DE1241625B - Verfahren zur Herstellung von Formteilen mit glatter und von Fliesslinien freier Oberflaeche aus AlCuMg- oder AlZnMg(Cu)-Legierungen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Formteilen mit glatter und von Fliesslinien freier Oberflaeche aus AlCuMg- oder AlZnMg(Cu)-LegierungenInfo
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22C—ALLOYS
- C22C21/00—Alloys based on aluminium
- C22C21/10—Alloys based on aluminium with zinc as the next major constituent
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND Int. Cl.:
C22f
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche Kl.:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1 241 625
V18751VI a/40d 4. Juni 1960
1.Juni 1967
V18751VI a/40d 4. Juni 1960
1.Juni 1967
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Formteilen mit glatter und von Fließlinien
freier Oberfläche aus AlCuMg- oder AlZnMg(Cu)-Legierungen durch Kaltverformen von Blechen, Bändern
od. dgl., bei dem das verwendete Halbzeug vor der Durchführung der Formgebungsarbeiten längere
Zeit und/oder bei höheren Temperaturen geglüht wird.
Da aushärtbare Aluminiumlegierungen der Gattung AlCuMg und AlZnMg(Cu) im ausgehärteten Zustand
nur geringe Verformbarkeit aufweisen, ist es üblich, Halbzeug aus diesen Legierungen, insbesondere
Bleche und Bänder, entweder nach dem Abschrecken von Lösungsglühtemperatur oder im weichgeglühten
Zustand zu verformen. Im ersteren Fall muß die Verformung wenige Stunden nach dem Abschrecken
durchgeführt werden, da mit fortschreitender Aushärtung die Verformbarkeit erschwert wird. Außerdem
neigt der Werkstoff, besonders nach mehrfacher Wiederholung dieses Vorgangs, zur Grobkorn- und
Fließlinienbildung, so daß die verformten Teile eine narbige und rauhe Oberfläche erhalten, wodurch ihre
Verwendbarkeit beeinträchtigt wird.
Wird die Verformung im weichgeglühten Zustand durchgeführt, so ist die Neigung zur Grobkorn- und
Fließlinienbildung wesentlich geringer. Um den Werkstoff die Festigkeitseigenschaften des ausgehärteten
Zustandes zu verleihen, müssen die Formteile entweder nach abgeschlossener Verformung oder
vor der letzten Verformungsstufe eine Aushärtebehandlung unterzogen werden. Bei schwierigen
Streckzieh- und Tiefziehteilen führt jedoch auch dieses Verfahren oft nicht zum Ziel.
Das Weichglühen von Halbzeug aus aushärtbaren Aluminiumlegierungen zum Zwecke der Formgebung
wird gewöhnlich 10 bis 20 Minuten bei Temperaturen von 320 bis 360° C durchgeführt.
Es hat sich nun überraschenderweise gezeigt, daß die Verformbarkeit von Halbzeug aus Aluminiumlegierungen
der Gattung AlCuMg oder AlZnMg(Cu) verbessert und insbesondere die Neigung zur Fließlinienbildung
praktisch beseitigt werden kann, wenn die Glühbehandlung bei Temperaturen von 360 bis
450° C vorgenommen und das Halbzeug anschließend im Ofen langsam auf Temperaturen von 320
bis 360° C abgekühlt oder die Behandlung in dem hohen und niedrigen Temperaturbereich getrennt
und ohne Begrenzung der dazwischenliegenden Zeit durchgeführt wird. Vorteilhaft kann man das Halbzeug
auch zuerst bei höherer Temperatur (z. B. 400° C) und dann ein zweites Mal bei niedrigerer
Temperatur (z. B. 360° C) glühen.
Verfahren zur Herstellung von Formteilen mit glatter und von Fließlinien freier Oberfläche aus
AlCuMg- oder AlZnMg (Cu)-Legierungen
Anmelder:
Vereinigte Leichtmetall-Werke Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
Bonn, Am Nordbahnhof
Als Erfinder benannt:
Dr.-Ing. Paul Brenner, Bad Godesberg; Dipl.-Ing. Günther Scharf, Bonn
Derartige Glühtemperaturen und Glühzeiten werao
den zwar bisweilen auch bei der Herstellung von Halbzeug angewendet, jedoch handelt es sich hier
regelmäßig um Zwischenglühungen während des Abwalzens von Blechen und Bändern, insbesondere bei
größeren Glühchargen, die in große öfen eingesetzt werden und deren Durchwärmen die Anwendung
höherer Temperaturen und längerer Zeiten erfordert.
Die Erfindung geht aus folgenden Beispielen hervor:
1. Bleche aus AICuMg (W 3116) von 1 mm Dicke, die im ausgehärteten Zustand vorlagen, wurden
in einzelne Probestreifen aufgeteilt, die wie folgt wärmebehandelt wurden:
| 35 Ver suchs reihe |
A | 20 | Wärmebehandlung | C | Verformung bis zum Auftreten von Fließlinien, Vo |
| 40 | B | 4 | C | ||
| 45 C | 2 + 2 |
Minuten bei 360° | C C |
2,5 | |
| Stunden bei 360° | 5,0 | ||||
| Stunden bei 400° Stunden bei 360° |
j 20,8 [ (Bruch- J dehnung) |
||||
Die Probestreifen wurden in eine Zerreißmaschine
eingespannt und so lange gereckt, bis die ersten Fließlinien
an der Oberfläche beobachtet wurden. Die Messungen ergaben, daß bei Versuchsreihe A, die
dem üblichen weichgeglühten Zustand entsprach,
709 588/287
Fließlinien bereits nach einer Verformung von 2,5 % auftraten. Bei Versuchsreihe B, bei der die Glühdauer
erfindungsgemäß von 20 Minuten auf 4 Stunden verlängert wurde, konnten Fließlinien erst nach
einer Verformung von 5% festgestellt werden. Bei Versuchsreihe C, bei der die Probestreifen zunächst
2 Stunden bei 400° C und dann 3 Stunden bei 360° C geglüht wurden, konnten die Probestreifen bis zum
Bruch belastet werden, was einer Verformung von 20% entspricht, ohne daß die Bildung von Fließlinien
bemerkt werden konnte.
Die Festigkeits-, Streckgrenzen- und Dehnungswerte der nach A, B und C behandelten Proben
waren folgende:
keits-, Streckgrenzen- und Dehnungswerte der nach A, B und C behandelten Proben waren folgende:
| Versuchs reihe |
Zugfestigkeit kp/mm2 |
Streckgrenze kp/mm2 |
Dehnung »/o |
| A B C |
26,7 23,1 19,2 |
13,9 10,2 9,1 |
13,3 18,0 20,8 |
Die erfindungsgemäß behandelten Proben B und C weisen demnach gegenüber den üblicherweise weichgeglühten Proben A eine niedrigere Festigkeit und
Streckgrenze, aber eine höhere Dehnung auf, was für die Durchführung von Formgebungsarbeiten
günstig ist. Die Oberfläche der B- und besonders der C-Proben war nach dem Zerreißen glatt, während
die Α-Proben eine narbige Oberfläche zeigten.
| Ver suchs reihe |
Wärmebehandlung Typ AlZnMgCu |
Verformung bis zum Auftreten von Fließlinien, °/o |
| A B C |
20 Minuten bei 450° C 4 Stunden bei 450° C 4 Stunden bei 450° C mit langsamer Ab kühlung auf 320° C |
2,0 3,5 17,0 |
| 5 -Versuchsreihe | kp/mm2 | °B kp/mm2 |
<5i<T |
| A B c |
14 16 13,5 |
34 29 28 |
12 16 18 |
Bei mehrstufiger Verformung ist es zweckmäßig, . nur die erste Weichglühung in der beschriebenen
Weise durchzuführen, wäHrend die nachfolgenden-' Glühungen wie üblich erfolgen.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Fonnteilen mit glatter und von Fließlinien freier Oberfläche
aus AICuMg- und AlZnMg(Cu)-Legierungen durch Kaltverformen von Blechen, Bändern
od. dgl., bei dem das verwendete Halbzeug vor der Durchführung der Formgebungsarbeiten
längere Zeit und/oder bei höheren Temperaturen geglüht wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Glühbehandlung bei Temperaturen von 360 bis 450° C vorgenommen und das Halbzeug
anschließend im Ofen langsam auf Temperaturen von 320 bis 360° C abgekühlt oder daß die Behandlung
in dem hohen und niedrigen Temperaturbereich getrennt und ohne Begrenzung der dazwischenliegenden Zeit durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei mehrstufiger Verformung
nur die erste Weichglühung in der im Anspruch 1 beschriebenen Weise durchgeführt wird, während
die nachfolgenden Glühungen wie üblich erfolgen.
Die Prüfung der wärmebehandelten Proben erfolgte ebenso wie unter 1 beschrieben. Die FestigIn
Betracht gezogene Druckschriften:
Aluminium-Taschenbuch, 11. Auflage, Aluminium-Verlag Düsseldorf, 1955, S. 328 bis 331;
Metallurgia, 44 (1951), S. 287 bis 289;
Journal of the Institute of Metals, 80 (1951/52), S. 17 bis 22.
Aluminium-Taschenbuch, 11. Auflage, Aluminium-Verlag Düsseldorf, 1955, S. 328 bis 331;
Metallurgia, 44 (1951), S. 287 bis 289;
Journal of the Institute of Metals, 80 (1951/52), S. 17 bis 22.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1960V0018751 DE1241625B (de) | 1960-06-04 | 1960-06-04 | Verfahren zur Herstellung von Formteilen mit glatter und von Fliesslinien freier Oberflaeche aus AlCuMg- oder AlZnMg(Cu)-Legierungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1960V0018751 DE1241625B (de) | 1960-06-04 | 1960-06-04 | Verfahren zur Herstellung von Formteilen mit glatter und von Fliesslinien freier Oberflaeche aus AlCuMg- oder AlZnMg(Cu)-Legierungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1241625B true DE1241625B (de) | 1967-06-01 |
Family
ID=7577344
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1960V0018751 Pending DE1241625B (de) | 1960-06-04 | 1960-06-04 | Verfahren zur Herstellung von Formteilen mit glatter und von Fliesslinien freier Oberflaeche aus AlCuMg- oder AlZnMg(Cu)-Legierungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1241625B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1892162A3 (de) * | 2006-08-21 | 2009-12-02 | Alutech Gesellschaft m.b.H. | Fußgängerschutz für ein Kraftfahrzeug |
-
1960
- 1960-06-04 DE DE1960V0018751 patent/DE1241625B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1892162A3 (de) * | 2006-08-21 | 2009-12-02 | Alutech Gesellschaft m.b.H. | Fußgängerschutz für ein Kraftfahrzeug |
| US7832793B2 (en) | 2006-08-21 | 2010-11-16 | Euromotive Gmbh | Pedestrian guard for a motor vehicle |
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