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Bandtransporteinrichtung Die Erfindung betrifft eine Bandtransporteinrichtung
mit einer drehbaren Rolle und einer pneumatischen Steuervorrichtung, die einen kraftschlüssigen
Angriff der Oberfläche der drehbaren Rolle mit einem zu transportierenden Band herzustellen
gestattet und eine Luftzuführunosleitun- enthält, die in einen nutartigen, längs
des zu transportierenden Bandes verlaufenden Strömungskanal mündet, in dem die aus
der Zuführungsleitung austretende Luft einen auf das Band einwirkenden Unterdruck
erzeugt.
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Ein bevorzugtes Anwendungsgebiet der Erfindung sind Bandtransporteinrichtungen
für Magnetbandstationen von Datenverarbeitungsanlagen. Die Erfindung ist jedoch
nicht hierauf beschränkt, sondern läßt sich auch zum Transport anderer band- oder
streifenartiaer Elemente anwenden, und der Begriff »Band« soll hier auch beliebige
andere bahn- oder streifenartige Aufzeichnungsträger, Filme oder Teile davon und
beliebige andere Gegenstände umfassen, die sich wie ein Band in ihrem Bewegungsablauf
steuern lassen.
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Es tritt häufig die Aufgabe auf, ein Band innerhalb einer sehr kurzen
Zeitspanne von der Ruhe auf eine hohe Geschwindigkeit zu beschleunigen. Eine hohe
Beschleunigung eines Bandes ist besonders bei Bandstationen von Rechenanlagen von
Interesse, bei welchen ein magnetisches Speicherband auf Befehl wiederholt in Bewegung
gesetzt und angehalten werden muß. Das Magnetband muß mit einer konstanten
hohen Geschwindigkeit laufen, bevor Informationen gespeichert oder abgefragt werden
können. Die Geschwindigkeit einer Datenübertragung auf ein Magnetband oder von diesem
ist daher durch die Zeit begrenzt, die nötig ist, um das Band auf die Arbeitsgeschwindigkeit
zu beschleunigen. Die Bandtransporteinrichtungen sollen daher in der Lage sein,
das Band vom Stillstand auf eine verhältnismäßig hohe Arbeitsgeschwindigkeit in
einer sehr kurzen Zeitspanne zu beschleunigen und das Band dann auf Befehl wieder
schnell anzuhalten. Um eine hohe Beschleunigung des Bandes zu erreichen, sind bereits
verschiedene Antriebssysteme entwickelt worden.
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Es sind beispielsweise pneumatische Bandantriebseinrichtungen bekannt,
bei denen das Band durch die Einwirkung von Unterdruck bzw. Druckluft in Eingriff
mit einer umlaufenden Bandantriebsrolle gebracht oder von dieser wee, eblasen wird.
Wenn das eg Band beschleunigt werden soll, wird Unterdruck und wenn das Band angehalten
werden soll, Druckluft zur Einwirkung gebracht. Die bekannten Systeme besitzen jedoch
von Natur aus die Nachteile eines hohen mechanischen Aufwandes und einer relativ
niederigen Arbeitsgeschwindigkeit, so daß die gewünschten hohen Beschleunigungen
nicht erreicht werden können. Die langsame Arbeitsgeschwindigkeit der bekannten
Einrichtungen beruht zum Teil darauf, daß beim übergang von Unterdruck auf überdruck
das Vakuum durch Druckluft ersetzt werden muß und umgekehrt, was infolge der Trägheit
der zu fördernden Luft erhebliche Verzögerungen mit sich bringt.
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Es ist ferner eine Vorrichtung zum Trennen einzelner Bogen eines Stapels
mittels Vakuums bekannt, welche eine umlaufende zylindrische Trommel enthält, deren
Mantel eine Ringnut aufweist, in die an der dem Stapel gegenüberliegende Seite eine
stationäre Druckluftleitung etwa tangential mündet. Die aus dieser Leitung austretende
Druckluft läßt einen Unterdruck entstehen, durch den das oberste Blatt des Stapels
gegen den Mantel der Trommel gezogen wird, wo es durch im Trommelmantel angeordnete
und mit einer Vakuumleitung verbundene Löcher festgehalten und bei der Drehung der
Trommel mitgenommen wird. Die Vakuumleitung enthält ein Ventil, durch das die Vakuumleitung
nach einer bestimmten Drehung der Trommel von den am Trommelmantel mündenden öffnungen
abgetrennt wird, so daß das von der Trommel mitgenommene Blatt freigegeben
wird
und von einem Förderband weitertransportiert werden kann. Bei dieser bekannten Einrichtung
wird die dauernd in die Nut einströmende Druckluft nur zum Anheben des vorderen
Randes des vom Stapel abzuhebenden Blattes benutzt. Der zum Transportieren des Blattes
erforderliche kraftschlüssige Kontakt des Blattes mit dem Trommelumfang wird dagegen
durch Ansaugen des Blattes mittels der am Trommelmantel mündenden Vakuumleitung
bewirkt. Es sind keinerlei Maßnahmen vorgesehen, um auf das Blatt eine in entgegengesetzter
Richtung wie das Vakuum einwirkende Kraft ausüben zu können, wie es für steuerbare
Bandtransporteinrichtungen erforderlich ist.
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Durch die vorliegende Erfindung soll eine Bandtransporteinrichtung
angegeben werden, die eine pneumatische Steuereinrichtung enthält, mittels derer
die Richtung einer auf das zu transportierende Band einwirkenden Kraft praktisch
verzögerungsfrei umgekehrt werden kann, so daß das Band sehr rasch in kraftschlüssigen
Eingriff mit einem es transportierenden beweglichen Bauteil gebracht oder von diesem
abgehoben werden kann.
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Eine Bandtransporteinrichtung mit einer drehbaren Rolle und einer
pneumatischen Steuervorrichtung, die einen kraftschlüssigen Angriff der Oberfläche
der drehbaren Rolle mit einem zu transportierenden Band herzustellen gestattet und
eine Luftzuführungsleitung enthält, die in einen nutartigen, längs des zu transportierenden
Bandes verlaufenden Strömungskanal mündet, in dem die aus der Zuführungsleitung
austretende Luft einen auf das Band einwirkenden Unterdruck erzeugt, ist gemäß der
Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungskanal zum wahlweisen Erzeugen
des Unterdruckes und eines auf das Band einwirkenden überdruckes mit einem verschließbaren
Auslaß versehen ist.
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Bei der Bandtransporteinrichtung gemäß der Erfindung ist die den Unterdruck
oder überdruck erzeugende Luft dauernd in Bewegung und braucht daher nicht verzögert
oder beschleunigt zu werden wie bei den bekannten Einrichtungen. Daher tritt auch
praktisch keine Verzögerung beim übergang zwischen Unterdruck und überdruck auf.
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Bezüglich der Weiterbildungen der Erfindung wird auf die Unteransprüche
verwiesen.
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Die Bandtransporteinrichtung gemäß der Erfindung kann bei einer Magnetbandstation
Verwendung finden, die zwei gegensinnig umlaufende Antriebsrollen enthält, welche
ein Magnetband in entgegengesetzten Richtungen an einer Wandleranordnung, beispielsweise
einem Magnetkopf, vorbeizuführen gestattet. Den Antriebsrollen ist jeweils ein Bauteil
zugeordnet, der im folgenden als pneumatischer Schuh bezeichnet werden soll. Die
pneumatischen Schuhe bilden mit den Antriebsrollen einen Zwischenraum, durch den
das Band läuft. In den Schuhen ist jeweils ein Strömungskanal gebildet, dessen Querschnitt
sich nach Art eines Venturikanals vom Lufteinlaß aus in Strömungsrichtung verengt.
Die pneumatischen Schuhe sind mit Öffnungen versehen, durch die die Verengung des
Venturikanals mit dem Zwischenraum zwischen der Antriebsrolle und dem Schuh in Verbindung
steht.
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Im Betrieb läßt man Druckluft durch die Venturidüse strömen, so daß
an den Öffnungen ein Unterdruck erzeugt und das Band zum Schuh gezogen wird, wobei
es von der Antriebsrolle entfernt und abgekuppelt wird. Die Luftströmung durch die
Venturidiise kann durch eine Ventilanordnung gesperrt werden, so daß die Luft aus
den Öffnungen in Richtung auf das Band strömt. Die Druckluft drückt das Band dann
gegen die Antriebsrolle, so daß es. von'dieser erfaßt und transportiert wird. Um
das Band nagh Wunsch in entgegengesetzten Richtungen transportieren zu können, werden
die Ventilanordnungen selektiv so gesteuert, daß das Ventil in einem der Schuhe
offen ist. Die Antriebsrolle bei dem Schuh, dessen Ventilanordnung geschlossen ist,
treibt dann das Band an, während das Band von der Antriebsrolle, in deren Schuh
das Ventil geöffnet ist, weggezogen wird. Die Antriebsrollen und die zugehörigen
Schuhe können jeweils auch einzeln in einer beliebigen Bandtransporteinrichtung
Verwendung finden.
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Die Erfindung soll nun an Hand von Ausführungsbeispielen in Verbindung
mit der Zeichnung näher erläutert werden, dabei bedeutet F i g. 1 eine schematische
Darstellung einer pneumatisch arbeitenden Bandtransporteinrichtung gemäß der Erfindung,
F i g. 2 eine teilweise weggebrochene Vorderansicht einer pneumatischen Bandantriebsvorrichtung
gemäß der Erfindung und F i g. 3 eine auseinandergezogene Darstellung von
Teilen der in F i g. 2 dargestellten pneumatischen Bandtransportvorrichtung.
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Bei der in F i g. 1 dargestellten Einrichtung wird ein Magnetband
10 von links nach rechts an einem magnetischen Wandlerkopf 12 vorbeigeführt.
Das Band 10 besteht aus einer Kunststoffolie, die mit einem magnetischen
Werkstoff beschichtet ist. Die Magnetschicht befindet sich auf der den Kopf 12 berührenden
Seite des Bandes. Der Magnetkopf 12 kann ein Mehrfachkopf sein, wie er in Bandstationen
von Rechenanlagen gebräuchlich ist. Eine linke Antriebsrolle 14 dient zum Transportieren
des Bandes 10 von rechts nach links in F i g. 1 gesehen, und eine
rechte Antriebsrolle 16 dient zum Transport des Bandes von links nach rechts.
Die rechte Antriebsrolle 16 wird im Uhrzeigersinn und die linke Antriebsrolle
14 entgegen dem Uhrzeigersinn durch nicht dargestellte Antriebsmotore angetrieben.
Dadie Antriebsrollen 14, 16 gegensinnig umlaufen, hängt die Bandlaufrichtung
davon ab, welche Antriebsrolle kraftschlüssig mit dem Band gekuppelt ist. Die Bewegung
des Bandes 10 zur kraftschlüssigen Kupplung mit einer der Antriebsrollen
14, 16 oder zur Entkupplung von diesen wird durch zwei pneumatische Schuhe
18, 20 gesteuert. Der rechte pneumatische Schuh 20 wirkt mit der rechten
Antriebsrolle 16 zusammen, er ist mit einer Außenfläche versehen, die sich
in einem gewissen Abstand von der Antriebsfläche der Rolle 16 befindet, so
daß ein Zwischenraum gebildet wird, durch den das Band 10 läuft. Der linke
pneumatische Schuh 18 ist in entsprechender Weise der linken Antriebsrolle
14 zugeordnet und bildet mit dieser ebenfalls einen Zwischenraum, durch den das
Band geführt ist. Pfeile an der erwähnten Außenfläche der Schuhe 18, 20 zeigen
die Richtungen des Luftdruckes, der durch die Schuhe erzeugt wird, wenn das Band
10 von links nach rechts läuft, wie in F i g. 1 dargestellt ist. Der
rechte pneumatische Schuh 20 liefert einen Druckluftstrom, der das Band an die rechte
Transportrolle 16 drückt, so daß es von dieser angetrieben wird. Der linke
pneumatische Schuh 18 übt eine Saugwirkung aus,
durch die
das Band von der linken Antriebsrolle 14 abgekuppelt wird, so daß es durch die rechte
Antriebsrolle 16 von links nach rechts bewegt werden kann, ohne daß die linke
Antriebsrolle diesem Antrieb entgegenwirkt.
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Der Aufbau der Schuhe 18, 20 soll an Hand der F i
g. 2 und 3 beschrieben werden. Die Schuhe 18, 20 enthalten
kurz gesagt Venturidüsen für eine Druckluftströmung. Die Außenflächen der Schuhe
sind durchbrochen. An den Durchbrechungen kann nach Wunsch entweder eine Saugwirkung
oder eine Druckluftströmung erzeugt werden. Auf Befehl kann der Luftstrom durch
die Venturidüsen beider Schuhe in die Druchbrechungen oder Öffnungen umgeleitet
und auf das Band gerichtet werden, so daß das Band kraftschlüssig zum Antrieb gegen
die zugeordnete Antriebsrolle gepreßt wird. Da sich die Luft in der Venturidüse
dauernd in Bewegung befindet, entfällt eine zeitliche Verzögerung infolge der Trägheit
der Luft beim übergang von Vakuum- (Saug-) Betrieb zum Druckluftbetrieb praktisch
vollständig. Es ist, mit anderen Worten gesagt, nicht mehr erforderlich, daß eine
gewisse Luftmenge aus einem bestimmten Volumen abgesaugt oder in dieses Volumen
gedrückt werden muß, um einen unter bzw. über dem Atmosphärendruck liegenden Druck
in den pneumatischen Bandtransporteinrichtungen gemäß der Erfindung zu erzeugen.
Hieraus folgt dann, daß Zeitverzöger-ungen infolge der Massenträgheit der Luft praktisch
nicht auftreten.
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Bei bekannten pneumatischen Bandtransporteinrichtungen ist die Trägheit
der zu bewegenden Luftmengen der für die Begrenzung der erreichbaren Beschleunigungen
wesentliche Faktor. Bei den pneumatischen Bandtransportvorrichtungen gemäß der Erfindung
werden diese Verzögerungen praktisch völlig vermieden, und die Erfindung ermöglicht
daher extrem hohe Bandbeschleunigungen von der Ruhe auf hohe Arbeitsgeschwindigkeiten
innerhalb sehr kurzer Zeiten.
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Um andere die Beschleunigung des Bandes begrenzende Einflüsse auszuschalten,
beispeilsweise die Trägheit der Spulen, auf die das Band gewickelt ist, können zwei
Kästen oder Behälter vorgesehen werden, in denen sich eine bestimmte Menge des Bandes
ansammeln kann. Die Behälter werden zwischen den Spulen und den Antriebsrollen angeordnet,
so daß das Band zur Beschleunigung durch die eine Antriebsrolle aus dem einen Behälter
herausgezogen und von der anderen Antriebsrolle in den anderen Behälter gefördert
werden kann. Auf diese Weise muß nur die Masse des zwischen den Behältern befindlichen
Bandstückes beschleunigt werden.
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Der Betrag des von den Schuhen 18, 20 ausgeübten Unter- oder
überdruckes hängt von der Größe der Venturidüse, dem Druck der der Düse zugeführten
Luft und der Strömungsgeschwindigkeit der Luft in der Venturidüse ab. Der auf das
Band ausgeübte Luftdruck soll ausreichen, um es in enge Berührung mit der Antriebsrolle
zu drücken. Der Unterdruck soll andererseits ausreichen, das Band von der Antriebsrolle
weg in eine stabile Lage in der Nähe der Außenfläche des Schuhes, jedoch in einem
gewissen Abstand von diesen, zu ziehen. Es ist ersichtlich, daß sich die Magnetschicht
auf der den Schuhen zugewandten Seite des Bandes befindet. Die Schicht soll möglichst
die gegenüberliegende Schuhfläche nicht berühren, um einen Verschleiß der Schicht
und damit eine Beschädigung oder Verkürzung der Lebensdauer des Bandes zu vermeiden.
Wenn also das Band 10 angetrieben wird, befindet es sich in engem, kraftschlüssigem
Eingriff mit der einen Antriebsrolle und läuft im Abstand zwischen der anderen Antriebsrolle
und dem dieser zugeordneten pneumatischen Schuh durch. F i g. 1 zeigt diese
Verhältnisse, das Band ist zum Antrieb kraftschlüssig mit der rechten Antriebsrolle
16 gekuppelt und läuft im Abstand sowohl an der linken Antriebsrolle 14 als
auch an dem linken pneumatischen Schuh 18 vorbei.
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Es kann sich jedoch als zweckmäßig erweisen, die pneumatischen Schuhe
zum Abbremsen des Bandes zu benutzen, hierdurch kann das Band auf Befehl schnell
angehalten werden. In diesem Fall wird dann der durch die pneumatischen Schuhe
18, 20 ausgeübte Unterdruck so bemessen, daß das Band 10
in reibungsmäßigen,
kraftschlüssigen und bremsenden Kontakt mit den pneumatischen Schuhen
18, 20 gezogen wird. Hierbei läßt man Luft durch die Venturidüsen beider
Schuhe 18, 20 strömen und erzeugt einen ausreichenden Unterdruck an den Außenflächen
beider Schuhe 18, 20, um das Band 10 kraftschlüssig gegen die Außenflächen
der Schuhe zu ziehen. Das Band wird hierdurch sehr plötzlich angehalten.
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Eine Bandtransporteinrichtung gemäß der Erfindung kann auch eine Bremse
22 enthalten, die auf der dem Magnetkopf 12 gegenüberliegenden Seite des Bandes
angeordnet ist. Die Bremse enthält ein Andruckpolster, das das Band 10 während
des normalen Betriebes, also beim Schreiben oder Lesen, in innigem Kontakt mit dem
Wandlerkopf 12 hält. Zum Bremsen des Bandes wird eine zusätzliche Kraft auf das
Andruckkissen ausgeübt. Die Bremse 22 kann jedoch auch eine pneumatische Einrichtung
sein, die eine Anzahl von Öffnungen in der am Band angreifenden Fläche aufweist.
Einige dieser Öffnungen können wahlweise an eine Vakuumquelle anschließbar sein,
die es ermöglicht, das Band vom Kopf 12 weg und kraftschlüssig an die Bremse 22
zu ziehen. Durch die anderen Öffnungen kann Druckluft zuführbar sein, die das Band
leicht gegen den Kopf drückt, um eine genügend enge magnetische Kopplung zwischen
Band und Kopf zu gewährleisten.
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In F i g. 2 und 3 ist ein praktisches Ausführungsbeispiel
eines pneumatischen Schuhes gemäß der Erfindung dargestellt. Der Schuh kann als
rechter pneumatischer Schuh 20 in F i g. 1 dienen und mit der rechten Antriebsrolle
16 zusammenwirken, daher sind in F i g. 2 und 3 entsprechende
Bezugszeichen verwendet worden. Der Schuh 20 enthält einen Körper 24, der mittels
dreier Befestigungslöcher 27 durch nicht dargestellte Schrauben an einer
Grundplatte einer Bandstation befestigt sein kann. Der Körper 24 weist eine konkave,
zylindrische Außenfläche 26
auf, die sich über etwa 90' der Mantelfläche
der Antriebsrolle 16 erstreckt. Der Körper 24 besitzt einen Ansatz
25, der etwa tangential zur Rolle 16
verläuft. Die Außenfläche
26 des Körpers 24 reicht bis zum Ende des Ansatzes 25. In der Außenfläche
26 des Körpers 24 befindet sich eine Nut 28, die im Ansatz
25 einen verlaufenden Querschnitt aufweist. Der Querschnitt der Nut ist im
übrigen konstant, nur im Ansatz 25 erweitert sich die Nut. Der Ansatz
25 ist mit einer Öffnung 30 versehen, die mit der Nut 28 in
Verbindung steht. Die öffnung 30 nimmt eine Luftzuführungsarmatur
32 auf, die über eine
nicht dargestellte Leitung mit einer
Druckluftquelle, beispielsweise einem Kompressor, verbunden sein kann.
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An den Seiten der Außenfläche 26 des Körpers 24 ist eine mit
einer Anzahl von Öffnungen 35 versehene Platte 34 durch nicht dargestellte
Schrauben befestigt, die Löcher 36 längs den Seitenrändern der Platte 34
durchsetzen. Die Löcher 36 decken sich mit entsprechenden Gewindelöchern
38 im Körper 24. Eine Außenfläche 40 der Platte 34 verläuft über einen Bogen
von ungefähr 90' der Umfangsfläche der Antriebsrolle 16 parallel.
Der Abstand der Außenfläche 40 der Platte 34 von der Umfangsfläche der Antriebsrolle
ist in dem 90' umfassenden Winkelbereich vorzugsweise gleichförmig. Die Umfangsfläche
der Antriebsrolle 16 und die Außenfläche 40 der Platte 34 bilden einen Zwischenraum
oder Spalt für das Band. Die Enden der Außenfläche 40 der Platte 34 verlaufen wenigstens
annähernd tangential zur Umfangsfläche der Rolle 16.
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Am Körper 24 ist durch Schrauben 46 eine Halterung 44 für eine Magnetspule
42 befestigt. Ein Anker 48 der Magnetspule 42 trägt eine Ventilplatte
50. Die Ventilplatte 50 ist T-förmig und ruht in einem Ventilsitz
52. Der Ventilsitz 52 ist durch Schrauben 54 an der Unterseite des
Körpers 24 befestigt. Der Ventilsitz 52 ist mit einem T-förmigen Schlitz
55 versehen, in dem die Ventilplatte 50 gleiten kann.
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# Der Ventilsitz 52 weist zwei Endteile 56 auf, die
sich mit der Außenfläche 26 des Körpers 24 decken. Zwischen den Endteilen
56 befindet sich eine verlaufende Nut 58.
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Die Platte 34, die genutete äußere Fläche 26 des Körpers 24
und die Nutfläche 58 des Ventilsitzes 52
bilden eine Venturidüse
59 (F i g. 2), die eine verhältnismäßig lange, gebogene Verengung
60 aufweist, die im wesentlichen parallel zur Umfangsfläche der Antriebsrolle
16 verläuft. Die Düse 59 umfaßt ferner einen Einlaß 61., der
sich durch die Formgebung der Nut 28 im Ansatz 25 des Körpers 24 nach
außen erweitert. Die Düse endet in einem Auslaß 62 im Ventilsitz
52, der sich von der Verengung 60 infolge der Formgebung der Nut
58 im Ventilsitz 52 nach außen erweitert. Die Venturidüse
59 weist die klassischen Flächenverhältnisse auf. Die Druckluft kann durch
die Einsatzarinatur 32 in den Einlaß einströmen und aus dem Kanal
58 entweder durch den Auslaß 62 oder die Öffnungen 35 austreten,
je nachdem, welche Stellung die Ventilplatte 50 einnimmt.
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Die Venturidüse 59 ist vorzugsweise so beinessin', daß in der
Verengung 60 der kritische Druck auftritt. Der kritische Druck in der Venturidüse
59 ist derjenige Druck, bei welchem auch bei Erhöhungen des Druckes der dem
Einlaß 61 zugeführten Luft die Strömung durch die Verengung 60 kaum
mehr zunimmt. Arbeitet man mit Einlaßdrücken oberhalb des kritischen Druckes, so
haben Druckschwankungen, die durch die Druckluftquelle, beispielsweise einen Kompressor,
verursacht werden, keinen Einfluß auf die durch die Verengung 60 der Venturidüse
strömende Luftmenge und ändern daher auch nicht die Größe des Unterdruckes, der
durch den Luftstrom in der Venturidüse an den Öffnungen 35 entsteht. Es ist
daher wünschenswert, daß durch das Verhältnis der Querschnittsfläche des Einlaßteiles
61 zur Querschnittsfläche des verengten Teiles 60 der Venturidüse
59 ein kritischer Druck bestimmt wird, der unterhalb des Druckes liegt, den
die Druckluftquelle zu erzeugen vermag. Eine turbulenzfreie Strömung der Luft aus
der Venturidüse 59 heraus ist durch die Formgebung des Auslaßteiles
62 gewährleistet. Da die größte Querschnittsfläche im Auslaßteil
62
größer ist als die Querschnittsfläche im verengten Teil 60 der Venturidüse
59, liegt der Druck der entweichenden Luft uiiterhalb des Atmosphärendruckes,
jedoch über dem Druck in der Verengung der Venturidüse. Das Verhältnis der größten
Querschnittsfläche des Auslaßteiles zur Querschnittsfläche im verengten Teil ist
vorzugsweise gleich dem Verhältnis der Querschnittsfläche des Einlaßteiles zur Querschnittsfläche
des verengten Teiles. Die Gefahr eines Rückstaues der Luft in die Verengung der
Venturidüse aus dem Auslaßteil wird dadurch verringert, daß der übergang zwischen
Atmosphärendruck und Unterdruck in der Venturidüse wegen des verlaufenden Auslaßteiles
62 im Ventilsitz 52 allmählich vor sich geht.
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Im Betrieb wird die Spule 42 durch Befehlssignale elektrisch gesteuert.
Bei entsprechender Steuerung bewegt die Spule 42 die Ventilplatte 50 entweder
in die in F i g. 2 dargestellte Lage, in der der Auslaß 62
der Venturidüse
59 gesperrt ist, oder in eine Lage, in der der Auslaß 62 offen ist.
Diese beiden Stellungen der Ventilplatte 50 können durch Anschläge in der
Steuerspule 52 in üblicher Weise eingestellt werden. Wenn sich die Ventilplatte
50 in der in F 1 g. 2 dargestellten Verschlußstellung befindet, arbeitet
der pneumatische Schuh wie der in F i g. 1 rechts dargestellte pneumatische
Schuh 20. Die in die Venturidüse 59 eingespeiste Luft tritt aus den Öffnungen
35
aus. Auf das Band 10 wirkt dann ein überdruck, der es zum Antrieb
in kraftschlüssigen Eingriff mit der Rolle 16 bringt. Die Antriebsrolle
16 kann dann das Band beschleunigen und von links nach rechts bewegen.
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Wenn die Spule 42 durch Steuersignale so betätigt wird, daß der Anker
48 in die Spule 42 zurückgezogen wird, gibt die Ventilplatte 50 die Venturidüse
59 frei, und die Druckluft kann ungehindert durch die Düse 59 und
deren Auslaß 62 strömen. Der Druck in der Verengung 60, die sich über
einen Umfangsbereich von 90' um die Rolle 60 erstreckt, wie erwähnt
wurde, sinkt dann unter den Atmosphärendruck ab. Die Öffnungen 35 üben dann
eine Saugwirkung aus, und das Band wird von der Rolle 16 weg zur Platte 34
gezogen. Das Band berührt die Platte 34 jedoch nicht, wie oben erwähnt wurde, die
auf das Band ausgeübte Kraft reicht jedoch aus, das Band von der Antriebsrolle abzukuppeln.
Ein Antrieb des Bandes durch die Rolle 16 ist daher nicht mehr möglich.
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Durch entsprechende Ausbildung der Steuerschaltung für die beiden
pneumatischen Schuhe 18, 20 kann erreicht werden, daß die Ventilplatte
50 die Venturidüse im rechten pheumatischen Schuh 20 sperrt und eine entsprechende
Ventilplatte im linken pneumatischen Schuh 18 die entsprechende Venturidüse
freigibt. Das Band 10 wird dann durch die rechte Antriebsrolle
16 in F i g. 1 von links nach rechts transportiert. Andererseits kann
die Ventilplatte im linken pneumatischen Schuh 18 so eingestellt werden,
daß sie die Venturidüse im linken pneumatischen Schuh sperrt, während die Ventilplatte
50 im rechten pneumatischen Schuh 20 den Auslaß der Venturidüse freigibt.
In diesem Fall wird dann das Band durch die linke Antriebsrolle 14 von rechts nach
links transportiert. Durch entsprechende
Steuersignale für die den
pneumatischen Schuh 18,
20 zugeordneten Steuerspulen kann das Band also in
beliebiger Richtung an der Kopfanordnung vorbeigeführt werden.