DE1248153B - Zweiphasenkurzschlusslaeufermotor - Google Patents
ZweiphasenkurzschlusslaeufermotorInfo
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- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D3/00—Control of position or direction
- G05D3/12—Control of position or direction using feedback
- G05D3/14—Control of position or direction using feedback using an analogue comparing device
- G05D3/1418—Control of position or direction using feedback using an analogue comparing device with AC amplifier chain
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
H02k
Deutsche Kl.: 21 d2 -19/02
Nummer: 1 248 153
Aktenzeichen: S 61486 VIII b/21 d2
Anmeldetag: 26. Januar 1959
Auslegetag: 24. August 1967
Die Erfindung bezieht sich auf einen Zweiphasenkurzschlußläufermotor,
vorzugsweise Servomotor, mit einer Erregerwicklung (Bezugsphasenwicklung) und einer gegenüber dieser um 90° elektrisch räumlich
versetzten Steuerwicklung im Motorständer, bei dem über eine der Steuerwicklung zugeordnete Anordnung
von phasenverschiebenden Impedanzen während des motorischen Betriebes des Zweiphasenkurzschlußläufermotors
eine der Rotationsgeschwindigkeit des Läufers proportionale, bei stillstehendem Läufer zu
Null werdende generatorische Ausgangsspannung abnehmbar ist.
Es sind bereits Zweiphasenkurzschlußläufermotoren bekannt geworden, die insbesondere als
Servomotoren mit speziellen Servosteuerkreisen (Zeitschrift »Elektronics«, Januar 1956, S. 136, 137, und
Dezember 1956, S. 155 bis 157) verwendet werden. Es ist ferner bekannt, bei einem derartigen Servomotor
durch Anbringen einer Hilfswicklung Assymetrien zu kompensieren (britische Patentschrift
778 461) und Dämpfungselemente vorzusehen, um zu verhindern, daß er um eine Lage schwingt, in der er
momentlos sein soll. Zum Erzielen einer solchen Dämpfung können z. B. Tachometergeneratoren
(Zeitschrift »Regelungstechnik«, H. 4, 1957, S. 125) verwendet werden. Solche Tachometergeneratoren
sind gewöhnlich mechanisch mit dem Servomotor gekuppelt. Die von einem solchen Tachometergenerator
abgegebene Spannung hat die gleiche Frequenz wie die der Speisenspannung, weist jedoch eine
Amplitude in Abhängigkeit von der Umdrehungszahl auf. Die Tachospannung wird von der Ausgangsspannung
einer Abtasteinrichtung subtrahiert und die Differenzspannung einem Verstärker zugeführt, der
die Kontrollphase des Servomotors speist. An einen für den genannten Zweck konstruierten Tachometergenerator
werden natürlich nicht so hohe Anforderungen wie an Tachogeneratoren zur Messung der
Umdrehungszahl gestellt. Derartige Generatoren werden daher in verschiedenen Güteklassen hergestellt.
Tachogeneratoren, die zur Dämpfung von Servomotoren dienen, sind normalerweise etwa ebenso
groß wie die Servomotoren, mit denen sie gekuppelt sind. Dies bedingt in vielen Fällen, beispielsweise
bei Steuerungsanlagen in Flugzeugen, Raketentriebwerken usw. ein zusätzliches Gewicht und einen zusätzlichen
Raumbedarf für die Unterbringung dieser zusätzlichen Tachogeneratoren. Da man insbesondere
bei solchen Objekten sowohl das Gewicht der Servoanlagen als auch den für ihre Unterbringung erforderlichen
Raum auf ein Minimum reduzieren will, stellt Zweiphasenkurzschlußläufermotor
Anmelder:
Svenska Ackumulator Aktiebolaget Jungner,
Stockholm
Vertreter:
Dr.-Ing. E. Hoffmann, Patentanwalt,
München 8, Maria-Theresia-Str. 6
Als Erfinder benannt:
Gunnar Söredal, Stockholm
Gunnar Söredal, Stockholm
Beanspruchte Priorität:
Schweden vom 5. Februar 1958 (1074)
die Unterbringung von derartigen Objekten bisher ein schwierig zu lösendes Problem dar.
Es ist daher bereits bekanntgeworden (deutsche Patentschrift 964 886), daß die bei der Rotation des
Servomotors in den Steuerwicklungen induzierte Rotations-EMK durch selektive Gleichrichtung ausgesiebt
und zur Dämpfung einer Eingangsstufe des Verstärkers in zur steuernden Größe entgegengesetzter
Richtung zugeführt wird. Eine solche Schaltung besteht in der einfachsten Ausführungsform aus einer
Brückenschaltung mit der Steuerwicklung und einem in Serie dazu geschalteten Kondensator in einem Ast,
mit einem Widerstand im zweiten Ast und mit einem einen Mittelabgriff aufweisenden Transformator in
Sparschaltung im dritten und vierten Ast. Da Transformatoren — selbst in Sparschaltung — relativ
schwer sind und ferner der Kondensator und der Widerstand, die beide den ganzen Steuerstrom tragen,
leistungsmäßig groß dimensioniert werden müssen, erfordern diese zusätzlichen Schaltungselemente beinahe
dasselbe Volumen und Gewicht eines Tachogenerators, wodurch sich die mit dieser Schaltung
erzielbaren Vorteile stark verringern.
Es ist daher Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Zweiphasenkurzschlußläufermotor zu schaffen, der
gleichzeitig als Tachometergenerator arbeitet und trotzdem einschließlich .schaltungstechnisch notwendiger
Schaltungselemente nur unbedeutend größer und schwerer als ein entsprechender Servomotor der
üblichen Bauart ist.
709 63S/199
Es ist ferner Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Zweiphasenkurzschlußläufermotor zu schaffen, der
gleichzeitig eine bestimmte Tachometerspannung abgibt.
Schließlich ist es Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Zweiphasenkurzschhißläufermotor zu schaffen,
der als Servomotor verwendet, schwingungsfrei stillgesetzt werden kann.
Erfindungsgemäß werden diese Ziele bei einem Zweiphasenkurzschlußläufermotor des eingangs be- ίο
schriebenen bekannten Art dadurch erreicht, daß die Anordnung aus phasenverschiebenden Impedanzen
parallel zur Steuerwicklung oder parallel zu einem Teil der Steuerwicklung geschaltet ist und daß gleichphasig
mit der Steuerwicklung eine zusätzliche Statorwicklung angeordnet ist, die über die Anordnung aus
phasenverschiebenden Impedanzen mit der Steuerwicklung oder mit einem Teil der Steuerwicklung
derart elektrisch gekoppelt ist, daß die über die zusätzliche Wicklung abnehmbare Ausgangsspannung
der Rotationsgeschwindigkeit des Läufers proportional ist.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß die parallel zur Steuerwicklung
oder einem Teil derselben liegende Anordnung aus phasenverschiebenden Impedanzen ein aus Kapazitäten
und ohmschen Widerständen bestehender Stromzweig ist, an den ein Ende der zusätzlichen
Wicklung in Spannungsteilerschaltung angeschlossen ist.
Ferner ist es sehr vorteilhaft, wenn die zusätzliche Ständerwicklung und die Anordnung von phasenverschiebenden
Impedanzen gleiche Frequenzcharakteristik haben.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
F i g. 1 stellt ein Schaltschema eines Ausführungsbeispiels dar;
F i g. 2 zeigt ein Diagramm mit gemessenen Tachometerspannungen, die von dem erfindungsgemäßen
Zweiphasenkurzschlußläufermotor als Funktion seiner Umdrehungszahl abgegeben sind.
In Fig. 1 sind mit 1 und 2 Teile der Steuerwicklung
des Servomotors bezeichnet. Die Wicklung 1 ist an den Klemmen 3 und 4, die Wicklung 2 an den
Klemmen 5 und 6 angeschlossen. Durch Verbinden der Klemmen 4 und 5 können die beiden Steuerwicklungen
1, 2 in Reihe geschaltet werden, wobei der Steuerstrom über die Klemmen 3 und 6 zugeführt
wird. Die beiden Wicklungen können auch parallel zueinander geschaltet werden, indem die Klemmen 3
und 5 bzw. die Klemmen 4 und 6 miteinander verbunden werden. 7 bezeichnet die Arbeitswicklung,
die an den Klemmen 8 und 9 angeschlossen ist und deren Strom elektrisch um 90° gegenüber dem Strom
der Steuerwicklung verschoben ist. Sowohl Arbeitswie auch Steuerwicklungen sind an dem Motorständer
angeordnet, der zweckmäßig mit inwendigen Nuten versehen ist. Innerhalb des Ständers ist ein Läufer 10
gelagert, der mit einer Kurzschlußwicklung versehen ist. An dem Motorständer ist ferner eine Tachometerwicklung
11 angeordnet, die räumlich elektrisch parallel zu der Steuerwicklung 1, 2 liegt. Diese zusätzliche
Wicklung 11 ist auf Grund einer Schaltanord- 6g nung mit der Steuerwicklung verbunden.
In dem in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispiel besteht diese Schaltanordnung aus einem
zwischen den Klemmen 3 und 4 angeordneten Span* nungsteiler, der von einem Kondensator 12 und zwei
in Reihe geschalteten Widerständen 13 und 14 gebildet ist. Dabei ist die eine Seite der Tachometerwicklung
11 am Verbindungspunkt zwischen den beiden Widerständen 13 und 14 angeschlossen. Die
andere Seite der Wicklung ist mit der Klemme 15 verbunden.
Die Wirkungsweise des erfindungsgemäßen Motors ist die folgende: Wenn eine Wechselspannung an die
Klemmen 3 und 4 eventuell in Kombination mit den Klemmen 5 und 6 angeschlossen ist, dann wird in der
Wicklung 11 durch diese Spannung eine Wechselspannung durch Induktionswirkung erzeugt, die dieselbe
Frequenz hat und proportional zu der aufgeprägten Spannung ist. Im allgemeinen Hegt diese
Spannung zeitlich etwas vor der aufgeprägten Spannung. Es wird vorausgesetzt, daß der Spannungsteiler 12 bis 14 so angeordnet ist, daß der Spannungsabfall
am Widerstand 14 ebenso groß ist und ferner in Phase mit der induzierten Spannung der Wicklung
11 liegt. Weiter sei vorausgesetzt, daß diejenige Seite der Wicklung 11, deren Potential dieselbe Phase wie
das Potential im Verbindungspunkt der Widerstände 13 und 14 hat, an diesen Verbindungspunkt angeschlossen
ist. Dann wird bei stillstehendem Motor die Spannung zwischen den Klemmen 3 und 15, unabhängig von der auf die Klemmen 3, 6 aufgeprägten
Steuerspannung, Null.
Für den Betrieb des Motors liegt eine konstante Netzwechselspannung an der Arbeitswicklung zwischen
den Klemmen 8 und 9. Die veränderliche Steuerwechselspannung derselben Frequenz liegt in geeigneter
Schaltweise zwischen den Klemmen 3 und 6 und ist vorzugsweise gegenüber der ersten Spannung 90°
phasenverschoben. Der Motor rotiert dann mit einer Geschwindigkeit, die von der Größe der Steuerspannung
und der Drehmomentbelastung des Läufers 10 abhängt. Sobald der Läufer rotiert, wird in der
Tachometerwicklung 11 eine zusätzliche generatorisch erzeugte EMK induziert, die proportional zu
dem magnetischen Fluß auf Grund des Stromflusses in der Arbeitswicklung und zur Rotationsgeschwindigkeit
des Läufers ist. Da die transformatorisch induzierte Spannung in der Wicklung 11 durch den
Spannungsfall am Widerstand 14 kompensiert ist, erscheint an den Klemmen 3 und 15 nur die generatorisch
induzierte Spannung.
Wenn der erfindungsgemäße Motor in einem Servosystem benutzt wird, ist derselbe mit einem
Steuermechanismus verbunden. Diesem Steuermechanismus wird unter anderem die Tachometerspannung
— eventuell über einen Verstärker und/ oder über phasendrehende Schaltelemente — zugeführt, wodurch die Steuerströme erzeugt und an die
Steuerklemmen 3 bis 6 geleitet werden.
Da die Wicklung 11 an der Eingangsseite des Verstärkers und die Wicklungen 1, 2 an der Ausgangsseite
des Verstärkers angeschlossen sind, besteht die Gefahr von unerwünschten Schwingungen: wenn der
aus den Wicklungen 1 und 11 bestehende Transformator nicht dieselbe Frequenzcharakteristik wie die
des Spannungsteilers 12 bis 14 aufweist, kann dies zur Folge haben, daß bei einer Frequenz die gesamte
Verstärkung im Servokreis, der durch den Transformator 1 bis 11, den Spannungsteiler 12 bis 14 und
den Verstärker gebildet ist, größer als Eins wird, und daß deshalb das System mit dieser Frequenz in
Claims (4)
1. Zweiphasenkurzschlußläufermotor, vorzugsweise Servomotor, mit einer Erregerwicklung
(Bezugsphasenwicklung) und einer gegenüber dieser um 90° elektrisch räumlich versetzten
Steuerwicklung im Motorständer, bei dem über eine Steuerwicklung zugeordnete Anordnung von
phasenverschiebenden Impedanzen während des motorischen Betriebes des Zweiphasenkurzschlußläufermotors
eine der Rotationsgeschwindigkeit des Läufers proportionale, bei stillstehendem Läufer zu Null werdende generatorische
Ausgangsspannung abnehmbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung
aus phasenverschiebenden Impedanzen (12, 13, 14) parallel zur Steuerwicklung (1, 2)
oder parallel zu einem Teil (1) der Steuerwicklung geschaltet ist und daß gleichphasig mit der
Steuerwicklung eine zusätzliche Statorwicklung (11) angeordnet ist, die über die Anordnung aus
phasenverschiebenden Impedanzen mit der Steuerwicklung oder mit einem Teil der Steuerwicklung
derart elektrisch gekoppelt ist, daß die über die zusätzliche Wicklung (11) abnehmbare
Ausgangsspannung der Rotationsgeschwindigkeit des Läufers proportional ist.
2. Motor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die parallel zur Steuerwicklung oder
einem Teil derselben liegende Anordnung aus phasenverschiebenden Impedanzen ein aus Kapazitäten
und ohmschen Widerständen bestehender Stromzweig (12,13, 14) ist, an den ein Ende der
zusätzlichen Wicklung (11) in Spannungsteilerschaltung angeschlossen ist.
3. Motor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung von phasenverschiebenden
Impedanzen ein Transformator ist, an dessen Primärseite die Steuerwicklung (1) oder ein Teil derselben und an dessen Sekundärseite
die zusätzliche Wicklung (11) angeschlossen sind und dessen Wicklungen zum Phasenangleich
mit Impedanzen kombiniert sind.
4. Motor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche
Ständerwicklung (11) und die Anordnung von phasenverschiebenden Impedanzen (12, 13, 14)
gleiche Frequenzcharakteristik haben.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 964 886;
deutsche Patentanmeldung K 5698 VIIb/21c
(bekanntgemacht am 9.12.1954);
britische Patentschrift Nr. 778 461;
Regelungstechnik, 1957, S. 125;
Electronics, Januar 1956, S. 136, 137 und Dezember 1956, S. 155 bis 157.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 638/199 8.67 ® Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE1248153X | 1958-02-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1248153B true DE1248153B (de) | 1967-08-24 |
Family
ID=20422739
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES61486A Pending DE1248153B (de) | 1958-02-05 | 1959-01-26 | Zweiphasenkurzschlusslaeufermotor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1248153B (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE964886C (de) * | 1952-06-05 | 1957-05-29 | Siemens Ag | Daempfungsschaltung fuer ueber Verstaerker mit Gleichspannungseingang gesteuerte Induktionsmotore fuer Regelgeraete |
| GB778461A (en) * | 1954-09-01 | 1957-07-10 | Kollsman Instr Corp | Improvements in or relating to arrangements for induction motors or generators |
-
1959
- 1959-01-26 DE DES61486A patent/DE1248153B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE964886C (de) * | 1952-06-05 | 1957-05-29 | Siemens Ag | Daempfungsschaltung fuer ueber Verstaerker mit Gleichspannungseingang gesteuerte Induktionsmotore fuer Regelgeraete |
| GB778461A (en) * | 1954-09-01 | 1957-07-10 | Kollsman Instr Corp | Improvements in or relating to arrangements for induction motors or generators |
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