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DE1248049B - Verfahren zur Herstellung von Organovinyloxysilanen und -siloxanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Organovinyloxysilanen und -siloxanen

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Publication number
DE1248049B
DE1248049B DER41737A DER0041737A DE1248049B DE 1248049 B DE1248049 B DE 1248049B DE R41737 A DER41737 A DE R41737A DE R0041737 A DER0041737 A DE R0041737A DE 1248049 B DE1248049 B DE 1248049B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mol
triethylamine
zinc chloride
mixture
hours
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER41737A
Other languages
English (en)
Inventor
Andre Rene Marcel Bazouin
Jacques Paul Dunogues
Marcel Joseph Celestin Lefort
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rhone Poulenc SA
Original Assignee
Rhone Poulenc SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rhone Poulenc SA filed Critical Rhone Poulenc SA
Publication of DE1248049B publication Critical patent/DE1248049B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F7/00Compounds containing elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table
    • C07F7/02Silicon compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F7/00Compounds containing elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table
    • C07F7/02Silicon compounds
    • C07F7/08Compounds having one or more C—Si linkages
    • C07F7/18Compounds having one or more C—Si linkages as well as one or more C—O—Si linkages
    • C07F7/1804Compounds having Si-O-C linkages
    • C07F7/1872Preparation; Treatments not provided for in C07F7/20
    • C07F7/188Preparation; Treatments not provided for in C07F7/20 by reactions involving the formation of Si-O linkages

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C07f
Deutsche Kl.: 12 ο - 26/03
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
C 0 7 F
1 248 049
R41737IVb/12o
12. Oktober 1965
24. August 1967
I' 08 +
C07F 7 /
Es ist bekannt, Vinyloxysilane durch Umsetzung von «,/?-äthylenischen Aldehyden oder Ketonen mit Hydrogensilanen in Gegenwart von Chloroplatinsäure herzustellen (A. D. P e t r ο ν und Mitarbeiter, Bull. Soc. Chim. Fr. [1959], S. 1932/1933; idem, Izv. Akad. Nauk [1958], S. 954 bis 963; S. I. S a d y k h - Z a d e und Mitarbeiter, Proceed. Acad. Sei. USSR, 121, S. 523 [1958]; idem, Zhur. Obshchei. Khim., 29, S. 3194 bis 3198 [1959]), wobei die Reaktion durch Addition des Hydrogensilans an der carbonylierten Verbindung nach dem folgenden Schema verläuft:
-CH = CH-C
O
H
+ H— Si ξ
H2PtCL
— CH2 — CH = CH — O — Si -.
Dieses Verfahren ermöglicht, Enoxysilane zu erhalten, doch weist es den Nachteil auf, daß Siliciumverbindungen verwendet werden, deren Herstellung unbequem und demzufolge kostspielig ist. Aus diesem Grund wurde versucht, Enoxysilane aus Organochlorsilanen herzustellen, die bekanntlich die Grundprodukte für die Herstellung von siliciumorganischen Verbindungen sind. Zur Herstellung der Enoxysilane hat man Chlorsilane mit aldehydischen oder ketonischen Verbindungen umgesetzt, die zuvor in Alkaliderivate (C. R. K r u g e r und Mitarbeiter, J. Organom. Chem., 1, S. 476 [1964]) oder Mercuriderivate (A. N. Nesmeyanov und Mitarbeiter, Proceed. Acad. Sei. USSR, 128, S. 785 [1959]) übergeführt wurden.
Diese Zwischenstufe sowie der Umstand der Verwendung von metallischen Derivaten, die häufig schwierig einzusetzen sind, stellen einen schwerwiegenden Nachteil für ein solches Verfahren dar.
Es wurde auch vorgeschlagen, Alkenyloxysilane durch Dehydrokondensation von Aceton mit Triäthylsilan in Gegenwart von Alkalimetallen herzustellen (N. P. Kharitonov und Mitarbeiter, Khim. i Prokt. Primeneme Kremncorg. Soedinii, Nr. 1, S. 217 bis 220 [1958]), doch wurde in der Folge gezeigt, daß das in dieser Reaktion erhaltene Produkt nicht der erwartete enolische gemischte Äther ist (A. N. Nesmeyanov, Proceed. Adad. Sei. USSR, 128, S. 785 [1959]).
Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines vorteilhaften Verfahrens zur Herstellung von siliciumorganischen Verbindungen mit einer oder mehreren Vinyloxysilan- oder substituierten Vinyloxysilangruppierungen.
Verfahren zur Herstellung von
Organovinyloxysilanen und -siloxanen
Anmelder:
Rhöne-Poulenc S. A., Paris
Vertreter:
Dr. F. Zumstein,
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Assmann,
Dipl.-Chem. Dr. R. Koenigsberger
und Dipl.-Phys. R. Holzbauer, Patentanwälte,
München 2, Bräuhausstr. 4
Als Erfinder benannt:
Andre Rene Marcel Bazouin,
Jacques Paul Dunogues, Lyon, Rhone;
Marcel Joseph Celestin Lefort,
Caluire, Rhone (Frankreich)
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 12. Oktober 1964 (991132),
vom 29. Juni 1965 (22 792)
Es wurde nun gefunden, daß man Derivate mit einer oder mehreren Gruppierungen
= C-O-Si^f
die zur Vereinfachung im folgenden Vinyloxysilangruppierungen genannt werden, ausgehend von enolisierbaren Ketonen und Aldehyden, ohne Herstellung von metallischen Zwischenprodukten und Hydrogensilanen herstellen kann.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Organoyinyloxysilanen und -siloxanen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die entsprechenden Organochlorsilane oder -siloxane mit gegebenenfalls inert substituierten Alde-
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hyden oder Ketonen, die eine oder mehrere enoli,sierbare Carbonylgruppen aufweisen, in Gegenwart von Zinkchlorid und eines säurebindenden Mittels umsetzt.
Man kann dieses Verfahren allgemein durch das nachfolgende Schema darstellen, in dem der Aldehyd oder das Keton in ihrer Enolform dargestellt sind, das Symbol R einen einwertigen organischen Rest darstellt, die Symbole R1, R2 und R3 Atome oder einwertige organische Reste darstellen, η einen Wert von 1, 2 oder 3 bedeutet und B das Neutralisationsmittel darstellt:
R2
(R)„SiCl4_B + (4 - n) R3- C = C — OH + (4 - «) B II III
ZnCl,
(R)nSi /— O — C = C — R3X + (4 - η) Β · HCl
R1 R2
IV
Die Symbole R2 und R3 können auch jeweils eine unter den Arbeitsbedingungen nicht reaktive funktioneile Gruppe bedeuten, beispielsweise einen Acylrest oder einen Acyloxyrest.
In Anbetracht des praktischen Interesses betrifft die Erfindung besonders die Reaktion von Chlorsilanen mit Monoaldehyden oder Monoketonen.
Es ist vorteilhaft, mit einem Überschuß an organischer Verbindung zu arbeiten. Dieser Überschuß kann je nach dem physikalischen Zustand dieser Verbindung variieren, er kann größer sein, wenn die organische Verbindung einen relativ niederen Siedepunkt besitzt. Es kann auch zweckmäßig sein, ein inertes organisches Verdünnungsmittel zu verwenden. Hierfür eignen sich lineare Äther und gegebenenfalls halogenierte aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffe.
Als Neutralisationsmittel verwendet man vorzugsweise eine organische Base, besonders tertiäre Arnine, wie Triäthylamin, und die Dialkylaniline.
Die Menge an als Katalysator verwendetem Zinkchlorid kann in ziemlich weiten Grenzen variieren, beispielsweise zwischen 0,1 und 5 g Katalysator je 100 g eingesetzte Siliciumverbindung. Mengen in der Größenordnung von 0,5 bis 2%, bezogen auf das Gewicht der Siliciumverbindung, eignen sich besonders gut.
Vorzugswiese arbeitet man unter Wasserausschluß. Die Reaktionstemperatur kann in ziemlich weiten Grenzen variieren, sie schwankt je nach den vorhandenen Reaktionskomponenten.
Praktisch kann man in folgender Weise verfahren: Man setzt die Siliciumverbindung in Form einer Lösung zu einem Gemisch, das aus der enolisierbaren organischen Verbindung, dem Katalysator, dem Neutralisationsmittel und gegebenenfalls einem Verdünnungsmittel besteht, zu, wobei man bei Zimmertemperatur oder selbst unter Abkühlen arbeitet und gegebenenfalls anschließend erhitzt.
Falls zumindest eine der Reaktionskomponenten einen niedrigeren Siedepunkt als die Reaktionstemperatur besitzt, kann man die Produkte auch in einen Autoklav einbringen und das Ganze auf die zur Reaktion gewählte Temperatur bringen. Die Isolierung der gebildeten Verbindung mit Vinyloxysilangruppierungen kann nach den üblichen Trennmethoden erfolgen.
Wenn die eingesetzte Carbonylverbindung zumindest eine Gruppierung der Formel
die zu
CH-C=C-C=O
:c = c —C = C-OH
enolisierbar ist, aufweist, so erhält man siliciumorganische Verbindungen, die die Gruppierung der Formel
J^c = C-C = C-O —Si^-
enthalten und in der Literatur noch nicht beschrieben sind.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel 1
a) In einen 1-1-Kolben, der mit einem Rührer, einem Kühler, einem Tropftrichter und einer Thermometerhülse ausgestattet ist, bringt man 150 ecm Benzol, 216 g (1,8 Mol) Acetophenon, 202 g (2 Mol) Triäthylamin und 1 g Zinkchlorid ein. Man setzt dann unter Rühren 100 g (0,76 Mol) Dimethyldichlorsilan innerhalb von etwa 15 Minuten zu. Das Reaktionsgemisch wird dann 4 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Nach Abkühlen wird das Triäthylaminhydrochlorid abfiltriert und mit wasserfreiem Benzol gewaschen. Die Destillation der flüssigen Phase ergibt 254,5 g Dimethyl-bis-[l-phenyläthen-(l)-yloxy]-silan; Kp^ = 128 bis 129°C; n%° = 1,5558; Df = 1,0537.
b) Man wiederholt den gleichen Versuch, setzt jedoch kein Zinkchlorid zu. Man isoliert nur 54 g Dimethyl-bis-[l-phenyläthen-(l)-yloxy]-silan.
Beispiel 2
In einen 500-ccm-Kolben, der wie der vom Beispiel 1 auegestattet ist, bringt man 72 g (1 Mol) Butyraldehyd, 50,5 g (0,5 Mol) Triäthylamin und 0,5 g Zinkchlorid ein. Man setzt dann innerhalb von einer Stunde unter Bewegen 54,5 g (0,5 Mol) Trimethylchlorsilan zu und erhitzt das Gemisch 4 Stunden auf 90° C.
Nach Abkühlen und Aufarbeiten wie im Beispiel 1 trennt man 68 g Triäthylamin-hydrochlorid ab und isoliert dann durch Destillation der flüssigen Phase 45 g Buten-(l)-yloxy-trimethylsilan; Kp. = 12O0C; nl° =- 1,4061; Df ■= 0,790.
Beispiel 3
Man ersetzt in dem vorhergehenden Beispiel den Butyraldehyd durch Isobutyraldehyd und isoliert am Ende des Arbeitsgangs 46,5 g Isobuten-(l)-yloxytrimethylsilan; Kp. = 119°C; n%0 ■= 1,4070; Df = 0,792.
Beispiel 4
In eine 500-ccm-Kolben, der wie der vom Beispiel 1 ausgestattet ist, bringt man 58 g (1 Mol) Aceton, 50,5 g (0,5 Mol) Triäthylamin und 0,8 g Zinkchlorid ein. Man setzt dann in 20 Minuten 54,5 g (0,5 Mol) Trimethylchlorsilan zu und erhitzt das Gemisch unter Bewegen 7 Stunden unter Rückfluß.
Man arbeitet dann wie im Beispiel 1 auf und isoliert nach Abtrennung von 64 g gebildetem Triäthylaminhydrochlorid 44,9 g Isopropenyloxy-trimethylsilan; Kp. = 93 bis 94°C; n%° = 1,3961; Df = 0,780.
Beispiel 5
In eine Apparatur, die mit dem im Beispiel 4 beschriebenen identisch ist, bringt man 33 g (0,3 Mol) Cyclohexanon, 41 g (0,4 MoI) Triäthylamin und 0,9 g Zinkchlorid ein. Man setzt dann unter Bewegen 36,2 g (0,3 Mol) Trimethylchlorsilan innerhalb von 10 Minuten zu und erhitzt das Gemisch 30 Minuten unter Rückfluß.
Man arbeitet anschließend, wie zuvor beschrieben, und isoliert durch Destillation 31,2 g Cyclohexen-(l)-yloxy-trimethylsilan; Kp. = 165°C; n%° = 1,4461; Df = 0,882.
Beispiel 6
Man setzt 64,5 g (0,5 Mol) Dimethyldichlorsilan mit einem Gemisch von 100,8 g (1,4 Mol) Isobutyraldehyd und 101 g (1 Mol) Triäthylamin, das 0,5 g Zinkchlorid enthält, um, wobei man die Reaktionstemperatur bei 35 bis 400C hält. Man verdünnt dann das Reaktionsgemisch mit 115 ecm Benzol und arbeitet wie in den vorhergehenden Beispielen auf. Man erhält so 63 g Di-[isobuten-(l)-yloxy]-dimethylsilan; Kp.23 = 83 bis 83,5°C; n2g = 1,4308; Df = 0,8705.
Beispiel 7
In der im Beispiel 1 beschriebenen Apparatur setzt man innerhalb von einer Stunde unter Rühren 65 g (0,25 Mol) l,2-Bis-(methyldichlorsilyl)-äthan, gelöst in 100 g Aceton, zu einer Lösung von 103 g (1,02 Mol) Triäthylamin in 100 g Aceton, die 1 g Zinkchlorid enthält, zu. Man erhitzt anschließend 12 Stunden unter Rückfluß und unter Rühren und isoliert dann, wie es in den vorhergehenden Beispielen angegeben ist, durch Destillation 49,5 g l,2-Bis-{methyl-di-[isopropen-(l)-yloxy]-silyl}-äthan; Kp.04 = 102°C; nsg = 1,4511; Df = 0,963.
Beispiel 8
In einen 1-1-Kolben, der mit den im Beispiel 1 vorgesehenen Hilfsvorrichtungen ausgestattet ist, bringt man 220 g (5 Mol) Acetaldehyd, 252,5 g (2,5 Mol) Triäthylamin und 1,5 g Zinkchlorid ein. Dann setzt man nach und nach unter Rühren 271,2 g (2,5 Mol) Trimethylchlorsilan zu, wobei man das Reaktionsgemisch auf etwa 00C hält. Dieser Arbeitsgang dauert etwa 2 Stunden. Man läßt anschließend das Gemisch sich bis auf Zimmertemperatur wieder erwärmen und läßt es unter Bewegen einige Stunden so stehen.
Das ausgefallene Triäthylamin-hydrochlorid wird ίο dann abfiltriert und mit wasserfreiem Benzol gewaschen. Es wiegt in trockener Form 324 g.
Durch Destillation der flüssigen Phase erhält man 185 g Vinyloxytrimethylsilan; Kp. = 740C; nl° = 1,3892; Df = 0,7759.
Beispiel 9
In einen 1-1-Autoklav bringt man aufeinanderfolgend 100 ecm Benzol, 250 g (2,47 Mol) Triäthylamin, 203 g (2,5 Mol) Aceton, 1,5 g Zinkchlorid und 120,5 g (0,8 Mol) Methyltrichlorsilan ein. Man erhitzt anschließend 14 Stunden unter Aufrechterhaltung einer Reaktionstemperatur von 1100C. Nach Abkühlen wird der Inhalt des Autoklavs wie zuvor angegeben behandelt, und 325 g Triäthylamin-hydrochlorid werden abgetrennt. Durch Destillation isoliert man anschließend 125 g Methyl-tri-(isopropenyloxy)-silan; Kp.19 = 750C; nl° = 1,4267; Df = 0,9285.
Beispiel 10
In die im Beispiel 1 beschriebene Apparatur bringt man 48 g (0,66 Mol) Methyläthylketon, 68 g (0,67 Mol) Triäthylamin, 100 ecm Benzol und 1 g Zinkchlorid ein. Man setzt dann nach und nach unter Bewegen innerhalb von 3 V2 Stunden 72,5 g Trimethylchlorsilan, gelöst in 100 ecm Benzol, zu. Das Gemisch wird anschließend 9 Stunden unter Rückfluß erhitzt und wie im Beispiel 1 aufgearbeitet. Die Destillation der flüssigen Phase liefert 20 g nicht umgesetztes Methyläthylketon und 47 g einer farblosen Flüssigkeit, die bei 117 bis 1180C destilliert und 80°/0 1-Methylpropen-(l)-yloxy-trimethylsilan und 20°/0 1-Äthylvinyloxy-trimethylsilan enthält.
Beispiel 11
In einen 1-1-Autoklav bringt man aufeinanderfolgend 300 ecm Benzol, 102 g (1,01 Mol) Triäthylamin, 2 g Zinkchlorid, 116 g (2 Mol) Aceton und 126,5 g (0,5 Mol) Diphenyldichlorsilan ein. Der Inhalt des Autoklavs wird 24 Stunden auf 1400C erhitzt. Dann trennt man nach Abkühlen durch Filtrieren 118 g Triäthylamin-hydrochlorid ab. Durch Destillation der flüssigen Phase isoliert man 84 g Diphenyldiisopropenyloxysilan; Kp.o 9 = 134 bis 136°C; n!S = 1,5497; Df = 1,085.
Beispiel 12
Man arbeitet wie im Beispiel 11 mit 300 ecm Benzol, 151,5 g (1,5 Mol) Triäthylamin, 0,5 g Zinkchlorid, 144 g (2 Mol) Isobutylaldehyd und 74,7 g (0,5 Mol) Methyltrichlorsilan, wobei man das Gemisch 4 Stunden auf 1400C erhitzt. Nach Abkühlen isoliert man durch Filtrieren 210 g Triäthylamin-hydrochlorid und dann durch Destillation der flüssigen Phase 76 g Tris - [2 - methylpropen - (1) - yloxy] - methylsilan; Kp. = 112,5 bis 113°C; n! D° = 1,4400; Df = 0,9153.
Beispiel 13
Man arbeitet wie im Beispiel 6 mit 101,5 g (0,5 Mol) 1,3-Dichlortetramethyldisiloxan, 101 g (1 Mol) Triäthylamin, 0,376 g Zinkchlorid und 87 g (1,5 Mol) Propionaldehyd, wobei man das Gemisch mit 100 ecm Benzol verdünnt. Man isoliert durch Filtrieren die theoretische Menge Triäthylamin-hydrochlorid und dann durch Destillation der flüssigen Phase 50,5 g l,3-Di-[propen-(l)-yloxy]-tetramethyldisiloxan; Kp.2S = 88 bis 90° C; n2g = 1,4130; Df = 0,9132.
B e i s ρ i e 1 14
In einen 1-1-Autoklav bringt man aufeinanderfolgend 140 g Crotonaldehyd, 210 g Triäthylamin, 250 ecm wasserfreies Benzol, 2 g Zinkchlorid und 217 g Trimethylchlorsilan ein.
Der Autoklav wird 7 Stunden unter Bewegen auf 65 bis 700C erhitzt. Nach Abkühlen wird das Reaktionsgemisch filtriert und der Niederschlag mit 500 ecm Äther gewaschen. Dieser Niederschlag von Triäthylamin-hydrochlorid wiegt trocken 260 g.
Das Filtrat und der Waschäther werden vereinigt und einer Destillation zunächst unter atmosphärischem Druck und dann unter vermindertem Druck unterzogen. Man gewinnt so eine Fraktion, die unter 19 Torr zwischen 37 und 39° C siedet.
Man erhält 217 g Butadien-(l,3)-yloxy-trimethylsilan; Kp.16 = 36°C; Kp.76O = 1310C; n%° = 1,4472; Df = 0,8237.
Beispiel 15
In einen 1-1-Autoklav erhitzt man ein Gemisch aus 110 g Crotonaldehyd, 150 g Triäthylamin, 300 ecm wasserfreiem Benzol, 2 g Zinkchlorid und 87 g Dimethyldichlorsilan 10 Stunden auf 700C.
Nach Abkühlen wird das Reaktionsgemisch wie zuvor beschrieben behandelt. Man erhält einen Niederschlag von Triäthylamin-hydrochlorid, der in trokkenem Zustand 180 g wiegt.
Nach Entfernung der Lösungsmittel durch Destillation bei normalem Druck wird der Rückstand unter 0,4 Torr destilliert. Man erhält die folgenden Fraktionen :
Bis zu 54°C Ig
54 bis 57°C 80 g
57 bis 110°C 21 e
50
Die zweite Fraktion besteht aus Dimethyl-bis-[butadien-(l,3)-yl-(l)-oxy]-silan; n2g = 1,4865; Df = 0,9120.
Beispiel 16
55
Man erhitzt in einem Autoklav ein Gemisch aus 100 g Crotonaldehyd, 152 g Triäthylamin, 250 ecm wasserfreiem Benzol, 50 g Methyltrichlorsilan und 2 g Zinkchlorid 7 Stunden bei 65° C.
Man arbeitet dann wie im vorhergehenden Beispiel und gewinnt 130 g Triäthylamin-hydrochlorid und dann durch Destillation 27 g Methyl - tris - [butadien-(l,3)-yl-(l)-oxy]-silan; Kp.o 3 == 89 bis 920C; n2S = 1,5054; Df = 0,9628.
Beispiel 17
65
In einen 1-1-Autoklav bringt man aufeinanderfolgend 100 g Mesityloxyd, 202 g Triäthylamin, 110 g Trimethylchlorsilan und 2 g Zinkchlorid ein und erhitzt das Gemisch unter Bewegen 8 Stunden bei 1600C.
Nach Abkühlen wird dei Inhalt des Autoklavs wie in den vorhergehenden Beispielen behandelt. Man gewinnt so durch Filtrieren 138 g Triäthylaminhydrochlorid und dann durch Destillation 18 g Mesityloxyd und 117 g einer unter 14 Torr bei 56 bis 58,50C siedenden Fraktion mit folgenden Konstanten: Kp.18 = 620C; H2S = 1,4488; Df = 0,8384.
Die Prüfung dieser Fraktion durch IR-Spektrographie und NMR-Spektrographie zeigt, daß sie aus einem Gemisch in praktisch gleichen Mengenanteilen von 1 - Methylen - 3 - methylbuten - (2) - yloxy - trimethylsilan und !,^Dimethylbutadien-l^-yloxy-trimethylsilan besteht.
Beispiel 18
Man erhitzt in einem 0,5-1-Autoklav ein Gemisch aus 56 g Isobutyliden-aceton, 102 g Triäthylamin, 1 g Zinkchlorid und 54 g Trimethylchlorsilan 5 Stunden bei 150° C.
Nach Abkühlen filtriert man den Niederschlag von Triäthylamin-hydrochlorid, der 68 g wiegt, ab und destilliert den flüssigen Teil. Im Verlauf der Destillation trennt man eine Fraktion von 34 g ab, die unter 14 Torr bei 70 bis 77 0C siedet.
Nach einer erneuten Destillation weist diese Fraktion die folgenden Kennzahlen auf: Kp.14 = 77°C; n%° = 1,4635; Df = 0,842.
Die Prüfung durch IR- und NMR-Spektrographie zeigt, daß das so erhaltene Produkt 96°/0 1,4-Dimethylpentadien-(l ,3)-yloxy-trimethylsilan enthält.
Beispiel 19
In einem 0,5-1-Autoklav erhitzt man unter Bewegen 76 g Citral, 101 g Triäthylamin, 100 ecm Benzol, 2 g Zinkchlorid und 60 g Trimethylchlorsilan 5 Stunden auf 700C.
Man arbeitet anschließend wie in den vorhergehenden Beispielen und trennt durch Destillation 83 g eines farblosen Öls mit folgenden Kennzahlen ab: Kp.0>3 = 73 bis 75°C; n%° = 1,4746; Df = 0,8591.
Die Prüfung dieser Fraktion durch NMR-Spektrographie zeigt, daß sie 86 % 3,7 - Dimethyloctatrien-(l,3,6)-yloxy-trimethylsilan enthält.
Beispiel 20
In einen 1-1-Kolben, der mit einem Rührer, einem Kühler, einem Tropftrichter und einer Thermometerhülse ausgestattet ist, bringt man 54 g 2-Methylpenten-(2)-al, 60 g Triäthylamin, 1 g Zinkchlorid und 150 ecm wasserfreies Benzol ein.
Man setzt dann unter Bewegen 59 g Trimethylchlorsilan innerhalb von 25 Minuten zu, wobei die Temperatur des Reaktionsmediums von 23 auf 310C steigt.
Das Gemisch wird anschließend 8 Stunden auf 65 bis 700C erhitzt. Nach Abkühlen filtriert man den gebildeten Niederschlag ab und wäscht ihn mit 200 ecm wasserfreiem Äther.
Nach Entfernung der Lösungsmittel wird der Rückstand unter 15 Torr destilliert. Man trennt nach ihren Siedepunkten die folgenden Fraktionen:
Bis zu 350C 27 g
35 bis 660C 5 g
66bis69°C 31g

Claims (2)

9 10 Die letzte Fraktion besteht aus 2-Methylpenta- Organochlorsilane oder -siloxane mit gegebenen- dien-(l,3)-yloxy-trimethylsilan; n'g — 1,4588; Df falls inert substituierten Aldehyden oder Ketonen, = 0,8374. die eine oder mehrere enolisierbare Carbonyl- Patentansprüche· gruppen aufweisen, in Gegenwart von Zinkchlorid 5 und eines säurebindenden Mittels umsetzt.
1. Verfahren zur Herstellung von Organovinyl-
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn-
oxysilanen und -siloxanen, dadurch ge- zeichnet, daß man ein inertes organisches Ver-
kennzeichnet, daß man die entsprechenden dünnungsmittel verwendet.
709 638/585 8.67 © Bundesdruckerei Berlin
DER41737A 1964-10-12 1965-10-12 Verfahren zur Herstellung von Organovinyloxysilanen und -siloxanen Pending DE1248049B (de)

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