[go: up one dir, main page]

DE1248364B - Treibstoffe fuer Motoren mit Funkenzuendung - Google Patents

Treibstoffe fuer Motoren mit Funkenzuendung

Info

Publication number
DE1248364B
DE1248364B DEST17808A DEST017808A DE1248364B DE 1248364 B DE1248364 B DE 1248364B DE ST17808 A DEST17808 A DE ST17808A DE ST017808 A DEST017808 A DE ST017808A DE 1248364 B DE1248364 B DE 1248364B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carbamate
urea
mixture
fuels
product
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEST17808A
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Edward Malec
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Standard Oil Co
Original Assignee
Standard Oil Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Standard Oil Co filed Critical Standard Oil Co
Publication of DE1248364B publication Critical patent/DE1248364B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D239/00Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings
    • C07D239/02Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings
    • C07D239/06Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member
    • C07D239/08Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member with hetero atoms directly attached in position 2
    • C07D239/10Oxygen or sulfur atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L1/00Liquid carbonaceous fuels
    • C10L1/10Liquid carbonaceous fuels containing additives
    • C10L1/14Organic compounds
    • C10L1/22Organic compounds containing nitrogen
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L1/00Liquid carbonaceous fuels
    • C10L1/10Liquid carbonaceous fuels containing additives
    • C10L1/14Organic compounds
    • C10L1/22Organic compounds containing nitrogen
    • C10L1/222Organic compounds containing nitrogen containing at least one carbon-to-nitrogen single bond
    • C10L1/2227Organic compounds containing nitrogen containing at least one carbon-to-nitrogen single bond urea; derivatives thereof; urethane

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Liquid Carbonaceous Fuels (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
ClOl
Deutsche Kl.: 46 a6 - 7
St 17808 IV a/46 a6
10. Mai 1961
24. August 1967
Die Erfindung bezieht sich auf Treibstoffe für Motoren mit Funkenzündung, die einen Zusatzstoff zur Verhinderung oder Verminderung von Ablagerungen im Einführungssystem von Verbrennungskraftmaschinen mit Funkenzündung enthalten.
Unregelmäßiger Leerlauf und Aussetzen der Maschine erfordern häufige Vergasereinstellungen, und die Nachregulierung war beim Maschinenwartungsdienst in bestimmter Hinsicht problematisch. Diese Probleme treten besonders mit der Verstärkung des Reiseverkehrs in übervölkerten Räumen und der Verwendung von Vergasern mit vielen Verengungen in privaten Personenautos auf. Es wurde festgestellt, daß ein primärer Faktor bei mangelhaftem Leerlauf die Ansammlung von Ablagerungen im Abschnitt des Drosselorgans des Vergasers ist, die ein überreiches Gemisch bei Leerlauf und eine Verminderung der Leerlaufgeschwindigkeit herbeiführen. Die Ansammlung von Ablagerungen im Einführungssystem der Maschine und insbesondere im Drosselabschnitt des Vergasers tritt besonders ausgesprochen bei Fahrten auf, die beträchtlichen Leerlauf erfordern, beispielsweise bei Kraftdroschken und Belieferungsdiensten von Tür zu Tür. Im privaten Autobetrieb tritt dieses Problem besonders im Stadtverkehr mit beträchtlichem Halten und Wiederanfahren auf.
Der kritische Ansammlungspunkt für diese Ablagerungen grenzt an die Drosselklappe an, deren Stellung das Luft-Brennstoff-Verhältnis steuert. In dem Maße, wie sich diese Ablagerungen ansammeln, wird der Luftstrom bei Leerlauf ohne Veränderung der Brennstoffzufuhr eingeschränkt, und es ergibt sich ein fettes Gemisch, das einen regellosen Leerlauf und ein Aussetzen der Maschine herbeiführt. Um die Gegenwart dieser Ablagerungen zu kompensieren, muß die Drosselung leicht geöffnet werden, indem man die Einstellung der Leerlaufgeschwindigkeit erhöht, die, obwohl ein größerer Luftstrom fließen kann, automatisch die Brennstoffzufuhr vermehrt. Dies erfordert eine Korrektur des Brennstoffes durch Veränderung der Einstellungsschraube für das Leerlaufgemisch in einem kompensierenden Ausmaß. Dieses Ausmaß der Leerlaufeinstellung, das erforderlich ist, um eine befriedigende Leerlaufleistung aufrechtzuerhalten, ist ein Anzeichen für die Geschwindigkeit der Ablagerungsbildung. Darüber hinaus bilden sich oft Ablagerungen in der Leerlaufluftdurchleitung und verursachen Verengungen, die ein Vakuum in der Verteilerleitung begünstigen, so daß mehr Benzin in die Maschine gezogen wird, wodurch wiederum fetter Leerlauf und ein Stehenbleiben der Maschine verursacht wird.
Treibstoffe für Motoren mit Funkenzündung
Anmelder:
Standard Oil Company, Chicago, JIl. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. I. M. Maas, Patentanwalt,
München 23, Ungererstr. 25
Als Erfinder benannt:
Robert Edward Malec, Chicago, JH. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 11. Mai 1960 (28 245) - -
Es wurde ergründet, daß die primäre Quelle dieser Ablagerungen die Verunreinigungen in der Zufuhrluft der Maschine beim Arbeiten im Leerlauf sind. Die größte Quelle dieser Verunreinigungen in der Zufuhrluft ist der Durchzug der Maschine, welcher etwa die Hälfte der Ablagerungen ausmacht. Die Abgase von anderen Fahrzeugen, Staub und andere Komponenten, welche als normale Luftverunreinigungen eingestuft werden, tragen zur Bildung von Ablagerungen bei.
überraschenderweise wurden nun neue Treibstoffe für Motoren mit Funkenzündung gefunden, die Niederschläge im Einführungssystem solcher Maschinen verhindern oder lindern, unregelmäßigen Leerlauf und Aussetzen solcher Maschinen, verursacht durch die Ansammlung von Ablagerungen im Einführungssystem solcher Maschinen, verhindern bzw. die Ablagerungen aus dem Einführungssystem von Verbrennungskraftmaschinen mitFunkenzündung entfernen.
Die Treibstoffe für Motoren mit Funkenzündung, die aus einem Benzin bestehen, sind dadurch gekennzeichnet, daß sie 0,0005 bis 0,5% eines Gemisches aus (1) einem Carbamat der Gruppe Hydroxylalkyl-3-(N-alkylamino)-propylcarbamat und Hydroxyalkyl-3-(N-alkenylamino)-propylcarbamat der allgemeinen Formel (I)
O R1 R3
RNHCH0CH0CH0NHCOC COH
I I
R2 R4
709 638/464
in der R einen acylischen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit etwa 8 bis etwa 32 Kohlenstoffatomen und R1, R2, R3 und R4 Wasserstoff, einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten, und (2) einem substituierten Propylenharnstoff der allgemeinen Formel (II)
Il c
RN NH
HoC CH2
\ / CH2
in der R einen acylischen aliphatischen Kohlenwasser-Stoffrest mit 8 bis 32 Kohlenstoffatomen bedeutet, wobei das Carbamat und der cyclische Harnstoff in dem genannten Gemisch im Gewichtsverhältnis von 2 : 1 bis 1 : 2 anwesend sind, und gegebenenfalls ein Tetraalkylblei als Antiklopfmittel enthalten.
Der Rest R besteht vorzugsweise aus einer Alkylgruppe mit etwa 10 bis etwa 20 Kohlenstoffatomen, die sich von einer Fettsäure oder gemischten Fettsäuren ableitet. Wenn R1, R2, R3 und R4 Alkylreste sind, können sie gleich oder ungleich sein.
Beispiele geeigneter Carbamate sind:
H O
1. Ci8H35 — N — CH2 — CH2CH2 -N-C-O-CH2-CH2OH
2-Hydroxyäthyl-3-(N-octadecenylamino)-propylcarbamat,
H O
2. Ci2H25 — N — CH2 — CH2 — CH2 — N — C — O — CH2 — CH2OH
2-Hydroxyäthyl-3-(N-dodecylamino)-propylcarbamat,
H O
3. Ci2H25 — N — CH2 — CH2 — CH2 — N — C — O — C3H6OH 2-Hydroxypropyl-3-(N-dodecylamino)-propylcarbamat.
Geeignete cyclische Harnstoffe werden durch die folgenden Beispiele veranschaulicht:
1. Ci2H25-N NH
H2C CH2
\ /
CH2
N-Dodecylpropylenharnstoff,
2. Ci8H35-N
H2C
NH
CH2
CH2
Il c
3. Ci8H37-N
NH
CH2
CH2
N-Stearyl- oder N-Octadecylpropylenharnstoff.
Wenn auch Kombinationen der beschriebenen Carbamate und cyclischen Harnstoffe in den definierten Verhältnissen wirksam sind, so sind sie nicht alle notwendigerweise in ihrer Wirksamkeit gleichwertig, da die spezifische Aktivität solcher Mischungen in einem Ausmaß variieren kann, das von der Härte der Gebrauchsbedingungen und anderen Faktoren abhängig ist.
Bei der Bereitung der Treibstoffe für Motoren mit 65 Funkenzündung können das Carbamat und der Harnstoff dem Treibstoff einzeln in den genannten Mengen und Mengenverhältnissen zugesetzt werden. N-Oleyl- oder N-Octadecenylpropylenharnstoff, Das Carbamat und der Harnstoff können in dem er-
wünschten Verhältnis vorgemischt und das Gemisch dem Treibstoff zugesetzt werden, oder das in situ bereitete Gemisch von Carbamat und Harnstoff kann dem Treibstoff zugesetzt werden.
Das Gemisch von Carbamat und cyclischem Harnstoff kann bequem in situ bereitet werden, indem man molare Mengenverhältnisse eines N-Alkyl- oder N-Alkenyl-l,3-propylendiamins und eines Alkylencarbonats bei einer Temperatur von etwa 50 bis etwa 2500C für eine Zeit zur Reaktion bringt, die ausreichend ist, um ein Reaktionsprodukt zu ergeben, das ein Gemisch von Carbamat und cyclischem Harnstoff im Gewichtsverhältnis von etwa 1 : 2 bis etwa 2:1, vorzugsweise im molaren Wert von etwa 1 : 1 enthält. Die Reaktion wird durch die folgende Gleichung dargestellt:
HHHHH
2R —Ν —C —C —C —Ν—H + 2R1—C HHH R2
O O
C-R4 R3
HHHHHO
R1 R3
(I)
(I) 2R —Ν —C —C —C —Ν —C —Ο —C —C —OH
H H H |j R2 R4
HHHHHO R1 R3
R —N —C —C —C —N —C —0 —C —C —OH
HHH R2 R4
Il R2 R3
,Cs
(II)
R-N Hv N-H + Ri-C-C-:
/H OH OH
(III)
C C
worin R, R1, R2, R3 und R4 die obige Bedeutung haben.
Die Bildung des cyclischen Harnstoffes (II), eines Tetrahydropyrimidons, ist eine Kondensationsreaktion, die die Abspaltung eines Glykolmoleküls (III), das dem als Ausgangsmaterial verwendeten Carbonatester entspricht, aus dem 3-Aminocarbamat (I) in sich einschließt. Die sekundäre Reaktion unter Bildung des cyclischen Harnstoffes erfolgt viel langsamer als die Primärreaktion unter Bildung des Carbamats, wodurch die Variierung der Reaktionsbedingungen zur Erreichung des erwünschten Carbamat-Harnstoff-Verhältnisses erleichtert wird. Eine Verlängerung der Reaktionszeit und Erhöhung der Reaktionstemperatur begünstigen die vermehrte Bildung von Harnstoff auf Kosten der Carbamatausbeute. Die Verteilung der Produkte läßt sich leicht durch Infrarotspektroskopie bestimmen. Dadurch kann die Reaktion leicht gelenkt werden. Wenn das erwünschte Reaktionsgemisch erreicht ist, wird die Reaktion angehalten, indem man durch geeignete Maßnahmen kühlt und ein passendes Lösungsmittel, beispielsweise Xylol und Isopropylalkohol, hinzusetzt.
Für die im folgenden angegebenen Herstellungsverfahren für einige Zusatzkomponenten der erfindungsgemäßen Treibstoffe wird im Rahmen der Erfindung kein Schutz beansprucht.
a) Zu 287 g (1,0 Mol) N-Coco-l,3-propylendiamin werden 79 g (0,9 Mol) Äthylencarbonat innerhalb von 31I-Z Stunden hinzugegeben. Die Temperatur wird während der Reaktionszeit bei etwa 15O0C gehalten.
Das Erhitzen wird bei derselben Temperatur eine weitere halbe Stunde fortgesetzt. Das Carbamat-Harnstoff-Verhältnis des Produktes ist 1,5.
b) Zu einer unter Rückfluß befindlichen Mischung von 144 g (0,5 Mol) N-Coco-l,3-propylendiamin und
187 g Xylol werden 43 g (0,49 Mol) Äthylencarbonat innerhalb von 41';» Stunden hinzugesetzt. Das Carbamat - Harnstoff - Verhältnis des Produktes beträgt 8,2.
c) Zu 144 g (0,5 Mol) N-Coco-l,3-propylendiamin werden 43 g (0,49 Mol) Äthylencarbamat innerhalb
von 4 Stunden hinzugegeben, wobei während dieser Zeit die Temperatur bei 17O0C gehalten wird. Das Carbamat-Harnstoff-Verhältnis des Produktes beträgt 0,42.
d) Zu 81 g (0,25 Mol) N-Oleyl-l,3-propylendiamin werden 19,8 g (0,22 Mol) Äthylencarbonat innerhalb eines Zeitraumes von IV2 Stunden unter Rühren und Aufrechterhalten einer Temperatur von 160° C hinzu-
gegeben. Das Carbamat-Harnstoff-Verhältnis des Produktes beträgt 1,6.
e) Zu 144 g N-Coco-l^-propylendiamin werden 39,6 g (0,45 Mol) Äthylencarbonat innerhalb von 6 Stunden unter Rühren und Aufrechterhalten einer Temperatur bei 500C hinzugesetzt. Das Erhitzen und Rühren wird eine zusätzliche halbe Stunde weitergeführt. Das Produkt ist im wesentlichen reines Carbamat.
f) Zu 144 g N-Coco-l,3-propylendiamin werden to 39,6 g (0,45 Mol) Äthylencarbonat unter Rühren innerhalb eines Zeitraumes von 5 Stunden bei 200° C hinzugegeben. Das Zwischenprodukt wiegt 179 g. Zu 135 g dieser Substanz werden 100 cm3 gemischter Xylole hinzugesetzt. Das Gemisch wird 30 Stunden unter Rückfluß gehalten, wobei 16 cm3 Äthylenglykol als Xylolazeotrop entfernt werden. Das Endprodukt nach Entfernung des Lösungsmittels wiegt 113 g. Das Produkt besteht im wesentlichen aus reinem N-Coco-propylenharnstofF.
g) Zu 316 g (1,1 Mol) N-Coco-l^-propylendiamin werden 88 g (1,0 Mol) Äthylencarbonat unter Rühren innerhalb eines Zeitraumes von 3*/2 Stunden bei 140°C hinzugegeben. Das Gemisch wird weitere 63A Stunden bei derselben Temperatur erhitzt. Das Produkt hat ein Carbamat-Harnstoff-Verhältnis von 1,5.
h) Zu 150 g (0,52 Mol) N-Coco-l,3-propylendiamin werden 51g (0,5 Mol) Propylencarbonat innerhalb eines Zeitraumes von 3/4 Stunden unter Rühren hinzugesetzt. Die Temperatur wird bei 1500C gehalten. Das Erhitzen und Rühren wird weitere 5 Stunden fortgesetzt. Das Produkt hat ein Carbamat-Harnstoff-Verhältnis von etwa 1.
Das vorstehend verwendete N-Coco-lJ-propylendiamin ist ein Propylendiamin der Fettreihe, das sowohl eine primäre als auch sekundäre Aminogruppe aufweist und die allgemeine Formel
RNHCH2CH2CH2NH2
40
hat, in der R sich von dem Gemisch der Fettsäuren herleitet, das aus der Hydrolyse von Kokosnußöl mit 6 bis 18 Kohlenstoffatomen erhalten wird, das vorwiegend aus Fettsäuren mit 10, 12 und 14 Kohlen-Stoffatomen besteht.
Durch die folgenden Beispiele wird die Erfindung näher erläutert.
Beispiele
Die Wirksamkeit des beschriebenen Carbamat-Ringharnstoffes im Hinblick auf das Verhindern des Aussetzens infolge von Vergaserablagerungen wird durch die Daten der Tabelle veranschaulicht. Diese Daten wurden mittels eines sogenannten »Pontiac Carburetor Gum Tests« (Untersuchung auf Gehalt an harzigen Rückständen) erhalten, der in der folgenden Weise durchgeführt wurde:
Zur Durchführung des Tests wurde eine 1957-Pontiac-Maschine verwendet, die mit einem 4-Trichter-Rochester-Vergaser ausgerüstet ist. Ein Vakuumanschluß für eine Verteilerfrühzündung wurde in dem Verengungsbereich des Vergasers angelegt, der normalerweise im Bereich atmosphärischen Druckes während des Leerlaufs lag. In dem Maße, wie sich Ablagerungen auf der Drosselbohrung bildeten, war es notwendig, das Drosselventil mehr zu öffnen, um für dieselbe Umdrehungszahl den gleichen Luftzustrom zu beschaffen. Wenn dies erreicht war, befand sich das angeschlossene Vakuum teilweise im Vakuumbereich der Verteilerleitung. Zu Beginn des Versuchs betrug das Vakuum am Anschluß etwa 50,8 bis 76,2 mm Hg. Der Ausfallpunkt des Versuchs wurde als erreicht betrachtet, wenn dieses Vakuum sich um etwa 203,2 mm Hg erhöhte, d. h. wenn das Anschlußvakuum 254,0 bis 279,4 mm Hg erreichte. Um die Versuchsbedingungen zu verschärfen, wurde aller Durchzug des Kurbelgehäuses und ein Teil der Auspuffgase dem Vergaser zugeführt. Die für den Grundbrennstoff (Kontrolle) benötigte Zeit bis zum Ausfall, d. h. die Zeit, die benötigt wurde, um das Vakuum bei Verwendung des Kontrollbrennstoffes um 203,2 mm Hg zu steigern, betrug etwa 20 Stunden. Während des Versuchs arbeitete die Maschine in einem 3-Minuten-Zyklus von 2% Minuten bei 500 Umdr./Min. im Leerlauf und 1U Minute bei 1600 Umdr./Min. ohne Belastung. Das öffnen der Drossel und die Gemischeinstellungen wurden, wenn notwendig, jede Stunde durchgeführt, um eine Leerlaufgeschwindigkeit von 500 Umdr./Min. aufrechtzuerhalten. Der Verbrennungsfaktor berechnet sich folgendermaßen:
Benötigte Zeit für Ausfall mit Brennstoff + Zusatzstoff = Verbesserungsfaktor Benötigte Zeit für Ausfall mit Grundbrennstoff
Die Versuchsergebnisse sind als »Verbesserungsfaktor« ausgedrückt, wie er oben definiert wurde. Der verwendete Motortreibstoff war ein handelsübliches Markenbenzin, das die üblichen Zusätze, d. h. Bleitetraäthyl, reinigende Substanzen, Antioxydationsmittel, Metallpassivierungsmittel, enthielt.
Treibstoff
Treibstoff
Nr. 1 + 24 Teile je Million
Produkt von a)
Nr. 1 + 24 Teile je Million
Produkt von b)
Verbesserungsfaktor
1,0
5,7 4,0, 3,5
(Mittelwert 4,4)
1,0
55
60
Probe
Nr.
Treibstoff Verbesserungs
faktor
4 Nr. 1 + 24 Teile je Million 2,0
Produkt von c)
5 Nr. 1+24 Teile je Million 3,6
Produkt von d)
6 Nr. 1 + 24 Teile je Million 1,0
Produkt von e)
7 Nr. 1 + 24 Teile je Million 2,0
Produkt von f)
8 Nr. 1 + 12 Teile je Million 4,5
Produkt von e)
+ 12 Teile je Million
Produkt von f)
Fortsetzung
Treibstoff
Nr. 1 + 8 Teile je Million
Produkt von e)
+ 16 Teile je Million
Produkt von f)
Nr. 1 + 16 Teile je Million
Produkt von e)
+ 5 Teile je Million
Produkt von f)
Nr. 1 + 12 Teile je Million
Produkt von g)
Nr. 1 + 16 Teile je Million
Produkt von g)
Nr. 1 + 24 Teile je Million
Produkt von g)
Nr. 1 -f 24 Teile je Million
Produkt von h)
Verbesserungsfaktor
3,3
2,5
2,0
3,1, 3,0
(Mittelwert 3,05)
3,4 3,5
Zusätzlich zu den obigen Versuchsdaten wurden erfindungsgemäße Treibstoffe für Motoren für Funkenzündung ausgedehnten Versuchen in Laboratoriumsmaschinen und auf Fahrstrecken unterworfen. Im Laboratorium machten die Treibstoffe, die das erfindungsgemäße Carbamat-HarnstofF-Gemisch enthielten, den Chevrolet-Einführungssystem-Ablagerungstest (ISD), den CFRL-Nead-Oberflächenzündungstest und den Zündkerzenverschmutzungstest durch. Weiterhin zeigte das beschriebene Gemisch keine schädlichen Wirkungen auf die Anfangs- oder die Lagerungsstabilität des Treibstoffs. Treibstoffe mit dem beschriebenen Carbamat-Harnstoff-Gemisch wurden in einer Menge Kraftdroschken über einen ausgedehnten Zeitraum unter regelmäßiger Kontrolle der Einführungssysteme, insbesondere der Vergaser der Testdroschken auf Fahrstrecken geprüft. In diesem Test wurde beobachtet, daß die erfindungsgemäßen Treibstoffe sowohl die Ablagerungen im Einführungssystem verhinderten, als auch bestehende Ablagerungen wirksam entfernten. Im Ergebnis gaben die Droschken, die mit den erfindungsgemäßen Treibstoffen fuhren, fortlaufend befriedigende Wartung unter Ausdehnung über die Zeiträume hinaus, nach denen normalerweise Vergasereinstellungen oder ein Überholen zu erwarten war.
Erfindungsgemäße Treibstoffe, die das hier beschriebene Carbamat-Harnstoff-Gemisch enthalten, können zusätzlich bekannte Antioxydationsmittel, Stabilisatoren, Gefrierschutzmittel, Antiklopfmittel, Reinigungsmittel und/oder andere Zusätze enthalten, die üblicherweise in Treibstoffen für Motoren mit Funkenzündung verwendet werden.
Die erfindungsgemäßen Treibstoffe mit einem Gehalt an Tetraalkylblei-Antiklopfmitteln, wie Tetramethylblei, Tetraäthylblei und/oder deren Mischungen, werden durch den Zusatz der hier beschriebenen Carbamat-Harnstoff-Mischung in ihrer Wirkung gesteigert.
Die erfindungsgemäßen Treibstoffe können Tetraalkylblei entsprechend einer Konzentration von etwa 0,132 bis etwa 1,32 cm3/l des Treibstoffes oder mehr enthalten.
Angaben über Prozentsätze beziehen sich auf das Gewicht, wenn nichts anderes angegeben ist.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Treibstoffe für Motoren mit Funkenzündung, die aus einem Benzin bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß sie 0,0005 bis 0,5% eines Gemisches aus (1) einem Carbamat der Gruppe Hydroxyalkyl-3-(N-alkylamino)-propylcarbamat und Hydroxyalkyl-3-(N-alkenylamino)-propylcarbamat der allgemeinen Formel (I)
    O R1
    R3
    RNHCH2CH2CH2NHCOc COH I
    R2 R4
    in der R einen acyclischen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit etwa 8 bis etwa 32 Kohlenstoffatomen und R1, R2, R3 und R4 Wasserstoff, einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten, und (2) einem substituierten Propylenharnstoff der allgemeinen Formel (II)
    Il c
    RN NH
    •'V, V~X12
    CH2
    in der R einen acylischen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 8 bis 32 Kohlenstoffatomen bedeutet, wobei das Carbamat und der cyclische Harnstoff in dem genannten Gemisch im Gewichtsverhältnis von 2 : 1 bis 1 : 2 anwesend sind, und gegebenenfalls ein Tetraalkylblei als Antiklopfmittel enthalten.
DEST17808A 1960-05-11 1961-05-10 Treibstoffe fuer Motoren mit Funkenzuendung Pending DE1248364B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US28245A US2991162A (en) 1960-05-11 1960-05-11 Motor fuel composition

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1248364B true DE1248364B (de) 1967-08-24

Family

ID=21842369

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEST17808A Pending DE1248364B (de) 1960-05-11 1961-05-10 Treibstoffe fuer Motoren mit Funkenzuendung

Country Status (6)

Country Link
US (1) US2991162A (de)
BE (1) BE603589A (de)
DE (1) DE1248364B (de)
GB (1) GB979590A (de)
LU (1) LU40119A1 (de)
NL (2) NL264636A (de)

Families Citing this family (38)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3139330A (en) * 1961-07-19 1964-06-30 Standard Oil Co Motor fuel
US3377148A (en) * 1965-03-15 1968-04-09 Standard Oil Co Gasoline fuel composition
US3717447A (en) * 1971-02-11 1973-02-20 Cities Service Oil Co Fuel compositions containing nitrogen-heterocyclic substituted carbamates
US4288612A (en) * 1976-06-21 1981-09-08 Chevron Research Company Deposit control additives
US4160648A (en) * 1976-06-21 1979-07-10 Chevron Research Company Fuel compositions containing deposit control additives
US4191537A (en) * 1976-06-21 1980-03-04 Chevron Research Company Fuel compositions of poly(oxyalkylene) aminocarbamate
US4236020A (en) * 1976-06-21 1980-11-25 Chevron Research Company Carbamate deposit control additives
US4233168A (en) * 1978-06-19 1980-11-11 Chevron Research Company Lubricant compositions containing dispersant additives
US4904278A (en) * 1984-07-20 1990-02-27 Chevron Research Company Modified succinimides
US4747850A (en) * 1984-07-20 1988-05-31 Chevron Research Company Modified succinimides in fuel composition
US4840744A (en) * 1984-07-20 1989-06-20 Chevron Research Company Modified succinimides and lubricating oil compositions containing the same
US4746446A (en) * 1984-07-20 1988-05-24 Chevron Research Company Modified succinimides
US4747965A (en) * 1985-04-12 1988-05-31 Chevron Research Company Modified succinimides
US4802893A (en) * 1984-07-20 1989-02-07 Chevron Research Company Modified Succinimides
US4702851A (en) * 1984-08-22 1987-10-27 Chevron Research Company Dispersant additives for lubricating oils and fuels
US4624681A (en) * 1984-08-22 1986-11-25 Chevron Research Company Dispersant additives for lubricating oils and fuels
US4584117A (en) * 1984-08-22 1986-04-22 Chevron Research Company Dispersant additives for lubricating oils and fuels
US4755312A (en) * 1984-11-21 1988-07-05 Chevron Research Company Carbonate treated dispersants
US4729842A (en) * 1984-11-21 1988-03-08 Chevron Research Company Carbonate treated dispersants
US4585566A (en) * 1984-11-21 1986-04-29 Chevron Research Company Carbonate treated dispersants
US4608185A (en) * 1985-04-12 1986-08-26 Chevron Research Company Modified succinimides (VI)
US4670170A (en) * 1985-04-12 1987-06-02 Chevron Research Company Modified succinimides (VIII)
US4666459A (en) * 1985-04-12 1987-05-19 Chevron Research Company Modified succinimides (VII)
US4609378A (en) * 1985-04-12 1986-09-02 Chevron Research Company Modified succinimides (VIII)
US4664827A (en) * 1985-04-12 1987-05-12 Chevron Research Company Lubricant compositions containing modified succinimides
US4747963A (en) * 1985-04-12 1988-05-31 Chevron Research Company Lubricating oil compositions containing modified succinimides (VII)
US4648886A (en) * 1985-04-12 1987-03-10 Chevron Research Company Modified succinimides (V)
US4647390A (en) * 1985-04-12 1987-03-03 Chevron Research Company Lubricating oil compositions containing modified succinimides (V)
US4713188A (en) * 1986-01-10 1987-12-15 Chevron Research Company Carbonate treated hydrocarbyl-substituted amides
US4746447A (en) * 1986-01-10 1988-05-24 Chevron Research Company Carbonate treated hydrocarbyl-substituted polyamines
US4713187A (en) * 1986-01-16 1987-12-15 Chevron Research Company Lubricating oil compositions containing modified succinimides (V)
US4695391A (en) * 1986-01-17 1987-09-22 Chevron Research Company Modified succinimides (IX)
US4710201A (en) * 1986-09-04 1987-12-01 Chevron Research Company Modified succinimides (IX)
US5312965A (en) * 1987-07-02 1994-05-17 Chevron Research Company Lubricating oil composition containing substantially straight chain alkylphenyl poly(oxypropylene) aminocarbamates
US4933485A (en) * 1987-10-23 1990-06-12 Chevron Research Company Lubricating oil compositions containing very long chain alkylphenyl poly (oxyalkylene) aminocarbamates
US4881945A (en) * 1987-10-23 1989-11-21 Chevron Research Company Fuel compositions containing very long chain alkylphenyl poly(oxyalkylene) aminocarbonates
US5863302A (en) * 1997-04-18 1999-01-26 Mobil Oil Corporation Friction reducing additives for fuels and lubricants
US6872230B2 (en) * 2002-07-16 2005-03-29 Betzdearborn, Inc. Lubricity additives for low sulfur hydrocarbon fuels

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2922707A (en) * 1958-02-26 1960-01-26 California Research Corp Amino amide salts of organic monocarboxylic acids as additives for reducing carburetor deposits
NL242710A (de) * 1958-08-27

Also Published As

Publication number Publication date
GB979590A (en) 1965-01-06
NL264636A (de)
BE603589A (de)
US2991162A (en) 1961-07-04
NL120454C (de)
LU40119A1 (de) 1961-07-10

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1248364B (de) Treibstoffe fuer Motoren mit Funkenzuendung
EP0012345B1 (de) Kraftstoffe und ihre Verwendung
EP0639632A1 (de) Additiv für unverbleite Ottokraftstoffe sowie dieses enthaltender Kraftstoff
DD254954A5 (de) Kraftstoffgemisch und verfahren zum betrieb eines fremdzeunduengsverbrennungsmotor
DE1271287B (de) Die Wasserabweisung, Rostverhuetung und Verhinderung des Eisansatzes bewirkender Zusatz in Treibstoffen, hydrophoben Traegermitteln und UEberzugsmitteln
DE3814601A1 (de) Detergenz fuer kohlenwasserstoff-brennstoffe
DE3126404A1 (de) Detergentien-kompositionen, verfahren zu ihrer herstellung sowie ihre verwendung als additive fuer treibstoffe
DE1545502A1 (de) Kraftstoffgemisch
EP0282845B1 (de) Kraftstoffe, enthaltend geringe Mengen Alkoxylate und Polycarbonsäureimide
DE1082079B (de) Treibstoff fuer Vergasermotore
DE1235062B (de) Stabilisieren von Destillatbrennstoffen
DE2531469C3 (de) Verwendung von w -N.N.N'.N'tetrasubstituierten Aminoalkansäureamiden, w -N,N,N',N'tetrasubstituierte Aminobuttersäure-amide und Verfahren zu deren Herstellung
US2839372A (en) Gasoline composition
DE2828038A1 (de) Kraftstoffe fuer ottomotoren
DE1125716B (de) Zusatzmittel fuer Motorbenzine
DE2559480A1 (de) Brenn- und treibstoffe
US3139330A (en) Motor fuel
US3091521A (en) Gasoline composition
US3336123A (en) Gasoline anti-stalling composition
DE2417788A1 (de) Verwendung von amiden von cyclischen polycarbonsaeuren als zusatz zu treibstoffen
DE1099263B (de) Motortreibstoff auf Leichtbenzinbasis
DE1948264A1 (de) Reinigungsmasse fuer Benzin
AT225824B (de) Verfahren zur Behandlung von Destillatbrennstoffen
DE1014784B (de) Zusatzmittel fuer Leichtbenzin
DE2624630A1 (de) Kraftstoffzusaetze fuer ottomotoren