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Verschnürungsvorrichtung für Pakete Die Erfindung betrifft eine Verschnürungsvorrichtung
für Pakete mit einer Vorschubfiäche für die Pakete, einem unterhalb eines im Vorschubweg
des Paketes liegenden Durchtrittes der Vorschubfläche angeordneten Klemmgreifer,
einem oberhalb des Durchtrittes angeordneten Schnurvorrat, dessen freies Ende den
Durchtritt durchsetzt und von dem Klemmgreifer erfaßbar ist, sowie einem oberhalb
des Durchtrittes angeordneten, im wesentlichen senkrecht nach unten durch den Durchtritt
zumindest bis zu dem Klemmgreifer hin auslenkbaren Schnurführer.
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Es sind bereits Vorrichtungen der erwähnten Art bekannt, bei denen
nach dem Vorschub eines Paketes, wobei dieses auf fast seinem gesamten Umfang von
der Schnur umgeben ist, sowie unmittelbar vor der Auslenkung des Schnurführers zu
dem Klemmgreifer hin die Schnur in der Nähe des Klemmgreifers von einem Driligreifer
erfaßt wird. Der Driligreifer zieht entgegengesetzt zu der Vorschubrichtung des
Paketes die Schnur zu sich heran, wobei von dem Schnurvorrat ein zusätzlicher Längenabschnitt
abgezogen wird, und bildet durch Bewirkung einer halben Umdrehung an der Schnur
eine Schlaufe, in welche der Schnurführer bei Auslenkung eintreten kann. Die Verbindung
der Schnurenden erfolgt hierbei an einer Kante bzw. Unterkante des Paketes. Dies
ist im Gegensatz zu anderen Verschnürungsvorrichtungen, bei denen die Verbindung
der Schnurenden in der Mitte einer Paketfläche erfolgt, als vorteilhaft anzusehen,
da die Schnur nach einem Vorschub des Paketes mit ihrem einen Ende stets an einer
Kante des Paketes liegt, so daß es nicht notwendig ist, dieses Schnurende zur Anbringung
des Knotens in der Mitte einer Fläche des Paketes anzuheben. Andererseits liegt
der Nachteil der bekannten Vorrichtungen, welche die Verbindung der Schnurenden
an einer Kante des Paketes vornehmen, darin, daß wegen der zur Knotenbildung notwendigen
Schlaufe, welche mit ihrem Mittelpunkt notwendigerweise um einen bestimmten Abstand
neben der betreffenden Kante des Paketes liegt, der Schnurführer dementsprechend
auch in einem gewissen Abstand zu dem Paket bzw. zu der diesem benachbarten Paketfläche
geführt sein muß. Dies führt im Ergebnis dazu, daß der Umfang des das Paket während
der Knotenbildung umgebenden Schnurabschnitts beträchtlich größer als der Umfang
des Paketes selbst ist so daß nach beendigter Knotenbildung nebst Abtrennung und
Freigabe der Schnur das Paket nicht optimal straff geschnürt ist.
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Bei den bekannten Vorrichtungen wird dieser Nachteil dadurch auszugleichen
versucht, daß während der Knotenbildung auf das Paket mittels der Schnur
eine übermäßige
Spannung ausgeübt wird, welche zu einer reversiblen Deformation der Paketkanten
führen soll, wobei nach beendetem Verschnürungsvorgang durch Wiedereinstellung der
Paketkanten in ihren undeformierten Zustand eine ausreichende Spannung der Verschnürung
hergestellt werden soll.
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Eine im wesentlichen reversible Deformation des zu verschnürenden
Paketes läßt sich aber meist nicht erreichen, abgesehen von einer möglichen Beschädigung
des Paketinhalts als Folge der durchgeführten Deformation.
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Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung einer Verschnürungsvorrichtung,
bei welcher ohne wesentliche Deformation des zu verschnürenden Paketes die Spannung
der Schnur während der Verbindung der Bindfadenenden auch nach deren Freigabe aus
der Vorrichtung nicht wesentlich vermindert wird. Erreicht wird dies im wesentlichen
durch eine in dem Durchtritt senkrecht zu dem Vorschubweg angeordnete, bezüglich
ihrer Oberkante dicht unterhalb der Vorschubfläche angebrachte Matrizenstirnfläche,
welche zwei in der Verbindungsgeraden zwischen dem Schnurvorrat und dem Klemmgreifer
bzw. dem Schnurführer in seiner unteren Auslenkstellung parallel nebeneinander verlaufende,
ein Paar miteinander zu verbindender Schnurabschnitte aufnehmende Nuten mit abgerundetem
Querprofil enthält, einen parallel zu sowie dicht unterhalb der Vorschubfiäche
in
Richtung der Matrizenstirnfläche verschiebbaren Klammerstempel und eine Vorschubeinrichtung
zum fortlaufenden Einbringen von durch den Klammerstempel in Zusammenwirkung mit
den Nuten umzubördelnden U-förmigen Klammern vor die Matrizenstirnfläche.
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Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt F i g. 1 eine schaubildliche Ansicht eines Teils der erfindungsgemäßen
Vorrichtung, wobei sich die Nadel in ihrer oberen Stellung für die Zufuhr eines
zu verschnürenden Paketes oder Bündels befindet, F i g. 2 eine der F i g. 1 ähnliche
Ansicht, welche die Nadel in ihrer unteren Stellung und vor dem Aufbringen einer
Klemme zeigt, F i g. 3 eine der F i g. 2 ähnliche Ansicht, bei der sich die Nadel
in ihrer unteren Stellung und in der Stellung für das Aufbringen der Metallklemme
befindet, Fig. 3 A eine Teilansicht in schaubildlicher Darstellung, welche das Formen
und Zusammenpressen der Klemme zeigt, F i g. 4 eine Draufsicht der Klemmeneinrichtung
bei abgenommenen Deckelplatten, um die innere Ausbildung der Klemmenbildungs- und
Zufuhreinrichtung zu zeigen, F i g. 5 eine Endansicht der KlemEnenbildungseinrichtung,
gesehen vom Eintrittsende, F i g. 6 eine Endansicht der Klemmenbildungseinrichtung,
gesehen vom entgegengesetzten oder Austrittsende, Fig.7 eine Ansicht im senkrechten
Schnitt annähernd nach der Linie 7-7 in Fig. 5, F i g. 8 eine Teilansicht von rückwärts,
welche die Schnurschneideeinrichtung zeigt, F 1 g. 9 eine Schnittansicht annähernd
nach der Linie 9-9 in Fig.8, welche die Arbeitsweise der Schneideinrichtung zeigt,
F i g. 10 eine Teilansicht im Schnitt, etwa nach der Linie 10-10 in Fig. 8, Fig.
11 eine Ansicht im waagerechten Schnitt, etwa nach der Linie 11-11 in Fig. 10, Fig.
12 eine schematische Darstellung, welche die elektrischen Schaltungen zur Steuerung
der Arbeitsweise zeigt, F i g. 13 eine schematische Darstellung, welche die Druckluft-
oder hydraulischen Kreisläufe zur Steuer rung der Arbeitsvorgänge zeigt, und F i
g. 14 eine schaubildliche Ansicht, welche eine Befestigungsklemme an den Enden der
Schnur in befestigter Stellung zeigt.
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Es sei erwähnt, daß die Beschreibung und die Zeichnungen nur beispielsweise
gegeben sind und innerhalb des Rahmens der Erfindung verschiedeneAbänderungen vorgenommen
werden können.
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Gleiche Bezugsziffern beziehen sich auf gleiche Teile in den verschiedenen
Figuren.
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In den Zeichnungen ist mit F ein Rahmen bezeichnet, welcher die Metallbandzuführungs-,
Klemmenbildungs-, Abschneid und Aufbringeinrichtung, die Schnurendaufnahme- und
Halteeinrichtungen, die Schnurabtrenn- und Schneideeinrichtung sowie die Betätigungseinrichtung
für die vorgenannten Einrichtungen zusammen mit einer Schnurzufuhrnadel für die
Zufuhr und die Anordnung der Schnur T od. dgl. für das Herumwickeln trägt.
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Die Klemme K, welche in F i g. 3 A und 14 auf die parallelen Enden
der Schnur T aufgebracht gezeigt
ist, weist ein einziges Metallstück mit einer Klammer
16 auf, die mit einem geringfügig nach außen ab stehenden Teil 16 a und Seiten 17
versehen ist, die anfänglich gerade sind und nachfolgend eingeroll werden, wie bei
17' gezeigt, so daß sie die paralleler Teile der Schnur T umgeben und umgreifen.
Die Er weiterung nach außen bei 16 a ergibt eine keilförmige Klemme, die eine verbesserte
Haltewirkung bei einei verringerten Neigung, in die Schnur einzuschneiden ergibt.
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Für eine Zufuhr der Schnur in der gewünschter Anordnung ist eine
senkrecht auf und ab bewegliche Nadel 20 vorgesehen. Die Nadel 20 besitzt vorzugsweise
einen erweiterten Schnurführer 21 mit einerr sich von diesem nach oben erstreckenden
Rohr 22 das von einem auf und ab beweglichen Nadelbetäti ger 23 getragen wird, der
ebenfalls mit einem hohler Rohr 24 versehen ist, durch welches die Schnur 2 von
irgendeinem geeigneten Vorrat her hindurrin geführt ist, beispielsweise von einer
nicht gezeigter Schnurpackung an einer geeigneten erhöhten Stelle Der Rahmen F ist
ferner mit einem innen Führungsteil versehen, der einen Schlitz 25 (F ig. 7) auf
weist, welcher sich von einer waagerechten Eintritt> stelle zu einer senkrechten
Austrittsstelle erstreckt Ferner ist ein längliches Flachband aus Metall 2« vorgesehen,
aus dem die Klemmen K gebildet unc geschnitten werden, wie nachfolgend erläutert
wird Das Flachband 26 kann vorzugsweise in Forn eines Bundes an einer geeigneten
Stelle gelagert wer den und erstreckt sich bis zum Schlitz 25. Am Ein trittsende
des Schlitzes 25 ist eine Vorschubeinrich tung 27 mit einem Schlitz 28 vorgesehen,
durch der das Flachband 26 verläuft. Am oberen oder Aus trittsende des Schlitzes
25 ist ein Scherbackea 3( senkrecht angeordnet, der einen Mittelteil mit eine Fläche
31 zur Bildung der Klammer 16 der Klemme B und ferner Seitenflächen 32 zur Bildung
der Seiten arme der Klemme K aufweist und ferner eine oben Fläche 33 hat, um eine
teilweise geformte Klemme S abzutrennen, wie nachfolgend noch näher erläuter wird.
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Die Vorschubeinrichtung bzw. Sclrrittvorschubein richtung 27 liegt
oben an einer Verschleißplatte 3u an und unten an einem Zuführungsgleitstück 35,
dal im Rahmen F zur Hin- und Herbewegung gelager ist. Im Innern der Vorschubeinrichtung
27 befinde sich eine Klemrolle 36, die normalerweise durcl eine Feder 37, deren
eines Ende sich gegen einer verstellbaren Gewindebolzen38 abstützt, gegen da Flachband
26 gedrückt wird. Die Vorschubeinrich tung 27 fördert durch Anlage der Klemmrolle
36 au Flachband 26 das letztere nach rechts und oben, wi in den Fig. 1, 2, 3 und
7 gezeigt ist, läuft jedoch al dem Teil des Flachbandes 26 vorbei, der für dir Bildung
und das Zusammenpressen der Klemme vor geschoben worden ist. Außerdem kann eine
Hiffs klemmrolle 39, die den Rücklauf verhindert, in eine Aussparung 40 innerhalb
des Rahmens F angeordne werden, so daß eine Rückwärtsbewegung des Flach bandes 26
verhindert wird, wenn dieses nicht durd die Klemmrolle 36 gehalten wird.
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Zur Betätigung des Zuführungsgleitstückes 35 is an dessen unterem
Ende eine Nut 41 vorgesehen, 8 deren Längsrichtung eine Stange 42 mit Hilfe eine
Schraube 43 verstellbar angeordnet ist, ferner en Kopf 44 zur Anlage an der Stange
42 und an einen Ende der Nut 41. Der Kopf 44 ist in einer Gleit
schiene
45 angeordnet, die im Rahmen F gleiten kann und durch eine Kolbenstange 46 mit einem
Kolben 47 in einem auf dem Rahmen F befestigten Druckmittelzylinder 48 verbunden
ist. Die Kolbenstange 46 hat an ihrem vorderen Ende ein gelenkiges Glied 49, das
mit einem Kipphebel 50 gelenkig verbunden ist, der auf einer Schwenkwelle 51, die
am Rahmen F angebracht ist, schwenkbar gelagert ist.
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Das obere Ende des Kipphebels 50 ist durch ein Glied 52 mit einem
oberen Mitnehmer 53 verbunden, der im Rahmen F gleitbar gelagert ist.
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Von dem Mitnehmer 53 verlaufen Bolzen 54 und 55 durch eine Öffnung
56 im Rahmen F und in einer Klemmenplatte 57 nach oben. Die Klemmenplatte 57 ist
durch Schrauben 58 am Rahmen F befestigt. Die Bolzen 54 und 55 verlaufen in Betriebslage
zu einem oberen Klammerstempel 60 bzw. einem unteren Formstempel 61. Die Stempel
60 und 61 werden durch die Bolzen 54 und 55 zusammengehalten. Der Formstempel 61
hat einen Mittelteil 63 und Seitenteile 64, die dazu dienen, das Flachband 26 gegen
den Scherbacken 30 zu pressen und die Seiten 17 des Flachbandes 26 bei der Bildung
der Klemmen zu U-förmigen Teilen zu biegen. Der Klammerstempel 60 hat einen Mittelteil
65 zum Abschneiden des Mittelteils der zuvor geformten Klemme K durch Scherwirkung
quer zur oberen Fläche 33 des Scherbackens 30. Der Klammerstempel 60 hat ferner
Seitenschienen 66, die längs der Seiten 17 der Klemme K beweglich sind, um diese
Seiten 17 in einer bestimmten Stellung zur Auflage der Schnur T zu halten, wie nachstehend
beschrieben wird. Zwischen den Enden der Seitenschienen 66 können elastische Einsätze
67 vorgesehen sein, um eine beschränkte Längsbewegung der Seitenschienen zu ermöglichen.
Im Rahmen F (s. Fig.4) sind ferner Auflage schienen 68 gleitbar angeordnet, deren
Oberseite 69 zur Auflage der Seiten 17 der Klemme K dient, wenn diese zum Zweck
des Zusammenpressens vorwärts bewegt wird. Federn 70, die sich gegen nach außen
gerichtete Vorsprünge 71 abstützen, ermöglichen die Vor- und Rückbewegung der Auflageschienen
68.
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Auf dem Rahmen F ist im Abstand zum Scherbacken30 eine Rollgesenkplatte75
angeordnet, auf der ein Einrollgesenk 76 aufliegt. Das Einrollgesenk 76 hat gekrümmte
Nuten 77 zur Führung der Seiten 17 der Klemme K zueinander und in eine eingerollte
Lage zu parallelen Teilen der Schnur T. Eine Einstellschraube78 ist am hinteren
Ende des Einrollgesenks 76 vorgesehen, um dieses einzustellen und den Verschleiß
zu kompensieren. Oberhalb des Einrollgesenks 76 ist eine obere Abdeckplatte 79 und
oberhalb des Klammerstempels 60 sind im Abstand voneinander Gesenkabdeckplatten
80 angeordnet und durch Schrauben 81 befestigt.
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Der Rahmen F hat einen Durchtritt 90 zur Aufnahme des Schnurführers
21 bei dessen Abwärtsbewegung. Ferner ist eine Anordnung vorgesehen, durch die die
Schnur T nach dem Abtrennen gehalten wird, so daß die Nadel 20 nach oben bewegt
werden kann, um eine Schnur für den nächsten Verschnürvorgang zu liefern. Diese
Anordnung besteht vorzugsweise aus einem Ständer 91 mit rechteckigem Querschnitt,
der am Rahmen F angebracht ist und aus einem Stück mit einem oberen waagerechten
Kopfteil 92 besteht. Am Kopfteil 92 ist ein nach unten gerichteter Führungsbolzen
93 (Fig. 10) an-
geordnet. Auf dem Führungsbolzen 93 ist ein oberer Klemmgreifer
94 gleitbar angeordnet, der durch den Ständer 91 geführt ist und eine nach vorn
geneigte Fläche 95 und eine nach rtickwärts geneigte Fläche 96 hat. Außerdem ist
auf dem Führungsbolzen 93 ein unterer Klemmgreifer 97 gleitbar angeordnet und durch
den Ständer 91 geführt. Der obere Klemmgreifer 94 hat einen nach unten verlaufenden
Teil 98, um den Abstand von dem unteren Klemmgreifer 97 einzuhalten. Rund um den
Führungsbolzen 93 ist eine verstellbare Druckfeder 99 angeordnet, die sich mit ihrem
einen Ende an dem unteren Klemmgreifer 97 abstützt und mit ihrem anderen Ende an
einer verstellbaren Mutter 100, durch die die gegen den unteren Klemmgreifer 97
ausgeübte Kraft reguliert werden kann. Zum Halten der Mutter 100 kann ferner eine
Sicherungsmutter 101 vorgesehen werden.
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Die Druckfeder 99 hält die Klemmgreifer 94 und 97 gegen eine Trennung
voneinander und den unteren Klemmgreifer 97 gegen eine Abwärtsbewegung.
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Der untere Klemmgreifer 97 hat eine ähnliche Form wie der obere Klemmgreifer
94, ist jedoch außerdem mit querlaufenden Haken 102 versehen.
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Um eine Schnur T in eine Lage zu bringen, daß sie von den Klemmgreifern
94 und 97 erfaßt werden kann, ist eine Schnurumlenkplatte 103 vorgesehen, die durch
eine Schraube 104 in einem Schlitz 105 einer gleitbaren Stange 106 gehalten wird.
Die Schnurumlenkplatte 103 hat eine Verlängerung 107, die einen Haken zur Anlage
der Schnur T bildet, und ferner eine Kante 108, die etwas zu der Stange 106 konvergiert.
Die Stange 106 hat einen nach unten abstehenden Antriebsstift 109, der mit einem
länglichen Schlitz 110 in einer Betätigungsstange 111 in Eingriff gebracht werden
kann, welch letztere durch einen versetzten Teil 111' und Stifte 112 mit dem oberen
Mitnehmer 53 zur schwingenden Bewegung mit diesem verbunden ist.
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Mit der Gleitschiene 45 ist eine Steuerschiene 115 mittels eines
Bolzens 116 zur Bewegung mit der ersteren verbunden. Die Steuerschiene 115 trägt
einen Antriebsbolzen 120, der mit einem Schlitz 121 in einem Hebel 122 im Eingriff
steht. Der Hebel 122 ist mit einer Welle 123 verkeilt, die sich durch den Rahmen
F erstreckt.
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Auf dem entgegengesetzten Ende der Welle 123 ist ein Schneiderbetätigungshebel
124 angeordnet, der mit einem Betätigungsfinger 125 an seinem oberen Ende zur Anlage
an einem nach unten abstehenden Finger 126 auf einem Schneiderbetätigungsgleitstück
127 kommen kann, das durch eine Feder 127', gesehen in Fig. 8, normalerweise nach
links belastet ist. Am Finger 126 greift eine Feder 128 an, durch die er normalerweise
in seine untere Stellung zur Vorwärtsbewegung des Schneiderbetätigungsgleitstückes
127 beim Angriff des Betätigungsfingersl25 an diesem belastet wird, wobei jedoch
eine Drehbewegung des Fingers 126 entgegen der Kraft der Feder128 möglich ist, damit
der Betätigungsfinger 125 sich bei seiner Rückbewegung am Finger 126 vorbeibewegen
kann. Das Schneiderbetätigungsgleitstück 127 ist mit einem Schlitz 129 versehen,
durch welchen sich ein Anschlagstift 130 erstreckt. Ferner ist das Schneiderbetätigungsgleitstück
127 mit einem Endteil 131 zur Anlage an einem beweglichen Schneider 132 versehen.
Der Schneiderl32 ist auf einem Zapfen 133 gelagert und weist eine Schneidkante 134
auf. Eine Feder 135, die mit dem Schneider 132 und
mit einem festen
Stift 136 verbunden ist, belastet den Schneider 132 normalerweise in seine nicht
schneidende Stellung.
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Eine Abscherplatte 137 ist lösbar auf dem beweglichen Schneider 132
vorgesehen und wird durch Stifte 138 in Anlage am Rahmen F gehalten. Die Abscherplatte
137 weist einen Schlitz 139 auf, in den die parallelen Schnüre T, wie nachstehend
erläutert, zum Abtrennen durch die sich quer bewegende Schneidkante 134 geschoben
werden.
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Der Rahmen F ist ferner mit einer Öffnung 145 versehen, in der sich
ein Schalter 146 mit einem Betätigungsarm 147 befindet, der durch einen Gelenkzapfen
148 schwenkbar gelagert ist und durch eine Federl49 normalerweise in seiner oberen
Stellung belastet ist. Durch eine Abwärtsbewegung des Betätigungsarmes 147 wird
der Schalter 146 zur Einleitung des Arbeitszyklus betätigt, zu dem die Nadelbewegung,
die Metallbandzufuhr, die Klemmenbildung und das Abschneiden, die Klemmenzufuhr
und das Rollen um die abgeschnittenen Schnurenden gehören, wie nachstehend beschrieben
wird. Obwohl eine beliebige geeignete Steuereinrichtung verwendet werden kann, ist
eine geeignete Einrichtung schematisch in F i g. 12, welche die elektrischen Verbindungen
zeigt, und in F i g. 13 dargestellt, welche schematisch die Druckmittelverbindungen
zur Zylinderbetätigung zeigt.
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Die Steuerschiene 115 trägt eine Kurvenplatte 150 mit einer Kurvenfläche
151 für das Zusammenwirken mit den Betätigern 152 und 153 von Endschaltern 154 und
155.
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Die Betätigungs- und Steuereinrichtung für einen Kolben 157 im Nadelsteuerzylinderl58
zur Betätigung der Nadel 20 und des Kolbens 47 im Druckmittelzylinder 48 ist schematisch
in F i g. 12 und 13 dargestellt.
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Wie in F i g. 13 gezeigt, ist eine Druckmittelquelle vorgesehen,
die eine Pumpel60 sein kann, welche eine Druckflüssigkeit zur Förderung über ein
Rückschlagventil 161 in eine Strömungsmittelleitung 159 liefert. In Druckmittelleitungen
162 und 163 zu den entgegengesetzten Enden des Druckmittelzylinders 48 für die Betätigung
des Kolbens 47 ist ein Zweiwegeventil 164 mit zwei Stellungen geschaltet. Ferner
ist eine Leitung 165 zu einem Behälter 166 für die Belieferung der Pumpe 160 vorgesehen.
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In ähnlicher Weise sind Druckmittelleitungen 167 und 168 vorgesehen,
welche mit dem Nadelsteuerzylinder 158 in Verbindung stehen und durch ein Zweiwegeventil
170 mit zwei Stellungen gesteuert werden und für die Zufuhr bzw. Ableitung von Druckflüssigkeit
aus der Pumpe 160 bzw. zum Behälter 166 dienen.
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In Fig. 12 sind die elektrischen Stromkreise zur Steuerung des Druckmittelsystems
gezeigt, welche Speiseleitungen 171 und 172 mit einer Leitung 173 aufweisen, welch
letztere zu einem normalerweise offenen Schalter 146 führt, der durch das Niederdrücken
des Betätigungsarmesl47 in eine Stellung zur Erregung der Nadelmagnetspule 174 betätigt
wird.
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Die Erregung der Nadelmagnetspule 174 geschieht über eine Leitung
169 und normalerweise geschlossene Kontakte R 11 zu einem Relais R1 sowie über eine
mit der Speiseleitung 172 verbundene Leitung 176.
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Durch die Erregung der Nadelmagnetspule 174 wird wiederum das Zweiwegeventil
170 so betätigt,
daß der Kolben 157 im Nadelsteuerzylinder 158 zur Abwärtsbewegung
der Nadel 20 bewegt wird. Zur Steuerung des Zweiwegeventils 164 ist eine Magnetspule
175 vorgesehen, an die Leitungen 177, 178 und 179 angeschlossen sind.
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Ferner sind auf die Nadelstellung ansprechende Schalter 180 und 181
vorgesehen. Der Schalter 180 wird in der oberen Stellung und der Schalter 181 in
der unteren Stellung der Nadel 20 betätigt. Der Schalter 180 ist mit einer Leitung
182 verbunden, welche an die Speiseleitung 171 angeschlossen ist, sowie mit einer
Leitung 183, während der Schalter 181 mit einer Leitung 184 versehen ist, die an
die Speiseleitung 171 angeschlossen ist. Eine Leitung 185 verbindet die Nadelmagnetspule
174 zur Erregung durch den Endschalter 155.
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Die Schaltanordnung ist mit Relais R und R 1 versehen, wobei das
Relais R einen normalerweise offenen Kontakt RO-3 in der Leitung 182 in Reihenschaltung
mit dem oberen Schalter 180, einen normalerweise offenen Kontakt RO-3 in der Leitung
178 in Reihenschaltung mit der Magnetspule 175, einen normalerweise geschlossenen
Kontakt RO4 in der Leitung 184 in Reihenschaltung mit dem unteren Schalter 181 und
einen normalerweise offenen Kontakt RO-1 in einer Leitung 186, an die eine Leitung
188 angeschlossen ist, in Reihenschaltung mit dem Relais R 1 aufweist. Das Relais
R 1 besitzt einen normalerweise offenen Kontakt R 12 in einer Leitung 187 parallel
zum Kontakt RO-1 und einen normalerweise geschlossenen Kontakt R 11 in der Leitung
169 in Reihenschaltung mit der Nadelmagnetspule 174. Die Leitungen 186 und 187 sind
mit einer Leitung 189 verbunden, die zum Relais R 1 führt, welch letzteres über
eine Leitung 190 mit der Speiseleitung 172 verbunden ist.
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Die Arbeitsweise ist wie folgt: Zu Beginn und bevor ein Arbeitszyklus
eingeleitet wird, wird ein Endteil der Schnur T zwischen - den Klemmgreifern g7
und 94 erfaßt und gehalten und befindet sich die Nadel 20 in der angehobenen Stellung,
welcher die Schnur T vom Schnurvorrat zugeführt wird.
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Wie Fig. 1 zeigt, steht zunächst ein senkrechtes Stück der Schnur
T zur Verfügung, worauf, wenn ein zu verschnürendes Bündel oder ein anderer zu verschnürender
Gegenstand dagegen bewegt wird, eine zusätzliche Schnurlänge vom Vorrat mittels
der Nadel 20 abgezogen wird, so daß sich die Schnur unter, vor und quer zur Oberseite
des zu verschnürenden Bündels oder Gegenstandes erstreckt.
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Der zu diesem Zeitpunkt bestehende Zustand der elektrischen Schaltanordnung
ist in F i g. 12 gezeigt.
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Das Einleiten der Arbeitsvorgänge geschieht durch den Vorschub eines
Bündels in Anlage an der Schnur T und bei sich in ihrer oberen Stellung befindender
Nadel 20. Durch den Vorschub des Gegenstandes wird der Betätigungsarm 147 niedergedrückt,
wodurch der Schalter 146 geschlossen wird, um einen Erregungsstromkreis für die
Nadelmagnetspulel74 zu schließen, wodurch der Kolben 157 im Nadelsteuerzylinder
158 betätigt wird, um die Nadel 20 nach unten zu treiben. Dieser Erregungsstromkreis
verläuft von der Speiseleitung 171 über die Leitung 173, die geschlossenen Kontakte
des Schalters 146, die Leitung 188, die normalerweise geschlossenen Kontakte R 11
des Relais R 1, die Leitung169, die Nadelmagnetspule 174 und über die Leitung 176
zur Speiseleitung 172.
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Durch die Abwärtsbewegung der Nadel 20 wird der Schnurführer 21 in
eine Stellung im Durchtritt 90 vorgeschoben und wird die Schnur hinter den Gegenstand
gebracht, wie in F i g. 2 gezeigt.
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Bei der Abwärtsbewegung der Nadel 20 drückt der Nadelbetätiger23
die Schnur T zur Anlage an dem Gegenstand, so daß die Schnur gespannt und straff
an einer Ecke des fertigen Bündels befestigt werden kann.
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Wie aus der Zeichnung hervorgeht, sind die Stempel 60 und 61 während
der Abwärtsbewegung der Nadel 20 zurückgezogen. Wenn sich der Schnurführer 21 in
seiner tiefsten Stellung befindet, wird der untere Schalter 181 in eine Stellung
bewegt, in der ein Erregerstromkreis für die Magnetspule 175 geschlossen wird, der
von der Speiseleitung 171, über die Leitung 184, die normalerweise geschlossenen
Kontakte RO-4, die geschlossenen Kontakte des Schalters 181, die Leitung 177, die
Magnetspule 175 und über die Leitung 179 zur Speiseleitung 172 verläuft.
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Die Magnetspule 175 wird infolgedessen betätigt, so daß das Druckmittel
auf den Kolben 47 einwirkt und dieser sich in den Fig. 7 und 13 nach links bewegt,
wodurch über die Kolbenstange 46 der Kipphebel 50 betätigt wird.
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Wird der Kipphebel 50 auf diese Weise bewegt, so bewegt sich auch
der Kopf 44, um bei der Rückbewegung des Kipphebels 50 die Vorschubeinrichtung 27
in eine Stellung für die nachfolgende Vorschubbewegung zurückzuziehen, wobei der
Mitnehmer 53 betätigt wird. Infolge der Bewegung des Mitnehmers 53 durch die Bolzen
54 und 55 wird der Formstempel 61 in eine Stellung gebracht, so daß seine Seitenteile
64 die Seiten 17 der Klemme K bilden, wobei gleichzeitig durch den Vorschub des
Klammerstempels 60 quer zum Mittelteil 63 eine vorher geformte, jedoch nicht abgetrennte
Klemme K abgeschnitten wird. Ist die Klemme K abgetrennt, so liegt sie auf den Oberseiten
69 der Auflageschienen 68, die sich mit ihr vorwärts bewegen, um das Gesenk in eine
Preßstellung in Richtung der Nuten 77 des Einrollgesenkes 76 zu bringen.
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Wenn die Stempel 60 und 61 eine Vorschubbewegung erhalten, wird gleichzeitig
die Betätigungsstange 111 nach rechts bewegt, wie in Fig. 7 gezeigt, die durch ihre
Totgangverbindung mit Hilfe des Antriebsstiftes 109 und des Schlitzes 110 die Stange
106 und die an dieser befestigte Schnurumienkplatte 103 betätigt, um den Teil der
Schnur T, der durch den Schnurführer 21 nach unten gebracht worden ist, in eine
Stellung parallel zum Ende der Schnur T zu bringen, wobei dieses Ende durch die
Klemmgreifer 97 und 94 gehalten wird. Durch den Haken 102 wird ein Zurückziehen
bei der nachfolgenden Rückführung der Schnurumlenkplatte 103 verhindert. Nachdem
die Schnurenden zusammengebracht wurden und die Klemme K um diese gepreßt worden
ist, bringt der Schneiderbetätigungshebel 124 durch Anlage seines Betätigungsfingers
125 am Finger 126 das Schneiderbetätigungsgleitstück 127 in eine solche Stellung,
daß der bewegliche Schneider 132 die parallelen Enden hinter der aufgebrachten zusammengepreßten
Klemme K abschneidet.
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Aus dem Vorangehenden ergibt sich, daß das eine Ende der Schnur noch
durch die Klemmgreifer 97 und 94 gehalten wird, so daß bei der nachfolgenden
Aufwärtsbewegung
der Nadel 20 eine Schnurlänge, wie vor und wie in F i g. 1 gezeigt, für den nächsten
ankommenden Gegenstand zur Verfügung steht.
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Die Bewegung des Kolbens 47 im Druckmittelzylinder48 bewirkt das
Schließen des Endschalters 154, um eine Rückbewegung des Kolbens 47 zur Rückführung
des Schneiderbetätigungsgleitstückes 127 in seine Anfangsstellung und zur Rückführung
der Stempel 60 und 61 in ihre Ausgangsstellungen zu bewirken.
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Durch das Schließen der Kontakte des Endschalters 154 wird das Relais
R über einen Stromkreis erregt, der den folgenden Verlauf hat: von der Speiseleitung
171 über die geschlossenen Kontakte des Endschalters 154, die Leitung 183 zum Relais
R und über eine Leitung 191 zur Speiseleitung 172.
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Die Erregung des Relais R bewirkt das Öffnen der Kontakte RO-4, das
Schließen der Kontakte RO-5 und verursacht die Betätigung der Magnetspule 175, um
die Zweiwegeventile 164 in der entgegengesetzten Richtung zur Rückführung des Kolbens
47 in seine Ausgangsstellung zu bewegen. Die Erregung des Relais R bewirkt ferner
das Schließen eines Stromkreises zur Erregung des Relais R 1 über einen Stromkreis,
der von der Speiseleitung 171 über die Leitung 173, die geschlossenen Kontakte des
Schalters 146, die Leitung 188, die Leitungen 186 und 189, das Relais R 1 und die
Leitung 190 zur Speiseleitung 172 verläuft.
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Die Erregung des Relais R 1 bewirkt das Schließen der Kontakte R
12, so daß das Relais R 1 erregt wird.
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Die Erregung des Relais R1 verursacht das Öffnen der Kontakte R 11.
Bei der Einleitung der Rückführbewegung des Kolbens 47 werden die Kontakte des Endschalters
154 geöffnet, während beim Abschluß der Rückführbewegung des Kolbens 47 der Endschalter
155 betätigt wird, um einen Stromkreis zu schließen, der von der Speiseleitung 171
über die geschlossenen Kontakte RO-3, den Schalter 180 in der geschlossenen Stellung,
den Endschalter 155 in der geschlossenen Stellung, die Leitung 185, die Nadelmagnetspule
174 und über die Leitung 176 zur Speiseleitung 172 verläuft.
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Die Erregung der Nadelmagnetspule 174 bewirkt die Umschaltung der
Stellung der Zweiwegeventile 170, um eine Rückführung der Nadel 20 in ihre obere
Stellung herbeizuführen.
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Wenn sich die Nadel in ihre obere Stellung bewegt, wird der Schalter
180 in seine Offenstellung bewegt, so daß das Relais R stromlos wird.
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Sodann wird der verschnürte Gegenstand entfernt, worauf der Arbeitszyklus
gegebenenfalls wiederholt werden kann.
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Wenn der Gegenstand nicht aus der Anlage am Betätigungsarm 147 des
Schalters 146 weggenommen wird, bleibt das Relais R1 erregt, so daß die Kontakte
R11 in der Offenstellung gehalten werden, um eine Wiederholung des Arbeitszyklus
zu verhindern, bis der Schalter 146 sich geöffnet hat, so daß das Relais R 1 ebenfalls
entregt wird.
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Als Folge der aufeinanderfolgenden Einführung von Teilen der Schnur
T in Eingriff zwischen dem oberen Klemmgreifer 94 und dem unteren Klemmgreifer 97
durch den Haken 102 der Schnurumlenkplatte 103 werden kleine U-förmige Schleifen
der Schnur aufrechterhalten und durch zusätzliche Schleifen zum aufeinanderfolgenden
Austritt an den rückwärtigen Flächen der Klemmgreifer 94 und 97
verdrängt.
Dies ergibt jedoch nur eine sehr geringe Menge Abfall im Vergleich zu mit Knoten
verbundenen Schnüren, und die Materialeinsparung durch die Verwendung der Klemmen
K stellt mehr als einen Ausgleich für das bei Knoten erforderliche überschüssige
Material dar.