DE1241651B - Fahrtmesser - Google Patents
FahrtmesserInfo
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- G01P—MEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
- G01P5/00—Measuring speed of fluids, e.g. of air stream; Measuring speed of bodies relative to fluids, e.g. of ship, of aircraft
- G01P5/14—Measuring speed of fluids, e.g. of air stream; Measuring speed of bodies relative to fluids, e.g. of ship, of aircraft by measuring differences of pressure in the fluid
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Description
DEUTSCHES PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
DeutscheKl.: 42 ο-15
Nummer: 1241651
Aktenzeichen: K 54630IX b/42 ο
1 241 651 Anmeldetag: 25. November 1964
Auslegetag: 1. Juni 1967
Die Erfindung betrifft einen insbesondere zur Anzeige der Fahrtgeschwindigkeit von Flugzeugen
verwendbaren Fahrtmesser, der zwei durch Druckänderung betätigbare, jeweils einem bestimmten
Meßbereich zugeordnete und nacheinander wirksam werdende Membranen unterschiedlicher Empfindlichkeit
enthält, bei dem nach Überschreiten des unteren Meßbereichs die empfindlichere Membran
außer Betrieb gesetzt und die Bewegung der Membranen auf ein Anzeigeglied übertragen wird.
Bei Luftfahrzeugen, die in einem großen Geschwindigkeitsbereich operieren, ebenso wie bei
Flugzeugen mit kurzer Start- und Landestrecke, auch bei Senkrechtstartern und Hubschraubern, benötigt
man Fahrtmesser, die sowohl bei hohen als auch bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten genau arbeiten; der
interessierende Meßbereich liegt bei Flugzeugen etwa zwischen 10 und 800 Knoten, bei Hubschraubern
zwischen 10 und 400 Knoten.
Üblicherweise arbeiten Fahrtmesser mit einem Staurohr, wobei die Fahrtgeschwindigkeit aus dem
Unterschied zwischen dem Staudruck und einem statischen Bezugsdruck ermittelt wird, indem diese
beiden Drücke auf eine geeignete Membran einwirken, deren Auslenkung in einem Meßinstrument
auf einen Zeiger übertragen wird. Da der Druckunterschied in Abhängigkeit von der Fahrt einem
Exponentialgesetz folgt, steigt er mit zunehmender Fahrtgeschwindigkeit so stark an, daß er beispielsweise
bei IOOKnoten Fahrt etwa IOOmal so groß, bei 800 Knoten bereits 900 mal so groß ist wie bei
10 Knoten Fahrt. Zur Messung niedriger Geschwindigkeiten benötigt man daher eine außerordentlich
empfindliche Druckmeßdose, die etwa für 10 Knoten Fahrt 0,025 Torr anzeigen muß, während man für
hohe Geschwindigkeiten eine unempfindlichere Druckmeßdose braucht, mit der etwa für 800 Knoten
Fahrt ein Druck von 1100 Torr angezeigt werden kann. Eine einzige Druckmeßdose kann verständlicherweise
einen derart großen Druckbereich nicht verarbeiten.
Bei einem bekannten Fahrtmesser sind zwei verschieden empfindliche Druckmeßdosen hinsichtlich
des Druckes parallel und hinsichtlich der mechanischen Auslenkung hintereinander geschaltet. Erreicht
der dem Inneren der Druckdosen zugeführte Staudruck einen Wert, der der Meßbereichsgrenze der
empfindlicheren Druckdose entspricht, so legt sich die bewegliche Membran dieser Meßdose gegen eine
als Anschlag ausgebildete Zwischenwand an, so daß bei weiterer Erhöhung des Staudruckes sich nur noch
die zweite, unempfindlichere Meßdose verformt und Fahrtmesser
Anmelder:
Kollsman Instrument Corporation,
Elmhurst, N.Y. (V. St. A.)
Elmhurst, N.Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. C Wallach, Dipl.-Ing. G. Koch
und Dr. T. Haibach, Patentanwälte,
München 2, Kaufingerstr. 8
und Dr. T. Haibach, Patentanwälte,
München 2, Kaufingerstr. 8
Als Erfinder benannt:
Herman Hezel, Port Washington, N.Y.;
Heinrich E. Barthel, Ozone Park, N.Y.;
Walter H. Rath, Great Neck, N.Y. (V. St. A.)
Herman Hezel, Port Washington, N.Y.;
Heinrich E. Barthel, Ozone Park, N.Y.;
Walter H. Rath, Great Neck, N.Y. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 26. November 1963
(325 892)
V. St. v. Amerika vom 26. November 1963
(325 892)
den mit ihr verbundenen Zeiger, der bereits die Verformung der empfindlicheren Meßdose angezeigt
hat, weiter auslenkt.
Ein anderer bekannter Fahrtmesser verwendet eine einzige Druckdose mit zwei verschieden empfindlichen
Membranen. Bei Ansteigen des dem Inneren der Meßdose geführten Staudruckes wird zunächst
die nachgiebige Membran, mit der ein Zeiger verbunden ist, bis zu einem Anschlag ausgelenkt; bei
weiterem Ansteigen des Druckes verformt sich nur noch die starrere Membran weiter und bewirkt dabei
eine auf den Zeiger übertragene Weiterbewegung des Anschlags, an dem die empfindlichere Membran
bereits anliegt.
Bei beiden bekannten Fahrtmessern ist ein besonderer Anschlag erforderlich, durch den von
einem bestimmten Staudruck an eine weitere Verformung der empfindlicheren Druckdose bzw. Membran
verhindert wird, um ihre Überlastung und damit Beschädigung zu vermeiden.
Dem erfindungsgemäßen Fahrtmesser soll die Notwendigkeit eines solchen zusätzlichen, die Verformung
der empfindlichen Membran begrenzenden Anschlags vermieden werden. Gleichzeitig soll jede
Möglichkeit einer Überlastung der empfindlicheren Membran, wie sie beispielsweise bei einer falschen
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Einstellung des Anschlags auftreten kann, mit Sicherheit ausgeschlossen werden.
Erfindungsgemäß wird zu diesem Zweck die für den unteren Meßbereich maßgebliche empfindlichere
der beiden zweckmäßigerweise kapseiförmig ausgebildeten, voneinander getrennt angeordneten Membranen,
im Gegensatz zu den bekannten Geräten, auf ihrer Innenseite mit dem statischen Druck und auf
ihrer Außenseite mit dem Staudruck beaufschlagt, wobei jede Membran mit je einem Übertragungsmittel
verbunden ist, welches ihre Bewegung auf ein Anzeigeglied überträgt. Dadurch ergibt sich die
Möglichkeit, die durch die Differenz zwischen dem statischen Druck und dem Staudruck verursachte
Bewegung der Membranen in jedem Meßbereich optimal zu nutzen. Beim Übergang vom unteren zum
oberen Meßbereich, d. h. beim Überschreiten eines bestimmten Staudruckes, fällt die empfindlichere
Membran vollständig zusammen, so daß irgendwelche Abstützungsmittel für sie entbehrlich sind. Eine
weitere Erhöhung des Staudrucks beeinflußt lediglich die zweite Membran, eine Überlastung der empfindlicheren
Membran ist also ausgeschlossen. Dadurch, daß jede Membran mit je einem Übertragungsmittel
verbunden ist, welches ihre Bewegung auf ein Anzeigeglied überträgt, ergibt sich die Möglichkeit,
den verschiedenen, zu den beiden Membranen gehörigen Druckbereichen gegebenenfalls verschiedene
Zeiger zuzuordnen.
In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung können die Wände zumindest der empfindlicheren
Membran in der Weise wellenförmig ausgebildet sein, daß sie nach dem vollständigen Zusammenfallen
dieser Membran deckungsgleich ineinandergreifen. Dadurch läßt sich mit absoluter Sicherheit jegliche
schädliche Verformung der empfindlicheren Membran bei erhöhtem Staudruck vermeiden, da diese
Membran im zusammengedrückten Zustand, also bei Überschreiten des zu ihr gehörigen Meßbereichs,
keinerlei Hohlräume mehr aufweist.
Zur Erhöhung der Empfindlichkeit im unteren Meßbereich kann die empfindlichere Membran
doppelwandig ausgebildet werden.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele
beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung des inneren Aufbaues einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Fahrtmessers,
F i g. 2 eine Draufsicht auf die Skala des in F i g. 1 dargestellten Fahrtmessers,
F i g. 3 eine schematische Darstellung des Aufbaues einer abgewandelten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Fahrtmessers,
Fig.4 eine Ansicht der Skala des Fahrtmessers nach F i g. 3 und
F i g. 5 eine Darstellung zur Veranschaulichung der doppelwandigen Ausführung der empfindlicheren
Membrankapsel.
F i g. 1 läßt ein nach außen abgedichtetes Gehäuse 10 erkennen, dessen linkes Ende durch eine Deckplatte
11 aus Glas abgeschlossen ist. Hinter ihr befindet sich eine Skala 12, über die sich zwei Zeiger
80 und 81 bewegen. Die Skala auf dem Ziffernblat 12 ist nicht linear; die Abstände zwischen den Skalenteilen
im unteren Fahrbereich sind relativ groß, so daß genaue Ablesungen bei niedrigen Geschwindigkeiten
möglich sind.
Das Innere des Gehäuses 10 steht mit einer Leitung 20 in Verbindung, die mit einem statischen
Druck beaufschlagt wird; eine zweite Leitung 21 ragt in das Gehäuse 10 hinein und ist mit einem am
Flugzeug angebrachten Staurohr verbunden, so daß im Inneren eines Membrangehäuses 22 der Staudruck
zur Wirkung kommt.
Im Inneren des Membrangehäuses 22 befindet sich eine sehr empfindliche Kapselmembran 24, deren
ίο Außenseite unter dem Staudruck steht. Mit dem Membrangehäuse 22 ist ferner über einen Kanal 83
eine unempfindlich ausgebildete Membran verbunden, auf deren Innenseite der Staudruck wirkt. Der
statische Druck wirkt dagegen auf die Innenseite der empfindlichen Membran 24 und auf die Außenseite
der weniger empfindlichen Membran 23.
Jede der Membranen 23 und 24 ist mit einem eigenen Kraftübertragungsgestänge versehen, so daß
die dem unteren Geschwindigkeitsbereich zugeordnete Membran 24 den Zeiger 80 gemäß F i g. 2 über eine
Skala des Skalenblattes bewegt, die beispielsweise von 0 bis 150 Knoten reicht, während die den höheren
Geschwindigkeiten zugeordnete Membran 23 den zweiten Zeiger 81 bewegt, der die innere, von 0 bis
850 Knoten reichende Skala bestreicht.
Die Unterseite der Membran 24 ist mit einem Übertragungsorgan 90 verbunden, das seinerseits an
einem Kurbelarm 91 einer Achse 92 angreift, die in Lagern 93 und 94 drehbar ist. Die Achse 92 trägt
ein Zahnradsegment 95, das mit einem Zahnrad 96 kämmt, das auf der den Zeiger 80 tragenden inneren
Achse 97 sitzt.
Die Membran 24 wird innerhalb des Fahrtbereichs von 0 bis 150 Knoten ausgelenkt, und der Zeiger 80
wird entsprechend dieser Auslenkung verstellt. Sobald jedoch eine Fahrt von 150 Knoten erreicht ist, nimmt
der Zeiger 80 eine Grenzstellung ein, in der er durch einen Abdeckstreifen 101 (F i g. 2) verdeckt wird. Bei
allen Geschwindigkeiten oberhalb dieser Grenzstellung bleibt der Zeiger 80 unter dem Abdeckstreifen
101, da die Membran 24 vollständig zusammengedrückt worden ist und nicht weiter ausgelenkt
werden kann.
Geschwindigkeiten über 150 Knoten bis zu 850 Knoten werden mit Hilfe des Zeigers 81 abgelesen,
der durch die Membran 23 betätigt wird. Er wird so lange durch den Streifen 101 verdeckt, wie der
Zeiger 80 Werte zwischen 10 und etwa 130 Knoten anzeigt; beim Erreichen einer Fahrt von 130 Knoten
erscheint dann der Zeiger 81 zur Ablesung. Die Membran 23 ist mit einem Betätigungsorgan 102
versehen, das gelenkig mit einem Kurbelarm 103 einer Achse 104 verbunden ist, die in Lagern 105 und 106
drehbar ist. Die Achse 104 trägt ein Zahnradsegment 107, das mit einem Zahrad 108 kämmt, welches
konzentrisch mit der Achse 97 angeordnet ist, jedoch unabhängig von dieser Achse gedreht werden kann.
Der Zeiger 81 ist direkt mit einem rohrförmigen Fortsatz 109 des Zahnrades 108 verbunden.
Bei zunehmender Fahrt, und wenn sich die Membran 23 ausdehnt, wird die Bewegung der
Membran direkt auf den Zeiger 81 übertragen, der sich über dem Zifferblatt nach F i g. 2 bewegt, während
der Zeiger 80 durch den Streifen 101 verdeckt wird, um das Ablesen falscher Werte durch den
Flugzeugführer zu verhindern.
Jede der Membranen 23 und 24 kann mit geeigneten Kompensationsmitteln 71 bzw. 72 bekannter
Claims (4)
1. Fahrtmesser, der zwei durch Druckänderung betätigbare, jeweils einem bestimmten Meßbereich
zugeordnete und nacheinander wirksam werdende Membranen unterschiedlicher Empfindlichkeit
enthält, bei dem nach Überschreiten des unteren Meßbereichs die empfindlichere Membran außer Betrieb gesetzt wird und bei dem
die Bewegung der Membranen auf ein Anzeigeglied übertragen wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die vorzugsweise kapseiförmig ausgebildeten Membranen (23, 24) voneinander
getrennt angeordnet sind, daß die empfindlichere Membran (24) auf ihrer Innenseite mit dem
statischen Druck und auf ihrer Außenseite mit dem Staudruck und die andere Membran (23) in
dazu umgekehrtem Sinn beaufschlagt wird und daß jede Membran (23 bzw. 24) mit je einem
Übertragungsmittel verbunden ist, welches ihre Bewegung auf ein Anzeigeglied überträgt.
2. Fahrtmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungsmittel (90
bis 96 bzw. 102 bis 108) die Bewegung jeder Membran auf je ein dieser zugeordnetes Anzeigeglied
(80 bzw. 81 in Fi g. 1) übertragen.
3. Fahrtmesser nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die
Wände der empfindlicheren Membran (24) in der Weise wellenförmig ausgebildet sind, daß sie nach
dem vollständigen Zusammenfallen dieser Membran deckungsgleich ineinandergreifen.
4. Fahrtmesser nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die empfindlichere Membran
(24) doppelwandig ausgebildet ist (Fig. 5).
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 719 562;
USA.-Patentschrift Nr. 2 565 472.
Deutsche Patentschrift Nr. 719 562;
USA.-Patentschrift Nr. 2 565 472.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 588/87 5.67 © BundesdruckereiBerlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US325892A US3279250A (en) | 1963-11-26 | 1963-11-26 | High-low airspeed indicator |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1241651B true DE1241651B (de) | 1967-06-01 |
Family
ID=23269917
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK54630A Pending DE1241651B (de) | 1963-11-26 | 1964-11-25 | Fahrtmesser |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
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| DE (1) | DE1241651B (de) |
| GB (1) | GB1039560A (de) |
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| GB1105771A (en) * | 1964-10-09 | 1968-03-13 | Smiths Industries Ltd | Improvements in or relating to pressure-sensitive devices |
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| US2565472A (en) * | 1944-10-18 | 1951-08-28 | Int Standard Electric Corp | Measuring instrument using pressure sensitive chamber |
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|---|---|---|---|---|
| US2185971A (en) * | 1936-06-15 | 1940-01-02 | Askania Werke Ag | Fluid pressure responsive instrument |
| US2925829A (en) * | 1958-09-11 | 1960-02-23 | Belfab Corp | Bellows |
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1963
- 1963-11-26 US US325892A patent/US3279250A/en not_active Expired - Lifetime
-
1964
- 1964-11-09 GB GB45600/64A patent/GB1039560A/en not_active Expired
- 1964-11-25 DE DEK54630A patent/DE1241651B/de active Pending
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Also Published As
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |