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DE1130080B - An Wechselspannung anschliessbare Glimmentladungsroehre mit einer kalten, nicht aktivierten Kathode - Google Patents

An Wechselspannung anschliessbare Glimmentladungsroehre mit einer kalten, nicht aktivierten Kathode

Info

Publication number
DE1130080B
DE1130080B DEN19276A DEN0019276A DE1130080B DE 1130080 B DE1130080 B DE 1130080B DE N19276 A DEN19276 A DE N19276A DE N0019276 A DEN0019276 A DE N0019276A DE 1130080 B DE1130080 B DE 1130080B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
anode
cathode
screen
discharge
ignition
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN19276A
Other languages
English (en)
Inventor
Simon Mari Frouws
Jan Horseling
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Koninklijke Philips NV
Original Assignee
Philips Gloeilampenfabrieken NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Philips Gloeilampenfabrieken NV filed Critical Philips Gloeilampenfabrieken NV
Publication of DE1130080B publication Critical patent/DE1130080B/de
Pending legal-status Critical Current

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Description

  • An Wechselspannung anschließbare Glimmentladungsröhre mit einer kalten, nicht aktivierten Kathode Die Erfindung bezieht sich auf eine an Wechselspannung anschließbare Glimmentladungsröhre mit einer kalten, nicht aktivierten Kathode, einer Zündanode in der Nähe der Kathode und mit einem über einen hochohmigen Widerstand an die Anodenleitung anschließbaren Schirm, der einen großen Teil der Anode derart umgibt, daß nur ein Teil der Kathodenoberfläche mittels gerader Linien, die den Anodenschirm nicht schneiden, mit der Anode verbindbar ist, während zwischen der Anode und demjenigen Teil der Kathode, an dem die Hilfsentladung angreift, oder zwischen der Anode und der Zündanode entsprechende, den Anodenschirm nicht schneidende Verbindungsgeraden nicht ziehbar sind.
  • Es sind bereits Glimmentladungsröhren bekannt, bei denen der Anodenschirm über einen hochohmigen Widerstand mit der Kathode verbunden ist und bei denen infolge des geringen Abstandes zwischen dem Anodenschirm und der Anode, der dabei nur wenige Vielfache der freien Weglänge der Elektronen im Füllgas der Röhre beträgt, eine nur sehr schwache, zur Beseitigung von Zündverzögerungen hinreichende Entladung zwischen der Anode und dem Schirm auftreten kann. Da der Anodenschirm mit der Kathode verbunden ist, ist eine solche Röhre für Wechselspannung zwischen den Hauptelektroden nicht geeignet.
  • Es sind auch Röhren bekannt, bei denen der Anodenschirm nicht an ein konstantes Potential gelegt ist und bei denen Maßnahmen getroffen sind, Ableitungsströme zum Anodenschirm zu vermeiden, z. B. indem das Aufdampfen von leitenden Schichten auf dem den Schirm tragenden Isolator verhütet wird. Solche Röhren sind für Wechselspannung zwischen den Hauptelektroden geeignet. Um eine hinreichende Spannungsstabilität der Röhre in der Vorwärtsrichtung zu erzielen, ist die Röhre mit einer Hilfsanode versehen, die in einen von der Anode abgekehrten durchgedrückten Rand einer Öffnung in der Kathode reicht und durch die eine an der Kathode ansetzende Hilfsentladung auftritt, die in bezug auf das Anodenfeld abgeschirmt ist, so daß auch bei dauernd brennender Hilfsentladung die Gleichrichterwirkung der an Wechselspannung angeschlossenen Röhre nicht verlorengeht. Eine hinreichende Empfindlichkeit in der Durchlaßrichtung ist bei dieser Röhre nur mit einer negativen Spannung an der Zündanode erzielbar.
  • Um aber eine negative Spannung für die Zündanode dem Netz entnehmen zu können, muß ein Transformator zwischengeschaltet werden.
  • Die Erfindung bezweckt, eine Glimmentladungsröhre zu schaffen, in der unbedenklich normale Netzspannungen mit den darin auftretenden Spannungsänderungen zwischen der Anode und der Kathode verwendbar sind und demnach eine hinreichende Empfindlichkeit für die Zündung mittels einer positiven Zündanode erzielt werden kann.
  • Die Erfindung betrifft eine an Wechselspannung anschließbare Glimmentladungsröhre mit einer kalten, nicht aktivierten Kathode, einer Zündanode in der Nähe der Kathode und mit einem über einen hochohmigen Widerstand an die Anodenleitung anschließenden Schirm, der einen großen Teil der Anode derart umgibt, daß nur ein Teil der Kathodenoberfläche mittels gerader Linien, die den Anodenschirm nicht schneiden, mit der Anode verbindbar ist, während zwischen der Anode und demjenigen Teil der Kathoden, an dem die Hilfsentladung angreift, oder zwischen der Anode und der Zündanode entsprechende, den Anodenschirm nicht schneidende Verbindungsgeraden nicht ziehbar sind, und ist dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb des Anodenschirmes eine zweite, über einen hochohmigen Widerstand an die Kathodenleitung anzuschließende Schirmelektrode angeordnet ist und wenigstens einer der beiden Schirme in an sich bekannter Weise einen zum anderen Schirm gerichteten Vorsprung aufweist zur Einleitung einer während des Betriebes der Röhre dauernd brennenden, schwachen Hilfsentladung zwischen den beiden Schirmen. Die Hilfsentladung zwischen den beiden Schirmen erfolgt vorzugsweise an derjenigen Seite des Schirmes, welche von der Öffnung zum Durchlaß der Hauptentladung möglichst weit entfernt ist.
  • Eine vorteilhafte Ausführungsform der Glimmentladungsröhre nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung so getroffen ist und die Röhre so betrieben wird, daß bei der Betriebswechselspannung zwischen den Hauptelektroden die schwache Hilfsentladung zwischen den beiden Schirmen in einem solchen Abstand von der Hauptentladungsstrecke auftritt, daß eine Zündverzögerung in der Entladungsstrecke zwischen der Zündanode und der Kathode verhindert wird, ohne daß jedoch in der Hauptentladungsstrecke Zündspannungsverminderungen in einer der beiden Richtungen auftreten.
  • Infolge der hochohmigen Widerstände, über welche die Schirme an die Hauptelektroden gelegt sind und der zwischen den beiden Schirmen auftretenden Wachentladung wird in der Röhre eine Spannungsverteilung herbeigeführt, welche zur Spannungsstabilität der Röhre beiträgt.
  • Die Glimmentladungsröhre nach der Erfindung läßt sich auch mit Spannungen, die wesentlich über oder unter der Betriebsspannung liegen, noch einwandfrei steuern.
  • Die Erfindung wird an Hand des in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
  • Fig. 1 zeigt einen Axialschnitt durch den Kolben einer Entladungsröhre mit einer Seitenansicht der Elektroden; Fig. 2 ist eine Draufsicht der Elektroden; Fig. 3 und 4 zeigen zwei Schnitte gemäß den Linien III-III und IV-IV von Fig. 2, und Fig. 5 zeigt eine einfache Schaltung.
  • In den Fig. 1 bis 4 bezeichnet 2 den Röhrenboden, mit dem der Kolben 2 verschmolzen ist. Die Kathode 3 besteht aus einem geknickten Molybdänblech, welches auf drei Halterungsdrähten befestigt ist. Die aus. Nickel bestehende Anode 4 ist drahtförmig und wird vom Anodenschirm 5 umgeben. Die Kathode 3 hat einen scharf zugespitzten Vorsprung 6, dem gegenüber sich die aus Molybdänstreifen bestehende Hilfsanode 7 befindet. Der Anodenschirm 5 ist von einem geknickten Schirm 8 umgeben, der ebenso wie der Anodenschirm 5 aus Nickel besteht. Der Schirm 8 trägt einen Vorsprung 9, der bis auf einen Abstand von 0,5 mm an den Anodenschirm heranreicht. Der Abstand zwischen der Hilfsanode 7 und dem Kathodenvorsprung 6 beträgt 0,2 mm. Die Anordnung der Anode und des Kathodenvorsprungs 6 zueinander ist deutlich aus Fig. 3 ersichtlich. Die Anordnung des Vorsprungs 9 des zweiten Schirmes 8 und des Anodenschirmes 5 zueinander ist aus Fig.4 ersichtlich. Die Röhre ist mit Neon mit einem Druck von 85 mm Quecksilbersäule gefüllt. Zur Vermeidung von Verzögerungen beim Zünden der Wachentladung zwischen dem Vorsprung 9 und dem Anodenschirm 5 ist auf einem der Flügel des Schirmes 8 eine geringe Menge feinen Titanpulvers 10 angebracht, in dem das. radioaktive Material Tritium in einer Menge von etwa 1 #LC absorbiert ist. Ein Nickelpol 11 dient als Anode zum Zerstäuben der Spitze 6 und der Hilfsanode 7. In Fig. 5 bezeichnet 12 die Röhre, 13 die Kathode, 14 die Anode, 15 den Anodenschirm, 18 den zweiten mit der Kathodenleitung verbundenen Schirm, 16 die vorspringende Spitze der Kathode und 17 die Hilfsanode. Der Schirm 18 ist über einen Widerstand 19 von 10 Megohm mit der Kathodenzuleitung und der Anodenschirm 15 ist über einen Widerstand 20 von gleichfalls 10 Megohm mit der Anodenleitung verbunden. Die Röhre wird aus einer Wechselspannungsquelle 21 von 220 V gespeist.
  • Von der Anodenleitung ist über ein empfindliches Schaltungselement 22 die Verbindung mit der Zündanode 17 abgezweigt, in der sich ein Widerstand 23 befindet, der über einen Kondensator 24 noch mit der Kathode verbunden ist. Das empfindliche Schaltungselement 22 besteht aus einem Photowiderstand aus Cadmiumsulfid. Der Photowiderstand hat ohne Bestrahlung mit Licht einen sehr hohen Widerstand und bei Bestrahlung einen niedrigen Widerstand. Fällt nun Licht auf den Widerstand 22, so gelangt an die Zündanode 17 in der positiven Phase so viel Spannung, daß die Hilfsentladung und demnach die Hauptentladung in der Röhre 12 gezündet wird. Das Relais 25 wird dann erregt und schließt die Kontakte 26. Die Zündung der Röhre 12 erfolgt noch bei Steuerung durch die Hilfsanode bei einer Wechselspannung von 175 V der Wechselspannungsquelle 21, während bei 275 V ohne Steuerspannung an der Hilfsanode 17 noch keine Zündung auftritt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. An Wechselspannung anschließbare Glimmentladungsröhre mit einer kalten, nicht aktivierten Kathode, einer Zündanode in der Nähe der Kathode und mit einem über einen hochohnügen Widerstand an die Anodenleitung anschließenden Schirm, der einen großen Teil der Anode derart umgibt, daß nur ein Teil der Kathodenoberfläche mittels gerader Linien, die den Anodenschirm nicht schneiden, mit der Anode verbindbar ist, während zwischen der Anode und demjenigen Teil der Kathode, an dem die Hilfsentladung angreift, oder zwischen der Anode und der Zündanode entsprechende, den Anodenschirm nicht schneidende Verbindungsgeraden nicht ziehbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb des Anodenschirmes (5) eine zweite, über einen hochohmigen Widerstand an die Kathodenleitung anzuschließende Schirmelektrode (8) angeordnet ist und wenigstens einer der beiden Schirme in an sich bekannter Weise einen zum anderen Schirm gerichteten Vorsprung (9) aufweist zur Einleitung einer während des Betriebes der Röhre dauernd brennenden, schwachen Hilfsentladung zwischen den beiden Schirmen (5, 8).
  2. 2. Glimmentladungsröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung (9) bzw. die Vorsprünge und die Schirme und damit die zwischen den Schirmen brennende Hilfsentladung möglichst weit von der Öffnung im Anodenschirm (5) zum Durchlaß der Hauptentladung entfernt sind.
  3. 3. Glimmentladungsröhre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung so getroffen ist und die Röhre so betrieben wird, daß bei der Betriebswechselspannung zwischen den Hauptelektroden (3, 4) die schwache Hilfsentladung zwischen den beiden Schirmen (5, 8) in einem solchen Abstand von der Hauptentladungsstrecke auftritt, daß eine Zündverzögerung in der Entladungsstrecke zwischen der Zündanode (7) und der Kathode (3) verhindert wird, ohne daß jedoch in der Hauptentladungsstrecke Zündspannungsverminderungen in einer der beiden Richtungen auftreten. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1031430, 1023 528, 1042 765, 1025 997.
DEN19276A 1959-12-08 1960-12-05 An Wechselspannung anschliessbare Glimmentladungsroehre mit einer kalten, nicht aktivierten Kathode Pending DE1130080B (de)

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NL1130080X 1959-12-08

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DE1130080B true DE1130080B (de) 1962-05-24

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ID=19869863

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DEN19276A Pending DE1130080B (de) 1959-12-08 1960-12-05 An Wechselspannung anschliessbare Glimmentladungsroehre mit einer kalten, nicht aktivierten Kathode

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DE (1) DE1130080B (de)

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1023528B (de) * 1954-12-21 1958-01-30 Philips Nv Glimmentladungsroehre mit kalter Kathode
DE1025997B (de) * 1956-06-22 1958-03-13 Philips Nv Glimmentladungsroehre mit einer Hilfsanode
DE1031430B (de) * 1956-06-22 1958-06-04 Philips Nv Glimmentladungsroehre mit einer Hilfselektrode, die bis in eine OEffnung der Kathodereicht
DE1042765B (de) * 1956-06-02 1958-11-06 Elektronische Steuerapp Glimmentladungsroehre

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