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DE1246315B - Hydraulische Betaetigungsvorrichtung fuer Gaswechselventile einer Brennkraftmaschine - Google Patents

Hydraulische Betaetigungsvorrichtung fuer Gaswechselventile einer Brennkraftmaschine

Info

Publication number
DE1246315B
DE1246315B DEM57317A DEM0057317A DE1246315B DE 1246315 B DE1246315 B DE 1246315B DE M57317 A DEM57317 A DE M57317A DE M0057317 A DEM0057317 A DE M0057317A DE 1246315 B DE1246315 B DE 1246315B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
valve
piston
plunger
opening
pressure
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM57317A
Other languages
English (en)
Inventor
Isao Omotehara
Takeo Yoshida
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mitsubishi Engineering and Shipbuilding Co Ltd
Original Assignee
Mitsubishi Engineering and Shipbuilding Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Mitsubishi Engineering and Shipbuilding Co Ltd filed Critical Mitsubishi Engineering and Shipbuilding Co Ltd
Publication of DE1246315B publication Critical patent/DE1246315B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L9/00Valve-gear or valve arrangements actuated non-mechanically
    • F01L9/10Valve-gear or valve arrangements actuated non-mechanically by fluid means, e.g. hydraulic

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Valve Device For Special Equipments (AREA)

Description

  • Hydraulische Betätigungsvorrichtung für Gaswechselventile einer Brennkraftmaschine Die Erfindung bezieht sich auf eine hydraulische B-etätIgungsvorrichtung für Gaswechselventile einer Brennkraftmaschine, bei welcher ein am Ventilschaft angebrachter Kolben in einem einen oberen und einen- unteren Arbeitsraum bildenden Zylinder verschi:eblich untergebracht ist, wobei über ein Umsteuerventü und über von diesem zum Zylinder führende Verbindungsleitungen zwecks Auf- und Abverstellung, des Ventils abwechselnd dem oberen und unteren Arbeitsraum Druckmittel zur Beaufschlagung der beiden gegenüberliegenden Kolbenstnrnflächen zugeführt wird.
  • Bei Zweitakt-Dieselmotoren mit Aufladung war es bisher üblich, durch die vom Motor kommenden Auspuffgase eine Abgasturbine zu beaufschlagen, welche ihrerseits ein Gebläse zum Aufladen und Spülen ,der Mö@torenzyhnder antreibt. Bei einem derartigen Motor kann man eine auf das Zylindervolumen bezogene Leistungszunahme sowie eine Abnahme des Kraftstoffverbrauches durch höhere Rufladung erreichen. Bei gegebener Motorleistung bringt deshalb eine höhere Rufladung Volumen- und Gewichtsersparnisse und ebenso eine Herabsetzung der Betriebskosten, was speziell auf dem Gebiet der Dieselmotoren für Landfahrzeuge und Schiffe von Wichtigkeit ist.
  • Eine erhöhte Rufladung bei solchen Brennkraftmaschinen ist in bezug auf die Konstruktion und die Wahl des Werkstoffes der verschiedenen Motorenteile mit vielen Schwierigkeiten verbunden. Insbesondere treten bei der Ventilsteuerung kaum zu überwindende Schwierigkeiten auf. Da Hochleistungsmotoren im allgemeinen höhere Drehzahlen aufweisen, nimmt damit auch die Zeitspanne ab, während welcher die Einlaß- und speziell die Auspuffventile bei einem Arbeitsspiel offengehalten werden können. Um trotz kurzer Aufladezeit eine gleichbleibende Rufladung zu erreichen, muß der Rufladedruck am geöffneten Einlaßventil erhöht werden. Das bedeutet aber eine höhere Belastung des durch eine Abgasturbine angetriebenen Gebläses.
  • Um nun eine größere Menge an Druckluft unter höherem Druck durch Verwendung eines Auspuffgases konstanter Energie in der Abgasturbine zu bekommen, muß das betriebsmäßige Verhalten sowohl der Abgasturbine als auch des Gebläses verbessert werden. Ferner ist es wesentlich, die Energie der aus den Motorenzylindern kommenden Auspuffgase der Abgasturbine mit minimalem Verlust zuzuführen. Abgesehen von konstruktiven Maßnahmen in bezug auf .die Formgebung des Abgaskanals kann dies dadurch erreicht werden, daß die Ventilsteuerung insbesondere auf der Auspuffseite- zweckmäßiger betätigt wird. Die Bedeutung dieser Maßnahme ergibt sich leicht aus dem Umstand, daß das aus dem Motorenzylinder zu Beginn der Öffnung des Auspuffventils entweichende Auspuffgas. den größeren Teil der Energie enthält, welche der. Abgasturbine überhaupt zur Verfügung steht. Um einen derartigen Energieverlust einzuschränken,. muß man deshalb den Durchflußquerschmtt.des Auspuffventils und/oder die Venti-llöffnungsgeschwindigkeit vergrößern bzw. erhöhen.
  • Da bereits mäßig aufgeladene Zweitaktbrenekraftmaschinen Auspuffventile in einer Anzahl aufweisen, daß dadurch der gesamte verfügbare Räum in Anspruch genommen wird, kann . der für die Auspuffventile vorgesehene Raum nur -mit Schwierigkeiten vergrößert werden. Es ist -daher: sehr erwünscht, die Ventilsteuerung so zu verbessern, daß die Öffnungsgeschwindigkeit des Auspuffventils erhöht wird, insbesondere zu Beginn des öffnungsvorganges, wodurch der Energieverlust in dem aus dem betreffenden Motorenzylinder entweichenden Auspuffgas auf ein Mindestmaß herabgesetzt wird: Mechanisch läßt sichdies nicht mehr erreichen, da auf Grund der auftretenden Beanspruchungen der Nockenwelle und der Ventilstößel Grenzen an die Öffnungsgeschwindigkeiten gestellt sind. Man ist deshalb schon seit einiger Zeit bestrebt, hydraulische Steuerungen für Ventile -an Explosionsmotoren zu entwickeln.
  • So sind z. B. relativ einfache hydraulische Steueranlagen mit einem- einzigen Arbeitszylinder vorgeschlagen worden, bei welchen das Öffnen des Ventils durch Druck in den Arbeitszylinder, das Schließen durch eine konventionelle Rückholfeder erreicht wird. Dabei sind spezielle Auslaßöffnungen vorgesehen, um eventuell entstandene Luft- oder Dampfblasen automatisch auszublasen. Solche Öffnungen werden entweder während des ganzen Hubes (deutsche Patentschrift 763372) oder nur während eines kurzen Zeitpunktes bei Maximalhub (deutsche Patentschrift 907 841) freigegeben.
  • Diese Konstruktionen wurden teilweise verbessert bzw. noch weiter auf hydraulische Betätigung umgestellt, indem auch -die mechanische Rückholfeder entfällt und deren Funktionen von der Hydraulik übernommen werden. Solche Konstruktionen werden im allgemeinen dadurch betätigt, daß das unter einem bestimmten gleichbleibenden Höchstdruck stehende Mittel auf die kleinere Einflußfläche des hinsichtlich seiner Bewegungsrichtung zu beeinflussenden Ventilkörpers stetig zur Wirkung gebracht wird, während die größere Einflußfläche des Ventilkörpers, dem Steuerungsakt entsprechend, entweder unter den Einfluß des unter demselben einheitlichen Höchstdruck stehenden Mittels gebracht oder von ihm entlastet wird.
  • Dabei übernimmt das gleichbleibend auf die kleinere Einflußfläche einwirkende Druckmittel die Funktion der Rückholfeder und das pulsartig auf die größere Einflußfläche wirkende Druckmittel die Arbeite- und Steuerfunktion zur Betätigung des Ventils.
  • Auf Grund eines Vorschlages (deutsche Patentschrift 521498) wird die größere und kleinere Einflußfläche durch einen Stufenkolben gebildet; bei neueren Konstruktionen (USA.-Patentschrift 2 962 013, deutsche Patentschrift 700 576) werden dieselben jedoch durch den Ventilschaft selbst-bzw. eine am Ende daran befestigte kolbenartige Verdickung erzeugt. Die größere. Esnflußfläche wird dabei von der Kopffläche des Ventilendes, die kleinere Einflußfläche von der Differenz zwischen Kopffläche und Ventilschaftquerschnitt gebildet. Zur Ausführung der Ventilbetätigung ist vorgeschlagen worden, daß die Arbeite- und Steuerfunktion der Ventile gemeinsam über eine einzige Leitung erfolgt (USA.-Patentschrift 2 962 013) oder dieselbe getrennt mittels zweier verschiedener Medien, einem niedergespannten Steuermittel und einem hochgespannten Arbeitsmittel unter Zwischenschaltung einer Vorsteuerung erfolgen soll (deutsche Patentschrift 700 576).
  • Alle die oben angegebenen Vorrichtungen weisen den Nachteil auf, daß unabhängig von der D.imensionierung der Kolbenquerschnitte und der Wahl der zu verwendenden hydraulischen Drücke die Ventilöffnungs- bzw. Schließzeiten nicht beliebig kurz gemacht werden können, da bei zu kurzen öffnungszeiten auf Grund der großen Ventilgeschwindigkeit die Materialbeanspruchungen beim Aufprallen des Ventils auf die notgedrungenermaßen notwendigen Anschläge in der offenen Position zu groß werden und sich demzufolge Materialverformungen ergeben u. dgl. Es war .deshalb bisher nicht möglich, wie angestrebt, eine rechteckige bzw. trapezförmige Ventilhubkurve mit sehr steilen Flanken zu erhalten. Demzufolge ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung die Schaffung einer verbesserten Ventilbetätigungsvorrichtung, die in der Lage ist, ein für Brennkraftmaschinen verwendetes Ventil mit sehr hoher Geschwindigkeit zu öffnen.
  • Ein weiteres Ziel :der Erfindung ist die Schaffung einer verbesserten Ventilbetätigungsvorrichtung für Brennkraftmaschinen mit hoher Aufladung, welche von sehr einfacher Konstruktion. ist sowie ein geringes Gewicht und geringe Abmessungen hat.
  • Ein spezifischeres Ziel der Erfindung isst die Schaffung einer verbesserten Ventilbetätigungsvorrichtung, die .in, der Lage ist, das Auspuffventil einer Brennkraftmaschine mit hoher Aufladung mit hoher Geschwindigkeit zu öffnen, insbesondere zu Beginn der Zeitspanne, während welcher das Ventil geöffnet ist, wobei es bis zum Ende -dieser Zeitspanne geöffnet gehalten wird.
  • Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer verbesserten Ventilbetätisgungsvorrichtung für Brennkraftmaschinen mit hoher Aufladung, welche einen ruhigen und gleichmäßigen Lauf des Motors gestattet.
  • Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der Kolben -aus einem etwa vom Ventilschaft gebildeten Innen- oder Tauchkolben und einem gleichachsig angeordneten relativ zu demselben längsverschieblich gleitend geführten Außen- oder Hohlkolben zusammengesetzt ist, der beim Öffnen des Ventils zunächst auf einen am Ventilschaft vorgesehenen Anschlag einwirkt, und daß die dem Ventilöffner dienende Arbeitskammer so ausgebildet ist, daß sie das Druckmittel im Sinn einer Ventilöffnung sowohl auf den Tauchkolben als auch auf den Hohlkolben :einwirken läßt, wobei der Zylinder eine Anschlagfläche für den Hohlkolben derart bildet, daß sich dieser nur auf .einem Teil des gesamten öffnungshübes des Ventils zusammen mit dem Tauchkolben, die Antriebskraft auf denselben verstärkend, verstellen kann.
  • Es ist demnach also eine Ventilbetätigungsvorrichtung für Brennkraftmaschinen vorgesehen mit einem Tauchkolben, der mit dem Ventilschaft eines Auspuffventils oder eines Einlaßventils verbunden ist und eine verhältnismäßig kleine, durch ein Druckfluidum beaufschlagte Fläche hat, sowie mit einem Kolben, der in gleicher Achse mit dem Tauchkolben angeordnet ist und dessen von einem Druckfluidum beaufschlagte Fläche kleiner ist als diejenige dies Tauchkolbens, wobei der Hub des Kolbens kleiner ist als derjenige des Tauchkolbens, ferner mit mindestens einer Druckkammer zur Unterbringung des Tauchkolbens und,des Kolbens, einer Quelle für das unter Druck stehende Betriebsfluidum, einer Ventilvorrichtung zur Steuerung der Einführung des unter Druck stehenden Betriebsfluidums aus der erwähnten Quelle in die Druckkammer in übereinstimmung mit dem Betrieb des Motors sowie einer Vorrichtung zur Betät bgungentweder des Kolbens oder des Kolbens und des Tauchkolbens durch- das unter Druck stehende Betriebsfluidum währenddes ersten Teils einer Zeitspanne, in welcher das Ventil geöffnet ist, um dasselbe zu öffnen, während,der Tauchkolben allein nur während des letzten Teils jener Zeitspanne betätigt wird, bis _das Ventil. voll geöffnet ist.
  • Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß der mit dem Hohlkolben zusammenarbeitende Anschlag des Ventilschaftes von einem weiteren Kolben desselben gebildet ist, der in der dem Ventilschließen dienenden Arbeitskammer des Zylinders untergebracht ist und der in an sich bekannter Weise beim Schließhub des Ventiltellers vom Druckmittel beaufschlagt wird, sobald die dem Ventilschließen dienende Arbeitskammer über dieweitere Verbindungsleitung an die Druckmittelquelle angeschlossen und die dem Ventiloffnen dienende Arbeitskammer druckentlastet ist.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, daß Tauchkolben und weiterer Kolben zu einem einzigen Kolben am freien Ende des Schaftes vereinigt sind, wobei beim Öffnen des Ventils auf die freie Stirnseite dieses Kolbens der Hohlkolben und/ oder das Druckmedium einwirkt, und d-aß der Tauchkolben bzw. der Kolben an ihrem oberen Ende - wie an sich bekannt - mit einer Verlängerung in einen Pufferraum und in eine zeitweilig geöffnete Entlüftungsbohrung eingreifen.
  • Die Erfindung wird an Hand der Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen an Ausführungsbeispielen erläutert.
  • F i g. 1 ist ein Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Ventilbetätigungsvorrichtung; F :i g. 2 ist ein Schnitt nach der Linie II-II in Fig.l; F i g. 3 ist ein Schnitt nach der Linie III-III in F i g. 1; F i g. 4 zeigt schematisch eine abgeänderte Anordnung für den Antrieb eines Steuerventils in der Vorrichtung nach Fi g. 1; F i: g. 5 zeigt schematisch einen Teilschnitt in größerer Darstellung von Teilen am oberen Ende einer ersten Druckkammer der Vorrichtung nach F i g. 1; F i g. 6 zeigt, wie ein bei der Vorrichtung nach F i g. 1 verwendetes Ventil geöffnet wird, und zwar zeigt F i g. 6 A das Ventil im Augenblick der Betätigung des Steuerventils, ' F i, g. 6 B das weiter geöffnete Ventil -und F i g. 6C das Ventil nach dem vollendeten öffnungsvorgang; F i g. 7 zeigt, wie das in F i g. 6 dargestellte Ventil geschlossen wird, und zwar zeigt F i g. 7 A das Ventil im Augenblick der Betätigung des Steuerventils, F i g. 7 B das Ventil im Augenblick des Schließens und F i g. 7 C das Ventil nach vollendetem Schließvorgang; F i g. 8 zeigt einen Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Ventilbetätigungsvorrichtung; F i g. 9 zeugt die Ventilhubkurve bzw. die der herkömmlichen Ventilsteuervorrichtungen; F i, g. 10 zeigt die Ventilhubkurve bzw. die Zeit-Durchgangsquerschnitt-Kurve, die bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung zustande kommt.
  • In den F i. g. 1 bis 3 und 5 bis 7 der Zeichnungen ist eine erste Ausführungsform einer Ventilbetätigungsvorrichtung dargestellt, die nach den Lehren der Erfindung gebaut ist. Insbesondere zeigt die F i g. 1 einen Zylindendeckel1 eines hier nicht weiter dargestellten Zweitakt-Diesehnotors mit einer darin eingesetzten Führungsbüchse, 3, in welcher der Ventilschaft 2 eänes Auspuffventils 4 gleitet, das einen innerhalb des Zylinderdeckels 1 befindlichen Abgaskanal 5 mit dem Inneren des' zugehörigen Arbeitszylinders des Dieselmotors in Verbindung setzt bzw. von demselben absperrt. Ein Hydraulikzylinder 6, wie z. B. ein öl!druckzylinder, der auf dem Zylinderdeckel 1 aufgebaut ist, umgibt den Ventilschaft 2 und enthält eine erste sowie ,eine zweite Arbeits- bzw. Druckkammer 7, 8, die übereinander angeordnet und durch eine Zwischenwand 9 voneinander getrennt sind. Die :erste Druckkammer 7 und die zweite Druckkammer 8 sind mit je einer Öffnung 10, 11 versehen, durch welche hindurch das unter Druck stehende Betriebsfluidum in die Druckkammern einströmt bzw. aus denselben ausströmt. In der ersten oder oberen Druckkammer 7 bewegt sich ein Tauchkolben 12; als Fortsetzung des Ventilschaftes 2, mit einer oberen Stirnfläche zur Beaufschlagung mit dem Betriebsfluidum. Diese obere Druckkammer 7 ist oben mit einem zylindrischen hydraulischen Pufferraum 13 von sehr geringem Durchmesser versehen, der mit der Außenluft durch eine senkrechte Entlüftungsbohrung 14 in Verbindung steht.
  • Der Tauchkolben 12 ist an seinem oberen Ende mit einem Ansatz 15 geringen Durchmessers versehen, der in den hydraulischen. Pufferraum 13 hineinpaßt und oben eine nadelförmige Verlängerung 16 trägt.
  • Innerhalb der ersten Druckkammer 7 bewegt sich ein erster Hohlkolben 17, der auch den Tauchkolben 12 gleitend aufnimmt. Dieser erste Kolben 17 hat an seinem oberen Ende eine große Stirnfläche zur Beaufschlagung durch das Druckfluidum sowie mehrere Bohrungen 18 (F i g. 2) für den Durchgang des Fluidums, die sich axial durch den Kolben hindurch erstrecken. Unterhalb des ersten Kolbens 17 und .innerhalb der zweiten Druckkammer 8 befindet sich ein mit dem Ventilschaft 2 uriverschiebbar verbundener zweiter Hohlkolben 19 mit großer Stirnfläche für die Beaufschlagung durch das Fluidum. Dieser zweite Kolben 19 ist durch Anlegen an den Kolben 17 an einer relativen Axialverschiebung verhindert und mit mehmeren putenförmigen Kanälen 20 (F i g. 3) am Außenumfang seines unteren Teils versehen. Zu der zweiten Druckkammer 8 gehört ferner an deren unterem Ende ein Puffer 21 aus irgendeinem geeigneten Werkstoff.
  • Wir, aus der F i g. 1 ferner ersichtlich ist, gehört zu einem als Ganzes mit 22 bezeichneten Steuerventil ein Paar von Kanälen 23 und 24 für das Druckfluidum zum Anschluß an die Öffnungen 10 bzw. 11, wie -es durch .die strichpunktierten Linien schematisch angedeutet ist, ferner ein Einlaßkanal25, der normalerweise an eine Quelle für das unter Druck stehende Betriebsfluidum, wie z. B. einen hier nicht dargestellten Druckölbehälter, angeschlossen ist, um das Betriebsfluidum bzw. Drucköl dem Steuerventil 22-zuzuleiten, während ein Paar von Auslaßkanälen 26 und 27 für das Fluidum normalerweise mit einem hier nicht dargestellten Sammelbehälter -in Verbindung steht, in welchen .das aus dem Steuerventil abströmende Betriebsfluidum gelangt, schließlich ein Kolbenventil 28, das wahlweise den Ein laßkanal25 mit einem der beiden Kanäle 23 und 24 verbindet, während gleichzeitig der andere dieser beiden Kanäle mit dem Auslaßkanal27 bzw. 26 verbunden wird. -Am unteren Ende des Kolbenventils 28 ist eine Rolle 29 drehbar angebracht, welche von einem Nocken 30 auf einer Nockenwelle 31 erfaßt wird, wobei die letztere von einer hier nicht dargestellten Kurbelwelle aus angetrieben wird. Die soweit beschriebene Ventilbetätigungsvorrichtung arbeitet in der folgenden Weise: Im Betrieb treibt eine hier nicht dargestellte Kurbelwelle die Nockenwelle 31 an, mit welcher sich der Nocken 30 :dreht. Diese Drehbewegung des Nockens 30 verursacht eine auf- und abgehende Bewegung des Kolbenventils 28 über die Rolle 29. Es soll angenommen werden., daß sich die Bestandteile in der in F ! g. 1 dargestellten Lage befinden, nämlich das Kolbenventil 28 in seiner unteren Endlage, in welcher der Einlaßkanal25 mit dem Kanal 24 in Verbindung steht, so daß .das Drucköl :durch die Öffnung 11 hindurch in die zweite Druckkammer 8 gelangt. Der auf die untere Stirnfläche des zweiten Kolbens 19 wirkende Öldruck drückt den Teller des Auspuffventils 4 auf :seinen Sitz, wodurch das Ventil ganz geschlossen wird. Andererseits steht der Auslaßkanal 26 des Steuerventils 22 mit dem Kanal 23 in Verbindung, und dieser letztere steht seinerseits über die Öffnung 10 mit der ersten. Druckkammer 7 in Verbindung; mit anderen Worten, :die erste Druckkammer 7 steht mit dem hier nicht -dargestellten Sammelbehälter für das Druckfluidum in Verbindung, wobei der erste Kolben 17 nicht unter Öldruck steht.
  • Nimmt man nun an, daß sich die Nockenwelle 31 aus der in F i g. 1 dargestellten Lage in der Richtung des Pfeils weiterdreht, dann schiebt dabei der Nocken 30 das Kolbenventil 28 aufwärts, wodurch zunächst die beiden Kanäle 23 und 24 abgesperrt und anschließend mit dem Einlaßkanal 25 bzw. mit dem Auslaßkanal 27 verbunden werden. Damit nimmt das Steuerventil 22 die in F.ig. 6A dargestellte Lage ein. Das Drucköl fließt nun durch die Öffnung 10 in die erste Druckkammer 7, während das Öl in der zweiten Druckkammer 8 durch die Öffnung 11 hindurch in den Ölsammelbehälter zurückströmt. Infolge des Öldrucks, der nun sowohl auf den ersten Kolben 17 mit großer Beaufschlagungsfläche als auch auf den Tauchkolben12 mit kleiner Beaufschlagungsflächceinwirkt, beginnt das Ventil 4 bzw. der Ventilschaft 2 mit. der raschen Abwärtsbewegung bei hoher Beschleunigung.
  • Nachdem sich das Ventil 4 nach unten um eine Strecke bewegt hat, die einem bestimmten Bruchteil seines .gesamten Hubes entspricht, in diesem Fall etwa 27°/o desselben, stößt der erste Kolben 17 an die untere Wandung der ersten Druckkammer 7 an, wodurch seine Bewegung -aufhört; das Ventil 4 befindet sich dann in der in F i g. 6 B dargestellten Lage. Nach dem Anhalten des ersten Kolbens? wirkt der Öldruck in der ersten Druckkammer 7 nur noch auf den Tauchkolben 12 ein, :wodurch derselbe -weiter abwärts bewegt wird, mit dem Ergebnis, daß -das Ventil seinen vollen Hub ausführt und ganz geöffnet wird.
  • 1 Es- ist zu beachten, daß während der öffnungsbewegung des Auspuffventils 4,- wie sie soeben beschrieben wurde; der Ventilschaft 2 bereits im ersten Teil der Öffnungsperiode eine hohe Geschwindigkeit hat, weil -der Öldruck sowohl auf den Kolben 17 als auch auf den Tauchkolben 12 einwirkt, also auf die gesamte zu beaufschlagende Fläche. Obwohl also der erste Kolben 17 mit der Bewegung aufhörte, nachdem er sich um :eine Strecke bewegt hatte, die dem Teilhub des Ventils entspricht, und daher der Öldruck nur noch auf den Tauchkolben 12 mit der kleinen Beauf= schlagungsfläche einwirkt, ist doch damit gewährleistet, daß sich der Ventilschaft 2 weiterhin um eine Streck:, bewegt, die dem verbleibenden Ventilhub entspricht, und zwar mit der gleich hohen Geschwindigkeit. Infolgedessen stößt die untere Stirnfläche des zweiten Kolbens 19 an den Puffer 21 an der unteren Wandung der zweiten Druckkammer 8 an. Zu dieser Zeit befindet sich die Ventilbetätngungsvorrichtung in der in F i g. 6 C dargestellten Lage, in welcher das Ventil ganz geöffnet Ist.
  • Gerade-bevor das Ventil seine ganz geöffnete Lage erreicht, löst sich der Ansatz 15 am oberen Ende des Tauchkolbens 12 aus dem Pufferraum 13 am oberen Ende der ersten Druckkammer 7, wodurch zwischen dem freien Ende des Ansatzes 15 und dem Eintritt in den Pufferraum 13 ein winziger ringförmiger Spielraum ä (F i g. 5) gebildet wird, welcher gestattet, daß die in dem Betriebsdrucköl enthaltenen Gase, soweit sich das Öl in der ersten Druckkammer 7 befindet, in den Pufferraum 13 eintreten und aus diesem durch die Entlüftungsbohrung 14 hindurch in die Atmosphäre entweichen. Dabei kann zugleich mit dem Gas Drucköl teilweise aus der ersten Druckkamer 7 in den Pufferraum 13 entweichen, wogegen im lEnbhck auf den Betrieb der Vorrichtung nichts einzuwenden ist, weil das Ventil nun in eine Lage kurz vor der vollen öffnung kommt; dabei ist allerdings Voraussetzung, daß der Spielraum d genügend klein ist.
  • Bei: der weiteren Drehung des Nockens 30 in der Richtung des Pfeils nach F i g. 1 beginnt das Kolbenventil 28 der Steuervorrichtung 22 neuerdings mit der Abwärtsbewegung, wobei der Einlaßkana125 mit dem Kanal 24 und der Auslaßkanal 26 mit dem Kanal 23 in Verbindung gesetzt wird. Demzufolge beginnt das Drucköl in die zweite Druckkammer 8 zu strömen, während das in der ersten Druckkammer 7 befindliche Drucköl in den ölsammelbehälter abzufließen beginnt, wie aus der vorhergehenden Beschreibung ohne weiteres verständlich sein wird. Diese Lage ist in der Fig. 7Adargestellt. Unter diesen Umständen beginnt das Ventil 4 mit dem Schließvorgang unter der Einwirkung des Öldrucks auf den zweiten Kolben 19. Dabei bewegt sich :das Ventil 4 über die in F i g. 7 B damgestellte tage in die Lage nach F i g. 7 C, in welcher sich der Ventilteller auf seinen Sitzt setzt, womit das Ventil ganz geschlossen .ist.
  • Während der oben beschriebenen Schließbewegung des Ventils 4 tritt der Ansatz 15 an dem Tauchkolben 12 .finden Pufferraum 13 :ein, um das Öl durch die Entlüftungsbohrung 14 herauszudrücken, bis der nadelförmige Ansatz 16 völlig in die Bohrung 14 hineinpaßt. Das in dem Pufferraum 13 befindliche Öl kann dann nicht mehr durch den Spielraum zwischen nadelförmigem Ansatz 16 und Ventüentlüftungsbohrung 14 sowie zwischen dem Ansatz 15 und dem Pufferraum 13 :nach außen bzw. in :die erste Druckkamm.er entweichen. Alle Stöße, die beim Aufsetzen des Ventiltellers 4 auf seinem Ventilsitz auftreten könnten,-werden:also durch die richtige Wahl der Abmessungen dieser Spielräume in sehr wirkungsvoller Weise abgedämpft.
  • In der F i g. 8, in welcher die gleichen Bezugszahlen gleiche Teile bezeichnen, ist eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Ventilbetätigungsvorrichtung dargestellt. Der Hauptunterschied zwischen der Anordnung nach F i g. 8 und der vorher beschriebenen Konstruktion nach den F.ig. 1 bis 3 und 5 bis 7 besteht darin, daß an Stelle eines besonderen Tauchkolbens und eines zweiten Kolbens der Ventilschaft 2 eines Auspuffventils 4 mit einer Verlängerung 50 versehen ist, die einen Tauchkolben sowie .einen ein Ganzes mit demselben bildenden zweiten Kolben abgibt. Ferner ist der erste Kolben 5.1 mit mehreren Kanälen 52 für :das Fluidum versehen, die durch den Kolben hindurchgehen und in eine erste Druckkammer 7 ausmünden. Ein Kanal bzw. Kanäle 53 für das Fluidum erstrecken sich abwärts durch den Kolben hindurch, um die obere Stirnfläche des Tauchkolbens 50 mit dem unter Druck stehenden Betriebsfluidum bzw. mit Drucköl zu beaufschlagen. Wie i111 dem vorhergehenden Fall ist auch hier der erste Kolben 51 oben mit einem Ansatz 54 einschließlich eines nadelförmigen Stiftes an dessen oberem Ende versehen. In anderer Hinsicht -sind beide Ausführungsformen im wesentlichen gleich und bedürfen daher keiner weiteren Beschreibung.
  • Die Anordnung nach F i g. 8 arbeitet im wesentlichen in der gleichen Weise wie die vorher beschriebene Konstruktion nach den F i g. 1 bis 3 und 5 bis 7. Kurzum, da ein Steuerventil, wie es vorher beschrieben wurde, Drucköl in die Öffnung 10 einführt, gelangt :ein Teil des eingeführten Öls durch die Kanäle 52 in die erste Druckkammer 7, um en ersten Kolben 51 abwärts zu bewegen. Gleichzeitig gelangt der verbleibende Teil des Öls durch den Kanal 53 hindurch auf die obere Stirnfläche des Tauchkolbens 50, um denselben abwärts zu bewegen. Infolge .des resultierenden Schubes auf den ersten Kolben 51 und den Tauchkolben 50 beginnt das Ventil 4 sich rasch zu öffnen. Dann hört der erste Kolben 51 mit seiner Bewegung auf, und das Drucköl wirkt nur noch auf den Tauchkolben 50 ein., um das Ventil weiterhin mit dessen hoher Geschwindigkeit zu bewegen, bis das Ventil ganz geöffnet ist: Da ferner das Steuerventil so betätigt wird, daß eine Öffnung 11 mit einer hier nicht dargestellten Quelle für Drucköl verbunden wird, tritt das letztere in eine zweite Druckkammer 8 ein, um auf den Tauchkolben 50 einen aufwärts gerichteten Schub auszuüben, wodurch .das Ventil geschlossen wird.
  • Wie bei der vorhergehenden Ausführungsform ist es auch hier ohne weiteres verständlich, daß der Ansatz 54 und der nadelförmige Stift 55 in wirksamer Weise während der Öffnungsbewegung des Ventils für die Entgasung des Betriebsöls. innerhalb der ersten Druckkammer 7 sowie während der Schließbewegung des Ventils für das sanfte Aufsetzen des Ventiltellers 4 auf seinen Ventilsitz sorgen.
  • Es ist klar, daß die Konstruktion nach F i g. 8 in verschiedener Weise abgeändert werden kann, ohne vom Geist der Erfindung abzuweichen oder sich aus dem Erfindungsbereich zu entfernen. Beispielsweise kann an die Stelle des Kanals 53 in dem ersten Kolben 51 in einer Seitenwandung eines Hydraulikzylinders eine Bohrung 56 vorgesehen werden, die in F i g. 8 in, gestrichelten Linien angedeutet ist, und zwar in einer solchen Höhe, daß das Drucköl auf die obere Stirnfläche des Tauchkolbens 50 gerade nach Vollendung des Hubes des ersten Kolbens gelangt. In. diesem Fall wird, da das Drucköl durch die öffnung 10 hindurch in die erste Druckkammer 7 gelangt, bei Öffnen des Ventils nur der erste Kolben 51 mit der großen Beaufschlagungsfläche betätigt, um den Tauchkolben 50 abwärts zu bewegen und dadurch das Ventil 4 mit hoher Geschwindigkeit zu öffnen, worauf der Kolben 51 angehalten wird. Nach dem Abstoppen des ersten Kolbens 51 wird durch die Bohrung 56 hindurch die kleine Stirnfläche des Tauchkolbens 50 mit Drucköl beaufschlagt bis das Ventil 4 ganz geöffnet ist; hierbei wird die anfänglich erteilte hohe Öffnungsgeschwindigkeit aufrechterhalten.
  • Aus dem Vorstehenden geht also hervor, daß die erfindungsgemäße Ventilbetätigungsvorrichtung in der Weise arbeitet, daß sie das zugehörige Ventil so öffnet, daß im ersten Teil der Ventilöffnungsperiode ein unter hohem Druck stehendes Betriebsfluidum entweder auf einen Kolben wirkt, dessen Beaufschlagungsfläche groß ist, der Hub aber sehr . viel kleiner als der Hub des Ventils, oder sowohl auf den Kolben als auch auf einen Tauchkolben von kleinerer Beaufschlagungsfläche als der Kolben zwecks Bewegung derselben mit hoher Geschwindigkeit, worauf der Kolben mit der großen Beaufschlägungsfläche seine Bewegung einstellt und das unter hohem Druck stehende Fluidum nur noch auf den Tauchkolben mit der kleineren Beaufschlagungsfläche .einwirkt, bis das Ventil bei der gleichen hohen öffnungsgeschwindigkeit ganz geöffnet worden ist. Infolgedessen bekommt die Ventilhubkurve eine rechteckige Form; mit anderen Worten, das Ventil hat dann eine Zeit-Durchgangsquerschnitt-Kennlinie, wie sie die Fi g. 10 zeigt, im Vergleich zur Kennlinie einer herkömmlichen Steuervorrichtung (F i g. 9). Es ist leicht zu verstehen, daß bei einer solchen Kennlinie von rechteckiger Form die Abgase aus dem betreffenden Zylinder z. B. der Abgasturbine in der erforderlichen Menge mit einem Mindestmaß an Energieverlust 'zugeführt werden. Auch dadurch, daß man den Hub des Kolbens mit der großen Beaufschlagungsfläche so klein wie möglich macht, kann die Menge des unter hohem Druck stehenden Betriebsfluidums zur Betätigung des Ventils stark herabgesetzt werden im Vergleich zu den üblichen Ventilsteuerungen einer solchen Bauart, unter der Annahme, daß das Ventil mit der gleichen Geschwindigkeit betätigt wird. Beispielsweise ergaben die Berechnungen bei Zweitakt-Schiffsdieselmotoren, daß die üblichen hydraulischen Ventilsteuerungen einer Bauart mit Geber- und Nehmerkolben 10 bis 20% der Motorenleistung erforderten, um die Menge an unter hohem Druck stehendem Betriebsfluidum bereitzustellen, welche notwendig ist, um dem zugehörigen Ventil die gewünschte hohe Öffnungsgeschwindigkeit 'zu verleihen, wohingegen die erfindungsgemäße Vorrichtung dazu nur etwa 3 °/o der Motorenleistung verbraucht.
  • Dem Vorstehenden ist weiterhin leicht zu entnehmen, daß man mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine Ventilsteuerung von sehr einfacher Konstruktion, gedrungener Bauart, kleiner Größe und geringen Gewichts bekommt im Vergleich mit den üblichen mechanischen Ventilsteuerungen von im wesentlichen dem gleichen Betriebsverhalten.
  • Es entfällt beim Gegenstand der Erfindung die Notwendigkeit einer Ventilfeder, wodurch Geräusche infolge der Resonanz solcher Federn und Brüche derselben vermieden werden. Infolge des Fehlens von Ventilfedern kommen verschiedene Teile der Ventilsteuerung überhaupt nicht zu einer stoßweisen Berührung miteinander, wie es bei den mechanischen Ventilsteuerungen der Fall ist. Die Erfindung ist also auch insofern vorteilhaft, als damit ausgestattete Brennkraftmaschinen ruhig und gleichmäßig arbeiten. Dieser Vorzug wird durch den Einbau der vorher beschriebenen hydraulischen Puffer noch erhöht.
  • Die Erfindung ist ebenfalls anwendbar auf Brennkraftmaschinen mit Umsteuerung, wobei auf der von der Kurbelwelle aus angetriebenen Nockenwelle zwei
    zueinander versetzte Nocken angebracht sind, die: je
    nach der gewünschten Drehrichtung durch axiales
    Verschieben der Nockenwelle in Tätigkeit treten,
    :;pie $escliZeibung.ciex-.vorlxegenden Erfindung er-
    streckte sich- vorwiegend -auLdie Steuerung der, Aus-
    Puffventile von-$rennkxaftmaschinenx jedoch-ist die
    Erfinduilg...ebensogut- auf -deren= -Einlaßventile und
    sonstige Ventile aawendbar:!..
    ..Durch die.Beschxeibung gewisser Ausführungsfgr-
    men r-selb enin der ErErfindung keiner Weise sollte .eingeschränkt de r.Erfindtlrigsbexei werden; chde viel-
    mehr sind zahlreiche Änderungen it.den-Ein2elheiten
    der _KonstruktxQn,. Amr dnung" und -Kömbinationen
    von Teilen denkbar,- ohne- vom Geist' der- Erfindung
    abzuweichen oder, sict. aus: .dem.: firfindungsbereich
    zu entfernen: $eispielsweis.e kann; wie` es -die-Fig.4
    zeigt,, das Stengrvntil;22 anstatt durch einen Nocken
    auch durch ein Solenoid bzw: eine .Magnetspule 32

Claims (1)

  1. -hateritanspriiche: ` 1..Hydraulische'Betätigungsvorrichtung für die Gaswechselventile einer- Brennkraftmaschine, bei welcher ein am, VenfiIschaft angebrachter Kolben in .einem .einen oberen .und:einen untären.Arbeits- raumbildenden Zylinder -verschidblich-- ünteFge- bracht ist" wobei über - ein ; Umsteuerventil- und übex von diesein:züm Zylinder führende Verbin- dungsleitungen zwecks Auf". und Abverstellung des .Ventils abwechselnd dem oberen< und unteren Arbeitsraum Druckmittel Azur Beanfschlagüng- der beiden. gegenüberliegenden,Kolbenstirnfiächen zu- geführt. wird, ,d.adux.ch gekerinze"ichnet, daß der .,Kolben aus::-emem -etwa vorm- -@Ventil- achaft gebildeten Innen-- oder Tauchkolben (12) und einem gleichachsig angeordneten relativ -zu demselben-längsverschieblich gleitend geführten Außen- oder- Hohlkolben (17) zusammengesetzt' ist, der beim Öffnen des- Ventils zunächst auf einen am Ventilschaft vorgesehenen Anschlag- (19) einwirkt, und daß die dem: Ventilöffnen die- nende Arbeitskammer (7) so .ausgebildet ist, daß sie das Druckmittel im .Sinn einer Ventilöffnung: sowohl auf den.Taucbkolben__(12) als auch auf den Hohlkolben (17) ein`virken läßt,- wobei der, Zylinder eine Anschlagfläche für -den Hohlkolben
    (17) derart bildet, daß sich dieser nur auf einem Teil des gesamten Öffnungshubes des Ventils zu- sammen mit dem.Tauchkolben(12); die Antriebs- . kräft auf denselben.. verstärkend,. verstellen kann. 2.. Betätigungsvorrichtung :nach Ansprach 1, ' dadurch gekennzeichnet, daß@ der mit. dem Hohl- kolben (17). zusammenarbeitende Anschlag des . - Ventilschaftes von. einem weiteren Kolben (19) desselben-gebildet-ist, der in der. dem Ventil- schließen dienenden Arbeitskamer (8).:des Zylin- ders, (6) untergebracht= ist und der in -an'sich be- kannter Weise beim. Schließhub des Ventiltellers - vöm. Drtickfittel beaufschlagt wird,-sobald die dem Ventilschließen-dienende Arbeitskammer (8) über die weitere Verbindungsleitung (24) ' an die Druckmittelquelle. angeschlossen .-und-::die dem Ventilöffnen (7) ist, : : . . - 3. Betätigungsvorrichtung :,nach: Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Tauch- Kolben (12) sich durch eine mittige Bohrung-des- Hohlkolbens (17) erstreckt. - - ' 4. Betätigungsvorrichtung .nach Anspruch 1 .und 2, dädureh gekennzeichnet, daß Tauchkolben und weiterer Kolben- zu= einem einzigen Kolben (50). am freien: Ende des: Schaftes (2) vereinigt sind, wobei beim. Öffnen des Ventils auf die freie Stirnseite dieses.-Kolbens (50) der Hohlkolben (51) und/oder das Druckmedium einwirkt. 5. Betätigungsvorrichtung nach- einem der An- sprüche 1, bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Tauchkolben (12) bzw. der- Kolben (51) an ihrem oberen Ende - wie an :sich bekannt - mit einer Verlängerung .(15, 16 bzW. 54): in einen Puffer- raum (13) und in eine zeitweilig.geöffnete Ent= lüftungabohrung (14).. eingreifen. - - 6. Betätigungsvorrichtung -nach einem der An- sprüche .1. bis 5, dadurch. gekennzeichnet, daß sich der Schaft bzw., der. weitere Kolben (19) des- selben am Ende des Öffnungshubes des Ventils auf einen Puffer (21) des Gehäuses, aufsetzt: In. Betracht gezogene-Druckschriften: . Deutsche.Patentschriften Nr. 521_ 498, 581476, 700576,763372,907841; . USA.-Patentschrift. Nr. -2 962 013..
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