-
Anzeigegerät für verstellbare Rillenscheiben Die Erfindung bezieht
sich auf eine Anzeigevorrichtung für die axiale Einstellung von geteilten, auf einer
Wellennabe unverdrehbar angeordneten Rillenscheiben eines Keilriemengetriebes, bei
dem die Rillenscheibenhälften um gleich große, entgegengesetzt gerichtete Strecken
axial einstellbar sind.
-
Bei einer bekannten verstellbaren Rillenscheibenanordnung wird abweichend
vom Erfindungsgegenstand eine freiliegend am Ende der Welle angeordnete Scheibenhälfte
und eine durch eine Schraubverbindung auf dieser Welle verschiebbare Scheibenhälfte
verwendet, so daß die Mittelebene der einstellbaren Rillenscheibe sich gegenüber
der Mittelebene der festen Rillenscheibe des Keilriemenantriebs bei einer Verstellung
ändern muß. Die Schraubenverbindung besteht aus einer verdrehbaren, mit einem Handrad
versehenen, auf dem anderen Ende der Welle gelagerten inneren Hülse, deren Außenverzahnung
in die Innenverzahnung einer äußeren Hülse eingreift, die Teil des ortsfesten Lageraufbaues
der verstellbaren Rillenscheibe ist. Die Anzeigevorrichtung besteht bei dieser Rillenscheibenanordnung
aus einem an der Außenseite der ortsfesten äußeren Hülse angeordneten Zeiger und
einer Spiralskala, die auf einem die ortsfeste Hülse umgreifenden zylindrischen
Ansatz der inneren Hülse angeordnet ist. Bei dieser nicht spielfrei gelagerten,
komplizierten und aufwendigen Art einer Verstellvorrichtung ist eine genaue Feineinstellung
nicht gewährleistet.
-
Diese bekannte Anordnung, bei der die Anzeigevorrichtung aus einem
ortsfesten Zeiger und einer auf einem sich während des Betriebs nicht mitdrehenden
Teil einer Schraubverbindung angeordneten Spirale besteht, kann bei verstellbaren
Rillenscheiben der eingangs erwähnten Art nicht verwendet werden, da hier die Verstellung
der Scheibenhälften bei Stillstand des Antriebs durch eine relative Axialbewegung
beider Rillenscheiben auf der Welle erfolgt. Die Erfindung beschreitet daher einen
anderen Weg und ermöglicht eine absolut zuverlässige Feineinstellung der beiden
Scheibenhälften dadurch, daß am Umfang des einen Endes der die Rillenscheiben tragenden
Wellennabe eine Schraubenlinie vorgesehen ist, die mit einer kreisbogenförmigen
Meßkante an der Außenfläche der ihr zugekehrten Rillenscheibenhälfte zusammenwirkt,
wobei das Maß der axialen Verschiebung der Rillenscheibenhälften in Winkelmaßen
am Schnittpunkt einer an der Meßkante angebrachten Skala mit der Schraubenlinie
ablesbar ist.
-
Vorzugsweise ist dabei die Anordnung so getroffen, daß die Skala in
so viele gleiche Teile geteilt ist, wie die Zahl gleicher Teilstrecken einer normalen
Meßeinheit beträgt, in die die zwischen dem größten Arbeitsdurchmesser und dem kleinsten
Arbeitsdurchmesser der Rillenscheibe vorhandene Differenz eingeteilt werden kann.
-
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungn der Erfindung ergeben sich aus
dem folgenden Teil der Beschreibung, in welchem einige Ausführungsbeispiele an Hand
der Zeichnungen beschrieben sind. In den Zeichnungen ist Fig. 1 eine Stirnansicht
einer zweirilligen, geteilten Rillenscheibe mit teilweise weggebrochenen Flanschen,
Fig.2 ein Längsschnitt der Rillenscheibe nach Linie 2-2 der Fig. 1 in ihrer voll
zusammengezogenen Stellung, Fig. 3 ein halber Längsschnitt der Rillenscheibe in
ihrer am weitesten auseinandergezogenen Stellung, Fig. 4 ein Längsschnitt nach Linie
4.-4 der Fig. 1, gesehen in Richtung der Pfeile, Fig. 5 eine vergrößerte Teilansicht
der Fig. 2 im doppelten Maßstab der Fig. 1 bis 4, Fig. 6 eine Stirnansicht des Mittelabschnittes
der Rillenscheibe, gesehen auf das Stirnende, an dem sich die Anzeigenscheibe befindet,
Fig. 7 eine der Fig. 5 entsprechende Ansicht einer abgeänderten Form der Anzeigevorrichtung,
Fig. 8 eine der Fig. 6 entsprechende Ansicht einer abgeänderten Form der Anzeigevorrichtung,
Fig. 9 eine der Fig. 5 entsprechende Ansicht einer abgeänderten Form der Anzeigevorrichtung,
Fig.
10 eine Abwicklung der eingeteilten Schraubenlinie und der auf der Nabe nach Fig.
9 befindlichen Zeichen auf eine ebene Fläche, Fig. 11 eine der Fig. 5 entsprechende
Ansicht einer abgeänderten Form, Fig. 12 eine der Fig. 5 entsprechende Ansicht einer
Abänderung, Fig. 13 eine der Fig. 5 entsprechende Ansicht, die ein Anzeigegerät
zeigt, das der Ausführung nach Fig. 5 und 6 ähnlich ist und entsprechende Kennzeichen
trägt, Fig. 14 eine Abwicklung der auf der Nabe nach Fig. 13 befindlichen Schraubenlinie
auf eine ebene Fläche, Fig. 15 eine Stirnansicht der Fig. 13 mit einem der Fig.
6 entsprechenden Abschnitt der Anzeigescheibe, Fig. 16 ein Längsschnitt einer einrilligen
Rillenscheibe in ihrer Stellung bei größtem Arbeitsdurchmesser, Fig. 17 ein Halbschnitt
der einrilligen Rillenscheibe in ihrer Stellung bei kleinstem Arbeitsdurchmesser,
Fig. 18 eine vergrößerte Darstellung eines Teils der Fig. 13 und Fig. 19 eine vergrößerte
Stirnansicht des Mittelabschnittes der einrilligen Rillenscheibe, gesehen auf die
Anzeigescheibe.
-
Die in Fig. 1 bis 6 dargestellte zweirillige Rillenscheibe weist eine
Reihe von im folgenden kurz »Scheiben« genannten Rillenscheibenhälften 11, 12, 13
und 14 auf, die von einer Nabe 15 getragen und getrieben werden, auf der die Scheiben
eine gegenseitige Längsbewegung und eine Axialbewegung zur Nabe ausführen können.
In der dargestellten Ausführung sind die Scheiben auf eine zylindrische Nabe unter
Verwendung eines Keiles 16 gleitbar aufgesetzt. Die ausgebohrte Nabe wird auf eine
Welle aufgeschoben und mittels Keilnut auf der Welle festgelegt. Eine Längsverschiebung
auf der Welle wird von Klemmschrauben 17 verhindert. Die Rillenscheibenhälften bilden
Nuten für die Keilriemen 18. Der eine Keilriemen wird von den sich gegenüberstehenden
Scheiben 11 und 12 und der andere Keilriemen von den sich gegenüberstehenden Scheiben
13 und 14 geführt. Die an entsprechenden Seiten der Riemen anliegenden nicht benachbarten
Scheiben 11 und 13 sind mit Abstand voneinander fest verbunden und bewegen sich
in Längsrichtung als ein gemeinsamer Bauteil ebenso wie die nicht benachbarten Scheiben
12 und 14. Die dargestellte Abstands- und Verbindungsvorrichtung weist Zugbolzen
oder Zugschrauben 20 auf, die die Scheiben 11 und 13 verbinden. Zwischen den Scheiben
sind Abstandsrohre 21 aufgestellt, die in der dazwischenliegenden Scheibe oder Zwischenscheibe
12 gleiten. Die anderen Scheiben 12 und 14 sind über Zugbolzen oder Zugschrauben
22 verbunden. Zwischen diesen Scheiben befinden sich Abstandsrohre 23, die in der
dazwischenliegenden Scheibe 13 gleiten. Der Abstand der Gruppen aus fest miteinander
verbundenen Scheiben ist so gewählt, daß die Scheiben gleichzeitig um gleiche Strecken
in entgegengesetzten Richtungen zwischen den in den Fig. 2 und 3 dargestellten Stellungen
verschoben werden.
-
Eine für zweirillige Rillenscheiben bestimmte Verstellvorrichtung
weist eine Differentialschraube 25 auf, die neben und parallel zur Nabe in dem verstellbaren
Scheibenkörper angeordnet ist. Die Schraube 25 hat einen Grobgewindeabschnitt 26,
der die Zwischenscheibe 12 durchsetzt und in diese eingeschraubt ist, und einen
Feingewindeabschnitt 27, der im Eingriff mit einer auf der Nabe befestigten nicht
drehbaren Mutter 28 ist. Die Scheibe 13 hat eine Ausnehmung 29, die diese Mutter
28 aufnimmt, wenn die Scheiben die in Fig. 3 dargestellten Stellungen haben. Das
Grobgewinde und das Feingewinde der Verstellschraube 25 haben dieselbe Gangrichtung,
wobei die Schraube entweder linksgängig oder rechtsgängig in beiden Gewindeabschnitten
sein kann. Infolge des Steigungsunterschiedes der Gewinde verschiebt die sich drehende
Schraube 25 die Scheibe, in die sie eingeschraubt ist, in einer Richtung, die entgegengesetzt
zur Längsbewegungsrichtung der Schraube 25 ist. Die mit der Scheibe 12 fest verbundene
Scheibe 14 bewegt sich in Längsrichtung zusammen mit der Scheibe 12. Die Enden der
Schraube 25 stoßen an die Scheiben 11 und 13 an, so däß der Längsdruck der Schraube
25 in beiden Richtungen gegen je eine Scheibe wirkt, die der Zwischenscheibe 12
benachbart ist, in die die Schraube 25 eingeschraubt ist. Die starr miteinander
verbundenen Scheiben 11 und 13 bewegen sich in Längsrichtung mit der Schraube als
ein gemeinsamer Bauteil.
-
Der in einer glatten Bohrung 30 der Scheibe 11 drehbare Kopf der Schraube
hat einen Einstecksockel 31, in den ein Schraubenschlüssel über eine in der Scheibe
11 befindliche Bohrung 32 eingesetzt werden kann.
-
Bei der dargestellten Rillenscheibe wird erfindungsgemäß eine Anzeigevorrichtung
verwendet, die den Arbeitsdurchmesser der Rillenscheibe bei verschieden eingestellten
Stellungen der Scheiben anzeigt. Die Anzeigevorrichtung kann verschiedene Formen
haben, von denen die in den Fig. 5 und 6 dargestellte Form zuerst beschrieben wird.
-
Die eine Scheibenhälfte der dargestellten Rillenscheibe, und zwar
vorzugsweise die Scheibe 14, wird als Anzeigescheibe bezeichnet, da sie ein Teil
der Anzeigevorrichtung ist. Die als Meßkante bezeichnete Innenkante 35 der Rückseite
dieser Anzeigescheibe begrenzt einen Kreis, der die Zylinderfläche der Nabe 15 umschließt
und an der Nabe anliegt.
-
Die Ebene dieser Meßkante wird als Meßebene bezeichnet. In der dargestellten
Ausführung ist die Meßebene die Fläche einer ringförmigen Skalenscheibe 36, die
an der Rückseite der Anzeigescheibe 14 befestigt ist und als ein Teil dieser Anzeigescheibe
angesehen werden kann. Nimmt die Anzeigescheibe 14 die in Fig. 2 dargestellte Stellung
mit größtem Arbeitsdurchmesser ein, dann fällt die Meßebene mit der Ebene zusammen,
die in Fig. 5 von der gestrichelten Linie A-A bezeichnet ist, während bei der in
Fig. 3 dargestellten Stellung mit kleinstem Arbeitsdurchmesser die Meßebene mit
der Ebene zusammenfällt, die in Fig. 5 von der gestrichelten Linie B-B bezeichnet
ist. Der Abstand zwischen den Linien A-A und B-B ist die Strecke, um die sich die
Anzeigescheibe 14 verschiebt, wenn sie von der einen Grenzstellung in Längsrichtung
in die andere Grenzstellung bewegt wird.
-
In der Oberfläche der Nabe 15 ist eine Schraubenlinie 37 eingearbeitet,
die so angeordnet ist, daß sie fortschreitend von der Meßebene geschnitten wird,
wenn sich die Meßebene mit der Anzeigescheibe 14 zwischen ihren beiden Grenzstellungen
verschiebt. In der dargestellten Ausführung erstreckt sich die Schraubenlinie völlig
um die Nabe herum und verbindet die in den Ebenen A -A und B-B gelegenen
Punkte 40 bzw. 41, die in derselben Längslinie liegen.
Die Skalenscheibe
36 trägt auf ihrer einen Fläche eine Skala, die durch radiale, von der Meßkante
35 ausgehende Teilstriche unterteilt ist, wie Fig. 6 zeigt. Die Teilstriche und
die zugehörenden Bezeichnungen sind vorzugsweise in die Skalenscheibe 36 eingeätzt.
Es ist einfacher und bei der Herstellung wirtschaftlich günstiger, eine geätzte
Skalenscheibe zu verwenden, die an der Anzeigescheibe 14 befestigt wird, als eine
Skala, die auf der Rückseite dieser Scheibe eingeätzt ist.
-
Die mit den Skalenzahlen 10 und 5,5 bezeichnete Nullmarke 42 der Skala
(Fig. 6) fällt mit dem in der Ebene B-B der Fig. 5 liegenden Punkt 41 zusammen,
wenn die Anzeigescheibe 14 ihre Stellung für den kleinsten Arbeitsdurchmesser einnimmt,
und fällt mit dem in der Ebene A -A liegenden Punkt 40 zusammen, wenn die
Anzeigescheibe 14 ihre Stellung für den größten Arbeitsdurchmesser hat. Die Skalenscheibe
36 ist an der Anzeigescheibe 14 mit Schrauben 43 befestigt, die bogenförmige Schlitze
dieser Scheibe 14 durchsetzen, so daß die Winkelstellung der Skala auf der Anzeigescheibe
14 zwecks genauer Ausrichtung der Nullmarke mit den Punkten 40 und 41 in beiden
Grenzstellungen der Anzeigescheibe 14 erfolgen kann.
-
Bei der Bewegung der Anzeigescheibe aus der einen Grenzstellung in
die andere Grenzstellung kreuzt die Meßkante 35 der Anzeigescheibe ständig die auf
der Nabe befindliche Schraubenlinie 37, so daß die auf der Skala befindlichen Teilstriche
nacheinander mit der Schraubenlinie in Ausrichtung kommen. Die Schnittlinien dieser
Teilstriche mit der Schraubenlinie zeigen mit Hilfe der auf der Skala angebrachten
Zeichen den Arbeitsdurchmesser bei den eingestellten Stellungen der Scheiben an.
Wenn daher die Rillenscheibe durch Drehen der Verstellschraube 25 eingestellt worden
ist, wird der eingestellte Arbeitsdurchmesser von dem mit der Schraubenlinie ausgerichteten
Skalenteilstrich angezeigt oder annähernd von dem Teilstrich angezeigt, der sich
der Schraubenlinie am nächsten befindet.
-
Wenn der größte Arbeitsdurchmesser und der kleinste Arbeitsdurchmesser
bekannt sind, können die Arbeitsdurchmesser bei den Stellungen der Rillenscheibe,
bei denen die Teilstriche die Schraubenlinie schneiden, leicht festgestellt werden,
ohne daß ein Messen erfolgt oder ohne daß die üblichen Lehren verwendet werden.
Bewegt sich die Anzeigescheibe um einen Teil des Abstandes zwischen ihren beiden
Grenzstellungen, so erfolgt ein proportionales Vergrößern oder Verkleinern des Arbeitsdurchmessers.
Bewegt sich beispielsweise die Anzeigescheibe 14 um ein Viertel dieses Abstandes
aus der Stellung für den kleinsten Arbeitsdurchmesser heraus, so ist der erhaltene
Arbeitsdurchmesser gleich dem kleinsten Arbeitsdurchmesser plus einem Viertel des
Unterschiedes zwischen dem größten Arbeitsdurchmesser und dem kleinsten Arbeitsdurchmesser.
Durch Unterteilen der Skala in so viele gleiche Abschnitte, wie die Zahl gleicher
Meßstrecken beträgt, in die der Unterschied zwischen dem größten Arbeitsdurchmesser
und dem kleinsten Arbeitsdurchmesser geteilt werden kann, können die von den Skalenstrichen
bezeichneten Arbeitsdurchmesser leicht berechnet werden.
-
Die Rillenscheibe, die in den Fig. 1 bis 4 in halber Größe und in
den Fig. 5 und 6 in voller Größe dargestellt ist, ändert den Arbeitsdurchmesser
von einer Mindestgröße von 5,5 auf eine Höchstgröße von 10 Zoll oder Maßeinheiten.
Der Unterschied zwischen dem größten Arbeitsdurchmesser und dem kleinsten Arbeitsdurchmesser
beträgt 4,5 Zoll oder Maßeinheiten, was fünfundvierzig Zehnteln eines Zolls oder
einer Maßeinheit entspricht. Die Skala wird daher in fünfundvierzig gleiche Teilstrecken
unterteilt, von denen jede ein Zehntel Zoll oder eine Zehntel Maßeinheit darstellt.
Die einzelnen Skalenstriche weisen Zeichen der zugehörenden Arbeitsdurchmesser auf,
obwohl vorzugsweise diese Hinweise nur an denjenigen Teilstrichen angebracht werden,
die ganze oder halbe Zoll oder Maßeinheiten bezeichnen.
-
Die Skala kann eine beliebige Einteilung haben, die den Erfordernissen
einer besonderen Ausführung der Erfindung entspricht. Die in Fig. 6 dargestellte
Skala ist so eingeteilt, daß sie die Arbeitsdurchmesser in Zoll und zehntel Zoll
angibt. Infolge des für die Zahlen zur Verfügung stehenden beengten Raumes oder
der beengten Fläche werden größere Zahlen 6, 7, 8, 9 und 10 an Teilstrichen angebracht,
die die Zollgrößen des Arbeitsdurchmessers angeben, während die die Zehntelzoll
angebenden zwischenliegenden Teilstriche mit kleinen Zahlen versehen werden. Beim
Ablesen in Zeigerrichtung folgen nach der Zahl 5,5 die kleinen Zahlen 6, 7, 8 und
9, die einen Arbeitsdurchmesser von 5,6 bis 5,9 Zoll angeben. Der nächsten verhältnismäßig
großen Skalenzahl 6 folgen die kleinen Zahlen 1 bis 9, die die Arbeitsdurchmesser
von 6,1 bis 6,9 Zoll angeben usw., bis zur großen Zahl 10, die sich am selben
Teilstrich befindet wie die Zahl 5,5.
-
Die Fig. 7 bis 12 zeigen die der verstellbaren Rillenscheibe zugehörenden
Anzeigenabschnitte, die der beschriebenen Ausführung ähnlich sind, mit Ausnahme
von Abweichungen im Aufbau der Anzeigevorrichtung.
-
Die Schraubenlinie 137 (Fig. 7 und 8), die der Linie 37 entspricht,
jedoch eine etwas größere Steigung hat, verbindet die in den Ebenen A-A und B-B
gelegenen Punkte 140 bzw. 141, die auf verschiedenen Längsilnien liegen. In diesem
Falle läuft die Schraubenlinie 137 oder ihre Arbeitslänge nicht völlig um die Nabe
herum. Die Winkelfläche, die von der Skala auf der Skalenscheibe 136 eingenommen
wird, ist demgemäß kleiner als 360°. Die Skala hat Hauptstriche mit Zoll- und Halbzollzahlen
des Arbeitsdurchmessers und dazwischenliegende Teilstriche, die den Viertelzoll-
und Achtelzollabständen entsprechen. Befinden sich die Scheiben in der Stellung
für den kleinsten Arbeitsdurchmesser, so fällt der erste Strich oder Nullstrich
5,5 mit dem Punkt 141 zusammen. Befindet sich die Scheibe in der Stellung für den
größten Arbeitsdurchmesser, dann fällt der letzte Strich 10 mit dem Punkt 140 zusammen.
Die Anzeigevorrichtung arbeitet in der gleichen Weise wie die erstbeschriebene Anzeigevorrichtung.
Bewegt sich die Anzeigescheibe 14 von einer Grenzstellung in eine andere Grenzstellung,
dann werden die Teilstriche nacheinander mit der Schraubenlinie 137 ausgerichtet.
Der Arbeitsdurchmesser der Rillenscheibe wird an jeder eingestellten Stellung von
dem Teilstrich angegeben, der mit der Schraubenlinie zusammenfällt oder sich nahe
dieser Schraubenlinie befindet.
-
Fig. 9 zeigt eine Ausführung, bei der die Anzeigeskala auf der Rillenscheibennabe
nahe der Schraubenlinie eingeätzt ist. Hier ist die die Punkte in den Ebenen A-A
und B-B verbindende Schraubenlinie 237 in Skalenstriche oder Teilstriche eingeteilt,
an denen sich Bezeichnungen des Arbeitsdurchmessers befinden.
Eine
Abwicklung dieser Schraubenlinie und der zugehörenden Skala auf eine ebene Fläche
ist in Fig. 10 dargestellt. Die Schraubenlinie 237 entspricht in Steigung und Winkelausdehnung
der in Fig. 5 als Beispiel dargestellten Schraubenlinie 37. Beim Bewegen der Scheiben
aus der einen Grenzstellung in die andere Grenzstellung verschiebt sich die Meßebene
der Anzeigescheibe 14, die im vorliegenden Falle die Ebene der Rückseite dieser
Scheibe ist, von Linie A-A auf Linie B-B oder umgekehrt und wird nacheinander mit
den Punkten ausgerichtet, an denen die Teilstriche die Schraubenlinie 237 schneiden.
Mit anderen Worten: Die Teilstriche fallen nacheinander mit aufeinanderfolgenden
Schnittpunkten der Schraubenlinie und der Meßebene zusammen. Der Arbeitsdurchmesser
der Rillenscheibe wird an jeder eingestellten Stellung der Scheiben von dem Teilstrich
angegeben, der mit der Meßkante 235 der Anzeigescheibe 14 zusammenfällt oder
dieser Kante am nächsten liegt.
-
Fig. l.1 zeigt eine Abänderung, bei der die Anzeigescheibe 314 auf
ihrer Rückseite einen kegelförmigen Vorsprung 336 hat, in den die Anzeigeskala (nur
teilweise dargestellt) eingeätzt ist, wobei die Teilstriche von der Meßkante 335
ausgehen. Die Ebene der Meßkante ist die Meßebene, die in der einen Grenzstellung
der Scheiben mit der Linie A-A und in der anderen Grenzstellung mit der Linie B-B
zusammenfällt. Die in Fig.11 dargestellte Anzeigevorrichtung ist die gleiche Vorrichtung
wie in den Fig. 5 und 6, mit der Ausnahme, daß sich die in Fig. 11 dargestellte
Skala auf einer Kegelfläche befindet, so daß das Ablesen leichter ist.
-
Die in Fig. 12 dargestellte Anordnung zeigt noch deutlicher die Einstellung
an. Die Anzeigescheibe 414 weist an ihrer Rückseite einen Mittelansatz 436 auf,
der angrenzend an die Rückseite der Scheibe 414 eine Zylinderfläche und eine sich
von dieser Zylinderfläche zur Meßkante 435 erstreckende Kegelfläche hat. In diesem
Falle gehen die Teilstriche von der Meßkante 435 der Kegelfläche aus und laufen
über die Zylinderfläche, auf der die Teilstriche mit den Bezeichnungen für den Arbeitsdurchmesser
versehen sind.
-
In den Fig. 13, 14 und 15 ist die dargestellte Vorrichtung im wesentlichen
die gleiche wie die Vorrichtung nach den Fig. 1 bis 6, mit der Ausnahme, daß in
den Fig. 13, 14 und 15 die Schraubenlinie 537 in der gleichen Weise eingeteilt ist
wie in den Fig. 9 und 10, und zwar durch Teilstriche, die in Längsrichtung von der
Schraubenlinie ausgehen, wobei die Nabe über den Punkt 41 hinausragt, so daß auf
der Nabe genügend Platz für diese Teilstriche ist. Die in den Fig.13,14 und 15 dargestellte
Vorrichtung kombiniert also die Anzeigevorrichtung nach Fig. 5 und 6 mit dem Kennzeichen
einer auf der Nabe befindlichen und mit einer Einteilung versehenen Schraubenlinie,
wobei vorzugsweise die Zeichen auf der Nabe weggelassen werden. Beim Arbeiten werden
die auf der Skalenscheibe 36 befindlichen Teilstriche nacheinander mit der Schraubenlinie
an den Punkten ausgerichtet, an denen die auf der Nabe befindlichen Teilstriche
die Schraubenlinie schneiden. Dies ermöglicht ein leichtes und genaues Ablesen der
Skala.
-
Die in den Fig. 13, 14 und 15 dargestellte Ausführung weist zwei Gruppen
von Teilstrichen auf, von denen sich die eine Gruppe auf der Skalenscheibe 36 und
die andere Gruppe auf der Nabe befindet, wobei die Gruppen gegenseitig eingestellt
werden. Im vorliegenden Fälle können Angaben über den Arbeitsdurchmesser an beiden
Gruppen von Teilstrichen angebracht werden.
-
Die einrillige Scheibe nach Fig. 16 bis 19 weist zwei gegenübergestellte
Scheiben 51 und 52 auf, an denen ein zwischenliegender Keilriemen 53 anliegt. Die
Scheiben sind auf der Nabe 50 gleitend aufgenutet. Zum Verstellen der Rillenscheibe
sind die Scheiben 51 und 52 über eine Differentialschraube 55 verbunden, die in
der Scheibe 51 drehbar und in die Scheibe 52 eingeschraubt ist, wobei die Schraube
einen in die Scheibe 52 eingeschraubten Grobgewindeabschnitt 56 und einen Feingewindeabschnitt
57 hat, der in eine auf der Nabe festliegende nicht drehbare Mutter 58 eingeschraubt
ist. Der Grobgewindeabschnitt und der Feingewindeabschnitt haben die gleiche Steigrichtung,
wobei die Steigung des Grobgewindes doppelt so groß ist wie die Steigung des Feingewindes.
Durch Drehen der Schraube werden die Scheiben zwischen den in den Fig. 16 und 17
dargestellten Stellungen um gleiche Strecken in entgegengesetzten Richtungen gleichzeitig
bewegt.
-
Eine Vorrichtung zum Verdrehen der Verstellschraube 55 in der Scheibe
51 ist in größerem Maßstab in Fig. 18 dargestellt. Der zylindrische Schraubenkopf
60 der Schraube liegt drehbar in einer in der Scheibe 51 befindlichen, an ihrem
Vorderende offenen Ausnehmung und durchsetzt die Scheibe 51 bis: zur Schulter 61,
die eine Öffnung für den Schraubenschaft aufweist, der locker in dieser Öffnung
liegt. Der Schraubenkopf 60 wird in Anschlagstellung an der Schulter 61 von einer
Unterlegscheibe 62 gehalten, die an den Schraubenkopf von einem Sprengring 63 angedrückt
wird, der in eine in der Wand der Ausnehmung befindliche Ringnut eingesetzt ist.
Der Schraubenkopf hat einen Einstecksockel 65 zum Einsetzen eines Schlüssels, mit
dem die Schraube gedreht wird.
-
Die Scheibe 52 ist so geformt, daß sie die Mutter 58 und denjenigen
Teil der Verstellschraube aufnimmt, der aus der in der Scheibe befindlichen Öffnung
nach hinten ragt. Mutter und Schraubenteil werden von einer Ausnehmung 66 aufgenommen,
die sich im rückliegenden Ansatz des Scheibenmittelabschnittes befindet. Der Ansatz
wird von einem Ringanguß 67 gebildet, an dem eine Skalenscheibe 70 befestigt ist,
die mit der auf der Nabe befindlichen Schraubenlinie 71 zusammenarbeitet.
-
Die bei mehrrilligen Rillenscheiben beschriebenen Anzeigevorrichtungen
können auch bei einer einrilligen Rillenscheibe verwendet werden. Die beispielsweise
in der Rillenscheibe nach den Fig: 16 bis 19 gezeigte Anzeigevorrichtung entspricht
der in den Fig. 5 und 6 dargestellten Art. Im vorliegenden Falle wird die Scheibe
52 als Anzeigescheibe verwendet, deren Meßebene die auf der geätzten Skalenscheibe
70 vorhandene Ebene ist. Bei der Bewegung der Scheiben 51 und 52 aus ihrer Stellung
von dem größtem Arbeitsdurchmesser auf den kleinsten Arbeitsdurchmesser oder umgekehrt
kreuzt die Meßkante 72, die sich von der Ebene A-A auf die Ebene B-B verschiebt,
ständig die Schraubenlinie 71 und richtet sich nacheinander mit den auf der Scheibe
70 befindlichen Teilstrichen aus. Der Arbeitsdurchmesser der Rillenscheibe wird
an jeder eingestellten Stellung der Scheibe von dem Teilstrich angegeben, der mit
der Schraubenlinie ausgerichtet ist oder sich nächst der
Schraubenlinie
befindet. Die Teilstriche und die Bezeichnungen sind den Unterschieden zwischen
dem größten und dem kleinsten Arbeitsdurchmesser entsprechend angegeben. Wenn beispielsweise
der Unterschied zwischen den Arbeitsdurchmessern der Rillenscheibe nach den Fig.
16 bis 19 der gleiche ist wie in den bereits beschriebenen zweirilligen Rillenscheiben,
können die auf der geätzten Skalenscheibe 70 befindliche Skala und die Schraubenlinie
71 gleich den in den Fig. 5 und 6 dargestellten Ausführungen sein und sind als Beispiel
auch so dargestellt.
-
In den hier beschriebenen verschiedenen Ausführungen der Erfindung
sind die Teilstriche mit Bezeichnungen versehen, die die Arbeitsdurchmesser anzeigen.
Dieselben Teilstriche können mit anderen Bezeichnungen versehen werden, die die
entsprechenden Radialabstände oder das Doppelte dieser Abstände von der Rillenscheibenachse
zur Innenfläche oder zur Außenfläche des Riemens oder der Riemen anzeigen. Die von
dem Riemen oder von den Riemen bei den verschiedenen Scheibeneinstellungen angenommenen
Stellungen können entweder durch Anzeigen der entsprechenden Arbeitsdurchmesser
oder durch Anzeigen der entsprechenden Radialabstände oder des doppelten Abstandes
angegeben werden. Die in den Ansprüchen verwendeten Bezeichnungen und Ausdrücke,
die sich auf die Angabe der Riemenstellungen beziehen, sind dementsprechend auszulegen.