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Fernsprechnummernregister Die Erfindung bezieht sich auf ein Fernsprechnummernregister,
bestehend aus einem flachen, als Untersatz für Telefonapparate ausgebildeten Gehäuse
mit übereinanderliegenden, aus einer Bedienungsöffnung herausziehbaren Registerkarten.
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Bei einem bekannten Register dieser Art werden die Registerkarten
an versetzt zueinander angeordneten Ansätzen einzeln aus dem Kartenstapel herausgezogen,
wogegen die restlichen Registerkarten durch ihre Reibung an festliegenden Zwischenlagen
festgehalten sind. Sowohl in den Registerkarten als auch in den Zwischenlagen ist
je ein Längsmittelschlitz vorgesehen, der von einem Stift durchquert wird. Letzterer
ist im Bereich der hinteren Schlitzenden auf einem im Boden des Gehäuses geführten
Schieber befestigt. Eingeschoben wird die herausgezogene Registerkarte mittels des
den gesamten Kartenstapel durchquerenden Stiftes. Beim Herausziehen und Zurückschieben
einer Registerkarte ist die Reibungskraft des oberhalb der gesuchten Registerkarte
lastenden Kartenteilstapels zu überwinden. Die mechanische Beanspruchung der Registerkarten
ist daher groß, so daß ihre Lebensdauer gering ist. Zudem verschmieren leicht die
Bleistifteintragungen auf den Registerkarten durch die Reibung an den nächstoberen
Registerkarten bis zur völligen Unlesbarkeit. Schließlich können die Registerkarten
nicht für die Vornahme von Eintragungen herausgenommen werden; eine Eintragung auf
einer aus dem Stapel hervorgezogenen Registerkarte ist aber mangels einer Unterlage
schwierig.
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Weiterhin sind als Telefonuntersatz ausgebildete Gehäuse mit Schiebern
bekanntgeworden, die zur Aufnahme von herkömmlichen Registern, Notizblöcken, Schreibutensilien
u. dgl. gedacht sind. Es handelt sich somit nicht um Fernsprechnummernregister,
deren Handhabung mechanisch vereinfacht ist, um eine gesuchte Fernsprechnummer mit
einem Handgriff freizulegen. Schließlich ist noch ein Fernsprechnummernregister
bekannt, das von einem unter dem Telefonapparat aufstellbaren flachen Untersatz
gebildet wird. Dieser dient zur Aufnahme von einem Rollregister, bei dem ein Papierband
von einer an der Rückseite angeordneten Rolle über einen herausziehbaren Schieber
zu einer Aufwickelrolle läuft, so daß es über die herausgezogene Länge des Schiebers
sichtbar wird. Bei Rollregistern muß jedoch verhältnismäßig lange gedreht werden,
um vom einen Ende des Alphabets zum anderen zu kommen. Wegen der zeitraubenden Handhabung
der unter dem Telefonapparat aufstellbaren Fernsprechnummernregister haben sich
in der Praxis nur Klappregister durchgesetzt, die jedoch nicht als Untersatz für
einen Telefonapparat verwendet werden können und deshalb einen besonderen Platzbedarf
erfordern. Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe geht jedoch ausschließlich
nur von einem als Untersatz für einen Telefonapparat verwendbares Fernsprechnummernregister
aus und ist darin zu sehen, derartige bekannte Fernsprechnummernregister so auszubilden,
daß die Registerkarten bei einem zuverlässigen und leicht durchführbaren Auswählvorgang
zur Erzielung einer langen Lebensdauer geschont. werden. Die Lösung dieser Aufgabe
besteht erfindungsgemäß darin, daß bei Verwendung von zweiarmigen, an einem Ende
mit einer Drucktaste versehenen Hebeln zum Festhalten der über einer gesuchten Karte
liegenden Registerkarten an der Decke des Gehäuses letzteres in seitlichen Führungen
eine schubladenartig verschiebbare, die Registerkarten lose aufnehmende sowie im
Bereich der anderen Hebelenden werkstofffreie Platte aufweist, an deren Unterseite
die zweiarmigen Hebel nebeneinander auf einer Achse in einer den Registerkarten
entsprechenden Anzahl drehbar gelagert sind, und daß das den Drucktasten gegenüberliegende
Ende jedes Hebels mit einer Rolle und mit mindestens einer über die Platte hochschwenkbaren
Nase als Mitnehmer für die Registerkarten versehen ist, welche zum Durchtritt der
ihnen jeweils zugeordneten Nase bzw. des Hebelendes eine entsprechend bemessene
Ausnehmung aufweisen.
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Nach einem älteren Vorschlag sind zweiarmige an einem Ende mit einer
Drucktaste versehene Hebel
für Fernsprechnummernregister bereits
verwendet worden. Bei diesen Fernsprechnummernregistern handelt es sich jedoch um
Klappregister, bei denen die zweiarmigen Hebel zum Festhalten der über einer gesuchten
Karte liegenden Registerkarten am hochklappbaren Gehäusedeckel dienen.
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Bei dem erfindungsgemäß ausgebildeten Fernsprechnummernregister werden
die oberhalb der gesuchten Karte liegenden Registerkarten hingegen an die feststehende
Gehäusedecke gehoben und hier beim Herausziehen der schubladenartigen Platte festgehalten.
Lediglich die gesuchte Registerkarte und der darunterliegende Kartenstapel werden
beim Niederdrücken der zugeordneten Drucktaste durch die Nase des verschwenkten
zweiarmigen Hebels an der verschiebbaren Trägerplatte festgehalten und zusammen
mit ihr herausgezogen, so daß stets die gesuchte Registerkarte auf dem herausgezogenen
Stapel oben liegt. Die Nase des zweiarmigen Hebels hat somit eine doppelte Funktion:
Durch die eine Funktion wird die gesuchte Registerkarte und der darunterliegende
Kartenstapel mitgenommen, und durch die andere Funktion wird der darüberliegende
Kartenstapel an der Gehäusedecke festgehalten. Vorzugsweise sind zum Festhalten
der Registerkarten an der Gehäusedecke die Rollen vorgesehen. Dabei sind die der
Bedienungsöffnung abgekehrten Enden der Hebel gabelförmig ausgebildet und die Rollen
auf einem Stift oder Zapfen zwischen den Gabelzinken gelagert.
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Die der Bedienungsöffnung zugekehrte Stirnseite der Platte ist zum
Schutz der an den zweiarmigen Hebeln angeordneten Drucktasten vorteilhaft mit einem
rahmenförmigen Kragen versehen, der mit der Oberseite der Gehäusedecke bündig ist.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt. Es zeigt F i g. 1 die Draufsicht auf ein Fernsprechnummernregister,
F i g. 2 einen Querschnitt durch das Fernsprechnummernregister entlang der Linie
2-2 in F i g. 1, F i g. 3 die Draufsicht auf eine im Gehäuse des Fernsprechnummernregisters
schubladenartig geführte Platte als Träger für die lose aufliegenden Registerkarten,
F i g. 4 eine Seitenansicht der Platte mit einem zum Ergreifen der Registerkarten
dienenden zweiarmigen Hebel in unwirksamer Stellung, F i g. 5 einen Längsschnitt
durch das Gehäuse im Bereich desselben Hebels gemäß F i g. 4 in wirksamer Stellung,
F i g. 6 die Draufsicht auf mehrere gegeneinander versetzte Registerkarten zur Verdeutlichung
von verschieden großen Ausnehmungen an ihren rückwärtigen Rändern.
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Jedes Fernsprechnummernregister nach den F i g. 1 und 2 wird von einem
flachen, kastenförmigen Gehäuse gebildet, dessen vordere Schmalseite fehlt und welches
nach unten zu völlig offen sein kann. An der Innenseite der seitlichen Längswände
2 und 3 des Gehäuses sind nutenartige Führungen 4 und 5 für entsprechende Rippen
6 vorgesehen, die an den Längsseiten einer Platte 7 vorstehen. Die Platte 7 kann
durch die offene Vorderseite des Gehäuses 1 in dieses schubladenartig hineingeschoben
werden und dient als Träger für lose aufliegende Registerkarten 2, 3. Das Gehäuse
1 steht auf Gummifüßen 11.
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Auf der Oberseite des Gehäuses 1 können vorzugsweise im Bereich der
Ecken einige ringförmige Wulste 8 vorgesehen sein, um die Gummifüße eines Tischtelefonapparates
aufzunehmen, damit dieser nicht auf dem Gehäuse verrutschen kann. Außerdem kann
die Oberseite des Gehäuses noch mit einem Versteifungswulst 9 rund um den Rand herum
und mit weiteren etwa diagonal verlaufenden Versteifungswülsten 10 versehen
sein. Die flache, mit seitlichen Rippen 6 in die Führungen 4 und 5 eingreifende
Platte 7 ist mit zwei sich nach unten erstreckenden Seitenwänden 12 und 13 versehen,
die innerhalb der Rippen verlaufen. Zwischen diesen Seitenwänden erstreckt sich
eine Achse 14, auf welcher mehrere zweiarmige Hebel 15 einzeln drehbar gelagert
sind.
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Die hintere Schmalseite der Platte 7 ist im Bereich der darunter befindlichen
Hebelenden werkstofffrei ausgebildet und hat hierzu eine rechteckige Ausnehmung
16. Die vordere Schmalseite trägt dagegen einen rahmenförmigen Kragen 17, der als
Griff zum Hineinschieben und Herausziehen der Platte 7 aus dem Gehäuse
1 dient. Dieser rahmenförmige Kragen 17
umschließt einen in der Draufsicht
rechteckigen Raum 18 und ist mit der Oberseite der Gehäusedecke bündig.
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Die zweiarmigen Hebel 15 erstrecken sich von der hinteren rechteckigen
Ausnehmung 16 bis in den vorderen vom Kragen 17 umschlossenen Raum
18.
Die hinteren Hebelarme bilden an den Enden hochstehende, gabelförmige
Nasen 19, in denen zwischen den beiden Zinken je eine Rolle 20 auf einem
Stift oder Zapfen 21 leicht drehbar gelagert ist. Die vorderen, kürzeren Arme der
Hebel 15 sind an den freien Enden mit Drucktasten 22 versehen, mit denen
die Hebel niedergedrückt und in begrenztem Ausmaß um die Achse 14 gedreht
werden können.
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Die Registerkarten 23 (F i g. 6) sind alle von gleicher Größe und
an ihrem rückwärtigen, den Rollen 20 zugekehrten Rand mit einer rechteckigen
randoffenen Ausnehmung 24 versehen, deren Breite bei den verschiedenen Registerkarten
verschieden ist. Das eine in gleicher Höhe verlaufende Ende sämtlicher Ausnehmungen
24 befindet sich in einem bei allen Registerkarten gleichen Abstand a von
der in F i g. 6 jeweils linken Begrenzungskante der Karte. Während die Breite der
Ausnehmung der oberen Karte A im wesentlichen der Breite einer Nase 19
entspricht,
so vergrößert sich die Breite der Ausnehmung der nächst darunterliegenden Karte
B im wesentlichen um die Breite einer weiteren Nase 19. Die Breite der Ausnehmung
der von oben dritten Registerkarte C entspricht etwa der Breite von drei Nasen 19,
usw. Sämtliche Registerkarten 23 sind zu einem Stapel zusammengefaßt und liegen
lose auf der in den Führungen 4 und 5 geführten Platte 7, die im Gehäuse 1 schubladenartig
verschiebbar ist, wobei die Registerkarten im Stapel genau randrichtig liegen und
die Ausnehmungen 24 sich übereinander befinden.
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Durch die Wirkung der Schwerkraft nehmen die zweiarmigen Hebel 15
normal die in F i g. 4 dargestellte, infolge ihres Übergewichtes nach unten abgeschwenkte
Stellung ein, in welcher die Nasen 19 mit den über ihre Oberseite hinausstehenden
Rollen 20 sich unter der oberen ebenen Fläche der Platte 7 befinden. Aus dieser
Stellung heraus können die Hebel 15 einzeln durch Niederdrücken der entsprechenden
Drucktasten 22 in die in F i g. 5 gezeigte Stellung geschwenkt werden, in welcher
die Nasen
19 mit den Rollen 20 sich über der oberen
Ebene der Platte 7 befinden und sich gegebenenfalls an die Gehäusedecke anlegen.
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Es werden ebenso viele Registerkarten 23 wie Hebel 15 verwendet.
Die Karten können je einem bestimmten Anfangsbuchstaben (A, B, C, D usw.) zugeordnet
sein, welcher dem Namen derjenigen Teilnehmer entspricht, deren Anrufnummern in
die Karten eingetragen werden sollen. Es können auch zwei oder mehr Anfangsbuchstaben
auf ein und derselben Karte zusammengefaßt werden, wodurch eine geringere Anzahl
Registerkarten und Hebel notwendig sind. Hinter dem Tastenfeld 22 am vorderen Rand
der Platte 7 ist am Gehäuse 1 selbst ein Schild 25 angebracht, auf dem entlang der
Tastenreihe der oder die Anfangsbuchstaben der betreffenden Karte angegeben sind.
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Die Wirkungsweise ist folgende: Wird beispielsweise die Taste 22 niedergedrückt,
die dem Buchstaben A am Schild 25 entspricht, dann wird hierdurch der entsprechende
zweiarmige Hebel 15 aus der Grundstellung nach F i g. 4 in die Stellung nach
F i g. 5 gedreht, wodurch seine Nase 19 durch die Ausnehmungen 24 sämtlicher Registerkarten
nach oben bewegt wird, bis die zugeordnete Rolle an der darüberliegenden Registerkarte
anschlägt. Alsdann wird die Platte 7 schubladenartig herausgezogen. Dadurch werden
sämtliche hintergrif£enen Registerkarten von der vordersten Stirnfläche oder Kante
26 der Nase 19 erfaßt und mit herausgezogen, wobei die ausgewählte Registerkarte
für den Anfangsbuchstaben A oben liegt und daher die auf dieser Karte eingetragenen
Teilnehmernummern zeigt.
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Wird die dem Buchstaben B am Schild 25 entsprechende Taste 22 niedergedrückt,
wodurch sich der zugeordnete zweiarmige Hebel 15 dreht, dann wird die Nase
19 dieses Hebels durch die Ausnehmungen 24 aller Registerkarten 23 mit Ausnahme
der für den Buchstaben A vorgesehenen Karte nach oben geschwenkt, da die Ausnehmung
dieser Karte nicht mit dieser Nase 19 fluchtet. Hierdurch wird bewirkt, daß die
etwas über die Nase hochragende Rolle 20 dieses zweiarmigen Hebels die Karte A an
die Unterseite 27 der oberen Wand bzw. der Decke des Gehäuses 1 andrückt. Beim darauffolgenden
Herausziehen der Platte 7 wird die Karte A durch die auf ihr ablaufenden Rolle an
der Gehäusedecke festgehalten, während alle anderen Karten beim Herausziehen der
Platte 7 von der zugeordnete Nase mit herausgezogen werden. Daher liegt die Karte
B ebenfalls oben auf dem herausgezogenen Stapel und zeigt die hierauf verzeichneten
Teilnehmernummern. Beim Herausziehen läuft die Rolle über die Unterseite der Karte
A. Der Vorgang ist sinngemäß der gleiche beim Niederdrücken einer der übrigen Tasten
22 und beim Herausziehen der Platte 7. Es wird immer nur derjenige Teil des Kartenstapels
mitgenommen, bei dem die einer gedrückten Taste entsprechende Registerkarte oben
liegt, während die übrigen Karten gegen die Decke 27 des Gehäuses gedrückt werden
und in diesem verbleiben.