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DE1260319B - Schubkraft-Ablenk- und Umkehrvorrichtung fuer Strahltriebwerke - Google Patents

Schubkraft-Ablenk- und Umkehrvorrichtung fuer Strahltriebwerke

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Publication number
DE1260319B
DE1260319B DEG41551A DEG0041551A DE1260319B DE 1260319 B DE1260319 B DE 1260319B DE G41551 A DEG41551 A DE G41551A DE G0041551 A DEG0041551 A DE G0041551A DE 1260319 B DE1260319 B DE 1260319B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thrust
flow
grille
grid
nozzle
Prior art date
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Pending
Application number
DEG41551A
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English (en)
Inventor
John Richard Erwin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
General Electric Co
Original Assignee
General Electric Co
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Filing date
Publication date
Application filed by General Electric Co filed Critical General Electric Co
Publication of DE1260319B publication Critical patent/DE1260319B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02KJET-PROPULSION PLANTS
    • F02K1/00Plants characterised by the form or arrangement of the jet pipe or nozzle; Jet pipes or nozzles peculiar thereto
    • F02K1/54Nozzles having means for reversing jet thrust
    • F02K1/56Reversing jet main flow
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C29/00Aircraft capable of landing or taking-off vertically, e.g. vertical take-off and landing [VTOL] aircraft
    • B64C29/0008Aircraft capable of landing or taking-off vertically, e.g. vertical take-off and landing [VTOL] aircraft having its flight directional axis horizontal when grounded
    • B64C29/0016Aircraft capable of landing or taking-off vertically, e.g. vertical take-off and landing [VTOL] aircraft having its flight directional axis horizontal when grounded the lift during taking-off being created by free or ducted propellers or by blowers
    • B64C29/0025Aircraft capable of landing or taking-off vertically, e.g. vertical take-off and landing [VTOL] aircraft having its flight directional axis horizontal when grounded the lift during taking-off being created by free or ducted propellers or by blowers the propellers being fixed relative to the fuselage
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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    • F02KJET-PROPULSION PLANTS
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Description

  • Schubkraft-Ablenk- und Umkehrvorrichtung für Strahltriebwerke Die Erfindung betrifft eine Schubkraftablenk- und -umkehrvorrichtung für Strahltriebwerke mit einem Gehäuse, welches an seinem in Strömungsrichtung hinteren Eide in einer Schubdüse ausläuft, deren Öffnungsebene schräg zur Strömungsrichtung des Schubmittelstroms durch das Gehäuse verläuft, wobei in der Nähe der in Strömungsrichtung hinteren Öffnung bzw. der Schubdüse zwei Schaufelgitter verschwenkbar angeordnet sind, deren Leitschaufeln in ihrer Lage veränderbar sind, um den Schubmittelstrom durch das erste Schaufelgitter ab- und durch das zweite Schaufelgitter- umzulenken.
  • Eine typische Triebwerksausbildung für Flugzeugantrieb ist die als Zweikreis-Turbinenstrahltriebwerk oder als Vortriebsgebläse bekannte Bauart. Im allgemeinen ist dies ein Triebwerk, bei dem ein großes Gebläse von einem rohrförmigen Gehäuse oder einer Gondel umgeben ist und das Gebläse angetrieben wird, um .durch das Gehäuse hindurch Luft zwecks Erzeugung von Schubkraft zu fördern. Zweckmäßigerweise kann das Gebläse mittels einer Blattspitzenturbine angetrieben sein, bei welcher die Turbinenschaufeln am Ende der Gebläseschaufeln angeordnet sind und von den Abgasen eines an anderem Ort angeordneten Gasgenerators angetrieben werden. Darüber hinaus lassen sich sowohl Flugzeub Einkreis-Turbinenstrahltriebwerke oder Blattspitzenturbinengebläse- bzw. Zweikreis-Strahltriebwerke sowie auch Mantelschrauben als Antriebsmaschinen verwenden. Solche Vortriebsgebläsetriebwerke -sind äußerst leistungsfähig und fördern große Luftmengen bei verhältnismäßig niedrigen Strömungsgeschwindigkeiten. Zusätzlich ist es bei einem mit solchen Triebwerken ausgerüsteten Flugzeug erwünscht, eine vertikale Schubkomponente oder eine Auftriebskraft zu erhalten, was sich sowohl bei Einkreis-Turbinenstrahltriebwerken als -auch bei Zweikreis-Turbinenstrahltriebwerken in bekannter Weise durch Verschwenken der gesamten Antriebsmaschine erreichen läßt. Die Schwierigkeit beim Verschwenken eines Zweikreis-Turbinenstrahltriebwerkes besteht darin, daß Blattspitzenturbinengebläse im allgemeinen sowohl einen großen Durchmesser als auch eine große Länge haben. Ein Verschwenken eines solchen Triebwerks ist ungünstig, da das Triebwerk mit dem Erdboden, d. h. mit der Start- oder Landebahn, in Berührung kommen könnte; infolge seiner Erdnähe werden unerwünschte Gegendrücke erzeugt; außerdem macht das Verschwenken dieser großen Aggregate sehr erhebliche Betätigungskräfte sowie auch einen komplizierten Mechanismus erforderlich. Ferner kann es bei einigen Bauarten erwünscht sein, die Gondel oder das Gehäuseteil auf der Tragfläche eines Flugzeugs od. dgl. zu verstreben, so daß ein Verschwenken nicht möglich ist. Die Tragfläche liegt dann etwa in der Mitte der Gondel, so daß eine ihrer Hälften oberhalb und die andere Hälfte unterhalb der Tragfläche oder des Flügels liegt. Bei anderen Ausführungen kann das Triebwerk in bekannter Weise durch Verstrebungen gehalten oder getragen werden. Bei einer solchen Anordnung der Triebwerke wird außerdem noch zum Bremsen des Flugzeugs bei seiner Landung eine Schubkraftumkehrung verlangt. Darüber hinaus wird verlangt, daß man mit Hilfe des Triebwerks sowohl eine vertikale Schubkraft zur Ermöglichung von Senkrechtstarts und -landungen, als auch eine weitestgehend ab- bzw. umgelenkte Schubkraft für Kurzstarts und -landungen des Flugzeugs erhalten kann. Die übliche Montage des Triebwerks läßt ein Verschwenken des gesamten Triebwerks nicht zu, so daß eine praktischere Maßnahme zum Erzeugen einer senkrechten Schubkraft oder einer stark ab- bzw. umgelenkten Schubkraft aus den Vortriebsmitteln solcher Triebwerke darin besteht, den Schubmittelstrom nach unten und bzw. oder vorn ab- oder umzulenken. Außerdem ist es hierbei erwünscht, den Schub bei gleichbleibender optimaler Turbinendrehzahl variieren zu können.
  • Das Zweikreis-Turbinenstrahltriebwerk unterscheidet sich von einem gewöhnlichen Einkreis-Turbinen- Luftstrahltriebwerk darin, daß es mit einem niedrigeren Druckverhältnis arbeitet und gegenüber Gegendruck ziemlich empfindlich ist. Das erfordert, daß ein in Strömungsrichtung des Schubmittels hinter dem Gebläse angeordnetes Bauteil zum Um- oder Ablenken des Schubmittelstroms nach unten nur einen geringen oder vernachlässigbaren Gegendruck auf das Gebläse bedingen darf, damit die hierdurch entstehenden Leistungsverluste auf ein Mindestmaß beschränkt bleiben. Ein wirksamer Weg zum Um-oder Ablenken der Ausströmung ist die Ablenkung mittels eines Schaufelgitters aus Leitschaufeln.
  • Ein solches Gitter besteht lediglich aus einer Reihe von vorzugsweise stromlinienförmig profilierten Leitschaufeln, die in einem Rahmen befestigt oder in dem Rahmen schwenk- oder verstellbar angeordnet sind oder deren Krümmung oder Wölbung veränderbar ist. Solche Gitter sind allgemein bekannt. Beispielsweise sind dauernd im Bereich der Schubdüse eines Flugzeugs angeordnete Schaufelgitter bekannt, die aber beim normalen Vorwärtsflug eines damit versehenen Flugzeugs einen zusätzlichen Widerstand bedingen.
  • Um diesen Nachteil zu vermeiden, hat man auch schon Schaufelgitter außerhalb des direkten Schubgasstromes vorgesehen und den Schubdüsen zusammenschiebbare Krümmer zugeordnet, mit denen im Bedarfsfall- der Schubgasstrom auf das Schaufelgitter gelenkt werden kann. Auch ein solcher Aufbau ist mechanisch aufwendig und funktionell ungünstig.
  • Deshalb sind verschwenkbare Schaufelgitter vorgeschlagen worden. Bei einigen Bauarten kann zu einer ausreichenden Ablenkung die Verwendung eines langen vielschaufeligen Gitters notwendig sein. Dadurch entsteht aber ein großes Bauteil, das erhebliche Betätigungskräfte erforderlich macht und hinsichtlich seiner Unterbringung Probleme stellt. Es ist jedoch möglich, durch Verwendung von Doppelgittern, d. h. von hintereinander angeordneten Gittern, und dadurch bedingter Ablenkung in , zwei Stufen ebensoviel Ablenkung und mehr zu erhalten. Das Anordnen von verschwenkbaren Gittern quer zur Schubmittelströmung bringt das Problem der Unterbringung des Leitschaufelgitters während des Normalbetriebs des Triebwerks, d. h. wenn keine abgelenkte Schubkraft verlangt wird, mit sich. Es müssen also während des Reise- oder Horizontalflugbetriebs des Flugzeugs die Leitschaufelgitter in praktischer Weise außerhalb des Schubmittelstroms untergebracht werden oder zumindest derart, daß sie nur eine geringe oder vernachlässigbare Drosselung bedingen, damit die Wirkleistung des Triebwerks nicht beeinträchtigt wird. Im Betrieb sollte das Gitter den Schubmittelstrom möglichst -unter einem Winkel von beispielsweise 67° zur Triebwerksachse schneiden, so daß der Schubmittelstrom in Verbindung mit der Krümmung der einzelnen Leitschaufeln des Gitters bei geringer Druckänderung an dem Gebläse um 90° oder mehr abgelenkt wird. Ein zusätzliches Ab- oder Umlenken über 90° hinaus mittels einer anderen Krümmung der einzelnen Schaufeln oder mittels verstellbarer Schaufeln sowie auch mit Hilfe eines anderen Winkels des Gitterrahmens oder durch Verwendung eines gesonderten Doppelgitters bewirkt bei einem Strahltriebwerk eine Schubumkehrung.
  • Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, eine möglichst einfache und vielseitig verwendbare Schubkraftablenk- und -umkehrvorrichtung der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, bei der man zum Ablenken des sich in horizontaler oder Längsrichtung durch das Triebwerk hindurch bewegenden Schubmittels in einer oder in zwei Stufen zwei in dem Aufbau des Triebwerks bequem unterzubringende Schaufelgitter verwendet. Der Aufbau der verstellbaren Gitter soll daneben möglichst derart sein, daß aerodynamische Kräfte erzeugt werden, die zur Vereinfachung des Verstellmechanismus das Verstellen der Gitter in der gewünschten Richtung unterstützen.
  • Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Schubkraftablenk- und -umkehrvorrichtung für Strahltriebwerke mit einem Gehäuse, welches an seinem in Strömungsrichtung hinteren Ende in einer Schubdüse ausläuft, deren Öffnungsebene schräg zur Strömungsrichtung des Schubmittelstroms durch das Gehäuse verläuft, wobei in der Nähe der in Strömungsrichtung hinteren Öffnung bzw. der Schubdüse zwei Schaufelgitter verschwenkbar angeordnet sind, deren Leitschaufeln in ihrer Lage veränderbar sind, um den Schubmittelstrom durch das erste Schaufelgitter ab- und durch das zweite Schaufelgitter umzulenken, die erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß die Schwenkachse des einen Schaufelgitters an dem zuhinterst liegenden Rand der Düsenaustrittsöffnung und die Schwenkachse des anderen Schaufelgitters am zuvorderst liegenden Rand der Düsenaustrittsöffnung angeordnet ist. Es ist zwar auch bereits eine Vorrichtung zum Umlenken eines Strahls mit Schaufelgittern bekannt, in der aus je zwei Schaufelgittern bestehende Schaufelgittereinheiten einseitig im Bereich des Endes des Schubdüsenmantels angeordnet sind. Diese einseitige Anordnung bringt aber eine Reihe von Nachteilen mit sich, und zwar, abgesehen von der bei der vorbekannten Einrichtung vorgesehenen verhältnismäßig umständlichen mechanischen Anordnung zum Verschwenken und Einziehen der Schaufelgitter, ergeben sich vor allen Dingen funktionelle Nachteile. Es ist nämlich zu beachten, daß mit den beiden gegenüberliegenden Schaufelgittern nach der Erfindung nicht nur bei einfachstem Aufbau eine Ab- bzw. Umlenkung des Schubgasstrahlstroms in einem praktisch beliebigen Winkel bis zur Umkehrung um nahezu 180° erreicht werden kann, sondern daß darüber hinaus auch eine Schubmodulation ohne Veränderung der effektiven Schubkraftrichtung erzielbar ist. Hierzu brauchen beispielsweise die beiden Schaufelgitter nur jeweils so über je den halben Querschnitt der Schubdüsenöffnung ausgeschwenkt zu werden, daß sie mit ihren Enden in einem spitzen Winkel hinter der Schubdüse etwa in Höhe der Schubdüsenachse zusammenlaufen. Auf diese Weise wird erreicht, daß je nach der Stellung der verstellbaren Leitschaufeln gleiche Teile des Schubgasstroms nach oben und unten bzw. rechts und links mehr oder weniger stark abgelenkt werden, so daß sich eine von der Leitscbaufelstellung abhängige unterschiedliche effektive nach vorwärts gerichtete Schubkraft ergibt, ohne daß die Tourenzahl des Strahltriebwerks verändert werden muß.
  • Es ist festzustellen, daß mit der Erfindung eine nicht nur mechanisch in vorteilhaftester Weise ausgestaltete, sondern funktionell allseitig verwendbare Vorrichtung zur Modulation und zum Ab- bzw. Um-_ lenken des Schubgasstrahls geschaffen worden ist. - Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es vorteilhaft, wenn mindestens eine der Schwenkachsen innerhalb des Schubdüsenmantels in dessen Längsrichtung verschiebbar gelagert ist.
  • In den F i g. 1 bis 6 ist der Gegenstand der Erfindung an Hand eines besonders bevorzugten Ausführungsbeispiels dargestellt, welches nachstehend im einzelnen näher beschrieben und erläutert ist. Es zeigt F i g. 1 einen Längsschnitt durch ein Turbinenstrahltriebwerk mit dem zweiten Leitschaufelgitter in eingefahrener Lage, F i g. 2 eine Teilansicht des hinteren Endes des Triebwerks gemäß F i g. 1 mit ausgefahrenem zweiten Leitschaufelgitter, F i g. 2 a eine Vektordarstellung der an dem zweiten Leitschaufelgitter wirksamen Kräfte, F i g. 3 eine schematische Darstellung eines bevorzugten Winkelverhältnisses der beiden Leitschaufelgitter zueinander, F i g. 4 bis 6 schematische Darstellungen der beiden Gitter unter Veranschaulichung der mit ihrer Hilfe erzielbaren verschiedenen Betriebsphasen.
  • F i g. 1 zeigt einen Längsschnitt durch die Schaufelgitteranordnung eines Zweikreis-Turbinenstrahltriebwerks, d. h. eines Triebwerks mit Vortriebs- oder Reisefiuggebläse. Das Triebwerk ist in einem rohr-bzw. tonnenähnlichen Gehäuse 10 angeordnet und mit Hilfe von zur Halterung von Strahltriebwerken an Flugzeugen üblichen Verstrebungen od. dgl. an den Tragflächen eines Flugzeugs befestigt. Um eine einfache Arbeitsweise der nachfolgend beschriebenen Schaufelgitter zu ermöglichen, läuft das Gehäuse 10 vorzugsweise an seinem in Strömungsrichtung hinteren Ende in eine Schubdüse 11 mit im wesentlichen rechteckigem Querschnitt aus. Dieser zweckmäßige, jedoch nicht notwendig rechteckige Querschnitt vereinfacht die Ausbildung und Anordnung des Schaufelgitters. Das Gehäuse 10 hat in dem Bereich 12, in welchem das Schaufelgitter untergebracht ist, im wesentlichen einen rechteckförmigen Querschnitt und geht in die rechteckige Düse über. Während das Triebwerk selbstverständlich auch ein Einkreis-Turbinenstrahltriebwerk sein kann, weist es vorzugsweise ein Gebläserad 13 auf, das drehbar auf einem Zentralkörper 14 mit aerodynamisch günstiger Form angeordnet ist. Das Gebläse 13 kann zweckmäßigerweise ein Blattspitzenturbinengebläse sein, welches Blattspitzenturbinenschaufeln 15 aufweist, die mit Hilfe der Abgase aus einer in geeigneter Weise angeordneten und nicht dargestellten Gas erzeugenden Vorrichtung angetrieben werden.
  • Um das horizontal durch das Gehäuse hindurchströmende Schubmittel abzulenken, ist eine Ablenkvorrichtung vorgesehen, die ein erstes Schaufelgitter 16 mit Leitschaufeln aufweist, welches aus einem einzigen flachen Bauteil besteht, und das rechteckig ist, so daß es bestmöglich in die Schubdüse 11 paßt. Dieses Gitter erstreckt sich während des Betriebes vollständig quer über die Öffnung und steht in einem Winkel zur horizontalen Strömungsrichtung. Das Gitter muß die gesamte Schubdüse überdecken, damit es während des Betriebs jederzeit das gesamte Schubmittel ablenken kann. Außer Betrieb läßt sich das Gitter mit Hilfe einer beliebigen, geeigneten, nicht dargestellten Vorrichtung aus dem Weg des Schubmittels in das Gehäuse 10 hineinbewegen. Es nimmt dann die in F i g. 1 dargestellte Lage ein. Um das Schubmittel derart umzulenken, daß eine senkrechte Schubkomponente am Triebwerk auftritt, ist in dem Gitter eine Vielzahl von Leitschaufeln 17 mit veränderbarer Krümmung oder Wölbung vorgesehen, die eine beliebige geeignete Form annehmen können, durch welche die Krümmung oder Wölbung der einzelnen Schaufeln verändert wird. Das Schubmittel wird mittels dieser Schaufeln abgelenkt, die mit Hilfe einer geeigneten Vorrichtung 18, mit welcher die Krümmung aller Schaufeln unterschiedlich verändert werden kann, betätigt werden. Die Schaufeln 17 sind in dem Gitter 16 quer zur Schubdüse angeordnet, wodurch zusammen mit dem rechteckförmigen Düsenquerschnitt und der Anordnung des Gitters quer zur Düsenöffnung die maximale Nutzung der Schaufeln und das Ablenken des gesamten Schubmittels gewährleistet ist. Dieses Gitter ist in der dargestellten Lage derart angeordnet, daß es sich allen bei ungelenkter Schubkraft auftretenden Betriebsbedingungen, denen das Triebwerk ausgesetzt wird, anpassen kann.
  • Die Lage der Leitschaufeln und der Winkel der an die Schaufeln anströmenden und von ihnen abströmenden Luft ist bestimmend für den Reaktionszustand. Dieser Zustand ist vorhanden, wenn die zur Anströmung senkrechte Fläche des Gitters gleich der zur Abströmung senkrechten Fläche des Gitters ist und die An- und Abströmgeschwindigkeiten gleich sind. Mit anderen Worten sind bei einer konstanten Fläche an der Anströmung und der Abströmung die Druckveränderung an dem Gitter und ebenso die Beeinflussung des Gebläses vernachlässigbar. Darüber hinaus wird das Gitter 16, wie in F i g. 1 gezeigt, in einem Winkel von etwa 67° zu der horizontalen Strömungsrichtung gestellt, um eine maximale Um- oder Ablenkwirkung zu erzielen.
  • Um einen Kurzstart mittels des abgelenkten Schubmittels durchführen zu können, läßt sich die Anordnung nach F i g. 1 verwenden, bei welcher das Gitter 16 das Schubmittel nach unten ablenkt, wobei der Vektor der abwärtsgerichteten Schubkraft durch Veränderung der Krümmung der einzelnen Schaufeln beeinflußt werden kann.
  • Bei einem Senkrechtstart, der eine noch stärkere Umlenkung oder gar eine Umkehrung der Schubkraft erforderlich macht, sind Schubkraftlenkmittel mit einem zweiten Schaufelgitter versehen, das wie das Gitter 16 vorzugsweise eben und rechteckig ist, und, wie dargestellt, am Boden des Gehäuses 10 verstellbar angeordnet ist. Wie in F i g. 1 gezeigt, kann das Gitter 19, dessen Arbeitsweise an Hand von F i g. 2 erläutert wird, mittels Steuermittel 20 nach vorn in eine geeignete Ausnehmung ganz in den Boden des Gehäuses eingezogen werden.
  • Der Aufbau und die Arbeitsweise des in F i g. 2 gezeigten Gitters 16 stimmen mit denen des Gitters 16 nach F i g. 1 überein. Das zusätzliche zweite Gitter 19 ist mit Leitschaufeln 21 mit veränderbarer Krümmung bestückt, die mit Hilfe einer geeigneten Steuervorrichtung vorzugsweise unterschiedlich betätigt, d. h. verstellt, werden. Wie gezeigt, ist das Gitter 19 nach F i g. 2 an seinem in Strömungsrichtung vorderen Ende bei 23 am Boden des Gehäuses 10 verschwenkbar angelenkt. Diese Anordnung gestattet, das Gitter 19 aus seiner geöffneten Stellung in einem Winkel zu dem Gitter 16 im Gegenuhrzeigersinn in seine Staulage 24 in dem Boden des Gehäuses 10 zu schwenken. Das Gitter 19 ist dazu bestimmt, zum Verändern des Maßes der Ablenkung das vom Gitter 16 abströmende Schubmittel zu steuern, und ist derart aufgebaut, daß es kontinuierlich über einen Winkelbereich Zwischenstellungen einnehmen kann, von denen eine in F i g. 2 dargestellt ist, wobei der Winkel zwischen den beiden Gittern verändert wird. Die verschiedenen Zwischenstellungen des Gitters 19 zusammen mit der Veränderbarkeit der Leitschaufeln gestatten in weiten Grenzen eine kontinuierliche Beeinflussung der umgelenkten Schubkraft in ihrer Größe und Richtung. Außerdem wird das gesamte, mittels des Gitters 16 gelenkte Schubmittel bei geöffneter Stellung des zweiten Gitters von diesem aufgenommen und weiter umgelenkt.
  • Es gibt bevorzugte Winkelverhältnisse zwischen den Richtungen des an die Gitter anströmenden und von ihnen abströmenden Schubmittelflusses. In F i g. 3 sind die optimalen Bedingungen veranschaulicht. Es wird der vorstehend definierte Reaktionszustand an den Gittern angestrebt. Dieser ist bei dem Gitter 16 gegeben, wenn der Winkel B 1, nämlich der Winkel zwischen der Richtung des anströmenden Schubmittels und der Gitterachse gleich dem Winkel B 2 ist, nämlich dem Winkel zwischen der Richtung des abströmenden Schubmittels und der Gitterachse. Das gleiche Winkelverhältnis wird für das Gitter 19 verlangt, d. h., der Winkel B 3 ist gleich dem Winkel B4. Außerdem muß die aerodynamische Belastung an jedem Gitter gleich sein, damit der von jedem Gitter verlangte maximale Strömungsablenkwinkel den kleinstmöglichen Wert hat. Dies ist gegeben, wenn der mit dem Gitter 16 erzeugte Umlenkwinkel (B'1 plus B 2) gleich dem in dem Gitter 19 erzeugten Umlenkwinkel (B 3 plus B 4) ist. Mit anderen Worten lenkt jedes Gitter den Schubmittelstrom um den gleichen Betrag um oder ab.
  • Außerdem gibt es ein bevorzugtes Winkelverhältnis zwischen den Gittern, das sich aus dem Vorstehenden ergibt und das zu einer optimalen Dimensionierung jedes Gitters, d. h. zu kleinstmöglichen Abmessungen sowie zu kleinstmöglichem Gewicht führt. Aus Gründen der Zweckmäßigkeit ist diese durch ein zur Lotrechten gemessenes Winkelverhältnis definiert. Wie in F i g. 3 gezeigt, ist A 1 der Winkel zwischen , der Lotrechten und der Ebene des Gitters 716. Dieser Winkel A 1 muß gleich dem Winkel B 1 sein. A 2 ist der Winkel zwischen der Lotrechten und der Ebene des Gitters 19. Das bevorzugte Verhältnis besteht darin, daß der Winkel A 2 gleich der Summe der ; Winkel B 1 plus B 2 plus B 3 ist.
  • Bei beiden beschriebenen Bauarten ist von praktischer Bedeutung, daß beim Reaktionszustand der durch das zweite Gitter 19 erzeugte Schubvektor bezüglich des Schwenkpunktes 23 stets radial nach ; außen gerichtet ist, was an Hand der in F i g. 2 a gezeigten Vektorzeichnung veranschaulicht ist. Die Pfeile x und y in F i g. 2 stellen die Geschwindigkeitsvektoren des Schubmittels dar, welches gegen das bzw. von dem zweiten Gitter 19 unter den auf die Gitterachsen bezogenen Winkeln B 3 bzw. B 4 an-bzw. abströmt. Aus der kleinen Vektorzeichnung nach F i g. 2 a geht hervor, daß die Richtungsänderung dieser beiden Geschwindigkeiten x und y der in der Ebene des Gitters liegende Vektor r ist. Mit anderen Worten veranschaulicht der Vektor r die Richtung und Größe der zum Um- oder Ablenken der Luft mittels des Gitters 19 erforderlichen Kraft. Dieser Kraft wirkt über den Drehpunkt 23 eine gleiche, entgegengesetzte Kraft entgegen. Da diese Kräfte über den Drehpunkt 23 wirken, ist die zuin Verstellen des Gitters 19 um den Drehpunkt erfor-5 derliche Kraft ziemlich gering. Auch diese geringe Kraft kann dem Gitter 19 mittels Leitschaufeln mit veränderbarer Krümmung zugeführt werden. Wie vorstehend erörtert, arbeitet das Gitter 19 im Reaktionszustand, d. h., die zur Anströmungsrichtung a senkrechte Fläche des Gitters ist gleich der zu der Abströmungsrichtung senkrechten Fläche des Gitters, und Abströmgeschwindigkeit sowie statischer Druck sind in ihrer Größe gleich der Anströmgeschwindigkeit bzw. dem entsprechenden statischen Druck. Mit anderen Worten sind die Anström- und Abströmflächen gleich, und diese Flächen sind eine Funktion des Kosinus der Winkel B. Wird die Krümmung der Schaufeln 21 zur Verringerung der Abströmfläche verändert, wird die Abströmgeschwindigkeit größer als die Anströmgeschwindigkeit, und es entsteht am Gitter 19 des sich ergebenden Druckunterschieds eine positive Kraft. Die Geschwindigkeitssteigerung wird in der Vektordarstellung mit der Lageverschiebung des Vektors y in die gestrichelt dargestellte Lage y` veranschaulicht, wobei, wie durch das Plus-und Minuszeichen in F i g. 2 auf jeder Seite des Gitters 19 gezeigt, zwischen den beiden Gitterseiten eine Druckdifferenz entsteht. Bei dem genannten Beispiel würde auf der Plusseite des Gitters ein höherer Druck herrschen, so daß eine das Gitter um den Drehpunkt 23 zur Minusseite hin verschwenkende Kraft entstünde. Hieraus ergibt sich zusammenfassend, daß das Schließen der Abströmfläche durch Verändern der Krümmung der Schaufeln am Gitter einen Druckunterschied erzeugt, der bestrebt ist, das Gitter in die gewünschte Richtung zu verschwenken. Ein Öffnen der Abströmfläche bewirkt natürlich ein Verschwenken des Gitters in entgegengesetzter Richtung.
  • In dem Diagramm nach F i g. 4 sind die Gitter in einer Zwischenstellung dargestellt, wie sie bei einer Form von Kurzstart und -landeng oder bei teilweisem Senkrechtstart und teilweiser Senkrechtlandung erforderlich sein könnte. Die veränderbare Krümmung der einzelnen Schaufeln kombiniert mit der Verstellbarkeit des Gitters 19 gestatten in wirksamer Weise die Ausrichtung und Beeinflussung der an den Gittern entstehenden Schubkräfte, In F i g. 5 zeigt eine schematische Darstellung die Schubkraftumkehrung, bei der durch die stärkere Krümmung oder Wölbung der einzelnen Schaufeln und die Winkellage des Gitters das Schubmittel wie in F i g. 3 veranschaulicht zum Bremsen in eine Vorwärtsrichtung umgelenkt werden kann.
  • F i g. 6 veranschaulicht die Wirkungsweise bei Kurzstart- und -landeng, wobei das Gitter 16 das Schubmittel nach unten ablenkt und das Gitter 19 in seiner Außerbetriebsstellung zurückgezogen ist. In gleicher Weise werden die Schaufelgitter bei Reiseflug eingestellt, wobei die Schaufeln ungekrümmt sind oder sich in gerader Durchlaßstellung befinden, wie auch in F i g.1 veranschaulicht ist, wobei das zweite Gitter 19 eingezogen ist.
  • Bei der Doppelgitterbauart kann die Schubkraft in weiten Grenzen gerichtet und umgelenkt werden. Die Kombination des feststehenden Schaufelgitters mit dem verstellbaren Gitter in Verbindung mit den Schaufeln mit veränderbarer Krummeng oder Wölbung gestattet eine kontinuierliche Veränderung der Schubwinkel sowie einen geringen Kraftbedarf für die Verstellbewegung der Stahlbauteile.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Schubkraftablenk- und -umkehrvorrichtung für Strahltriebwerke mit einem Gehäuse, welches an seinem in Strömungsrichtung hinteren Ende in einer Schubdüse ausläuft, deren Öffnungsebene schräg zur Strömungsrichtung des Schubmittelstroms durch das Gehäuse verläuft, wobei in der Nähe der in Strömungsrichtung hinteren Öffnung bzw. der Schubdüse zwei Schaufelgitter verschwenkbar angeordnet sind, deren Leitschaufeln in ihrer Lage veränderbar wind, um den Schubmittelstrom durch das erste Schaufelgitter ab- und durch das zweite Schaufelgitter umzulenken, dadurch gekennzeichnet, daß dieSchwenkachse des einen Schaufelgitters (16) an dem zuhinterst liegenden Rand der Düsenaustrittsöffnung und die Schwenkachse des anderen Schaufelgitters (19) am zuvorderst liegenden Rand der Düsenaustrittsöffnung angeordnet ist.
  2. 2. Schubkraftablenk- und -umkehrvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Schwenkachsen (23) innerhalb des Schubdüsenmantels (10) in dessen Längsrichtung verschiebbar gelagert ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1057 881; französische Patentschrift Nr. 1304 033; britische Patentschrift Nr. 923 557; USA.-Patentschriften Nr. 2 681548, 2 879 014, 3096954.
DEG41551A 1963-09-18 1964-09-18 Schubkraft-Ablenk- und Umkehrvorrichtung fuer Strahltriebwerke Pending DE1260319B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
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Publication Number Publication Date
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Application Number Title Priority Date Filing Date
DEG41551A Pending DE1260319B (de) 1963-09-18 1964-09-18 Schubkraft-Ablenk- und Umkehrvorrichtung fuer Strahltriebwerke

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CH (1) CH419851A (de)
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