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Druckregler für eine insbesondere zum Antrieb eines hydraulischen
Motors dienende Druckpumpe Die Erfindung betrifft einen Druckregler für eine einbesondere
zum Antrieb eines hydraulischen Motors dienende Druckpumpe mit einem in einem Schaltzylinder
gegen Federkraft verschiebbaren Schaltschieber, der die Druckpumpe im Wechsel entweder
mit der Verbraucherleitung und einem daran angeschlossenen Speicher oder der Rücklautleitung
verbindet, und mit einem in einem Steuerzylinder gegen Federkraft verschiebbaren
Steuerschieber, der einen Kanal für den Zutritt von Druckmittel aus der Verbraucherleitung
zu einer Steuerkammer am einen Ende des Schaltschiebers steuert.
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Den bekannten Einrichtungen dieser Art haftet der Mangel an, daß Gleichgewichtslagen
des Schaltschiebers möglich sind, bei denen der Zufluß von Druckmittel zum Motor,
infolge der Drosselwirkung der im Schaltzylinder durch den Schaltschieber eingestellten
engen Durchflußöffnung, gerade dem Verbrauch des Motors entspricht und die überschüssige,
von der als Druckerzeuger dienenden Pumpe geförderte Menge über ein an der Pumpe
befindliches Sicherheitsventil entlassen wird. In diesen Lagen des Schaltschiebers
muß die Pumpe ständig mit voller Leistung arbeiten, damit die benötigte, geringe
Druckmittelmenge überhaupt zum Motor gefördert wird. Ein Zustand, der gerade durch
die Druckregeleinrichtung vermieden werden soll.
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Dieser Mangel wird gemäß der vorliegenden Erfindung behoben durch
einen in die Verbindung für den Zutritt von Druckmittel zur Steuerkammer des Schaltschiebers
eingefügten, entgegen Federkraft verschiebbaren Hilfsschieber, der den Zufluß von
Druckmittel zur Steuerkammer des Schaltschiebers steuert und dessen von der Feder
abgewandte Stirnseite einen Druckraum abgrenzt, dessen Zufluß vom Steuerschieber
gesteuert wird, so daß Steuerkammer und Druckraum im Wechsel mit .der Rücklaufleitung
und der Verbraucherleitung verbunden werden.
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Die Differenz zwischen den Drücken, bei deren Erreichen der Hilfsschieber
und damit auch der Schaltschieber verschoben werden, ist bei den bekannten Einrichtungen
abhängig von dem vom Steuerschieber entgegen der Kraft des federnden Mittels zurückzulegenden
Weg, der zum Öffnen und Schließen der Verbindung zwischen der mit dem Motor mindestens
zeitweise verbundenen Leitung und dem Druckraum erforderlich ist. Die Änderung dieser
Differenz entsprechend den Betriebserfordernissen wird in weiterer Ausbildung der
Erfindung erreicht durch mindestens auf einem mittleren Wegabschnitt des verschiebbaren
Steuerschiebers in entgegengesetzten Richtungen an diesem angreifende ferdernde
Mittel, von denen mindestens eines in seiner Vorspannung veränderbar ist.
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In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der
Erfindung eine Druckregeleinrichtung dargestellt. Es zeigt Fig. 1 eine schematische
übersicht, Fig. 2 ein Druckwegdiagramm, Fig. 3 einen Längsschnitt durch eine ausgeführte
Einrichtung.
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An einem Druckmittelbehälter 1 ist mittels einer Leitung 2 eine Pumpe
3 angeschlossen, deren Förderleitung 4 zu einer Ringnut 5 eines Schaltzylinders
7 führt. In diesem ist ein Schaltschieber 8 verschiebbar gelagert, dessen zylindrische
Endabschnitte 9 und 10 durch einen im Durchmesser dünneren Mittelabschnitt 11 miteinander
verbunden sind. Auf die Stirnseite des Endabschnitts 9 drückt eine Feder 13, die
sich gegen eine Stirnwand 14 des Schaltzylinders 7 abstützt und bestrebt ist, den
Schaltschieber 8 in der gezeichneten Ruhelage zu halten. Die Stirnseite des Endabschnitts
10 trägt einen Anschlag 15, der dazu bestimmt ist, gegenüber einer Stirnwand 17
des Schaltzylinders 7 einen Mindestabstand einzuhalten, so daß hier Schaltzylinder
und Schaltschieber eine Steuerkammer 18 bilden.
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An eine zweite Ringnut 20 im Schaltzylinder 7 schließt sich über ein
überströmventü 21 und 22 eine Leitung 23 an, die zu einem Druckspeicher 24 und einem
nicht dargestellten Motor führt. Eine dritte Ringnut 25 ist mit einer Leitung 26
verbunden, die über eine vom Motor kommende Rückflußleitung 27 zum Druckmittelbehälter
1 zurückführt. Die Ringnut 5 liegt zwischen den beiden Ringnuten 20 und 25. Die
Ringnut
25 ist in der gezeichneten Lage des Schaltschiebers 8 durch dessen Endabschnitt
9 abgedeckt. Durch den im Durchmesser dünneren Mittelabschnitt 11 des Schaltschiebers
ist in dessen Ruhelage eine Verbindung zwischen den; Ringnuten 5 und
20 bzw. den Leitungen 4 und 23 vorhanden. Eine Leitung 28 verbindet den sich
an die Stirnwand 14 anschließenden, die Feder 13 aufnehmenden Raum des Schaltzylinders
7 mit der Leitung 27 bzw. mit dem Druckmittelbehälter 1.
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An die Leitung 23 schließt sich eine Leitung 29 an, die zu einem Hilfszylinder
30 führt, in dem ein Hilfsschieber 31 verschiebbar gelagert ist. Dieser hat zwei
walzenförmige Abschnitte 32 und 33, die durch ein im Durchmesser dünneres Verbindungsstück
34 miteinander verbunden sind. Der -walzenförmige Abschnitt 32 trägt auf seiner
freien Stirnseite ein durchbohrtes Ansatzstück 36. Dieses dient als Widerlager für
eine Feder 37, die sich gegen eine Stirnwand 38 am Hilfszylinder 30 abstützt und
bestrebt ist, den Hilfsschieber 31 in der gezeichneten Ruhelage zu halten. Auf der
Stirnseite des walzenförmigen Abschnitts 33 sitzt ein Abstandstück 39, das dazu
bestimmt ist, gegenüber einer Stirnwand 40 des Hilfszylinders 30 einen Mindestabstand
einzuhalten, so daß hier durch den Hilfszylinder und die Stirnseite des walzenförmigen
Abschnitts 33 des Hilfsschiebers ein Druckraum 41 gebildet wird.
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Die Leitung 29 mündet in eine Ringnut 43 des Hilfszylinders, die in
der gezeichneten Lage des Mlfsschiebers 31 zwischen den walzenförmigen Abschnitten
32 und 33 des Hilfsschiebers liegt und an den ersteren angrenzt. Auf der anderen
Seite dieses Abschnitts 32 befindet sich im Hilfszylinder 30 eine zweite Ringnut
44, die durch eine Leitung 45 mit der Druckkammer 18 verbunden ist. An die Stirnwand
38 des Hilfszylinders schließt sich eine Leitung 47 an, die zu der mit dem Druckmittelbehälter
1 verbundenen Rückflußleitung 27 führt. In der Ruhelage des Hilfsschiebers
31 sind die beiden Ringnuten 43 und 44 durch den walzenförmigen Abschnitt 32 voneinander
getrennt, und die Druckkammer 18 im Schaltzylinder 7 ist mit dem Druckmittelbehälter
1 über die Leitungen 45, 47 und 27 verbunden.
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An die Leitung 23 schließt sieh ferner eine Leitung 50 an, die zu
einem Steuerzylinder 51 führt, in dem ein Steuerschieber 52 verschiebbar gelagert
ist. Dieser hat - durch einen im Durchmesser dünneren Mittelabschnitt 53 verbunden
- einen walzenförmigen Steuerabschnitt 54 und einen Führungsabschnitt 55. An der
Stirnseite des Steuerabschnittes 54 ist ein Abstandstück 57, das einen Mindestabstand
von einer zur Abstützung einer Feder 58 dienenden Scheibe 59 aufrechterhält, die
im Durchmesser größer ist als der Steuerabschnitt 54 und eine Bohrung 60 aufweist.
Die Feder 58 stützt sich mit ihrem entgegengesetzten Ende gegen eine im Steuerzylinder
51 verstellbare Schraube 62 ab, mit der die Vorspannung der Feder 58 willkürlich
veränderbar ist.
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Die Stirnseite des Führungsabschnitts 55 liegt an einer im Durchmesser
größeren Scheibe 63 an, auf die eine sich gegen eine im Steuerzylinder 51 verstellbare
Schraube 64 abstützende Feder 65 drückt. Diese ist bestrebt, den Steuerschieber
52 in, der Ruhelage zu halten. Die Scheibe 63 sitzt hierbei auf einem Absatz 67
im Steuerzylinder auf. Ein Absatz 68 ist für die Auflage der Scheibe 59 bei einer
anderen Stellung des Steuerschiebers 52 vorgesehen. Zwischen den beiden Absätzen
67 und 68 liegen zwei Ringnuten 69 und 70. In der gezeichneten Lage des Steuerschiebers
52 wird die Ringnut 69 von dem dem Absatz 68 zugekehrten Abschnitt des Führungsabschnitts
55 und die Ringnut 70 von dem dem Ab-Absatz 67 zugekehrten Abschnitt des
Steuerabschnitts 54 teilweise überdeckt. Die Ringnut 70 ist schmäler als der Steuerabschnitt
54 des Steuerschiebers 52, so daß dieser in der Lage ist, die Ringnut 70 völlig
abzudecken. Von dieser Ringnut führt eine Leitung 72 zum Druckraum 41 im Hilfszylinder
30. Von der Ringnut 69 sowie von dem die Feder 65 aufnehmenden Raum des Steuerzylinders
51 führen je eine Leitung 73 und 74 zu der Leitung 27, die mit dem Druckmittelbehälter
1 in Verbindung steht.
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Der in der Leitung 23, im Druckspeicher 24 und im nicht dargestellten
Motor herrschende Druck wirkt über die Leitung 50 und die Bohrung 60 in der Scheibe
59 auf die untere Stirnseite des Steuerabschnitts 54. Ist die durch diesen Druck
und durch die Spannung der Feder 58 ausgeübte Kraft größer als die Vorspannung der
Feder 65, so bewegt sich der Steuerschieber 52 unter Abheben der Scheibe 63 vom
Absatz 67 in Richtung zur Feder 65.
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Wenn die Scheibe 59 an dem Absatz 68 anliegt, so überdeckt der Steuerabschnitt
54 des Steuerschiebers 52 die Ringnut 70, so daß zwischen der Leitung
72
einerseits und den Leitungen 73 und 50 andererseits keine Verbindung vorhanden
ist. Da die Scheibe 59 gegen den Absatz 68 anliegt, muß, wie später im Zusammenhang
mit der Beschreibung des Schaubildes nach Fig. 2 gezeigt wird, bei weiteren Bewegungen
des Steuerschiebers in Richtung zur Feder 65 der Druck in der Leitung 23 allein
den Gegendruck dieser Feder überwinden. Nach Abheben des Abstandstückes 57 von der
Scheibe 59 steuert der Steuerabschnitt 54 die Ringnut 70 auf und aus der Leitung
23 strömt Druckmittel über die Leitung 50, den Steuerzylinder 51 und die
Leitung 72 in den Druckraum 41. Das Druckmittel hebt den Hilfsschieber 31 in seine
obere Endlage, wobei die über die Leitung 45; den Hilfszylinder 30, die Leitungen
47 und 27 bestehende Verbindung zwischen der Steuerkammer 18 im Schaltzylinder
7 und dem Druckmittelbehälter 1 unterbrochen wird und Druckmittel aus der inzwischen
mit der Leitung 23 über die Leitung 29, den Hilfszylinder 30 und die Leitung
45 hergestellten Verbindung in die Steuerkammer 18 des Schaltzylinders
7 strömt. Dadurch wird auch der Schaltschieber 8 in seine obere Endlage gehoben,
in der die Verbindung zwischen den Leitungen 4 und 23 unterbrochen und eine Verbindung
zwischen den Leitungen 4 und 26 hergestellt wird, so daß das von der Pumpe 3 geförderte
Druckmittel in den Druckmittelbehälter 1 zurückläuft.
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Durch den Verbrauch von Druckmittel in dem an die Leitung 23 und den
Druckspeicher 24 angeschlossenen Motor sinkt der Druck im Druckspeicher und den
damit in Verbindung stehenden Räumen. Dadurch bewegt sich der unter der Wirkung
der Feder 65 stehende Steuerschieber 52 in Richtung zur Scheibe 59. Sobald
sein Steuerabschnitt 54 die Ringnut 70 überdeckt, unterbricht der auf dem Weg in
seine Ruhelage befindliche Steuerschieber 52 die über die Leitung 72, den Steuerzylinder
51 und die Leitung 50 vorhandene Verbindung zwischen dem Druckraum 41 und
der Leitung 23. Bei weiterem Sinken des Druckes in der Leitung 23 wird der dem Führungsabschnitt
55 zu liegende Abschnitt der Ringnut 70 geöffnet
und der Druckraum
41 über die Leitungen 72 und 73 mit der Leitung 27 verbunden, in welcher der Druck
des Druckmittelbehälters 1 herrscht. Dadurch kann Druckmittel aus dem Druckraum
41 entweichen, und der Hilfsschieber 31 geht in seine Ruhelage zurück. Er trennt
hierbei die über die Leitung 45, den Hilfszylinder 30 und die Leitung 29 vorhandene
Verbindung zwischen Druckkammer 18 und Leitung 23 und stellt die Verbindung zwischen
der Druckkammer 18 und der Leitung 27 über die Leitung 45 und den Hilfszylinder
30 wieder her, wodurch das in dieser Kammer befindliche Druckmittel in den Druckmittelbehälter
1 zurückströmt und der Schaltschieber 8 wieder in seine Ruhelage zurückgeht. Durch
diese Bewegung des Schaltschiebers wird die Pumpe 3 von dem zum Druckmittelbehälter
1 führenden Rückfluß 27 getrennt und die Verbindung zwischen der Pumpe 3, dem Druckspeicher
24 und dem nicht dargestellten Motor über die Leitung 4, den Schaltschieber 7 und
Leitung 23 wiederhergestellt.
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In dem Druckwegschaubild nach Fig. 2 ist p der Druck in der Leitung
23 und s der Weg des Steuerschiebers 52. Mit A ist dessen Ruhelage bezeichnet, in
der die Leitungen 72 und 73 miteinander verbunden sind und mit B die Lage, in der
die Scheibe 59 an dem Absatz 68 im Steuerzylinder 51 anliegt und die Ringnut 70
durch den Steuerabschnitt 54 des Steuerschiebers 52 überdeckt wird, d. h. die in
den Steuerzylinder 51 mündenden Leitungen 50 und 73 vom Druckraum 41 getrennt sind.
Der Kurvenzug a, b, c stellt den Weg des Steuerschiebers 52 in Abhängigkeit
vom Druck p in den Leitungen 23, 29 und 50 bei einer bestimmten Vorspannung der
beiden Federn 58 und 65 dar. Bei einem durch diese Vorspannung bestimmten Druck
p, beginnen die von beiden Seiten auf den Steuerschieber 52 wirkenden Kräfte sich
das Gleichgewicht zu halten. Mit wachsendem Druck bewegt sich der Steuerschieber
52 in Richtung zur Scheibe 63. Sobald bei einem Druck p2 die Scheibe 59 an dem Absatz
68 anliegt, d. h. der Weg A B zurückgelegt ist, wirkt die Feder 58 nicht
mehr auf den Steuerschieber 52, der kurz zuvor die Verbindung zwischen den in den
Steuerzylinder 51 mündenden Leitungen 72 und 73 getrennt hat. Der Steuerschieber
52 behält nun seine Lage so lange bei, bis in den Leitungen 23, 29 und 50 ein Druck
p3 erreicht ist, der der Kraft der Feder 65 in dieser Lage des Steuerschiebers 52
das Gleichgewicht hält. Bei weiterem Ansteigen des Druckes in den Leitungen 23,
29 und 50 beginnt der Steuerschieber 52 die Verbindung zwischen den Leitungen 50
und 72, d. h. den Zufluß von Druckmittel zum Druckraum 41 aufzusteuern und bewegt
sich dabei in Richtung zur Druckfeder 65 weiter, entsprechend dem im Kurvenzug c
dargestellten Druckwegverhältnis.
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Bei sinkendem Druck p kehren sich die Verhältnisse entsprechend um,
wobei der Hilfsschieber 31 und damit auch der Schaltschieber 8 erst nach Verbinden
des Druckraumes 41 bzw. der Steuerkammer 18 mit den zum Druckmittelbehälter 1 führenden
Leitungen wieder in ihre Ruhelage zurückkehren, d. h. die Pumpe 3 wieder mit dem
Druckspeicher 24 und dem nicht dargestellten Motor verbunden wird.
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Die in den Leitungen 23, 29 und 50 herrschenden Drücke bewegen sich,
sofern die Überdeckung des Steuerabschnitts 54 des Steuerschiebers 52 durch die
die Ringnut 70 begrenzenden Ränder gleich Null ist, '.m Bereich der Drücke p2 und
p3. Dieser Bereich vergrößert sich entsprechend .dem Ausmaß der überdeckungen zwischen
dem Steuerabschnitt 52 und den Rändern der Ringnut 70.
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Wird die Vorspannung der Feder 65 erhöht, so entspricht der Weg des
Steuerschiebers 52 den strichpunktiert angegebenen Linien f, g, h wobei die
Drücke p" pz, p" Jeweils um den gleichen Betrag A p1 erhöht sind, d. h. der in der
Leitungen 23, 29 und 50 auftretende Druckbereich verschiebt sich um den Wert
_9 pi.
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Wird die Vorspannung der Feder 58 erhöht, so entspricht der Web des
Steuerschiebers den gestrichelt angegebenen Linien d und e und den ausgezogenen
Linien b und c. Durch Vergrößern der Vorspannung der Feder 58 wird der erforderliche
Anfangsdruck p1 für die Bewegung des Steuerschiebers 52 in Richtung zur Feder 65
immer geringer, bis er den Wert Null erreicht. Wird die Vorspannung weiterhin vergrößert,
so bewegt sich der Steuerschieber 52 in Richtung zur Feder 65 im Sinne des Gleichgewichts
der Kräfte zwischen den Federn 58 und 65 (Punkt C im Schaubild nach Fig. 2). Bei
Erreichen des Druckes p, in den Leitungen 23, 29 und 50 ist die mit B angegebene
Lage des Steuerschiebers 52 erreicht. Da von hier ab der Einfluß der Feder 58 bei
weiteren Bewegungen des Steuerschiebers in Richtung zur Feder 65 ausgeschaltet ist,
treten nun die Verhältnisse ein, wie sie durch die stark ausgezogenen Linien b und
c gekennzeichnet sind. Da beim Sinken des Druckes p vom Steuerschieber 52 die Verbindung
zwischen dem Druckraum 41 und der Rückflußleitung 27 erst nach Erreichen des um
A P2 gegenüber p2 geringeren Druckes p4 geöffnet wird, läßt sich durch Verändern
der Vorspannung der Feder 58 der in den Leitungen 23, 29 und 50 herrschende Druckbereich
um den Wert A p2 vergrößern. Durch Änderung der Vorspannung beider Federn läßt sich
sowohl die Größe des Druckbereichs als auch die Lage dieses Bereichs ändern. An
Stelle der von der Leitung 23 abzweigenden und zur Ringnut 43 im Hilfszylinder 30
führenden Leitung 29 kann eine von der Ringnut 5 ausgehende und zur Ringnut 43 führende,
in Fig. 1 doppelt strichpunktiert dargestellte Leitung 75 treten. Dadurch wird an
der Wirkung der Einrichtung nichts geändert. Der einzige Unterschied zwischen diesen
beiden Anordnungen besteht darin, daß die Leitung 75 und bei geöffnetem Hilfsschieber
31 auch die Steuerkammer 18 stets mit der Pumpe 3 verbunden ist. Sobald bei angehobenem
Schaltschieber 8 der Pumpendruck sinkt, geht auch dieser Schieber in seine Ruhelage
zurück, so daß der Druck in der von der Pumpe 3 kommenden Druckleitung 5 nie auf
Null sinken kann, sondern immer in einer bestimmten durch die Kraft der Feder 13
und die Stirnfläche des Endabschnitts 10 des Schaltglieds 8 gegebenen Größe erhalten
bleibt. Die nachstehend beschriebene Einrichtung hat an Stelle der Leitung 29 die
vorstehend beschriebene Leitung 75.
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Die zum Zwecke der besseren Übersieht in Fig. 1 getrennt voneinander
gezeichneten Teile sind bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 in einem Gehäuse
100 vereinigt, wobei die im Zusammenhang mit Fig. 1 genannten gleichartigen Teile
mit einer um 100 höheren Bezugszahl versehen sind. Der Schaltzylinder 107, in dem
der Schaltschieber 10# verschiebbar gelagert ist, hat vier Ringnuten 80, 105, 120
und 125, von denen die Nuten 80 und 125 über die Leitungen 28 bzw. 26 und 27 mit
dem Druckmittelbehälter 1, die
Nut 105 über die Leitung 4 mit der
Pumpe 3 und die Nut 120 über die Leitung 23 mit dem nicht dargestellten Motor verbunden
sind. Die zylindrischen Endabschnitte 109 und 110 des Schaltschiebers 108 schließen
an dem im Durchmesser dünneren Mittelabschnitt 111 an, so daß in der gezeichneten
Ruhestellung des Schaltschiebers 108 die Nuten 105 und 120 bzw. die Pumpe 3 und
der Motor miteinander verbunden sind. Die Feder 113, die bestrebt ist, den Schaltschieber
108 in Ruhestellung zu halten, d. h. gegen eine im Gehäuse eingeschraubte Verschlußschraube
79 zu drücken, stützt sich einerseits auf einen im Schaltschieber eingelegten Federring
81 und andererseits gegen eine Verschlußschraube 114 ab.
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Der zylindrische Endabschnitt 110 des Schaltschiebers 108 weist eine
Ringnut 82 auf, die in jeder Lage des Schaltschiebers mit dem zum Steuerzylinder
152 führenden Kanal 172 verbunden ist. Innerhalb des Schaltschiebers 108 ist der
Hilfsschieber 131 mit seinen beiden walzenförmigen Abschnitten 132 und 133 verschiebbar
gelagert. Die Feder 137 ist bestrebt, ihn in Ruhestellung zu halten und stützt sich
über das Ansatzstück 136 auf dem Hilfsschieber 131 und über einen Federteller 83
auf dem Federring 81 ab. Das Ansatzstück 136 und der Federteller 83 haben je einen
Einschnitt 84 und 85 für den Durchtritt von Druckmittel. Der Hilfsschieber 131 sitzt
in Ruhestellung mit seinem Abstandstück 139 auf einer im Schaltschieber 108 angeordneten
Schraube 87 auf. Durch eine Stirnseite dieser Schraube, die Wandflachen des Hilfszylinders
130 und die Stirnseite des walzenförmigen Endabschnitts 133 wird der Druckraum 141
gebildet, der über einen Kanal 88 mit der Ringnut 82 und mit dem Kanal 172 verbunden
ist. Außerhalb der Achse des Schaltschiebers 108 und parallel zu dieser verläuft
etwa in Höhe des Hilfsschiebers 131 ein Kanal 145, der mit seinem einen Ende in
die Steuerkammer 118 und mit seinem anderen Ende unterhalb des Ansatzstückes 136
und, in Ruhestellung des Hilfsschiebers 131 gesehen, oberhalb des Abschnittes 132
in. den Hilfszylinder 130 mündet. Dadurch besteht in dieser Lage des Hilfsschiebers
131 eine offene Verbindung zwischen der Steuerkammer 118 und dem Druckmittelbehälter
1 über den Kanal 145, den Hilfszylinder 130; den im Bereich des Abschnitts 109 befindlichen
Hohlraum des Schaltschiebers 108, die Ringnut 80 und die Kanäle 28 und 27. Diese
Verbindung wird beim Anheben des Hilfsschiebers 131 unterbrochen. Der Kanal
175, der im Mittelabschnitt 111 des Schaltschiebers 108 liegt und über die
Ringnut 105 und die Leitung 4 dauernd in Verbindung mit der Pumpe 3 steht, mündet
in Ruhestellung des Hilfsschiebers 131_ an dem der Mitte zugekehrten Rand von dessen
Endabschnitt 132. Bei angehobenem Hilfsschieber 131 sind die Kanäle 175 und 145
miteinander verbunden, so daß Druckmittel von der Pumpe 3 über die Leitung 4, die
Ringnut 105, den Schaltzylinder 107, die Ringnut 120 und die Kanäle 175 und 145
zur Druckmittelkammer 118 strömen kann.
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Parallel zum Schaltzylinder 107 ist in das Gehäuse 100 eine Bohrung
180 eingebracht, die an ihren Enden durch je eine Verschlußschraube 181 und 182
nach außen abgeschlossen ist. In die Bohrung 180 ist mit veränderbarer Lage ein
Anschlagstück 162 eingeschraubt, gegen das mittels einer sich gegen die Verschlußschraube
182 abstützenden Feder 183 ein Zylinderstück 184 gedrückt wird. Es sitzt in einem
im Durchmesser kleineren Abschnitt der Bohrung. An seiner Außenfläche sind zwei
je eine Dichtung 186 aufnehmende Bunde 187 vorhanden. In einer Bohrung des Zylinderstücks
184 ist der Steuerschieber 152 mit seinem Steuerabschnitt 154 und seinem Führungsabschnitt
155 die durch den im Durchmesser kleineren Mittelabschnitt153 miteinander verbunden
sind, verschiebbar gelagert. In dem Führungsabschnitt 155 ist eine Längsnut 173
für den Durchtritt von Druckmittel eingeschnitten. Auf das Abstandsstück 157 des
Steuerschiebers 152 drückt über die einen Schlitz 160 aufweisende Scheibe 159 die
Feder 158, die sich gegen die Verschlußschraube 182 abstützt. In der gezeichneten
Lage des Steuerschiebers 152 drückt über die Scheibe 163 die Feder 165 auf eine
Stirnseite des Zylinderstücks 184. Sie stützt sich gegen eine im Anschlagstück 162
eingeschraubte und in ihrer Lage veränderbare Schraube 164 ab. Zur Veränderung der
Vorspannung der Feder 158 wird die Lage des Anschlagstücks 162 in der Bohrung 180
und zur Änderung der Vorspannung der Feder 165 die Lage der Schraube 164 im Anschlagstück
162 verändert.
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In dem in Höhe der Verschlußschraube 181 liegenden Abschnitt der Bohrung
180 ist eine Ringnut 192 vorhanden, die über den Kanal 174 mit der mit dem Druckmittelbehälter
1 verbundenen Ringnut 80 verbunden ist. Das Anschlagstück 162 weist in seinem mittleren
Abschnitt Bohrungen 193 und in seinem das Zylinderstück 184 berührenden Abschnitt
Einschnitte 194 für den Durchtritt von Druckmittel auf. Zwischen den Bunden 187
geht eine Querbohrung 195 durch das Zylinderstück 184 hindurch, die über einen von
den Bunden und einen Abschnitt der Bohrung 180 gebildeten Hohlraum 197 mit dem Kanal
172 verbunden ist. In der Ruhestellung des Steuerschiebers 152 besteht somit eine
Verbindung zwischen dem Druckraum 141 im Hilfszylinder 130 und dem Druckmittelbehälter
1 über die Kanäle 88 und 172, den Hohlraum 197, die Querbohrung 195, den Steuerzylinder
151, die Nut 173 im Steuerschieber 152, die Einschnitte 194 bzw. die Bohrungen 193
im Anschlagstück 162 und die Bohrung 180, die Ringnut 192, den Kanal 174, die Ringnut
80 sowie die Leitungen 28 und 27. Der die Federn 183 und 158 aufnehmende Raum ist
über .einen gestrichelt dargestellten Kanal 150 mit der Ringnut 120 verbunden, so
daß in diesem Raum dauernd der gleiche Druck wie in der an die Ringnut 120 angeschlossenen
Leitung 23 und im Druckspeicher 24 herrscht.
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Die Druckregeleinrichtung nach Fig. 3 wirkt in gleicher Weise wie
die Einrichtung nach Fig. 1, so daß auf deren Beschreibung Bezug genommen werden
kann. Wie bereits bemerkt, sind die einander entsprechenden Teile mit Zahlen bezeichnet,
die um den Wert 100 voneinander abweichen.