DE19544473A1 - Mechanisch-hydraulisch arbeitende Steuerung für Gaswechselventile - Google Patents
Mechanisch-hydraulisch arbeitende Steuerung für GaswechselventileInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine mechanisch-hydrau
lisch arbeitende Steuerung für Gaswechselventile gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Zur Steuerung von Gaswechselventilen wurden bisher im
wesentlichen Nockenwellen verwendet. Diese lassen je
doch keine variablen Steuerzeiten zu. Frei ansteuer
bare Ventilsteuerungen haben meist einen großen Ener
giebedarf oder aber prinzipbedingte Nachteile. Den ge
ringsten Energiebedarf haben Systeme nach dem Prinzip
des Feder-Masse-Schwingers. Hier sind prinzipiell
gleichwirkend vor allem elektromagnetische (DE 30 24
109 A1) aber auch hydraulische (DE 38 36 725 C1)
Steuerungen bekannt.
Ein Gaswechselventil ist auch in der deutschen Patent
schrift Nr. 1 258 184 beschrieben. Hierbei handelt es
sich um ein Ventil für eine Steuerung nach dem Feder-
Masse-Prinzip für Brennkraftmaschinen, bei dem in der
Nähe einer die Befestigungselemente für den Federtel
ler aufnehmenden Ringnut des Ventilschaftes zwischen
dieser Ringnut und dem Ventilkopf ein Schaftteil mit
gegenüber dem normalen Durchmesser des Schaftes ver
ringertem Durchmesser und einer axialen Länge vorgese
hen ist, die größer als die axiale Länge der Ringnut
ist, wobei der Übergang vom kleinsten Querschnitt des
Schaftes durch eine Hohlkehle ausgerundet ist und der
Radius der Hohlkehle wesentlich größer ist als die
halbe Differenz zwischen dem normalen Durchmesser und
dem verringerten Durchmesser.
Zweck dieser Ausgestaltung ist lediglich, daß die Ge
fahr von Brüchen durch die Befestigungselemente für
die den Federteller aufnehmende Ringnut verringert
wird. Die Kombination einer hydraulisch-mechanischen
Steuerung, insbesondere eine variable Steuerung, für
dieses Ventil ist in dieser Schrift nicht offenbart.
Weiterhin ist aus der DE 39 11 495 C1 eine hydrauli
sche-mechanische Ventilbetätigungseinheit für Kolben
maschinen bekannt, bei der sowohl der Schließvorgang
als auch der Öffnungsvorgang hydraulisch gesteuert
wird, wobei das Ventil in Verbindung mit Federn in
beide Betätigungsrichtungen vorgespannt ist.
Bei elektromagnetisch gesteuerten Schwingern liegt die
unbetätigte Ruhelage bei halbem Ventilhub, so daß das
Hochschwingen aus der Ruhelage großbauende Magnete be
dingt. Ein weiterer ursächlich dadurch bedingter Nach
teil ist die den Ablauf der Verbrennung beeinträchti
gende Notwendigkeit von tiefen Ventiltaschen im Kol
ben, die auch wegen einer nicht auszuschließenden
Fehlfunktion vorhanden sein müssen.
Wegen des erhöhten Energiebedarfs beim öffnen der Aus
laßventile verursacht durch die zusätzlich notwendige
Aufstoßkraft gegen den noch im Brennraum vorhandenen
Druck, wurden bisher nur Einlaßventile elektromagne
tisch betätigt. Bei direkt betätigten Ventilen stößt
der Elektromagnet bei dem begrenzt vorhandenen Bauraum
hier an seine Grenzen. Um die hohen Endlagenauftreff
geschwindigkeiten, die sich durch die physikalisch be
dingte Kraft-Weg-Kennlinie der Magnete ergeben, zu be
grenzen, sind weitere Maßnahmen notwendig. Eine prak
tisch verwendbare Lösung, die im Ventiltrieb auftre
tenden Längenänderungen auszugleichen, wurde bisher
nicht angegeben, bzw. die angegebenen Lösungen sind
sehr aufwendig, nachteilig oder nicht darstellbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Stell
einrichtung der eingangs erwähnten Art weiterzubilden
und zwar insbesondere derart, daß kein Ventilspielaus
gleich erforderlich wird. Außerdem soll eine hydrauli
sche Koppelung gegeben sein, d. h., daß das Ventil
stets in die Ausgangsstellung zurückkehrt und daß es
bei Fehlfunktionen noch funktioniert und in diesem
Falle in die Ausgangsstellung zurückkehrt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im kenn
zeichnenden Teil von Anspruch 1 genannten Merkmale ge
löst.
Bei der erfindungsgemäßen Steuerung liegt der Vorteil
darin, daß die Gaswechselventile in unbetätigter Ruhe
lage geschlossen und damit tiefe Ventiltaschen im Kol
ben nicht notwendig sind. Ferner laufen alle Fang- und
Haltevorgänge der Ventile selbststeuernd ab.
Weitere Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung
sind der, vor allem in vertikaler Richtung, geringe
notwendige Bauraum und die Verwendbarkeit für belie
bige Laststeuerverfahren. So können Phase und Öff
nungsdauer der Gaswechselventile verändert bzw. be
liebig festgelegt werden. Möglich sind auch z. B. eine
Ventil- und Zylinderabschaltung, wobei Zeitpunkt und
Folge frei wählbar sind.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestal
tungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteran
sprüchen und aus dem nachfolgend anhand der Zeichnung
beschriebenen Ausführungsbeispiel.
Es zeigt:
Fig. 1 einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Steu
erungsvorrichtung in vergrößertem Maßstab;
Fig. 2 einen Hydraulikkreislauf mit Steuerkolben,
Schaltventil und Steuerwelle der erfindungs
gemäßen Steuerung mit einem Teilschnitt durch
die Steuerwelle mit Gehäuse nach der Linie
II-II der Fig. 3;
Fig. 3 einen Schnitt III-III nach der Fig. 2 durch
die Steuerwelle mit Gehäuse;
Fig. 4 einen Schnitt IV-IV nach der Fig. 3.
Die in Fig. 1 dargestellte Steuerung ist in einigen
Details von bekannter Bauart, weshalb nur die für die
Erfindung wesentlichen Teile beschrieben werden.
Die Steuerung weist einen Zylinderkopf 1 mit einem
Ventilsitzring 2 und einer Ventilführung 3 auf. Ein
Gaswechselventil 4 ist in geschlossenem Zustand dar
gestellt und weist einen mit Ventilkegelstücken 6 be
festigten Federteller 7 auf, sowie Kurvenbahnen 32 mit
schrägen Rampen 33, die im oberen Schaftteil eingear
beitet sind. Auf dem Gaswechselventil 4 ist ein oberer
Federteller mit einem Steuerkolben 8 angeordnet, der
wiederum in einem Steuerkolbengehäuse 9 geführt wird
und in denen sich, wie nachfolgend noch näher erläu
tert, die notwendigen Steuerkanäle und Verbindungslei
tungen befinden. Ein Federsystem greift über die Fe
derteller 7 und 8 an und weist eine untere Druckfeder
10 und eine obere Druckfeder 11 auf. Die Druckfeder
10, Ventilfeder genannt, übt auf das Gaswechselventil
4 eine Kraft in Schließrichtung aus, während die
Druckfeder 11 derart angeordnet ist, daß sie auf das
Gaswechselventil 4 eine Kraft in Öffnungsrichtung aus
übt.
Auf einer Fläche des Zylinderkopfes 1, die senkrecht
zur Achse des Gaswechselventils 4 verläuft, sind sich
gegenüberliegend Zylinder 12 und 13 befestigt. Der
Zylinder 12 ist für die Schließstellung, der Zylinder
13 für die Offenstellung des Gaswechselventils 4 vor
gesehen.
In Fig. 2 ist eine Steuerwelle 16 in einem Gehäuse 15
zusammen mit dem oberen Bereich der in der Fig. 1 dar
gestellten Vorrichtung in Wirkverbindung dargestellt.
Die Steuerwelle 16 dreht sich von der Kurbelwelle an
getrieben, synchron zu dieser, z. B. 1 : 2 untersetzt. In
der Steuerwelle 16 befindet sich ein Ölraum 19 und
eine radiale Bohrung 20, deren Winkellage einer Stel
lung des Motorkolbens z. B. in Zylinder 1 zugeordnet
ist. Am Umfang der Steuerwelle 16 sind über einen be
nötigten Winkelbereich Nuten 21 im Gehäuse 15 einge
bracht, wobei eine Bohrung 20a die Nut mit dem jeweils
zugeordneten Motorzylinder bzw. Gaswechselventil 4
verbindet. Des weiteren ist ein elektromagnetisch be
tätigtes Schaltventil 17 dargestellt, das über eine
Hydraulikleitung 18 eine Verbindung zu einer nicht
dargestellten Druckquelle und zwischen der Leitung 18
und einem Tank T herstellt.
In einer weiteren Ebene sind, wie im Schnitt in Fig. 4
dargestellt, in anderer Winkellage weitere Segmente 31
angeordnet. Die von den Segmenten 31 abgehenden Boh
rungen stellen eine Verbindung mit dem Tank T eines
z. B. schon im Fahrzeug vorhandenen Hydraulikkreislaufs
her.
Die Funktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird im
Folgenden anhand eines Arbeitsspieles erläutert.
In Ruhelage des Feder-Masse-Systems, das durch die
Druckfedern 10 und 11, den Federtellern 7 und 8, den
Ventilkegelstücken 6 und dem Gaswechselventil 4 ge
bildet wird, ist das Gaswechselventil 4 geschlossen
und das elektromagnetisch betätigte Schaltventil 17
ist entregt, d. h. der Zufluß aus der nicht dargestell
ten Druckquelle ist gesperrt, sowie die Verbindungs
leitung 18 mit dem Tank T verbunden und damit druck
los. Eine Druckfeder im Zylinder 12 drückt über den
Kolben ein Wälzlager 14, das an der Kolbenstange be
festigt ist, gegen eine der Rampen 33 im Gaswechsel
ventil 4 und eine dadurch erzeugte Kraft in Schließ
richtung hält das Gaswechselventil 4 gegen die Kraft
der Feder 11 geschlossen. Längenänderungen zwischen
Zylinderkopf 1 und Gaswechselventil 4 werden dadurch
ausgeglichen, daß das an der Kolbenstange des Zylinder
12 befestigte Wälzlager 14 immer so tief in die Rampe
33 der Kurvenbahn 32 einfährt, daß das Gaswechselven
til 4 am Ventilsitzring 2 zur Anlage kommt.
Weiter preßt eine Druckfeder im Zylinder 13 den da zu
gehörenden Kolben an seinen inneren Anschlag, während
gleichzeitig das an der dazugehörigen Kolbenstange
befestigte Wälzlager 14 am Schaft vom Gaswechselventil
4 anliegt.
Der Öffnungsvorgang für das Gaswechselventil 4, das
sich z. B. im Motorzylinder 1 befindet, kann nur einge
leitet werden, wenn die Bohrung 20 in der Schaltwelle
16 das Segment 21, das eine Verbindung mit dem Motor
zylinder 1 herstellt, überfährt, d. h. daß das Schalt
ventil 17, während die Bohrung 20 das Segment 21 über
fährt, zu beliebiger Zeit geschaltet werden kann und
damit die Öffnung des Gaswechselventils 4 einleitet.
Dazu wird das Schaltventil 17 erregt, so daß das
Druckmedium von der Druckquelle durch das Schaltventil
17 und die Leitung 18 in den Druckraum 19 gelangt und
von der Bohrung 20, das Segment 21 und den Leitungen
20a und 22 weiter über die Ringkanäle 24 und 25 und
eine Leitung 26 in den Druckraum des Zylinder 12. Die
Verbindung zwischen den Ringkanälen 24 und 25 und der
Leitung 26 ist aus übersichtlichkeitsgründen nur ge
strichelt dargestellt. Gleiches gilt für die Verbin
dung zwischen der Leitung 22 und den Ringkanälen 24
und 25. Der Kolben von Zylinder 12 wird dadurch an
seinen inneren Anschlag gefahren (in der Zeichnung
nach rechts) und das Wälzlager 14 gibt die Rampe 33 am
Gaswechselventil 4 frei und dieses setzt sich durch
die höhere Federkraft von der Feder 11 gegenüber der
Feder 10 in Öffnungsrichtung in Bewegung. Die Leitung
23 ist zu dieser Zeit gesperrt. Sie wird erst geöff
net, wenn Steuerkanten am Gaswechselventil 4 bzw. dem
als Steuerkolben 8 ausgebildeten Federteller und dem
diesen umgebenden Steuerkolbengehäuse 9 - in Abhängig
keit von der Stellung des Gaswechselventils 4 - zusam
menwirken.
Hat die obere Steuerkante von Ringraum 25 die untere
Steuerkante von Ringraum 24 erreicht, wird die Ver
bindung zwischen den Leitungen 22 und 26 unterbrochen
und damit der Druckraum im Zylinder 12 abgesperrt,
d. h. der Kolben von Zylinder 12 wird an seinem inneren
Anschlag festgehalten.
Nach einem weiteren Hubweg öffnet die untere Steuer
kante eines Ringraums 29 einen Durchgang zu einem
Ringraum 28 und damit eine Verbindung von Druckraum 19
über die Leitungen 20a, 23 und 27 bis zum Druckraum
von Zylinder 13. Über das immer noch erregte Schalt
ventil 17 wird der Kolben von Zylinder 13 druckbeauf
schlagt und das Wälzlager 14 an den Schaft von Gas
wechselventil 4 gepreßt. Nach Erreichen der Offenstel
lung kann nun das Wälzlager 14 soweit in die Rampe 33
am Gaswechselventil 4 einfahren, daß einerseits das
Gaswechselventil 4 sicher gehalten wird und anderer
seits der Kolben an seinem äußeren Anschlag anliegt.
Der Beginn des gewünschten Schließhubes des Gaswech
selventils 4 wird durch Entregen von Schaltventil 17
eingeleitet, das die Verbindung vom Druckraum des
Zylinders 13 über die Leitung 27, den Ringräumen 28
und 29 und weiter über die Leitungen 23 und 20a, das
Segment 21, die Bohrung 20, den Druckraum 19 und die
Verbindungsleitung 18 in den Tank T herstellt. Dadurch
kann die Druckfeder in dem Zylinder 13 den Kolben an
seinen inneren Anschlag (in der Zeichnung nach links)
schieben, wodurch gleichzeitig das Wälzlager 14 aus
dem Rampe 33 aus fährt und sich damit das Gaswechsel
ventil 4 in Schließrichtung in Bewegung setzt.
Erreicht die obere Steuerkante von Ringraum 25 die
obere Steuerkante von Ringraum 24 wird der eingesperr
te Druck von dem Zylinder 12 über die Leitungen 26 und
22 und weiter wie bekannt in den Tank T entlastet. Da
durch kann die Feder in Zylinder 12 den Kolben und
damit das Wälzlager 14 nach Erreichen des notwendigen
Hubes in die Rampe drücken. Das Gaswechselventil 4
schließt und die Ausgangslage ist wieder erreicht.
Hat sich die Schaltwelle 16 bis zum spätestmöglichen
Zeitpunkt für den Beginn des Schließhubes von Gas
wechselventil 4 weitergedreht, ohne daß das Schalt
ventil 17, z. B. wegen eines Fehlers in der Steuerung,
die Verbindung zum Tank T freigegeben hat, wird über
die Bohrung 30 bei der entsprechenden Winkelstellung
der Schaltwelle 16 (s. Fig. 4) eine Verbindung zum
Segment 31 und weiter zum Tank T frei. Damit ist über
die Leitung 20a ein Abfluß zum Tank geschaffen, der
durch Umgehung des Schaltventils 17 das Schließen des
Gaswechselventils 4 mit Sicherheit gewährleistet.
Durch die Ausbildung der Kurvenbahnen 32 jeweils mit
Rampen 33 an ihren Enden, über die die Wälzlager 14
eintauchen, können auftretende Längenänderungen, z. B.
durch Wärmedehnung oder Verschleiß, ausgeglichen
werden.
Durch die Ausgestaltung des Schaltventiles 17 und der
Steuerwelle 16 wird erreicht, daß das Schaltventil für
mehrere Hyraulikzylinder bzw. Gaswechselventile mit
gleicher Funktion und sich nicht überschneidenden
Winkelbereichen die Schaltfunktion übernehmen kann.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des oberen
Federtellers 8 des Gaswechselventiles 4 als Steuer
kolben wird eine hydraulische Koppelung des Systems
ermöglicht und eine Einsparung von weiteren Schalt
ventilen, die sonst diese Aufgabe übernehmen müßten.
Liegt an Leitung 18 ständig Druck an werden durch
entsprechend ausgelegte Winkelsegmente 21 der Steuer
welle 16 die für die Geschlossenstellung der Gaswech
selventile 4 vorgesehenen Hydraulikzylinder 12 bei im
mer der selben Kurbelwellenstellung mit Druck beauf
schlagt, womit auch das jeweilige Gaswechselventil 4
bei immer gleichem Kurbelwellenwinkel geöffnet wird.
Bei der selben Vorgehensweise erfolgt auch der
Schließbeginn der Gaswechselventile 4 bei immer glei
chem Kurbelwellenwinkel; d. h. daß damit bei Ausfall
der Steuerelektronik oder des Schaltventiles 17 er
satzweise mit festen Steuerzeiten gefahren werden
kann. Bei Ausfall der Elektronik wirkt diese Einrich
tung in etwa vergleichbar wie eine Nockenwelle mit der
Wirkung, daß ein Notlauf möglich wird.
Die Vorspannung der Druckfeder 11, die die Gaswechsel
ventilöffnung bewirkt, kann veränderbar sein. Dies
kann z. B. dadurch erfolgen, daß die Federauflage me
chanisch, hydraulisch oder durch sonstige Maßnahmen
verändert wird (z. B. zyklisch). Auf diese Weise ist
eine Hubänderung des Ventils möglich, sowie eine An
passung an motorische Belange. So kann z. B. durch eine
Erhöhung der Federvorspannung ein Kraftüberschuß er
zielt werden, der die für die Auslapventile notwendige
höhere Öffnungskraft ausgleicht. Wird die Vorspannung
erniedrigt, dann wird das Ventil nicht mehr so weit
geöffnet, da sich damit die Nullage ändert. Diese
Ausgestaltung ist dann sinnvoll, wenn man bei Offen
stellung des Ventiles direkt - ohne Halt - wieder
zurückfahren möchte.
Der für Betätigung der Hydraulikzylinder 12 und 13
notwendige Druck kann mit einem Piezoaktor, magneto
striktiven oder sonstigem Aktor (Zylinder) erzeugt
werden, der gleichzeitig die Funktion des Schaltven
tiles 17 übernehmen kann, wobei das Druckmedium dem
Motor-ölkreislauf, einem Fahrzeug-ölkreislauf (z . B.
der Servolenkung) oder einem separaten ölkreislauf
entnommen wird.
Die Kurvenbahn 32 kann direkt in das Ventil eingear
beitet sein oder - zur Fertigungsvereinfachung - als
gesonderte Kurvenbahn, die z. B. in eine Hülse einge
arbeitet ist, welche über den Schaft des Gaswechsel
ventiles 4 geschoben ist.
Claims (9)
1. Mechanisch-hydraulisch arbeitende Steuerung für
Gaswechselventile von Brennkraftmaschinen, beste
hend aus zwei gegeneinander wirkenden Druckfedern,
die mit dem Gaswechselventil verbunden sind, von
denen die eine das Ventil in Öffnungsrichtung und
die andere in Schließrichtung betätigt,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Ventil (4) in den beiden Endstellungen über ei
ne in das Ventil (4) eingearbeitete oder an diesem
befestigte Kurvenbahn (32) von jeweils einem auf
die Kurvenbahn (32) wirkenden Hydraulikzylinder
(12, 13) gefangen und festgehalten ist.
2. Ventilsteuerung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
an den Kolbenstangen der Hydraulikzylinder (12, 13)
Wälzlager (14) befestigt sind, die direkt oder in
direkt an die Kurvenbahn (32) anpreßbar sind, oder
drucklos an dieser anliegen, wenn der jeweilige
Kolben sich an seinem inneren Anschlag befindet.
3. Ventilsteuerung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der für die Geschlossenstellung des Ventils (4)
vorgesehene Hydraulikzylinder (12) mit Federkraft
das Wälzlager (14) an die Kurvenbahn (32) preßt und
hydraulisch zurückziehbar ist, und daß der für die
Offenstellung des Ventils (4) vorgesehene Hydrau
likzylinder (13) das Wälzlager (14) hydraulisch ge
gen die Kurvenbahn (32) drückt und mit Federkraft
zurückziehbar ist.
4. Ventilsteuerung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Kurvenbahn (32) so ausgestaltet ist, daß das
Gaswechselventil (4) durch das Wälzlager (14), das
am Hydraulikzylinder (12) für Geschlossenstellung
befestigt ist, in seinen Sitz gepreßt ist, und
durch unterschiedlich tiefes Eintauchen in eine
Rampe (33) der Kurvenbahn (32) auftretende Längen
änderungen ausgleichbar sind und daß das Wälzlager
(14), das am Hydraulikzylinder (13) für Offenstel
lung befestigt ist, das Ventil (4) mit Hilfe der
Kurvenbahn (32) in der geöffneten Lage in immer der
gleichen Position festhält, wobei der Kolben des
Hydraulikzylinders (13) an seinen äußeren Anschlag
gefahren ist.
5. Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein Schaltventil (17) für die Druckbeaufschlagung
eines Hydraulikzylinders (12 bzw. 13) für die Betä
tigung von mehreren Motorzylindern vorgesehen ist.
6. Ventilsteuerung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine mit halber Kurbelwellendrehzahl sich drehende
Steuerwelle (16) im für die Ansteuerung des jewei
ligen Hydraulikzylinders (12 bzw. 13) notwendigen
Winkelbereich die Verbindung zwischen einem Schalt
ventil (17) und dem Hydraulikzylinder (12 bzw. 13)
herstellt oder unterbricht.
7. Ventilsteuerung nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
der obere Federteller (8) des Ventils (4) als Steu
erkolben ausgebildet ist, wobei in Abhängigkeit von
der Hubhöhe des Gaswechselventils (4) eine Verbin
dungsleitung (22, 23) zwischen dem jeweiligen Hy
draulikzylinder (12 bzw. 13) und dem Schaltventil
(17) öffenbar oder schließbar ist.
8. Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
durch Winkelsegmente (21) der Steuerwelle (16) die
für die Geschlossenstellung der Gaswechselventile
(4) vorgesehenen Hydraulikzylinder (12) bei immer
der selben Kurbelwellenstellung mit Druck beauf
schlagbar sind und damit auch das jeweilige Gas
wechselventil (4) bei immer gleichem Kurbelwellen
winkel öffenbar ist.
9. Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorspannung der Druckfeder (11), die die Gas
wechselventilöffnung bewirkt, veränderbar ist.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19544473A DE19544473C2 (de) | 1995-11-29 | 1995-11-29 | Mechanisch-hydraulisch arbeitende Steuerung für ein Gaswechselventil einer Brennkraftmaschine |
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| FR9614578A FR2741670B1 (fr) | 1995-11-29 | 1996-11-28 | Dispositif de commande travaillant de facon mecano-hydraulique pour des soupapes de changement de charge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19544473A DE19544473C2 (de) | 1995-11-29 | 1995-11-29 | Mechanisch-hydraulisch arbeitende Steuerung für ein Gaswechselventil einer Brennkraftmaschine |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE19544473A1 true DE19544473A1 (de) | 1997-06-05 |
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