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DE1245924B - Verfahren zum Stabilisieren von Dithiomten - Google Patents

Verfahren zum Stabilisieren von Dithiomten

Info

Publication number
DE1245924B
DE1245924B DENDAT1245924D DE1245924DA DE1245924B DE 1245924 B DE1245924 B DE 1245924B DE NDAT1245924 D DENDAT1245924 D DE NDAT1245924D DE 1245924D A DE1245924D A DE 1245924DA DE 1245924 B DE1245924 B DE 1245924B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dithionite
stabilizing
dithionites
acids
added
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1245924D
Other languages
English (en)
Inventor
Hengelo Bernardus Gerardus Wienk Oldenzaal Marina Adnana van Damme van Weele (Niederlande)
Original Assignee
N V Konmklnke Nederlandsche Zoutmdustne Hengelo (Niederlande)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Publication date
Publication of DE1245924B publication Critical patent/DE1245924B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K15/00Anti-oxidant compositions; Compositions inhibiting chemical change
    • C09K15/04Anti-oxidant compositions; Compositions inhibiting chemical change containing organic compounds
    • C09K15/06Anti-oxidant compositions; Compositions inhibiting chemical change containing organic compounds containing oxygen
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/64Thiosulfates; Dithionites; Polythionates
    • C01B17/66Dithionites or hydrosulfites (S2O42-)
    • C01B17/665Stabilisation by additives subsequent to preparation; Dust prevention by additives

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)
  • Materials Applied To Surfaces To Minimize Adherence Of Mist Or Water (AREA)
  • Drying Of Gases (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
COl b
C 0 1 B - 1 7 / 6 6
Deutsche Kl.: 12 i -17/66
Nummer: 1 245 924
Aktenzeichen: N 26437 IV a/12 i
Anmeldetag: 22. März 1965
Auslegetag: 3. August 1967
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Stabilisieren von Dithioniten gegen Einfluß von Feuchtigkeit und Luft.
Natriumdithionit (oft Natriumhydrosulfit genannt) und verwandte Verbindungen sind während der Lagerung ziemlich stabil, wenn sie in verschlossenen Behältern abgepackt sind.
Wenn jedoch diese Stoffe in Berührung mit Luft und Feuchtigkeit kommen, so tritt Zersetzung ein.
Es sind einige Stabilisatoren bekanntgeworden, ίο welche der Zersetzung des Dithionits entgegenwirken. So erwähnen die USA.-Patentschriften 1 810 663, 2121397 verschiedene Gruppen wasserunlöslicher, filmbindender Produkte, mit welchen Dithionitpartikeln zur Herabminderung der Zersetzungswirkung von Wasser und Sauerstoff überzogen werden können. Die britische Patentschrift 695 375 schlägt die Verwendung flüssiger Ester von Alkoholen mit 5 oder mehr Kohlenstoffatomen, insbesondere Diester von Dicarbonsäuren als Stabilisatoren vor.
Solche Stabilisatoren besitzen jedoch den Nachteil, daß sie wasserunlöslich sind. Ein damit stabilisiertes Dithionitpräparat ergibt daher beim Auflösen in Wasser keine klare Lösung, und es sammelt sich eine beträchtliche Menge an fester oder flüssiger Substanz an der Oberfläche der Lösung.
Dieser Nachteil tritt bei Verwendung wasserlöslicher Stabilisatoren, beispielsweise bei den in der USA.-Patentschrift 2 516 321 erwähnten Substanzen calcinierte Soda, Natriumbicarbonat, Borax und Paraformaldehyd nicht auf. Um eine befriedigende Stabilisation zu erzielen, müssen jedoch solche Stoffe in Mengen von etwa 10 Gewichtsprozent angewandt werden. Dies gilt selbst für ein Gemisch aus Borax und Paraformaldehyd, welches gemäß der genannten USA.-Patentschrift die besten Resultate liefert. In der Regel ist der Zusatz so großer Mengen an Stabilisatoren unerwünscht und in bestimmten Fällen sogar unzulässig.
Es ist daher Ziel dieser Erfindung, Dithionite in einer Weise zu stabilisieren, daß die bisherigen Schwierigkeiten und Nachteile nicht mehr auftreten und eine wirksame Stabilisierung durch relativ geringe Stabilisatormengen erfolgt, wobei stabilisierte Dithionitpräparate erhalten werden, welche ohne Trübung in Wasser aufgelöst werden können.
Gegenstand der Erfindung ist demgemäß ein Verfahren zum Stabilisieren von Dithioniten gegen Einfluß von Feuchtigkeit und Luft, wobei sich das erfindungsgemäße Verfahren dadurch kennzeichnet, daß als Stabilisierungsmittel Korksäure, Azelainsäure, Sebacinsäure, ein Salz dieser Säuren oder ein Gemisch
Verfahren zum Stabilisieren von Dithioniten
Anmelder:
N.V. Koninklijke Nederlandsche Zoutindustrie,
Hengelo (Niederlande)
Vertreter:
Dr. W. Koch, Dr. R. Glawe
und Dipl.-Ing. K. Delfs, Patentanwälte,
München 22, Liebherrstr. 20
Als Erfinder benannt:
Marina Adriana van Damme-van Weele,
Hengelo;
Bernardus Gerardus Wienk, Oldenzaal
(Niederlande)
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 23. März 1964 (6 403 057)
zweier oder mehrerer dieser Verbindungen zugesetzt wird.
Es wurde gefunden, daß nur geringe Mengen dieser Stabilisatoren zugesetzt zu werden brauchen, um eine wirksame Stabilisierung herbeizuführen. Wäßrige Lösungen erfindungsgemäß stabilisierter Dithionite sind ungeachtet der relativ geringen Löslichkeit der stabilisierenden Säuren und einiger ihrer Salze, vollkommen klar.
Gewöhnlich ist eine Stabilisatormenge von etwa 0,1 Gewichtsprozent, bezogen auf den Dithionitgehalt der Zubereitung, ausreichend und im allgemeinen führt die Verwendung von Mengen, welche größer als 0,5 Gewichtsprozent sind, nicht zu einer weiteren Verminderung der Zersetzung während des Lagerns. Selbst wenn die Säuren oder deren Salze in fester Form mit dem zu stabilisierenden Dithionit gemischt werden, reichen normalerweise solch geringe Mengen aus, vorausgesetzt, daß die Stabilisatorpartikeln ziemlich fein, beispielsweise in der Größenordnung von 5 Mikron sind und vorausgesetzt, daß die Vermischung wirksam ist. Um jedoch
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eine gute Verteilung des Stabilisators über die Dithionitzubereitung zu erzielen, wird der Stabilisator vorzugsweise in Form einer Lösung angewendet oder in einem Stadium der Dithionitherstellung zugesetzt, in welchem Wasser oder ein anderes Lösungsmittel noch anwesend ist.
Bei den extrem geringen Mengen an Stabilisator, welche zur wirksamen Stabilisierung benötigt werden, im allgemeinen unter Verwendung eines Salzes der oben angegebenen Säuren, ist die Natur der Kationen unwesentlich. So können beispielsweise beim Stabilisieren von Natriumdithionit nicht nur die Säuren und deren Natriumsalze als Stabilisatoren verwendet werden, sondern auch andere Salze wie Kalium-, Magnesium-, Calcium- und Zinksalze, ohne daß dadurch die normalen Verwendungen des stabilisierten Dithionits als Reduktionsmittel, beispielsweise in wäßrigen Bleichbädern, beeinträchtigt werden.
Wie bei den bekannten Stabilisatoren können die erfind ungsgemäß zu verwendenden Verbindungen nicht nur zur Stabilisierung von Produkten verwendet werden, welche hauptsächlich aus Dithioniten bestehen, sondern auch zum Stabilisieren von Gemischeri, welche Dithionit, Formaldehydsulfoxylate
he Kondensations- oder Umwandlungsithalten, welche dem Sinn der Erfindung nachaSfercif den Ausdruck »Dithionitzpbereitungen«, wie- er. hjff gebraucht wird, mit umfaßt werden. Beispiele von Substanzen, welche im Gemisch mit Dithioniten verwendet werden können, sind Mittel mit einem Komplexbildungsvermögen und/oder Mittel, welche die Stabilität wäßriger Dithionitlösungen erhöhen, wie Polyphosphate, calcinierte Soda und Harnstoff.
In der Praxis kommt von den drei obenerwähnten Säuren insbesondere Sebacinsäure in Betracht, welche als technisches Produkt im Handel erhältlich ist.
Die Erfindung sei nunmehr an Hand besonderer Ausführungsformen in Form der folgenden Beispiele beschrieben.
Beispiel 1
Zu einer Masse wasserfreier Natriumdithionitkristalle, welche in einem Vakuumtrockner enthalten ist und noch etwa 10 Gewichtsprozent einer anhaftenden, alkoholischen Waschflüssigkeit aufweist, setzt man feste Sebacinsäure in einer Menge von 1 kg je 1000 kg Dithionit hinzu. Danach wird die Masse unter Rühren in üblicher Weise getrocknet.
Bei der Lagerung einer Probe des stabilisierten, getrockneten Produktes in Berührung mit Luft bei einer Temperatur von 30° C und einer relativen Feuchtigkeit von 75 °/o zeigt sich, daß nach 24 Stunden 14°/o des ursprünglich anwesenden Dithionits zersetzt sind, im Vergleich zu 38% beim Test einer Probe eines Ansatzes, zu welchem keine Sebacinsäure hinzugesetzt worden ist, welcher jedoch sonst in gleicher Weise behandelt wurde.
Beispiel 2
0,1g Zinksebacat wird innig mit 100 g wasserfreiem Natriumdithionit vermischt. Ein Lagertest, welcher bei 30° C und einer relativen Feuchtigkeit von 75% ausgeführt wurde, führt zu einer Zersetzung von 13% des stabilisierten Dithionits in 24 Stunden. Das prozentuale Ausmaß der Zersetzung einer Dithionitmenge, welche als Blindprobe dient, beträgt 35 %> in 24 Stunden.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Stabilisieren von Dithioniten gegen Einfluß von Feuchtigkeit und Luft, dadurch gekennzeichnet, daß als Stabilisierungsmittel Korksäure, Azelainsäure, Sebacinsäure, ein Salz dieser Säuren oder ein Gemisch zweier oder mehrerer dieser Verbindungen zugesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nicht mehr als 0,5 Gewichtsprozent Stabilisierungsmittel zugesetzt wird.
709 619/649 7.67 © Bundesdruckerei Berlin
DENDAT1245924D 1964-03-23 Verfahren zum Stabilisieren von Dithiomten Pending DE1245924B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL6403057A NL6403057A (de) 1964-03-23 1964-03-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1245924B true DE1245924B (de) 1967-08-03

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ID=19789625

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DENDAT1245924D Pending DE1245924B (de) 1964-03-23 Verfahren zum Stabilisieren von Dithiomten

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ES (1) ES310453A1 (de)
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GB (1) GB1040687A (de)
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SE (1) SE314361B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0481298A1 (de) * 1990-10-19 1992-04-22 BASF Aktiengesellschaft Wasser enthaltende Natriumdithionitzubereitungen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US5296210A (en) * 1992-12-31 1994-03-22 Hoechst Celanese Corporation Stabilized sodium dithionite

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CH421916A (fr) 1966-10-15
FI41827B (de) 1969-12-01
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SE314361B (de) 1969-09-08
NL6403057A (de) 1965-09-24
ES310453A1 (es) 1965-07-01

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