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Verfahren -zum Herstellen einer Halbleiter-Gleichrichteranordnung
mit tablettenförnügen Gleichrichterelementen Bei Selen-Gleichrichtern kleiner Bauart
ist es bekannt, einen Stapel aus Gleichrichterelementen und Anschlußteilen mittels
einer Klammer zusammenzufassen und in einem vorgefertigten Becher aus Isolierstoff
oder Metall mit einer geeigneten Masse, z. B. einem Kunstharz, zu vergießen. Die
Kosten für den Becher überschreiten in vielen Fällen die des Tablettenstapels.
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Es ist ferner ein Verfahren zur Herstellung einer Halbleiter
- Gleichrichteranordnung vorgeschlagen worden, bei dem ein Stapel aus tablettenförmigen
Gleichrichterelementen und Anschlußteilen mit einer aus Isolierstoff bestehenden
Folie in mehreren Lagen umwickelt und der röhrenförmige Wickel anschließend an beiden
Enden zusammengequetscht und auf diese Weise verschlossen wird. Hierfür kann eine
Folie aus thermoplastischem Isolierstoff verwendet werden, wobei das Zusammenquetschen
der Wickelenden unter Erwärmung erfolgt. Man kann jedoch auch eine Isolierstoffolie
mit einem Xleber verwenden, so daß der Quetschverschluß durch Verklebung gebildet
wird. Im Rahmen des älteren Vorschlages kann ferner in den Isolierstoffwickel eine
Metallfolie eingelegt werden, die die Wärmeabführung von dem eingeschlossenen Tablettenstapel
an die Umgebung verbessert und die Dichtheit der Umhüllung erhöht.
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. Bei Gleichrichteranordnungen, die nach dem älteren Vorschlag
hergestellt werden, ist der. Quetschverschluß an derjenigen Seite des Wickels, an
der die Anschlußorgane austreten, eine kritische Stelle, da hier das Material der
Isolierfolie bzw. der Kleber in die Zwischenräume zwischen den Anschlußorganen eindringen
und die Anschlußorgane selbst dicht um-
schließen muß. Bei hohen Anforderungen
an die Dichtheit der Umhüllung, z. B. für den Betrieb des Gleichrichters in- sehr
feuchter Atmosphäre, kann sich der Quetschverschluß an dieser Stelle als nicht ausreichend
erweisen.
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Die vorliegende Erfindung behebt diesen Mangel. Sie bezieht sich auf
ein Verfahren -zum Herstellen einer Halbleiter-Gleichrichteranordnung, bei dem ein
Stapel aus tablettenförmigen Gleichrichterelementen und Anschlußteilen mit einer
Isolierstoffolie und einer Metallfolie in mehreren Lagen umwickelt und der röhrenförmige
Wickel anschließend an beiden Enden so verschlossen wird, daß er einen dichten Abschluß
der Gleichrichteranordnung bildet. Sie besteht darin,..daß der Wickel auf der Austrittsseite
der Anschlußteile durch Vergießen und auf der anderen Seite durch Zusammenquetschen
verschlossen wird. Durch das Verfahren nach der Erfindung wird eine Gleichrichterumhüllung
geschaffen, die infolge der eingelegten Metallfolie hinsichtlich ihrer Dichtheit
gegen atmosphärische Einflüsse einem Verguß des Gleichrichtersystems. in einem vorgefertigten
Becher überlegen ist un'd zusätzlich eine wesentlich bessere Abführung der Verlustwärme
des Gleichrichtersystems ermöglicht.
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Ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens nach der Erfindung wird an
Hand der F i g. 1 und 2 erläutert. F i g. 1 stellt einen Schnitt durch
eine Gleichrichteranordnung in Verdopplerschaltung mit zwei Gleichrichtertabletten,
z. B. Selentabletten, dar; F i g. 2 zeigt eine Draufsicht des Tablettenstapels
mit einem Schnitt durch die Isolierstoffumhüllung derselben Anordnung.
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In F i g. 1 sind mit 1 zwei Gleichlrichterelemente in
Tablettenform, bezeichnet; 2, 3 und 4. sind Anschlußbleche, die die gleiche
Form und Größe wie die Gleichrichtertabletten haben und mit diesen zu einem Stapel
geschichtet sind. Die aus dem Stapel herausgeführten, streitenförmigen Anschlußfahnen
sind mit 2 a, 3 a und 4 a bezeichnet (vgl. F i 2); sie bestehen mit
den zugehörigen Anschlußblechen 2, 3
bzw. 4 jeweils aus einem Stäck. Zur Erzeugung
des erforderlichen Kontaktdruckes dient eine in den Stapel eingelegte Blattfeder
5.
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Die Umhüllung der Gleichrichteranordnung wird in der Weise hergestellt,
daß eine Isolierstoffolie 6 in mehreren Lagen dicht um den Tablettenstapel
herumgewickelt wird, wobei zwischen zwei Lagen der Isolierstoffolie 6 eine
Metallfolie 7 eingelegt wird. Der ursprünglich röhrenförmige Wickel wird
an der Stelle 8 zusammengequetscht. Falls als Material der Isolierstoffolie
6 ein thermoplastischer Kunststoff verwendet wird, wird das Ende
8 des Wickels beim Zusammenquetschen gleichzeitig erwärmt, so daß der Isolierstoff
plastisch wird und durch innige Verbindung der Folien 6 und 7 ein
Verschluß des Wickels
zustande komi#t. Wie bereits bemerkt, kann
der Verschluß des Wickels auch durch einen Kleber bewirkt werden; man kann z. B.
eine selbstklebende Folie verwenden.
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Das obere Ende 9 des Wickels wird mit einer Vergußmasse
10 ausgefüllt, die z. B. aus einem Epoxid-Gießharz oder Silikon-Kautschuk
bestehen kann. Es kann vorteilhaft sein, vor dem Vergießen die Flächen der Anschlußfahnen
2.a. 3 a und 4 a und die Innenfläche des Wickels, soweit diese
Flächen mit der Vergußmasse 10 in Berührung kommen, mit einer für die betreffende
Vergußmasse geeigneten, handelsüblichen Grundierung zu versehen, wodurch an diesen
Stellen die Dichtheit des Abschlusses verbessert wird. Wie aus F i g. 1 hervorgeht,
sind die Anschlußfahnen 2 a
und 4 a hn Bereich der Vergußmasse
10 etwas nach innen gebogen, so daß sie allseitig von der Vergußmasse
10 umhüllt sind.
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Das untere Ende 8 des Wickels wird mit zwei Löchern
11 versehen, die es ermöglichen, die Anordnung mit einem wärmeabführenden
metallischen Bauteil 12, z. B. der Chassisplatte eines Gerätes, zu verbinden. Hierfür
kann beispielsweise eine Schraube 13
mit einer Unterlegscheibe 14 verwendet
werden. Dadurch wird nicht nur eine einfache Halterung der Anordnung erreicht; gleichzeitig
wird vielmehr auch dafür gesorgt, daß zwischen dem Wickelende 8 und der Metallplatte
12 ein guter Wännekontakt besteht, so daß die insbesondere von der eingelegten Metallfolie
7 abgeleitete Verlustwärme des Tablettenstapels mit relativ geringem Wärmewiderstand
an die Platte 12 abffießen kann.
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Bei dem Zusammenbau einer Gleichrichteranordnung nach den Figuren
der Zeichnung werden die einzelnen Gleichrichtertabletten 1, die Anschlußbleche
2, 3 und 4 sowie die Kontaktfeder,5 gestapelt und während des Umwickelns
mittels einer entsprechend geformten Klammer oder Zange zusammen-
gehalten.
Nach Fertigstellung des Wickels wird die Klammer oder Zange vom Stapel abgezogen,
worauf die Enden des röhrenförmigen Wickels durch Zusammenquetschen verschlossen
werden.