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DE1241872B - Bandtransporteinrichtung - Google Patents

Bandtransporteinrichtung

Info

Publication number
DE1241872B
DE1241872B DER32268A DER0032268A DE1241872B DE 1241872 B DE1241872 B DE 1241872B DE R32268 A DER32268 A DE R32268A DE R0032268 A DER0032268 A DE R0032268A DE 1241872 B DE1241872 B DE 1241872B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
belt
tape
air
flow channel
pneumatic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER32268A
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Winfield Chambers
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RCA Corp
Original Assignee
RCA Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by RCA Corp filed Critical RCA Corp
Publication of DE1241872B publication Critical patent/DE1241872B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
    • G11B15/00Driving, starting or stopping record carriers of filamentary or web form; Driving both such record carriers and heads; Guiding such record carriers or containers therefor; Control thereof; Control of operating function
    • G11B15/18Driving; Starting; Stopping; Arrangements for control or regulation thereof
    • G11B15/38Driving record carriers by pneumatic means

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  • Advancing Webs (AREA)

Description

  • Bandtransporteinrichtung Die Erfindung betrifft eine Bandtransporteinrichtung mit einer drehbaren Rolle und einer pneumatischen Steuervorrichtung, die einen kraftschlüssigen Angriff der Oberfläche der drehbaren Rolle mit einem zu transportierenden Band herzustellen gestattet und eine Luftzuführunosleitun- enthält, die in einen nutartigen, längs des zu transportierenden Bandes verlaufenden Strömungskanal mündet, in dem die aus der Zuführungsleitung austretende Luft einen auf das Band einwirkenden Unterdruck erzeugt.
  • Ein bevorzugtes Anwendungsgebiet der Erfindung sind Bandtransporteinrichtungen für Magnetbandstationen von Datenverarbeitungsanlagen. Die Erfindung ist jedoch nicht hierauf beschränkt, sondern läßt sich auch zum Transport anderer band- oder streifenartiaer Elemente anwenden, und der Begriff »Band« soll hier auch beliebige andere bahn- oder streifenartige Aufzeichnungsträger, Filme oder Teile davon und beliebige andere Gegenstände umfassen, die sich wie ein Band in ihrem Bewegungsablauf steuern lassen.
  • Es tritt häufig die Aufgabe auf, ein Band innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne von der Ruhe auf eine hohe Geschwindigkeit zu beschleunigen. Eine hohe Beschleunigung eines Bandes ist besonders bei Bandstationen von Rechenanlagen von Interesse, bei welchen ein magnetisches Speicherband auf Befehl wiederholt in Bewegung gesetzt und angehalten werden muß. Das Magnetband muß mit einer konstanten hohen Geschwindigkeit laufen, bevor Informationen gespeichert oder abgefragt werden können. Die Geschwindigkeit einer Datenübertragung auf ein Magnetband oder von diesem ist daher durch die Zeit begrenzt, die nötig ist, um das Band auf die Arbeitsgeschwindigkeit zu beschleunigen. Die Bandtransporteinrichtungen sollen daher in der Lage sein, das Band vom Stillstand auf eine verhältnismäßig hohe Arbeitsgeschwindigkeit in einer sehr kurzen Zeitspanne zu beschleunigen und das Band dann auf Befehl wieder schnell anzuhalten. Um eine hohe Beschleunigung des Bandes zu erreichen, sind bereits verschiedene Antriebssysteme entwickelt worden.
  • Es sind beispielsweise pneumatische Bandantriebseinrichtungen bekannt, bei denen das Band durch die Einwirkung von Unterdruck bzw. Druckluft in Eingriff mit einer umlaufenden Bandantriebsrolle gebracht oder von dieser wee, eblasen wird. Wenn das eg Band beschleunigt werden soll, wird Unterdruck und wenn das Band angehalten werden soll, Druckluft zur Einwirkung gebracht. Die bekannten Systeme besitzen jedoch von Natur aus die Nachteile eines hohen mechanischen Aufwandes und einer relativ niederigen Arbeitsgeschwindigkeit, so daß die gewünschten hohen Beschleunigungen nicht erreicht werden können. Die langsame Arbeitsgeschwindigkeit der bekannten Einrichtungen beruht zum Teil darauf, daß beim übergang von Unterdruck auf überdruck das Vakuum durch Druckluft ersetzt werden muß und umgekehrt, was infolge der Trägheit der zu fördernden Luft erhebliche Verzögerungen mit sich bringt.
  • Es ist ferner eine Vorrichtung zum Trennen einzelner Bogen eines Stapels mittels Vakuums bekannt, welche eine umlaufende zylindrische Trommel enthält, deren Mantel eine Ringnut aufweist, in die an der dem Stapel gegenüberliegende Seite eine stationäre Druckluftleitung etwa tangential mündet. Die aus dieser Leitung austretende Druckluft läßt einen Unterdruck entstehen, durch den das oberste Blatt des Stapels gegen den Mantel der Trommel gezogen wird, wo es durch im Trommelmantel angeordnete und mit einer Vakuumleitung verbundene Löcher festgehalten und bei der Drehung der Trommel mitgenommen wird. Die Vakuumleitung enthält ein Ventil, durch das die Vakuumleitung nach einer bestimmten Drehung der Trommel von den am Trommelmantel mündenden öffnungen abgetrennt wird, so daß das von der Trommel mitgenommene Blatt freigegeben wird und von einem Förderband weitertransportiert werden kann. Bei dieser bekannten Einrichtung wird die dauernd in die Nut einströmende Druckluft nur zum Anheben des vorderen Randes des vom Stapel abzuhebenden Blattes benutzt. Der zum Transportieren des Blattes erforderliche kraftschlüssige Kontakt des Blattes mit dem Trommelumfang wird dagegen durch Ansaugen des Blattes mittels der am Trommelmantel mündenden Vakuumleitung bewirkt. Es sind keinerlei Maßnahmen vorgesehen, um auf das Blatt eine in entgegengesetzter Richtung wie das Vakuum einwirkende Kraft ausüben zu können, wie es für steuerbare Bandtransporteinrichtungen erforderlich ist.
  • Durch die vorliegende Erfindung soll eine Bandtransporteinrichtung angegeben werden, die eine pneumatische Steuereinrichtung enthält, mittels derer die Richtung einer auf das zu transportierende Band einwirkenden Kraft praktisch verzögerungsfrei umgekehrt werden kann, so daß das Band sehr rasch in kraftschlüssigen Eingriff mit einem es transportierenden beweglichen Bauteil gebracht oder von diesem abgehoben werden kann.
  • Eine Bandtransporteinrichtung mit einer drehbaren Rolle und einer pneumatischen Steuervorrichtung, die einen kraftschlüssigen Angriff der Oberfläche der drehbaren Rolle mit einem zu transportierenden Band herzustellen gestattet und eine Luftzuführungsleitung enthält, die in einen nutartigen, längs des zu transportierenden Bandes verlaufenden Strömungskanal mündet, in dem die aus der Zuführungsleitung austretende Luft einen auf das Band einwirkenden Unterdruck erzeugt, ist gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungskanal zum wahlweisen Erzeugen des Unterdruckes und eines auf das Band einwirkenden überdruckes mit einem verschließbaren Auslaß versehen ist.
  • Bei der Bandtransporteinrichtung gemäß der Erfindung ist die den Unterdruck oder überdruck erzeugende Luft dauernd in Bewegung und braucht daher nicht verzögert oder beschleunigt zu werden wie bei den bekannten Einrichtungen. Daher tritt auch praktisch keine Verzögerung beim übergang zwischen Unterdruck und überdruck auf.
  • Bezüglich der Weiterbildungen der Erfindung wird auf die Unteransprüche verwiesen.
  • Die Bandtransporteinrichtung gemäß der Erfindung kann bei einer Magnetbandstation Verwendung finden, die zwei gegensinnig umlaufende Antriebsrollen enthält, welche ein Magnetband in entgegengesetzten Richtungen an einer Wandleranordnung, beispielsweise einem Magnetkopf, vorbeizuführen gestattet. Den Antriebsrollen ist jeweils ein Bauteil zugeordnet, der im folgenden als pneumatischer Schuh bezeichnet werden soll. Die pneumatischen Schuhe bilden mit den Antriebsrollen einen Zwischenraum, durch den das Band läuft. In den Schuhen ist jeweils ein Strömungskanal gebildet, dessen Querschnitt sich nach Art eines Venturikanals vom Lufteinlaß aus in Strömungsrichtung verengt. Die pneumatischen Schuhe sind mit Öffnungen versehen, durch die die Verengung des Venturikanals mit dem Zwischenraum zwischen der Antriebsrolle und dem Schuh in Verbindung steht.
  • Im Betrieb läßt man Druckluft durch die Venturidüse strömen, so daß an den Öffnungen ein Unterdruck erzeugt und das Band zum Schuh gezogen wird, wobei es von der Antriebsrolle entfernt und abgekuppelt wird. Die Luftströmung durch die Venturidiise kann durch eine Ventilanordnung gesperrt werden, so daß die Luft aus den Öffnungen in Richtung auf das Band strömt. Die Druckluft drückt das Band dann gegen die Antriebsrolle, so daß es. von'dieser erfaßt und transportiert wird. Um das Band nagh Wunsch in entgegengesetzten Richtungen transportieren zu können, werden die Ventilanordnungen selektiv so gesteuert, daß das Ventil in einem der Schuhe offen ist. Die Antriebsrolle bei dem Schuh, dessen Ventilanordnung geschlossen ist, treibt dann das Band an, während das Band von der Antriebsrolle, in deren Schuh das Ventil geöffnet ist, weggezogen wird. Die Antriebsrollen und die zugehörigen Schuhe können jeweils auch einzeln in einer beliebigen Bandtransporteinrichtung Verwendung finden.
  • Die Erfindung soll nun an Hand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert werden, dabei bedeutet F i g. 1 eine schematische Darstellung einer pneumatisch arbeitenden Bandtransporteinrichtung gemäß der Erfindung, F i g. 2 eine teilweise weggebrochene Vorderansicht einer pneumatischen Bandantriebsvorrichtung gemäß der Erfindung und F i g. 3 eine auseinandergezogene Darstellung von Teilen der in F i g. 2 dargestellten pneumatischen Bandtransportvorrichtung.
  • Bei der in F i g. 1 dargestellten Einrichtung wird ein Magnetband 10 von links nach rechts an einem magnetischen Wandlerkopf 12 vorbeigeführt. Das Band 10 besteht aus einer Kunststoffolie, die mit einem magnetischen Werkstoff beschichtet ist. Die Magnetschicht befindet sich auf der den Kopf 12 berührenden Seite des Bandes. Der Magnetkopf 12 kann ein Mehrfachkopf sein, wie er in Bandstationen von Rechenanlagen gebräuchlich ist. Eine linke Antriebsrolle 14 dient zum Transportieren des Bandes 10 von rechts nach links in F i g. 1 gesehen, und eine rechte Antriebsrolle 16 dient zum Transport des Bandes von links nach rechts. Die rechte Antriebsrolle 16 wird im Uhrzeigersinn und die linke Antriebsrolle 14 entgegen dem Uhrzeigersinn durch nicht dargestellte Antriebsmotore angetrieben. Dadie Antriebsrollen 14, 16 gegensinnig umlaufen, hängt die Bandlaufrichtung davon ab, welche Antriebsrolle kraftschlüssig mit dem Band gekuppelt ist. Die Bewegung des Bandes 10 zur kraftschlüssigen Kupplung mit einer der Antriebsrollen 14, 16 oder zur Entkupplung von diesen wird durch zwei pneumatische Schuhe 18, 20 gesteuert. Der rechte pneumatische Schuh 20 wirkt mit der rechten Antriebsrolle 16 zusammen, er ist mit einer Außenfläche versehen, die sich in einem gewissen Abstand von der Antriebsfläche der Rolle 16 befindet, so daß ein Zwischenraum gebildet wird, durch den das Band 10 läuft. Der linke pneumatische Schuh 18 ist in entsprechender Weise der linken Antriebsrolle 14 zugeordnet und bildet mit dieser ebenfalls einen Zwischenraum, durch den das Band geführt ist. Pfeile an der erwähnten Außenfläche der Schuhe 18, 20 zeigen die Richtungen des Luftdruckes, der durch die Schuhe erzeugt wird, wenn das Band 10 von links nach rechts läuft, wie in F i g. 1 dargestellt ist. Der rechte pneumatische Schuh 20 liefert einen Druckluftstrom, der das Band an die rechte Transportrolle 16 drückt, so daß es von dieser angetrieben wird. Der linke pneumatische Schuh 18 übt eine Saugwirkung aus, durch die das Band von der linken Antriebsrolle 14 abgekuppelt wird, so daß es durch die rechte Antriebsrolle 16 von links nach rechts bewegt werden kann, ohne daß die linke Antriebsrolle diesem Antrieb entgegenwirkt.
  • Der Aufbau der Schuhe 18, 20 soll an Hand der F i g. 2 und 3 beschrieben werden. Die Schuhe 18, 20 enthalten kurz gesagt Venturidüsen für eine Druckluftströmung. Die Außenflächen der Schuhe sind durchbrochen. An den Durchbrechungen kann nach Wunsch entweder eine Saugwirkung oder eine Druckluftströmung erzeugt werden. Auf Befehl kann der Luftstrom durch die Venturidüsen beider Schuhe in die Druchbrechungen oder Öffnungen umgeleitet und auf das Band gerichtet werden, so daß das Band kraftschlüssig zum Antrieb gegen die zugeordnete Antriebsrolle gepreßt wird. Da sich die Luft in der Venturidüse dauernd in Bewegung befindet, entfällt eine zeitliche Verzögerung infolge der Trägheit der Luft beim übergang von Vakuum- (Saug-) Betrieb zum Druckluftbetrieb praktisch vollständig. Es ist, mit anderen Worten gesagt, nicht mehr erforderlich, daß eine gewisse Luftmenge aus einem bestimmten Volumen abgesaugt oder in dieses Volumen gedrückt werden muß, um einen unter bzw. über dem Atmosphärendruck liegenden Druck in den pneumatischen Bandtransporteinrichtungen gemäß der Erfindung zu erzeugen. Hieraus folgt dann, daß Zeitverzöger-ungen infolge der Massenträgheit der Luft praktisch nicht auftreten.
  • Bei bekannten pneumatischen Bandtransporteinrichtungen ist die Trägheit der zu bewegenden Luftmengen der für die Begrenzung der erreichbaren Beschleunigungen wesentliche Faktor. Bei den pneumatischen Bandtransportvorrichtungen gemäß der Erfindung werden diese Verzögerungen praktisch völlig vermieden, und die Erfindung ermöglicht daher extrem hohe Bandbeschleunigungen von der Ruhe auf hohe Arbeitsgeschwindigkeiten innerhalb sehr kurzer Zeiten.
  • Um andere die Beschleunigung des Bandes begrenzende Einflüsse auszuschalten, beispeilsweise die Trägheit der Spulen, auf die das Band gewickelt ist, können zwei Kästen oder Behälter vorgesehen werden, in denen sich eine bestimmte Menge des Bandes ansammeln kann. Die Behälter werden zwischen den Spulen und den Antriebsrollen angeordnet, so daß das Band zur Beschleunigung durch die eine Antriebsrolle aus dem einen Behälter herausgezogen und von der anderen Antriebsrolle in den anderen Behälter gefördert werden kann. Auf diese Weise muß nur die Masse des zwischen den Behältern befindlichen Bandstückes beschleunigt werden.
  • Der Betrag des von den Schuhen 18, 20 ausgeübten Unter- oder überdruckes hängt von der Größe der Venturidüse, dem Druck der der Düse zugeführten Luft und der Strömungsgeschwindigkeit der Luft in der Venturidüse ab. Der auf das Band ausgeübte Luftdruck soll ausreichen, um es in enge Berührung mit der Antriebsrolle zu drücken. Der Unterdruck soll andererseits ausreichen, das Band von der Antriebsrolle weg in eine stabile Lage in der Nähe der Außenfläche des Schuhes, jedoch in einem gewissen Abstand von diesen, zu ziehen. Es ist ersichtlich, daß sich die Magnetschicht auf der den Schuhen zugewandten Seite des Bandes befindet. Die Schicht soll möglichst die gegenüberliegende Schuhfläche nicht berühren, um einen Verschleiß der Schicht und damit eine Beschädigung oder Verkürzung der Lebensdauer des Bandes zu vermeiden. Wenn also das Band 10 angetrieben wird, befindet es sich in engem, kraftschlüssigem Eingriff mit der einen Antriebsrolle und läuft im Abstand zwischen der anderen Antriebsrolle und dem dieser zugeordneten pneumatischen Schuh durch. F i g. 1 zeigt diese Verhältnisse, das Band ist zum Antrieb kraftschlüssig mit der rechten Antriebsrolle 16 gekuppelt und läuft im Abstand sowohl an der linken Antriebsrolle 14 als auch an dem linken pneumatischen Schuh 18 vorbei.
  • Es kann sich jedoch als zweckmäßig erweisen, die pneumatischen Schuhe zum Abbremsen des Bandes zu benutzen, hierdurch kann das Band auf Befehl schnell angehalten werden. In diesem Fall wird dann der durch die pneumatischen Schuhe 18, 20 ausgeübte Unterdruck so bemessen, daß das Band 10 in reibungsmäßigen, kraftschlüssigen und bremsenden Kontakt mit den pneumatischen Schuhen 18, 20 gezogen wird. Hierbei läßt man Luft durch die Venturidüsen beider Schuhe 18, 20 strömen und erzeugt einen ausreichenden Unterdruck an den Außenflächen beider Schuhe 18, 20, um das Band 10 kraftschlüssig gegen die Außenflächen der Schuhe zu ziehen. Das Band wird hierdurch sehr plötzlich angehalten.
  • Eine Bandtransporteinrichtung gemäß der Erfindung kann auch eine Bremse 22 enthalten, die auf der dem Magnetkopf 12 gegenüberliegenden Seite des Bandes angeordnet ist. Die Bremse enthält ein Andruckpolster, das das Band 10 während des normalen Betriebes, also beim Schreiben oder Lesen, in innigem Kontakt mit dem Wandlerkopf 12 hält. Zum Bremsen des Bandes wird eine zusätzliche Kraft auf das Andruckkissen ausgeübt. Die Bremse 22 kann jedoch auch eine pneumatische Einrichtung sein, die eine Anzahl von Öffnungen in der am Band angreifenden Fläche aufweist. Einige dieser Öffnungen können wahlweise an eine Vakuumquelle anschließbar sein, die es ermöglicht, das Band vom Kopf 12 weg und kraftschlüssig an die Bremse 22 zu ziehen. Durch die anderen Öffnungen kann Druckluft zuführbar sein, die das Band leicht gegen den Kopf drückt, um eine genügend enge magnetische Kopplung zwischen Band und Kopf zu gewährleisten.
  • In F i g. 2 und 3 ist ein praktisches Ausführungsbeispiel eines pneumatischen Schuhes gemäß der Erfindung dargestellt. Der Schuh kann als rechter pneumatischer Schuh 20 in F i g. 1 dienen und mit der rechten Antriebsrolle 16 zusammenwirken, daher sind in F i g. 2 und 3 entsprechende Bezugszeichen verwendet worden. Der Schuh 20 enthält einen Körper 24, der mittels dreier Befestigungslöcher 27 durch nicht dargestellte Schrauben an einer Grundplatte einer Bandstation befestigt sein kann. Der Körper 24 weist eine konkave, zylindrische Außenfläche 26 auf, die sich über etwa 90' der Mantelfläche der Antriebsrolle 16 erstreckt. Der Körper 24 besitzt einen Ansatz 25, der etwa tangential zur Rolle 16 verläuft. Die Außenfläche 26 des Körpers 24 reicht bis zum Ende des Ansatzes 25. In der Außenfläche 26 des Körpers 24 befindet sich eine Nut 28, die im Ansatz 25 einen verlaufenden Querschnitt aufweist. Der Querschnitt der Nut ist im übrigen konstant, nur im Ansatz 25 erweitert sich die Nut. Der Ansatz 25 ist mit einer Öffnung 30 versehen, die mit der Nut 28 in Verbindung steht. Die öffnung 30 nimmt eine Luftzuführungsarmatur 32 auf, die über eine nicht dargestellte Leitung mit einer Druckluftquelle, beispielsweise einem Kompressor, verbunden sein kann.
  • An den Seiten der Außenfläche 26 des Körpers 24 ist eine mit einer Anzahl von Öffnungen 35 versehene Platte 34 durch nicht dargestellte Schrauben befestigt, die Löcher 36 längs den Seitenrändern der Platte 34 durchsetzen. Die Löcher 36 decken sich mit entsprechenden Gewindelöchern 38 im Körper 24. Eine Außenfläche 40 der Platte 34 verläuft über einen Bogen von ungefähr 90' der Umfangsfläche der Antriebsrolle 16 parallel. Der Abstand der Außenfläche 40 der Platte 34 von der Umfangsfläche der Antriebsrolle ist in dem 90' umfassenden Winkelbereich vorzugsweise gleichförmig. Die Umfangsfläche der Antriebsrolle 16 und die Außenfläche 40 der Platte 34 bilden einen Zwischenraum oder Spalt für das Band. Die Enden der Außenfläche 40 der Platte 34 verlaufen wenigstens annähernd tangential zur Umfangsfläche der Rolle 16.
  • Am Körper 24 ist durch Schrauben 46 eine Halterung 44 für eine Magnetspule 42 befestigt. Ein Anker 48 der Magnetspule 42 trägt eine Ventilplatte 50. Die Ventilplatte 50 ist T-förmig und ruht in einem Ventilsitz 52. Der Ventilsitz 52 ist durch Schrauben 54 an der Unterseite des Körpers 24 befestigt. Der Ventilsitz 52 ist mit einem T-förmigen Schlitz 55 versehen, in dem die Ventilplatte 50 gleiten kann.
  • # Der Ventilsitz 52 weist zwei Endteile 56 auf, die sich mit der Außenfläche 26 des Körpers 24 decken. Zwischen den Endteilen 56 befindet sich eine verlaufende Nut 58.
  • Die Platte 34, die genutete äußere Fläche 26 des Körpers 24 und die Nutfläche 58 des Ventilsitzes 52 bilden eine Venturidüse 59 (F i g. 2), die eine verhältnismäßig lange, gebogene Verengung 60 aufweist, die im wesentlichen parallel zur Umfangsfläche der Antriebsrolle 16 verläuft. Die Düse 59 umfaßt ferner einen Einlaß 61., der sich durch die Formgebung der Nut 28 im Ansatz 25 des Körpers 24 nach außen erweitert. Die Düse endet in einem Auslaß 62 im Ventilsitz 52, der sich von der Verengung 60 infolge der Formgebung der Nut 58 im Ventilsitz 52 nach außen erweitert. Die Venturidüse 59 weist die klassischen Flächenverhältnisse auf. Die Druckluft kann durch die Einsatzarinatur 32 in den Einlaß einströmen und aus dem Kanal 58 entweder durch den Auslaß 62 oder die Öffnungen 35 austreten, je nachdem, welche Stellung die Ventilplatte 50 einnimmt.
  • Die Venturidüse 59 ist vorzugsweise so beinessin', daß in der Verengung 60 der kritische Druck auftritt. Der kritische Druck in der Venturidüse 59 ist derjenige Druck, bei welchem auch bei Erhöhungen des Druckes der dem Einlaß 61 zugeführten Luft die Strömung durch die Verengung 60 kaum mehr zunimmt. Arbeitet man mit Einlaßdrücken oberhalb des kritischen Druckes, so haben Druckschwankungen, die durch die Druckluftquelle, beispielsweise einen Kompressor, verursacht werden, keinen Einfluß auf die durch die Verengung 60 der Venturidüse strömende Luftmenge und ändern daher auch nicht die Größe des Unterdruckes, der durch den Luftstrom in der Venturidüse an den Öffnungen 35 entsteht. Es ist daher wünschenswert, daß durch das Verhältnis der Querschnittsfläche des Einlaßteiles 61 zur Querschnittsfläche des verengten Teiles 60 der Venturidüse 59 ein kritischer Druck bestimmt wird, der unterhalb des Druckes liegt, den die Druckluftquelle zu erzeugen vermag. Eine turbulenzfreie Strömung der Luft aus der Venturidüse 59 heraus ist durch die Formgebung des Auslaßteiles 62 gewährleistet. Da die größte Querschnittsfläche im Auslaßteil 62 größer ist als die Querschnittsfläche im verengten Teil 60 der Venturidüse 59, liegt der Druck der entweichenden Luft uiiterhalb des Atmosphärendruckes, jedoch über dem Druck in der Verengung der Venturidüse. Das Verhältnis der größten Querschnittsfläche des Auslaßteiles zur Querschnittsfläche im verengten Teil ist vorzugsweise gleich dem Verhältnis der Querschnittsfläche des Einlaßteiles zur Querschnittsfläche des verengten Teiles. Die Gefahr eines Rückstaues der Luft in die Verengung der Venturidüse aus dem Auslaßteil wird dadurch verringert, daß der übergang zwischen Atmosphärendruck und Unterdruck in der Venturidüse wegen des verlaufenden Auslaßteiles 62 im Ventilsitz 52 allmählich vor sich geht.
  • Im Betrieb wird die Spule 42 durch Befehlssignale elektrisch gesteuert. Bei entsprechender Steuerung bewegt die Spule 42 die Ventilplatte 50 entweder in die in F i g. 2 dargestellte Lage, in der der Auslaß 62 der Venturidüse 59 gesperrt ist, oder in eine Lage, in der der Auslaß 62 offen ist. Diese beiden Stellungen der Ventilplatte 50 können durch Anschläge in der Steuerspule 52 in üblicher Weise eingestellt werden. Wenn sich die Ventilplatte 50 in der in F 1 g. 2 dargestellten Verschlußstellung befindet, arbeitet der pneumatische Schuh wie der in F i g. 1 rechts dargestellte pneumatische Schuh 20. Die in die Venturidüse 59 eingespeiste Luft tritt aus den Öffnungen 35 aus. Auf das Band 10 wirkt dann ein überdruck, der es zum Antrieb in kraftschlüssigen Eingriff mit der Rolle 16 bringt. Die Antriebsrolle 16 kann dann das Band beschleunigen und von links nach rechts bewegen.
  • Wenn die Spule 42 durch Steuersignale so betätigt wird, daß der Anker 48 in die Spule 42 zurückgezogen wird, gibt die Ventilplatte 50 die Venturidüse 59 frei, und die Druckluft kann ungehindert durch die Düse 59 und deren Auslaß 62 strömen. Der Druck in der Verengung 60, die sich über einen Umfangsbereich von 90' um die Rolle 60 erstreckt, wie erwähnt wurde, sinkt dann unter den Atmosphärendruck ab. Die Öffnungen 35 üben dann eine Saugwirkung aus, und das Band wird von der Rolle 16 weg zur Platte 34 gezogen. Das Band berührt die Platte 34 jedoch nicht, wie oben erwähnt wurde, die auf das Band ausgeübte Kraft reicht jedoch aus, das Band von der Antriebsrolle abzukuppeln. Ein Antrieb des Bandes durch die Rolle 16 ist daher nicht mehr möglich.
  • Durch entsprechende Ausbildung der Steuerschaltung für die beiden pneumatischen Schuhe 18, 20 kann erreicht werden, daß die Ventilplatte 50 die Venturidüse im rechten pheumatischen Schuh 20 sperrt und eine entsprechende Ventilplatte im linken pneumatischen Schuh 18 die entsprechende Venturidüse freigibt. Das Band 10 wird dann durch die rechte Antriebsrolle 16 in F i g. 1 von links nach rechts transportiert. Andererseits kann die Ventilplatte im linken pneumatischen Schuh 18 so eingestellt werden, daß sie die Venturidüse im linken pneumatischen Schuh sperrt, während die Ventilplatte 50 im rechten pneumatischen Schuh 20 den Auslaß der Venturidüse freigibt. In diesem Fall wird dann das Band durch die linke Antriebsrolle 14 von rechts nach links transportiert. Durch entsprechende Steuersignale für die den pneumatischen Schuh 18, 20 zugeordneten Steuerspulen kann das Band also in beliebiger Richtung an der Kopfanordnung vorbeigeführt werden.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Bandtransporteinrichtung mit einer drehbaren Rolle und einer pneumatischen Steuervorrichtung, die einen kraftschlüssigen Angriff der Oberfläche der drehbaren Rolle mit einem zu transportierenden Band herzustellen gestattet und eine Luftzuführungsleitung enthält, die in einen nutartigen, längs des zu transportierenden Bandes verlaufenden Strömungskanal mündet, in dem die aus der Zuführungsleitung austretende Luft einen auf das Band einwirkenden Unterdruck erzeugt, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungskanal(28) zum wahlweisen Erzeugen des Unterdruckes und eines auf das Band einwirkenden überdruckes mit einem verschließbaren Auslaß (62) versehen ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Querschnitt des in einem feststehenden Bauteil (20) befindenden Strömungskanals (28) im Anschluß an die Mündung(30) der Luftzuführungsleitung(32) nach Axt einer Venturidüse verengt. 3. Einrichtung nach Ansprach 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftdruck an der Mündung (30) der Luftzuführungsleitung (32) minde, stens so groß bemessen ist, daß Druckschwankungen am Einlaß keinen nennenswerten Einfluß mehr auf die Größe des bei geöffnetem Auslaß auftretenden Unterdruckes haben. 4. Einrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaß (62) des Strömungskanals einen sich in Strömungsrichtung erweiternden Querschnitt aufweist. 5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Strömungskanal (28) und dem zu transportierenden Band (10) eine dünne perforierte Platte (34) angeordnet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1019 108, 1030 840.
DER32268A 1961-03-14 1962-03-12 Bandtransporteinrichtung Pending DE1241872B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1019108B (de) * 1955-02-18 1957-11-07 Int Standard Electric Corp Antriebsanordnung fuer einen bandfoermigen Aufzeichnungstraeger, insbesondere ein Magnetband
DE1030840B (de) * 1953-11-09 1958-05-29 Gen Electric Vorrichtung zum Trennen einzelner Bogen eines Stapels mittels Vakuums

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