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Stapelvorrichtung Bekannte Stapeleinrichtungen, in denen blattförmige
Gegenstände einem sich drehenden Stapelrad zugeführt werden, das spiralförmige Schlitze
aufweist, erreichen nur eine verhältnismäßig geringe Arbeitsgeschwindigkeit. Für
neuartige datenverarbeitende Vorrichtungen, bei denen Informationen mit großer Geschwindigkeit
in großer Zahl anfallen, reichen die bisher gebräuchlichen Stapelvorrichtungen nicht
mehr aus. Stellen sich aber beim Stapeln der einzelnen Aufzeichnungsträger Fehler
ein, so wird dadurch entweder der ganze Stapelvorgang unterbrochen, oder derartige
Fehler führen zu einer Zerstörung der einzelnen Aufzeichnungsträger. Die bekannten
Stapelvorrichtungen müssen deshalb laufend in ihrer Arbeitsweise überwacht werden,
um derartige Fehler von vornherein auszuschalten. Derartige Fehler lassen sich häufig
nur dadurch vermeiden, daß die mit der Stapelvorrichtung zusammenarbeitenden Informationen
verarbeitende Vorrichtungen mit einer viel geringeren Arbeitsgeschwindigkeit betrieben
werden, als diese Vorrichtungen an sich arbeiten könnten.
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Die Erfindung bezweckt, eine Stapelvorrichtung zu schaffen, durch
welche einzelne blattförmige Gegenstände mit einer sehr hohen Geschwindigkeit gestapelt
werden können, ohne daß sich dabei Fehler im Stapelvorgang einstellen oder die einzelnen
blattförmigen Gegenstände beschädigt werden. Dies erreicht die Erfindung bei einer
Vorrichtung zum Stapeln von blattförmigen Gegenständen unter Verwendung umlaufender
Scheiben mit spiralförmigen, von außen nach innen verlaufenden Schlitzen, denen
die Gegenstände einzeln durch einen in den Bereich der Schlitze ragenden Bandförderer
zugeführt werden, dadurch, daß der Bandförderer etwa in Verlängerung eines Durchmessers
der Schlitzscheiben verläuft und eine zusätzliche Umlenkrolle für das eine Band
aufweist, die gegenüber der Bewegungsrichtung des geförderten Gegenstandes derart
versetzt ist, daß dieser in eine etwa tangential zum Umfang der Schlitzscheiben
verlaufende Richtung mit einer wesentlich höherer Fördergeschwindigkeit abgelenkt
wird, als die Umlaufgeschwindigkeit der Schlitzscheibe beträgt, und daß eine unbewegliche
Führung mit einer gekrümmten Fläche zwischen die Schlitzscheiben in die Nähe der
Umlenkrolle des Bandförderers ragt.
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Die Anordnung nach der Erfindung gestattet es, die spiralförmigen
Schlitze der Schlitzscheiben länger zu halten als bei den bekannten Anordnungen,
bei denen der Bandförderer tangential zu der Schlitzscheibe angeordnet ist. Infolgedessen
können blattförmige Gegenstände unterschiedlicher Länge ohne
Gefahr einer Beschädigung
gefördert werden, ohne daß eine erneute Einstellung und Justierung der Geschwindigkeiten
des Bandförderers und der Schlitzscheiben erforderlich wird. Die Stapelfunktion
wird bei der Vorrichtung nach der Erfindung nicht dadurch gestört, daß kein Gleichlauf
zwischen dem Bandförderer und den Schlitzscheiben besteht.
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Durch die Stapelvorrichtung wird jeder blattförmige Gegenstand an
seiner vorderen Kante erfaßt und mit Hilfe der Schlitzscheiben von einer Zuführungsstelle
zu einer Abnahmestelle geführt. Die einzelnen blattförmigen Gegenstände werden dabei
zwangsläufig in die Schlitze hineingezogen, wobei die Führung verhindert, daß die
blattförmigen Gegenstände über die durch die Schlitze gebildeten scharfen Kanten
des äußeren Scheibenumfanges geknickt werden.
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An Hand der Zeichnungen ist die Erfindung erläutert. In den Zeichnungen
zeigt Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Stapelvorrichtung mit einer Zuführungs-
und Abnahmevorrichtung, F i g. 2 die Draufsicht einer Stapelvorrichtung, durch die
gleichzeitig mehrere Stapel gebildet werden, F i g. 3 einen Schnitt entlang der
Linie 3-3 der Fig. 2, Fig.4 eine Ausführungsform einer Möglichkeit, die einzelnen
blattförmigen Gegenstände zu transportieren, und
F i g. 5 eine Seitenansicht
der Anordnung nach Fig. 4.
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In der Anordnung nach Fig. 1 ist ein Scheibenpaar, bestehend aus
den Scheiben 10 und 11, vorgesehen, das um die Welle 12 rotiert. Diese Scheibenwelle
ist in Lagern 13 gelagert, die ihrerseits an einer Winkelkonsole 14 befestigt sind.
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Beide Scheiben 10 und 11 weisen mehrere spiralförmige Schlitze auf,
die sich von innen nach außen erstrecken. In der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform
besitzt jede der Scheiben acht Schlitze. Die Schlitze enden kurz vor der Büchse
15, über die die Scheiben 10 und 11 miteinander verbunden sind, so daß diese Scheiben
zusammen mit der Büchse ein einheitliches Bauteil bilden.
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Die Scheiben arbeiten mit einer Zuführungsvorrichtung und einer Abnahmevorrichtung
zusammen, durch die die zu stapelnden blattförmigen Gegenstände den Scheiben zugeführt
und von diesen wieder abgenommen und in einem Stapel gestapelt werden.
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Aus den betreffenden Stapeln können die blattförmigen Gegenstände
entnommen werden, ohne daß hierzu ein Anhalten der Stapelvorrichtung notwendig ist.
Wie F i g. 1 zeigt, wird ein Scheckformular oder ein ähnliches Bankpapier den Scheiben
10 und 11 dadurch zugeführt, daß dieser blattförmige Gegenstand 20 zwischen dem
oberen Trum des Bandes 21 und dem unteren Trum des Bandes 22 eingeklemmt ist. Das
Band 21 ist um die Umlenkrolle 23 geführt, während das Band 22 durch die Umlenkrolle
24 umgelenkt wird. Außerdem ist das untere Band 22 noch um eine kleinere weiter
oben gelegene Umlenkrolle 25 geführt, so daß sich beim Eintreten des blattförmigen
Gegenstandes 20 in den von den Scheiben 10 und 11 bestrichenen Raum eine Aufwärtsbewegung
des blattförmigen Gegenstandes 20 ergibt. Durch diese Führung der Bänder 21 und
22 über die Umlenkrollen 23, 24 und 25 wird jedes der zwischen den Bändern 21 und
22 festgehaltenen blattförmigen Gegenstände einem der spiralförmigen Schlitze der
Scheiben 10 und 11 zugeführt. Die blattförmigen Gegenstände treten dabei mit ihrer
vorderen Kante gleichzeitig in gleichliegende Schlitze der beiden Scheiben 10 und
11 ein, so daß, wenn die Scheiben rotieren, jeder Schlitz einen einzigen blattförmigen
Gegenstand aufnimmt.
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Längs des Scheibenumfanges sind zwei Führungsbleche 30 und 31 vorgesehen,
über die die blattförmigen Gegenstände mit Sicherheit in die Schlitze geleitet werden.
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Mit der Scheibenwelle 12 ist ein Motor 200 gekuppelt, der die Scheiben
10 und 11 mit einer vorgegebenen Umfangsgeschwindigkeit antreibt. In Fig. 1 ist
angedeutet, daß der Motor 200 durch eine Übertragungswelle 202 mit einer Getriebevorrichtung
201 verbunden ist, über die die Umlenkrolle 24 der Zuführungsvorrichtung mit Hilfe
der tZbertragungswelle 203 angetrieben werden kann. Dadurch steht die jeweilige
Antriebsgeschwindigkeit für die Bänder 21 und 22 in einem festen Verhältnis zur
Umfangsgeschwindigkeit der Scheiben 10 und 11. Mit Hilfe der Bänder 21 und 22 werden
die einzelnen blattförmigen Gegenstände den Schlitzen in den Scheiben 10 und 11,
und zwar tangential zu diesen Scheiben zugeführt, wobei sich eine Bremswirkung zwischen
den blattförmigen Gegenständen und den äußeren Begrenzungen der spiralförmigen Schlitze
ergibt, durch die die Relativbewegung der blattförmigen Gegenstände
gegenüber der
Umfangsgeschwindigkeit der Scheiben abgestoppt wird.
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Die Geschwindigkeit, mit der sich die einzelnen blattförmigen Gegenstände
20 den Scheiben 10 und 11 nähern, ist wesentlich größer als die Umfanges geschwindigkeit
der Scheiben 10 und 11, so daß die einzelnen blattförmigen Gegenstände den Schlitzen
mit einer Geschwindigkeit zugeführt werden, die wesentlich größer ist als die Umfangsgeschwindigkeit
der Scheiben 10 und 11. Die Geschwindigkeit der blattförmigen Gegenstände ist selbst
noch größer als die Umfangsgeschwindigkeit der Kanten der einzelnen spiralförmigen
Schlitze, deren radialer Abstand zur Scheibenmitte immer kleiner wird. Dadurch ergibt
sich eine Reibungskraft zwischen der äußeren Oberfläche der blattförmigen Gegenstände
20 und den äußeren Kanten der spiralförmigen Schlitze in den Scheiben 10 und 11.
Die Zentrifugalkraft hält die Oberfläche der blattförmigen Gegenstände 20 in einem
innigen Kontakt mit den oberen Kanten der spiralförmigen Schlitze und bremst auf
diese Weise die Relativbewegung der blattförmigen Gegenstände 20 gegenüber den Scheiben
10 und 11 ab. Durch richtige Einstellung der Geschwindigkeit der Bänder 20 und 21,
der Rotationsgeschwindigkeit der Scheiben 10 und 11 und der geometrischen Ausbildung
der Schlitze werden die einzelnen blattförmigen Gegenstände nach ihrer Einführung
in die Schlitze gestoppt, bevor noch ihre jeweilige Vorderkante das Ende der einzelnen
Schlitze erreicht. Das Stillsetzen der blattförmigen Gegenstände in den Schlitzen
erfolgt nach einer bestimmten Verdrehung der Scheiben und hängt sowohl von der Masse
als auch von der Länge der blattförmigen Gegenstände ab. Die Stillsetzung von Bankschecks
und ähnlichen blattförmigen Gegenständen erfolgt normalerweise etwa nach einer halben
Umdrehung der Scheiben 10 und 11.
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Da sich die Scheiben 10 und 11 weiter umdrehen, gelangen schließlich
die in den einzelnen Schlitzen festgehaltenen blattförmigen Gegenstände in den Bereich
zweier feststehender Anschlagsschienen 41 und 42. Bei der Weiterdrehung der Scheiben
bewegt sich der Eingriffspunkt eines Schlitzes gegenüber dem vorderen Ende der Anschlagsschienen
41 und 42 von innen nach außen und führt dazu, daß ein in einem solchen Schlitz
festgehaltener blattförrniger Gegenstand radial nach außen geschoben wird. Diese
Ausstoßbewegung der einzelnen blattförmigen Gegenstände ist so gerichtet, daß sich
die Vorderkante 20a der einzelnen blattförmigen Gegenstände unten be findet. Nach
vollständiger Ausstoßung der einzelnen blattförmigen Gegenstände stehen diese im
wesentlichen senkrecht auf den Anschlagsschienen 41 und 42. Auf den schräg stehenden
Anschlagsschienen 41 und 42 gleiten die blattförmigen Gegenstände nach unten und
werden von den waagerecht verlaufenden Schienen 43 und 44, die die Grundfiäche eines
Stapelbehälters bilden, aufgenommen. Als seitlicher Anschlag dient die Platte 46,
die an der Schiene 43 befestigt ist. Die Schienen 43 und 44 und die Anschlagsschienen
41 und 42 verlaufen in Ebenen, die zur Achse der Scheibenwelle 12 in einem bestimmten
Winkel stehen. Diese Winkel sind so gewählt, daß die der Anschlagsschiene 46 entge&engesetzte
Ecke des zu stapelnden blattförmigen Gegenstandes 20 zuerst in Kontakt mit der Anschlags
schiene 42 gelangt. Dadurch wird auf die einzelnen
blattförmigen
Gegenstände eine Kraft ausgeübt, die jene zwingt, an der Anschlagsschiene 46 anzuliegen.
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Wie noch näher erläutert werden wird, bildet die Oberfläche der Schiene43
einen Winkel mit der Achse der Scheibenwelle 12 sowie einen Winkel B mit der Grundfläche
der Winkelkonsole 14. Die Oberfläche 45 der seitlichen Platte 46 ist senkrecht zur
Oberfläche der Schienen 43 und 44 angeordnet.
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Auf diese Weise wird jeder blattförmige Gegenstand in Anlage mit
der Oberfläche 45 der seitlichen Platte 46 gebracht. Da sich die einzelnen blattförmigen
Gegenstände außerdem radial aus den Schlitzen entfernen, gleiten sie entlang der
Oberfläche 45, wobei die Abwärtsbewegung durch die Schienen 43 und 44 begrenzt wird.
Auf diese Weise wird sichergestellt, daß jeder blattförmige Gegenstand mit seiner
einen Kante an der seitlichen Platte 46 zur Anlage kommt, während er außerdem auf
den Schienen 43 und 44 ruht. Im Stapelbehälter sind die einzelnen blattförmigen
Gegenstände so festgehalten, daß sich ihre Vorderkanten 20 a unten befinden.
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Wie in F i g. 1 schematisch dargestellt, befindet sich auf den Schienen
43 und 44 ein verschiebbarer Anschlag 47, der federnd gegen die eine Seite des Stapels
angedrückt wird, so daß der Stapel mit seiner anderen Seitenfläche immer in Berührung
mit den Umfangskanten der Scheiben 10 und 11 steht. Ein Teil oder auch alle bereits
gestapelten blattförmigen Gegenstände können dem Stapel entnommen werden, ohne daß
es hierzu notwendig ist, die Stapelvorrichtung stillzusetzen.
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Mit einer Ausführungsform, wie sie in F i g. 1 dargestellt ist, ist
es möglich, blattförmige Gegenstände in Form von Bankschecks zu stapeln mit einer
Geschwindigkeit von etwa 20 Stück pro Sekunde. Die Leistungsfähigkeit der Anordnung
hängt von der Geschwindigkeit der Bänder 20 und 22 und dem Verhältnis der Größe
der Scheiben 10 und 11 zu der Größe der zu stapelnden blattförmigen Gegenstände
ab.
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Mit ein und derselben Stapelvorrichtung ist es auch möglich, blattförmige
Gegenstände verschiedenster Größe und Länge zu stapeln, so daß ein Umbau der Vorrichtung
für die Stapelung von blattförmigen Gegenständen anderer Größe nicht notwendig ist.
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Bekanntlich sind für Bankdokumente von den Bankinstituten bestimmte
Größen vorgeschrieben, wobei untere und obere Grenzen festgelegt sind.
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Diese Grenzen gelten sowohl hinsichtlich der Länge und Breite solcher
Bankdokumente als auch der jeweiligen Papierdicke. Mit der Stapelvorrichtung nach
Fig. 1 ist es ohne weiteres möglich, diesen Bestimmungen Rechnung zu tragen.
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An Hand der F i g. 2 und 3 ist die Ausführungsform nach F i g. 1
im einzelnen dargestellt.
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In den Fig. 2 und 3 haben die entsprechenden Bauteile dieselbe Bezeichnung.
In F i g. 2 sind außerdem drei Paare von Scheiben dargestellt, so daß ein Mehrkanal-Stapelsystem
entsteht. Wie Fig. 2 zeigt, kann eine Mehrzahl einzelner Speichereinheiten zusammengebaut
werden, um damit ein System zu schaffen, das die gleichzeitige Stapelung in getrennten
Stapeln einer Vielzahl von blattförmigen Gegenständen ermöglicht. Derartige Stapelvorrichtungen
sind überall dort erforderlich, wo eine Vielzahl von blattförmigen Gegenständen
anfällt oder wo einzelne blattförmige Gegenstände mit mehreren Durchschriften geliefert
werden, die alle in getrennten Stapeln
erfaßt werden müssen. Diese Stapelung von
in mehrfacher Zahl anfallenden blattförmigen Gegenständen ist gerade im Bankgewerbe
sehr häufig. Hier kann es vorkommen, daß 10 bis 12 Stapel gleichzeitig zu bilden
sind, was bedingt, daß vier oder noch mehr derartiger Anordnungen, wie sie in Fig.
2 dargestellt sind, nebeneinander eingesetzt werden müssen.
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Die Scheiben 10 und 11 der F i g. 1 sind links, d. h. im Abschnitt
100 der F i g. 2, dargestellt. Ein zweites Paar von Scheiben ist im Abschnitt 10l
und ein drittes Paar von Scheiben im Abschnitt 102 angebracht.
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De Abschnitte100 bis 102 sind auf einer gemeinsamen Grundplatte 103
befestigt. Für die Halterung der einzelnen Bauteile der verschiedenen Stapelvorrichtungen
sowie für die Führung der Scheibenwelle 12 sind drei Halteplatten 104, 105 und 106
vorgesehen. Wie F i g. 2 zeigt, ist der in F i g. 1 dargestellte Anschlag 47 aus
zwei Streifen 47a und 47b zusammengesetzt. Der Streifen 47a besitzt einen abwärts
gerichteten Ansatz 47 c, während in ähnlicher Weise der Streifen 47 b einen nach
unten gerichteten ,4nsatz 47d besitzt. Wie insbesondere Fig. 1 zeigt, besitzt der
Streifen 47 a einen Fuß 47 e, an den der Ansatz 47c angebracht ist. Unterhalb des
Fußes 47 e befindet sich ein Schleifstück 47f. Ein zweites Schleifstück 47g befindet
sich unterhalb der Unterfläche des Fußes 47 e. Die Schleifstücke 47f und 47g sind
aus einem Material gebildet, das sehr stark auf der Oberfläche der Schienen 43 und
44 haftet. Ihr Zweck besteht im wesentlichen darin, das Aufrechtstehen des Stapels
sicherzustellen. Mit dem Ansatz 47c ist eine Schiene 47h verbunden, die sich unterhalb
des Streifens 47 a in Richtung zu den Scheiben 10 und 11 erstreckt und die verhindert,
daß unter dem Gewicht des jeweiligen Stapels der Streifen 47a nach hinten umkippt.
Wie die Fig. 2 zeigt, sind die Streifen 47 a und 47 b durch Schrauben mit den Ansätzen
47 c und 47d verbunden.
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Es sei noch einmal darauf hingewiesen, daß die Schienen 43 und 44
der Stapelvorrichtung nach links geneigt sind, wie dies aus F i g. 2 ersehen werden
kann. Die seitliche Platte 46 ist im rechten Winkel zur Grundfläche der Schienen
43 und 44 angeordnet, so daß der ganze Stapel unter dem Winkel gegenüber der Horizontalen
aufgebaut wird.
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Wie am besten aus dem Abschnitt 101 der F i g. 2 ersehen werden kann,
sind die Schienen der Stapelvorrichtung 43 und 44 und die Anschlußschienen 41 und
42 aus jeweils einem einzigen Stück geformt. das entlang der Linie 111 umgebogen
ist.
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In der Darstellung des Abschnittes 102 sind sowohl die Stapelvorrichtung
als auch der Anschlag weggenommen worden, so daß die Anordnung der Scheiben 10 a
und 11 a gegenüber den Kanten 30 a und 31 a der Führungsscheiben 30 und 31 klar
erkannt werden kann. In allen drei Abschnitten 100, 101 und 102 werden die einzelnen
Scheiben mit Hilfe einer gemeinsamen Antriebsvorrichtung in Umlauf gesetzt, die
einen Treibriemen 112 und eine Riemenscheibe 113 umfaßt. Die Umdrehungsgeschwindigkeit
der Riemenscheibe 113 steht in einem festen Verhältnis zur Geschwindigkeit der Bänder
21 und 22.
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Aus der Zeichnung der Fig. 1 geht hervor, daß die Anschlagschienen
41 und 42 lediglich Teile der Schienen 43 und 44 darstellen. Die Anschlagschiene
41 erstreckt sich nach oben zwischen den Scheiben 10 und 11, während die Anschlagschiene
42 sich ebenfalls nach oben erstreckt, und zwar auf derjenigen
Seite
der Scheibe 11, die der Scheibe 10 entgegengesetzt ist. Die Führungsscheiben 30
und 31, die dazu dienen, die blattförmigen Gegenstände in die Schlitze einzuführen,
sind auf einem Bolzen 110 befestigt, der in der Halteplatte 104 gelagert ist.
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Es sei noch darauf hingewiesen, daß die Kante 31 a der Führungsscheibe31
im wesentlichen außerhalb des Umfanges der Scheibe 11 liegt, mit Ausnahme des Teiles
c, der sich an die untere Spitze der Führungsscheibe 31 anschließt. Die Anordnung
ist dabei so getroffen, daß sich die Zone c der Führungsscheibe31 innerhalb des
Umfanges der Scheibe 11 erstreckt, so daß dadurch mit Sicherheit die einzelnen blattförmigen
Gegenstände in einem der Schlitze eingeführt werden. Die Zuführung der einzelnen
blattförmigen Gegenstände durch die Bänder 21 und 22 ist dabei so justiert, daß
immer dann die Vorderkante eines blattförmigen Gegenstandes die Stelle D des Bandes
verläßt, wenn sich gerade die Öffnung eines der spiralförmigen Schlitze der Scheibe
11 an der betreffenden Stelle befindet. Es ist jedoch nicht notwendig, die Zuführung
der blattförmigen Gegenstände durch die Bänder genau zu justieren, da ein verhältnismäßig
großer Spielraum besteht, der zur Einführung der Vorderkante der blattförmigen Gegenstände
in die einzelnen Schlitze zur Verfügung steht. Die Einhaltung einer gewissen Ubereinstimmung
zwischen dem Eintreffen der blattförmigen Gegenstände und der Stellung der einzelnen
Schlitze in der Scheibe 11 ist auch aus dem Grunde nicht von besonderer Bedeutung,
weil die blattförmigen Gegenstände mit einer verhältnismäßig großen Geschwindigkeit
in den Bereich der Scheibe gelangen, so daß sie vermöge ihrer Geschwindigkeit immer
noch in eine gerade vorbeistreichende Schlitzöffnung eintreten werden. Der gegebene
Spielraum hinsichtlich des zeitlichen Zusammentreffens zwischen der Vorderkante
der einzelnen blattförmigen Gegenstände und der Öffnung der einzelnen Schlitze ist
durch das in der Fig. 3 eingezeichnete Segment gegeben. Solange sich die Öffnung
eines Schlitzes im Bereich des Streckenabschnittes C der Scheibe 31 bewegt, gelangt
ein durch die Bänder 21 und 22 zugeführter blattförmiger Gegenstand mit Sicherheit
in den betreffenden Schlitz. Nach der Entnahme der blattförmigen Gegenstände aus
der geschlitzten Scheibe werden sie an dem Anschlag 47, der federnd gegen den Stapel
gedrückt wird, gestapelt. Zu diesem Zweck ist die Feder 115 an dem einen Ende des
Ansatzes 47c befestigt, während das andere Ende der Feder über die Führungsrolle
116 mit einem abgewinkelten Haltestück 117 verbunden ist, das seinerseits an der
Grundplatte 103 befestigt ist. Die einzelnen Schlitze der Scheiben 10 und 11 werden
durch zwei Kreisbogenabschnitte unterschiedlicher Radien gebildet, wie dies in F
i g. 3 gargestellt ist. Der eine Bogenteil des Schlitzes geht aus von einem Kreisbogen,
dessen Mittelpunkt um die Koordinatenwerte 8,23 mm und 57,4 mm vom Mittelpunkt der
Scheibe entfernt ist, wobei diese Kurvenstücke den inneren Teil der Schlitze bilden,
der um den Betrag von 83,3 mm von der Mittelachse der Anordnung entfernt ist. Die
öffnung der einzelnen spiralförmigen Schlitze beträgt 4,83 mm. Der Mittelpunkt des
zweiten Krümmungsbogens ist um die Koordinatenwerte 11,68 mm und o mm vom Mittelpunkt
der Scheibe 11 entfernt. Der Krümmungsradius dieser äußeren Kurvenbögen der spiralförmigen
Schlitze beträgt 138,68 mm. Jeder
Schlitz endet in einer verhältnismäßig scharfen
Spitze G. Diese Spitzen schließen jeweils einen Winkel von 450 ein.
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In F i g. 4 ist eine Anordnung dargestellt, durch die die Einführung
der blattförmigen Gegenstände in die spiralförmigen Schlitze gesteuert werden kann.
An Stelle der bogenförmig ausgeschnittenen Führungsscheiben 30 und 31 der Fig. 1
sind mehrere drehbare Bürsten 130 bis 135 vorgesehen. Diese Bürsten sind so angeordnet,
daß sich der jeweilige Bürstenumfang etwa mit dem Durchmesser der geschlitzten Scheiben
berührt. Die Drehrichtung der Bürsten 130 und 135 ist der Drehrichtung der Scheibe
10 entgegengerichtet, und sie sind auf einzelnen Achsen gelagert, deren Antrieb
ebenfalls über den Motor 200 über besondere Getriebsmittel erfolgt. Wenn infolgedessen
die blattförmigen Gegenstände mit Hilfe der Bänder 21 und 22 der geschlitzten Scheibe
10 zugeführt werden, erfolgt ihre Einführung in die Schlitze der Scheibe durch Zusammenwirken
der Bänder 21 und 22 und der Bürsten 130 bis 135. Falls gewünscht, kann der Durchmesser
der Bürsten 130 und 131 so eingestellt werden, daß die Außenkanten dieser Bürsten
zwischen die Scheiben 10 und 11 eintreten, etwa in derselben Weise, wie dies auch
die Führungsscheiben 30 und 31 tun. Dieselbe Wirkung kann man auch durch Hinzufügen
weiterer Bürsten erreichen. Auch durch entsprechende Führung der Bänder 21 und 22
kann man erreichen, daß die einzelnen blattförmigen Gegenstände mit Sicherheit in
die einzelnen Schlitze geführt werden.
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Die Zahl der Bürsten, die in der Anordnung nach F i g. 4 vorgesehen
sind, ist so gewählt, daß damit die Einführung der einzelnen blattförmigen Gegenstände
in den ihnen jeweils zugeordneten Schlitz vollkommen gesichert ist. Die betreffenden
Bürsten bestreichen dabei einen solchen Kreisbogen längs des Umfanges der Scheiben
10 und 11, daß der entsprechende Bogenwinkel 900 beträgt. Damit ist sichergestellt,
daß die Anschlagschiene nicht in Kollision kommt mit den Bürsten 130 bis 135 und
hier insbesondere mit der letzten Bürste 135.
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Die Bürsten 130 bis 135 werden aus einem fiberartigen Material, das
entweder aus Plastik oder aus einem Naturstoff bestehen kann, gebildet. Für bestimmte
Verwendungszwecke werden auch metallische Bürsten verwendet.
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In F i g. 5 ist die Stellung der einzelnen Scheiben 10 oder 11 im
Verhältnis zu dem Bürstensatz 130 bis 135 dargestellt, wobei diese Bürsten auf Achsen
140 bis 145 gelagert sind. Da sich die äußeren Umfänge der einzelnen Bürsten, wie
in F i g. 4 dargestellt ist, überlappen, sind die Bürsten in axialer Richtung gegeneinander
versetzt. In einer Ausführungsform der Erfindung sind zwei Bürstensätze vorgesehen,
die so in der gleichen Weise angeordnet sind wie die Führungsscheiben 30 und 31
der Fig. 1. Es ist jedoch selbstverständlich, daß die Zahl der Bürsten und der Bürstensätze
den jeweiligen Bedingungen angepaßt werden kann, und zwar in der Weise, daß entweder
Bürsten oder Bürstensätze weggelassen oder weitere Bürsten oder Bürstensätze hinzugefügt
werden.
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Die Zuführung der Dokumente zu den Stapelscheiben an der jeweiligen
Eingabestation kann in bestimmten Fällen allein durch exakte Synchronisierung der
Bewegung der Transportbänder und der Scheibenbewegung erzielt werden. Meistens werden
die bogenförmigen
Führungen, wie sie beispielsweise in F i g. 1,
oder die Bürstenführungen, die in F i g. 4 dargestellt sind, angewendet, da durch
diese Führungen, die bereits im Bereich der Scheiben liegen, zwangläufig jeder über
die Bänder der Scheiben zugeführte blattförmige Gegenstand auch in einen Schlitz
eingeführt wird. Dasselbe gilt für die Mittel, die vorgesehen sind, um an der jeweiligen
Entnahmestelle die einzelnen blattförmigen Gegenstände zwangläufig aus den Transportschlitzen
der Scheiben herauszuführen und sie in dem jeweils gewünschten Stapel zu stapeln.
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Im einzelnen wird auf die Vorderkante der einzelnen blattförmigen
Gegenstände eine Kraft ausgeübt, durch die dieser dann, wenn er sich der Entnahmezone
nähert, umgewendet würde, falls er nicht in einem Schlitz geführt wäre. Infolge
der Führung der blattförmigen Gegenstände in den Schlitzen kommt es aber nicht zu
einem Umwenden, sondern zu einer Umkehrung der Bewegungsrichtung der einzelnen blattförmigen
Gegenstände, indem diese nunmehr aus den Schlitzen wieder hinaustreten. Die von
den Entnahmeschienen erfaßte Kante der einzelnen blattförmigen Gegenstände gleitet
bei der Weiterbewegung der Scheibe an diesen Schienen entlang.
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Die blattförmigen Gegenstände erfahren damit eine Bewegung, die parallel
zur Rotationsachse der Scheiben gerichtet ist und die durch die entsprechende Verschwenkung
der Anschlagschienen auch dazu führt, daß außerdem eine Bewegung der blattförmigen
Gegenstände gegen die Scheiben erfolgt, so daß die der rückwärtigen seitlichen Platte
des Stapels zugewandten Seiten der blattförmigen Gegenstände auch satt mit dieser
Platte in Anlage kommen. Als Ergebnis dieses Stapelvorganges entsteht ein Stapel,
bei dem die Vorderkanten der blattförmigen Gegenstände, die zuerst den Scheiben
zugeführt werden, nun unten auf den Schienen ruhen.
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Eine zweite Seitenkante jedes der blattförmigen Gegenstände befindet
sich in Anlage mit der rückwandigen Anschlagfläche des Stapelgehäuses. Die eine
Seite des zuerst gestapelten blattförmigen Gegenstandes ruht gegen die Anschlagfläche
des Anschlages, während die entgegengesetzte Seite des zuletzt gestapelten blattförmigen
Gegenstandes gegen die Kanten der Scheiben gedrückt wird, und zwar durch die federnde
Wirkung des rückwärtigen Anschlages.