DE1244253B - Aus mehreren Strahlern oder Strahlergruppen bestehende Antennenanordnung - Google Patents
Aus mehreren Strahlern oder Strahlergruppen bestehende AntennenanordnungInfo
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Description
DEUTSCHES MfTWi- PATENTAMT DeutscheKl.: 21 a4-64/01
AUSLEGESCHRIFT
Nummer: 1244 253
Aktenzeichen: S 80969IX d/21 a4 1 244 253 Anmeldetag: 17.August 1962
Auslegetag: 1.3. Juli 1967
Es ist bekannt, Antennenanordnungen in einem Isolierstoffhohlkörper unterzubringen und dadurch
die einzelnen Strahler der Antenne vor Witterungseinflüssen zu schützen. Es ist ferner bekannt, diese
Isolierstoffhohlkörper auch als mechanische Halterungen für die Antennenelemente zu verwenden, wodurch
ein zusätzlicher Träger, z. B. in Form eines Gittermastes, entfallen kann. Bei derartigen Antennenanordnungen
ergibt sich die Schwierigkeit, daß die durch die Isolierstoffhohlkörper hervorgerufenen
Rückwirkungen auf die Strahler das elektrische Verhalten der Antennenanordnung beeinträchtigen. Derartige
störende Einwirkungen der Isolierstoffhohlkörper ergeben sich besonders dann, wenn die Dielektrizitätskonstante
des Isoliermaterials den Wert eins wesentlich übersteigt oder wenn aus mechanischen
Gründen besonders starkwandige Isolierstoffhohlkörper erforderlich sind.
Es ist bekannt, bei aus Isolierstoff bestehenden Schutzabdeckungen den Strahlern besondere Kompensationskörper
vorzulagern, die von der Strahlung durchsetzt werden. Dies bringt jedoch gegenüber den
üblichen Antennenanordnungen einen zusätzlichen Aufwand mit sich.
Es ist auch bekannt, bei im Inneren eines Isolierstoffhohlkörpers angeordneten Strahlern als erste
Kompensationsmaßnahme eine Änderung des Radius des Isolierstoffhohlkörpers in Abhängigkeit von der
Wellenlänge λ vorzunehmen. Für verschiedene Wellenlängen werden demgemäß verschiedene Änderungen
des Radius und damit auch verschiedene Durchmesser für die Isolierstoffhohlkörper erforderlich.
Außerdem wird dabei eine zweite Kompensationsmaßnahme benutzt, durch die eine Amplitude geändert
wird. Die Einstellung dieser zweiten Größe erfolgt so, daß die Dicke und die Dielektrizitätskonstante
des Isolierstoffhohlkörpers entsprechend gewählt werden. Neben der Notwendigkeit, Isolierstoffhohlkörper
mit unterschiedlichem Durchmesser herzustellen, wird damit zusätzlich noch die Schwierigkeit
auftreten, daß auch in ihrer Wandstärke und in ihrer Dielektrizitätskonstante verschiedene Typen
von Isolierstoffhohlkörpern erforderlich werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile weitgehend zu vermeiden und die durch die
Isolierstoffhohlkörper verursachten Schwierigkeiten in einfacher Weise zu beheben. Gemäß der Erfindung,
welche sich auf eine aus mehreren Strahlern oder Strahlergruppen bestehende Antennenanordnung, die
im Inneren eines Isolierstoffhohlkörpers angeordnet ist, bezieht, wird dies dadurch erreicht, daß die räumliche
Zuordnung der Strahler und/oder Strahlergrup-Aus mehreren Strahlern oder Strahlergruppen
bestehende Antennenanordnung
bestehende Antennenanordnung
Anmelder:
Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, München 2, Wittelsbacherplatz 2
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Ing. Walter Stöhr, München
pen zu der Wandung des Isolierstoffhohlkörpers in der Weise mit unterschiedlichen Abständen vorgenommen
ist, daß die durch die Wandung hervorgerufenen Rückwirkungen auf die Strahler bzw. Strahlergruppen
sich an den zugehörigen ZusammenschaItstellen weitgehend gegenseitig kompensieren. Während
bei den bekannten Anordnungen bisher die Rückwirkungen der Isolierstoffhohlkörper auf die
Strahlungseigenschaften der Antennen nur durch komplizierte Änderungen an der Wandstärke und
dem Durchmesser der Isolierstoffhohlkörper zu erreichen war, zeigt die Erfindung, daß bereits durch
eine bestimmte räumliche Zuordnung von Strahler und Isolierstoffhohlkörper eine Kompensation der
Rückwirkungen der Isolierstoffhohlkörper möglich ist. Dies ist insbesondere bei aus Fiberglaszylindern
aufgebauten Antennenanordnungen von großer Bedeutung, bei denen gleichzeitig der Isolierstoffhohlkörper
als tragendes Konstruktionselement dient, weil auch bei größeren Wandstärken deren Rückwirkungen
auf die Strahleranordnung ausgeglichen werden können und Wandstärke sowie Durchmesser der Isolierstoffhohlkörper
in erster Linie nach den mechanischen Forderungen ausgewählt werden können.
Für die Durchführung der erfindungsgemäßen Kompensationsmaßnahmen ergeben sich verschiedene Ausfuhrungsformen, wobei entweder durch geeigneten Aufbau des Isolierstoffhohlkörpers oder durch entsprechende Anordnung der Strahler in bezug auf den Isolierstoffhohlkörper oder die Kombination beider Maßnahmen eine Kompensation erreichbar ist. In besonders vorteilhafter Weise kann die Kompensation dadurch vorgenommen werden, daß die Abstände zwischen den Strahlern und dem Isolierstoffhohlkörper derart gewählt sind, daß durch Erzeugung gegenphasiger Rückwirkungen zumindest für einen Teil der Strahler eine gegenseitige Kompensation der Reflexionen an den Zusammenschaltstellen der Strah-
Für die Durchführung der erfindungsgemäßen Kompensationsmaßnahmen ergeben sich verschiedene Ausfuhrungsformen, wobei entweder durch geeigneten Aufbau des Isolierstoffhohlkörpers oder durch entsprechende Anordnung der Strahler in bezug auf den Isolierstoffhohlkörper oder die Kombination beider Maßnahmen eine Kompensation erreichbar ist. In besonders vorteilhafter Weise kann die Kompensation dadurch vorgenommen werden, daß die Abstände zwischen den Strahlern und dem Isolierstoffhohlkörper derart gewählt sind, daß durch Erzeugung gegenphasiger Rückwirkungen zumindest für einen Teil der Strahler eine gegenseitige Kompensation der Reflexionen an den Zusammenschaltstellen der Strah-
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Ier oder Strahlergruppen eintritt. Erreicht wird dies in einfacher Weise dadurch, daß die Strahler in einer
ebenen Anordnung angebracht werden, während der Isolierstoffhohlkörper die Strahler in einer gewölbten
Anordnung umschließt und sich dadurch jeweils verschiedene Abstände zwischen den Strahlern und dem.
Isolierstoffhohlkörper ergeben, die bei entsprechender Abstimmung eine Kompensation ermöglichen.
Dabei wird zweckmäßig die Differenz zwischen dem größten und dem kleinsten Abstand von dem Isolierstoffhohlkörper
zwischen zwei Einzelstrahlern oder den Strahlern einer Strahlergruppe (Dipolfeld) zu
mindestens einer Viertelwellenlänge, bezogen auf die mittlere zu übertragende Frequenz, gewählt.
Während bei den bisher beschriebenen Anordnungen der äußere Isolierstoffhohlkörper längs seiner
Achse mit unterschiedlichen Querabmessungen ausgestaltet wurde, kann gemäß einer weiteren vorteilhaften
Ausführungsform der Erfindung die Wandung des Isolierstoffhohlkörpers parallel zu ihrer eigenen
Längsachse verlaufen, d. h., die Isolierstoffhohlkörper sind mit konstantem Durchmesser ausgeführt, während
durch geeignete Anordnung der Strahler oder Strahlergruppen die Kompensationswirkung herbeigeführt
wird. Eine weitere Möglichkeit für die Kompensation der durch den Isolierstoffhohlkörper hervorgerufenen
Rückwirkungen besteht darin, daß bei zur Erzeugung eines Rundstrahldiagramms in einem
Vieleck angeordneten Strahlern bzw. Strahlergruppen die Längsachse des durch die Strahler bzw. Strahlergruppen
gebildeten Vielecks und die des Isolierstoffhohlkörpers exzentrisch zueinander liegen.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, bei denen
aus verschiedenen Baueinheiten zusammengesetzte Antennenanordnungen für den Meter- und Dezimeterwellenbereich
dargestellt sind, wie sie insbesondere zur Abstrahlung von Fernsehprogrammen verwendet
werden.
F i g. 1 zeigt in Seitenansicht einen Schnitt durch eine Antennenanordnung, die aus zwei Baueinheiten 1
und 2 aufgebaut ist. Die Wandungen dieser Baueinheiten bestehen aus Isolierstoff, insbesondere aus
Glasfaser-Gewebebahnen, die durch ein Bindemittel zusammengehalten sind. Die beiden Baueinheiten 1
und 2 sind stockwerkartig aufeinandergesetzt und an der Verbindungsstelle 3 durch Schrauben, Niete
od. dgl. verbunden. Jeweils acht Dipole sind mit einem gemeinsamen Reflektor zu einem eine feste Baueinheit
bildenden Dipolfeld 4 und 5 zusammengefaßt. Bei Rundstrahlantennen sind mehrere Felder in einer
Vieleckanordnung im Inneren des Isolierstoffhohlkörpers angeordnet. Die Dipole liegen in einer Ebene,
die parallel zur Mastachse verläuft. Bei Verwendung abgewinkelter Strahler liegen die einander entsprechenden
Punkte, z. B. die Speisestellen in einer Ebene. Da der Durchmesser infolge der faß- oder tonnenförmigen
Ausbildung des Isolierstoffhohlkörpers sich ändert, ergeben sich unterschiedliche Abstände zwischen
den Dipolen und dem Isoliermaterial, wodurch bei geeigneter Wahl der Abstände gegenphasige Rückwirkungen
auftreten, die sich weitgehend gegenseitig aufheben. Der Unterschied zwischen dem kleinsten
Durchmesser und dem größten Durchmesser der Baueinheiten 1 und 2 beträgt mindestens etwa eine halbe
Wellenlänge bezogen auf die mittlere zu übertragende Frequenz. Dabei ist die Anordnung der Strahler etwa
so gewählt, daß die Differenz zwischen dem kleinsten
und dem größten Abstand eines der Strahler der Dipolfelder 4 bzw. 5 von der Wandung 6 mindestens
etwa eine Viertelwellenlänge beträgt.
In F i g. 2 ist zur Erläuterung das Speiseschema eines Dipolfeldes zusammen mit einem Teil der Wandung
6 der Isolierstoff hohlkörper dargestellt. Die Dipole 7 bis 14 sind untereinander gleichphasig gespeist
und jeweils in Paaren nach dem System fortgesetzter Anpassung auf die gemeinsame Leitung 16 zusammengeschaltet,
die von einer hochfrequenten Spannungsquelle 17 über entsprechende Zwischenglieder
in Form von Verteilern usw. gespeist wird. Bei einem Abstandsunterschied von λ/4 zwischen den Strahlern 7
bzw. 10 und der Wandung 6 ergeben sich an der Zusammenschaltstelle 15 gegenphasige Reflexionen. Die
von den Strahlern 8 und 9 an der Wandung 6 reflektierten Energieanteile sind zwar an der Stelle 15 nicht
genau gegenphasig; jedoch ergibt sich auch für sie infolge des Phasenunterschiedes gegenüber gleich-
ao phasigen Reflexionen eine Verbesserung. Bei Übertragung breiter Frequenzbänder kann für die größeren
Wellenlängen eine Kompensation in der vorstehend beschriebenen Weise für die Strahler 7 und
10 vorgenommen werden, während sich bei kleineren
as Wellenlängen die reflektierten Anteile der Strahler 8 und 9 aufheben, weil hier geringere Wegunterschiede
auftreten. Eine weitere günstige Möglichkeit zur Reflexionskompensation besteht darin, daß die Strahler
8 und 10 einerseits und die Strahler 7 und 9 andererseits an der Zusammenschaltstelle 15 gegenphasige
Reflexionsanteile liefern.
Dies läßt sich bei Außenflächen erreichen, wie sie in F i g. 3 dargestellt sind und wo der Isolierstoffhohlkörper
20 aus zwei Kegelstumpfen 21 und 22 zusammengesetzt ist. Unter der Annahme, daß auch hier
eine Speisungsart wie in F i g. 2 angewandt ist, kann der Abstand der Strahler 7 und 9 gleichzeitig auch
der Strahler8 und 10 von der den Kegelstumpf 21 bildenden Wandung so gewählt werden, daß die Wegdifferenz
für die reflektierten Wellen insgesamt Λ/2 ergibt. Erreicht ist dies dann, wenn der Wandabstand
des Strahlers 7 gegenüber dem des Strahlers 9 um //4 unterschiedlich ist. Dabei wird angenommen, daß die
Reflexion ohne Phasensprünge vor sich geht. Ergeben sich dagegen bei den reflektierten Wellen zusätzliche
Phasenkomponenten, so sind die Wandabstände in entsprechender Weise zu korrigieren. Für die unteren
Dipole 11 bis 14 ergeben sich die gleichen Verhältnisse, so daß hierauf nicht eigens eingegangen werden
muß. Die beschriebene Speisungsart dient nur der Erläuterung und läßt sich in vielfältiger Weise abwandeln.
An Stelle von Dipolfeldern können auch Einzelstrahler verwendet werden. Die Abstandsunterschiede
zwischen Strahlern und der Wandung können auch k ·λΙ2Λ-114 betragen, wenn größere Wandabstände
bei sehr kurzen Wellenlängen verwendet werden, wobei k eine ganze Zahl ist oder den Wert Null
hat. Die Anordnungen nach Fig. 1 und 3 haben außerdem den Vorteil, daß der Isolierstoffhohlkörper
gegen mechanische Banspruchungen widerstandsfähiger sind als glatte zylindrische Körper.
F i g. 4 zeigt in Seitenansicht vier Baueinheiten 24 bis 27, bei denen die Isolierstoffhohlkörper einen glatten,
gerade durchlaufenden Isolierstoffzylinder bilden, während die für die Kompensation notwendigen
unterschiedlichen Abstände der Strahler von der Wandung durch schräg zur Mastachse verlaufende
Dipolfeder 30 bis 37 erreicht wird. Diese bestehen
Claims (7)
1. Aus mehreren Strahlern oder Strahlergruppen bestehende Antennenanordnung, die im Inneren
eines Isolierstoffhohlkörpers angeordnet ist, dadurchgekennzeichnet, daß die räumliche
Zuordnung der Strahler und/oder Strahlergruppen (7 bis 14) zu der Wandung (6) des Isolierstoflhohlkörpers
in der Weise mit unterschiedlichen Abständen vorgenommen ist, daß die durch die Wandung (6) hervorgerufenen Rückwirkungen
auf die Strahler bzw. Strahlergruppen (7 bis 14) sich an den zugehörigen Zusammenschaltstellen
(15) weitgehend gegenseitig kompensieren.
2. Antennenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandabstände
zweier Strahler oder Strahlergruppen (7, 10), die zusammengeschaltet sind, sich um den Wert
k ■ λ/2+λ/4 (&=0,1,2...) unterscheiden.
3. Antennenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei längs einer Geraden
angeordneten Strahlern oder Strahlergruppen (7 bis 14) eine gewölbte oder gewinkelte Ausbildung
der Wandung (6) des Isolierstoffhohlkörpers vorgesehen ist.
4. Antennenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wandung (6) des Isolierstoffhohlkörpers tonnen- oder faßförmig ausgebildet ist.
5. Antennenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wandung des- Isolierstoffhohlkörpers die Form aufeinandergesetzter Kegelstümpfe (21, 22) aufweist.
6. Antennenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung des
Isolierstoffhohlkörpers (26) etwa parallel zu ihrer eigenen Längsachse verläuft und die Strahler oder
Strahlergruppen (38 bis 41) mit unterschiedlichen Abständen zu dieser Wandung angeordnet sind.
7. Antennenanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Strahler
bzw. Strahlergruppen (45, 46) von der Wan-
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