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DE1135851B - Verfahren beim Strangpressen von Blei und Bleilegierungen - Google Patents

Verfahren beim Strangpressen von Blei und Bleilegierungen

Info

Publication number
DE1135851B
DE1135851B DEA33660A DEA0033660A DE1135851B DE 1135851 B DE1135851 B DE 1135851B DE A33660 A DEA33660 A DE A33660A DE A0033660 A DEA0033660 A DE A0033660A DE 1135851 B DE1135851 B DE 1135851B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lead
press
screw
acid
extrusion
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA33660A
Other languages
English (en)
Inventor
Sven R Botes
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ABB Norden Holding AB
Original Assignee
ASEA AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ASEA AB filed Critical ASEA AB
Publication of DE1135851B publication Critical patent/DE1135851B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C23/00Extruding metal; Impact extrusion
    • B21C23/32Lubrication of metal being extruded or of dies, or the like, e.g. physical state of lubricant, location where lubricant is applied

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Lubricants (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft das kontinuierliche Strangpressen von Metallen zu Mänteln für elektrische Kabel, wobei die Mäntel entweder aus reinem Blei oder aus Blei mit einem oder mehreren Legierungszusätzen, wie Zinn, Antimon, Arsen, Kalzium oder Tellur, bestehen können.
Zum Strangpressen von Metallen werden unter anderem kontinuierlich arbeitende Strangpressen verwendet, aus denen das Metall von einer in einem Schneckengehäuse rotierenden Förderschnecke herausgepreßt wird. Die Presse wird dabei meist mit geschmolzenem Metall durch eine Rohrleitung von einem Schmelzkessel aus beschickt, und das Herauspressen geschieht unter hohem Druck durch entsprechend geformte Düsen. Während des Preßvorgangs wird das zugeführte geschmolzene Metall abgekühlt und in festen oder plastischen Zustand gebracht. Hierzu dienen meist in dem Schneckengehäuse oder in der Schnecke oder in beiden angeordnete und von einem Kühlmittel durchströmte Kühlkanäle.
Obwohl es seit langem bekannt ist, eine Schmierflüssigkeit zwischen Preßgut und Preßkammer einzuführen, zeigt die Erfahrung, daß Pressen für Blei oder Bleilegierungen nach einiger Betriebszeit eine verminderte Leistung aufweisen. Dies hat seinen Grund darin, daß sich Verunreinigungen und vorzugsweise Oxyde auf den Teilen der Presse absetzen, die mit dem Preßmetall in direkte Berührung kommen. Diese Ablagerungen bewirken wahrscheinlich eine Minderung des Wärmeflusses in der Presse, der aus dem Raum zwischen der Schnecke und dem Schneckengehäuse in Richtung zu den kühhnitteldurohströmten Kanälen stattfindet und nötig ist, um in der Zeiteinheit die erforderliche Menge Metall aus dem geschmolzenen Zustand in den plastischen Zustand zu überführen.
Um die bisher beobachteten Leistungsminderungen der Presse zu vermeiden, wird erfindungsgemäß so verfahren, daß dem flüssigen Preßgut von Zeit zu Zeit ein die Beläge chemisch beeinflussender Stoff aus der Kategorie Stearinsäure, Ölsäure od. dgl. oder des Alkalisalzes einer solchen Säure, wie Natrium- oder Lithiumstearat, oder eine Mischung mindestens zweier der genannten Stoffe zugesetzt wird. Außer Stearinsäure und Ölsäure, die nur als Beispiele wirksamer Stoffe angegeben sind, können mehrere andere Säuren, wie z. B. Palmitinsäure oder Behensäure, mit Vorteil verwendet werden. Als Beispiele für Stoffe, die in der Presse Säuren abspalten, wurden bereits Natriumstearat und Lithiumstearat genannt. Mit Vorteil anwendbare Mischungen sind solche aus Stearinsäure und Ölsäure, aus Stearinsäure und Natrium-
Verfahren beim Strangpressen von Blei
und Bleilegierungen
Anmelder;
Allmänna Svenska Elektriska Aktiebolaget, Västeräs (Schweden)
Vertreter: Dipl.-Ing. H. Missling, Patentanwalt.
Gießen, Bismarckstr. 43
Beanspruchte Priorität:
Schweden vom 10. Januar 1959 (Nr. 218)
Sven R. Botes, Spänga (Schweden),
ist als Erfinder genannt worden
stearat und aus Ölsäure und Natriumstearat. Diese Säuren und diese Stoffe können entweder als solche oder gelöst in einem Lösungsmittel verwendet werden. Das chemisch wirksame Mittel wird nach der Erfindung den mit dem Preßmetall in direkte Berührung kommenden Teilen der Presse durch Vermittlung des geschmolzenen Metalls zugeführt. Chemisch wirksame Mittel können durch nur für diesen Zweck in dem Schneckengehäuse oder in der Schnecke oder in diesen beiden angeordnete Kanäle zugeführt werden. Eine andere vorteilhafte Art der Zufuhr der den Belägen entgegenwirkenden Mittel ist die durch die Zulaufleitung für das geschmolzene Metall zu der Presse. Dabei können Maßnahmen getroffen werden, um der Presse wahlweise geschmolzenes Metall, das zuzusetzende Mittel oder eine Mischung aus solchen Mitteln zuzuführen.
Bei hydraulischen Bleipressen ist es bekannt, einen gehärteten Belag auf die beaufschlagten Wände aufzubringen. Dieser Belag ist ein Schutzbelag, der einen Kontakt zwischen dem geschmolzenen Metall und den Pressewänden verhindern soll. Er wirkt somit nicht in der Weise, daß er wie der Belag nach der Erfindung die Bildung von Oxydbelägen od. dgl. durch chemische Beeinflussung verhindert. Für das Aufbringen dieses Belags ist es notwendig, die Presse zu öffnen, so daß die Oberflächen mit dem verwendeten Material bestrichen werden können und der Belag gehärtet werden kann. Das bekannte Verfahren kann
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deshalb nicht, wie das Verfahren der Erfindung, bei kontinuierlichem Strangpressen von Blei- und Bleilegierungen verwendet werden.
In der Pulvermetallurgie ist es bekannt, Schmiermittel zu verwenden, die aus Stearinsäure und Stearaten bestehen, um die Friktion bei der Formung des Pulvers zu vermindern. Die Verwendung der genannten Stoffe ist hier nur darauf zurückzuführen, daß sie als Schmiermittel wirksam sind. Dieser Verwendungszweck gibt keinen Anlaß, die Stoffe bei kontinuierlich arbeitenden Blei-Strangpressen einzusetzen, um die Ablagerungen von Oxyden und ähnlichen Verunreinigungen in den Pressen zu beheben.
Anwendungsbeispiele des Verfahrens nach der Erfindung sind im folgenden an Hand der Zeichnung erläutert. Fig. 1 zeigt schematisch eine Anordnung zum Strangpressen. In dieser bezeichnet 1 einen Schmelzkessel, 2 das Handrad eines in dem Schmelzkessel angeordneten (nicht gezeigten) Absperrventils für die zur Presse führenden Rohrleitung 3.4 bezeichnet eine Vorrichtung für das Einführen des die Beläge beeinflussenden Mittels und 5 eine Strangpresse. Fig. 2 und 3 zeigen im größeren Maßstab zwei verschiedene Ausführungen der Vorrichtung 4 in Fig. 1. In der Ausführung nach Fig. 2 besteht die genannte Vorrichtung in der Hauptsache aus einem Ventil mit einem Hahnküken 6 und einem Behälter 7 für das zuzusetzende Mittel. Das Ventil ist mit seinem Gewinde in der Gewindebohrung 9 der Rohrleitung 3 befestigt. Ein Kupferring 8 dient zur Abdichtung. In der Ausführung nach Fig. 3 besteht die Vorrichtung nur aus einer Schraube 10.
Bei Anwendung des Verfahrens gemäß der Erfindung schließt man zweckmäßig mit Hilfe des Handrades 2 das Absperrventil in dem Schmelzkessel 1 und damit die Zufuhr des geschmolzenen Metalls zum Rohr 3, während die Schnecke der Presse rotiert. Es entsteht so ein Vakuum im Rohr 3. Öffnet man dann kurzzeitig den Hahn 6 oder entfernt die Schraube 10, je nach Ausbildung der Vorrichtung 4, so kann das Rohr 3 leicht mit dem zuzusetzenden Mittel gefüllt werden. Wird dann das Absperrventil wieder geöffnet, so wird das Mittel von dem geschmolzenen Metall in die Presse hineingetrieben. Wenn das Mittel flüssig ist, bildet man die Vorrichtung 4 zweckmäßig gemäß Fig. 2 aus, ist es aber nicht flüssig, sondern fest, z. B. pulver- oder stangenförmig, so ist die Ausbildung gemäß Fig. 3 vorzuziehen.

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zum Verhindern oder Entfernen von Belägen in Schnecken-Strangpressen, insbesondere für das Kabelummanteln, an den mit dem flüssig zugeführten Blei oder der Bleilegierung in Berührung kommenden Oberflächen, dadurch ge kennzeichnet, daß dem flüssigen Preßgut von Zeit zu Zeit ein die Beläge chemisch beeinflussender Stoff aus der Kategorie Stearinsäure, Ölsäure od. dgl. oder des Alkalisalzes einer solchen Säure, wie Natrium- oder Lithiumstearat, oder eine Mischung mindestens zweier der genannten Stoffe zugesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der chemische Stoff in der Zuführleitung des Preßgutes zur Presse zugesetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der chemische Stoff durch einen oder mehrere Kanäle der Schnecke oder ihres Gehäuses zugesetzt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 336 291;
USA.-Patentschriften Nr. 2 038 215, 2 234 340;
Goetzel, »Treatise of Powder Metallurgy«, Vol. I, 1949, New York, S. 255 bis 257.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 209 639/158 8.62
DEA33660A 1959-01-10 1960-01-07 Verfahren beim Strangpressen von Blei und Bleilegierungen Pending DE1135851B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
SE1135851X 1959-01-10

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1135851B true DE1135851B (de) 1962-09-06

Family

ID=20420766

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA33660A Pending DE1135851B (de) 1959-01-10 1960-01-07 Verfahren beim Strangpressen von Blei und Bleilegierungen

Country Status (1)

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DE (1) DE1135851B (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE336291C (de) * 1919-07-26 1921-04-27 Otto Weiss Verfahren zum Schmieren der Bleikammer und ihres Inhaltes von Pressen fuer Bleiroehren und Bleimaentel durch Zufuehren von Schmiermaterial zwischen Pressgut und Presskammer
US2038215A (en) * 1934-01-10 1936-04-21 Western Electric Co Lubricating and protective coating
US2234340A (en) * 1939-12-07 1941-03-11 Western Electric Co Method of and apparatus for forming metal

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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