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DE1138845B - Hochspannungs-Fluessigkeitsschalter in Saeulenbauart - Google Patents

Hochspannungs-Fluessigkeitsschalter in Saeulenbauart

Info

Publication number
DE1138845B
DE1138845B DES53753A DES0053753A DE1138845B DE 1138845 B DE1138845 B DE 1138845B DE S53753 A DES53753 A DE S53753A DE S0053753 A DES0053753 A DE S0053753A DE 1138845 B DE1138845 B DE 1138845B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
switching pin
chamber
switch according
voltage switch
pin
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES53753A
Other languages
English (en)
Inventor
Giuseppe Siccardo
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
OFFCINE ELETTROMECCANICHE SCAR
Original Assignee
OFFCINE ELETTROMECCANICHE SCAR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by OFFCINE ELETTROMECCANICHE SCAR filed Critical OFFCINE ELETTROMECCANICHE SCAR
Priority to DES53753A priority Critical patent/DE1138845B/de
Publication of DE1138845B publication Critical patent/DE1138845B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H1/00Contacts
    • H01H1/12Contacts characterised by the manner in which co-operating contacts engage
    • H01H1/36Contacts characterised by the manner in which co-operating contacts engage by sliding
    • H01H1/38Plug-and-socket contacts
    • H01H1/385Contact arrangements for high voltage gas blast circuit breakers
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/70Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
    • H01H33/72Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid having stationary parts for directing the flow of arc-extinguishing fluid, e.g. arc-extinguishing chamber
    • H01H33/75Liquid-break switches, e.g. oil-break

Landscapes

  • Circuit Breakers (AREA)

Description

  • Hochspannungs-Flüssigkeitsschalter in Säulenbauart Die Erfindung betrifft einen Hochspannungs-Flüssigkeitsschalter in Säulenbauart mit am oberen Ende des Schalters sitzender Löschkammer, bei dem der durch ein in den Schaltersockel eingebautes Betätigungsgestänge in senkrechter Richtung verschiebbare Schaltstift in einer im mittleren, mit Löschflüssigkeit ,efüllten Teil der Schaltersäule angeordneten Führung geführt ist.
  • Bei Hochspannungsschaltern dieser Art ist meist der gesamte unterhalb der Löschkammer liegende freie Raum des Schalters mit Löschflüssigkeit, beispielsweise öl, gefüllt, die auch die zur Führung des Schaltstiftes dienenden Elemente umgibt.
  • Durch die Reibung der Kontaktspitze des Schaltstiftes in dem als Kontakttulpe ausgeführten Gegenkontakt entsteht Abrieb; die Ein- und Ausschaltlichtbögen führen ferner zur Bildung von Schmelzpeerlen und Oxydteilchen. Die Metall- 7 und Oxydteilchen sinken nun innerhalb der Löschflüssigkeit nach unten, wobei sie bei den bekannten Ausführungen auch an die Führungselemente des Schaltstiftes gelangen und hierdurch eine unerwünschte Reibung oder gar Störungen in der Funktion dieser Teile hervorrufen.
  • Bei einer älteren Ausführung eines Hochspannungs-Flüssigkeitsschalters der eingangs erwähnten Art ist unterhalb der Löschkammer ein kammerartiger Bauteil vorgesehen, der zur Führung des beweglichen Schaltstiftes dient; er enthält ferner an seinem oberen Ende die mit dem Schaltstift in Kontaktberührung stehenden Gleitkontaktelemente, die tulpenfönnig um den Schaltstift herum angeordnet sind.
  • Da die genannten federnden Kontaktelemente notwendigerweise einen gewissen Spielraum haben müssen, läßt sich bei dieser älteren Ausführung der die Führungselemente für den Schaltstift enthaltende Kammerraum an seinem oberen Rand nicht dicht abschließen. Auch bei diesem Hochspannungs-Flüssigkeitsschalter werden sich somit nach einer gewissen Betriebszeit die durch die Berührung von Schmelzperlen und Abtriebteilchen mit den Führungselementen des Schaltstiftes bedingten Störungen einstellen.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der Mängel der bekannten Ausführungen einen Hochspannungs-Flüssigkeitsschalter zu entwickeln, bei dem die den Schaltstift führenden Elemente wirksam gegen die innerhalb der Löschflüssigkeit absinkenden Metall- und Oxydteilchen abgeschirmt sind.
  • Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß im mittleren Teil des Schalters eine langgestreckte Kammer vorgesehen ist, die an ihrem oberen Ende durch einen nur mit einer engen Durchtrittsöffnung für den Schaltstift versehenen Deckel abgeschlossen ist und die in ihrem Innern die den Schaltstift führenden und zugleich als Gleitkontakte dienenden Bauteile aufnimmt und daß die oberhalb und unterhalb der Kammer liegenden Räume des Schalters ausschließlich durch gegen den Innenraum der Kammer abgeschlossene, vorzugsweise -über das untere Ende der Kammer hinausführende Löschflüssigkeitskanäle verbunden sind.
  • Da bei der erfindungsgemäßen Schalterausführung die zugleich als Führungselemente und Gleitkontakte dienenden Bauteile im Innem der Kammer angeordnet sind, läßt sich die Kammer an ihrem oberen Ende auf einfache Weise praktisch vollständig dicht abschließen. Die Führung des Schaltstiftes ist damit wirksam gegen die sich in der Löschkammer bildenden Metall- und Oxydteilchen geschützt, da diese Teile - wenn sie innerhalb der Löschflüssigkeit nach unten sinken - auf den Deckel der Kammer treffen und dann durch die gegen den Innenraum der Kammer abgeschlossenen Kanäle bis in den Sockelraum des Schalters gelangen, auf dessen Boden sie sich absetzen können.
  • Um das Eindringen störender Teilchen durch den engen Spalt zwischen der zylindrischen Außenfläche des Schaltstiftes und seiner engen Durchtrittsöffnung im Deckel der Kammer zu verhindern, erweist es sich als zweckmäßig, an der Oberseite des Deckels einen die Durchtrittsöffnung für den Schaltstift umgebenden Wulst oder Kragen vorzusehen, der diese Durchtrittsöffnung abschirmt. Wenn man die für den Umlauf der Löschflüssigkeit bestimmten Kanäle als nach innen gedrückte, axiale Sicken der Kammerwand ausführt oder sie durch die Kammer hindurchführt und sie symmetrisch zur Schaltstiftachse anordnet, können die dem Schaltstift zugewandten Teile der Außenwandungen dieser Kanäle entweder unmittelbar als Gleitführungen für den Schaltstift oder Führungsbahnen für als Wälzkörper ausgebildete Zwischenglieder dienen, die sich einerseits auf diesen Führungsbahnen und anderseits auf der Mantelfläche des Schaltstiftes abwälzen.
  • Es erweist sich als zweckmäßig, die Wandungen der Kanäle für die Löschflüssigkeit aus gut leitendem Metall (Kontaktmetall) herzustellen, um so die Führung des Schaltstiftes gleichzeitig als mehrfachen Gleit- oder - bei Ausführung der Wälzkörper-Zwischenglieder aus Kontaktmetall - Wälzkontakt auszunutzen, über den der Schaltstift mit dem zweiten Anschluß des Schalters verbunden wird.
  • Es ist bekannt, daß Hochspannungs-Löschkammerschalter - insbesondere Löschkammerschalter mit Querstromlöschkammer - beim Abschalten hoher Stromstärken den sich bildenden Lichtbogen verhältnismäßig schnell unterbrechen, während beim Ab- schalten kleiner Stromstärken der Lichtbogen verhältnismäßig lange Zeit zwischen den Kontakten bestehenbleibt. Um eine einwandfreie Löschung solcher Lichtbögen kleiner Stromstärke zu gewährleisten, wird dir, Ausschaltbewegung des Schaltstiftes während des Schalthubes in der Weise gesteuert, daß der sich nach der Kontakttrennung zunächst mit hoher Geschwindigkeit bewegende Schaltstift gegen Schluß des Schalthubes abgebremst wird. Die Verringerung der Geschwindigkeit des Schaltstiftes gegen Ende des Schalthubes soll eine sichere Löschung eines schwachen Lichtbogens in einem besonderen zusätzlichen Teil der Löschkammer ermöglichen.
  • Um eine kräftige Verzögerung der Bewegung des Schaltstiftes zu erreichen, werden vielfach hydrau-Esche Bremsvorrichtungen benutzt, die während der zweiten Hälfte der Aussehaltbewegung wirksam werden und den zunächst sehr stark beschleunigten Schaltstift (sowie die mit ihm verbundenen Teile des Betätigungsgestänges) abbremsen. Es ist auch nicht mehr neu, als hydraulische Bremsflüssigkeit die Löschflüssigkeit des Schalters zu verwenden.
  • Bei dem Hochspannungs-Flüssigkeitsschalter kann in Ausbildung der Erfindung mit verhältnismäßig einfachen Mitteln eine solche hydraulische Bremsvorrichtung geschaffen werden, wenn man die Wandung der zum Schutz der Führungsteile des Schaltstiftes dienenden Kammer den feststehenden Teil einer hy- draulischen Bremsvorrichtung bilden läßt, die unter Verwendung der Löschflüssigkeit als hydraulisches Bremsmittel die Bewegung des Schaltstiftes gegen Ende des Schalthubes bzw. vor Erreichen seiner Endlage in der Ausschaltstellung abbremst. Zu diesem Zweck werden in der Kammer - z. B. durch nach innen ragende Bunde - verengte Querschnitte vorgesehen, während der Schaltstift mit einem diese Querschnitte fast ganz ausfüllenden Kolben oder Bremsteller verbunden wird, der bei seinem Durchtreten durch die verengten Querschnitte eine wirksame Bremsung der Schaltstiftbewegung herbeiführt.
  • Weitere zweckmäßige, Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles eines Hochspannungs-Flüssigkeitsschalters; es zeigt Fig. 1 einen schematisch dargestellten Axialschniti durch die wesentlichen Teile des Schalters in seinei Ausschaltstellung, Fig. 2 einen Radialschnitt längs der Linie II-II durch den Schalter gemäß Fig. 1, Fig. 3 eine vergrößerte Axialschnittdarstellung des mittleren Teiles des Schalters gemäß Fig. 1, die ein Winkelschnitt längs der Schnittlinie III-III der Fig. 2 ist.
  • Der in rzig. 1 dargestellte Hochspannungs-Flüssigkeitsschalter in Säulenbauart trägt auf seinem Sockelteil 1, der das Betätigungsgestänge 2 aufnimmt, einen unteren, zylindrisch ausgeführten Tragisolator 3, auf dem das mittlere Anschlußstück 4 des Schalters befestigt ist. Auf dem mittleren Anschlußstück 4 ruht der obere, ebenfalls zylindrisch ausgeführte Tragisolator 5, in dessen obere öffnung das Löschkammergehäuse 6 eingreift, auf dem der Auspufftopf 6a sitzt. In dem Löschkammergehäuse 6 ist die Kontakttulpe7 lösbar befestigt; unterhalb dieser Kontakttulpe 7 befindet sich die zweiteilige Löschkammer 8, die als Querstromlöschkammer ausgeführt ist. Der untere Teil der Löschkammer 8, der mit geringerem Durchmesser ausgeführt ist als der obere Teil der Löschkammer und winkelmäßig gegeneinander versetzte Querstromkanäle enthält, ist in eine durchgehende Hülse 9 aus Isoliermaterial eingeschoben, die an ihrem oberen Ende dichtend an der Innenseite des Kragens 10 des Löschkammergehäuses 6 und an ihrem unteren Ende an einer zylindrischen Hülse 11 des Sockelteiles 1 anliegt. In dem mittleren Teil der Hülse 9 sitzt eine z. B. aus Metall bestehende zylindrische Hülse 12 a, die eine Kammer 12 begrenzt, in der die Führung 13 für den mit einer auswechselbaren Kontaktspitze14a versehenen Schaltstift14 angeordnet ist.
  • Die zylindrische Kammer 12 ist an ihrer Oberseite durch einen Deckel 15 abgeschlossen, der eine enge Durchtrittsöffnung 16 für den Schaltstift 14 aufweist.
  • Der gesamte Innenraum des Schalters ist bis etwa zur Höhe des an der linken Seite des Löschkammergehäuses 6 eingezeichneten PfeilesA mit Löschflüssigkeit, beispielsweise öl, gefüllt.
  • Die Löschflüssigkeit umgibt auch die Elemente der Führung 13 des Schaltstiftes und die innerhalb des Sockels 1 liegenden Teile des Betätigungsgestänges 2.
  • Die Löschflüssigkeitsräume oberhalb und unterhalb der zyhndrischen Kammer 12 sind durch Löschflüssigkeitskanäle 17 (vgl. Fig. 2 und 3) miteinander verbunden, die beispielsweise als Außenkanäle, in die Wandung (Hülse 12 a) der Kammer 12 eingedrückte Sicken oder gemäß der Zeichnung als symmetrisch zur Achse des Schaltstiftes 14 in die Kammer 12 eingebaute Rohre 18 ausgeführt sein können. Die Rohre 18 können aus dem unteren Ende der Kammer 12 mit Verlängerungen 19 um ein gewisses Stück herausragen.
  • Zur Führung des Schaltstiftes 14 dienen paarweise angeordnete konische Rollen 20 (vgl. Fig. 2 und 3), die unter der Einwirkung von die Rollen gegeneinanderdrückenden Federn 21 stehen und in einem gemeinsamen, axial beweglichen Rahmen 22 auf waagerechten Achsen gelagert sind.
  • Die konischen Rollen 20 wälzen sich bei einer Bewegung des Schaltstiftes 14 einerseits auf der Mantelfläche, des Schaltstiftes und anderseits auf demjenigen Teil des Umfanges der Rohre 18 ab, der dem Schaltstift 14 zugewandt ist, wobei sie sich zusammen mit ihrem Rahmen 22 ebenfalls in axialer Richtung auf und ab bewegen.
  • Die konischen Rollen 20 bestehen aus gut leitendem Metall und bilden Wälzkontaktzwischenglieder zwischen dem Schaltstift 14 und den Rohren 18; mit den Rohren 18 ist je ein Zapfen 23 verschweißt, der eine elektrische Verbindung zwischen den Rohren 18 und dem mittleren Anschlußstück 4 des Schalters herstellt.
  • Die sich beim Betrieb des Schalters vor allem im Bereich der Kontakttulpe 7 und in der Löschkammer 8 bildenden Metall- und Oxydteilchen sinken zunächst in dem oberhalb der Kammer 12 befindlichen Raum des Schalters nach unten. Sie treffen dabei auf den Deckel 15 der Kammer 12 auf. Da sie durch den umlaufenden Wulst 24, der die Durchtrittsöffnung 16 für den Schaltstift 14 umgibt und durch die enge Passung des Schaltstiftes in der Öffnung 16 dann gehindert werden, in die Kammer 12 zu gelangen, kommen sie bei den durch Schaltbewegungen des Schaltstiftes bedingten Ausgleichsströmungen der Löschflüssigkeit durch die Kanäle 17 in den Löschflüssigkeitsraum unterhalb der Kammer 12, auf dessen Boden sie sich absetzen können, ohne Störungen hervorzurufen.
  • Der Führungsmechanismus des Schaltstiftes 14 ist durch die Kammer 12 und den Deckel 15 gegen diese Teilchen sicher geschützt. Die vorzugsweise in einer Vertiefung am Boden des Sockels 1 liegenden Teilchen werden auch bei Schaltbewegungen niemals so weit aufgewirbelt, daß sie bis in die Kammer 12 gelangen können. Nach Lösen einer Ablaßschraube können sie zusammen mit etwas Löschflüssigkeit abgezogen werden.
  • Zur Abbremsung der Bewegung des Schaltstiftes 14 ist am unteren, d. h. der Kontaktspitze 14a abgewandten Ende des Schaltstiftes 14 unterhalb eines fest mit dem Ende des Schaltstiftes verbundenen Anschlagflansch 25 ein ringartig ausgebildeter und axial beweglicherBremsteller26 einerhydraulischenBremsvorrichtung vorgesehen, deren feste Teile durch den Innenbund 27 des die Kammer 1.2 bildenden Rohres und durch den eingezogenen unteren Rand 28 dieses Rohres gebildet werden. Zwischen dem Innenbund 27 und dem unteren Abschluß 28 ist der lichte Durchmesser des die Kammer 12 bildenden Rohres wesentlich verringert. Unterhalb des Bremstellers sitzt ein steg- oder spinnenfönniger Anschlag 29, der die Bewegung des Bremstellers 26 nach unten begrenzt.
  • Der Bremsteller 26 besteht aus einem verhältnismäßig dünnwandigen zylindrischen Ring, der an seinem äußeren Umfang einen leicht abwärts geneigten konischen Flansch 30 aufweist. Der Bremsteller 26 wird - genau wie der Schaltstift selbst - an den Rohren 18 geführt; in seinem Flansch 30 sind entsprechende Führungsnuten vorgesehen.
  • Wie die Fig. 1 und 3 erkennen lassen, sind auch die Elemente der Bremsvorrichtung gegen die Einwirkung von Metall- und Oxydteilchen geschützt, da die Rohre 18, in denen die Löschflüssigkeitskanäle 17 liegen, mit ihren unteren Enden 19 so weit nach unten iagen, daß aus der unteren Öffnung der Rohre 18 austretende Teilchen nach unten absinken, ohne die Elemente der Bremsvorrichtung zu erreichen. Die Bremsvorrichtung arbeitet in der folgenden Weise: Bei der Einschaltbewegung des Schaltstiftes 14 bleibt der Bremsteller 26 auf dem als Steg oder Spinne ausgebildeten unteren Anschlag 29 hegen. Wenn der Bremsteller nun durch die verengten Stellen im unteren Teil der Kammer 12 hindurchbewegt wird, so kann die in der Kammer 12 enthaltene Löschflüssigkeit durch die lichte innere Öffnung des Bremstellers frei nach unten abfließen, da der Anschlagsteg bzw. die spinnenartigen Rippen des unteren Anschlages 29 einen genügend großen Abflußquerschnitt frei lassen. Der Schaltstift 14 kommt also ohne wesentliche Bremswirkung in seine Einschaltstellung, bei der sich das den Bremsteller 26 tragende untere Ende des Schaltstiftes 14 etwas oberhalb des Kontaktanschlusses 4 befindet.
  • Bei der Ausschaltbewegung des Schaltstiftes wird zunächst durch den Widerstand der Löschflüssigkeit der Bremsteller 26 an den Flansch 25 gedrückt, wobei dieser Flansch den inneren Durchtrittsquerschnitt des Bremstellers 26 vollkommen abschließt. Kommt nun bei weiterer Abwärtsbewegung der Bremsteller 26 in den Bereich des Innenbundes 27, so schließt sein Flansch den verengten Querschnitt der Kammer 12 sehr weitgehend ab, so daß plötzlich eine starke Bremsung des Schaltstiftes 14 und damit eine Verlangsamung der Abwärtsbewegung eintritt. Diese Bremsung erfolgt in einer Lage des Schaltstiftes, in der die Kontaktspitze 14 a etwa die Hälfte des gesamten Schaltweges zurückgelegt und bereits den oberen Teil der Ouerstromlöschkammer 8 verlassen hat. Beim Abschalten eines hohen Stromes ist in dieser Lage des Schaltstiftes meist der Lichtbogen bereits gelöscht. Ist der abzuschaltende Strom jedoch nur gering, so wird in der soeben erwähnten Lage des Schaltstiftes noch ein Lichtbogen zwischen den Schaltkontakten bestehenbleiben. Dieser Lichtbogen wird nun bei der weiteren Abwärtsbewegung des Schaltstiftes - die wegen der hydraulischen Bremsung des Bremstellers 26 in dem auf einer Länge von etwa 40 bis 50 % des Schaltweges mit verringertem Durchinesserausgeführten unteren Teil derKammer12 mit kleinerer Geschwindigkeit erfolgt - ausgezogen, bis er spätestens beim Heraustreten der Kontaktspitze des Schaltstiftes aus der letzten Ouerstromkammer der Löschkammer 8 unterbrochen ist. Die untere Abschlußverengung 28 der Kammer 12 hat lediglich den Zweck, die beweglichen Teile des Schalters, d. h. den Schaltstift 14 und das Betätigungsgestänge, nochmals scharf abzubremsen, ehe die Bewegung dieser Teile durch einen auf den Sockelboden angeordneten Anschlag 31 aufgefangen wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPROCHE: 1. Hochspannungs-Flüssigkeitsschalter in Säulenbauart mit am oberen Ende des Schalters sitzender Löschkammer, bei dem der durch ein in den Schaltersockel eingebautes Betätigungsgestänge in senkrechter Richtung verschiebbare Schaltstift in einer im mittleren, mit Löschflüssigkeit gefüllten Teil der Schaltersäule angeordneten Führung geführt ist, dadurch gekennzeichne4 daß im mittleren Teil des Schalters eine langgestreckte Kammer (12) vorgesehen ist, die an ihrem oberen Ende durch einen nur mit einer engen Durchtrittsöffnung (16) für den Schaltstift (14) versehenen Deckel (15) abgeschlossen ist und die in ihrem Innern die den Schaltstift führenden und zugleich als Gleitkontakte dienenden Bauteile (13, 20) aufnimmt und daß die oberhalb und unterhalb der Kammer liegenden Räume des Schalters ausschließlich durch gegen den Innenraum der Kammer abgeschlossene, vorzugsweise über das untere Ende der Kammer hinausführende Löschflüssigkeitskanäle(17) verbunden sind.
  2. 2. Hochspannungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Oberseite des Deckels (15) der Kammer (12) ein die Durchtrittsöffnung (16) für den Schaltstift (14) umgebender Wulst (24) vorgesehen ist, der diese Durchtrittsöffnung abschirmt. 3. Hochspannungsschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die als nach innen gedrückte, axiale Sicken der Kammerwand (12a) ausgeführten oder als Rohre (18) durch die Kammer (12) hindurchgeführten Löschflüssigheitskanäle symmetrisch zur Schaltstiftachse angeordnet sind und daß die dem Schaltstift (14) zugewandten Teile der Außenwandungen der Kanäle (18) Führungen für den Schaltstift bilden. 4. Hochspannungssehalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Schaltstift (14) zugewandten Teile der Außenwandungen der Kanäle (18) als Gleitführungen für den Schaltstift ausgebildet sind. 5. Hochspannungsschalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Schaltstift (14) zugewandten Teile der Außenwandungen der Kanäle (18) Führungsbahnen für als Wälzkörper ausgebildete Zwischenglieder (20) sind, die sich einerseits auf diesen Führungsbahnen und anderseits auf der Mantelfläche des Schaltstiftes abwälzen. 6. Hochspannungsschalter nach einem der Ansprüche 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungen der Kanäle (18) für die Löschflüssigkeit aus gut leitendem Metall bestehen und mit einem äußeren Anschlußkontakt (4) des Schalters verbunden sind. 7, Hochspannungsschalter nach einem der Ansprüche 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die als Wälzkörper* ausgebildeten Zwischenglieder (20) aus Kontaktmetall bestehen. 8. Hochspannungsschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung der zur Aufnahme der den Schaltstift (14) führenden Bauteile bestimmten Kammer (12) der feststehende Teil einer hydraulischen Bremsvorrichtung ist, die unter Verwendung der Löschflüssigkeit als hydraulisches Bremsmittel die Bewegung des Schaltstiftes gegen Ende des Schalthubes, insbesondere vor Erreichen seiner Endlage in der Ausschaltstellung, abbremst. 9. Hochspannungsschalter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (12) einen oder mehrere, verengte Querschnitte (Bund 27, Rand 28) aufweist, während der Schaltstift (14) mit einem diesen verengten Querschnitt fast ganz ausfüllenden Kolben oder Bremsteller (26) verbunden ist. 10. Hochspannungsschalter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben oder Bremsteller (26) axial verschiebbar und mit Seitenspiel an dem Schaltstift (14) geführt und seine axiale Verschiebung gegenüber dem Schaltstift durch zwei Anschläge (25, 29) begrenzt ist. 11. Hochspannungsschalter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Bremsteller (26) aus einem zylindrischen Ring verhältnismäßig geringer Stärke, besteht, mit dem ein konischer Außenflansch (30) verbunden ist. 12. Hochspannungsschalter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Bremsteller (26) an dem der Kontaktspitze abgewandten Ende des Schaltstiftes (14) angeordnet ist und der seine Bewegung in Richtung auf die Kontaktspitze begrenzende Anschlag ein die Öffnung des Ringes vollständig abschließender, fest auf dem Schaltstift sitzender Flansch (25) ist, während der andere Anschlag als Steg oder Spinne (29) ausgebildet ist, der einen großen Teil des offenen Ringquerschnittes des Bremstellers frei läßt, wenn der Bremsteller an ihm anliegt. 13. Hochspannungsschalter nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Schaltstift (14) zugewandten Teile der Außenwandungen der Löschflüssigkeitskanäle (18) axiale Führungen für den Bremsteller (26) und seine Anschläge (25, 29) bilden. 14. Hochspannungsschalter nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß derjenige Teil der Kammer (12), in dem sich der Bremsteller (26) bewegt, ehe der Schaltstift (14) seine Ausschaltstellung erreicht hat, mit verringertem Querschnitt ausgeführt ist. 15. Hochspannungsschalter nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der mit verringertem Querschnitt ausgeführte Teil der Kammer (12) eine Länge hat, die einem größeren Anteil - gegebenenfalls etwa der Hälfte - des gesamten Schaltweges des Schaltstiftes (14) entspricht. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 584 297; französische Patentschrift Nr. 1140 558.
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Cited By (1)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1615863B1 (de) * 1967-01-10 1971-04-08 Calor Emag Elek Zitaets Ag Polteil fuer einen flüssigkeitsarmen elektrischen Leistungsschalter

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE584297C (de) * 1933-09-18 Siemens Schuckertwerke Akt Ges Vorrichtung zum Herstellen einer leitenden Verbindung zwischen zwei gegeneinander beweglichen Kontaktteilen, insbesondere fuer Schaltstifte von Schaltern
FR1140558A (fr) * 1955-04-28 1957-07-29 Electricite Ind Belge L Disjoncteur à haut pouvoir de coupure

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