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Schaltungsanordnung zur Betriebsüberwachung von Bauelementen Die
Erfindung bezieht sich auf eine Schaltung anordnung zur Betriebsüberwachung von
Bauelementen der Versorgungs-, Signal-, Steuer- und Regeltechnik. Solche Bauelemente
können Röhren, Transistoren, Gleichrichter, Induktivitäten, Kapazitäten, Widerstände
od. dgl. sein.
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Es ist bekannt, die Betriebswerte solcher Bauelemente durch Überwachungsschaltungen
zu überprüfen und bei Betriebsausfall des einen oder anderen Bauelementes Schaltmaßnahmen
auszulösen. Es ist bekannt, Überwachungen dieser Art beispielsweise mittels elektrischer
Schmelzsicherungen oder magnetischer Überstromsicherungen durchzuführen. Die Auslösung
der Sicherung kann dabei durch Schalt-oder Anzeigemittel optisch oder akustisch
wahrnehmbat gemacht werden. Auch kontaktlose logische Elemente sind bereits in Betriebsüberwachungsschalzungen
als Schaltfehlerschutz verwendet worden.
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Besondere elektronische, mit Taktgebern zusammenarbeitende Überwachungsschaltmittel,
die ebenfalls bekannt sind, gewährleisten das Abschalten defekter Bauelemente, soweit
sie von Wechselströmen durchflossen werden, beim Stromnulldurchgang des Wechselstromes,
also bei einem Zeitpunkt, wo die Kontaktbelastung der Schaltmittel am geringsten
ist.
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Viele hochwertige und deshalb teuere Bauelemente, insbesondere auf
Halbleiterbasis, wie Transistoren und Gleichrichter, sind überstrom- bzw. überspannungsempfindlich,
und ihre dauernde Betriebsfähigkeit in bestimmten Schaltungen ist nicht mit Sicherheit
gewährleistet, wenn sie auch nur kurzzeitig Uberstrom- oder Überspannungsspitzen
ausgesetzt sind.
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Auch Ströme oder Spannungen, die die für diese Bauelemente zulässige
Normalgröße nicht überschreiten, können unter ungünstigen Umständen, z. B. bei erhöhten
Temperaturen, ein Defektwerden dieser Bauelemente hervorrufen. Bei industriellen
Steuerschaltungen, in denen vorwiegend Halbleiterbauelemente eingesetzt sind, kann
der Ausfall einer Halbleiterstufe oder -gruppe unter Umständen zu erheblichen Produktionsausfällen
führen, und bei medizinischen Behandlungen mit Geräten und Apparaten, die Bauelemente
solcher Art enthalten, können unter IJmständen lebenserhaltende therapeutische Behandlungen
folgenschwere Unterbrechungen erfahren. Das gilt besonders bei Beatmungsgeräten
mit mechanischen und/oder elektronischen Steuereinrichtungen.
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Viele der obenerwähnten Bauelemente ändern ihre Betriebswerte im
Laufe der Zeit beispielsweise durch Alterung bzw. durch Veränderung ihrer Leckströme.
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Solche Bauelemente ändern unter Umständen auch nur relativ kurze Zeit
ihre Betriebssollwerte, z. B.
unter dem Einfluß erhöhter Temperatur oder Feuchte;
sie können aber beim Normalisieren dieser äußeren Einflüsse an sich weiter betriebsfähig
und daher weiter verwendbar sein.
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Das angegebene Betriebsverhalten der Bauelemente erfordert eine ständige,
betriebsmäßige, also dynamische Überwachung ihrer Betriebswerte und die Auslösung
von Schaltmaßnahmen, zumindest Anzeigemaßnahmen, beim Abweichen der Betriebswerte
der Elemente von den ihnen vorgegebenen Sollwerten.
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Die Erfindung bezieht sich somit auf eine Schaltungsanordnung zur
Betriebsüberwachung von Bauelementen der elektrischen Versorgungs-, Signal-, Steuer-
und Regeltechnik, wie z. B. Röhren, Transistoren, Gleichrichtern, Induktivitäten,
Kapazitäten und Widerständen, die bei dauernden oder zeitweiligen Abweichungen ihre
Betriebswerte von den vorge gebenen Sollwerten zufolge von Fehlleistungen Schalt-oder
Anzeigemittel beeinflussen. Bei einer solchen Schaltungsanordnung besteht die Erfindung
darin, daß zur dynamischen Überwachung der Betriebswerte aller oder einer Gruppe
der Bauelemente kontaktlose logische Elemente in Verbindung mit elektronischen Taktgebern
verwendet sind, deren Prüftaktfolgezeit groß und deren Prüftaktdauer klein gegenüber
der Fehlleistungszeittoleranz der zu überwachenden Bauelemente gewählt ist.
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Die Erfindung gewährleistet, daß auch noch die verwendeten Uberwachungs-
und Steuermittel auf fehlerfreies Arbeiten laufend kontrolliert werden. Das bedeutet,
daß nicht nur der Starkstromkreis allein überwacht wird, sondern auch noch die aus
Halbleiterbausteinen
gebildete tYberwachungseinrichtung selbst.
Dabei ist die Überwachungseinriehtung so ausgebildet, daß der Störungsanspreehfall
der gesamten elektronischen Einrichtung jeweils periodisch für einige Mikrosekunden
nachgebildet wird, wobei bei jeder dieser periodischen Strömungsnachbildungen kontrolliert
wird, ob die Überwachungseinrichtung das zu leisten imstande ist, was beim Auftreten
einer »wirklichen« und nicht nur simulierten Störung von ihr gefordert wird. Dieser
periodische Störungssimulierbetrieb wird dabei nur eine derart kurze Zeit aufrechterhalten,
daß die am Ende derÜberwachungsschaltung vorgesehenen Ab schalt- bzw. Störung meldemittel
noch nicht ansprechen. Durch diese Maßnahme ist gewährleistet, daß die Überwaehungsschaltmittel
sich ständig selber überwachen. Es liegt also eine »dynamische« Überwachung vor,
bei der ständig Störungssimulierimpulse durch die Überwachungseinriehtung verarbeitet
werden, die das Ansprechen der einzelnen Bauelemente bewirken, wobei das Ansprechen
dieser Bauelemente ein Kriterium für die ordnungsgemäße Funktion der Überwachuugseinrichtung
ist.
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Die Überwachungsmittel können so ausgebildet sein, daß sie, selbst
bei kurzzeitigen Ausfallen solcher Bauelemente, Schaltmaßnahmen zur Abtrennung des
betreffenden Bauelementes aus der Schaltung und damit eine Stillsetzung der sie
enthaltenden Schaltung herbeiführen. Die Überwaehungsraittel können aber auch so
auf Schaltmittel einwirken, daß nach Herausschaltung des betreffenden Bauelementes
die Einschaltung eines betriebsfähigen Ersatzelementes erfolgen kann. Die letzterwähnte
Lösung ist besonders bei den oben angeführten betriebsnotwendigen Schaltungsanordnungen
angebracht.
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Es ist natürlich nicht notwendig, jedes einzelne Bauelement in den
verwendeten Schaltungen auf die angegebene Weise zu überwachen, sondern es kann
genügen, eine größere Anzahl oder zumindest eine Gruppe derartiger Bauelemente,
deren Ausfall schwerwiegende Folgen nach sich ziehen könnte, in einer allen diesen
Bauelementen gemeinsamen Überwachungsschaltung auf Funktionstüchtigkeit dauernd
zu prüfen.
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Besteht beispielsweise die Aufgabe, in dem Stromkreis I der Schaltungsanordnung
nach Fig. 1 die Betriebstüchtigkeit des Kondensators C1 und/oder in dem Stromkreis
II die richtige Arbeitsweise des Widerstandes RI des Spannungsteilers RI, R11 zu
überwachen, so wird entsprechend der zeichnerischen Darstellung bei Kurzschluß des
Kondensators C1 am Punkt V eine (negative) Signalspannung (L-Signal) anstehen. Beim
Defektwerden des WiderstandesRI wird dieser hochohmiger, so daß bei dieser Fehlleistung
am Punkt W sich Signal ergibt. Die Signalspannung an V (L-Signal) wird über eine
entsprechend gepolte Diode D dem Odereingang E 1 einer monostabilen Kippstufe GM
zugeführt, während die Signalspannung an W (0-Signal) über eine Umkehrstufe N in
ein L-Signal umgeformt und auf den zweiten Odereingang E2 der Kippstufe GM gegeben
wird.
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Bei Fehlleistungen des Kreises 1 und/oder des Kreises II wird somit
die KippstufeGM angestoßen, die über ihren AusgangA das Gedächtnis M über dessen
Eingangll setzt. Am Ausgang A 1 des Gedächtnisses M erscheint somit Dauer-L-Signal,
auch wenn die L-Signale an den Eingängen El bzw. E2 der Kippstufe GM verschwinden
sollten. Der Aus-
gang A 1 des Gedächtnisses M beeinflußt die Leistungssstufe P,
deren Ausgang A 0-Signal führt, sobald am Ausgang A 1 des Gedächtnisses M L-Signal
ansteht. Bei Dauer-0-Signal am Ausgang der Leistungsstufe P wird die SpuleS eines
Schaltschützes erregt dessen Kontakte sl und s2 dann in den Stromkreisen I und II
geöffnet werden. Über eine Umkehrstufe N, die an den Ausgang A der Leistungsstufe
P angeschlossen ist, kann bei Erregung der Spule S das 0-Signal am Ausgang der Leistungsstufe
P in ein L-Signal am Ausgang der Umkehrstufe N umgewandelt werden und über eine
folgende P-Stufe die Signallampe L gezündet werden, so daß gegebenenfalls Überwachungspersonal
auf einen Betriebsfehler in den Stromkreisen I bzw. II hingewiesen wird.
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Zur dynamischen Prüfung der verwendeten Überwachungsmittel GM, M,
P, N dient ein Generator G, z. B. eine astabile Kippschaltung, die an ihren Ausgängen
A 1 und A 0 abwechselnd, vorzugsweise je für die Dauer einiger Mikro- oder Millisekunden,
Signalspannung abgibt. Sind die Bauelemente der zu überwachenden Stromkreise I und
II voll betriebsfähig, so steht an den Odereingängen El und E2 der monostabilen
Kippstufe GM an sich 0-Signal an. Der Ausgang A 1 des Generators G ist aber über
einen Kondensator C 2 mit dem Punkt V verbunden, während sein Ausgang A 0 mit dem
Löscheingang 01 des Gedächtnisses M in Verbindung steht. Gibt der Ausgang A 1 des
Generators G L-Signal ab, so liegt an seinem Ausgang A 0 0-Signal. Das kurze L-Signal
des Ausgangs A 1 gelangt über den Kondensator C 2 und die DiodeD auf den Odereingang
E 1 der Kippstufe GM, so daß das Gedächtnis M über seinen Eingang 11 gesetzt wird.
Das Setzen des Gedächtnisses M hat - wie schon dargelegtzur Folge, daß die LampeL
gezündet wird. Nach einigen Mikro- oder Millisekunden Dauer verschwindet das Signal
am Ausgang A 1 des Generators und erscheint an seinem AusgangA 0, wodurch das Gedächtnis
M wieder gelöscht wird. Das wiederholte kurzzeitige Setzen und Löschen des Gedächtnisses
M durch die Prüfsignalimpulse läßt wohl die Lampe L aufleuchten, bewirkt aber wegen
der Trägheit des mechanischen Endschalters keinen Schaltvorgang des Schützes S.
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Die Anzahl der zu überwachenden Stromkreise 1 und II kann beliebig
vergrößert werden, wobei lediglich die Anzahl der Odereingänge der Kippstufe GM
mitwächst. Es ist auch möglich, mehrere Kippstufen GM vorzusehen, deren Ausgänge
verschiedene Setzeingänge eines oder mehrerer Gedächtnisse M ansteuern.
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Mittel zur weiteren Durchführung von entsprechenden Überwachungsmaßnahmen
sind in der nachfolgenden Beschreibung eines speziellen Ausführungsbeispieles bzw.
in den Ansprüchen im einzelnen hervorgehoben.
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Bei der Fehlerüberwachung von Gleichrichtern ist es das Ziel, den
Durchschlag der Einzelzellen einer Siliziumgleichrichtersäule in Graetzschaltung
zu überwachen und bei auftretenden Fehlern im Durchlaß-und Sperrverhalten dieser
Gleichriehterelemente zwei Trennschalter phasenriehtig, d. h. im Stromnulldurchgang
des Speisewechselstromes, durch Überwaehungsmittel zu öffnen, welche sich ständig
selbst auf Funktionstauglichkeit überprüfen. In der Fig. 2 ist die Schaltungsanordnung
des Gleichrichters veranschaulicht, und in den Fig. 3 sowie 4 sind die Prüfschaltmittel
dargestellt. In den Fig. 5 und 6 sind Abwandlungen
der in der Fig.
4 gezeigten Prüfschaltung dargestellt, während die Fig. 7 Diagramme a bis h über
das zeitliche Zusammenwirken der Prüfschaltmittei enthält.
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In der Fig. 2 ist der Transformator Tr primärseitig mit dem Wechselstromnetz
und sekundärseitig mit der einen Diagonale einer in ihren Zweigen bis d Gleichrichterelemente
Gl enthaltenden Brücke verbunden. Von den beiden anderen Brückendiagonalpunkten,
die mit » t « und » - « bezeichnet sind, wird die gleichgerichtete Spannung abgenommen
und über die Glättungsdrossel L 1 einem Motor F, beispielsweise dem Fahrmotor einer
elektrischen Lokomotive, zugeführt. Die Brückenzweige a bis d enthalten je vier
Siliziumgieichrichterelemente Gla, Glb, Glc und Gld.
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Parallel zu der Serienschaltung der Gleichrichter Gla, Glb, Glc, Gld
ist jeweils eine Kondensatorbatterie Ca, Cb, Cc bzw. Cd geschaltet. Die Verbindungspunkte
zwischen je zwei Gleichrichterelementen und je zwei Kondensatoren sind in jedem
der Brückenzweige durch die Primärseite eines Wandlers A, B, C oder D überbrückt.
Die Verbindung der Gleichrichterbrückenzweige b und d ist aufgetrennt, der Stoßpunkt
der Zweige b und d also nicht unmittelbar mit der Sekundärseite des Transformators
T verbunden, sondern jeder der beiden Zweigpunkte ist getrennt über je einen Wandler
X bzw. Y sowie über Schalterkontakte Sx bzw. Sy an die Sekundärseite des Transformators
angeschlossen. In der einen Halbperiode des Speist wechselstromes ist bei geschlossenen
Schaltern der Scbalterkontakt Sx stromführend und in der anderen Halbperiode der
Schalterkontakt Sy. Die Wandler X und Y geben über ihre jeweiligen sekundärseitigen
Ausgangsklemmen Wechselspannungen ab, die dem Stromfluß entsprechen. Die Fig. 7
veranschaulicht unter c und d den zeitlichen Verlauf dieser Spannungen.
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Zur Überwachung des ordnungsgemäßen Arbeitens der Siliziumgleichrichterzellen
in den Brückenzweigen ci bis d der Fig. 2 wird deren Sperrspannung benutzt. Die
Kondensatornachbildungen Ca, Cb, Cc und Cd der Gleichrichtergruppen Gla, Gelb, Glc
und Gld sind so bemessen, daß an den Primäreingängen der Wandler A, B, C, D bei
richtigem Arbeiten der Gleichrichterzellen keine Spannung auftritt. Fällt jedoch
eine der Zellen in den Zweigen a, b, c oder d aus, so ergibt sich in der Sperrphase
an dem jeweiligen Wandkern, B C oder D eine Spannung, deren zeitlicher Verlauf in
der Fig. 7, a bzw. b veranschaulicht ist.
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Wird von einem der Wandler, z. B. dem Wandler A, über seine Sekundärwicklung
bei Zellendurchschlag im Zweig a Spannung gegeben, so soll der Schalter Sx geöffnet
werden, während der Schalter Sy bei der nächsten Halbwelle geöffnet werden soll.
Das Öffnen und Schließen der Schalterkontakte Sx und Sy erfolgt elektromagnetisch
über die Schützspulen Xs und Ys.
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Die Lösung dieser Aufgabe veranschaulichen die folgenden Fig. 3 bis
6.
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In der Fig. 3 ist der Wandler A veranschaulicht, der primärseitig,
wie in Fig. 2 dargestellt, im Brückenzweig a liegt. Die eine seiner beiden sekundärseitigen
Klemmen ist über ein geschirmtes Verbindungskabel V und einen Widerstand R 2 mit
dem Eingang El einer monostabilen Kippstufe GM verbunden. Die andere Anschlußklemme
der Sekundärwicklung des Wandlers A ist geerdet. Der Eingang El der Kippstufe GM
ist weiterhin über einen Widerstand R 3 mit dem negativen Pol N einer Gleichspannungsquelle
verbun-
den, deren positiver Pol M geerdet ist. Auch die SchirmungenSch sowohl des
Wandlers als auch des Verbindungskabels sind geerdet. Jeder der WandlerA, B, C,
D (Fig. 2) wirkt auf die zu Fig. 2 beschriebene Weise auf eine monostabile Kippstufe
GM ein. Gibt der Wandler Spannung ab, so wird der Ausgang der Kippstufe erregt,
und am Ausgang A 1 liegt während der Erregungsdauer Signalspannung. Tritt auf der
Verbindungsleitung zwischen dem Wandler und der Kippstufe GM eine Leitungsunterbrechung
auf, so gehangt über den negativen Spannungspol N (Fig. 3) Minuspotential an den
Eingang der monostabilen Kippstufe GM, so daß selbst bei Leitungsunterbrechung zwischen
Wandler und Kippstufe am Ausgang der Kippstufe (Fehl-) Signal erscheint.
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Wie in der Fig. 4 dargestellt, wirken jeweils zwei WandlerA und B
bzw. C und D auf eine gemeinsame monostabile Kippstufe GM ein, und zwar die Wandler
A und B auf die Kippstufe GM 1 und die Wandler C und D auf die Kippstufe Um 2. Die
Wandler A, B bzw. C, D sind jeweils über Odergatter mit diesen Kippstufen GM 1 und
GM 2 verbunden, so daß an deren Ausgängen A 1 jeweils dann Signal erscheint, wenn
einer der Wandler A oder B bzw. C oder D sekundärseitig Spannung abgibt.
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Auf die in Fig. 3 veranschaulichte Weise wirken auch die Wandler
X und Y (Fig. 2) jeweils auf monostabile Kippstufen GM3 bzw. GM4 ein. Das hat zur
Folge, daß die Kippstufen GM3 bzw. GM4 an ihren Ausgängen A 1 Signal führen, sobald
und solange die Wandler X oder Y Spannung abgeben. Der Ausgang A 1 der Kippstufe
GM 1 ist mit dem Setzeingang 12 der als Gedächtnis arbeitenden bistabilen Kippstufe
All verbunden; ebenso ist der AusgangA 1 der Kippstufe GM 2 mit dem Setzeingang
12 des entsprechenden Gedächtnisses M2 verbunden. Der Ausgang A 1 des Gedächtnisses
M1 ist über die Leistungsstufe P 1 mit der Schützspule Xs (s. auch Fig. 2) verbunden,
deren andere Klemme mit dem negativen Pol N der Stromversorgungsgleichspannungsquelle
verbunden ist.
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Der Ausgang A 1 des Gedächtnisses M2 ist über die Leistungsstufe P2
und die Schützspule Ys (s. auch Fig. 9) an das negative Potential N gelegt.
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Der Ausgang A 1 des Gedächtnisses M1 ist weiterhin mit dem Setzeingang
11 des GedächtnissesM2 verbunden ebenso ist der Ausgang A 1 des Gedächtnisses M2
mit dem Setzeingang 11 des Gedächtnisses All verbunden. Die Eingänge 11 und 12 beider
Gedächtnisse M1 und M2 sind als Odergatter ausgebildet. Am jeweiligen AusgangA 1
der Gedächtnisse erscheint somit stets dann Dauersignal, wenn einer der beiden Eingänge
11 bzw. 12, wenn auch noch so kurzzeitig, Signal führt. Jedes der beiden Gedächtnisse
M 1 und M2 besitzt weiterhin drei Rückstelleingänge 01, 02 und 03, die ebenfalls
als Odergatter ausgebildet sind, so daß eine Löschung bzw. Sperrung der Gedächtnisse
Ml bzw. M2 2 möglich ist, sobald einer der Rückstelleingänge Ol bis 03 Signal erhält
bzw. führt. Der Rückstelleingang 02 des Gedächtnisses Ml ist mit dem Ausgang A 1
der Kippstufe GM 3 und der Rückstelleingang 02 des Gedächtnisses M2 2 mit dem AusgangA1
der KippstufeGM4 verbunden. Die Ausgänge A 1 der Kippstufen GM 3 und Um 4 wirken
außerdem auf ein Undgatter U, dessen Ausgang mit beiden Rückstelleingängen 03 der
GedächtnisseM1 und M2 verbunden ist. Der AusgangA des Undgatters U führt demzufolge
nur dann Signal, wenn beide Eingänge 11 und 12 des Undgatters
gleichzeitig
Signal führen. Der AusgangA 1 der Kippstufe GM3 ist außerdem mit dem Eingang einer
Zeitstufe K 1+ TK 1 verbunden, ebenso der Ausgang A 1 der Kippstufe GM 4 mit dem
Eingang der Zeitstufe K 2 + TK 2. Die Ausgänge A 2 dieser Zeitstufen wirken über
ein Odergatter auf die monostabile Kipp stufe K 3 ein, deren Ausgang A 1 an die
Löscheingänge 01 der Gedächtnisse M1 und M2 2 gelegt ist.
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Der Ausgang A 1 der ZeitstufeK1+TK1 führt an den Eingang E 1 der Kippstufe
GM2, der Ausgang Al der ZeitstufeK2+TK2 an den EingangEl der Kippstufe GM 1. Weiterhin
ist der Ausgang A des Undgatters U noch an den Eingang der monostablilen Kippstufe
K4 gelegt, deren Ausgang über die Leistungsstufe P 5 die Lampe L 3 setzen kann.
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Zur optischen Signalanzeige ist der Ausgang A 0 der Leistungsstufe
P 1 über die Urakehrstufe N 1 an den Setzeingang 11 des Gedächtnisses M3 gelegt,
während der Ausgang A 0 der Leistungsstufe P2 über die Umkehrstufe N 2 den Rückstelleingang
01 des Gedächtnisses M3 beeinflußt, dessen Ausgang über die Leistungsstufe P 3 die
Lampen1 und dessen AusgangA0 über die LeistungsstufeP4 die Lampen2 steuert.
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Die Arbeitsweise der Schaltungsanordnung nach Fig. 4 ist folgende:
Erscheint am Ausgang des Wandlers A oder B (Fig. 2) Spannung, so wird die Kippstufe
GM1 zum Ansprechen gebracht. Am Ausgang Al dieser Kippstufe erscheint Signal, das
über den Eingang 11 das Gedächtnis Ml setzt. Dadurch führt der Ausgang A 1 des Gedächtnisses
M1 ebenfalls Signal, das am Eingang E der Leistungsstufe P 1 erscheint. Der Ausgang
A 0 der Leistungsstufe P1 führt somit 0-Signal, so daß die Schützspule Xs erregt
und der Schalter Sx (Fig. 2) geöffnet wird. Diese Schalteröffnung ist aber nur dann
möglich, wenn der WandlerX (Fig. 2) keine Spannung abgibt, also primärseitig stromlos
ist, was jedoch nur im Stromnulldurchgang des Speisewechseistromes der FalI ist.
Nur dann ist nämlich durch fehlendes Signal am Ausgang'4 1 der KippstufeM3 der Rückstelleingang
02 des Gedächtnisses M1 unbesetzt. Auch wenn eine Leitungsunterbrechung eingetreten
ist, kann das dadurch gesetzte Gedächtnis M1 erst dann an seinen Ausgang A 1 Schaltsignal
geben, wenn die Kippstufe GM3 am Ausgang A 1 kein Signal mehr führt.
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Sobald der Schalterkontakt Sx geöffnet ist, muß in der nächsten Halbperiode
der Schalter Sy öffnen, weil, sobald am Ausgang A 1 des Gedächtnisses M 1 Signal
erscheint, auch das Gedächtnis M2 über seinen Eingang 11 gesetzt wird und demzufolge
auch der Ausgang A 1 des Gedächtnisses M2 Signal führt. Eine Erregung der Schützspule
Ys über die Leistungsstufe P 2 kann jedoch erst dann erfolgen, wenn die Kippstufe
GM 4 den Löscheingang 02 des Gedächtnisses M2 freigibt. Dies ist aber nur in der
stromlosen Phase des Wandlers Y möglich.
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Um die ständige Betriebsbereitschaft der verwendeten Überwachungsbauelemente
zu sichern, ist eine dynamische Funktionsüberwachung dieser Bauteile vorgesehen:
Die Ausgänge A 1 der Kippstufe GM 3 und GM 4 wechseln im Takt der Netzfrequenz abwechselnd
ihren Schaltzustand. An deren Ausgängen erscheint also abwechselnd Signal und Nichtsignal.
Führt z. B. die Kippstufe GM4 zu einer bestimmten Zeit an ihrem Ausgang Al Signal,
so wird damit die Zeitstufe K2+TK2 an ihrem Ausgang zur Abgabe
eines sehr kurzen,
etwa 1 Promille der Periodenzeit, also etwa 20 Fs, dauernden Signals veranlaßt.
Dieses Signal wird auf den Odereingang E 1 der Kippstufe GM1 gegeben. Dadurch wird
das Gedächtnis M1 über den Eingang 11 gesetzt, und an seinem Ausgang A 1 erscheint
Signal, was dazu führt, daß am AusgangA0 der LeistungsstufeP1 für die Dauer dieser
Zeit das Signal verschwindet. Während dieser Zeit führt der AusgangA 0 der Umkehrstufe
N 1 Signal, und das Gedächtnis M3 wird über seinen Eingang 11 gesetzt. Am Ausgang
A 1 des Gedächtnisses M3 liegt damit Signal an, und über die Leistungsstufe P3 wird
die Lampe L 1 gezündet. Nach Ablauf der Zeit von 20 ps verschwindet am Ausgang A
1 der Zeitstufe K2+TK2 das Signal, aber an seinem AusgangA 2 erscheint es. Gleichzeitig
mit diesem Signal am AusgangA2 der ZeitstufeK2+TK2 wird die monostabile Kippstufe
K3 erregt, die ein ebenfalls sehr kurzes Signal von etwa 20 Fs an ihrem Ausgang
1 abgibt und dadurch über den Rückstelleingang 01 das Gedächtnis M1 löscht. Am Ausgang
A 1 des Gedächtnisses M1 verschwindet das Signal, die Leistungsstufe Pl führt an
ihrem Ausgang wieder Signal, während die Umkehrstufe N 1 an ihrem Ausgang 0-Signal
führt. Das Gedächtnis M3 bleibt dagegen nach wie vor gesetzt.
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Bei der nächsten Halbwelle des Speisewechselstromes führt die Kippstufe
GM3 an ihrem Ausgang Al Signal, dabei läuft der zuvor beschriebene Vorgang ab, jedoch
über die Zeitstufe K 1 + TK 1, die Kippstufe GM 2, das Gedächtnis M 2, die Leistungsstufe
P2 und die Umkehrstufe N 2. Letztere führt dann an ihrem Ausgang A 1 Signal, das
das Ge dächtnis M3 über den Rückstelleingang 01 löscht, so daß nur seinAusgangA
Signal führt und die Lampe L2 zum Ansprechen bringt. Das GedächtnisM3 wird somit
im Takt der Netzfrequenz umgeworten und die Lampen L 1 und L2 blinken bei diesem
Takt wechselnd auf. Ist jedoch irgendein Bauteil defekt geworden, so gibt eine der
beiden Lampen1 oder L2 Dauerlicht, oder es brennt keine. Die sehr kurze Prüfzeit
von zweimal 10 Fs stört die Gesamtübertragung nicht, weil die Schalter Sx und Sy
in dieser kurzen Zeit nicht betätigt werden können. Auf diese Weise wird somit eine
dauernde dynamische Funktionsüberwachung aller Steuer- und Schaltelemente sichergestellt.
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Das Undgatter U hat die Aufgabe, ein Schalten während der Übergangszeit
(Kommutierungszeit) tk (Fig. 6, c, d) zu verhindern. Für die Dauer dieser Zeit können
durch das Undgatter U die Gedächtnisse M 1 und M2 2 gesperrt werden. Die LampeL3
gibt ebenfalls »Flackerlicht«, solange das Undgatter arbeitet.
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Um sicherzustellen, daß ein Schalten der SchützeSx und Sy nur während
der Zeit tS (Fig. 7, c, d) erfolgen kann, ist es vorteilhaft, zwischen die Kippstufen
GM 3, GM4 und die Gedächtnisse M1 und M2 je eine Kippstufe definierter Kippzeit
zu schalten, deren Kippzeit etwa 400/0 der Periodendauer beträgt. Ein Schaltungsbeispiel
hierfür veranschaulicht die Fig. 5.
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Die dabei zusätzlich verwendeten Kippstufen K 5 und K 6 werden ebenfalls
dynamisch überwacht.
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Bei dieser Schaltungsvariante nach Fig. 5 müssen die GedächtnisseM1
und M2 je ein kombiniertes Und-Oder-Eingangsgatter haben. Hierbei gilt (11 v 12)13.
Das bedeutet, daß die Eingänge 11 und 12 der Gedächtuisse Ml und M2 Odereingänge
sind, während der Eingangl3 ein Undgattereingang ist. Die
Gedächtnisse
M1 und M2 können also nur dann gesetzt werden, wenn entweder der Eingang 11 oder
der Eingang 12 gemeinsam mit dem Eingang 13 durch L-Signal belegt sind. Am Ausgang
A 1 des Gedächtnisses M1 z. B. entsteht also nur dann L-Signal, wenn der Eingang
11 und der Eingang 13 gleichzeitig L-Signal erhalten, bzw. dann, wenn der Eingang
12 und der Eingang 13 gleichzeitig L-Signal erhalten.
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Falls ein solches kombiniertes Gatter unerwünscht ist, kann auch entsprechend
dem Schaltungsbeispiel nach Fig. 6 verfahren werden, indem zwischen die Kippstufen
K5 und K 6 und die Gedächtnisse Ml, M2 je eine Nichtstufe N 3 bzw. N4 eingeschaltet
wird. Die Eingangsgatter der GedächtnisseM1 bzw. M2 können dann, wie zu Fig. 4 veranschaulicht,
wieder als Odergatter ausgebildet sein, ohne daß ein zusätzliches Undgatter nötig
wäre.
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Die Anzahl der Eingangskippstufen GM kann der Anzahl der zu überwachenden
Bauelemente angepaßt sein; es genügt jedoch, in vielen Anwendungsfällen der angegebenen
Überwachungsschaltanordnung die Anzahl dieser Kippstufen klein zu halten, aber deren
Eingangsodergatter mit vielen Eingängen auszurüsten.
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Es liegt auch im Rahmen der Erfindung, bei dauerndem oder zeitweiligen
Betriebsausfall eines Bauelementes dessen Fehlleistungszeit anstatt durch eine Signalgabe
(L-Signal an die Kippstufen GM) durch Signalausfall (0-Signal) auszuwerten; es ist
dann nur notwendig, das dem Eingangskreis der Kippstufen zugeordnete Vielfachodergatter
durch ein Vielfachundgatter mit nachgeschalteter Umkehrstufe zu ersetzen.