DE1248612B - Registratur - Google Patents
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
B42f
Deytsche KL: 11 e - 13/01
Nummer: 1248 612'
Aktenzeichen: N 25923 VII b/11 e
Anmeldetag: 3. Dezember 1964
Auslegetag: 31. August 1967
Die Erfindung betrifft eine Registratur mit mehreren auf zueinander parallelen Führungsorganen verschiebbaren,
senkrecht zur Verschieberichtung in eine Arbeitsstellung bringbaren Schriftgutsammelbehältern,
von denen jeder an der Bodenunterseite mit den Führungsorganen des Registraturgestells zusammenarbeitende
Organe aufweist.
Bei bekannten Ausführungsformen dieser Art weisen die Schriftgutsammelbehälter an ihrer Unterseite
senkrecht stehende Flansche oder Nuten auf, die mit zwei parallelen Schienen als Führungsorganen im
Eingriff stehen. Durch diese Anordnung ist eine Verschiebung der Schriftgutsammelbehälter längs der
Schienen möglich. Eine Bewegung senkrecht dazu, die zu einem Herabfallen der Schriftgutsammelbehälter
führen müßte, ist dagegen ausgeschlossen. Um die Schriftgutsammelbehälter in eine vorgezogene
Arbeitsstellung zu bringen, muß die ganze horizontale Reihe von Schriftgutbehältern mit dem aus den Schienen
bestehenden Registraturgestell gegenüber dem Registraturrahmen vorgezogen werden.
Dies bringt den Nachteil mit sich,.daß stets sämtliche
Schriftgutbehälter einer Reihe in Bewegung gesetzt werden müssen, auch wenn nur ein einziger Behälter
benötigt wird; die Handhabung wird dadurch erheblich erschwert. Darüber hinaus sind die bei den
bekannten Registraturen stets in einer Reihe nebeneinanderliegenden Schriftgutsammelbehälter nur von
vorn bzw. oben, nicht aber von der Seite her zugänglich,
was das Auffinden einzelner Vorgänge in einem solchen Sammelbehälter erschwert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu überwinden und eine verbesserte Zugänglichkeit
für einzelne Schriftgutsammelbehälter bei besonders einfachem Aufbau der Registratur zu
schaffen.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Behälter in eine gegenüber dem Registraturgestell vorgezogene
Arbeitsstellung bringbar und durch einander entsprechende Führungsorgane auch in dieser Arbeitsstellung
gesichert sind.
Eine derartige Registratur hat den Vorteil, daß auch einzelne Behälter für sich allein gegenüber der
übrigen Reihe vorziehbar und damit weitgehend von allen Seiten zugänglich sind. Auch ist die Masse eines
einzelnen Behälters sehr viel kleiner, so daß der Kraftaufwand für das Vorziehen desselben in Arbeitsstellung
erheblich geringer ist als bei bekannten Registraturen, bei denen die ganze Reihe vorgezogen
werden muß. Trotzdem bleibt in Ruhestellung wie in der vorgezogenen Arbeitsstellung der Behälter relativ
zum Gestell gesichert und ist diesem gegen-Registratur
Anmelder:
NEHER A. G., Bern
Vertreter:
Dipl.-Phys. G. Liedl, Patentanwalt,
München 22, Steinsdorfstr. 22
Als Erfinder benannt:
Paul Neher, Bern
Paul Neher, Bern
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 13. Dezember 1963 (15 282)
über so geführt, daß er parallel verschoben werden kann.
Bei der erfindungsgemäßen Registratur ist es darüber hinaus von Vorteil, daß die nicht mit Schriftgutbehältern
zugestellten Teile des Gestells eine Ablagefläche bilden.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausbildung einer erfindungsgemäßen Registratur, bei welcher die
Führungsorgane der Behälter als Rippen ausgebildet sind, sind die Führungsorgane des Registraturgestells
durch mindestens eine Nut gebildet, und das Registraturgestell besitzt eine zu den Führungsorganen parallele
und im Rippenabstand von der in der Vorziehrichtung vorderen Nut verlaufende, dem Rippenprofil
angepaßte Vorderkante. Diese Ausbildungsform hat den Vorteil, daß auch in der vorgezogenen Arbeitsstellung
eine zusätzliche Führung für den Schriftgutsammelbehälter vorhanden ist, was ein Verkanten des
Behälters bei der Verschiebung verhindert.
Besonders wichtig ist diese Ausbildung der Registratur, wenn im Gestell nur eine einzige Nut vorgesehen
ist. ·
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfindung sind mindestens diejenigen Seitenflächen
der Führungsorgane des Registraturgestells und der Schriftgutsammelbehälter, welche beim Vorziehen des
Behälters in die Arbeitsstellung und beim Zurückstoßen in die Ruhestellung als Gleitflächen dienen, in
der Vorzieh- bzw. Rückstoßrichtung geneigt.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Oberseite des Gestells mit einem
reibungsvermindernden Überzug versehen. Dies erleichtert die Verschiebung der Schriftgutsammel-
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behälter sowohl längs des Gestells wie auch die Ver- in welcher, der gesamte Behälterinhalt leicht Überschiebung
aus der Ruhe in die Arbeitsstellung., sehen werden kann. Infolge der Neigung der vorderen
Die Erfindung soll an Hand der in der Zeichnung Seitenflächen beider Führungsrippen sowie der Seitendargestellten
beispielsweisen Ausführungsform des wände der Führungsnuten genügt es, zum Zweck,
Erfindungsgegenstandes noch näher erläutert werden. 5 einen Behälter in die Arbeitsstellung zu bringen, die-Es
zeigt sen Behälter nach vorn zu ziehen, ohne daß es not-Fig. 1 einen Ausschnitt des Registraturgestells mit wendig wäre, den betreffenden Behälter aus den Fühdrei
Behältern in der Ruhe- bzw. VerschiebesteÜung rungsnuten herauszuheben. Umgekehrt genügt es,
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel, dank der Abschrägung des Gestellrands 1 α und der
Fig. 2 eine Registratur nach Fig. 1, bei welcher io Neigung der hinteren Nutenwand5& sowie der hineiner
der Behälter in eine Arbeitsstellung vorgezogen teren Seitenfläche der beiden Rippen 7 und 8, einen
ist und Behälter aus dieser Arbeitsstellung wieder nach hinten F i g. 3 bis 5 je einen Schnitt durch das Registratur- zu schieben, um ihn so wieder in die Ruhestellung zu
gestell mit aufgesetztem Behälter gemäß drei weiteren bringen.
Ausführungsbeispielen. 15 Die Anordnung einer Unterlage zur Verschiebung
Die erfindungsgemäße Registratur weist ein als der Behälter, im dargestellten Ausführungsbeispiel
Tablar 1 ausgebildetes Registraturgestell auf, welches eines Registraturgestells, erlaubt schließlich, in unauf
nicht dargestellte Weise in der Höhe verstellbar in mittelbarer Nähe des Behälters eine Ablegefläche für
einem entsprechenden Registraturrahmen befestigt, die einzuordnenden Akten zu erhalten,
bzw. eingehängt ist. Das Registraturgestell 1 besitzt 20 Es ist selbstverständlich, daß die Behälter aus jedem
auf seiner Hinterseite eine Leiste 2, um eine über- geeigneten Material bestehen könnten und daß die
mäßige Einstoßbewegung von der in F i g. 2 in bezug Führungsschienen nicht aus dem gleichen Material zu
auf den Schriftgutsammelbehälter 3 α dargestellten bestehen brauchen wie die Behälter. So ist es beispiels-Arbeitsstellung
in die Ruhestellung zu begrenzen. Die weise denkbar, die Behälter aus Karton herzustellen
Oberseite des Registraturgestells 1 ist mit einem rei- 25 und als Führungsorgan auf ihrer Unterseite ein U-förbungsvermindernden
Überzug 4, beispielsweise aus miges Metallstück mit zwei vorstehenden Führungs-Kunststoff,
versehen. Parallel zu seinem in der rippen vorzusehen. .
Arbeitsstellung als Haltemittel dienenden abgeschräg- Die Form der Führungsorgane kann dabei in weiten
ten Vorderrand 1 α verlaufen in der Oberseite des Ge- Grenzen frei gewählt werden, wie auch entweder, wie
stells als Führungsorgan des Registraturgestells zwei 30 beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und 2, das
parallele Führungsnuten 5 und 6, wobei die Seiten- Führungsorgan der Behälter als Rippen und dasjenige
wände 5 α und 5 b der Führungsnut 5 sowie die vor- der Unterlagen als Nuten oder aber umgekehrt ausdere
Seitenwand 6 α der Führungsnut 6 nach außen gebildet sein können.
geneigt sind. Dabei entspricht der Abstand der beiden In den F i g. 3 bis 5 sind eine Reihe von möglichen
Führungsnuten 5 und 6 ungefähr demjenigen zwischen 35 Ausbildungen der Führungsorgane dargestellt,
der vorderen Führungsnut 5 und dem Vorderrand 1 a . Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 entspricht
des Registraturgestells 1. Auf dem Registraturgestell 1 das Führungsorgan des Behälters 3 demjenigen gemäß
sind eine Anzahl von Schriftgutsammelbehältern 3 den F i g. 1 und 2 und besteht aus zwei auf Abstand
nebeneinander verschiebbar angeordnet. Diese angeordneten Rippen 7 und 8, während als Führungs-Schriftgutsammeibehälter
können beispielsweise aus 4° organ der Unterlage 11 nur eine einzige Nut 56 vorKunststoff
gepreßt sein. Über die Unterseite dieser gesehen ist, deren Breite dem Abstand der beiden
Schriftgutsammelbehälter 3 stehen als Führungsorgan Rippen 7 und 8 entspricht.
eines Behälters zwei., Führungsrippen 7 und 8 vor, Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 zeigt eine
welche dazu bestimmt sind, in die Führungsnuten 5 Variante, bei welcher das Führungsorgan des Behäl-
bzw. 6 einzugreifen. Dabei sind, entsprechend der 45 ters32 als Nuten 52 und 62 ausgebildet ist, während
Form der Nuten 5 und 6, in welche die Rippen der die halbzylinderförmigen Rippen 72 und 82 das Füheingesetzten
Behälter hineingreifen, die beiden Seiten- rungsorgan der Unterlage 12 bilden,
flächen der Führungsrippen 7 sowie die vordere Eine weitere Möglichkeit der Ausbildung der Füh-
Seitenfläche der Führungsrippe 8 geneigt. rungsorgane ist in F i g. 5 dargestellt, wo beide Füh-
Aus dieser Anordnung ergibt sich, daß die gemäß 50 rungsorgane eine Wellenform besitzen, wobei beim
Fig. 1 auf dem Registraturgestell 1 angeordneten Behälter33 drei Führungsrippen53 entstehen, welche
Schriftgutsammelbehälter 3, welche mit ihren Füh- in entsprechende Nuten 73 der Unterlage 13 eintreten,
rungsrippen 7 und 8. in die Führungsnuten 5 und 6 In bezug auf die seitliche Verschiebung der Behäl-
des Tablars 1 eingreifen, längs des Registraturgestells ter und die Führung einer solchen Verschiebung beverschiebbar
sind, wobei dank der Tatsache, daß die 55 steht zwischen den einzelnen Ausführungsformen kein
Führungsmittel nahe dem vorderen Rand angeordnet entscheidender Unterschied.
sind, ein Verklemmen praktisch nicht stattfinden Was die Möglichkeit des Vorziehens eines Behäl-
kann. Des weiteren dient auch der Gleitüberzug 4 zu ters in eine Arbeitsstellung angeht, so steht beim Auseiner
Herabsetzung des Verschiebewiderstands. Dabei führungsbeispiel nach F i g. 3 die Rippe 7 mit ihrer
lassen sich die Behälter, wie dies in F i g. 2 in bezug 60 hinteren Seitenfläche, entsprechend dem ersten Ausauf
den Behälter 3 α dargestellt ist, aus der Ruhe- führungsbeispiel, gegen den als Haltemittel dienenden
stellung in eine Arbeitsstellung vorziehen, in welcher abgeschrägten Rand 1 α des Registraturgestells 1 an,
die Behälter dadurch gesichert sind, daß sich die vor- während die Rippe 8 an der vorderen Seitenwand der
dere Führungsrippe 7 gegen den vorderen Rand la Nut 56 anliegt.
des Registraturgestells 1 abstützt, während die hintere 65 Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 tritt die
Führungsrippe 8 in die vordere Führungsnut 5 ein- Rippe 72 in die Nut 62 ein, während beim Ausfühgreift.
Es ist demzufolge auf einfachste Weise mög- rungsbeispiel gemäß F i g. 5 die hinteren Rippen 53 in
lieh, die Behälter einzeln in eine Stellung zu bringen, der vorgezogenen Arbeitsstellung in die vorderen
Nuten 73 eintreten und so den Behälter in dieser Arbeitsstellung sichern.
Dazu besitzt diese Ausführungsform nach F i g. 5 noch den zusätzlichen Vorteil, daß das Maß
des Vorziehens innerhalb gewisser Grenzen frei wählbar ist.
Claims (4)
1. Registratur mit mehreren auf zueinander parallelen Führangsorganen verschiebbaren, senkrecht
zur Verschieberichtung in eine Arbeitsstellung bringbaren Schriftgutsammelbehältern, von
denen jeder an der Bodenunterseite mit den Führangsorganen des Registraturgestells zusammenarbeitende
Organe aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter (3) in eine gegenüber dem Registraturgestell (1) vorgezogene
Arbeitsstellung (3 a) bringbar und durch einander entsprechende Führungsorgane (1 a, 5, 7, 8) auch
in dieser Arbeitsstellung gesichert sind.
2. Registratur nach Anspruch 1, bei welcher die Führungsorgane der Behälter als Rippen ausgebildet
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsorgane des Registraturgestells (1) durch
mindestens eine Nut (5, 6) gebildet sind und daß das Registraturgestell (1) eine zu den Führangsorganen
parallele und im Rippenabstand von der in der Vorziehrichtung vorderen Nut (5) verlaufende,
dem Rippenprofil (7) angepaßte Vorderkante (1 a) besitzt.
3. Registratur nach Ansprach 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum mindesten diejenigen
Seitenflächen der Führungsorgane des Registraturgestells (1 a, 5, 6) und der Schriftgutsammelbehälter
(7,8), welche beim Vorziehen des Schriftgutsammelbehälters
(3) in die Arbeitsstellung (3 d) und beim Zurückstoßen in die Ruhestellung als
Gleitflächen dienen, in der Vorzieh- bzw. Zurückstoßrichtung geneigt sind.
4. Registratur nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite des Registraturgestells
(1) mit einem reibungsverbindenden Überzug (4) versehen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Gebrauchsmuster Nr. 1 808 320,
392.
Deutsche Gebrauchsmuster Nr. 1 808 320,
392.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 639/68 8.67 © Bundesdruckerei Berlin
Publications (1)
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| DE1248612B true DE1248612B (de) | 1967-08-31 |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1248612B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2159448A1 (de) * | 1971-12-01 | 1973-06-07 | Kraut & Meienborn | Stehkassetten fuer schriftgut od. dgl |
-
0
- DE DENDAT1248612D patent/DE1248612B/de active Pending
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