilderzeugende Substanz sichtigen Aufnahmeblattes her als direktes oder
für diesen Zweck. seitenrichtiges Bild betrachtet werden.
Die Verwendung einer an sich gut sichtbaren 60 Die gleichen Ergebnisse werden erzielt, wenn die
verdampfbaren Substanz, wie sie in Verbindung mit lithographische Platte durch eine Seite eines Buches
Fig. 3 und insbesondere mit F i g. 7 beschrieben ersetzt wird, die auf dichtem weißem Papier gedruckt ist. wurde, ermöglicht die Herstellung von Kopien eines
graphischen Originals auf unbehandelte Aufnahme- Beispiel 2
blätter oder Oberflächen, die nicht chemisch reagieren. 65
Geeignete Aufnahmeblätter sind unbehandeltes Pa- Die lithographische Platte von Beispiel 1 wird
pier, Gewebe, nicht gewebte Faservliese, polymere nach dem Erwärmen in Berührung mit dem Pyro-
Filme und Metallfolien. Das Aufnahmeblatt kann gallolpapier nochmals in der Mangel in Berührung
9 10
mit gewachstem Papier erwärmt, einem stark paraffi- gleichen Gewichtsrnenge wie das Methylgallat disper-
nierten Papier, das gewöhnlich als wasserdichtes giert, damit der Überzug nicht reißt, doch ist dies
Einwickelpapier verwendet wird. Das gewachste nicht notwendig. Das trockene Blatt wird zunächst
Papier wird dann gegen das mit Eisen(III)-stearat mit der Schreibmaschine, mit beweglichen Typen
überzogene Papier gehalten und nochmals erwärmt. 5 oder mit der Hand beschrieben, wobei eine im Infra-
Eine seitenrichtige Reproduktion des Originals wird rotbereich absorbierende Tinte bzw. Druckfarbe ver-
auf dem Aufnahmeblatt erhalten. wendet wird. Das entstandene Original, das auch
eine dampf! iefernde Schicht ist, wird gegen ein damit
Beispiel 3 umsetzbares Aufnahmeblatt gehalten und dem thermo-
lo graphischen Kopierverfahren unterworfen, wie es im
Ein Original wird durch Schreiben auf einem letzten Absatz von Beispiel 4 beschrieben ist. Bis zu
gewöhnlichen Briefpapier mit einer flüssigen Tinte fünfzig oder mehr Kopien des gleichen Originals
hergestellt, der einige wenige Prozente Gallussäure können auf diesem Wege hergestellt werden,
zugesetzt worden sind. Das trockene Blatt wird . .
gegen ein durchsichtiges Aufnahmeblatt mit einem 15 B e 1 s ρ 1 e 1 ο
dünnen Überzug von Eisen(lll)-stearat gehalten, der Ein Original wird durch Schreiben oder Drucken
an eine durchsichtige Papierunterlage gebunden ist, mit einer wäßrigen Tinte bzw. Druckfarbe hergestellt,
und das Ganze wird durch die Heißmangel geschickt, die Thioharnstoff und einen wasserlöslichen Farbstoff
wobei eine seitenrichtige Kopie erhalten wird, wenn enthält. Das Original wird mit einem Aufnahmeblatt
diese von der hinteren Seite des Aufnahmeblattes her 20 in Berührung gebracht, das durch Überziehen von
betrachtet wird. Weitere Kopien des gleichen Originals Papier mit einer Dispersion von Nickelacetat in
können durch Wiederholung des Verfahrens her- einer Lösung von Äthylcellulose in Toluol und
gestellt werden. Trocknen bei Raumtemperatur hergestellt worden
B e i s D i e 1 4 ls^' ^urcn Erwärmen der Bildteile — entweder durch
25 Bügeln oder durch Bestrahlen — wird eine Repro-
Ein Blatt aus dünnem Polyesterfilm, der unter der duktion der Bildteile auf dem Aufnahmeblatt her-Handelsbezeichnung »Mylar« erhältlich ist, wird mit vorgerufen. Es können mehrere Kopien von einem einem Überzugsgewicht von 0,6 g je 0,09 ma mit einzigen Original hergestellt werden,
einer Schicht aus einem Gemisch von Silberbehenat . ■ \ η
und einem Überschuß an Protocatechusäure zu- 30 Beispiel/
sammen mit Methylmethacrylat als Bindemittel über- Chinalizaringrün (englisch: Quinalizarine green zogen, die aus einer Dispersion in Aceton aufgebracht base) wird in solcher Menge in ein flüssiges Lösungswird. Das Blatt wird gegen ein gedrucktes Original mittel gegeben, daß eine stark gefärbte Tinte entgehalten, das dann kurze Zeit mit einer intensiven, steht, die dann zur Herstellung eines handschriftan Infrarotanteilen reichen Strahlung bestrahlt wird, 35 liehen graphischen Originals auf weißem Papier verwobei eine Reproduktion der schwarzen Bildflächen wendet wird. Das getrocknete Blatt wird mit der in dem wärmeempfindlichen Überzug gebildet wird. beschriebenen Oberfläche (Vorderseite) auf ein leeres Das Verfahren ist bekannt als »Frontdruck« (englisch: Blatt Papier gelegt und das Ganze durch eine Mangel »front printing«). geschickt, wobei die Rückseite des Originals mit dem
Die Kopie wird dann mit ihrer überzogenen Ober- 40 erwärmten Schuh der Maschine in Berührung kommt, fläche in Berührung mit einem Aufnahmeblatt ge- Ein Spiegelbild der Tintenzüge wird auf dem Aufbracht, das durch Überziehen von weißem Papier nahmeblatt erhalten,
mit Silberbehenat in einem polymeren Bindemittel . .
hergestellt worden ist. Pigmente, wie Zinkoxyd, Beispiel
schmelzbare Harze, wie »Piccolyte-S-135« (ein Poly- 45 Ein Blatt Papier wird auf einem Teil seiner Oberterpenharz), und andere Zusätze können zweck- fläche mit einer l°/oigen Lösung von du Pont Oil mäßig einverleibt werden, sind aber keine wesent- Orange in Aceton und auf dem Rest der gleichen liehen Bestandteile des Überzuges der Aufnahme- Oberfläche mit einer gleichen Lösung von du Pont schicht. Die Kopie wird nochmals bestrahlt, um die Oil Blue A überzogen. Ein Brief wird mit der Schreibthermographische Kopie herzustellen. Durch Be- 50 maschine auf die nicht überzogene Oberfläche gestrahlen unter geeigneten Bedingungen von Zeit und schrieben. Das entstandene Original wird mit der Intensität wird auf dem Aufnahmeblatt ein »latentes überzogenen Oberfläche auf ein unbehandeltes Blatt Bild« erzeugt, das dann durch Erwärmen in einem Papier gelegt und thermographisch bestrahlt. Eine Ofen oder über einer Heizplatte sichtbar gemacht Kopie des Briefes wird in den Farben erhalten, die wird; dabei wird eine direkte Reproduktion des 55 der Lage der Farbstoffüberzüge entsprechen,
gedruckten Originals gebildet. Durch Bestrahlen . .
unter etwas drastischeren Bedingungen wird sofort Beispiel
das sichtbare Bild auf dem Aufnahmeblatt gebildet, Dünnes Papier wird mit einer verdünnten Lösung wenn es noch in Berührung mit dem Zwischen- von du Pont Oil Orange gesättigt und getrocknet, oder dampfliefernden Blatt steht. 60 Das erhaltene Zwischenblatt wird zwischen ein unbe-. -ic handeltes Papieraufnahmeblatt und die Rückseite Beispiel 5 ejnes dünnen gedruckten Originals gelegt. Die be-
Dünnes, poröses Papier wird auf beiden Seiten druckte Obeifliehe wird kurz und intensiv mit an
sehr dünn mit einer Lösung von etwa 20 Teilen infraroten Anteilen reichem Licht bestrahlt, wobei
Methylgallat und 1 Teil Polyvinylacetat als Binde- 65 eine Kopie auf dem Aufnahmeblatt erhalten wird,
mittel in einem Lösungsmittelgemisch von Methyl- Bis zu 75 bis 100 Kopien können mit dem gleichen
isobutylketon und Alkohol überzogen. In der Über- Zwischenblatt durch Wiederholen des Verfahrens
zugslösung wird zweckmäßig Maisstärke in der hergestellt werden.
Beispiel 10
Das Verfahren von Beispiel 9 wird wiederholt, in diesem Fall mit einem dünnen Stück seidenem Siebtuch zwischen dem Aufnahmeblatt und dem farbstoffliefernden Zwischenblatt. Die übertragenen Bildteile zeigen das Muster der Seidenfaden als ungefärbte oder weniger deutlich gefärbte Linien.
B e i s ρ iel 11
Eine Seite eines Magazins mit schwarzen Buchstaben, die mit Lackdruckfarbe auf ein glänzend weißes Papier gedruckt sind, wird in eine verdünnte Lösung von 8-Hydroxychinolin in Aceton getaucht, ablaufen gelassen, getrocknet, auf ein Aufnahmeblatt mit Eisen(lll)-stearat gelegt und mit einem heißen Bügeleisen erhitzt. Eine gefärbte Reproduktion der gedruckten Stellen wird als umgekehrtes bzw. Spiegelbild auf dem Aufnahmeblatt erhalten. Nach dem gleichen Verfahren, wobei aber das 8-Hydroxychinolin aus einer verdünnten Lösung in Tetrachlorkohlenstoff oder Toluol aufgebracht wird, wird ein negatives umgekehrtes Bild erhalten, dessen gefärbte Stellen den unbedruckten Hintergrundstellen des Originals entsprechen.
Wenn eine verdünnte Lösung von »Autol Brilliant Red BND« in Toluol auf ein gedrucktes Original aufgebracht wird, wird ein negatives umgekehrtes Bild beim Bügeln des behandelten Originals auf einem Blatt weißem Papier erhalten.
Beispiel 12
Dünnes Papier wird auf einer Oberfläche mit einem dünnen Überzug von Isopropylbrenzcatechin und einem polymeren Bindemittel versehen. Das erhaltene dampf liefernde Blatt wird mit der überzogenen Oberfläche auf ein Blatt Papier gelegt, das zuvor auf der anderen Seite mit der Schreibmaschine beschrieben worden ist, und die beschriebene Oberfläche wird wie bei thermographischen Reproduktionsverfahren kurze Zeit intensiv bestrahlt. Das überzogene dampfliefernde Blatt wird dann durch ein Aufnahmeblatt ersetzt, das eine Oberflächenschicht aus Silberbehenat und einem polymeren Bindemittel hat, und das Ganze wird nochmals von der beschriebenen Oberfläche her bestrahlt. Das beschriebene Blatt dient nun als dampflieferndes Blatt, indem der Dampf, der zuvor gegenüber den bestrahlten Schriftstellen kondensiert worden ist, auf das Aufnahmeblatt übertragen und dort mit der Silberseife zu entsprechenden sichtbaren Bildteilen kondensiert wird.
An Stelle des unbehandelten beschriebenen Originals kann ein Tinte aufnehmendes Papier oder anderes dünnes Trägervlies verwendet werden, das auf der Rückseite einen dünnen wachsartigen, harzartigen oder anderen oleophilen Überzug trägt, der wie der Paraffinüberzug des Übertragungsblattes von Beispiel 2 als vorübergehender Aufnahmeort für die phenolische oder andere verdampfbare bilderzeugende Substanz dient.
Selbstverständlich dürfen die erfindungsgemäß verwendeten verdampfbaren bilderzeugenden Substanzen — sowohl die umsetzungsfähigen als auch die nicht umsetzungsfähigen — unter normalen Raum- und Lagerbedingungen praktisch nicht verdampfen, was mit der Kennzeichnung dieser Substanzen als »normalerweise beständige Substanzen« ausgedrückt werden soll. Bei den während des Verfahrens angewendeten Temperaturen erfolgt die Verdampfung rasch genug, so daß die erwünschte Wirkung innerhalb der beschriebenen begrenzten Zeit eintritt. Brauchbare verdampfbare Substanzen bilden schnell genügend Dampf, wenn sie auf eine Verdampfungstemperatur von nicht mehr als etwa 16O0C erwärmt werden. Wenn z. B. eine kleine Menge du Pont Oil Orange in einem Aluminiumschälchen von etwa mm Tiefe mit einem Stück weißem Filtrierpapier bedeckt wurde, entstand ein orangeroter Fleck auf dem Papier, wenn die Schale einen Augenblick auf einen auf 1000C erwärmten Metallblock gesetzt wurde.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Reproduktion eines graphischen Originals unter Verwendung von Dämpfen zwecks Herstellung eines entsprechenden Bildmusters, dadurchgekennzeichnet, daß man ein Ausgangsblatt, das eine normalerweise feste, verdampfbare bilderzeugende Substanz enthält, auf eine Aufnahmeoberfläche legt, das Ausgangsblatt an den Bildteilen eines Musters, das durch das graphische Original bestimmt wird, so ausreichend erwärmt, daß die normalerweise beständige, feste Substanz in Dampfform in der Vorlage auf die Aufnahmeoberfläche übertragen wird, und daß man den Dampf darauf kondensiert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als verdampfbare bilderzeugende Substanz einen stark farbigen organischen Farbstoff verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die__yerdjunpjf bar e tiilderzeugende Substanz~und dieOberfläche des Aufnahmeblattes in^ßhtbaref^Weise miteinander ^u~reägieren vermögen, dadurch gekennzeichnet, daß~märTzur Herstellung einer Vielzahl von Kopien von einem graphischen Original die zu kopierende graphische Information in Form von bevorzugt Strahlungsabsorbierenden Bildbereichen auf der Oberfläche eines bedeutend weniger Strahlungsabsorbierenden Ausgangsblattes anbringt, das auf seiner gesamten gegenüberliegenden Oberfläche eine Schicht einer normalerweise beständigen, festen, verdampfbaren bilderzeugenden Substanz aufweist, daß man das Ausgangsblatt mit dieser letztgenannten Oberfläche gegen ein erstes Aufnahmeblatt legt und die mit der graphischen Information versehene Oberfläche kurzzeitig einer intensiven Bestrahlung aussetzt, um in den Bildbereichen einen örtlichen Temperaturanstieg und eine Verdampfung der bilderzeugenden Substanz von dem Ausgangsblatt auf das Aufnahmeblatt zu bewirken und so eine erste Kopie herzustellen, und daß man den Bestrahlungsvorgang mit weiteren Aufnahmeblättern wiederholt, um weitere Kopien zu erhalten.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 287 516, 908 978.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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