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DE1133475B - Verfahren zur Ermittlung des Gradienten einer inhomogenen Dotierungskonzentration in stabfoermigen Halbleiterkristallen von einheitlichem Leitungstyp - Google Patents

Verfahren zur Ermittlung des Gradienten einer inhomogenen Dotierungskonzentration in stabfoermigen Halbleiterkristallen von einheitlichem Leitungstyp

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Publication number
DE1133475B
DE1133475B DES66848A DES0066848A DE1133475B DE 1133475 B DE1133475 B DE 1133475B DE S66848 A DES66848 A DE S66848A DE S0066848 A DES0066848 A DE S0066848A DE 1133475 B DE1133475 B DE 1133475B
Authority
DE
Germany
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rod
radiation
semiconductor
probe
gradient
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Pending
Application number
DES66848A
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English (en)
Inventor
Dipl-Phys Dr Manfred Zerbst
Dipl-Phys Guenther Winstel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES66848A priority Critical patent/DE1133475B/de
Publication of DE1133475B publication Critical patent/DE1133475B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C30CRYSTAL GROWTH
    • C30BSINGLE-CRYSTAL GROWTH; UNIDIRECTIONAL SOLIDIFICATION OF EUTECTIC MATERIAL OR UNIDIRECTIONAL DEMIXING OF EUTECTOID MATERIAL; REFINING BY ZONE-MELTING OF MATERIAL; PRODUCTION OF A HOMOGENEOUS POLYCRYSTALLINE MATERIAL WITH DEFINED STRUCTURE; SINGLE CRYSTALS OR HOMOGENEOUS POLYCRYSTALLINE MATERIAL WITH DEFINED STRUCTURE; AFTER-TREATMENT OF SINGLE CRYSTALS OR A HOMOGENEOUS POLYCRYSTALLINE MATERIAL WITH DEFINED STRUCTURE; APPARATUS THEREFOR
    • C30B13/00Single-crystal growth by zone-melting; Refining by zone-melting
    • C30B13/28Controlling or regulating
    • H10P95/00

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Materials By The Use Of Electric Means (AREA)

Description

  • Verfahren zur Ermittlung des Gradienten einer inhomogenen Dotierungskonzentration in stabförmigen Halbleiterkristallen von einheitlichem Leitungstyp Bei der Herstellung von dotierten Halbleiterstäben, beispielsweise nach dem Kristallziehverfahren, hängt der Einbau eines in der Schmelze anwesenden Dotierungsstoffes in das an den verwendeten Keimkristall ankristallisierende Halbleitermaterial von einer Reihe von Bedingungen, wie der Ziehgeschwindigkeit oder der Temperatur der verwendeten Halbleiterschmelzen, ab.
  • Dasselbe gilt von dotierten Halbleiterkristallen, in denen die Dotierung mittels eines Zonenschmelzprozesses erzeugt wurde. Da es bei dem genannten Verfahren häufig zu einer an sich unbeabsichtigten Änderung der Arbeitsbedingungen kommen kann, stellen sich auch unbeabsichtigte Änderungen des Dotierungsgrades in dem sich bildenden Halbleiterkristall ein. Häufig wird auch ein Dotierungsgradient durch planmäßige Änderungen der Arbeitsbedingungen erzeugt und elektrotechnisch ausgenutzt. In den genannten Fällen ist es von Bedeutung, ein Verfahren zur Verfügung zu haben, womit die erzeugten Inhomogenitäten der Dotierung nachgewiesen bzw. gemessen werden können.
  • Ein bekanntes Verfahren zur Bestimmung des Ortes eines pn-überganges in einem Halbleiterkristall verwendet eine Strahlungssonde, mit der die Oberfläche des Halbleiterkristalls abgetastet wird. Durch die Einwirkung der Strahlung werden in dem Halbleiterkristall Ladungsträger erzeugt. Die erzeugte Fotospannung erreicht ein Maximum, wenn die Strahlungssonde an der Stelle eines pn-überganges angelangt ist. Durch Beobachtung dieses Maximums ist damit durch die zugehörige Stellung der Strahlungssonde der Ort des pn-Überganges im Halbleiterkristall festgelegt. Ein anderes bekanntes Verfahren zur Messung der Lebensdauer von Ladungsträgern in Halbleiterkristallen besteht darin, daß die Leitfähigkeit des Kristalls unter dem Einfluß einer Ladungsträger erzeugenden, insbesondere impulsartigen Strahlung gemessen und die Zeit bestimmt wird, nach deren Verlauf die Leitfähigkeit nach Wegnahme der Bestrahlung auf den e-ten Teil abgesunken ist. Dabei kann der Stab auch an den zur Messung der Widerstände mittels Hochfrequenz dienenden Meßkreis kapazitiv angekoppelt sein.
  • Entsprechend diesen Ausführungen läßt sich eine Inhomogenität der Dotierung, welche vom Auftreten eines pn-überganges begleitet ist, nicht nur durch Ausnutzung seiner Gleichrichtereigenschaften, sondern auch durch die ladungstrennende Kraft des pn-Überganges auf eine durch Bestrahlung erzeugte Ladungsträgerwolke ausnutzen. Die Erfindung hingegen löst die Aufgabe, Dotierungsinhomogenitäten, die nicht von pn-Übergängen begleitet sind bzw. die weit von einem pn-übergang des Kristalls entfernt liegen, zu messen.
  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Ermittlung des Gradienten einer inhomogenen Dotierungskonzentration in stabförmigen Halbleiterkristallen von einheitlichem Leistungstyp, die in axialer Richtung aus einer Schmelze gewachsen sind und besteht darin, daß der Halbleiterkristall in an sich bekannter Weise mit einer Strahlungssonde abgetastet und die bei den einzelnen Stellungen der Strahlungssonde zwischen den Enden des Kristalls auftretende Fotospannung gemessen und außerdem die Abweichung des bei den einzelnen Stellungen der Strahlungssonde zwischen den Enden des Kristalls gemessenen elektrischen Widerstandes von dem in gleicher Weise ohne Bestrahlung gemessenen Widerstandswert bestimmt wird und die Quotienten aus den bei den einzelnen Stellungen der Strahlungssonde gemessenen Fotospannungen und den entsprechenden Werten des Produktes aus der zugehörigen Widerstandsabweichung, dem Diffusionskoeffizienten der Majoritätsträger und dem Querschnitt des Stabes an der jeweils von der Sonde bestrahlten Stelle des Halbleiterkristalls festgestellt werden.
  • Bekanntlich ruft eine Änderung der Dotierung im Innern eines Halbleiterkristalls ein elektrisches Feld hervor, das in Richtung des Gradienten der Dotierungskonzentration verläuft. Es verschwindet, wenn der Dotierungsgradient gleich Null ist, also bei vollkommen homogener Konzentration der Dotierung in Halbleiterkristallen einheitlicher Zusammensetzung. Ebenso ruft eine irrhomogene Zusammensetzung des Halbleitermaterials selbst, falls diese mit einer Variation der Breite des verbotenen Bandes einhergeht, ein solches Feld hervor, das ebenfalls in vollkommen homogenen Bezirken des Halbleitermaterials verschwindet. Gelangen überschüssige bewegliche Ladungsträger in einen Bereich des Halbleiterkristalls, in welchem ein solches inneres elektrisches Feld herrscht, so werden sie durch dieses Feld so lange bewegt, bis ein Gleichgewichtszustand eingetreten ist, insbesondere bis sie in ein Gebiet gelangt sind, in welchem die innere Feldstärke verschwindet.
  • Wird ein Halbleiterkristall mit einer Strahlungssonde abgetastet, so werden durch die Bestrahlung Ladungsträger erzeugt. Trifft die Strahlungssonde auf einen homogenen Bereich des Halbleiterkristalls, so bleiben ohne äußere angelegte Spannung die erzeugten Ladungsträger praktisch am Ort ihrer Entstehung und vereinigen sich nach Beendigung der Strahlung wieder. Eine meßbare Fotospannung tritt dabei nicht auf. Trifft hingegen die Strahlungssonde auf einen irrhomogenen Bereich des Halbleiterkristalls, also einen Bereich mit einem inneren elektrischen Feld, so erfahren die erzeugten Ladungsträger ohne äußere angelegte Spannung durch dieses innere Feld eine Bewegung und werden dabei, falls Ladungsträger beider Vorzeichen gebildet wurden, nach ihren Vorzeichen voneinander getrennt. Die Bewegung der Ladungsträger setzt sich als Verschiebungsstrom durch den nicht bestrahlten Teil des Halbleiterkristalls fort und äußert sich in dem Auftreten einer Fotospannung, die in Verschiebungsrichtung der Ladungsträger an der Halbleiteroberfläche auftritt und dort abgenommen werden kann.
  • Das Auftreten einer Fotospannung in Halbleiterkristallen aus homogenem Grundmaterial und einem einheitlichen Leitungstypus gibt unmittelbar einen Hinweis auf die Anwesenheit von Dotierungsinhomogenitäten, die mit dem Auftreten eines inneren elektrischen Feldes verbunden sind. Demnach kann die Fotospannung als ein Maß der in einem solchen Halbleiterkristall auftretenden Dotierungsinhomogenitäten angesehen werden. In den meisten Fällen wird man es nur mit Dotierungsinhomogenitäten zu tun haben. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, daß bei Halbleiterkristallen, welche aus zwei oder mehreren verschiedenen Halbleitern zusammengesetzt sind, eine Fotospannung auftritt, die dann durch eine örtliche unterschiedliche Breite des verbotenen Bandes hervorgerufen sein kann. Falls das Auftreten einer Fotospannung nur diesem Effekt zuzuschreiben ist, kann die Fotospannung wiederum als eindeutiges Maß für die Variation der Breite des verbotenen Bandes, also auch für die Inhomogenitäten der Zusammensetzung des Halbleitergrundmaterials gewertet werden. Hat allerdings ein solcher Halbleiterkristall zusätzlich neben Variationen der Bandbreite auch noch Variationen der Dotierungskonzentration, so entsteht eine resultierende Fotospannung, die sich aus den Fotospannungen der beiden Effekte zusammensetzt. Dann müssen jedoch andere bekannte Meßverfahren (Bandabstandsbestimmung) herangezogen werden, um beide Effekte voneinander zu trennen.
  • Bei den meisten der üblichen Herstellungsweisen stabförmiger Halbleiterkristalle kristallisiert das Halbleitermaterial aus einer Schmelze unter Beibehaltung einer axialen Wachstumsrichtung an einen Keimkristall an. Deshalb sind in den einzelnen Querschnittsebenen der gebildeten Stäbe im allgemeinen homogene Verhältnisse zu erwarten, während in axialer Richtung mit dem Auftreten irrhomogener Verhältnisse zu rechnen ist. Dies gilt sowohl für Kristalle, die durch Kristallziehen hergestellt sind, als auch für Stäbe, die durch das tiegellose Zonenschmelzen behandelt sind. Da das Zonenschmelzen in der Praxis wohl stets angewendet wird, kann sich die weitere Darstellung des Verfahrens nach der Erfindung auf den Fall von Halbleiterstäben beziehen, die innerhalb der einzelnen Querschnittsebenen praktisch homogen sind. In anderen Fällen ist zwar der Nachweis von Inhomogenitäten ebenfalls möglich, ihre exakte Bestimmung gestaltet sich jedoch äußerst umständlich und erfordert eine spezielle Diskussion des jeweiligen Falles, so daß hierauf nicht mehr eingegangen werden soll.
  • Hingegen ist die Auswertung verhältnismäßig einfach, wenn die Variationen der Konzentration des Dotierungsstoffes oder der Zusammensetzung des Grundmaterials nur in Längsrichtung des Stabes auftreten, der die Koordinate x (von dem einen der beiden Stabenden aus gerechnet) zugeordnet werden soll. Dann wird eine konstante, zweckmäßig ein schmales zylindrisches Teilgebiet der Länge d x des Halbleiterstabes erfassende Bestrahlungssonde parallel zur Achse des zu untersuchenden Halbleiterstabes über die Oberfläche des Stabes geführt, und es werden die Werte der hierdurch an den Enden des Halbleiterstabes auftretenden Fotospannung U (x) in Abhängigkeit von der Lage x der Bestrahlungssonde auf dem Halbleiterkristall bestimmt. Es ist dabei zweckmäßig, wenn die Strahlung möglichst tief in den Halbleiterkristall eindringt. Aus diesem Grunde wird die Anwendung einer Strahlung mit mindestens einem erheblichen Anteil an Infrarotstrahlen empfohlen, z. B. Glühlampenlicht, da diese für Halbleiter, wie z. B. Germanium und Silizium, eine höhere Eindringtiefe als sichtbares Licht besitzen. Außerdem entsprechen die zur Abtrennung von Ladungsträgern erforderlichen Mindestenergien der Energie einer im Infrarotgebiet liegenden Strahlung (z. B. bei Silizium einer Strahlung mit einer Wellenlänge von Z, = 1,1 mR), so daß bei Anwendung einer Sonde mit Infrarotstrahlen einmal eine ausreichende Ladungsträgererzeugung gewährleistet ist und außerdem bei Bestrahlung, die nur von einer Seite her erfolgt, ein zylindrisches Teilgebiet der Länge -4x des zu untersuchenden Stabes von der Strahlung praktisch vollkommen erfaßt wird.
  • Wie bereits angegeben, wird die Strahlungssonde parallel zur Achse des zu untersuchenden Halbleiterstabes entweder über die ganze Länge oder über ein zu untersuchendes Teilgebiet des Stabes geführt und die den einzelnen Stellen x der Bestrahlungssonde entsprechenden Werte U (x) der Fotospannung bestimmt. Je dichter dabei die einzelnen Werte x liegen, an denen eine Messung vorgenommen wird, desto genauer können Änderungen des Dotierungsgradienten erfaßt werden. Zur Erleichterung der Feststellung der Stellung x der Bestrahlungssonde auf dem Halbleiterkristall ist beispielsweise ein parallel zu dem zu untersuchenden Stab angeordneter Maßstab vorgesehen. Im Interesse einer einfacheren Auswertung ist die nicht der Strahlungssonde ausgesetzte Oberfläche des Halbleiterstabes abgedunkelt. Bei zusätzlicher Belichtung, beispielsweise durch Tageslicht, entsteht durch diese eine konstante Fotospannung u, falls der Stab felderzeugende Inhomogenitäten aufweist. Diese addiert sich zu der durch die Wirkung der Strahlungssonde auftretenden Fotospannung U (x) zu einem resultierenden Wert V (x) = U (x) + u. Dann muß zur Bestimmung von U (x) der Wert u der ohne Strahlungssonde vorhandenen Fotospannung unter Berücksichtigung des Vorzeichens von u von dem tatsächlich ermittelten Wert 'U (x) abgezogen werden. Die weitere Auswertung geht von dem Wert U (x), also der lediglich durch die Wirkung der Strahlungssonde hervorgerufenen Fotospannung aus.
  • Falls U (x) (und dann natürlich auch u) identisch verschwindet, ist der zu untersuchende Stab homogen dotiert bzw. homogen zusammengesetzt.
  • Hat hingegen die Fotospannung U (x) nicht überall den Wert 0, so ist dies nach dem Obigen als Anzeichen dafür zu werten, daß der Stab Inhomogenitäten in axialer Richtung aufweist. Das Auftreten dieser Inhomogenitäten wiederum ist mit einer Veränderung der Dichte der Majoritätsladungsträger v (x) verknüpft, die demnach nicht konstant sein kann, sondern einen Gradienten in axialer Richtung besitzen muß. Dieser Gradient grad v (x) ist seinerseits wiederum ein Maß für die auftretenden Inhomogenitäten in x-Richtung. Es kann daher, wenn dieser Gradient bekannt ist, unmittelbar auf die Größe der die Fotospannung U (x) hervorrufenden Inhomogenitäten an der Stelle x geschlossen werden.
  • Ein Maß für den Gradienten der Majoritätsladungsträgerdichte v (x) an der Stelle x ist die durch die Bestrahlung hervorgerufene Fotospannung U (x). Allerdings hängt, diese noch von der normalen Dichte der Majoritätsladungsträger und der Dichte der durch die Bestrahlung zusätzlich erzeugten Majoritätsladungsträger ab. Da diese Größen, insbesondere die zweite Größe, nicht bekannt ist und auch nicht meßtechnisch ohne weiteres ermittelt werden kann, kann aus der Fotospannung U (x) allein der Wert von grad v (x) nicht ermittelt werden.
  • Wie theoretische Untersuchungen jedoch gezeigt haben, können diese unbekannten Größen durch Einführung der Änderung A R (x), die der Gesamtwiderstand des Stabes durch die Einwirkung des Lichtbündels am Ort x des Halbleiterstabes erfährt, eliminiert werden. Unter Verwendung der Größe J R (x), auf deren meßtechnische Bestimmung noch näher eingegangen wird, läßt sich der Gradient der Dichte der Majoritätsladungsträger in Abhängigkeit von x unter Anwendung folgender Formel berechnen: wo e die elektrische Elementarladung, D den Diffusionskoeffizienten der Majoritätsladungsträger in dem betreffenden Halbleitermaterial und q (x) der Querschnitt des Stabes an der von der Sonde bestrahlten Stelle x ist. Bei Stäben mit homogenem Querschnitt ist q (x) konstant und gleicht dem Stabquerschnitt. Ändert sich der Stabquerschnitt nur mäßig, so kann ohne großen Fehler ein Mittelwert q (x) eingesetzt werden. Methoden zur Bestimmung von D sind an sich bekannt und brauchen deshalb hier nicht weiter erörtert zu werden.
  • Es ist notwendig, daß die Strahlungssonde bei der Bestimmung von U (x) und _IR(x) nicht verändert wird. Es empfiehlt sich daher, die hierzu erforderlichen Messungen unmittelbar nacheinander auszuführen. Wie bereits aus der Formel (1) hervorgeht, ist die Widerstandsänderung, die sich durch die Bestrahlung mit der Sonde ergibt, ebenfalls von x abhängig. Es muß also parallel zu den einzelnen Bestimmungen von U (x) eine Messung von d R (x) erfolgen. Hierzu muß zunächst der Gesamtwiderstand Ro des Stabes, der bei den Meßbedingungen, aber ohne Bestrahlung vorliegt, bestimmt werden, was z. B. durch Bestimmung des Stromes J., der durch eine zwischen den Stabenden angelegte Spannung V, erzielt wird, erfolgen kann. Falls der Stab während der Bestimmung von U (x) abgedunkelt bleiben soll, muß die Messung von R, ebenfalls bei abgedunkeltem Stab vorgenommen werden.
  • Zur Bestimmung von d R (x) wird die Sonde in die Stellung x auf dem Halbleiterstab gebracht und unmittelbar vor oder nach der Messung von U (x) die Änderung d V(x) der an der Probe liegenden Gesamtspannung V, ermittelt, die durch die Bestrahlung an der Stelle x hervorgerufen wird. Diese Änderung ergibt sich als Differenz d V (x) = Vo-V (x) der ohne Bestrahlung zwischen den Stabenden liegenden Spannung V, und der mit Bestrahlung an der Stelle x gegebenen Spannung V (x). Es wird zur Vermeidung von Verwechslungen darauf hingewiesen, daß U (x) die von der Sonde hervorgerufene Fotospannung ist, die also ohne Anlegen einer äußeren Spannung gemessen wird, während V (x) den Spannungsabfall des Halbleiterstabes bedeutet, der durch einen durch eine äußere EMK hervorgerufenen Strom im Halbleiterstab hervorgerufen wird, wenn die Sonde die Stellung x einnimmt. Wird die Sonde ausgeschaltet, so geht der Wert von V (x) in den Wert von V, über.
  • Der gesuchte Wert von R (x) ergibt sich dann einfach aus der Formel wenn J, den durch die äußere EMK hervorgerufenen Strom ohne Bestrahlung bedeutet.
  • Es wurde bereits oben darauf hingewiesen, daß es im Interesse der Genauigkeit der Messungen vorteilhaft ist, wenn die Stellen x, an denen eine Messung vorzunehmen ist, hinreichend nahe beieinanderliegen. Als weiterer Einfluß auf die Genauigkeit des Meßergebnisses geht noch die in x-Richtung gemessene Länge 4 x des Lichtbündels ein.
  • Durch die Bestrahlung einer endlichen Zone d x des Halbleiterstabes ermittelt man nämlich einen intregalen Mittelwert grad ),(x) des Gradienten der Majoritätsladungsträgerdichte, der jedoch um so genauer mit dem tatsächlich an der Stelle x lokal gegebenen Wert von grad v (x) übereinstimmt, je schmaler der von der Zone erfaßte Bereich 4 x ist. Da es sich jedoch zunächst in den meisten Fällen um eine vororientierende Untersuchung handelt, kann in einer ersten Meßreihe mit einem Lichtbündel größeren Durchmessers (z. B. A x = 1/2 bis 1 cm) und mit einer weniger dicht aufeinanderfolgenden Reihe der Meßstellen x gearbeitet werden, da man im allgemeinen auch dann bereits einen Überblick über die Verteilung der Inhomogenitäten längs der Stabachse gewinnt. Eine solche vororientierende Meßreihe gibt dann in vielen Fällen bereits Aufschluß darüber, ob weitere Meßreihen mit während der einzelnen Meßreihen konstanten, bei aufeinanderfolgenden Meßreihen jedoch immer schmaleren Bestrahlungssonden erforderlich sind, um die wahren Werte von grad v (x) zu erhalten.
  • Werden dann noch Messungen für erforderlich gehalten, so wird die Fotospannung U (x), die Widerstandsänderung 4 R (x) und der Gradient der Dichte ),(x) der Majoritätsladungsträger in weiteren, mit einer in sukzessive aufeinanderfolgenden Meßreihen immer schmaleren, jedoch während der einzelnen Meßreihen unverändert gehaltenen Strahlungssonde so oft ermittelt, bis die in zwei oder mehreren aufeinanderfolgenden Meßreihen am gleichen x der Staboberfläche erhaltenen Werte von grad v (x) überall keine oder nur geringe Unterschiede zeigen.
  • Ist eine derartige Übereinstimmung der ermittelten Werte von grad v (x) erzielt, dann hat man den an der Stelle x tatsächlich gegebenen Wert von grad v (x) und nicht mehr einen integralen Mittelwert ermittelt, mit dessen Hilfe die Inhomogenitäten an der Stelle x im Halbleiterkristall exakt bestimmt werden können. Wird an Stelle des genauen Wertes von grad v (x) mit einem Mittelwert gearbeitet, so erhält man für diese ebenfalls nur einen gemittelten Wert.
  • Aus dem Wert von grad p (x) kann auf das innere Feld an der Stelle x des Halbleiterstabes geschlossen werden. Für den Zusammenhang der inneren Feldstärke E (x) und den Verlauf der Majoritätsladungsträgerdichte gilt die Beziehung wo k die Bolzmannsche Konstante, T die absolute Temperatur des Halbleiters an der Stelle x und e die elektrische Elementarladung ist. In dieser Formel kommt neben den durch die obigen Messungen erhaltenen Gradienten der Majoritätsladungsträgerdichte v (x) noch der Wert v (x) dieser Energiedichte vor. Dieser kann als Mittelwert über einen gewissen Bereich des Halbleiterstabes, z. B. an der Stelle x, mit den üblichen zur Bestimmung der Ladungsträgerdichte bekannten Methoden ermittelt werden. Kennt man den für den Querschnitt x. geltenden Wert vo, so kann an jeder Stelle x des Stabes v (x) gemäß der Beziehung ermittelt werden.
  • Handelt es sich um den Fall, daß die felderzeugenden Inhomogenitäten lediglich durch nicht allzu große Änderungen der Dotierungskonzentration hervorgerufen werden, so gilt für den Gradienten der Konzentration der Dotierung c (x) die Beziehung grad c (x) = grad v (x), so daß unmittelbar bei Kenntnis der wahren Dotierungskonzentration c. in einem beliebigen Querschnitt x. des Stabes, die wahre Konzentration der Dotierung an jeder beliebigen Stelle x des Halbleiterstabes vermöge der Beziehung ermittelt werden kann.
  • Handelt es sich um den Fall, daß das innere elektrische Feld lediglich durch Variation der Bandbreite hervorgerufen wird, so ist auch die Ermittlung des Bandabstandes an der Stelle x möglich. Sie ist jedoch mühsamer und soll deshalb nicht näher dargestellt werden. In diesem Falle wird zudem die Diffusionskonstante D, die in der Formel (1) verwendet wird, selbst eine Funktion von x, was dann bei der Bestimmung von grad v (x) berücksichtigt werden muß.
  • Eine Anordnung zur Durchführung des Verfahrens wird gemäß der Erfindung beschrieben. Der zu untersuchende abgedunkelte Halbleiterstab 1 von einheitlichem Leitungstypus ist gemäß Fig. 1 mit seinen Enden durch zwei Elektroden 2 und 3 sperrfrei kontaktiert. Ihm wird durch eine Gleichspannungsquelle 4 über einen Vorschaltwiderstand S und einen Strommesser 6 ein elektrischer Strom zugeführt, welcher den Halbleiterstab 1 der Länge nach durchfließt. Zur Ermittlung des Spannungsabfalles längs des Halbleiterstabes dient ein Spannungsmesser 7, vorzugsweise ein statisches Voltmeter mit geringem Eigenstromverbrauch.
  • Ein aus der Strahlung eines Infrarotstrahlers oder einer Glüh- bzw. Bogenlampe ausgeblendetes, nach Durchgang durch die Sammellinse 8' paralleles Strahlenbündel wird durch die Blendenöffnung 9' eines Schirmes 9 ausgeblendet und (gegebenenfalls unter Anwendung bekannter optischer Mittel) auf eine Zone der Länge d x des Halbleiterstabes fokussiert und beispielsweise durch Verschiebung des Schirmes 9 parallel zur Achse des Halbleiterstabes 1 über dessen Oberfläche entlanggeführt. Zur Ermittlung des Spannungsabfalles V (x) wird der Schalter 10 geschlossen, so daß der durch die Gleichspannungsquelle 4 erzeugte Strom über den Halbleiterstab 1 fließt. Zunächst wird ohne Bestrahlung die Spannung V, und der Strom J, bestimmt. Dann wird das Strahlenbündel auf eine Stelle x des Halbleiterstabes, vorzugsweise an dem einen Stabende, eingestellt und der zu dieser Stelle x gehörende Wert des Spannungsabfalles V (x) und mittels der Formel (2) d R (x) ermittelt. Schließlich wird der Schalter 10 geöffnet und die Fotospannung U (x) bestimmt. Daraufhin wird die Sonde auf eine benachbarte Stelle x1 eingestellt und die bereits beschriebene Messung wiederholt. Dieses Verfahren wird über die gesamte Länge des Stabes durchgeführt. Um bei weiteren Meßreihen mit schmäleren Sonden arbeiten zu können, ist die Blende 9' des Schirmes 9 regelbar.
  • Es ist auch möglich, die Fotospannung U (x) mittels eines Oszillographen 11 zu messen. Hierbei muß jedoch die Fotospannung U (x) eine Wechselspannung sein, die am einfachsten durch eine impulsartige oder intermittierende Bestrahlung hervorgerufen wird. Zur Messung von d R (x) kann die Bestrahlung konstant oder intermittierend sein. Eine intermittierende Strahlung kann z. B. durch rasches periodisches Ein- und Ausschalten der Strahlungsquelle 8 erzeugt werden. Während der Bestimmung zweier zusammengehörender Werte U (x) und V (x) ist es notwendig, die jeweils bestrahlte Länge d (x) des Halbleiterkristalls und die Bestrahlungsstärke, bei einer intermittierenden Bestrahlung die Zeitabhängigkeit und das Maximum der Bestrahlungsstärke, unverändert beizubehalten. Es ist deshalb zweckmäßig, während der einzelnen Meßreihen mit einer unveränderten Strahlungssonde zu arbeiten.
  • In der Fig. 2 ist eine andere Schaltung, die unter Anwendung von Hochfrequenz arbeitet, dargestellt. Die stabförmige Halbleiterprobe 21 ist an ihren Enden durch Elektroden 22 und 23 kapazitiv an eine Hochfrequenzquelle 24 angeschlossen, so daß eine direkte Kontaktierung des Halbleiterkörpers und damit die Möglichkeit einer hierdurch hervorgerufenen Beeinflussung des Halbleiterstabes entfällt. Die Probe 21 ist mittels eines Schalters 25 von der Probe 21 abschaltbar. Der Oszillograph 27 mißt ohne Bestrahlung die Spannung V," an der Probe, bei Bestrahlung und geschlossenem Schalter 25 die bei Bestrahlung der Stelle x vorliegende Spannung V (x), bei geöffnetem Schalter die durch Bestrahlung erzeugte Fotospannung U (x). Bei Verwendung einer solchen Anordnung muß die Bestrahlung intermittierend, z. B. impulsartig mit genügend hoher Frequenz erfolgen, damit die entstehende Fotowechselspannung U (x) über die Koppelkapazitäten 22 und 23 übertragen wird.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Ermittlung des Gradienten einer inhomogenen Dotierungskonzentration in stabförmigen Halbleiterkristallen von einheitlichem Leitungstyp, die in axialer Richtung aus einer Schmelze gewachsen sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Halbleiterkristall in an sich bekannter Weise mit einer Strahlungssonde abgetastet und die bei den einzelnen Stellungen der Strahlungssonde zwischen den Enden des Kristalls auftretende Fotospannung gemessen und außerdem die Abweichung des bei den einzelnen Stellungen der Strahlungssonde zwischen den Enden des Kristalls gemessenen elektrischen Widerstandes von dem in gleicher Weise ohne Bestrahlung gemessenen Widerstandswert bestimmt wird und die Quotienten aus den bei den einzelnen Stellungen der Strahlungssonde gemessenen Fotospannungen und den entsprechenden Werten des Produktes aus der zugehörigen Widerstandsabweichung, dem Diffusionskoeffizienten der Majoritätsträger und dem Querschnitt des Stabes an der jeweils von der Sonde bestrahlten Stelle des Halbleiterkristalls festgestellt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fotospannung [U (.r)], die Widerstandsänderung [d R (x)] und daraus der Gradient der Dichte [v (x)] der Majoritätsladungsträger in weiteren, mit einer in sukzessive aufeinanderfolgenden Meßreihen immer schmäleren, jedoch während der Bestimmung eines Wertepaares [U (x), d R (x)] nicht veränderter Strahlungssonde so oft gemessen wird, bis die in zwei oder mehreren aufeinanderfolgenden Meßreihen an der gleichen Stelle (x) der Staboberfiäche erhaltenen Werte von grad v (x) überall keine oder nur geringe Unterschiede aufweisen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Strahlung hoher Eindringtiefe, insbesondere eine einen erheblichen Anteil Infrarotstrahlung aufweisende Strahlung verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßelektroden an den zu untersuchenden Halbleiterstab kapazitiv angekoppelt werden und die Frequenzen der für die Messung erforderlichen Wechselspannung und der intermittierenden Strahlung so hoch gewählt werden, daß die zu messenden Spannungen kapazitiv auf den Spannungsmesser, insbesondere einem Oszillographen, übertragen werden. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 790 952; »Zeitschrift für angewandte Physik«, Bd.XI, 1959, H. 9, S. 351/352.
DES66848A 1960-01-29 1960-01-29 Verfahren zur Ermittlung des Gradienten einer inhomogenen Dotierungskonzentration in stabfoermigen Halbleiterkristallen von einheitlichem Leitungstyp Pending DE1133475B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1225768B (de) * 1962-04-28 1966-09-29 Itt Ind Ges Mit Beschraenkter Verfahren zum eindimensionalen Bestimmen von Diffusionsprofilen in Halbleiterkoerpern

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2790952A (en) * 1953-05-18 1957-04-30 Bell Telephone Labor Inc Method of optically testing semiconductor junctions

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