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DE1246262B - Kompensierende Differenzdruckmesseinrichtung zur Bestimmung des Durchflusses stroemender Medien - Google Patents

Kompensierende Differenzdruckmesseinrichtung zur Bestimmung des Durchflusses stroemender Medien

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Publication number
DE1246262B
DE1246262B DE1960S0068211 DES0068211A DE1246262B DE 1246262 B DE1246262 B DE 1246262B DE 1960S0068211 DE1960S0068211 DE 1960S0068211 DE S0068211 A DES0068211 A DE S0068211A DE 1246262 B DE1246262 B DE 1246262B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
liquid
differential pressure
measuring device
conductive liquid
compensating
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1960S0068211
Other languages
English (en)
Inventor
Udo Damer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DE1960S0068211 priority Critical patent/DE1246262B/de
Publication of DE1246262B publication Critical patent/DE1246262B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F1/00Measuring the volume flow or mass flow of fluid or fluent solid material wherein the fluid passes through a meter in a continuous flow
    • G01F1/05Measuring the volume flow or mass flow of fluid or fluent solid material wherein the fluid passes through a meter in a continuous flow by using mechanical effects
    • G01F1/34Measuring the volume flow or mass flow of fluid or fluent solid material wherein the fluid passes through a meter in a continuous flow by using mechanical effects by measuring pressure or differential pressure
    • G01F1/36Measuring the volume flow or mass flow of fluid or fluent solid material wherein the fluid passes through a meter in a continuous flow by using mechanical effects by measuring pressure or differential pressure the pressure or differential pressure being created by the use of flow constriction
    • G01F1/37Measuring the volume flow or mass flow of fluid or fluent solid material wherein the fluid passes through a meter in a continuous flow by using mechanical effects by measuring pressure or differential pressure the pressure or differential pressure being created by the use of flow constriction the pressure or differential pressure being measured by means of communicating tubes or reservoirs with movable fluid levels, e.g. by U-tubes
    • G01F1/372Measuring the volume flow or mass flow of fluid or fluent solid material wherein the fluid passes through a meter in a continuous flow by using mechanical effects by measuring pressure or differential pressure the pressure or differential pressure being created by the use of flow constriction the pressure or differential pressure being measured by means of communicating tubes or reservoirs with movable fluid levels, e.g. by U-tubes with electrical or electro-mechanical indication
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L9/00Measuring steady of quasi-steady pressure of fluid or fluent solid material by electric or magnetic pressure-sensitive elements; Transmitting or indicating the displacement of mechanical pressure-sensitive elements, used to measure the steady or quasi-steady pressure of a fluid or fluent solid material, by electric or magnetic means
    • G01L9/0091Transmitting or indicating the displacement of liquid mediums by electrical, electromechanical, magnetic or electromagnetic means

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Measuring Fluid Pressure (AREA)

Description

  • Kompensierende Differenzdruckmeßeinrichtung zur Bestimmung des Durchflusses strömender Medien Die Erfindung betrifft eine kompensierende Differenzdruckmeßeinrichtung zur Bestimmung des Durchflusses strömender Medien.
  • Bei den bekannten nach der Kompensationsmethode arbeitenden Druckmeßumformern wird mit Hilfe eines Druckkraftwandlers, z. B. eines Kolbens, einer Membran oder einer Tauchglocke der zu messende Druck oder Differenzdruck in eine der Fläche des Wandlers proportionale Kraft umgeformt und diese Kraft gemessen. Bei elektrischen Meßumformern, die nach dem Kraftvergleich arbeiten, wirkt der Druckkraftwandler auf das System einer Waage und die auslenkende Kraft der Waage wird gegen die Kraft eines elektromagnetischen Kompensationssystems ausgewogen. Das Gleichgewicht der Waage wird von einer meist induktiv-elektrisch wirkenden Abtasteinrichtung überwacht und der Verstärker der Abtasteinrichtung speist das elektromagnetische Kompensationssystem. Bei genügend großer Verstärkung wird hierdurch die Waage abgeglichen und der Ausgangs strom des Verstärkers ist gleichzeitig ein Maß für den- auf den Druckkraftwandler wirkenden Druck- oder Differenzdruck. Die Genauigkeit, mit der der Druck oder Differenzdruck über den Druckkraftwandler, das Waagensystem und den Stromkraftwandler in einen proportionalen Strom umgeformt wird, hängt im wesentlichen von den Üb ertragungsfaktoren der drei Wandler ab. Fehlermöglichkeiten ergeben sich z. B. beim Druckkraftwandler bei einer klderung der effektiven Membranfläche infolge von Anderungen der Materialeigenschaften, bei der Waage durch die Lagerreibung.
  • Mit der nachfolgend vorgeschlagenen neuen Vorrichtung gelingt es nun, den Kompensationsstrom ohne eine mechanische Waage direkt in eine Kompensationskraft bzw. einen Druck umzuformen, der den auf den Druckkraftwandler wirkenden Differenz druck kompensiert, so daß die Fehlerquellen infolge der Reihenschaltung der vielen Wandler wesentlich verringert werden. Dies wird durch eine kompensierende Differenzdruckmeßeinrichtung erreicht, die gemäß der Erfindung durch die Kombination folgeslder Merkmale gekennzeichnet ist: ein bekanntes flüssigkeitgefülltes, differenzdruckbeaufschlagtes U-Rohr, das bekannterweise einen Abschnitt leitender Flüssigkeit aufweist; eine bekannte aus elektrischem oder lichtelektrischem Fühler mit nachgeschaltetem Verstärker bestehende Abtasteinrichtung, deren Ausgangssignal der Pegeldifferenz im U-Rohr proportional ist; eine nach dem bekannten Prinzip einer elektromagnetischen Pumpe aufgebaute Anordnung, bestehend aus einem Elektromagneten, zwei Elektroden und dem mit der leitenden Flüssigkeit gefüllten Abschnitt des U-Rohres; eine Serienschaltung von Ausgang des Verstärkers, Elektroden, Erregerwicklung des Elektromagneten und einem meßwertverarbeitenden Glied.
  • Für die mit den Merkmalen der Unteransprüche angegebenen Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes wird nur in Verbindung mit dem Hauptanspruch Schutz begehrt.
  • Die Meßgröße Differenzdruck verursacht dabei eine Änderung des Flüssigkeitspegels der leitenden Flüssigkeit im Luftspalt eines Magneten oder eine Pegeländerung einer mit der leitenden Flüssigkeit kommunizierenden Flüssigkeit. Mittels einer elektrisch oder lichtelektrisch wirkenden Abtasteinrichtung mit nachgeschaltetem Verstärker wird diese Pegeländerung in einen elektrischen Strom umgewandelt und der Strom durch die leitende Flüssigkeit geschickt. Die infolgedessen auf die leitende Flüssigkeit wirkende elektrodynamische Kraft führt zu einer Verschiebung des Flüssigkeitsvolumens innerhalb des Magnetluftspaltes und bei ausreichender Verstärkung des der Abtasteinrichtung nachgeschalteten Verstärl:ers wird der Flüssigkeitspegel an der Abtastemrichtung in die Ausgangslage zurückgeführt.
  • Verwendet man, wie dies an sich bekannt ist, für die oberhalb der elektrisch leitenden Flüssigkeit befindliche Flüssigkeit eine leichtere und sieht Querschnittserweiterungen im Bereich der Grenzfläche zwischen diesen beiden Flüssigkeiten vor, so erzielt man eine von dem Verhältnis der spezifischen Gewichte dieser Flüssigkeiten und dem Querschnittsverhältnis abhängige Steigerung der Empfindlichkeit.
  • Die Ausnützung der Wirkung eines eine leitende Flüssigkeit durchfließenden elektrischen Stromes unter dem Einfluß eines Magnetfeldes ist an sich bei Pumpen bekannt, wenn man aus bestimmten Gründen Kolbenpumpen oder andere rotierende Pumpen nicht verwenden kann. Während es bei Pumpen aber darum geht, Flüssigkeit von einem an einen anderen Ort zu bringen, betrifft die Erfindung die Anwendung dieses physikalischen Prinzips speziell bei einem an sich bekannten Kompensationsmeßverfahren in der Weise, daß durch die Wechselwirkung zwischen dem Strom in der leitenden Flüssigkeit und dem Magnetfeld die durch die Meßgröße von ihrem Ort fortbewegte Flüssigkeit (Pegeländerung) wieder in ihre ursprüngliche Lage gebracht und der hierzu erforderliche Strom gemessen wird. Durch die Erfindung wird erreicht, daß die oben beschriebenen Fehlermöglichkeiten bekannter Meßeinrichtungen vermieden sind.
  • Würde die Induktion im Luftspalt des Magneten von einem Dauermagneten erzeugt werden, so wäre der elektrodynamisch erzeugte Druck proportional dem Strom durch die leitende Flüssigkeit. Wird dagegen ein Elektromagnet verwendet, dessen Erregerwicklung von dem gleichen Strom durchflossen wird, der durch die leitende Flüssigkeit strömt, so ist der elektrodynamisch erzeugte Druck proportional dem Quadrat des Stromes. Es wird somit ein radizierender Meßumformer erhalten, mit dem Durchilußmessungen nach dem Differenzdruckmeßverfahren ausgefiihrt werden können und bei dem die Anzeige proportional der durchfließenden Strömung ist.
  • Zur Erläuterung des Meßprinzips sind in den Fig. 1 und 2 Meßvorrichtungen der genannten Art schematisch dargestellt; Fig. 3 zeigt- den kompletten Aufbau einer erfindungsgemäß ausgebildeten Durchflußmeßeinrichtung mit Abtasteinrichtung, Verstärker und Kompensationsstromkreis, F i g. 4 ein verbessertes Ausführungsbeispiel, F i g. 5 den konstruktiven Aufbau einer Meßstrecke.
  • Der Druckwandler nach F i g. 1 besteht aus einem Permanentmagneten 1 mit den Polschuhen 2, durch deren Luftspalt ein Rohr 6 aus dünnwandigem isolierendem Material geführt ist, das innerhalb des Luftspaltes 3 einen rechteckigen Querschnitt besitzt. Das Rohr ist mit einer leitenden Flüssigkeit 11, z. B.
  • Quecksilber, gefällt. Seitlich vom Luftspalt ragen die Elektroden 4 und 5 durch die Wand des Rohres 6 in die leitende Flüssigkeit hinein, und an diese Elektroden sind die Zuführungen für den Strom 1 angelötet.
  • Bei der Anordnung nach Fig. 1 ist der Strom 1 proportional dem Differenzdruck in den Schenkeln des Rohres 6. Um einen dem Durchfluß der Durchflußmeßstrecke unmittelbar proportionalen Ausgangsstrom zu erhalten, ist daher bei der Ausführungsform der Erfindung wie in Fig. 2 ein Elektromagnet verwendet, dessen Erregerspule 8 vom Strom durchflossen wird. Diese Anordnung bietet den weiteren Vorteil, daß auch Wechselstrom als Speisestrom verwendet werden kann. Der auf die Flüssigkeit ausgeübte Druck pulsiert hierbei zwar mit der doppelten Frequenz der Speisefrequenz des Wechselstromes zwischen einem positiven Wert und dem Wert Null, jedoch werden diese Pulsationen infolge der Trägheit der Flüssigkeit gemittelt. Die Pulsation bringt noch den Vorteil, daß Wandreibungen der Flüssigkeit eliminiert werden.
  • Bei der Meßvorrichtung nach F i g. 3 ist das U-förmig gebogene Rohr 6 wieder mit einer leitfähigen Flüssigkeit, beispielsweise Quecksilber, gefüllt. Auf die Enden des Rohres 6 wirkt der zu mes- sende Differenzdruck Pi-P2, der ein Maß für die Strömungsgeschwindigkeit eines im Rohr 40 strömenden Mediums ist. Der Druck wird vor einer Meßblende 41, der Drucks, hinter derselben abgegriffen. Innerhalb der Rohrschenkel sind die elektrischen Widerstände 13 und 14 angeordnet, die so weit in die elektrisch leitende Flüssigkeit eintauchen, daß in der Nullstellung der beiden Flüssigkeitsspiegel z. B. jeweils die Hälfte jedes Widerstandes von der Flüssigkeit bedeckt ist. Die Widerstände 13 und-14 bilden zusammen mit den Widerständen 15 und 16 eine Brückenschaltung 12, die von einer Speisestromquelle U gespeist wird. Die Brückendiagonale ist an einen Kompensationsverstärker 9 angeschlossen, der bei Unsymmetrie der Brücke einen Ausgangsstrom I erzeugt und durch die Elektroden 4 und 5 der Meßstrecke schickt. Auf die Meßstrecke zwischen den Elektroden4 und 5 wirkt - senkrecht zur Zeichenebene - die von dem Elektronmagneten 42 erzeugte magnetische Induktion. Die Erregerwicklung 43 des Elektromagneten 42 ist mit dem Ausgang des Verstärkers 9, einem meßwertverarbeitenden Glied 10, beispielsweise einem Meßinstrument, und den Elektroden 4 und 5 in Reihe geschaltet.
  • Solange auf die Enden des U-förmigen Rohres 6 kein Diflerenzdruck wirkt, steht der lFlüssigkeitsspiegel in beiden Schenkeln in der Mitte der Widerstände 13 und 14, und die Brückendiagonale liefert keine Eingangsspannung an den Verstärker 9, da die Brücke so ausgelegt ist, daß sie abgeglichen ist, wenn jeweils der halbe Widerstand 13 bzw. 14 in der Brükkenschaltung wirksam ist. In der gezeichneten Stellung wird die untere Hälfte der beiden Widerstände von der leitenden Flüssigkeit 11 kurzgeschlossen.
  • Wirkt auf den linken Schenkel beispielsweise der Druck und auf den rechten Schenkel des Rohres ein kleinerer Druck P2, so wird die Flüssigkeit 11 auf der linken Seite nach unten und auf der rechten Seite nach oben gedrückt. Der Widerstand 13, der in der Brückenschaltung wirksam ist, wird somit vergrößert und der Widerstandl4 im anderen Brückenzweig verkleinert. Das Brückengleichgewicht ist gestört, und in der Brückendiagonalen fließt Strom zum Verstärker 9. Der Verstärker liefert einen AusgangsstromI zu den Elektroden 4 und 5 durch die Meßstrecke, und die Flüssigkeit wird in Richtung des zwischen den Elektroden eingezeichneten Pfeiles infolge elektrodynamischer Druckkräfte verdrängt. Besitzt der Verstärker 9 eine ausreichende Verstärkung, so stellt sich im Ausgang- des Verstärkers ein solcher StromI ein, daß der Differenzdruck P1-P9 auf die Schenkel des U-förmigen Rohres kompensiert wird und die Flüssigkeitsspiegel in ihre Ausgangslage zurückkehren.
  • Der Ausgang des Verstärkers, der beispielsweise ein elektrisches Strommeßinstrument 10 durchfließt, ist infolge Verwendung eines Elektromagneten, dessen Erregerwicklung ebenfalls von dem Strom 1 durchflossen wird, proportional der Quadratwurzel aus der DruckdifferenzP-P2. Ist diese Druckdifferenz an der Blende einer Durchflußmeßstrecke abgegriffen, so ist der Ausgangsstrom dem Durchfluß der Durchflußmeßstrecke unmittelbar proportional.
  • An Stelle der Abtasteinrichtung nach Fig. 3 mit in die leitende Flüssigkeit eintauchenden Widerständen in Brückenschaltung kann auch eine andere elektrische oder lichtelektrische Abtasteinrichtung verwendet werden. So läßt sich beispielsweise ein Hochfrequenzabgrtff anbringen, bei dem außerhalb der Flüssigkeit an der Rohrwand zwei induktiv gekoppelte Spulen eines Hochfrequenzschwingkreises angebracht sind. Die Kopplung der Spulen wird bei einer Anderung des Flüssigkeitsstandes verändert und hierdurch ein Eingangs strom in den Verstärker 9 geschickt. Auch Kondensatorplatten, zwischen denen der Flüssigkeitsspiegel liegt, können zur übers wachung des Pegels verwendet werden. Es ist auch denkbar, Schwimmer in der Flüssigkeit anzuordnen und beispielsweise mit einem Plättchen aus ferromagnetischem Material zu versehen, so daß die Stellung des Schwimmers von einem induktiven Abgriff außerhalb der Flüssigkeit überwacht werden kann.
  • Weiterhin sind lichtelektrische Abgriffe mit lichtelektrischen Zellen, Fotodioden oder Fototransistoren besonders geeignet.
  • Bei dem Gerät nach F i g. 4 sind Maßnahmen zur Empfindlichkeitssteigerung getroffen. An das mit Quecksilber 11 gefüllte Rohr, dessen Teil mit den Elektroden 4 und 5 innerhalb des Magnetluftspaltes liegt, schließen sich Erweiterungen 17 und 18 an.
  • Der Quecksilberspiegel reicht nur bis in diese Erweiterungen. An das Quecksilber schließt eine spezifisch leichtere Flüssigkeit an, die auch elektrisch nicht leitend sein kann. Diese Flüssigkeit 21, beispielsweise Wasser, erstreckt sich bis in die Rohre 19 und 20 die an die Erweiterungen 17 und 18 anschließen. Infolge der Querschnittserweiterung auf die Fläche F3 und anschließender Querschnittsverengung auf die Fläche2 und infolge der unterschiedlichen spezifischen Gewichte der aufeinandergeschichteten Flüssigkeiten, beispielsweise Quecksilber und Wasser, stellt sich bei einem vorgegebenen Druck in der Meßstrecke infolge der elektrodynamischen Kräfte eine größere Höhendifferenz in den Rohrteilen 19, 20 mit dem Querschnitt F2 ein. Die Höhendifferenz ist um das Produkt aus dem Unterschied der spezifischen Gewichte und dem Verhältnis der Flächen F2 und F vergrößert. Die Abtasteinrichtung kann daher empfindlicher arbeiten, daß sich größere Verschiebungen innerhalb der Rohrteile 19 und 20 bei einer gegebenen Druckdifferenz einstellen.
  • Im Beispiel der Zeichnung ist die Abtasteinrichtung nicht dargestellt. Zweckmäßig ist beispielsweise ein lichtelektrischer Abgriff mit Fotodioden oder Fototransistoren. Um einen größeren Kontrast an der Grenzfläche der Flüssigkeit 21 zu halten, kann diese in geeigneter Weise gefärbt sein. An die Flüssigkeit 21, beispielsweise Wasser, schließt sich eine spezifisch noch leichtere Flüssigkeit, vorzugsweise Öl, an.
  • Die Enden der Rohre werden von Trennmembraunen23, 24 abgeschlossen, hinter denen sich die Ölfällung 22 befindet. Die Verwendung von Trennmembranen bei Anordnungen zur Durchflußmessung ist an sich bekannt. Der Druck von der primären Meßstrecke wirkt über die Impulsleitungen 25 und 26 und lenkt die Trennmembranen 23 bzw. 24 entsprechend dem wirkenden DifferenzdruckP-P2 aus.
  • Das Öl hinter den Trennmembranen wird verdrängt, und wenn der Druck größer ist als der Drucks2, sinkt der Flüssigkeitsspiegel der Flüssigkeit21 im linken Schenkel des Rohres 19 und steigt im rechten Schenkel 20 nach oben. Die Abtasteinrichtung spricht an und steuert den Verstärker 9 aus, dessen Ausgangsstrom 1 über die Elektroden 4 und 5 und das Quecksilber 11 fließt. Die hierdurch im Luftspalt des Magneten, von dem hier nur die Erregerwick- lung 43 dargestellt ist, erzeugte elektrodynamische Kraft führt die Flüssigkeit 11 in Richtung des Pfeiles zwischen den Elektroden 4 und 5 nach links, und die Flüssigkeitsspiegel kehren in die Ausgangslage zurück.
  • Die Trennmembranen 23 und 24 schließen die Meßeinrichtung gegen die Impulsleitungen 25 und 26 ab. Sie werden zweckmäßig so ausgebildet, daß sie gleichzeitig als Überlastsicherung wirken und das Gerät vor einer Zerstörung schützen. Steigt der über die Impulsleitungen übertragene Druck über das zulässige Maß hinaus an, so legen sich die Membranen gegen das gestrichelt eingezeichnete Membranbett 27 bzw. 28 an und können infolge dieser Unterstützung die praktisch auftretenden Überlastdruckwerte aufnehmen.
  • Die Abtasteinrichtung, welche den Verstärker 9 aussteuert, kann auch auf die Auslenkung der Trennmembranen ansprechen. Zu diesem Zweck wird beispielsweise eine induktiv oder kapazitiv wirkende Abtasteinrichtung bekannter Ausführung gegenüber einer oder beiden Trennmembranen angebracht.
  • Die Vorrichtung gemäß der Erfindung läßt sich aus einzelnen Bauelementen aufbauen, so daß fehlerhafte Elemente leicht ausgewechselt werden können.
  • Nach Fig. 5 kann z. B. der die leitende Flüssigkeit enthaltende Teil als Meßelement in Form eines Einschubes ausgebildet werden. Das Plättchen 29 besteht aus Kunststoff und enthält einen Kanal 32 mit der elektrisch leitenden Flüssigkeit. In die stärker ausgeführten Randteile sind die Anschlüsse 30 und 31 für die Meßdruckleitungen eingeschraubt. In einem Querkanal sind die Elektroden 4 und 5 eingesetzt, an die die elektrischen Zuführungen für den Strom I angelötet werden. Das Element29 ist so ausgebildet, daß es in den Luftspalt eines Magneten eingeschoben werden kan. Die Flüssigkeitsstrecke wird mit Quecksilber gefällt, das den Kanal 32 ausfüllt und sich zum Teil in die Anschlußleitungen 30. und 31 erstreckt.
  • Damit während der Lagerhaltung und beim Einbau des Meßelementes kein Quecksilber verloren gehen kann, werden die Anschlüsse mit nicht dargestellten Verschlußstöpseln oder Verschlußkappen, beispielsweise aus Kunststoff, abgeschlossen, die erst entfernt werden, wenn das Meßelement eingebaut ist und mit den Druckanschlüssen verbunden werden soll.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Kompensierende Differenzdruckmeßeinrichtung zur Bestimmung des Durchflusses strömender Medien, gekenzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale, a) ein bekanntes flüssiggefülltes, differenzdruckbeaufschlagtes U-Rohr (6), das bekannterweise einen Abschnitt leitender Flüssigkeit (11) aufweist; b) eine bekannte aus elektrischem oder lichtelektrischem Fühler mit nachgeschaltetem Verstärker (9) bestehende Abtasteinrichtung, deren Ausgangssignal der Pegeldifferenz im U-Rohr proportional ist; c) eine nach dem bekannten Prinzip einer elektromagnetischen Pumpe aufgebaute Anordnung, bestehend aus einem Elektromagneten (42), zwei Elektroden (4, 5) und dem mit der leitenden Flüssigkeit gefüllten Abschnitt des U-Rohres (6); d) eine Serienschaltung von Ausgang des Verstärkers (9), Elektroden (4, 5) Erregerwicklung (43) des Elektromagneten (42) und einem meßwertverarbeitenden Glied (10).
  2. 2. Kompensierende Difterenzdruckmeßeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die leitende Flüssigkeit (11) enthaltende Teil als Meßelement in Form eines Einschubes (29) in den Magnetluftspalt einsetzbar ist und mit schraub- oder steckbaren, verschließbaren Anschlüssen (30, 31) für die Verbindungen zu dem die Abtasteinrichtung enthaltenden Teil versehen ist.
  3. 3. Kompensierende Dlfferenzdruckmeßehnichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuleitungen mit der elektrisch leitenden Flüssigkeit (11) außerhalb des Magnetluftspaltes mit einer Erweiterung (17,18) versehen sind, daß in dieser Erweiterung (17,18) die Trennfläche zwischen Quecksilber und einer spezifisch leichteren Flüssigkeit, z. B, Wasser, liegt und an die Erweiterung(17, 18) eine die Abtasteinrichtung für den Flüssigkeitsspiegel enthaltende Verengung der Rohrleitung anschließt.
  4. 4. Kompensierende Differenzdruckmeßeinrichtung nach Anspruch 1 und folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßdruckleitungen (25, 26) über Trennmembranen (23, 24) an die Flüssigkeitssäulen der Meßeinrichtung angeschlossen und die Trennmembranen (23, 24) mit Uberlastsicherungen (27, 28) versehen sind.
  5. 5. Kompensierende Differenzdruckmeßeinrichtung nach Anspruch 1 und folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Trennmembran (23, 24) und der elektrisch leitenden Flüssigkeit (11) bzw. der daran anschließenden spezifisch leichteren Flüssigkeit (21) eine Ölschicht (22) angeordnet ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 549 294, 688 097, 818 872; deutsche Auslegeschrift Nr. 1 026 978; USA.-Patentschrift Nr. 2756 678; französische Patentschrift Nr. 1 176 241; »The Engineer«, Jg. 1956, S.541 bis 544; Grimsehl-Tomaschek, »Lehrbuch der Physik«, Bd. II, 11. Aufl., 1943, S. 182.
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