DE1244486B - Befestigung von Ringen, Scheiben u. dgl. in Ringnuten, insbesondere von Anlaufborden und Dichtscheiben in Waelzlagern - Google Patents
Befestigung von Ringen, Scheiben u. dgl. in Ringnuten, insbesondere von Anlaufborden und Dichtscheiben in WaelzlagernInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
F16b
Deutsche Kl.: 47 a-5
Nummer: 1244486
Aktenzeichen: S 76609 XII/47 a
Anmeldetag: 8. November 1961
Auslegetag: 13. Juli 1967
Die vorliegende Erfindung betrifft eine verdrehsichere Befestigung von geschlossenen Ringen, Scheiben
u. dgl. aus plastisch verformbarem Material in Ringnuten von Bohrungen und Wellen, insbesondere
eine Befestigung von Anlaufborden und Dichtscheiben in Wälzlagern.
Im Maschinenbau ist es oft erforderlich, irgendwelche
Maschinenteile, beispielsweise Wälzlager, auf Wellen oder in Bohrungen zu befestigen, d. h. insbesondere
in axialer Richtung zu fixieren. Die gleiche Aufgabe besteht vielfach auch in der Wälzlagertechnik,
wo die Wälzkörper bzw..der Wälzlagerkäfig in axialer Richtung gesichert und geführt werden müssen.
In beiden Fällen geschieht die axiale Fixierung im allgemeinen durch feste Borde oder Bunde. Wenn
nun aus irgendwelchen Gründen feste Borde nicht zweckmäßig sind, weil das Einsetzen der Maschinenteile
bzw. des Käfigs und der Wälzkörper unmöglich oder nur schwer durchzuführen ist, müssen die Borde
lose ausgebildet und nachträglich, d. h. nach dem Einführen der Teile, eingesetzt werden.
Es ist bekannt, an Stelle fester Bunde an Wellen u. dgl. geteilte Ringe, sogenannte Sprengringe oder
Seegerringe zur axialen Fixierung zu verwenden. Es ist auch in der Wälzlagertechnik schon bekanntgeworden,
solche Sprengringe zur axialen Führung der Käfige in entsprechende Ringnuten eines Lagerringes
einzusetzen. Bei einer solchen Ausführung ist es auch bereits bekanntgeworden, die als federnde
Ringe ausgebildeten Anlaufborde mit abgesetzten, in eine Nut der Hülse greifenden Paßteilen zu versehen,
deren die Lage des jeweiligen Federringes gegenüber der Hülse in Achsrichtung festlegenden schrägen
Sitzflächen mit entsprechenden Gegenflächen der Nut zusammenwirken und deren Drehsicherung
durch am Umfang verteilt angeordnete Vorsprünge erfolgt, die in entsprechende Ausnehmungen der
Hülse eingreifen. Weiterhin ist es bei Wälzlagern bekannt, geschlossene Ringe aus plastisch verformbarem
Material durch radiales Aufweiten oder Stauchen in die Ringnuten in den Lagerringen einzusetzen.
Eine andere bekannte Lösung besteht darin, vor dem Einsetzen kegelstumpfartig ausgebildete
Ringe durch axiales Pressen flach zu drücken, wobei sie unter Verkleinerung des Innendurchmesser
bzw. Vergrößerung des Außendurchmessers in die Nut eindringen und in dieser axial
fixiert werden.
Diese bekannten Verfahren weisen jedoch verschiedene Nachteile auf, die eine allgemeine Anwendung
nicht zulassen. So ist beispielsweise bei der Anwendung dieser Verfahren in der Wälzlagertech-Befestigung
von Ringen, Scheiben u. dgl. in
Ringnuten, insbesondere von Anlaufborden und
Dichtscheiben in Wälzlagern
Ringnuten, insbesondere von Anlaufborden und
Dichtscheiben in Wälzlagern
Anmelder:
SKF Kugellagerfabriken,
Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
Schwemfurt, Schultesstr. 52
Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
Schwemfurt, Schultesstr. 52
Als Erfinder benannt:
Fritz Günther, Stuttgart-Rohr
nik eine einwandfreie Sicherung und Führung der Wälzkörper nicht gewährleistet.
Bei Verwendung von Sprengringen besteht einmal der Nachteil, daß die Wälzkörper bzw. der Käfig
durch die scharfen Kanten an der Trennstelle leicht beschädigt werden. Außerdem besteht bei dieser Ausführung
die Gefahr, daß bei zu großer Federkraft die meist sehr dünnwandigen Lagerringe, insbesondere
der Lageraußenring, verformt, d.h. unrund werden. Wird die Federkraft zu gering gewählt, so kann sich
der Sprengring in der Nut des Lagerringes mitdrehen. Die ebenfalls bereits bekannte Ausführung, bei der
die federnden Ringe, d. h. die Anlaufborde, und die entsprechenden Nuten mit Schrägflächen versehen
sind, die die Ringe nach dem Auseinanderspreizen in axialer Richtung genau festlegen, weist neben der
nicht auszuschließenden, wenn auch hier geringeren Verformung der Hülse durch die radiale Federkraft
des Federringes zusätzlich noch einen weiteren Nachteil auf. So müssen in dem Außenring, d. h. in der
Hülse, Ausnehmungen zur Aufnahme der die Drehsicherung der Ringe bewirkenden Vorsprünge vorgesehen
werden. Bei der Herstellung dieser Ausnehmungen ist eine Verformung der dünnwandigen Hülsen
unvermeidbar. Hinzu kommt noch, daß diese Ausnehmungen den Querschnitt der Hülse schwächen,
also die Verformung wiederum begünstigen.
Die Gefahr, daß die Lagerringe verformt, also unrund
werden, besteht auch bei den bekannten geschlossenen Ringen, wenn die Nutfiefe zu gering ist.
Wenn die Nuttiefe dagegen zu groß gewählt wird, erhalten die eingesetzten Scheiben oder Ringe keinen
Halt, sie können sich leicht mitdrehen.
Es ist nun, um diese Nachteile zu umgehen, bei Nadellagern, bei denen die zur axialen Sicherung des
Nadelkäfigs bzw. der Nadeln vor dem Einsetzen
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Claims (1)
- kegelstumpfförmig ausgebildeten Ringe durch axiales möglich, diese Anordnungen auch auf andere Ge-Einpressen fixiert werden, bekanntgeworden, die bei biete zu übertragen bzw. entsprechend abzuwandeln,der Verformung des Ringes mit dem Grund der Es zeigen dieV-förmigen Nut zur Berührung kommende äußere A b b. 1 bis 6 Schnitte durch Wälzlagerringe mitbzw. innere Ringmantelfläche so auszubilden, daß 5 losen bzw. eingesetzten Anlaufborden für die Wälz-beim Einpressen des Ringes nur kleine Teilflächen körper bzw. Käfige.der entsprechenden Ringmantelfläche zur festen An- In A b b. 1 ist ein Schnitt durch einen Teil eines lage am Nutgrund kommen. Die Ringe werden zu Lagers mit einem losen Bord vor dem Einsetzen diesem Zweck so ausgebildet, daß nur die vordere gezeigt. Der Lageraußenring 1 ist mit einer Ringoder auch beide Kanten der Ringmantelfläche zur io nut 2 versehen, deren äußere Seitenwand 3 leicht gefesten Anlage kommen oder daß die Ringmantel- neigt angeordnet ist. Die Seitenscheibe 4, die gemäß fläche mit sich über die Ringhöhe erstreckenden der Erfindung am oberen Ende 5 der Seitenfläche 6 zahnartigen Vorsprüngen versehen ist, die sich beim mit einer Verzahnung 7 versehen ist, liegt gegen den Einpressen des Ringes allein fest an den Nutgrund Ansatz 8 des Außenringes 1 an. Durch radiales Aufanlegen. 15 weiten beispielsweise wird die Seitenscheibe 4 in dieMit dieser Ausführung konnte zwar in gewissen Ringnut 2 des Lagerringes 1 eingepreßt. Die Zähne 9Grenzen ein Mitdrehen des Ringes und teilweise auch graben sich dabei in die Seitenwand 3 der Ringnut 2die Verformung der Lagerringe verhindert werden. ein und verhindern ein Lösen und Mitdrehen derAls Nachteil kam jedoch hinzu, daß die axiale Be- Scheibe. Das Lager nach dem Einpressen der Scheibelastbarkeit der Seitenscheibe sank. 20 ist in A b b. 2 dargestellt.Um nun eine allgemein anwendbare Befestigung Abb.3 zeigt einen Schnitt durch ein Lager, beivon geschlossenen Ringen bzw. Scheiben zu schaffen, dem die Seitenscheibe an beiden Seitenflächen mitbei der alle oben angeführten Nachteile vermieden einer Verzahnung versehen ist. A b b. 3 a zeigt denwerden, wird nach der Erfindung vorgeschlagen, ent- Außenring des Lagers vor, A b b. 3 b nach dem Ein-weder den einzusetzenden Ring bzw. die Scheibe, der 25 setzen der Seitenscheibe.(die) aus plastisch verformbarem Material besteht, Das Einsetzen einer Seitenscheibe in eine Ringoder die entsprechende Ringnut an einer oder beiden nut des Innenringes zeigt Abb.4, und zwar ist in Seitenflächen im Bereich des gegenseitigen Eingriffs Abb.4a wieder das Lager vor und in Abb.4b das mit scharfkantigen Vorsprüngen zu versehen, wobei Lager nach dem Einsetzen der Seitenscheibe darder Ring bzw. die Scheibe im verformten Zustand 30 gestellt. In diesem Fall ist die Seitenscheibe 10 am nicht im Nutgrund zur Anlage kommt. inneren Ende 11 der Seitenfläche 12 mit einer Ver-Durch diese Verzahnung der Seitenfläche(n) der zahnung 13 versehen. Der Innenring 14 weist eine Scheibe bzw. der Ringnut wird einmal erreicht, daß Ringnut 15 auf, deren eine Seitenwand 16 leicht gebeim Einsetzen der Scheibe nur geringe Kräfte auf- neigt ist. Das Einsetzen der Scheibe kann in bekanngebracht werden müssen, zum anderen werden die 35 ter Weise durch radiales Stauchen erfolgen,
unumgänglichen Fertigungstoleranzen der Nut und In Abb.5 ist ein Lager dargestellt, bei dem die auch der Scheibe mit Sicherheit ausgeglichen. Ein eine Seitenwand 17 der Ringnut 18 mit einer Ver-Verdrehen der Scheibe wird durch die Vielzahl der zahnung 19 versehen ist.Zähne, die in die Seitenfläche(n) der Nut bzw. der Bei der in A b b. 6 gezeigten Ausführung ist die Scheibe eingedrückt werden, verhindert. Da die Sei- 4° einzusetzende Seitenscheibe 20 an der äußeren Seitenscheibe durch die Seitenwände der Nut verklemmt tenfläche ihres oberen Endes 21 mit einer kegeligen wird, bleibt der Nutgrund frei. Die axiale Belastbar- Fläche 22 versehen. Gegen diese kegelige Fläche 22 keit der Scheibe wird durch diese Maßnahme nicht wird der Ring 23 mit seiner kegeligen Fläche 24 gebeeinträchtigt, legt. Der Ring 23 ist auf einer Seite mit einer Ver-Die erfindungsgemäße Befestigung ist allgemein 45 zahnung 25 versehen. Durch Eindrücken des geanwendbar. So lassen sich in einfacher und vor allen schlossenen Ringes 23 wird er, auf der kegeligen Dingen sicherer Weise Ringe oder Scheiben zur Fläche 22 der Seitenscheibe 20 gleitend, nach außen Fixierung von Teilen auf Wellen oder in Bohrungen, gedrückt, wobei sich die Zähne in den Ansatz 26 des Anlaufborde und selbst Dicht- oder Deckscheiben in Außenringes 27 eingraben und so eine Fixierung SO-Wälzlagerringen befestigen. Für die Befestigung von so wohl in axialer als auch in Umfangsrichtung erfolgt. Anlaufborden und Deckscheiben in Wälzlagerringen Die hier genannten und beschriebenen Ausfühist vor allem der Vorteil der erfindungsgemäßen Be- rungsformen stellen nur einen Teil der im Rahmen festigung hervorzuheben, daß die Klemmkräfte nicht des Erfindungsgedankens durchführbaren Möglichmehr im Nutgrund, sondern auf die Nutseitenflächen keiten dar. Es sind selbstverständlich ohne weiteres wirken, wodurch eine Verformung des Lagerringes 55 Abänderungen möglich, die hier nicht zum Ausdruck weitgehend vermieden wird. gekommen sind. So kann die Form, die Anzahl undIn weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es die Anordnung der Zähne, die Form der Seitenzweckmäßig, in an sich bekannter Weise mindestens scheibe und der Ringnut ohne weiteres geändert eine Seitenwand der Ringnut leicht geneigt auszubil- werden,
den, da damit die Befestigung verbessert wird. In 60manchen Fällen ist es auch vorteilhaft, die Scheiben Patentansprüche:
oder Ringe durch einen separaten Ring, der die 1. Verdrehsichere Befestigung von geschlosse-Merkmale der Erfindung aufweist, zu befestigen. nen Ringen, Scheiben u. dgl. aus plastisch verEinzelheiten der Erfindung sollen an Hand der formbarem Werkstoff in Ringnuten, insbesondere in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen 65 von Anlaufborden und Dichtscheiben in Nunäher erläutert werden, ten von Wälzlagerringen, dadurch gekenn-Die Beispiele sind zum größten Teil aus der Wälz- zeichnet, daß entweder eine oder beide Seilagertechnik gewählt, es ist jedoch ohne weiteres tenflächen der Ringe, Scheiben u. dgl. bzw. der
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|---|---|---|---|
| DE1961S0076609 DE1244486B (de) | 1961-11-08 | 1961-11-08 | Befestigung von Ringen, Scheiben u. dgl. in Ringnuten, insbesondere von Anlaufborden und Dichtscheiben in Waelzlagern |
| FR914697A FR1346426A (fr) | 1961-11-08 | 1962-11-07 | Dispositifs pour fixer dans des gorges annulaires des éléments non fendus, tels que des bagues, des disques et des éléments similaires constitués par un matériau malléable |
| GB4213862A GB1010457A (en) | 1961-11-08 | 1962-11-07 | Fixing undivided rings, discs or the like of malleable material in annular grooves |
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| GB (1) | GB1010457A (de) |
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