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Dehnbares Gliederband Die Erfindung bezieht sich auf ein dehnbares
Gliederband für Schmuck- und Gebrauchszwecke, insbesondere Uhrarmband, aus zwei
übereinander und in Bandlängsrichtung um eine halbe Gliedbreite versetzt zueinander
angeordneten Lagen von Hülsengliedem und auch als Federelemente dienenden Verbindungsbügeln,
bei dem jedes Glied der einen Lage mit zwei benachbarten Gliedern der anderen Lage
durch zwei im wesentlichen ebene und im Umriß rechteckige, an einer Längsseite unterbrochene
Verbindungsbügel gelenkig verbunden ist, von denen jeder aus einem das Hülsenglied
der einen Lage durchsetzenden, durchgehenden Schenkel, zwei in den Bandlängskanten
angeordneten, von dem Hülsenglied der einen Lage zu dem versetzt angeordneten Glied
der anderen Lage reichenden Bügelrücken und zwei von entgegengesetzten Seiten her
in das gleiche Hülsenglied der anderen Lage hineinreichenden kurzen Schenkeln
be-
steht, und bei dem die Verbindungsbügel beim Dehnen oder Biegen des Bandes
gegen Federwirkung schwenkbar sind.
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Bei diesen bekannten Gliederbändern sind mindestens in den Gliedern
der einen Lage entweder Blattfedern angeordnet, die von den in das Hülsenglied hineinragenden
kurzen Schenkeln der Verbindungsbügel beim Dehnen des Bandes gespannt werden, wozu
diese kurzen Schenkel etwa rechteckigen Querschnitt aufweisen, so daß sie bei ihrer
Drehung infolge der Schwenkbewegung der Bügel beim Dehnen des Bandes mehr Platz
zwischen der Gliedwand und dem Blattfederende einnehmen, von dem sie auch im ungedehnten
Zustand federnd gegen die Gliedwand gedrückt werden, oder aber es werden Torsionsfedern
verwendet, deren eines Ende mit einem der kurzen Schenkel drehfest verbunden ist,
während das andere Ende gegen Drehung festgehalten oder mit einem diagonal gegenüberliegenden
kurzen Schenkel des anderen Verbindungsbügels ebenfalls drehfest verbunden ist,
so daß auch hier beim Dehnen des Bandes durch die gespannten Federn ein Rückdrehmoment
auf die Bügel ausgeübt wird, wodurch sich das Band wieder zusammenzuziehen trachtet.
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Die Erfindung betrifft eine besonders zweckmäßige Ausbildung der Federn
und Bügel, die in den hülsenförmigen Gliedern mindestens einer Lage angeordnet sind,
wodurch sich eine beträchtliche Vereinfachung in der Herstellung des Bandes ergibt.
Gegenüber den bekannten Bändern dieser Art mit Blattfedern ist es bei dem neuen
Gliederband möglich, es so weit zu dehnen, daß die Glieder der einen Lage zwischen
die Glieder der anderen Lage eintreten und damit nahezu in der gleichen Ebene wie
diese liegen, wenn das Band vollständig gedehnt ist. Dies war bisher bei diesen
Bändern nur möglich, wenn in den Gliedern Torsionsfedern angeordnet wurden, z. B.
gewickelte Schraubenfedern. Diese Schraubenfedern, die aus verhältnismäßig dünnem
Federstahldraht hergestellt werden, sind aber korrosionsanfällig und neigen zum
Erlahmen und zum Bruch nach längerem Gebrauch, selbst dann, wenn sie aus bestem
rostfreiem Stahl hergestellt werden, weil ihre Oberfläche im Verhältnis zum Federgewicht
sehr groß ist, womit Angriffspunkte für korrodierende Einflüsse geschaffen sind.
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Bei einem weiter bekannten doppellagigen Ziehffliederband dienen die
aus Federdraht mit rundem Querschnitt gebogenen Verbindungsbügel auch als Federelemente
und sind im wesentlichen auf Biegung beansprucht. Bei diesem bekannten Zichgliederband
müssen die Hülsen jedoch, um ein Einsetzen der federnden Verbindungselemente zu
ermöglichen, besonders geformt sein und einen Mittellängsschlitz mit zwei Querschlitzen
erhalten. Die Form dieser Hülsenglieder ist selbstverständlich nicht so einfach
herstellbar wie im wesentlichen rohr- oder kastenförmige Hülsenglieder, bei denen
die beiden Stirnseiten offengelassen werden können und die Verbindungsbügel in
g
diese Hülsenglieder von der Stirnseite aus eingreifen. Durch die Erfindung
wird die Aufgabe gelöst, ein besonders weit dehnbares und in seiner Dicke senkrecht
zum Armumfang möglichst niedriges Band zu schaffen, bei dem die Federn nicht als
korrosionsanfällige Schraubenfedem ausgebildet sind, so daß der Nachteil dieser
bekannten Federn entfällt. Weiterhin soll die Herstellung des Bandes und seiner
Einzelteile, insbesondere der Federn und Bügel, vereinfacht und
durch
eine neue Lösung der als Federelemente dienenden Verbindungsbügel verbilligt werden.
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Daneben ist wie bei den bereits bekannten Bändern die Forderung gestellt,
daß das Band an jeder beliebigen Stelle auseinandergenommen werden kann, um Glieder
einfügen oder herausnehmen zu können.
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Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt erfindungsgemäß dadurch,
daß wenigstens einer der Schenkel des Verbindungsbügels aus der parallelen Lage
zu den in einer Ebene liegenden BügeHängsseiten herausgebogen ist, wobei der so
herausgebogene Schenkel zwischen den übereinanderliegenden Wänden des Hülsengliede#
senkrecht zur Dehnungsrichtung unter federnder Vorspannung gehalten und bei einer
Schwenkbewegung des Bügels durch die ihn haltenden Wände des Hülsengliedes elastisch
in eine von seiner Ausgangslage abweichende Lage bringbar ist, in der von diesem
Schenkel infolge seiner Eigenfederung ein Rückdrehmoment auf den Bügel ausgeübt
wird.
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Eine erste Ausführungsform, eines selbstfedemden Verbindungsbügels
nach der Erfindung ergibt sich, wenn wenigstens einer der beiden kurzen Bügelschenkel
des in an sich bekannter Weise aus im Querschnitt rundem Federdraht hergestellten
Verbindungsbügels ein Verlängerungsstück aufweist, das nach einer Seite aus der
Ebene des Verbindungsbügels herausgebogen und in Richtung auf den den beiden kurzen
Bügelschenkeln gegenüberliegenden durchgehenden Schenkel des Verbindungsbügels abgebogen
ist.
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Durch die Verwendung eines runden Federdrahtes als Federelement- ist
die Feder gegen Korrosionseinflüsse weitgehend geschützt, so daß mit einem Bruch
oder einem Erlahmen der Feder auch nach längerem Gebrauch und unter ungünstigen
Bedingungen (hohe Luftfeuchtigkeit, Schweißabsonderung u. dgl.) nicht gerechnet
züi werden braucht.
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Wird ein solcher Verbindungsbügel, der zugleich das Federelement darstellt,
in ein Hülsenglied eingesetzt, dann wird zunächst das freie Ende des Verlängerungsstückes
des einen kurzen Schenkels vom durchgehenden Schenkel des Verbindungsbügels weg
zurückgebogen, so daß die Feder bereits hierdurch eine Vorspannung erhält. Weil
das Ende des Verläng 01 erungsstückes außerhalb der Ebene des übrigen Verbindungsbügels
an einer Wand des Hülsengliedes abgestützt ist, erzeugt die Federwirkung ein Drehmoment
auf den Bügel. Wird nun das Verlängerungsstück des kurzen Schenkels, dessen freies
Ende zwischen den Wänden des Hülsengliedes festgehalten ist, durch die Schwenkbewegung
der Bügel beim, Dehnen des Bandes aus seiner Ausgangslage herausgebracht, dann erhöht
sich seine Federkraft, und es ergibt sich dadurch bei Banddehnung ein steigendes
Rückdrehmoment.
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Die erfindungsgemäße Ausbildung des Bügels, der mit der Feder ein
Stück bildet, hat beträchtliche fabrikatorische Vorteile, die um so mehr ins Gewicht
fallen, als diese Bügal auf automatischen Maschinen in großen Mengen hergestellt
werden. Die Verbindungsbügel einschließlich des Verlängerungsstückes des einen kurzen
Schenkels sind zweckmäßigerweise im Bereich der die kurzen Schenkel und den durchgehenden
Schenkel verbindenden Bügelrücken abgeflacht, denn diese Bügelrücken sind in den
Bandlängskanten sichtbar und gleiten längs der Stimflächen der Hülsenglieder.
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Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, das freie Ende des Verlängerüngsstückes
des einen kurzen Schenkels um einen Drahtdurchmesser aus der Bügelebene herauszubiegen,
so daß es das Ende des gegenüberliegenden kurzen Schenkels überragt, so daß dieses
Ende niemals in die Bügelebene zurückgedrückt 5 werden kann. Weiterhin ist
es vorteilhaft, die in Bandlängsrich#tung gemessene lichte Weite der die Verlängerungsstücke
enthaltenden Hülsenglieder so groß zu machen, daß sie drei Drahtdurchmessern entspricht,
zuzüglich eines für die Bewegung erforderlichen Spielraumes, während die lichte
Höhe der Hülsenglieder beider Lagen nur einem Drahtdurchmesser entspricht, so daß
die kurzen Schenkel und der durchgehende Schenkel des Verbindungsbügels in den Hülsengliedem
beider Lagen gerade frei drehbar sind.
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Dadurch, daß die lichte Weite der Hülsenglieder der einen Lage nur
geringfügig größer ist als drei Drahtdurchmesser, liegt das freie Ende des Verlängerungsstückes
zwischen dem gegenüberliegenden kurzen Schenkel desselben Verbindungsbügels und
dem diagonal gegenüberliegenden kurzen Schenkel des zweiten Verbindungsbügels, der
seinerseits ein Verlängerungsstück aufweist. Hierdurch sind die freien Enden der
parallel nebeneinanderliegenden und sich von verschiedenen Seiten her schräg durch
das Hülsenglied hindurch erstreckenden Verlängerungsstücke jeweils zwischen zwei
benachbarten kurzen Schenkeln sicher geführt.
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Eine zweite und dritte Ausfüh#ungsforrn ergibt sich dadurch, daß der
durchgehende Schenkel des Verbindungsbügels einen flachen V-förrnigen Knick aufweist,
so daß der Scheitel dieses Schenkels außerhalb der Verbindungslinie zwischen den
Enden dieses Schenkels liegt.
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Die eine Möglichkeit zur konstruktiven Durchbildung besteht darin,
daß der aus Federdraht mit rechteckigem Querschnitt bestehende durchgehende Schenkel
blattfederartig in der Ebene des Bügels V-förmig in Richtung auf die beiden kurzen
Schenkel eingebogen ist.
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Zweckmäßigerweise wird man bei dieser zweiten Ausführungsform den
ganzen Bügel aus Federdraht mit rechteckigem Querschnitt herstellen und muß dann
auch die, kurzen Schenkel in Richtung auf den durchgehenden Schenkel aufbiegen,
damit im zusammengezogenen Zustand des Bandes die Hülsenglieder, in welche die kurzen
Schenkel hineinragen, unter Vorspannung gehalten werden.
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Die andere Möglichkeit besteht darin, daß der durchgehende Schenkel
aus der Ebene des Verbindungsbügels V-förmig nicht nur in Richtung auf die kurzen
Schenkel abgebogen, sondern auch seitlich herausgebogen ist und mit Vorspannung
zwischen der inneren und äußeren Wand des in seiner lichten Höhe dem Drahtdurchmesser
entsprechenden Hülsengliedes gehalten ist.
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In diesem Falle brauchen also die Hülsenglieder nur eine lichte Höhe
zu haben, die dem verwendeten Drahtdurchmesser für den Bügel entspricht. Das Band
wird dadurch sehr flach. Man kann bei dieser dritten Ausführungsforin auch sehr
leicht die Aus- und Einhängbarkeit der Bügel bewerkstelligen, wenn man die Hülsenglieder,
in welche die kurzen Bügelschenkel hineinragen, an ihrer Innenwand mit zwei Einschnitten
versieht. Im übrigen kann man bei dieser Ausführungsforrn die Hülsenglieder aus
Blechstanzstücken zusammenbiegen, also einstückig ausbilden, weil für die Verkürzungs-
und Verlängerungsmöglichkeit die genannten Einhängeschlitze genügen. Man muß aber
die
mögliche Dehnung des Bandes beschränken, was in einfacher Weise dadurch geschehen
kann, daß die äußeren Wände der Hülsenglieder die Bügelrücken überragen und mit
umgelegten Lappen übergreifen und daß die Querseitenwände der Hülsenglieder wenigstens
einer Lage im Schwenkbereich der Bügelrücken Ausschnitte aufweisen, durch deren
Tiefe der Schwenkwinkel der Verbindungsbügel begrenzt ist.
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Beim zweiten und dritten Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens,
also sowohl beim V-förmig in der Ebene des Bügels einwärts geknickten Bügelschenkel
mit rechteckigem Querschnitt als auch bei dem V-förmig aus der Bügelebene herausgeknickten
runden Bügelschenkel werden diese Ausknickungen beim Dehnen des Bandes infolge der
Drehung der durchgehenden Schenkel relativ zu den Hülsengliedem flachgedrückt. Beim
Flachdrahtbügel greift die Rückstellkraft exzentrisch zur Mittelebene des Bügels
an, weil der rechteckige Bügelquerschnitt mit seinen diagonal einander gegenüberliegenden
Kanten an den beiden gegenüberliegendenWänden der Hülsenglieder abgestützt ist.
Die maximale Dehnung des Bandes bzw. Drehung der Bügelschenkel ergibt sich in diesem
Falle dadurch, daß nach Flachdrücken des V-förmigen Knickes der im Querschnitt rechteckige
Bügel durch die beiden gegenüberliegenden Wände an weiterer Drehung gehindert wird.
Bei dem Runddrahtbügel mit V-förrniger seitlicher Ausknickung tritt ebenfalls ein
Flachdrücken der V-Form bis zur Strecklage ein, die nach einer Schwenkung des Bügels
um 901 erreicht ist. Auch hier wirkt die Eigenfederkraft des Bügels exzentrisch
zur Bügelebene und bewirkt das Rückdrehmoment. Man muß aber durch die oben angegebene
Maßnahme den Schwenkwinkel der Bügel auf weniger als 901 beschränken, weil
das Rückdrehmoment bei einer Schwenkung um 90' zu Null wird und bei einer
Schwenkbewegung über 901 sogar negativ würde.
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Um die Verbindungsbügel beim ersten und zweiten Ausführungsbeispiel
mit ihren kurzen Schenkeln in einfacher Weise in die Hülsenglieder einhängen zu
können, um das Band an jeder beliebigen Stelle ohne Verwendung von Spezialwerkzeugen
auseinandernehmen zu können, setzen sich zweckmäßigerweise die Hülsenglieder einer
Lage in bekannter Weise aus im Querschnitt etwa rechteckigen Hülsen mit einem sich
quer zur Dehnungsrichtung des Bandes erstreckenden Schlitz, durch den die kurzen
Schenkel der Verbindungsbügel in die Hülse einführbar sind, und aus einer in die
Hülse eingeschobenen Bodenplatte oder U-Schiene, die den Schlitz in der Hülse abdeckt,
zusammen. Die in die Hülsen wenigstens einer Gliedlage eingeschobenen Bodenplatten
oder U-Schienen erhalten zweckmäßigerweise an den Stirnseiten je eine als
Begrenzungsanschlag für die Schwenkbewegung C el der Bügel dienende Zunge. Selbstverständlich
kann man in gleicher Weise auch die Glieder der anderen Lage zweiteilig ausbilden
und auch beim dritten Ausführun-sbeispiel zweiteilige Glieder verwenden.
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Man kann in bekannter Weise die stimseitigen öffnungen der Hülsenglieder
und die Bügelrücken durch von einer Hülsengliedwand ausgehende abgebogene Lappen
abdecken, um die Bandlängskante abzurunden und die Bügelrücken der Sicht zu entziehen.
Ebenso kann man in bekannter Weise die Hülsenglieder der unteren Lage
- in Bandlängsrichtung gemessen - schmäler halten als die obere Lage,
so daß im zusammengezogenen Zustand des Bandes zwischen den Hülsengliedem der unteren
Lage Lücken verbleiben, wodurch das Einklemmen von Haaren beim überstreifen des
Bandes vermieden wird.
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Weiterhin kann man in bekannter Weise die Glieder der oberen Lage
durch Zierschalen abdecken, welche gleichzeitig auch die stimseitigen Hülsengliedöffnungen
und die Bügelrücken überdecken können.
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Die Höhe der Bügelrücken wird bei allen drei Ausführungsbeispielen
so bemessen, daß die Glieder der oberen Lage beim Dehnen des Bandes an den Gliedem
der unteren Lage vorbeigleiten und in die sich zwischen je zwei Gliedern
der unteren Lage bildende Lücke eintreten können, so daß das Band in eine Strecklage
gebracht werden kann, in der die Glieder der oberen Lage zwischen den Gliedern der
unteren Lage und nüt diesen nahezu in einer Ebene liegen.
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In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform
eines Bandstücks im zusammengezogenen Zustand, Fig. 2 eine Seitenansicht des Bandstücks
nach Fig. 1 in gedehntem Zustand Fig. 3 einen Längsschnitt nach der
Linie III-Ill in Fig. 7 durch ein Glied der oberen Lage und ein benachbartes
Glied der unteren Lage im zusammengezogenen Zustand und in vergrößerter Darstellung,
Fig. 4 einen der Fig. 3 entsprechenden Längsschnitt durch ein Glied der oberen
Lage und ein Nachbar-glied, der unteren Lage im gedehnten Zustand des Bandes
und in vergrößerter Darstellung, Fig. 5 eine schaubildliche Darstellung einiger
Glieder der ersten Ausführungsform des Bandkörpers, teilweise geschnitten, Fig.
6 eine den Fig. 1 und 2 entsprechende Darstellung, jedoch bei völlig
gedehntem Band, Fig. 7 einige Bandglieder teilweise in Draufsicht, teilweise
im Horizontalschnitt gemäß der Linie VII-VII der Fig. 1,
Fig. 8 eine
schaubildliche Darstellung des Verbindungsbügels, Fig. 9 eine schaubildliche
Darstellung des Verbindungsbügels in einem Hülsenglied in geschwenkter Lage, Fig.
10 einen Schnitt nach der Linie X-X der Fig. 8,
Fig. 11 eine
Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform eines Bandstücks im zusammengezogenen
Zustand, Fig. 12 eine Seitenansicht des gleichen Bandstücks im gedehnten Zustand,
Fig. 13 eine perspektivische Darstellung der zweiten Ausführungsform, teilweise
in geschnittener Darstellung, Fig. 14 einen Verbindungsbügel in schaubildlicher
Darstellung, wie er bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. li Verwendung findet,
Fig. 15 eine geänderte Ausführung eines Verbindungsbügels in schaubildlicher
Darstellung, Fig. 16 einen Schnitt nach der Linie XVI-XVI der Fig.
11,
Fig. 17 einen Schnitt nach der Linie XVII-XVII der Fig. 12, Fig.
18 eine Seitenansicht einer dritten Ausführungsform eines Bandstücks im zusammengezogenen
Zustand, teilweise aufgebrochen, Fig. 19 eine Seitenansicht des Bandstücks
nach Fig. 18 im gedehnten Zustand,
Fig. 20 eine perspektivische
Darstellung des dritten Ausführungsbeispiels, teilweise geschnitten, Fig. 21 den
beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 18
verwendeten Verbindungsbügel in schaubildlicher
Darstellung, Fig. 22 eine Draufsicht auf den Bügel nach Fig. 21, Fig.
23 einen Schnitt nach der Linie XXIII-XXIII der Fig. 18 und Fig. 24
einen Schnitt nach der Linie XXIV-XXIV der Fig. 19.
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Bei der ersten Ausführungsform nach Fig. 1 bis 10
besteht
das Gliederband aus Hülsengliedem 10 der oberen Lage und Hülsengliedern 20
der unteren Lage. Wie sich am besten aus Fig. 3 und 4 ergibt, sind sowohl
die Hülsenglieder 10 der oberen als auch die Hülsenglieder 20 der unteren
Lage zweiteilig ausgebildet, und zwar bestehen sie aus einer Hülse 11 bzw.
21 mit etwa rechteckigem Querschnitt und einem verhältnismäßig breiten Schlitz auf
der Innenseite. In diese Hülsen sind U-Schienen 12 bzw. 22 eingeschoben, welche
mit ihrem Mitte-Iteil den Schlitz abdecken. Die Mittelteile der in die Hülsen
11 der Glieder 10 der oberen Lage eingeschobenen U-Schienen 12 weisen
an ihren Stirnseiten Zungen 13 auf, die als Begrenzungsanschlag für die Schwenkbewegung
der Verbindungsbügel dienen.
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Die Verbindungsbügel 30 (Fig. 8) bestehen aus rundem
Federdraht und sind zu einem rechteckigen Bügel zusammengebogen, der einen durchgehenden
Schenkel 31, zwei abgeflachte Bügelrücken 32 und zwei kurze Schenkel
33 und 34 besitzt, wobei der kurze Schenkel 34 ein Verlängerungsstück
35 aufweist. Dieses Verlängerungsstück 35 ist so lang bemessen, daß
sein freies Ende 36 über den gegenüberliegenden kurzen Schenkel
33 herausragL Das Verlän,o",erungsstück 35 ist, wie aus Fig.
7 und 10 am besten ersichtlich, aus der Ebene des Verbindungsbügels
30 nach einer Seite hin um etwa einen Drahtdurchmesser herausgebogen und
außerdem in Richtung auf den den beiden kurzen Schenkeln 33 und 34 nüberliegenden,
durchgehenden Schenkel 31 abgebogen.
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Die Glieder 10 der oberen Lage nehmen die durchgehenden Schenkel
31 zweier Verbindungsbügel auf, während die kurzen Schenkel 33 und
34, letztere mit dem Verlängerungsstück 35, von den Gliedern 20 der unteren
Lage aufgenommen werden. Die lichte Höhe sowohl der Glieder 10 der oberen
Lage als auch der Glieder 20 der unteren Lage entspricht dem Durchmesser des den
Verbindungsbügel 30 bildenden Federdrahtes, so daß der durchgehende Schenkel
31 und die kurzen Schenkel 33 und 34 in den Gliedern beider La,-en
drehbar sind. Im eingebauten Zustand wird die in Richtung auf den durchgehenden
Schenkel 31 abgebogene Verlängerung 35 des kurzen Schenkels 34 so
weit in Richtung auf den kurzen Schenkel 33 zurückgedrückt, daß das freie
Ende 36 auf gleicher Höhe wie der kurze Schenkel 33, aber neben diesem
im Hülsenglied 20 der unteren Lage liegt und sich gegen den Mittelteil der in dieses
Glied eingeschobenen U-Schiene 22 federnd abstützt. In Fig. 8 ist diese Lage
gestrichelt eingezeichnet. In Fig. 10 ist das freie Ende 36 des Verlängerungsstückes
35 in der entspannten Lage gestrichelt eingezeichnet und mit 36 bezeichnet.
In der gespannten Lage nach dem Einsetzen der Verbindungsbügel in die Glieder der
unteren Lage nimmt Jas freie Ende 36 die in Fig. 10 ausgezogene und
mit 36a bezeichnete Stellung ein. Wie aus Fig. 7 ersichtlich, sind die beiden
Bügel, die mit ihren kurzen Schenkeln 33 und 34 und den Verlängerungsstücken
35 in ein Hülsenglied 20 der unteren Lage eingreifen, darin abwechselnd um
180' gedreht angeordnet, so daß sich das Verlängerungsstück 351 des
einen Bügels von der einen Bandlängsseite in Richtung auf die andere zu erstreckt,
während sich das Verlängerungsstück 352 seinerseits von dieser anderen Bandlängsseite
zur erstgenannten erstreckt. Die Enden 36 dieser Verlängerungsstücke liegen
dabei jeweils zwischen einem kurzen Schenkel 33 des einen Bügels und
dem
Verlängerungsstück 35 des kurzen Schenkels 34 des anderen Bügels.
Die lichte Weite der Glieder 20 der unteren Lage beträgt etwa drei Drahtdurchmesser,
so daß die kurzen Schenkel 33 und 34 und das zwischen ihnen liegende Ende
36 des Verlängerungsstückes 35
die lichte Weite des Hülsengliedes gerade
ausfüllen. Dadurch ist das freie Ende 36 zwischen den beiden kurzen Schenkeln
33 und 34 geführt, kann also seinen Platz nicht verlassen, wenn das Band
gedehnt wird. Bei der Dehnung des Bandes stellen sich die Rücken 32 der Verbindungsbügel
30 schräg, wie aus Fig. 2 ersichtlich, die durchgehenden Schenkel
31 und die kurzen Schenkel 33 und 34 drehen sich also relativ zu den
Hülsengliedern 10 und 20. Das Ende 36 des Verlängerungsstückes
35 muß, wie oben beschrieben, seinen Platz zwischen den beiden kurzen Schenkeln
33 und 34 auch beim Dehnen des Bandes behalten. Es wandert also relativ zum
sich drehenden kurzen Schenkel 33 um diesen herum, wie dies in Fig.
9 und 10 dargestellt ist. Das freie Ende 36 des Verlängerungsstücks
35 nimmt die in Fig. 10 mit 36 b bezeichnete Lage ein, wenn
die Verbindungsbügel 30 um 900 geschwenkt worden sind, was einer Strecklage
nach Fig. 6 entspricht.
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Da das freie Ende 36 des Verlängerungsstückes 35
im eingebauten
Zustand beim zusammengezogenen Band bereits aus der Lage 36 in Fig.
10 in die Lage 36a gebracht worden ist, ist eine Federkraft auf den Verbindungsbügel
wirksam. Diese Federkraft äußert sich als Drehmoment, weil die Abstützkraft außerhalb
der Ebene des Bügels 30 liegt. Diese Abstützkraft und damit auch das Rückdrehmoment
vergrößern sich noch beim Dehnen des Bandes, wenn das freie Ende des Verlängerungsstückes
35 aus der Lage 36 a in g C
Fig. 10 in die Lage
36 b geführt wird, infolge einer Schwenkung des Verbindungsbügels. Das Verlängerungsstück
35 an jedem Bügel 30 sorgt also dafür, daß sich das Band infolge des
auf den Bügel wirkenden Rückdrehmomentes immer wieder zusammenzuziehen trachtet
und daß auch im vollständig zusammengezogenen Zustand immer noch eine Federkraft
wirksam ist, welche dafür sorgt, daß sich die Hülsenglieder 10 der oberen
Lage dicht und federnd aneinanderlegen.
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Bei der zweiten Ausführungsform nach Fig. 11 bis
17 besteht das dehnbare Gliederband aus Hülsengliedem 40 der oberen Lage
und Hülsengliedem 50 der unteren Lage. Wie am besten Fig. 13 zeigt,
sind die Hülsenglieder 40 und 50 beider Lagen wieder zweiteilig ausgebildet.
Sie setzen sich je aus einer Hülse 41 bzw. 51 mit einem verhältnismäßig
breiten Schlitz auf der Innenseite und einer eingeschobenen Bodenplatte 42 bzw.
52 zusammen. Die die Hülsenglieder 40 und 50 beider Lagen verbindenden
Verbindungsbügel 60
sind aus im Querschnitt rechteckigen Federdraht gebogen.
Der durchgehende Schenkel 61 ist in der Ebene des Bügels V-förmig und blattfederartig
eingeknickt,
so daß sein Scheitel 64 außerhalb der Verbindungslinie
zwischen den Enden dieses Schenkels 61 liegt. Die kurzen Schenkel
62 sind gegen den eingeknickten, durchgehenden Schenkel 61 zu auffgebogen.
Die Bügelrücken 63 liegen in den Bandlängskanten der beiden Lagen der Hülsenglieder.
Jedes Hülsenglied 40 der einen Lage ist durch zwei solcher Bügel nach Fig. 14 mit
zwei benachbarten Hülsengliedern 50 der anderen Lage gelenkig verbunden.
Die lichte Höhe der Hülsenglieder 40 und 50 ist dabei so bemessen, daß der
Scheitel 64 des V-förmig eingebogenen durchgehenden Schenkels 61 und die
freien Enden 65 der kurzen Schenkel 62 an den beiden Bodenplatten
42 bzw. 52 der zugehörigen Hülsenglieder 40 und 50
unter Vorspannung
anliegen. Durch diese Vorspannung wird das Gliederband im zusammengezogenen Zustand
gehalten (vgl. hierzu auch Fig. 16). Wird das Band gedehnt (Fig. 12), dann
drehen sich die durchgehenden Schenkel 61 und die kurzen Schenkel
62
relativ zu den Hülsengliedern, wodurch notwendigerweise der eingeknickte
Schenkel 61 bei einseitigem Kraftanariff und ebenso die aufgebogenen kurzen
Schenkel 62 flachgedrückt werden. Diese einseitiwirkende Federkraft erzeugt
ein Rückdrehmoment auf die Bügel, wodurch das Band sich wieder zusammenzuziehen
trachtet.
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Fig. 15 zeigt, daß man wenigstens einen der kurzen Schenkel
62 auch noch mit einem Verlängerungsstück 66 versehen kann. das zweckmäßiaerweise
bis über die Mitte des Bügels hinausreicht.
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Bei dem dritten Ausführungsbeispiel nach Fig. 18
bis 24 sind
die Hülseng C
glieder 70 der oberen Lage und 80 der unteren
Lage einstückig ausgebildet, und zwar entweder aus gezogenem Material hergestellt
oder durch Zusammenbiegen eines Blechzuschnittes erzeugt. Die äußeren Wände
71 bzw. 81 der beiden Hülsenglieder 70 und 80 überragen
die in den Bandlängskanten liegenden Rücken 93 der Verbindungsbügel
90 und übergreifen die Bügelrücken 93 mit umgelegten Lappen
72 bzw. 82. Die Querseitenwände 83
der Hülsenglieder 80 der
unteren Lage weisen im Schwenkbereich der Bügelrücken 93 Ausschnitte 84 auf,
deren Tiefe so bemessen ist, daß die stehengebliebenen Teile 85 einen Begrenzungsanschlag
für die Schwenkbewegung der Verbindungsbügel 90 - bilden. Zum Ein- und Aushängen
der in die Hülsenglieder 80
der unteren Lage hineinragenden kurzen Schenkel
92
der Verbindungsbügel sind in der Innenwand 86 dieser Glieder zwei
Einschnitte 87 vorgesehen.
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Bei diesem dritten Ausführungsbeispiel ist der durchgehende Schenkel
91 des Verbindungsbügels 90,
wie Fig. 22 am besten zeigt, seitlich
V-förrnig aus der Bügelebene herausgebogen, so daß auch hier, wie beim zweiten Ausführungsbeispiel,
der Scheitel 94 des geknickten durchgehenden Bügelschenkels 91 außerhalb
der Verbindung linie seiner Enden liegt. Außerdem ist dieser seitwärts es V-förmig
ausgeknickte Schenkel 91 geringfügig gegen die kurzen Schenkel
92 zu
abgebogen. Die durchgehenden, seitwärts ausgeknickten und abgebogenen
Bügelschenkel 91 je zweier Verbindungsbügel sitzen gemeinsam in
je einem Hülsenglied 70 der oberen Lage, dessen lichte Höhe dem verwendeten
Drahtdurchmesser der Bügel 90 entspricht. Da der seitwärts ausgeknickte Schenkel
geringfügig auf die kurzen Schenkel abgebogen ist, haben die Bügel in diesem Hülsenglied
eine gewisse Vorspannung. Mit ihren kurzen Schenkeln 92 greifen diese beiden
Bügel, die gemeinsam in einem Glied 70
C
der oberen Lage liegen, in
je zwei benachbarte Hülsenglieder 80 der unteren Lage, in die sie
durch die Einschnitte 70 ein- und aushängbar sind. Auch die lichte Höhe der
Hülsenglieder 80 der unteren Lage entspricht dem Drahtdurchmesser der Verbindungsbügel,
so daß sie in diesen Hülsen leicht drehbar sind.
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Wird das Band gedehnt, dann drehen sich wieder durch die Schrägstellung
der Bügel die durchgehenden Schenkel 91 in den Hülsengliedem 70 der
oberen Lage. Da die seitlich V-förmio, ausgeknickten durchgehenden Schenkel
91 bereits mit Vorspannung im Hülsenglied 70 gehalten sind, wird dieser
Knick gegen die Eigenfederung des Bügelmaterials flachgedrückt, wobei die entstehende
Federkraft exzentrisch zur Bügelebene angreift und dadurch ein Rückdrehmoment auf
die Büo"elschenkel ausübt, so daß sich auch bei dieser dritten Ausführungform durch
die Eigenfederung der Bügel das Band wieder zusammenzuziehen trachtet. Die Lage
der nahezu geradegedrückten, durchgehenden Schenkel 91 im gedehnten 7ustand
des Bandes ist in Fig. 24 dargestellt.