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DE1139028B - Einrichtung zum Ablenken einer aus einem Kanal austretenden Stroemung - Google Patents

Einrichtung zum Ablenken einer aus einem Kanal austretenden Stroemung

Info

Publication number
DE1139028B
DE1139028B DEG30835A DEG0030835A DE1139028B DE 1139028 B DE1139028 B DE 1139028B DE G30835 A DEG30835 A DE G30835A DE G0030835 A DEG0030835 A DE G0030835A DE 1139028 B DE1139028 B DE 1139028B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
channel
flow
vertical
jet
deflecting
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG30835A
Other languages
English (en)
Inventor
John Frederick Klapproth
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
General Electric Co
Original Assignee
General Electric Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by General Electric Co filed Critical General Electric Co
Publication of DE1139028B publication Critical patent/DE1139028B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C29/00Aircraft capable of landing or taking-off vertically, e.g. vertical take-off and landing [VTOL] aircraft
    • B64C29/0008Aircraft capable of landing or taking-off vertically, e.g. vertical take-off and landing [VTOL] aircraft having its flight directional axis horizontal when grounded
    • B64C29/0041Aircraft capable of landing or taking-off vertically, e.g. vertical take-off and landing [VTOL] aircraft having its flight directional axis horizontal when grounded the lift during taking-off being created by jet motors
    • B64C29/0066Aircraft capable of landing or taking-off vertically, e.g. vertical take-off and landing [VTOL] aircraft having its flight directional axis horizontal when grounded the lift during taking-off being created by jet motors with horizontal jet and jet deflector

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Structures Of Non-Positive Displacement Pumps (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Ablenken einer aus einem Kanal austretenden Strömung Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Ablenken einer aus einem Kanal austretenden Strömung durch Ausblasen eines Strahles im Winkel zur Strömungsrichtung, insbesondere für Flugzeuge.
  • Eine bekannte Möglichkeit, einen vertikalen Auftrieb zu erzielen, besteht bei Flugzeugen mit vertikalem Start und vertikaler Landung und bei Flugzeugen mit Kurzstart und Kurzlandung darin, daß große Mengen von Niederdruckluft bewegt werden. Es wurden verschiedene Anordnungen, die sich als erfolgreich erwiesen haben, ausprobiert. So wurden beispielsweise große, in den Tragflächen oder im Flugzeugrumpf montierte, vertikal ausgerichtete Gebläse oder horizontal ausgerichtete, in den Flugzeugrumpf montierte Gebläse in Verbindung mit Hilfsflügeln verwendet, um große Mengen von Niederdruckluft nach unten zu richten und einen Aufwärtsschub auf das Flugzeug auszuüben. Eine zweite Möglichkeit ist die Verwendung der gleichen Triebwerksanlage sowohl für den vertikalen als auch für den horizontalen Flug. Eine solche Anordnung setzt voraus, daß der Gasgenerator, welcher gewöhnlich ein Strahltriebwerk zur Lieferung kleinerer Mengen von Hochdruckluft ist, seine Ausstoßgase abhängig von der Bewegungsrichtung nach hinten oder nach unten richtet. Ein übliches Mittel, um dies zu erzielen, besteht darin, das gesamte Triebwerk zu kippen oder eine Ablenkvorrichtung vorzusehen, welche beispielsweise aus einer Kaskade von Leitgliedern in der Form von gewölbten Flügeln besteht, welche die Treibgase abfangen und während des vertikalen Auftriebs nach unten richten. Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von umlenkenden Absperrorganen, welche die Treibgase abhängig von ihrer Stellung zur Erzielung eines horizontalen Schubes nach hinten und zur Erzielung eines vertikalen Schubes nach unten austreten lassen.
  • Bei einigen Anlagen ist es erforderlich, getrennte Energiequellen für den horizontalen und den vertikalen Flug zu verwenden, da die Bedingungen beträchtlich unterschiedlich sind und die Triebwerkleistungsfähigkeit für einen Flugzustand für den anderen Flugzustand nicht notwendig zufriedenstellend ist. So erfordert die Verwendung einer einzigen Triebwerksanlage zur Schaffung sowohl des horizontalen als auch des vertikalen Schubes eine Kompromißlösung insofern, als die mittels Leitglieder oder umlenkenden Absperrorganen bewirkte Umlenkung oder Ablenkung der großen Gasmengen in eine vertikale Richtung mit Verlusten der Leistungsfähigkeit verbunden ist, wenn der Ablenkwinkel groß wird.
  • Bei den bekannten Einrichtungen der eingangs genannten Art wird der Strahl auf derjenigen Seite in die Strömung hinein ausgestoßen, die der Seite entgegengesetzt ist, gegen welche der Strahl abgelenkt werden soll.
  • Demgegenüber ist die erfindungsgemäße Einrichtung dadurch gekennzeichnet, daß der Strahl am Ende des Kanals auf derjenigen Seite der Strömung und in diejenige Richtung ausgeblasen wird, nach der die Strömung abgelenkt werden soll.
  • Gegenüber den bekannten Einrichtungen hat die erfindungsgemäße Einrichtung den Vorteil, daß die von dem Unterdruck an der unteren Fläche des Kanals herrührenden Auftriebskräfte wesentlich größer sein können als die Auftriebskräfte, die sich aus einem Überdruck ergeben, der durch einen ablenkenden Strahl in der oberen Fläche des Kanals erzeugt wird.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung können am Ende des Kanals auf der Seite gegenüber dem ausgeblasenen Strahl Klappen zur Unterstützung der Ablenkung der Strömung vorgesehen sein.
  • Die erfindungsgemäße Einrichtung kann ferner mit Absperrorganen zum Regeln des ablenkenden Strahls ausgestattet sein. Die erfindungsgemäße Einrichtung zeichnet sich durch eine geringe Zahl mechanischer Bauteile, niedrige Verluste, eine hohe Ablenkkapazität und verstärkte Auftriebskräfte aus.
  • Beispielsweise Ausführungen der Erfindung zeigt die Zeichnung, und zwar ist Fig. 1 eine die Erfindung darstellende schaubildartige Querschnittsansicht durch einen Körper, welcher ein Flugzeugrumpf sein kann, Fig. 2 ein Diagramm, welches die Arbeitskennlinien von Gebläsen und Propellern zeigt, Fig. 3 eine der Fig. 1 ähnliche Ansicht, in welcher der Körper als Tragflügel eines Flugzeuges angesehen werden kann, Fig.4 eine Querschnittsteilansicht einer Abwandlung der Ausführung nach Fig. 3 und Fig. 5 eine teilweise Draufsichtansicht entlang der Linie 5-5 der Fig. 3.
  • Es sei bemerkt, daß die hier beschriebene Vorrichtung zum Ablenken der Strömung auch auf anderen Gebieten verwendet werden kann als in Verbindung mit den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen angegeben und daß sie überall dort von Nutzen ist, wo Mengen eines strömungsfähigen Mediums wirksam, über große Winkel abgelenkt werden sollen. Die Erfindung ist jedoch insbesondere auf dem Gebiet des Vertikal- oder Kurzstarts und der Vertikal- oder Kurzlandung anwendbar, so daß sie im Zusammenhang mit diesem besonderen Gebiet beschrieben wird.
  • In. Fig. 1 ist ein stromlinienförmiger Körper 10 gezeigt, welcher als Rumpf eines Flugzeuges angesehen werden kann, jedoch auch andere Anwendungen haben kann. Als Flugzeugrumpf ist der Körper dafür bestimmt, sich durch die umgebende Luft in normaler Weise in einer im wesentlichen horizontalen Richtung zu bewegen. Zu diesem Zweck ist ein im allgemeinen längsgerichteter, durch den Körper hindurchgehender Kanal 11 vorgesehen, da sich der Körper durch Strahlrückstoß bewegen soll. Dieser Rückstoß wird durch , eine durch den Kanal 11 hindurchgehende Luftströmung bewirkt, wobei die Luft an dem vorzugsweise nach vorn gerichteten; jedoch nicht auf diese Vorwärtsrichtung begrenzten Einlaß 12 angesaugt und in einer im wesentlichen horizontalen Richtung durch eine Düse 13 ausgestoßen wird, welche vorzugsweise an der unteren hinteren Fläche des Körpers 10 angeordnet ist. Zur Schaffung der Luftströmung durch den Kanal 11 ist eine geeignete Vorrichtung, beispielsweise ein Gebläse 14, in dem Kanal vorgesehen, welche durch eine Energiequelle, beispielsweise ein Gasturbinentriebwerk 15, angetrieben wird. Das Gebläse 14 bewegt große Mengen von Niederdruckluft durch den Kanal 11, welche in einer im wesentlichen horizontalen Richtung durch die Düse 13 mit niedrigem Druckverhältnis ausgestoßen wird.
  • Es ist ersichtlich, daß eine auf den Körper 10 einwirkende vertikale Kraft erzielbar ist, wenn das aus der Düse 13 ausgestoßene Medium wirksam in eine vertikale Richtung abgelenkt werden kann. Wie bereits erwähnt, wurden für diesen Zweck bisher Kaskaden von Schaufeln vorgesehen. Es ist jedoch erwünscht, die Verwendung von mechanischen Bauteilen wegen deren Leistungsunfähigkeit bei großen Ablenkwinkeln und wegen ihres Widerstandes während des horizontalen Reiselluges zu vermeiden.
  • Erfindungsgemäß wird das ausgestoßene Medium mittels eines Hochdruckstrahles abgelenkt, welcher eine aerodynamische Begrenzung schafft, die das Äquivalent einer mechanischen Wand ist und das ausgestoßene Medium ablenkt, ohne daß die Geometrie verändert wird und Flächen vorhanden sind, welche bewegt werden müssen.
  • Um dies zu erzielen, ist im Körper 14 ein Kanal 16 vorgesehen, welcher dafür bestimmt ist, Hochdruckmedium aufzunehmen. Der Kanal 16 kann in dem Körper 10 in irgendeiner passenden Weise angeordnet sein und wird gewöhnlich ein Behälter oder eine verzweigte Anordnung sein. Das in dem Kanal 16 befindliche Hochdruckmedium wirkt durch einen Schlitz 17, welcher der Düse 13 eng benachbart ist und in Querrichtung verläuft, wobei er das Hochdruckmedium in einer Richtung ausstößt, die näher bei der vertikalen Richtung liegt als die durch den Pfeil 19 angegebene Ausstoßrichtung der Niederdruckluft. Der in Richtung des Pfeiles 18 austretende Hochdruckstrahl beeinfiußt die in Richtung des Pfeiles 19 austretende Niederdruckluft dahingehend, daß diese abgebogen und, wie durch den gestrichelten Pfeil 20 gezeigt, mehr in die vertikale Richtung gezogen wird. So wird während des Vertikalbetriebes die Hochdruckluft aus dem Schlitz 17 ausgestoßen, um die ausgestoßene Niederdruckluft in die durch den Pfeil 20 angegebene vertikale Richtung umzulenken. Für den Betrieb während des normalen Reisefluges ist eine geeignete selektive Steuereinrichtung, beispielsweise ein Absperrorgan 21, vorgesehen, welche den Einlaß des Hochdruckmediums in den Kanal 16 steuert.
  • Die Anwendung des Strahles auf der Seite, gegen welche die Umlenkung beabsichtigt ist - in den Figuren bei 17 -, stellt einen Vorteil dar im Vergleich zum Ausstoßen des Strahles auf der entgegengesetzten Seite - dies wäre in den Figuren bei 13 -, weil der Strahl bei 17 bewirkt, daß die Strömung der unteren Fläche des Kanals 11 folgt und die Hauptströmung folglich in der durch den gestrichelten Pfeil 20 in Fig. 1 angedeuteten Richtung und nicht in der durch den ausgezogenen Pfeil 19 angegebenen Richtung austritt. Die Strömung folgt der unteren Fläche wegen des Strahles um eine große Winkeländerung, und zwar bis zu 160°. Dieser Effekt wird manchmal als »Coanda-Effekt« bezeichnet.
  • Die Auftriebskraft, die von dem Unterdruck herrührt, der an der unteren Fläche des Kanals 11 unmittelbar über der Stelle 17 erzeugt wird, kann wegen der verhältnismäßig kleinen Machzahlen (kleiner als 0,5), die zur Erzeugung des Auftriebes an einem Flugzeug für Senkrechtstart und -landung durch den Kanal hindurch zu erwarten sind, wesentlich größer sein als die Auftriebskräfte, die sich aus einem überdruck ergeben, der durch einen ablenkenden Strahl in der oberen Fläche des Kanals 11 unmittelbar unter der Stelle 13 erzeugt wird.
  • Zum Beispiel kann bei einer Kanalgeschwindigkeit von etwa 100,6 Meter/Sekunde (Machzahl 0,3) der durch einen ablenkenden Strahl an der Oberseite erzeugte Überdruck pro Flächeneinheit nicht größer sein als der Staudruck der Kanalgeschwindigkeit, der etwa 6,6 % des statischen Kanaldruckes betragen würde (was man aus dem Verhältnis des Staudruckes zum statischen Druck bei der Machzahl 0,3 erhält).
  • Andererseits können für eine große Ablenkung um die Kanalfläche oberhalb der Stelle 17 herum die maximalen Geschwindigkeiten leicht das Zweifache der Kanalgeschwindigkeit oder z. B. 201,2 Meter/Sekunde (Machzahl 0,6) betragen. Bei dieser Geschwindigkeit ist die von dem Unterdruck herrührende Auftriebskraft pro Flächeneinheit 16,5 % des statischen Kanaldruckes (was man aus dem Verhältnis des statischen Druckes bei der Machzahl 0,6 zum statischen Druck bei der Machzahl 0,3 erhält).
  • Es ist ersichtlich, daß die Verwendung der durch den Pfeil 18 dargestellten aerodynamischen Begrenzung keinerlei mechanische Bauteile erfordert und doch dem gleichen Zweck dient wie mechanische Leitglieder, indem sie das ausgestoßene Niederdruckmedium ablenkt. Diese Anordnung gestattet auch die Verwendung von zwei getrennten Antriebssystemen, falls dies erwünscht ist, wobei ein System 14, 15 für den Reiseflug benutzt und dafür wirksam bemessen werden kann. Ein getrenntes System 16 bis 18 kann für den Vertikalbetrieb vorgesehen sein, wobei die Bemessung dieses Systems eine Kompromißlösung zwischen Leistungsfähigkeit, Gewicht und Kosten darstellen kann. Es ist ersichtlich, daß dieses vertikale System den von dem Hauptsystem erhaltenen Schub vergrößert. In der Regel muß das Fahrzeug bei vielen der VTOL-Systeme hinsichtlich des Reiseflugbetriebes leistungsmäßig überbemessen werden, damit der erforderliche Auftrieb erhalten wird. Die soeben beschriebene Anordnung schafft ein anderes Schema, bei welchem zwei Energiequellen vorgesehen sind, von denen eine in der Hauptsache für den Reiseflug ausgelegt ist. Das Reiseflugsystem 14, 15 wird auch für den vertikalen Auftrieb verwendet, wobei es dann während des Vertikalbetriebes durch das Hilfskraftsystem 16 bis 18 ergänzt wird. Dies hat den grundlegenden Vorteil, daß das Hauptsystem für den Reiseflug optimal ausgelegt werden kann, d. h., das Gebläsegetriebe, die Größe des Gebläses und andere Komponenten können für eine Leistung ausgelegt werden, welche in der Größenordnung eines Drittels der Leistung liegt, die erforderlich wäre, wenn das gleiche System für den vertikalen Auftrieb verwendet würde. Darüber hinaus liegt der Triebwerksbetrieb beim Reiseflug wesentlich näher beim Zustand maximaler Leistungsfähigkeit des Triebwerkes und nicht beim üblichen unwirksamen Zustand der Teillast. So kann die Kraftanlage für den Reiseflug sowohl thermodynamisch als auch hinsichtlich der Größe und des Gewichts den Erfordernissen des Reisefluges optimal angepaßt werden, und es wird durch Verwendung des erwähnten Hilfssystems für vertikalen Auftrieb ein insgesamt leistungsfähigeres System erzielt.
  • Des weiteren kann das Hauptsystem für den Reiseflug bei der geschilderten Kombination aus Gebläse und Schubrichtsystem einen größeren Auftrieb erzeugen als im Fall eines getrennten Betriebes. Wenn das Gebläse beispielsweise so eingerichtet werden kann, daß es unter einem Zustand großer Strömung bei kleinem Druckanstieg arbeitet, was dem Punkt A der Fig. 2 entspricht (dies entspricht dem Reiseflugzustand), ist die verfügbare Auftriebskraft größer als im Fall einer Verwendung der gleichen Pferdestärken für einen Betrieb mit kleiner Strömung und hohem Druck, was dem Punkt B der Fig. 2 entspricht (dies entspricht den gewöhnlichen Startbedingungen).
  • In Fig. 3 ist eine ähnliche Anordnung gezeigt, die bei einem Tragflügel eines gewöhnlichen Flugzeuges verwendet werden kann. Bei dieser Ausführung ist der längsgerichtete Kanal 11 mit einem geeigneten Triebwerk oder Triebwerken 22 versehen, welche große Mengen von Niederdruckluft durch den Kanal 11 bewegen. Der Einlaß 12 und der Auslaß 13 sind vorzugsweise so konstruiert, daß sie sich in Spannweitenrichtung mittels gewöhnlicher Übergangsabschnitte zwischen dem Gebläse und dem Einlaß und dem Auslaß so weit wie möglich entlang den Tragflügeln erstrecken. Der Hochdruckkanal 16 weist gewöhnlich eine sich in Längsrichtung des Tragflügels erstreckende Verzweigung auf, welche, wie gezeigt, in den Flügel eingelassen ist. Die der Düse 13 an deren stromauf gelegenen Kante benachbarten, mit dem Kanal 16 verbundenen Schlitze 17 erstrecken sich, wie in Fig. 5 gezeigt, quer zu der Luftströmung durch den Kanal oder über den Tragflügel hinweg und verlaufen so im wesentlichen parallel zum Kanal. Geeignete Bauteile 23 bilden Träger, wobei der Schlitz 17 durchlaufend oder in Segmente unterteilt sein kann. Der Schlitz 17 richtet seinen Hochdruckstrahl in Richtung des Pfeiles 18 und stößt diesen in einer im wesentlichen fortlaufenden Fläche aus. Die Arbeitsweise der in Fig. 3 gezeigten Tragfläche ist die gleiche wie diejenige, die im Zusammenhang mit der Fig. 1 beschrieben wurde, indem der Hochdruckstrahl 18, welcher als Luftklappe wirkt, das ausgestoßene Niederdruckmedium 19 in die vertikale Richtung abbiegt, wenn der Strahl 18 unter der Steuerung durch das Absperrorgan 21 eingeschaltet wird.
  • In Fig. 4 ist eine kleinere Abwandlung gezeigt, bei welcher eine zusätzliche Klappe 24 an der oberen Fläche des Tragflügels oder des Rumpfes an der Düse vorgesehen ist. Es sei bemerkt, daß die Klappe 24 entweder eine mechanische oder auch eine aerodynamische Klappe der Art darstellen soll, die in Verbindung mit den Fig. 1 und 3 für die untere Fläche beschrieben wurde. Praktisch ist die vorzuziehende Anordnung eine ausfahrbare mechanische Klappe vom Fowler-Typ, da sie gegenüber der Strahlklappe hinsichtlich der Vergrößerung der Auftriebsfläche des Flügels oder Körpers 10 bestimmte Vorteile besitzt. Die Arbeitsweise der in Fig. 4 dargestellten abgewandelten Ausführungsform der Erfindung stimmt mit derjenigen der Ausführungen der Fig. 1 und 3 überein.
  • Bei der Erfindung werden also alle oder ein Teil der mechanischen Bauelemente vermieden, die gewöhnlich für das Umlenken der horizontalen Strömung benutzt werden. Statt dessen wird bei der Erfindung eine aerodynamische Fläche verwendet, die während des normalen horizontalen Reisefluges vollständig unwirksam ist. Darüber hinaus ist sie in der vertikalen Stellung hochwirksam und leistungsfähig, wenn sie die Hauptströmung näher an die vertikale Lage bewegt, und sie verstärkt den vertikalen Schub selbst. Darüber hinaus ist es bei der vorgeschlagenen Kombination möglich, den normalen Schub des Reiseflugsystems während des statischen Zustandes über den normalerweise verfügbaren Wert zu vergrößern. Des weiteren wird der aerodynamische Auftrieb des Hauptkörpers (beispielsweise eines Tragflügels) infolge der Wirkung der Strömung durch die Düse in einer Weise ähnlich derjenigen des bekannten Strahlklappenprinzips vergrößert.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Einrichtung zum Ablenken einer aus einem Kanal austretenden Strömung durch Ausblasen eines Strahls im Winkel zur Strömungsrichtung, insbesondere für Flugzeuge, dadurch gekennzeichnet, daß der Strahl (18) am Ende des Kanals auf derjenigen Seite der Strömung und in diejenige Richtung ausgeblasen wird, nach der die Strömung abgelenkt werden soll.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende des Kanals auf der Seite gegenüber dem ausgeblasenen Strahl (18) Klappen zur Unterstützung der Ablenkung der Strömung vorgesehen sind.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch Absperrorgane (21) zum Regeln des ablenkenden Strahls (18). In Betracht gezogene Druckschriften:. Deutsche Auslegeschriften Nr. 1010 382, 1057 461; französische Patentschrift Nr. 1103 426.
DEG30835A 1959-11-02 1960-11-02 Einrichtung zum Ablenken einer aus einem Kanal austretenden Stroemung Pending DE1139028B (de)

Applications Claiming Priority (1)

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US1139028XA 1959-11-02 1959-11-02

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DEG30835A Pending DE1139028B (de) 1959-11-02 1960-11-02 Einrichtung zum Ablenken einer aus einem Kanal austretenden Stroemung

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR1103426A (fr) * 1954-02-26 1955-11-03 Onera (Off Nat Aerospatiale) Perfectionnements apportés aux voilures d'aérodynes
DE1010382B (de) * 1952-10-10 1957-06-13 Snecma Einrichtung zum Ablenken des Strahles einer Duese durch einen Gasstrahl
DE1057461B (de) * 1956-12-06 1959-05-14 Snecma Duese mit Strahlablenkung durch Spoiler

Patent Citations (3)

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