DE1130925B - Drehplattenkondensator - Google Patents
DrehplattenkondensatorInfo
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Description
- Drehplattenkondensator Die Erfindung betrifft einen Drehplattenkondensator mit gasförmigem Dielektrikum und einem Rotor, dessen auf einer gemeinsamen Welle im Abstand verteilt angeordneten Platten mit einem einstückigen Stator zusammenwirken. Derartige Kondensatoren sind bekannt und sind besonders als Trimmerkondensatoren kleinster Abmessungen geeignet, bei denen Luft als Dielektrikum verwendet wird.
- Für die Herstellung relativ großer Drehplattenkondensatoren ist es bekannt, den einstückigen Stator dadurch herzustellen, daß man von einem halbzylindrischen Körper ausgeht, aus dem die Platten durch Einfräsen von Schlitzen herausgearbeitet werden. Es ist weiter bekannt, zum gleichartigen Einfräsen von Schlitzen einen Satz von mehreren, auf einer gemeinsamen Welle im gegenseitigen Abstand befestigten Fräserscheiben zu verwenden. Auf diese Weise hat man schon sowohl den Rotor als auch den Stator aus dem Vollen aus Profilstangen herausgefräst, wobei eine sehr große Genauigkeit der gegenseitigen Lage der Platten erhalten wird.
- Es hat sich in der Praxis gezeigt, daß gerade bei Drehplattenkondensatoren sehr kleiner Abmessungen Schwierigkeiten bestehen, um einerseits Rotor und Stator sicher in einer vorbestimmten gegenseitigen Lage zu halten und andererseits die Anordnung als Ganzes raumsparend an einem Stützteil eines Gerätes zu befestigen. Zur Lösung dieser Schwierigkeiten sind verschiedene Vorschläge bekanntgeworden. Bei der Mehrzahl dieser Vorschläge ist ein besonderes Gehäuse oder Rahmen vorgesehen, in denen Stator und Rotor einzeln isoliert unterstützt sind und das seinerseits an einem Tragelement eines Gerätes befestigt werden kann. Bei dieser Art der Anordnung sind die Gesamtabmessungen des Drehplattenkondensators fast doppelt so groß wie die von zusammengesetztem Rotor und Stator. Es ist aber auch schon ein Drehplattenkondensator mit zwei zur Halterung dienenden Grundplatten bekannt, die sich parallel zu den Kondensatorplatten erstrecken. Daher sind Haltestifte vor-gesehen, die ebenso wie die Drehachse des Rotors in den Halteplatten unterstützt sind. Die Haltestifte gehen durch an dem Stator befestigte und zur Seite hervorstehende Augen. Auch bei dieser bekannten Anordnung ragen also die zur Haltung dienenden Teile merklich über den von den Kondensatorplatten bestimmten Umriß hinaus.
- Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Drehplattenkondensator zu schaffen, dessen Querabmessungen praktisch nur durch die tatsächlichen Abmessungen der eigentlichen Kondensatorelemente bestimmt werden und der demnach einen sicheren Zusammenhalt der Teile und eine zuverlässige Befestigungsmöglichkeit an einem Tragelement eines Gerätes gewährleistet.
- Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Verbindungselemente in Form von Metallstiften innerhalb des Umrisses des Stators an einer Stirnfläche des Stators mittels einer elektrisch leitenden Verbindung fest angebracht sind. Die Maßnahmen bieten neben der Lösung der obigen Aufgabe zugleich noch den Vorteil, daß die Haltestifte auch als elektrischer Anschluß für den Stator dienen können und damit besondere Anschlüsse überflüssig machen. Schließlich hat es sich auch als besonders vorteilhaft erwiesen, daß die Stifte bei der Anordnung gemäß der Erfindung an beliebiger Stelle innerhalb des Umrisses der äußeren Platte des Stators befestigt werden können. Dies hat, insbesondere in den Fällen, in denen ein solcher Kondensator an einer vorgefertigten, eine gedruckte Schaltung aufweisenden Platte mit in bestimmten Abständen vorgebohrten Befestigungslöchern angebracht werden soll, den Vorteil, daß der Abstand der Stifte dem durch die vorgebohrten Löcher vorgegebenen Abstand angepaßt werden kann. Mit der Erfindung wird also ein Drehplattenkondensator geschaffen, der innerhalb elektronischer Geräte bei geringster Raumbeanspruchung leicht und sicher angebracht werden kann. Fig. 1, 2 und 3 zeigen in Seitenansicht, Draufsicht bzw. Stirnansicht einen Statorteil eines Drehplattenkondensators der Gattung, auf der die Erfindung beruht.
- Fig.4 und 5 zeigen in Seitenansicht und Stirnansicht den zugehörigen Rotor.
- Fig. 6 zeigt in Stirnansicht einen gemäß der Erfindung aufgebauten Drehplattenkondensator.
- Fig. 7 ist eine teilweise geschnittene Draufsicht auf das eine Ende der neuen Anordnung, wobei der Rotor zur besseren Übersicht fortgelassen ist.
- Fig. 8 zeigt in ähnlicher Darstellung wie in Fig. 7 eine abgewandelte Ausführungsform.
- Der als solcher bekannte Aufbau des Rotors und des Stators des Kondensators, auf dem die Erfindung beruht, ist aus den Fig. 4 und 5 bzw. Fig. 1 bis 3 ersichtlich.
- Die aus einem Stück bestehende geschlitzte Statorelektrode nach Fig. 1 bis 3 weist durch Einfräsen eines Stangenmaterials hergestellte Elektrodenplatten 35 mit einer halbzylindrischen Ausnehmung 9 für den Durchgang der Rotornabe 40 auf. Die Platten werden durch zwei durchgehende Stege 14 zusammengehalten, die an einem Ende bei 37 etwas vorstehen, um einen gewissen Abstand zwischen der letzten Statorplatte und der Grundplatte 67 aufrechtzuerhalten. Entsprechend weist der Rotor aus dem Vollen herausgearbeitete Elektrodenplatten 59 auf, die durch eine durchgehende Nabe 46 zusammengehalten werden. Die Nabe ist in der Grundplatte 67 drehbar gelagert und mit einem Betätigungselement (nicht dargestellt) zum Verdrehen der Kondensatorplatten versehen.
- Bei der Anordnung nach Fig. 6 und 7 werden an der untersten Elektrodenplatte 35 zwei kleine Gewindestifte 65 und 66, z. B. durch Schweißen, befestigt. Die isolierende Grundplatte 67, die aus einem keramischen Material bestehen kann, besitzt an zwei einander benachbarten Ecken zwei kleine Löcher, die innen, wie bei 68 angedeutet, mit Silber belegt sind. Die Gewindestifte 65 und 66 werden in diesen Löchern im Wege des Weichlötens festgelegt, wobei das Lot 69 eine Verbindung zwischen den Gewindestiften und der Silberauflage 68 herstellt. Dann werden an den freien Enden der Gewindestifte elektrische Zuleitungen 70 und 71 mit Hilfe von Muttern 72 und 73 befestigt.
- Bei der abgewandelten Ausführungsform nach Fig. 8 wird eine U-förmige Drahtklammer 75 durch Hartlöten oder Schweißen an der untersten Elektrodenplatte 35 befestigt, und zwei Metallbuchsen 76 und 77 werden in die Löcher der Grundplatte 67 eingesetzt. Die Enden der Schenkel der Drahtklammer 75 werden durch diese Löcher hindurchgeführt und an den äußeren Enden mit den elektrischen Zuleitungen 78 und 79 vernietet.
- Die Starrheit des massiven, aus einem Stück bestehenden Statorelektrodenaggregats ermöglicht es, das Aggregat in nächster Nähe der Kante der Grundplatte anzuordnen, wobei sich gemäß Fig. 6 eine maximale Ausnutzung der Querschnittsabmessungen ergibt.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Drehplattenkondensator mit gasförmigem Dielektrikum mit einem Rotor, der eine Mehrzahl von im gegenseitigen Abstand auf einer gemeinsamen Welle angeordnete Kondensatorplatten aufweist, und einem einstückigen Stator, dessen einzelne Kondensatorplatten durch Einschnitte in ein stangenförmiges Material gebildet sind und entlang eines Teils ihres Umrisses fest miteinander zusammenhängen, sowie einer Grundplatte aus isolierendem Material, die sich parallel zu den Kondensatorplatten erstreckt und an der der Stator mittels zwei oder mehr fest mit dem Stator verbundener Verbindungselemente gehalten ist, die sich parallel zur Rotorachse erstrecken und in entsprechenden Öffnungen der Grundplatte befestigbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungselemente (65, 66 bzw. 75) in Form von Metallstiften innerhalb des Umrisses des Stators. (14, 35) an einer Stirnfläche (35) des Stators mittels einer elektrisch leitenden Verbindung fest angebracht sind.
- 2. Drehplattenkondensator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (67) im wesentlichen quadratische Form besitzt und ihre seitlichen Abmessungen etwa den Abmessungen der Kondensatorplatten (35, 59) entsprechen.
- 3. Drehplattenkondensator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (67) zugleich zur freifliegenden Lagerung der Rotorwelle (46) dient.
- 4. Drehplattenkondensator nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stifte von den beiden Schenkeln eines U-förmigen Bügels (75) gebildet werden, dessen Mittelteil fest an der Stirnseite (35) des Stators befestigt ist.
- 5. Drehplattenkondensator nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in die Öffnung der Grundplatte Ösen (76, 77) eingesetzt sind, in die die Stifte (75) mit Festsitz passen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 695 482, 748 671; österreichische Patentschrift Nr. 55 329; schweizerische Patentschriften Nr. 193 749, 231350; französische Patentschrift Nr. 1109 253; britische Patentschriften Nr. 469 915, 480 200, 689 998; USA.-Patentschriften Nr. 2 361961, 2 714184, 2 766 511, 2 771662.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1130925X | 1956-10-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1130925B true DE1130925B (de) | 1962-06-07 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEO5816A Pending DE1130925B (de) | 1956-10-25 | 1957-10-24 | Drehplattenkondensator |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1130925B (de) |
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- 1957-10-24 DE DEO5816A patent/DE1130925B/de active Pending
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