DE1241225B - Wickelvorrichtung - Google Patents
WickelvorrichtungInfo
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- DE1241225B DE1241225B DED38735A DED0038735A DE1241225B DE 1241225 B DE1241225 B DE 1241225B DE D38735 A DED38735 A DE D38735A DE D0038735 A DED0038735 A DE D0038735A DE 1241225 B DE1241225 B DE 1241225B
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Description
deutsches WtmxSsp Patentamt
AUSLEGESCHRIFT
Deutschem.: 47 k-5/10
Nummer: 1241225
Aktenzeichen: D 38735IX c/47 k
1 241 225 Anmeldetag: 21. April 1962
Auslegetag: 24. Mai 1967
Die Erfindung bezieht sich auf eine Wickelvorrichtung mit mehreren, an einem revolverkopfartig bewegbaren
Schaltrad drehbar gelagerten Spulen, auf die nacheinander ein von einer oder mehreren Vorratsspulen
abgewickeltes Bandmaterial aufgewickelt wird, wobei mindestens die in der Aufwickelsiellung
des Schaltrades befindliche Spule angetrieben wird, um Bandmaterial bis zu einem vorgegebenen Durchmesser
aufzuwickeln, sowie mit einer mechanischen Trennvorrichtung zwischen der Vollspule und der in
Bewegungsrichtung des Schaltrades nachfolgenden Leerspule, wobei zum Festhalten des nach Trennung
gebildeten vorderen Endes des Bandmaterials in der Spule an einem Umfangsabschnitt mündende Saugkanäle
vorgesehen sind.
Eine solche Wickelvorrichtung ist bekannt. Während die in der Aufwickelstellung befindliche Vollspule
aufgewickelt wird, bleibt die Leerspule funktionslos, d. h. steht mit dem Band nicht in Berührung.
Die Bedienungsperson muß feststellen, ob die Spule vollgewickelt ist. Trifft dies zu, wird das Schaltrad
von Hand gedreht, wodurch die Leerspule mit dem Band in Berührung gelangt. Die Leerspule ist gegen
eine Drehbewegung gesperrt. Das Materialband gleitet über denjenigen Umfang der Leerspule, welcher
die Saugöffnungen trägt. Bevor die Vollspule und die Leerspule ihre Stellungen ausgetauscht haben, wird
die Schneideinrichtung betätigt, um die Vollspule vom Bandmaterial abzutrennen. Während dieser Zeit
wird der Bandvorschub gestoppt. Das Schneidorgan bewegt sich am Umfang der Leerspule axial hin und
zurück. Erst wenn die Rückbewegung beendet ist, wird die Leerspule für ihre Drehung freigegeben.
Nachteilig ist bei der bekannten Wickelvorrichtung, daß sie nur für geringe Arbeitsgeschwindigkeiten geeignet
ist. Dies folgt schon daraus, daß das Weiterschalten des Schaltrades von Hand eingeleitet werden
muß. Das Anhalten des Bandes, auch wenn es nur während der Schneidperiode erfolgt, würde bei hohen
Arbeitsgeschwindigkeiten Stauungen und schnelle Beschleunigungen verursachen. Dies kann zu einem
Reißen des Bandes führen.
Aufgabe der Erfindung ist es, die der bekannten Wickelvorrichtung anhaftenden Nachteile zu vermeiden
und sie insbesondere so auszubilden, daß ein kontinuierlicher Bandvorschub mit wesentlich erhöhter
Geschwindigkeit erreicht wird, ohne daß die Gefahr von Betriebsstörungen besteht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Leerspule rotiert, während das Bandmaterial
an ihrem Umfang unter Berührung vorbeiläuft und auf die in der Aufwickelstellung befindliche
Wickelvorrichtung
Anmelder:
A. B. Dick Company, Niles, III. (V. St. A.)
Vertreter:
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Görtz, Patentanwalt,
Frankfurt/M., Schneckenhofstr. 27
Frankfurt/M., Schneckenhofstr. 27
Als Erfinder benannt:
Allan I. Roshkind, Glenview, III. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 20. April 1961 (104 467)
Vollspule aufgewickelt wird, und daß die Trennvorrichtung von einer Schalteinrichtung gesteuert, in
derjenigen Drehstellung der rotierenden Leerspule momentan betätigbar ist, in welcher der die Saugöffnungen
aufweisende Umfangsabschnitt der Leerspule vom sich ohne Unterbrechung kontinuierlich
weiterbewegenden Bandmaterial abgedeckt ist.
Mit der Erfindung werden erhebliche Vorteile erreicht. Die Schneideinrichtung arbeitet während des
sich kontinuierlich und schnell bewegenden Bandstreifens. Dies erfordert aber, daß nach Abschneiden
des Bandes das vordere Ende des nachschiebenden Bandes am Umfang der Leerspule in Anlage gehalten
wird. Bei der bekannten Wickelvorrichtung wird die Leerspule so lange in derjenigen Drehstellung festgehalten,
in welcher das Bandmaterial die Saugöffnungen abdeckt, bis die Trennung des Bandmaterials erfolgt ist. Wenn das Band aber kontinuierlich
weiterlaufen soll, würde schon das Abschneiden schräg erfolgen. Der Abschneidvorgang würde wegen
des sich hin- und herbewegenden Messers auch bei schnell arbeitenden Antriebseinrichtungen eine Zeit
erfordern, währendderen sich die vordere Schnittkante des Bandmaterials schon um eine erhebliche
Strecke weiterbewegt hat. Wird dann die Leerspule zur Drehung freigegeben, könnte das Bandmaterial
möglicherweise an den die Saugöffnung aufweisenden Umfangsabschnitt der Leerspule herangezogen werden,
nicht jedoch das schon darüber hinaus vorgeschobene vordere Ende des Streifens. Dieses Ende
würde vom Umfang der Leerspule abstehen und das einwandfreie Aufwickeln erheblich stören. Läßt man
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nun erfindungsgemäß die Leerspule mitrotieren, so tritt ein neues Problem auf. Das vordere Ende des
Bandstreifens muß nach Abschneiden sicher am Umfang der Leerspule festgehalten werden. Man könnte
zwar um den ganzen Umfang der Leerspule herum Saugöffnungen vorsehen, doch würde dies einen
außerordentlich hohen Leistungsaufwand bedingen und im übrigen auch die erstrebte Funktion nicht
sicherstellen, da die nicht abgedeckten Saugkanäle einen Druckausgleich bewirken würden, so daß an
den Saugöffnungen, die dem Materialband gegenüberliegen, keine Saugkräfte erzeugt werden könnten.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch die Schalteinrichtung gelöst, welche die Trenneinrichtung
gerade in dem Moment betätigt, in dem der die Saugöffnungen tragende Umfangsabschnitt der Leerspule
mit dem Band in Berührung steht. Da das Abschneiden momentan erfolgt, ist somit gewährleistet, daß
das vordere Ende des nachschiebenden Bandes durch Wirkung der Saugöffnungen am Leerspulenumfang in
Anlage bleibt. Die Erfindung ermöglicht es, mit bisher unerreicht hoher Bandgeschwindigkeit zu arbeiten,
ohne Stillstandzeiten in Kauf nehmen zu müssen. Die erfindungsgemäße Wickelvorrichtung hat außerdem
eine bisher unerreichte Funktionssicherheit, da seine einzelnen Teile einfach und störunanfällig ausgebildet
sind.
Es ist zwar auch eine kontinuierlich arbeitende Aufwickelvorrichtung bekannt, doch unterscheidet sie
sich von der erfindungsgemäßen Wickelvorrichtung grundsätzlich. Bei der bekannten Wickelvorrichtung
wird die Leerspule erst kurz vor Beendigung des Aufwickelvorganges der Vollspule eingesetzt. Dies steht
im Gegensatz zum Erfindungsgegenstand. Bei der bekannten Wickelvorrichtung erfolgt die Abtrennung
des Bandmaterials mit einem Schneidmesser, dessen Schneidbewegung nach der Abtrennung des Materials
fortgesetzt wird, um die Vorderkante des Bandmaterials um die Leerspule herumzulegen. Diese Funktion
ist nur bei relativ niedrigen Bandgeschwindigkeiten möglich. Bei höchsten Bandgeschwindigkeiten, wie
sie mit der vorliegenden Erfindung erreicht werden, versagt diese bekannte Wickelvorrichtung, da das
Schneidmesser nicht in der Lage ist sowohl das Bandmaterial zu zerschneiden als auch dessen Führungskante
um die Leerspule herumzuführen und sie unterhalb der ersten Lage des Bandmaterials auf dem
Spulenumfang festzuklemmen. Diese Funktionen können bei hohen Arbeitsgeschwindigkeiten nicht von
einem einzigen Organ ausgeführt werden.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß die Schalteinrichtung einen Schalter
aufweist, der erst nach Erreichen eines vorbestimmten Wickeldurchmessers des Bandmaterials auf der
vollen Spule funktionsfähig ist und danach in derjenigen Drehstellung der Leer spule, in welcher der
die Saugöffnungen aufweisende Umfangsabschnitt der Leerspule vom Bandmaterial abgedeckt ist, ausgelöst
wird. Zur Auslösung des Schalters sind in dem Spulenzapfen ein oder mehrere Magneten vorgesehen,
die den Schalter bei ihrem Vorbeigang am Magneten betätigen.
An Hand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel darstellt, sei die Erfindung näher erläutert.
Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Ansicht einer Etikettdruckmaschine, in der die erfmdungsgemäße Wickelvorrichtung
verwendet wird,
F i g. 2 eine perspektivische Ansicht des aufzuwickelnden Materialbandes,
F i g. 3 eine vergrößerte Ansicht der in F i g. 1 veranschaulichten Wickelvorrichtung,
F i g. 4 eine Ansicht ähnlich F i g. 3 in noch größerem Maßstab,
F i g. 4 eine Ansicht ähnlich F i g. 3 in noch größerem Maßstab,
F i g. 5 eine Ansicht von der Linie 5-5 der F i g. 4, F i g, 6 eine Schnittansicht längs der Linie 6-6 der
Fig. 4,
ίο F i g. 7 eine Ansicht von der Linie 7-7 der F i g. 6 aus,
F i g. 8 eine Ansicht der Spulenhalterung mit in Antriebsstellung befindlicher Antriebsvorrichtung,
F i g. 9 eine Ansicht ähnlich F i g. 8, jedoch mit nicht in Antriebsstellung befindlicher Antriebsvorrichtung,
Fig. 10 eine Schnittansicht längs der Linie 10-10 der Fig. 8,
Fig. 11 eine Schnittansicht längs der Linie 11-11 derFig. 10,
Fig. 12 eine Einrichtung zum Betätigen der Trenneinrichtung, wenn die Spule vollgewickelt ist,
Fig. 13 eine schematische Ansicht von der Linie 13-13 der Fig. 12 aus,
Fig. 14 eine Vorderansicht mit Darstellung der Trenneinrichtung,
Fig. 14 eine Vorderansicht mit Darstellung der Trenneinrichtung,
F i g. 15 eine Schnittansicht längs der Linie 15-15 der F ig. 14,
F i g. 16 eine Ansicht des Trennmessers, und zwar von der Linie 16-16 der F i g. 14 aus gesehen,
F i g. 17 eine Ansicht der Wickelvorrichtung mit in Antriebsstellung befindlicher Antriebsvorrichtung für
die in der Aufwickelstellung befindliche Spule,
F i g. 18 eine Ansicht einer Einrichtung, die das Aufwickeln bei nicht vorhandener Spule verhindert,
F i g. 19 eine Schnittansicht längs der Linie 19-19 der Fig. 18 und
F i g. 20 eine Schnittansicht längs der Linie 20-20 der F ig. 18.
F i g. 1 zeigt eine Etikettdruckmaschine 21 zum Drucken von Postetiketten oder Klebzetteln od. dgl.
auf ein Papierband 22. F i g. 2 zeigt das Band 22 in seiner endgültigen Form mit darauf aufgedruckten
Postadressen 23. Zwischen den Adressen 23 ist das Band 22 jeweils mit Löchern 24 versehen. Automatische
Maschinen können die Etiketten vom Band abschneiden und sammeln oder an Gegenständen anbringen.
Das Band 22 wird, nachdem es bedruckt worden ist, zu Rollen aufgewickelt.
Die Etikettdruckmaschine 21 weist eine Vorratseinrichtung 26 mit einem Wickelgestell 27 auf, das
zwei große Vorratsspulen 28 a und 28 b des Papierbandes
22 halten kann. Wie F i g. 1 zeigt, wird das Band 22 gerade von der Spule 28 a abgerollt, während
die Spule 28 b in Bereitschaft steht. Wenn die Spule 28 a fast leer ist, wird das neue Band 22 b von
der Bereitschaftsrolle 28 & abgezogen. Vorher wird die Bewegung des Bandes 22 mittels einer Einrichtung
29 augenblicklieh angehalten, das Band abgeschnitten und das Vorderende des neuen Bandes
22 b mit dem Hinterende des alten Bandes 22 verbunden. Dann wird das Band freigegeben. Es durchläuft
eine Spannungsausgleichseinrichtimg 30 und gelangt dann zur vorzugsweise elektrostatischen Druckeinheit
32, die die Adressen 23 oder einen anderen Aufdruck auf das Band druckt. Sodann gelangt das
Band 22 durch eine Stanzeinheit 36, die die Löcher 24 herstellt. Das Band läuft hierauf durch eine wei-
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tere Spannungsausgleicheinrichtung 38 und über eine Führungswalze 39 zur Wickelvorrichtung 40, die das
gedruckte Band zu einzelnen Rollen 25 aufwickelt.
Die Wickelvorrichtung 40 weist mehrere Spulenzapfen 42 auf, die auf einem Schaltrad 44 gelagert
sind. Ist die Rolle 25 zur gewünschten Größe aufgewickelt, wird sie vom Band 22 mittels einer Abtrenneinriclitung
46 abgetrennt. Das Vorderende des Bandes wird dann um die benachbarte Spule herumgewunden
und das Rad 44 weitergeschaltet. Die aufgewickelte Rolle kann dann von der entsprechenden
Spule entfernt werden.
Die Vorratseinrichtung 26 weist ebenfalls ein Schaltrad 48 mit zwei Spulenzapfen 50 a und 50 b für
die Vorratsspulen 28 α und 28 b auf. Das Band 22
wird von der Spule 28 α am oberen ZapfenSOc abgezogen, während sich die Bereitschaftsspule 28 b auf
dem unteren Zapfen 50 b in Ruhe befindet. Ist das auf der Bereitschaftsspule befindliche Band 22 b mit
dem Band 22 verbunden, wird das Rad 48 um eine halbe Umdrehung im Uhrzeigerdrehsinn weitergeschaltet,
so daß die Spule 50 b in die oberste Stellung gelangt. Hierauf wird eine volle Spule auf den
Zapfen 50 α aufgesetzt. Das Rad 48 ist mit Führungswalzen 52 α und 52 b versehen, um die herum das
Bereitschaftsband zwischen der Bereitschaftsspule und der Einrichtung 29 hindurchgefädelt wird.
Bei dem veranschaulichten Beispiel sind in der erfindungsgemäßen Wickelvorrichtung 40 sechs gleiche
Spulenzapfen 42 vorgesehen und in gleichen Winkelabständen von 60° um das Schaltrad 44 herum angeordnet.
Die Spule in der Stellung Nr. 1 nimmt das abgetrennte Vorderende des Bandes 22, um den Aufwickelvorgang
einzuleiten. Das Rad 44 wird hierauf um einen Schritt weitergestellt, um die Spule in die
Stellung Nr. 2 zu bringen, wo der Wickelvorgang fortgesetzt, beendet und die Rolle 25 vom Band 22 abgetrennt
wird. Dann wird das Rad 44 um einen weiteren Schritt weitergeschaltet, um die Spule in die Stellung
Nr. 3 zu bringen, wo der Spulenantrieb abgeschaltet wird, damit die fertige Rolle 25 von der
Bedienungsperson abgenommen werden kann. Beim Durchgang zwischen den Stellungen Nr. 2 und Nr. 3
schleift die Rolle an einem federbelasteten Arm 60, der als Reibungsbremse wirkt, um die Spule anzuhalten.
Der Arm 60 schwingt (F i g. 12) um einen Zapfen 62 gegen die Wirkung einer Feder 64 abwärts,
wenn die Rolle 25 zwischen den Stellungen Nr. 2 und Nr. 3 hindurchläuft.
In der Stellung Nr. 4 setzt die Bedienungsperson einen Wickelkern 66 ein (F i g. 10). Der Kern 66 wird
an dem Zapfen mittels eines Rastkolbens 68 festgehalten, der in dem Zapfen radial gleiten kann und
durch eine Feder 70 nach außen vorbelastet wird. Der Rastkolben 68 ist eine Strecke weit in Loch 72 bewegbar,
das im Kern 66 ausgebildet ist.
Erreicht der Zapfen die Stellung Nr. 5, wird die Maschine angehalten, wenn kein Wickelkern 66 aufgesetzt
worden ist. Diese Einrichtung verhindert es, daß das Band auf den Zapfen unmittelbar aufgewickelt
wird. Das Vorhandensein des Aufwickelkerns 66 auf dem Zapfen Nr. 5 wird von einem Arm
74 festgestellt, der um ein Gelenk 76 schwingen kann und mit einer Rolle 78 versehen ist, die mit dem
Kern 66 zusammenwirkt.
Eine Feder 80 spannt den Arm 74 in Uhrzeigergegendrehrichtung so vor, daß die Rolle 78 gegen den
Kern 66 gedrückt wird. Ist der Zapfen 42 in der Stellung Nr. 5 leer, schwingt der Arm 74 über seine Normalstellung
einwärts und betätigt einen Schalter 82 (F i g. 18), der die Maschine anhält.
Die Einwärtsschwingbewegung des Armes 74 wird durch einen zweiten Arm 84 (Fig. 20) begrenzt, der
an der Gelenkwelle 76 starr angebracht ist, an der auch der Arm 74 starr angebracht ist. Sonach schwingen
die Arme 74 und 84 gemeinsam. Der Arm 84 ίο trägt eine Rolle 86, die an dem kreisförmigen Umfang
88 des Schaltrades 44 angreift. Der kreisförmige Umfang 88 ist mit einer Kerbe 90 versehen, die der Rolle
86 gestattet, sich in begrenztem Ausmaß einwärts zu bewegen. Durch diese Einrichtung werden die Arme
74 und 84 auswärts gehalten, so daß der Halteschalter 82 nicht wirksam wird, während die Zapfen 42
gerade durch die Drehung des Rades 44 neu eingestellt werden. Erreicht der Zapfen 42 die Stellung
Nr, 5, gestattet die Nut 90 dem Arm 74, wenn die Spindel leer ist, einwärts zu schwingen, so daß der
Halteschalter 82 wirksam wird. Befindet sich ein Kern 66 auf dem Zapfen, wird der Arm 74 in genügendem
Ausmaß nach außen gehalten, um zu verhindern, daß der Halteschalter 82 betätigt wird.
Die fertige Rolle 25 kann noch auf dem Zapfen sein, wenn sie die Stellung Nr. 5 erreicht, falls die
Bedienungsperson vergessen hat, die Rolle zu entfernen. In diesem Fall schwingt der Arm 74 durch
das Zusammenwirken der Rolle 78 mit der Walze 25 in beträchtlichem Ausmaß nach außen. Eine solche
Auswärtsschwingbewegung des Armes 74 betätigt einen zweiten Halteschalter 94 (F i g. 18), um hierdurch
die Maschine anzuhalten und zu verhindern, daß die fertige Rolle über die Stellung Nr. 5 hinaus
bewegt wird.
In der Stellung Nr. 6 wird der Antrieb des Zapfens eingeschaltet, um ihn in Drehung zu versetzen.
Die näehste Schaltbewegung des Rades 44 bringt den Zapfen in die Stellung Nr. 1. In dieser Stellung
wirkt er mit dem kontinuierlich laufenden Band 22 zusammen, das von der Führungswalze 39 abwärts
läuft. Die Reibung zwischen dem laufenden Band 22 und dem Zapfen in der Stellung Nr. 1 (Leerspule)
treibt die Spule an, so daß hier zwischen dem Band 22 und dem Wickelkern kein wesentlicher Schlupf
besteht.
Eine solche Antriebswirkung wird durch eine Kupplung 96 (F i g. 10) verwirklicht, die zwischen
jedem Zapfen 42 und ihrer koaxialen Antriebswelle 98 eingeschaltet ist. Sonach kann das Band den Zapfen
42 mit einer Geschwindigkeit antreiben, die größer als die Geschwindigkeit der Antriebswelle ist.
Die Antriebswellen 98 für die drei Spulenzapfen in den Stellungen Nr. 6, 1 und 2 werden mit derselben
Geschwindigkeit angetrieben. Nimmt der Umfang der Rolle auf dem Zapfen Nr. 2 infolge des Aufwickelns
des Bandes zu, nimmt die Geschwindigkeit der Spindelantriebswelle ab, während die lineare Geschwindigkeit
des Bandes konstant bleibt. Das Band treibt die Spindel Nr. 1 mit einer Geschwindigkeit an, die
größer als diejenige ihrer Antriebswelle ist.
Wie F i g. 5 zeigt, ist das Schaltrad 44 auf einer drehbaren Welle 100 angeordnet. Ein Getriebemotor
102 mit einer niedertourigen Ausgangswelle 104 dient der Schalteinstellung des Rades 44. Wie veranschaulicht,
sind miteinander kämmende Triebräder 116 und 118 auf den Wellen 100 und 104 gelagert, um
hierdurch den Motor 102 mit der Welle 100 zu ver-
binden. Die Triebräder 116 und 118 bilden ein Untersetzungsgetriebe
mit dem Verhältnis 6 :11 so daß eine Umdrehung der Motorwelle 104 das Schaltrad 44 um
60° dreht. Wird der Schaltmotor 102 erregt, dreht er die Welle 104 um eine Umdrehung, worauf er durch
die Tätigkeit eines Schalters 120 angehalten wird, der von einem Nocken 122 auf der Motorwelle gesteuert
wird. Der Nocken 122 enthält eine Nut 124. Bei Vollendung einer Umdrehung des Nockens 122 tritt in die
Nut 124 ein Arm 126 ein, der mittels einer Feder 128 gegen den Nocken vorbelastet ist. Die Bewegung des
Armes 126 setzt den Schalter 120 in Tätigkeit.
Der Motor 130 treibt ein Triebrad 132 (F i g. 6) an, das mit einem Triebrad 134 kämmt, das auf der Welle
100 frei rotieren kann.
Das Triebrad 134 ist mithin auf einer Nabe 136 gelagert. Lager 138 und 140 befinden sich zwischen
der Nabe 136 und der Welle 100. Die Nabe 136 trägt außerdem ein Triebrad 142, das in drei Triebräder
144 eingreift, die Lagerzapfen 146 besitzen, die sich am Schaltrad 44 befinden. Innerhalb der Lagerzapfen
146 und der Triebräder 144 sind Lager 148 vorgesehen.
Jedes Triebrad 144 greift in zwei Triebräder 150 ein, die zwei der Spulenzapf en 42 antreiben. Jedes
Triebrad 150 (F i g. 4) kann koaxial zur Antriebswelle 98 des entsprechenden Zapfens 42 rotieren. Eine
Kupplung 152 (F i g. 8, 9 und 10) befindet sich zwischen jedem Triebrad 150 und der entsprechenden
Welle 98. Die Kupplung 150 ist so wirksam, daß sie die Antriebswelle 98 antreibt, wenn sich der Zapfen
in den Stellungen Nr. 6, 1 und 2 befindet, während sie die Antriebswelle anhält, wenn sich der Zapfen in
den Stellungen Nr. 3, 4 und 5 befindet.
Die veranschaulichte Antriebswelle 98 ist in Lagern 154 und 156 gelagert, während das Triebrad 150 in
gesonderten Lagern 158 und 160 gelagert ist. Lager 162 und 164 befinden sich zwischen dem Zapfen 42
und der Welle 98, so daß der Zapfen schneller lauf en kann als die Welle.
Die veranschaulichte Kupplung 152 weist eine Buchse 166 auf, die längs des hinteren Teiles der
Antriebswelle 98 gleiten kann, aber mittels eines Keiles 168 mit dieser Welle verbunden ist, so daß sie
gemeinsam mit ihr rotiert. Eine Kupplungsplatte 170 und eine Bremsplatte 172 sind an der Buchse 166 angebracht.
Wird die Buchse 166 nach rechts bewegt, wie Fig. 10 zeigt, wirkt die Kupplungsplatte 170 mit
dem Triebrad 150 zusammen, so daß letzteres die Antriebswelle 98 antreibt. Die Buchse 166 ist mittels
einer Feder nach rechts in Kupplungsstellung vorgespannt. Soll die Kupplung gelöst werden, wird eine
nicht rotierende Bremsplatte 176 nach links bewegt, um hierdurch die rotierende Bremsplatte oder Scheibe
172 anzutreiben. Die Bewegung der Platte 176 verschiebt die Scheibe 172 und die Buchse 166 nach
links, um hierdurch die Kupplungsscheibe 170 vom Triebrad 150 zu lösen. Zur selben Zeit hält die Reibung
zwischen der Platte 176 und der Scheibe 172 die Antriebswelle 98 an. Die Federn 178 spannen die
Platte 176 nach rechts vor.
Die Kupplung 152 kann von einer rotierenden Nockenplatte 180 gelöst werden, die rückwärts geneigte
Nockenbahnen 182 und 184 an diametral entgegengesetzten Stellen trägt (Fig. 8, 9). Die Nockenbahnen
182 und 184 können mit Rollen 186 und 188 zusammenwirken, die auf nach hinten gleitenden
Buchsen 189 und 190 gelagert sind, die mit der
Bremsplatte 176 verbunden sind. Wird die Platte 180 im Uhrzeigergegendrehsinn geschwungen, wie es von
der Rückseite her in den F i g. 8 und 9 zu sehen ist, bewegen die Nockenbahnen 182 und 184 die Bremsplatte
176 rückwärts und lösen hierdurch die Kupplung^. Eine Feder 192 spannt die Platte 180 in
Uhrzeigerdrehrichtung vor und sucht hierdurch die Kupplung zu lösen. Eine Schwenkklinke 194 dient
jedoch dazu, die Platte 180 in der Stellung zu halten, wo die Kupplung gelöst wird. Die Klinke 194 wirkt
mit einer Nut 196 in der Platte 180 zusammen.
F i g. 17 erläutert die Funktion, wie die Kupplungen 152 für die verschiedenen Spulenzapfen 42
wirksam gemacht und gelöst werden. Jede Kupplungsbetätigungsnockenplatte 180 ist mit einem Arm 198
versehen, der eine Rolle 200 trägt. Der Arm 198 ist in eine nach außen vorspringende Stellung bewegbar,
wenn die entsprechende Kupplung gelöst wird. Bewegt sich der Spulenzapfen 42 zwischen den Stellungen
2 und 3, wirkt die Rolle 200 mit einem ortsfesten Nocken 202 zusammen, der den Arm 198 einwärts
schwenkt, derart, daß die Kupplung 152 abgeschaltet und die Antriebswelle 98 angehalten wird. Die Klinke
192 fällt in die Nut 196 und hält die Kupplung in ihrer Losstellung. Hier wird die Klinke 194 über der
Platte 180 so eingestellt, daß sie durch Schwerkraft in die Nut 196 hinein vorgespannt wird. Die Klinke wird
dank der Feder 192 durch Reibung in der Nut gehalten.
Bewegt sich der Spulenzapfen zwischen den Stellungen Nr. 5 und 6, wirkt die Rolle 200 mit einem
zweiten, oberen ortsfesten Nocken 206 zusammen, der den Arm 198 in genügendem Ausmaß bewegt, um
die Klinke 194 außer Eingriff mit der Nut 196 zu bringen. Die Klinke fällt dann aus der Nut heraus
und gibt hierdurch die Platte 180 frei. An dieser Stelle befindet sich die Klinke, auf Grund der Drehung des
Rades 44, unter der Platte 180. Sonach schwingt der Arm 198 nach außen, nachdem er am Nocken 206
vorbeigelaufen war. Hierdurch wird die Kupplung eingeschaltet so daß die Antriebswelle 98 in die Stellungen
Nr. 6, 1 und 2 gedreht wird.
Wie bereits angegeben, befindet sich an der Stellung Nr. 1 der Spule (Leerspule) eine Abtrennvorrichtung
46, um das Band 22 abzutrennen, wenn die gerade auf der Spule 2 (Vollspule) aufgewickelte Rolle
25 die gewünschte Größe erreicht. Beim Beginn der Abtrennung wird eine Andrückrolle 210 (F i g. 14) so
gegen das Band bewegt, daß dieses in der Stellung Nr. 1 zwischen die Rolle 210 und die Spule gedrückt
wird. Die Rolle 210 ist, wie ersichtlich, auf einem zweiarmigen Hebel 212 drehbar gelagert, der um ein
Gelenk 214 schwingt.
Eine Feder 216 spannt den Hebel in Uhrzeigerdrehrichtung vor und sucht hierdurch die Rolle 210
von der Spule 42 wegzuschwenken. Der Hebel 212 kann mittels eines Elektromagneten 218, der mit
Hilfe eines einstellbaren Lenkers 220 mit dem Hebel verbunden ist, in Uhrzeigergegendrehrichtung geschwenkt
werden, um die Rolle 210 gegen das Band und dieses gegen die Spule 42 zu drücken. Der Druck
der Rolle 210 gewährleistet, daß das Band die Spule 42 mit einer Umfangsgeschwindigkeit antreibt, die
gleich der Bandgeschwindigkeit ist.
Um das Band 22 abzutrennen, wird ein Messer 222 unmittelbar unterhalb der Spule Nr. 1 zum Band gebracht.
Das veranschaulichte Messer 222 besitzt eine Schneidkante mit einer großen Anzahl scharfer, spit-
1 24
9 -
zer Zähne 224, die in das Band eindringen und es abtrennen. Wie Fig. 14 zeigt, ist das Messer 222 auf
einem zweiarmigen Hebel 226 angeordnet, der ebenfalls um das Gelenk 214 schwingt. Eine zweite Feder
228 (F i g. 15) spannt den Hebel 226 in einer Richtung weg vom Band vor. Der Hebel 226 kann mittels
eines Elektromagneten 230 an das Band herangeschwenkt werden. Dieser Elektromagnet 230 befindet
sich hinter dem Elektromagneten 218 und ist mittels eines einstellbaren Lenkers 232 mit dem Hebel
226 verbunden.
Wird das Band 22 mittels des Messers 222 abgetrennt, wird der abgetrennte Teil des Bandes auf
der Spule Nr. 2 aufgewickelt. Das abgetrennte Vorderende des laufenden Bandes wird von der Spindel
Nr. 1 aufgenommen, um eine neue Rolle zu bilden. Gleichzeitig mit dem Abtrennen beginnt die Einstellbewegung
des Rades 44, um hierdurch die Spule aus der Stellung Nr. 1 in die Stellung Nr. 2 zu bewegen.
Bei der veranschaulichten mechanischen Einrichtung wird das Vorderende des laufenden Bandes
durch von der Vakuumpumpe 236 (F i g. 5) stammenden Unterdruck gegen die Spule Nr. 1 gehalten, nachdem
das Band abgeschnitten worden ist. Luft wird aus der Spule durch einen Kanal 238 (F i g. 10) hindurchgesaugt,
der sich axial durch die Antriebswelle 98 hindurcherstreckt. Radiale Kanäle 240 erstrecken
sich zwischen dem Kanal 238 und einem ringförmigen Raum 242 in der Spule 42.
Radiale Kanäle 244 erstrecken sich zwischen dem ringförmigen Raum 242 und einem Paar Längskanälen
246 in einem Seitenteil der Spule. Wie ersichtlich, erstreckt sich eine Vielzahl radialer Kanäle
248 zwischen den Längskanälen 246 und Nuten oder Ausnehmungen 250 in der Oberfläche der Spule 42.
Löcher 252 sind im Wickelkern 66 im Bereich der Nuten 250 so ausgebildet, daß der Sog das dem Kern
benachbarte Band 22 beaufschlagt. Ein Keil 254 ist an der Innenseite des Kerns 66 vorgesehen, um ihn
an der Spule 42 so zu verriegeln, daß die Löcher 252 mit den Nuten 250 ausgerichtet sind. Der Keil 254
wirkt mit einem Schlitz 256 in der Spule zusammen.
Um die richtige Einstellung der Saugöffnungen 252 mit Bezug auf das abgetrennte Vorderende des Bandes
zu gewährleisten, arbeitet das Messer 222 in zeitlicher Beziehung zur Drehung der Leerspule 1. Der
E-Magnet 230, der das Messer 222 betätigt, wird durch einen Schalter 260 erregt, der seinerseits von
einer Gruppe in nahem Abstand zueinander angeordneter Dauermagneten 262 wirksam gemacht
wird. F i g. 10 und 11 zeigen, daß die Magneten 262 an einer Scheibe 264 angeordnet sind, die am hinteren
Ende der Spule 42 so angebracht ist, daß sie zusammen mit ihr rotiert. Der Schalter 260 kann ein
Quecksilberschalter mit einem inneren Magnetanker sein, der von den Magneten 262 bei ihrem Vorbeigang
am Schalter betätigt wird. Das gerade abgetrennte Vorderende des Bandes wird mittels des
Sogs durch die Öffnungen 252 gegen den Kern 66 auf der Spule 42 gehalten und um den Kern herumgeführt.
Die E-Magneten 218 und 230 werden hierauf entregt. Das Rad 44 wird dann weitergeschaltet,
um die Spule Nr. 1 in die Stellung Nr. 2 zu bewegen.
Der Impuls für den Abtrennvorgang wird üblicherweise durch ein Signal vom elektronischen Drucker
34 eingeleitet, so daß das Band am Ende einer Gruppe von Etiketten abgetrennt wird. Die Aufwickelvorrichtung
ist indessen so ausgebildet, daß der Durchmesser
1 225
der fertigen Rolle begrenzt wird, auch wenn das Abtrennsignal vom elektronischen Drucker ausbleiben
sollte. In diesem Falle wird die Größe der aufgewikkelten Rolle 25 auf der Spule Nr. 2 durch eine Tastrolle
270 bemessen (F i g. 12 und 13), die auf der Papierrolle 25 läuft. Die Rolle 270 ist, wie ersichtlich,
am unteren Ende eines Armes 272 gelagert, der um ein Gelenk 274 schwenkbar ist. Eine Feder 276
spannt den Arm 272 in Uhrzeigergegendrehrichtung ίο so vor, daß die Rolle 270 gegen die Papierrolle 25
gedrückt wird.
In diesem Falle ist der Arm 272 mit drei Nocken 278, 280 und 282 versehen, die entsprechende Schalter
284, 286 und 288 betätigen. Die Nocken 278, 280 und 282 sind so gestaffelt, daß die Schalter 284, 286
und 288 der Reihe nach wirksam werden, wenn der Arm 272 durch die zunehmende Größe der Papierrolle
25 auswärts geschwenkt wird. Der Schalter 278 wird wirksam, wenn die Rolle 25 eine vorbestimmte
ao Mindestgröße erreicht. Bis dieser Schalter wirksam wird, ist die Abtrenneinrichtung 46 außer Wirksamkeit,
so daß Rollen unter der Minimalgröße nicht vom Band abgetrennt werden.
Der Schalter 288 wird wirksam, wenn die Rolle 25 eine vorbestimmte Höchstgröße erreicht. Dieser
Schalter setzt die Abtrenneinrichtung in Funktion, bevor die Rolle übermäßig groß wird. Der Nocken
280 sowie der Schalter 286 sorgen für eine etwas kleinere wahlweise Höchstgröße. Der Schalter 286
kann mithin so angeordnet werden, daß er den Abtrennvorgang spätestens bei einer kleineren Rollengröße
einleitet.
Während des Abtrennvorganges läuft die Spule 42 schneller als ihre Antriebswelle 98. Wenn das Band
abgetrennt worden ist, verlangsamt sich die Spule, da sie nicht länger vom Band angetrieben wird. Die Verzögerung
der Spule vermindert die Spannung des Bandes, doch spricht die Spannungsausgleichseinrichtung
38 auf diese Spannungsminderung so an, daß die Geschwindigkeit des Spulenantriebsmotors 140 erhöht
wird.
Die Ausgleichseinrichtung 38 weist, wie dargestellt, drei obere Rollen 292,294 und 296 sowie zwei untere
Rollen 298 und 300 auf. Die unteren Rollen 298 und 300 sind vertikal versetzbar, während die oberen Rollen
nicht translatorisch versetzbar sind. Das Band 22 wird zwischen den oberen und unteren Rollen hin-
und hergeführt, nämlich über die Rolle 292, unter die Rolle 298, über die Rolle 294, unter die Rolle 300
sowie über die Rolle 296 geleitet. Das Band besitzt eine Mehrzahl vertikaler Bahnführungen 302, die sich
zwischen den Rollen erstrecken. Die Länge dieser Bahnen ändert sich, wenn sich die unteren Rollen 298
und 300 auf und ab bewegen. Die unteren Rollen sind abwärts vorbelastet, mit der Folge, daß die Ausgleichseinrichtung
38 die Spannung im Band 22 aufrechtzuerhalten sucht. Nimmt die Spannung ab, bewegen
sich die unteren Rollen 298 und 300 nach unten, um jeglichen Durchhang zu unterbinden.
Andererseits veranlaßt jede Erhöhung der Spannung im Band eine Aufwärtsbewegung der Rollen 298
und 300.
Mit Hilfe bekannter Steuerungen läßt sich die Geschwindigkeit des Spulenantriebsmotors 130 als
Funktion der Stellung der Rollen 298 und 300 regeln. Sonach nimmt, wenn die Rollen 298 und 300 durch
zunehmende Spannung im Band angehoben werden, das vom Motor 130 entwickelte Drehmoment ab. Dies
709 587/309
Claims (7)
1. Wickelvorrichtung mit mehreren, an einem revolverkopfartig bewegbaren Schaltrad drehbar
gelagerten Spulen, auf die nacheinander ein von einer oder mehreren Vorratsspulen abgewickeltes
Bandmaterial aufgewickelt wird, wobei mindestens die in der Aufwickelstellung des Schaltrades
befindliche Spule angetrieben wird, um Bandmaterial bis zu einem vorgegebenen Durchmesser
aufzuwickeln, sowie mit einer mechanischen Trennvorrichtung zwischen der Vollspule
und der in Bewegungsrichtung des Schaltrades nachfolgenden Leerspule, wobei zum Festhalten
des nach Trennung gebildeten vorderen Endes des Bandmaterials in der Spule an einem Umfangsabschnitt
mündende Saugkanäle vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Leerspule (1) rotiert, während das Bandmaterial
(22) an ihrem Umfang unter Berührung vorbeiläuft und auf die in der Aufwickelstellung befindliche
Vollspule aufgewickelt wird, und daß die Trennvorrichtung (222), von einer Schalteinrichtung
(260 bis 262) gesteuert, in derjenigen Drehstellung der rotierenden Leerspule momentan betätigbar
ist, in welcher der die Saugöffnungen (252) aufweisende Umfangsabschnitt der Leerspule
(1) vom sich ohne Unterbrechung kontinuierlich weiterbewegenden Bandmaterial (22)
abgedeckt ist.
2. Wickelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung
einen Schalter (260) aufweist, der erst nach Erreichen eines vorbestimmten Wickeldurchmessers
des Bandmaterials auf der vollen Spule (2) funktionsfähig ist.
3. Wickelvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Auslösung des
Schalters (260) in dem Spulenzapfen (42) ein oder mehrere Magneten (262) vorgesehen sind,
die den Schalter bei ihrem Vorbeigang an ihm betätigen.
4. Wickelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schalter (262) einen Elektromagneten (230) betätigt, der ein Messer (222) in die Bahn des Bandmaterials (22), und zwar kurz hinter dessen Berührungsstelle
mit dem Umfang der Leerspule (1) bewegt.
5. Wickelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Berührungsstelle
des Bandmaterials (22) mit dem Umfang der Leerspule (1) eine Andrückrolle (210)
gegen das Bandmaterial bewegbar ist, um dieses fest gegen den Spulenumfang zu drücken.
6. Wickelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Spulenzapfen
(42) des revolverkopfartig weiterschaltbaren Schaltrades (44) mit einem zentralen Antrieb
verbindbar sind und jeder Spulenzapfen (42) eine Schaltkupplung (152) aufweist, die vor Erreichen
der Leerspulenstellung (1) des Spulenzapfens (42) einrückbar und nach dem Verlassen
der Vollspulenstellung (2) ausrückbar ist.
7. Wickelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Schaltrad (44) gleichzeitig mit der Betätigung der Trennvorrichtung (22) um eine Teilung weiterschaltbar
ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 190 340, 210 929;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1 017 017;
USA.-Patentschriften Nr. 2 334 793,2 378 024,
692, 2 586 833.
Deutsche Patentschriften Nr. 190 340, 210 929;
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Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
709 587/309 5.67 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US10446761A | 1961-04-20 | 1961-04-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1241225B true DE1241225B (de) | 1967-05-24 |
Family
ID=22300647
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED38735A Pending DE1241225B (de) | 1961-04-20 | 1962-04-21 | Wickelvorrichtung |
Country Status (3)
| Country | Link |
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