DE1133142B - Einlauftrichter fuer Waagen - Google Patents
Einlauftrichter fuer WaagenInfo
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Description
- Einlauftrichter für Waagen Die Erfindung betrifft einen Einlauftrichter für Waagen zum automatischen Abwiegen von vorzugsweise kleinkörnigem Schüttgut, insbesondere für automatische Absack- und Registrierwaagen, mit einer den Grobstrom steuernden Verschlußklappe und einer in dieser angeordneten, durch eine Abschlußwand verschließbaren Feinstromöffnung.
- Um bei automatischen Absack- und Registrierwaagen auch bei unregelmäßigem Materialzufluß genaue Wägungen zu erhalten, ist es bekannt, den Einlauftrichter der Waage mit einem oder mehreren Vorratsräumen zu versehen. Während durch einen Hauptraum des Trichters die Grobzuführung stattfindet, dienen die Vorratsräume zur Ansammlung der für den Feinstrom erforderlichen Schüttgutmenge.
- Diese Aufteilung des Einlauftrichters in mehrere Räume ist jedoch kompliziert und aufwendig. Außerdem werden beim Abwägen von ungereinigtem Getreide, z. B. von Mähdreschgetreide mit viel Unrat, die den Feinstrom speisenden Vorratsräume häufig verstopfen, so daß wiederum ungenaue Wägungen und Betriebsstörungen die Folge sind. Auch läßt sich bei diesen Einrichtungen nur ein kleiner Teil des Einlauftrichters zur Vorratsbildung des Wiegegutes für den Feinstrom verwenden.
- Es ist ferner ein Einlauftrichter bekannt, bei dem die den Grobstrom steuernde Verschlußklappe mit einer Feinstromöffnung versehen ist, die von einem unter und außerhalb des Trichterraumes angeordneten Abschluß organ bei Beendigung des Wiegevorganges verschlossen wird. Zur Bildung des für den Feinstrom notwendigen Vorrates ist im Trichterraum eine Trennwand gelagert, die einen entsprechenden Vorratsraum abteilt. Dieser Vorratsraum wird beim Einschwenken der Verschlußklappe für die Feinstromzuführung zwangläufig geöffnet. Abgesehen davon, daß auch hier eine Aufteilung des Trichters in mehrere Räume stattfindet, erfolgt die Vorratsbildung auch nicht in Abhängigkeit von der tatsächlich vorhandenen Menge, so daß keine Gewähr für eine ungestörte Feinstromzuführung gegeben ist. Vor allem bei fahrbaren, mit Einlauftrichtern verbundenen Waagen besteht so die Gefahr einer nicht ausreichenden Füllung des Vorratsraumes, wenn die Waage nicht genau unter dem Vorratsbunker zum Stehen kommt.
- An sich sind in Abhängigkeit von der Vorratsmenge gesteuerte Einrichtungen, die den Feinstrom nur dann einleiten, wenn eine für den Feinstrom ausreichende Schüttgutmenge vorhanden ist, bekannt. Bei einer bekannten Vorrichtung steuert eine im Trichter gelagerte und mit einem Einstellgewicht belastete Stauklappe ein die Feinstromzuführung besorgendes Förderrad.
- Schließlich ist es auch bekannt, an Wiegegefäßen eine Trichterwand ausschwenkbar zu machen, um das Auslaufen von sperrigem Gut zu erleichtern. Aufgabe und Konstruktion dieser Einrichtungen sind jedoch mit der vorliegenden Aufgabenstellung nicht zu vergleichen.
- Aufgabe der Erfindung ist es nämlich, einen Einlauftrichter für Schüttgüter zu schaffen, der ohne Vorratsraum und mit einer vom Schüttgutvorrat gesteuerten Feinstromzuführung arbeitet. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß erfindungsgemäß die Abschlußwand aus einer in den Trichterfüllraum einschwenkbaren, auf den Wiegevorrat im Einlauftrichter direkt ansprechenden Schwenkwand besteht, welche die Feinstromöffnung in an sich bekannter Weise nur dann freigibt, wenn eine vorbestimmte Schüttgutmenge vorhanden ist.
- Vorzugsweise ist die Abschlußwand als Teil einer Trichterwand ausgebildet, die zum seitlichen Abschluß beim Einschwenken in den Trichter mit sektorförmigen Seitenwänden versehen ist.
- Um die Abschlußwand in die Schließstellung zu bringen, können verschiedenartige Kraftspeicher vorgesehen sein. Eine einfache Art sieht beispielsweise ein Gegengewicht oder eine Federkraft vor. Um das Gegengewicht klein zu halten und um einen günstigen Kippwinkel für die Abschlußwand zu erreichen, kann das Gegengewicht auch auf einem Übersetzungshebel gelagert sein.
- Es ist ferner vorteilhaft, eine über die Abschlußwand verschiebbare Abdeckplatse vorzusehen, um die Auflastfläche der Wand zu verändern.
- Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel erläutert. In den Zeichnungen stellt dar Fig. 1 einen Querschnitt durch den Trichter bei Grobwägung nach Linie I-I der Fig. 2, Fig. 2 eine Draufsicht hierzu, Fig. 3 diesen Trichter in der Verschlußstellung, Fig. 4 diesen Trichter bei der Feinstromzuführung, Fig. 5 eine vergrößerte Teilansicht eines weiteren Gegengewichtes.
- In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist an einem Trichter 1 eine Verschlußklappe 2 angeordnet, die für den Feinstrom in den Auslauf des Trichters hineinschwenkt und diesen bis auf eine Feinstromöffnung 10 (Fig. 4) abschließt. Zum Abschluß dieser Feinstromöffnung ist ein Teil der Trichterwand als eine um ein Drehlager 11 verschwenkbare Schwenkwand 3 ausgebildet, deren Breite mindestens der Breite der Feinstromöffnung 10 entspricht. In der Ausgangs-bzw. Offenstellung fluchtet diese Schwenkwand genau mit der angrenzenden Trichterwand. Diese Schwenkwand ist mit einem Gegengewicht 5 in Richtung Schließstellung belastet. Zur Einstellung der Schwenkwand in der Offenstellung ist eine Regulierschraube 4 vorgesehen. In diese Offenstellung wird die Schwenkwand 3 entgegen dem Gegengewicht durch das aufliegende Schüttgut gedrückt. Um diesen Auflastdruck veränderbar zu machen, ist eine über der Schwenkwand verschiebbare Abdeckplatte 6 vorgesehen, die je nach ihrer Einstellung mehr oder weniger Auflastdruck von der Schwenkwand wegnimmt. Das Gegengewicht 5 ist auf seinem Traghebel zum Verändern der Belastung verschiebbar angeordnet. Der Gegengewichtshebel ist vorzugsweise so ausgebildet, daß das Gegengewicht innerhalb des Schwenkbereiches seinen Kippunkt überschreitet, so daß dadurch ein rasches und schlagartiges Öffnen bzw. Schließen der Klappwand erreicht wird. In Fig. 5 ist eine derartige Gegengewichtslagerung dargestellt, wonach an der Schwenkwand 3 ein etwa hierzu senkrecht stehender Hebelarm 15 befestigt ist, über dessen Ende eine Drehachse 16 eines Gegengewichtes 5' derart gelagert ist, daß das Ende des Gewichtsteiles 17 mittels einer Stellschraube 18 im Abstand vom Hebelarmende einstellbar ist, wodurch die Kipplage und auch die Gewichtsbelastung veränderbar sind.
- Die Schwenkwand selbst weist U-förmigen Querschnitt auf. Die die U-Schenkel bildenden Seitenwände 12 sind sektorförmig, um beim Einschwenken der Schwenkwand in den Trichter auch einen seitlichen Abschluß zu gewährleisten.
- An Stelle des Gegengewichtes kann selbstverständlich auch eine andere Gegenkraft, z. B. eine Zug- oder Druckfeder, vorgesehen sein. Die Betätigung dieser Schwenkwand kann ferner auch elektrisch erfolgen, beispielsweise in Abhängigkeit von der Schütthöhe im Trichter, auf die ein an sich bekannter Bunkerstandsanzeiger mit seinem Kontaktfühler eingestellt ist und über einen Elektromagneten die Schwenkwand steuert (nicht gezeichnet).
- Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel mit einer Schwenkwand als Teil einer Trichterwand können selbstverständlich noch verschiedene Änderungen vorgenommen werden. So kann z. B. eine ganze Trichter-Seitenwand als Schwenkwand ausgebildet sein, oder es können auch die beiden Stirnwände des Trichters diese Schwenkwand aufweisen. Schließlich besteht auch die Möglichkeit, mehrere Schwenkwände, auch ineinandergelagerte Schwenkwände, vorzusehen, die auf verschiedene Auflastdrücke ansprechen, um dadurch abgestufte Auslauföffnungen zu schaffen.
Claims (11)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Einlauftrichter für Waagen zum automatischen Abwiegen von vorzugsweise kleinkörnigem Schüttgut, insbesondere für automatische Absack-und Registrierwaagen, mit einer den Grobstrom steuernden Verschlußklappe und einer in dieser angeordneten, durch eine Abschlußwand verschließbare Feinstromöffnung, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschlußwand aus einer in den Trichterfüllraum einschwenkbaren, auf den Wiegevorrat im Einlauftrichter direkt ansprechenden Schwenkwand (3) besteht, welche die Feinstromöffnung in an sich bekannter Weise nur dann freigibt, wenn eine vorbestimmte Schüttgutmenge vorhanden ist.
- 2. Einlauftrichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkwand (3) in an sich bekannter Weise in Schließrichtung der Feinstromöffnung vorbelastet ist.
- 3. Einlauftrichter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Vorbelastung ein Gegengewicht (5, 5') vorgesehen ist.
- 4. Einlauftrichter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegengewicht (5') auf einem Übersetzungshebel (15) angeordnet ist.
- 5. Einlauftrichter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Vorbelastung eine Feder angeordnet ist.
- 6. Einlauftrichter nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkwand (3) in bekannter Weise Teil einer Trichterwand ist.
- 7. Einlauftrichter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkwand (3), im Querschnitt U-förmig, mit sektorförmigen Seitenwänden (12) ausgebildet ist.
- 8. Einlauftrichter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß über der Schwenkwand (3) ein verschiebbares Abdeckblech (6) zum Verändern des Auflastdruckes angeordnet ist.
- 9. Einlauftrichter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkwand (3) in ihrer Ausgangsstellung mit den angrenzenden Trichterwänden fluchtet.
- 10. Einlauftrichter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Schwenkwände, auch mit unterschiedlicher Ansprechempfindlichkeit, angeordnet sind.
- 11. Einlauftrichter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkwand (3) von einem Bunkerstandsanzeiger steuerbar ist.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 277 551, 656 896, 735 285, 746 387, 873 906; französische Patentschrift Nr. 658 008; USA.-Patentschrift Nr. 2 890 013.
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| DE1133142B true DE1133142B (de) | 1962-07-12 |
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Family Applications (1)
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1960
- 1960-01-27 DE DES70042A patent/DE1133142B/de active Pending
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