DE1131494B - Einrichtung zum automatischen Naehen von Knopfloechern an Zickzacknaehmaschinen - Google Patents
Einrichtung zum automatischen Naehen von Knopfloechern an ZickzacknaehmaschinenInfo
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- D05B19/00—Programme-controlled sewing machines
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- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
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Description
Die Erfindung betrifft eine zum automatischen Nähen von Knopflöchern dienende Einrichtung an
Zickzacknähmaschinen, die mit einem Stoffdrückerfuß ausgerüstet sind, der eine in Stoffvorschubrichtung
verschiebbare Sohle hat, welche von einer schrittweise umlaufenden Steuerscheibe angetrieben wird.
Bei den bisher bekannten mit einer Einrichtung zum Knopflochnähen ausgestatteten normalen Haushalt-Zickzacknähmaschinen
wird das Nähgut durch die übliche mit dem Transporteur auf dasselbe einwirkende Vorschubeinrichtung verschoben. Die Sohle des
Stoffdrückerfußes, die fest auf dem Nähgut aufliegt, hat Anschläge, die über eine mechanische oder elektrische
Steuerung die Weiterschaltung der Steuerscheiben zur Umschaltung der Vorschubeinrichtung bewirken.
Diese Steuerung erfordert aber zusätzliche Maßnahmen, welche die Einrichtung komplizieren und
welche überdies ziemlich aufwendig sind.
Weiterhin hat die Verschiebung des Nähgutes durch den Transporteur infolge der meist sägezahnförmigen
Ausbildung desselben den Nachteil, daß die Mitnahme des Nähgutes durch die Zähne des Transporteurs in
den beiden Nährichtungen unterschiedlich groß ist. Dadurch ergibt sich beim Nähen in verschiedenen
Richtungen eine unterschiedliche Anhäufung der Stichzahl pro Längeneinheit. Dieses Mißverhältnis zwischen
der Stichlänge in der einen Richtung gegenüber der in der anderen Richtung kann nun infolge der beim
Knopflochnähen erforderlichen sehr kleinen Vorschubbewegung pro Stich durch fehlerhafte Einstellung
der Stichstellerkulisse noch vergrößert werden, so daß die eine Raupe des Knopfloches gegenüber der
anderen Raupe eine unterschiedliche Stichdichte aufweist und das Knopfloch dadurch ein unschönes Aussehen
erhält.
Bei der Herstellung von Knopflöchern mit Hilfe von Nähautomaten ist zwar bekannt, das Nähgut mittels
eines fest auf diesem aufliegenden Vorschubelementes zu verschieben. Automatisch arbeitende Knopflochmaschinen
sind aber nur für den einen speziellen Zweck vorgesehen und es tritt bei ihnen das Problem,
den vorhandenen Knopflochfuß gegen andere Stoffdrückerfüße auszutauschen, gar nicht auf.
Die Erfindung will die bekannten, im Zusammenhang mit normalen, für den Haushalt bestimmten
Zickzacknähmaschinen vorgesehenen Einrichtungen zum automatischen Nähen von Knopflöchern vereinfachen
und die aufgezeigten Nachteile beseitigen. Des weiteren soll eine Einrichtung geschaffen werden, die
ein Gleichmaß der Stoffverschiebung des Vorschubelementes in beiden Vorschubrichtungen gewährleistet.
Diese Aufgabe löst die Erfindung dadurch, daß die Einrichtung zum automatischen Nähen
von Knopflöchern an Zickzacknähmaschinen
von Knopflöchern an Zickzacknähmaschinen
Anmelder:
G. M. PfafEA.G.,
Kaiserslautern, Königstr. 154
Emerich Schenkengel, Kaiserslautern,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Antriebsverbindung zwischen der Sohle des Stoffdrückerfußes und der Steuerscheibe abschaltbar und
der aus dem Kopf der Nähmaschine herausragende Antriebsarm in das Gehäuse der Nähmaschine einziehbar
ist.
Auf diese Weise läßt sich der Knopflochfuß jederzeit durch normale Stoffdrückerfüße schnell und in
einfachster Weise ersetzen. Außerdem ist der Bereich neben dem Fuß beim normalen Nähen frei von
schwingenden Teilen, so daß die Näherin weder Hand-Verletzungen noch Beschädigungen des Nähgutes
befürchten muß.
Vorteilhafterweise erfolgt die Antriebsverbindung über einen doppelarmigen Steuerhebel, dessen an der
Sohle des Stoffdrückerfußes anlenkbarer Arm teleskopartig in den anderen Armteil einschiebbar ist.
Eine konstruktiv vereinfachte und billige Fertigung
des Steuerhebels ist dadurch möglich, daß man den einschiebbaren Arm aus einer gebogenen Blattfeder
herstellt und in einer Führung des einen U-förmigen Querschnitt aufweisenden Armteils verschiebbar
lagert.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß der Steuerhebel eine Mehrzahl von Bohrungen
hat, denen entsprechende Bohrungen in einem mit dem Gehäuse der Nähmaschine verbundenen Stützlager
gegenüberliegen, wobei ein in gegenüberliegende Bohrungen gesteckter Stift eine Gelenkverbindung
zwischen dem Stützlager und dem Steuerhebel bildet.
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Auf diese Weise kann man durch einfaches Umstecken
eines Stiftes verschieden abgestufte Knopflochgrößen herstellen.
Weitere Merkmale der Erfindung und Einzelheiten der durch dieselbe erzielten Vorteile ergeben sich aus
der Beschreibung eines kl der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels. Es zeigt
Fig. 1 eine Ansicht der Nähmaschine mit der neuen Einrichtung zum automatischen Nähen von Knopflöchern
von vorn,
Fig. 2 eine Teilansicht der Maschine ohne Armdeckel von oben,
Fig. 3 eine perspektivische Teildarstellung der Maschine mit abgenommenem Kopfdeckel, abgehobenem
Armdeckel und abgehobener Tragplatte von unten,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3.
Auf dem Arm 1 der Nähmaschine ist unter dem eine Klappe 3 tragenden Deckel 2 eine Tragplatte 4
(Fig. 2) befestigt. Auf der Platte 4 ist eine Welle 5 drehbar gelagert, auf welcher eine mit einer Kurvennut
6 versehene Steuerscheibe 7 befestigt ist. Auf der Welle 5 sind weiterhin zwei auswechselbare, fest miteinander
verbundene Steuerscheiben 8 und 9 gelagert. Sie werden von einer Mutter 10 gehalten, Ein in den
Kurvenscheiben 8 und 9 befestigter, parallel zur Achse 5 verlaufender Stift 11 greift in eine entsprechende
Bohrung 'in der darunterliegenden Steuerscheibe 7 ein und sichert die Mitnahme der Kurvenscheiben
8 und 9 durch die Welle 5.
Die Welle 5 wird durch ein stufenlos einstellbares Schrittschaltwerk 12 (Fig. 3) angetrieben, das über
eine Schubstange 13 und einen doppelarmigen Hebel 14 mit einem auf der Armwelle 15 der Maschine befestigten
kegeligen Nocken 16 in Antriebsverbindung steht. Der doppelarmige Hebel 14 steht unter der Wirkung
einer Zugfeder 17, die an ihrem einen Ende am Hebel 14 eingehängt und am anderen Ende so an der
Tragplatte 4 befestigt ist, daß erne am freien Ende des Hebels 14 angebrachte Rolle 18 dauernd in Verbindung
mit dem Nocken 16 gehalten wird.
Der Hebel 14 sitzt mit seiner Nabe 19 drehbeweglich auf einer Achse 20, die auf einem parallel zur
Armwelle 15 beweglichen Schieber 21 befestigt ist. Der Schieber 21 wird mittels Bundschrauben 22, die
durch Längsschlitze 23 hindurchgehen, auf der Tragplatte 4 gehalten und geführt.
In eine Aussparung 24 des Schiebers 21 greift ein an einem Kurbelarm 25 befestigter Stift 26 ein. Der
Kurbelarm 25 ist um eine im Deckel 2 gelagerte Achse 27 drehbar, die durch den Deckel 2 geführt ist und am
oberen freien Ende einen Schaltgriff 28 (Fig. 1) trägt. Die Tragplatte 4 ist mit einer entsprechend großen
Längsöffnung 29 (Fig. 3) versehen, damit der Stift 26 zur Betätigung des Schiebers 21 ungehindert hindurchgreifen
kann.
Ein Hebel 30 (Fig. 2), der um einen auf der Tragplatte 4 befestigten Bolzen 31 drehbar gelagert ist,
trägt in der Mitte eine Nase 32, die an der Steuerscheibe 8 anliegt. Mit seinem freien Ende ist der Hebel
30 an eine Übertragungsstange 33 angelenkt, die mittels einer exzentrischen Bundschraube 34 mit einem
Hebelarm 35 (Fig. 3) verbunden ist, der in bekannter Weise mit der Einrichtung für die Überstichbreite zusammenwirkt.
Auf einem weiteren auf der Tragplatte 4 befestigten
Bolzen 36 (Fig. 2) ist ein Winkelhebel 37 drehbar gelagert, der am einen Ende eine an der Steuerscheibe 9
anliegende Nase 38 aufweist und dessen anderes Ende an eine Übertragungsstange 39 angelenkt ist. Die Übertragungsstange
39 wiederum ist mittels einer exzentrischen Bundschraube 40 an einen Hebelarm 41 (Fig. 3)
angelenkt, der in bekannter Weise mit der Einrichtung für die Stichfeldlage zusammenwirkt.
Auf dem Bolzen 31 (Fig. 2) ist ebenfalls ein Doppelhebel 42 gelagert, dessen einer Arm 43 einen
Zapfen 44 trägt, der in der Kurvennut 6 der Steuerscheibe 7 geführt ist. Das Ende 45 (Fig. 3) des anderen
Armes des Doppelhebels 42 ist abgewinkelt und trägt einen Kugelzapfen 46.
Am Kopf der Nähmaschine ist ein U-förmig ausgebildetes Winkelstück 47 befestigt, auf dessen Steg 48
ein Bügel 49 festgeschraubt ist. Steg und Bügel bilden zusammen ein Stützlager 50 für einen Steuerhebel 51,
der an seinem oberen Ende mit einem Auge 52 versehen ist, welches den Kugelzapfen 46 umfaßt.
Der mittlere Teil des Bügels 49 und auch der Steg 48 sind mit in Längsrichtung des Steuerhebels 51 verlaufenden
Längslappen 53 und 54 versehen, um eine bessere Führung für den Steuerhebel 51 zu bilden. Auf
der Außenseite des mittleren Teiles des Bügels 49 ist
eine vertikal verlaufende Verstärkung 55 vorgesehen,
die sich in einen in dem Kopfdeckel 56 (Fig. 1) der Maschine vorgesehenen, nicht dargestellten Schlitz
einlegt.
Das Stützlager 50 (Fig. 4) hat mehrere Bohrungen 57, die mit entsprechenden Bohrungen 58 in dem
Steuerhebel 51 übereinstimmen. Ein mit einem Griffstück versehener Stift 59, der jeweils in gegenüberhegende
Bohrungen 57, 58 eingesteckt werden kann, dient als Drehpunkt für den Steuerhebel 51. Der
Steuerhebel 51 hat einen Armteil 60 (Fig. 3), dessen Längskanten U-förmig hochgebogen sind, um eine
Führung für einen federnden, in Richtung der Stoffdrückerstange 61 der Maschine gebogenen Arm 62 zu
bilden, der zum Einschieben in den Armteil 60 mit einem Längsschlitz 63 versehen und am unteren Ende
zu einem Griffstück 64 abgebogen ist.
An der Stoffdrückerstange 61 der Nähmaschine ist ein Stoffdrückerfuß 65 befestigt, der aus einem Schaft
66, einer Sohle 67, einem Gelenkstift 68 und einer Rolle 69 besteht. Der Schaft 66 läuft in zwei Zinken 70
aus, zwischen denen die Rolle 69 auf dem Gelenkstift 68 gelagert ist. Die nach außen stehenden Enden des
Gelenkstiftes 68 ragen in Längsschlitze 71 von U-förmig umgebogenen Seitenteilen 72 der Sohle 67, während
die Rolle 69 auf dem Boden der Sohle 67 aufliegt und zur Übermittlung des Druckes einer nicht dargestellten
Stoffdrückerfeder auf die Sohle 67 dient.
Das eine der beiden Seitenteile 72 der Sohle 67 trägt einen Stift 73, in den der Arm 62 des Steuerhebels 51
nach dem Ausschieben aus dem Armteil 60 mit einem oberhalb des Griffstückes 64 vorgesehenen vertikalen
Schlitz 74 eingehängt werden kann.
Die Einrichtung arbeitet wie folgt:
Beim Lauf der Maschine werden dem doppelarmigen Hebel 14 durch den Nocken 16 über die Rolle 18
Schwingbewegungen erteilt, die durch die Schubstange 13 auf das Schrittschaltwerk 12 übertragen werden.
Dadurch werden die Steuerscheiben 7, 8 und 9 schrittweise angetrieben. Wird der Schaltgriff 28 betätigt, so
tritt eine Verschiebung der Achse 20 des doppelarmigen Hebels 14 parallel zur Armwelle 15 ein. Die Rolle
18 wird dabei entlang der Flanke des kegeligen
Nockens 16 geführt. Die Schrittgröße der Vorschubbewegung der Steuerscheiben 7, 8 und 9 kann somit
von Null bis zu einem Maximum entsprechend der Exzentrizität des Nockens 16 stufenlos eingestellt
werden.
Zur Herstellung eines Knopfloches wird der Schaltgriff 28 auf einen kleinen Drehwinkel der Welle 5 je
Schaltschritt eingestellt. Der Arm 62 des Steuerhebels 51 wird herausgezogen und die Sohle 67 des Stoffdriickerfußes
65 so verschoben, daß sich der an dem einen Seitenteil 72 der Sohle 67 angeordnete Stift 73
in den Schlitz 74 des Armes 62 einführen läßt. Damit ist die Maschine zum Knopflochnähen eingestellt.
Der Beginn der Knopflochnaht kann an jeder beliebigen Stelle des Knopfloches erfolgen. Dabei wird
durch die Kurvennut 6 der Steuerscheibe 7 über den Zapfen 44, den Doppelhebel 42 und den Steuerhebel
51 die Sohle 67 des Stoffdrückerfußes 65 mit dem Stoff hin- und herbewegt. Gleichzeitig erfolgt die Steuerung
der Überstichbreite der Nadelstange durch die Steuerscheibe 8 über den Hebel 30, die Übertragungsstange
33 und den Hebelarm 35, während die Stichfeldlage von der Steuerscheibe 9 über den Winkelhebel 37, die
Übertragungsstange 39 und den Hebelarm 41 der Stelleinrichtung für die Stichfeldlage gesteuert wird.
Nach dem Fertigstellen der geschlossenen Knopflochnaht wird das Knopfloch in bekannter Weise
durch Ausschalten des Überstiches vernäht und die Maschine steht in der Ausgangslage zur Herstellung
eines neuen Knopfloches bereit.
Die Größe des Knopfloches kann durch Wahl eines anderen Drehpunktes des Steuerhebels 51, d. h. durch
Umstecken des Stiftes 59, in entsprechend andere Bohrungen 57, 58, verändert werden. Die Abstände
der übereinander angeordneten Bohrungen 57, 58 sind so gewählt, daß sich die normalen Knopflochgrößen
herstellen lassen.
Claims (4)
1. Einrichtung zum automatischen Nähen von Knopflöchern an Zickzacknähmaschinen mit
einem Stoffdrückerfuß mit in Stoffvorschubrichtung verschiebbarer Sohle, welche über eine Antriebsverbindung
mit einer schrittweise umlaufenden Steuerscheibe gekuppelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsverbindung abschaltbar
und in das Gehäuse der Nähmaschine einziehbar ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsverbindung über
einen doppelarmigen Steuerhebel (51) erfolgt, dessen an der Sohle (67) des Stoffdrückerfußes
(65) anlenkbarer Arm (62) teleskopartig in den anderen Armteil (60) einschiebbar ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der einschiebbare
Arm (62) aus einer Blattfeder besteht und in einer Führung des einen U-förmigen Querschnitt aufweisenden
Armteiles (60) verschiebbar gelagert ist.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerhebel (51)
eine Mehrzahl von Bohrungen (58) hat, denen entsprechende Bohrungen (57) in einem mit dem
Gehäuse der Nähmaschine verbundenen Stützlager (50) gegenüberliegen, so daß ein in gegenüberliegende
Bohrungen (57, 58) gesteckter Stift (59) eine Gelenkverbindung zwischen dem Stützlager
(50) und dem Steuerhebel (51) bildet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 209 609/147 6.
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