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Maximumwerk für Elektrizitätszähler Es ist bekannt, einen Elektrizitätszähler
mit zwei Zählwerken zur Anzeige des in einer Ableseperiode gemessenen Gesamtverbrauchs
und mit zwei Schleppzeigern zur Anzeige des innerhalb der Ableseperiode aufgetretenen
Verbrauchsmaximums auszurüsten. In aufeinanderfolgenden Ableseperioden sind dabei
sowohl die Zählwerke als auch die beiden Maximumwerke, zu denen die Schleppzeiger
gehören, abwechselnd eingeschaltet, und zwar in der Weise, daß dasjenige Zählwerk
und dasjenige Maximumwerk, die beide in der gerade abgelaufenen Ableseperiode in
Tätigkeit waren, von dem Zählertriebwerk abgekuppelt und an ihrer Stelle das andere
Zählwerk und das andere Maximumwerk, letzteres nach vorheriger Rückstellung seines
Schleppzeigers auf Null, mit dem Triebwerk gekuppelt werden. Dadurch wird erreicht,
daß die in einer Ableseperiode entnommene elektrische Arbeit und das währenddessen
aufgetretene Verbrauchsmaximum noch bis zum Ende der darauffolgenden Ableseperiode
ablesbar bleiben, um etwaige Ablesefehler noch nachträglich berichtigen zu können.
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Um zu vermeiden, daß bei der in üblicher Weise jeweils am Ende einer
Ableseperiode erfolgenden Rückstellung des Schleppzeigers des Maximumwerkes der
abgelesene Wert des höchsten Verbrauchs unwiederbringlich gelöscht und eine nachträgliche
Kontrolle einer etwaigen Falschablesung unmöglich gemacht wird, hat man auch bereits
zusätzlich zu dem von dem Mitnehmer des Verbrauchszählers mitgeschleppten und den
Höchstverbrauch anzeigenden Schleppzähler noch einen zweiten Schleppzeiger angeordnet,
der beim Zurückstellen des ersten Schleppzeigers jeweils am Ende einer Ableseperiode
noch während der ganzen folgenden Ableseperiode auf dem angezeigten Maximumwert
stehenbleibt. Der zusätzliche Schleppzeiger kann dabei auch durch ein zusätzliches
Zählwerk ersetzt werden.
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Weiterhin ist es bereits bekannt, ein zusätzliches Zählwerk zur Registrierung
der innerhalb der einzelnen Ableseperioden jeweils vorkommenden Höchstverbrauchswerte
nicht vom Verbrauchszähler aus über einen Mitnehmer während der Ableseperiode mitschleppen
zu lassen, sondern jeweils erst am Ende der Ableseperiode den am Schleppzeiger aufgelaufenen
Höchstverbrauchswert bei der Rückstellung des Schleppzeigers in seine Nullage auf
das zusätzliche Zählwerk zu übertragen. Bei dieser Art der Übertragung registriert
also das zusätzliche Zählwerk erst während des Zurückstellens des Schleppzeigers
einen dem hierbei vom Schleppzeiger zurückgelegten Drehwinkelweg entsprechenden
Wert.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein auf dem zuletzt beschriebenen
Prinzip beruhendes Maximumwerk für Elektrizitätszähler zu schaffen, das eine einfache,
übersichtliche, billige, robuste und daher betriebssichere und dauerhafte Mechanik
für den Antrieb und die Rückstellung des Schleppzeigers sowie für die Übertragung
der Schleppzeigeranzeige auf das Zählwerk aufweist. Weiterhin liegt es im Bereich
der Aufgabe der Erfindung, das Maximumwerk so auszugestalten, daß die Rückstellung
des Schleppzeigers und die gleichzeitige Übertragung des Maximumwertes auf das Zählwerk
ebenso gut durch eine Nahauslösung wie durch Fernsteuerung bzw. wahlweise auf die
eine oder die andere Art erfolgen kann.
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Es soll dabei gleichgültig sein, ob als Zeitelement für die Registrierperioden
zur Ermittlung desVerbrauchsmaximums ein Synchronmotor oder ein Relais benutzt wird,
wobei bei Benutzung eines Synchronmotors i"ür den genannten Zweck dieser Synchronmotor
zugleich als Stellmotor für die Rückstellung und die Maximumübertragung auf das
Zählwerk verwendbar sein soll.
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Die Erfindung betrifft demgemäß ein Maximumwerk für Elektrizitätszähler
mit einem Schleppzeiger, der den Maximumwert des Verbrauchs anzeigt, der innerhalb
einer der vorangegangenen, durch ein Zeitelement, beispielsweise durch einen Synchronmotor
oder ein Relais, veranlaßten Registrierperioden stattgefunden hat, und mit einem
zusätzlich zu diesem Schleppzeiger vorgesehenen Zählwerk, auf das während des Vorgangs
der Rückstellung des Schleppzeigers in seine Nullstellung der an dem Schleppzeiger
aufgelaufene
Maximumwert übertragbar ist. Gekennzeichnet ist die Erfindung dadurch, daß eine
von einem Stellmotor antreibbare Auslöseachse, eine mit dem zusätzlichen Zählwerk
gekuppelte Übertragungsachse und eine Rückstellachse für die Rückstellung des Schleppzeigers,
in gleicher Flucht hintereinander angeordnet, mit Hilfe von zwei dazwischengeschalteten,
lösbaren Reibungskupplungen sowie über eine zusätzliche zwischen die Auslöseachse
und die Übertragungsachse geschaltete Reibungskupplung mit kleinerem Rutschdrehmoment
durch Verschieben eines infolge Ausklinkens eines Klinkhebels freigegebenen Schiebers
zur Einleitung des Rückstell- und Obertragungsvorganges miteinander kuppelbar und
nach Beendigung der Rückstellung und Übertragung infolge der von einer mit der Auslöseachse
umlaufenden Steuerscheibe bewirkten Rückstellung des Schiebers in seine durch Wiedereinklinken
des Klinkhebels fixierte Ausgangslage entkuppelbar sind.
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Gemäß einem Weiterbildungsgedanken der Erfindung sind die vom Stellmotor
über ein Untersetzungsgetriebe antreibbare und nur mit der Auslöseachse als letzter
Achse des Untersetzungsgetriebes umlaufende Steuerscheibe, der mit ihr in Wirkverbindung
stehende, durch eine Feder belastete Schieber und der mit diesem in Wirkverbindung
stehende, durch eine Feder in seiner Ausgangslage gehaltene Klinkhebel derart angeordnet,
daß bei Auslösung des Rückstell-und Übertragungsvorgangs der Klinkhebel gegen die
Wirkung seiner Feder aus seiner Ausgangslage geschwenkt und dabei von ihm durch
sein gleichzeitiges Ausklinken der Schieber freigegeben wird, worauf der Schieber
bei seiner Verschiebung die Mitnehmerachse von der Systemsoheibe entkuppelt und
die Auslöse achse gegen die Wirkung einer Rückdruckfeder mitverschiebt und mit der
Übertragungsachse kuppelt und anschließend letztere gegen die Wirkung einer Rückdruckfeder
mitverschiebt und mit der Rückstellachse gekuppelt, daß daraufhin der Stellmotor
über das Untersetzungsgetriebe und die Auslöseachse mittels der Rückstellachse den
Schleppzeiger in seine Nullage zurückstellt und mittels der Übertragungsachse den
dem hierbei vom Schleppzeiger zurückgelegten Drehwinkelweg entsprechenden Maximumwert
auf das Zählwerk überträgt und daß nach Beendigung der Rückstellung und Übertragung
die sich unter Rutschen der dritten Reibungskupplung weiterdrehende Steuerscheibe
mit einem Nocken den Schieber gegen die Wirkung seiner Feder in seine Ausgangslage
zurückschiebt, wodurch die Mitnehmer achse wieder mit der Systemscheibe gekuppelt
wird, daraufhin der Klinkhebel unter Wirkung seiner Feder hinter dem Schieber wieder
einklinkt und schließlich nach Freikommen des Schiebers von dem Nocken die drei
in der gleichen Flucht liegenden Achsen durch axiale Zurückverschiebung der Auslöseachse
und der Übertragungsachse unter Wirkung der beiden Rückdruckfedem voneinander entkuppelt
werden.
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Bei einer bevorzugten Ausführung dieser Einrichtung ist eine mit
einer Kurve versehene und mit der Steuerscheibe einerseits in Wirkverbindung stehende
Steuerklinke derart angeordnet, daß sie über ihre Kurve bei Auslösung des Rückstell
und tÇbertragungsvorgangs vom Schieber bei dessen Verschiebung aus einer Rastlücke
der Steuerscheibe ausgerastet wird und nach Beendigung der Rückstellung und Übertragung
bei Rückkehr des Schiebers in seine Ausgangslage in die Rastlücke der Steuerscheibe
wieder
einrastet, sobald letztere nach einer vollen Umdrehung ihre Ausgangsdrehlage wieder
erreicht hat.
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In einer weiteren Fortbildung des Erfindungsgegenstandes kann diese
Einrichtung bei Verwendung eines Synchronmotors als Zeitelement für die Registrierperioden
des Maximumwertes derart ausgestaltet werden, daß der als Stellmotor dienende Synchronmotor
die Auslöseachse dauernd antreibt und die Steuerscheibe lose drehbar, jedoch unverschiebbar
auf der Auslöseachse angeordnet ist und eine einen Betätigungsarm und einen Kupplungsarm
aufweisende Kupplungsklinke trägt, weiche einerseits über den Betätigungsarm mit
der Steuerklinke dauernd und andererseits über den Kupplungsarm mit einem fest auf
der Auslöseachse sitzenden Kupplungsrad zeitweilig derart in Wirkverbindung steht,
daß die Steuer-Minke bei ihrem Ausrasten aus der Steuerscheibe den Betätigungsarm
freigibt, so daß die Kupplungsklinke unter der Wirkung einer Feder ausschwenkt,
wobei der Kupplungsarm in das Kupplungsrad einrastet und dadurch die Steuerscheibe
mit der Auslöseachse kuppelt, und daß sie bei ihrem Wiedereinrasten in die Steuersoheibe
auf den Betätigungsarm einwirkt, so daß die Kupplungsklinke gegen die Wirkung der
Feder zurückschwenkt, wobei der Kupplungsarm aus dem Kupplungsrad ausrastet und
dadurch die Steuerscheibe von der Auslöseachse abkuppelt.
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Weitere für die Durchführung der Erfindung zweckmäßige Einzelheiten
sollen im folgenden an Hand der Zeichnung erläutert werden.
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Die Zeichnung zeigt in schematischer Darstellung Ausführungsbeispiele
des Maximumwerks gemäß der Erfindung. Es zeigt Fig. 1 ein Maximumwerk für Nahauslösung
bei Verwendung eines Synchronmotors als Zeitelement für die Registrierperioden des
Maximumwerks, Fig. 2 die steuerungstechnische Aufteilung des Drehwinkels von 3600
für eine volle Umdrehung der Steuerscheibe der in Fig. 1 gezeigten Einrichtung,
Fig. 3 ein Maximumwerk für alternative Nah- und Fern auslösung bei Verwendung eines
Synchronmotors als Zeitelement für die Registrierperioden des Maximumwerks, Fig.
4 das elektrische Schaltschema für die Fernauslösung der Einrichtung gemäß Fig.
3, Fig. 5 ein Maximumwerk für alternative Nah- und Fernauslösung bei Verwendung
eines Relais als Zeitelement für die Registrierperioden des Maximumwerks, Fig. 6
die steuerungstechnische Aufteilung des Drehwinkels von 3600 für eine volle Umdrehung
der Steuerscheibe der in Fig. 5 gezeigten Einrichtung und Fig. 7 das eiektrische
Schaltschema für die Fern-und Nahauslösung der Einrichtung gemäß Fig. 5.
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In der Fig. 1 sind eine Auslöseachse 1, eine Übertragungsachse 2
und eine Rückstellachse 3 in gleicher Flucht hintereinander angeordnet. Die Auslöseachse
1 wird ständig über ein Untersetzungsgetriebe 4 von einem Synchronmotor 5 angetrieben,
der über eine Achse 6 und ein nicht gezeichnetes Rückführgetriebe einen Mitnehmer7,
der einen Schleppzeiger 8 vor sich herschiebt, jeweils am Ende der Registrierperioden
(Meßperioden) in seine Nullage zurückführt. Die Auslöseachse 1 kann mit der Übertragungsachse
2 durch eine Reibungskupplung 9 und die Ubertragungsachse 2 mit der Rückstellachse
3 durch eine Reibungskupplung 10 gekuppelt werden. Zwei Rückdruckfedern
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und 12 halten innerhalb der Ableseperiode die beiden Reibungskupplungen 9 und 10
ausgerückt. Eine dritte Reibungskupplung 13 ist im Betrieb der Auslöseachse 1 vor
der Reibungskupplung 9 derart angeordnet, daß ihre getriebene Kupplungshälfte als
treibende Kupplungshälfte der Reibungskuppiung 9 dient. Das Rutschdrehmoment dieser
dritten Reibungskupplung 13 ist kleiner als die Rutschdrehmomente der beiden anderen
Reibungskupplungen 9 und 10. Die Rückstellachse 3 ist leicht gebremst und über ein
Winkelgetriebe 14, 15 und ein Stirnradgetriebe 16 - alle drei Getriebestufen jeweils
im Übersetzungsverhältnis 1 : 1 - mit dem Schleppzeiger 8 des Maximumwerks verbunden;
sie trägt einen Anschlag 17, welcher beim Zurückstellen des Schleppzeigers 8 durch
Anschlagen gegen einen nicht gezeichneten Gegenansohlag die richtige Nullage des
Schleppzeigers 8 gewährleistet. Die Übertragungsachse 2 steht über ein Stirnradgetriebe
18 mit einem Zählwerk 19 in Verbindung. Auf der ständig umlaufenden Auslöseachse
1 sitzt fest mit ihr verbunden ein Kupplungsrad 20.
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Ein Steuermechanismus, welcher drei Wirkungen ausübt, d. h. auf das
Kupplungsrad 20, die Auslöseachse 1 und eine den Schleppzeiger 8 über den Mitnehmer
7 mitnehmende Mitnehmerachse 21 einwirkt, wird nun näher beschrieben.
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Auf der Auslöseachse 1 sitzt lose drehbar, jedoch gegen sie unverschiebbar,
eine Steuerscheibe 22, welche eine schwenkbare Kupplungsklinke 23 trägt, die einerseits
einen Betätigungsarm 24 und andererseits einen Kupplungsarm 25 aufweist. Eine Zugfeder
26 sucht den Kupplungsarm 25 unter Schwenken der Kupplungsklinke 23 in das Kupplungsrad
20 einzurasten. Die Kupplungsklinke 23 und damit ihr Kupplungsarm 25 wird jedoch
an dieser Schwenkbewegung dadurch gehindert, daß eine ihrerseits schwenkbare Steuerklinke
27 unter Wirkung einer Zugfeder 28 den Betätigungsarm 24 der Kupplungsklinke 23
festhält.
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In dieser Stellung ist die Steuerklinke 27 außerdem in eine Rastlücke
29 der Steuerscheibe 22 eingerastet, wodurch die letztere in ihrer Drehlage festgehalten
ist. Die Steuerklinke 27 ist mit einer Hubkurve 30 versehen, welche mit einem Schieber
31 zusammen arbeitet, der in Richtung auf die Auslöseachse 1 hin parallel zu ihr
verschiebbar ist.
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Bei dieser Verschiebung des Schiebers 31 in Richtung auf die Auslöseachse
1 hin wird die Steuerklinke 27 gegen den Zug der Feder 28 durch Einwirken des Schiebers
31 auf die Hubkurve30 der Steuerklinke 27 ausgeschwenkt und dabei aus der Rastlücke
29 der Steuerscheibe 22 ausgerastet, wodurch letztere drehbeweglich wird. Gleichzeitig
wird durch dieses Ausschwenken der Steuerklinke 27 der Betätigungsarm 24 der Kupplungsklinke
23 freigegeben, so daß letztere infolge des Federzugs 26 schwenken und dabei mit
ihrem Kupplungsarm 25 in das Kupplungsrad 20 einrasten kann, wodurch die Steuerscheibe
22 mit dem Kupplungsrad 20 und damit auch - da letzteres fest auf der Auslöseachse
1 sitzt - mit der Auslöseachse 1 gekoppelt wird.
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Die Verschiebung des Schiebers 31 in Richtung auf die Auslöseachse
1 hin hat zweitens zur Folge, daß der Schieber 31 auf das äußere Ende 32 der Auslöseachse
1 drückt und dadurch letztere in axialer Richtung mitverschiebt. Dadurch werden
die Auslöseachse 1 über die beiden Reibungskupplungen 13 und 9 gegen die Wirkung
der Rückdruckfeder 11
mit der Übertragungsachse 2 und letztere über die Reibungskupplung
10 gegen die Wirkung der Rückdruckfeder 12 mit der Rückstellachse 3 gekuppelt, so
daß alle drei Achsen 1, 2 und 3 miteinander zu einem dreiteiligen Wellenstrang gekuppelt
sind.
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Die Verschiebung des Schiebers 31 zur Auslöseachse 1 hin bewirkt
drittens die Entkupplung der Mitnehmerachse 21 von der Systemscheibe 33 des Verbrauchszähllers,
und zwar dadurch, daß der Schieber 31 bei seiner Verschiebung die Mitnehmerachse
21 gegen den Druck einer Rückdruckfeder 34 mitversohieblt, wobei ein fest auf der
Mitnehmerachse 21 sitzendes Kammråd 35 außer Eingriff mit einem fest auf der Systemscheibenachse
37 befindlichen Ritzel 36 gebracht wird.
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Der Schieber 31 steht unter dem Druck einer Schubfeder 38, wird aber
durch einen zweiarmigen, um eine Achse 39 drehbaren Klinkhebel 40, welcher von einer
Zugfeder 41 hinter dem Schieber 31 eingeklinkt gehalten wird, in seiner Ausgangslage
festgehalten. Erst wenn ein federnd angeordneter Druckknopf 42 von Hand betätigt
wird, schwenkt der Klinkhebel 40 unter der Wirkung eines vom Druckknopf 42 axial
verschobenen Konus43 gegen den Zug der Feder 41 aus und gibt dadurch den Schieber
31 für seine Verschiebung frei.
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Die Steuerscheibe 22 trägt einen Nocken 44, welcher bei Drehung der
Steuerscheibe 22 in den Bereich einer mit dem Schieber 31 fest verbundenen Führungsstange
45 gelangt und bei der weiteren Drehung der Steuerscheibe 22 die Führungsstange
45 und damit den Schieber 31 gegen den Druck der Schubfeder 38 in seine Ausgangslage
zurückverschiebt.
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Der Anschlag 17 für die Beendigung des Rückstellvorganges könnte
auch unmittelbar am Schleppzeiger 8 selbst angeordnet sein. Diese Anordnung ist
in der Fig. 1 durch den gestrichelt gezeichneten Anschlag 46 dargestellt. Jedoch
ist die Anordnung des Anschlages 17 insofern günstiger, als dadurch das Spiel im
Rückstellmechanismus sich nicht auswirken kann und auch die leichten Verformungen,
welche nach Anliegen des Anschlages 46 am festen Gegenanschlag durch das wirksam
werdende Rutschdrehmoment der Reibungskupplung 13 bzw. 10 innerhalb des Rückstellmechanismus
3, 14, 15, 16 bedingt sind, durch den ganz vorn auf dem Kraftpfad unmittelbar hinter
der Reibungskupplung 10 angeordneten Anschlag 17 vermieden werden.
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Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist nunmehr im folgenden beschrieben:
Jeweils am Ende einer Ableseperiode wird der Druckknopf 42 von Hand betätigt. Hierbei
spielt sich zeitlich nacheinander bzw. gleichzeitig folgendes ab: Durch die axiale
Bewegung des Druckknopfes 42 wird der Konus 43 axial mitverschoben, wodurch letzterer
den Klinkhebel 40 um die Achse 39 gegen den Zug der Feder 41 schwenkt, so daß der
Klinkhebel 40 hinter dem Schieber 31 ausklinkt. Dadurch wird der Schieber 31 freigegeben,
so daß er sich unter Wirkung der vorgespannten Schubfeder 38 in Richtung auf die
Auslöseachse 1 hin verschiebt. Bei dieser Verschiebung entkuppelt er die Mitnehmerachse
21 von der Systemscheibenachse 37, indem er die Mitnehmerachse 21 gegen den Druck
der Rückdruckfeder 34 mitverschiebt, wodurch das Kammrad 35 außer Eingriff mit dem
Ritzel 36 gebracht wird.
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Gleichzeitig hebt der Schieber 31 bei seiner Verschiebung
die
Steuerklinke27 über deren Hubkurve30 gegen den Zug der Feder 28 an, wodurch die
Steuerklinke 27 aus der Rastlücke 29 der Steuerscheibe 22 ausrastet, so daß die
letztere drehbeweglich wird.
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Durch dieses Ausrasten der Steuerklinke 27 wird gleichzeitig aber
auch der Betätigungsarm 24 der Kupplungsklinke 23 freigegeben, so daß die Kupplungsklinke
23 mit ihrem Kupplungsarm 25 unter Wirkung der Zugfeder 26 in das Kupplungsrad 20
einrasten kann. Dadurch wird die Steuerscheibe 22 mit dem Kupplungsrad 20 gekuppelt
und läuft nunmehr zusammen mit letzterem um, da das Kupplungsrad 20 fest auf der
ständig umlaufenden, vom Synchronmotor 5 über das Untersetzungsgetriebe 4 dauernd
angetriebenen Auslöseachse 1 sitzt. Der Schieber 31 drückt bei seiner Verschiebung
gleichzeitig auf das freie äußere Ende 32 der Auslöseachse 1 und nimmt deshalb letztere
bei seiner weiteren Verschiebung in axialer Richtung mit, wodurch die drei Achsen
1, 2 und 3 über die Reibungskupplungen 13, 9 und 10 gegen die Wirkung der Rückdruckfedern
11 und 12 miteinander gekuppelt werden und dann alle drei gemeinsam umlaufen, da
ja dieAuslöseachsel als letzteAchse des Untersetzungsgetriebes 4 ständig vom Synchronmotor
5 angetrieben wird.
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Von der sich jetzt drehenden Rückstellachse 3 wird der Schleppzeiger
8 über das Winkelgetriebe 14, 15 und das Stirnradgetriebe 16 in seine Nullage zurückgestellt.
Gleichzeitig mit dieser Rückstellung des Schleppzeigers 8 überträgt die Übersetzungsachse
2 über das Stirnradgetriebe 18 auf das Zählwerk 19 den Maximumwert, der dem vom
Schleppzeiger 8 bei seiner Rückstellung zurückgelegten Drehwinkelweg entspricht.
Diese Übertragung des Maximumwertes und gleichzeitige Rückstellung des Schleppzeigers
8 sind dann beendet, wenn die Rückstellachse 3 durch Anfahren ihres Anschlags 17
gegen den nicht gezeichneten festen Gegenanschlag blockiert ist. Der Schleppzeiger
8 befindet sich dann in seiner Nullstellung. Der feste Gegenanschlag ist nämlich
- zweckmäßigerweise einstellbar - derart angeordnet, daß im Augenblick des Anfahrens
des Anstoßens 17 am Gegenanschlag der Schleppzeiger 8 gerade seine Nullage erreicht
hat.
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Im gleichen Augenblick, in dem die Rückstellachse 3 mit ihrem Anschlag
17 am festen Gegenanschlag zum Anliegen gekommen ist, beginnt die Reibungskupplung
13 als die schwächste der drei Reibungskupplungen 9, 10 und 13 zu rutschen, denn
der Synchronmotor 5 und mit ihm die Auslöseachse 1 laufen dauernd weiter. Von den
drei Achsen 1, 2 und 3 läuft also jetzt nur noch die Auslöseachse 1 um, und zwar
zusammen mit der mit ihr über die Kupplungsklinke 23 gekuppelten Steuerscheibe 22.
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Bei der Rückstellung des Schleppzeigers 8 durch die Achse 3 und der
Übertragung des Maximums auf das Zählwerk 19 durch die Achse 2 hatte sich bereits
die Steuerscheibe 22 mit den Nocken 44 zusammen mit der Auslöseachse 1 gedreht,
da sie ja über die Kupplungsklinke 23 und das Kupplungsrad 20 mit der dauernd umlaufenden
Auslöseachse 1 gekuppelt worden war. Auch nach beendeter Rückstellung und Übertragung
dreht sich also - wie eben erwähnt -die Auslöseachse 1 und mit ihr die Steuerscheibe
22 weiter, wobei sich folgendes abspielt: Durch die weitere Drehung der Steuerscheibe
22 kommt deren Nocken 44 schließlich in den Bereich
der Führungsstange 45 des Schiebers
31 und schiebt dann mittels ihrer Auflaufkurve die Führungsstange 45 und damit auch
den Schieber 31 gegen den Druck der Schubfeder 38 in Richtung auf seine Ausgangslage
zurück. Gleichzeitig mit dieser Zurückverschiebung des Schiebers 31 wird auch die
Mitnehmerachse 21 unter Wirkung ihrer Rückdruckfeder 34 wieder in ihre Ausgangslage
zurückverschoben, wodurch ihr Kammrad35 wieder in Eingriff mit dem Ritzel 36 der
Systemscheibenachse 37 kommt und letztere mit der Mitnehmerachse 21 wieder gekuppelt
wird. Jetzt kann also der Synchronmotor 5 wieder in periodischen Zeitabständen die
Rückführung des Mitnehmers 7, d. h. die Meßperioden bewirken. Gleichzeitig mit der
Rückverschiebung des Schiebers 31 schwenkt aber auch die Steuerklinke 27 unter dem
Zug ihrer Feder 28 wieder so weit ein, daß ihr Ende auf dem Umfang der sich weiterdrehenden
Steuerscheibe22 schleift. Wenn der Nocken 44 dann bei der weiteren Drehung der Steuerscheibe
22 mit ihrer ganzen Hubhöhe unter der Führungsstange 45 des Schiebers 31 steht,
hat letzterer bei seiner Rückwärtsbewegung seine Ausgangsstellung erreicht, in der
er dann durch Einklinken des Klinkhebels 40 unter Wirkung der Zugfeder 41 gehalten
wird. Bei der weiteren Drehung der Steuerscheibe 22 gleitet die Führungsstange 45
von dem Nocken 44 wieder ab, so daß die Steuerscheibe 22 und mit ihr die Auslöseachse
1 unter dem Druck ihrer Rückdruckfeder 11, und auch die Übertragungsachse 2 unter
dem Druck ihrer Rückdruckfederl2 in ihre axialen Ausgangslagen zurückkehren, wodurch
alle drei Achsen 1, 2 und 3 voneinander entkuppelt werden. Wenn jetzt die Steuerscheibe
22 bei ihrer weiteren Drehung ihre Ausgangslage erreicht, d. h., wenn nach einer
vollen Umdrehung der Steuerscheibe 22 ihre Rastlücke 29 wieder in ihrer Ausgangsstellung
angekommen ist, dann rastet die Steuerklinke 27 in die Rastlücke 29 ein, wobei sie
gleichzeitig die Kupplungsklinke 23 durch Druck auf deren Betätigungsarm 24 zurückschwenkt,
so daß deren Kupplungsarm 25 aus dem Kupplungsrad 20 ausrastet. Dadurch wird die
Steuerscheibe 22 vom Kupplungsrad 20, d. h., damit auch von der ständig umlaufenden
Auslöseachse 1 entkuppelt und gleichzeitig in ihrer Ausgangsdrehlage von der in
ihrer Rastlücke 29 eingerasteten Steuerklinke 27 festgehalten. Die Einrichtung ist
nunmehr wieder bereit für die nächste Betätigung des Druckknopfes 42 am Ende der
jetzt begonnenen Ableseperiode.
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In der Fig. 2 ist die steuerungstechnische Aufteilung des Drehwinkels
von 3600 für eine volle Umdrehung der Steuerscheibe 22 gezeigt. Ein Drehwinkelweg
von 3000 der Steuerscheibe 22 dient dem eigentlichen Rückstell- und Übertragungsvorgang.
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Dieser Drehwinkel ist gleich dem vom Schleppzeiger 8 überstrichenen
Drehwinkel auf der Zeigerskala, da die Rückstellung des Schleppzeigers 8, die auf
dem Wirkungspfad von der Auslöseachsel bis zum Schleppzeiger 8 erfolgt, ausschließlich
im Übersetzungsverhältnis 1: 1 geschieht und die Steuerscheibe 22 während des Rückstellens
fest mit der Auslöseachse 1 verbunden ist. Folglich steht ein Drehwinkelweg von
600 als Supplementwinkel für alle für die Wiederbereitstellung des Auslöse- und
Steuermechanismus erforderlichen rückläufigen Bewegungsvorgänge zur Verfügung, nämlich:
die Zurückschiebung des Schiebers 31 durch den Nocken
44 in seine
durch den Klinkhebel 40 gesicherte Ausgangslage, das gleichzeitige Kuppeln der Mitnehmerachse21
mit der Systemscheibenachse37, das Entkuppeln der drei Achsen 1, 2 und 3, das Entkuppeln
der Steuerscheibe 21. vom Kupplungsrad 20 und damit von der Auslöseachse 1 und das
gleichzeitige Wiedereinrasten der Steuerklinke27 in die nach einer vollen Umdrehung
in ihre Ausgangsdrehlage zurückgekehrte Steuerscheibe 22.
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Innerhalb dieses Drehwinkelweges von 600 lassen sich aber die genannten
mechanischen Bewegungsabläufe für die Bereitstellung der Einrichtung auf die nächste
Auslösung bequem unterbringen, und es ist überdies auch innerhalb dieses Drehwinkels
von 60° infolge der Reibungskupplung 13, welche sofort rutscht, sobald die Rückstellachse
3 mit ihrem Anschlag 17 am festen Gegenanschlag zum Anliegen gekommen ist, und zwar
so lange rutscht, bis die drei Achsen 1, 2 und 3 entkuppelt werden, noch eine ausreichende
Sicherheit geschaffen, daß der Schleppzeiger 8 bei seiner Rückstellung auch wirklich
ganz bis in seine Nullage zurückgedreht und dabei der an ihm aufgelaufene Maximumwert
auch wirklich ganz auf das Zählwerk 19 übertragen wird.
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Gemäß Fig. 3 erfolgt die eigentliche Rückstellung des Schleppzeigers
8 und die gleichzeitige übers tragung des Maximums auf das Maximumzählwerk 19 in
der gleichen Weise und mit den gleichen Mitteln wie bei der Einrichtung der Fig.
1. Deshalb sind diese Teile, deren Funktion an Hand der Fig. 1 bereits ausführlich
beschrieben wurde, in der Fig. 3 größtenteils weggelassen.
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Auf der Auslöseachse 1 sitzt lose drehbar, jedoch gegen sie unverschiebbar,
die Steuerscheibe22, mit welcher ein Stirnrad47 fest verbunden ist. Das Stirnrad
47 kämmt mit einem Stirnrad 48 von doppeltem Durchmesser, mit welchem die beiden
Kurvenscheiben 49 und 50 eines Weohselkontaktschalters 51 fest verbunden sind. Das
Stirnrad47, welches also hier einen festen Teil der Steuerscheibe22 bildet, trägt
die Kupplungsklinke 23. Der Klinkhebel 40 ist mit einer Nase 52 versehen, welche
mit einem Treibstift 53 eines als Auslöseorgan dienenden Relais 54 zus ammenarbeitet.
In der Zentrale ist einFernsteuerschalter 55 vorgesehen, der mit dem Wechselkontaktschalter
51 in Verbindung steht (vgl. Fig. 4). Die Auslösung der Zeigerrückstellung und Maximumübertragung
geht bei dieser Einrichtung vor sich wie folgt: Bei Fernauslösung wird in der Zentrale
am Ende der Ableseperiode der Fernsteuerschalter55 umgelegt. Dadurch wird über den
in Ruhe befindlichen Wechselkontaktschalter 51 der Relaisstromkreis geschlossen.
Das Relais 54 wird dadurch erregt, und sein Treibstift 53 schwenkt den Klinkhebel
40 durch Druck auf dessen Nase 52 um dieAchse 39. Bei diesem Schwenken klinkt der
Klinkhebel 40 hinter dem Schieber 31 aus, und es erfolgt nun die Rückstellung des
Schleppzeigers 8 und die gleichzeitige tÇbertragung des Maximums auf das Maximumzählwerk
19 genau in der gleichen Weise, wie dies an Hand der Fig. 1 bereits beschrieben
wurde. Hier kommt als zusätzlicher Vorgang nur noch hinzu, daß die Steuerscheibe22
infolge ihrer Drehung denWechselkontaktschalter 51 über das Reduktionsgetriebe 47,
48 im Drehzahlverhältnis 2: 1 mitdreht und ihn dabei vor Beendigung des Rückstell-
und Übertragungsvorgangs öffnet, so daß das Relais 54 stromlos wird. Dadurch, daß
die Kurvenscheiben 49 und 50 des Wechsel-
kontaktschalter 51 nur eine halbe Umdrehung
zurückgelegt haben, wenn. die Steuerscheibe 22 eine volle Umdrehung ausgeführt hat,
ist der Wechselkontaktschalter 51 am Ende des Rückstell- und aber tragungsvorgangs
wieder in Bereitstellung für die nächste Fernauslösung, diesmal aber mit seinem
anderen Kontakt.
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Die Fig. 4 veranschaulicht im elektrischen Schaltschema das Wechselspiel
zwischen dem Wechselkontaktschalter 51 und dem Fernsteuerschalter 55, der immer,
wenn er umgelegt wird, den Stromkreis für das Relais 54 schließt, gleichgültig,
welche Schaltstellung die beiden Schalter 51 und 55 gerade haben.
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Bei Nahauslösung wird der Druckknopf 42 betätigt, und es spielt sich
alles in der gleichen Weise ab, wie es bei der Nahauslösung der Rückstellung des
Maximumwerks der Fig. 1 bereits beschrieben wurde.
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Ist das Maximumwerk der Fig. 3 nur für Fernauslösung eingerichtet,
so entfällt die Handbetätigung der Klinkbetätigung des Klinkhebels 40, d. h. der
Druckknopf 42 mit dem Stellkonus 43.
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In Fig. 5 dient ein Relais 56 als Zeitelement für die Registrierperioden
des Maximumwerks. Ein Stellmotor 57 ist für die Zeigerrückstellung und Maximumübertragung
vorgesehen und kann zu diesem Zweck die Auslöseachse 1 über ein Untersetzungsgetriebe
4 antreiben. Die Steuerscheibe 22 sitzt hier fest auf der Auslöseachse 1. Der Wechselkontaktschalter
51 steht auch hier mit einem Fernsteuerschalter 55 in der Zentrale in Verbindung,
wobei er so angeordnet ist, daß seine beiden Kurvenscheiben 49 und 50 fest auf der
vorletzten Achse 58 des Untersetzungsgetriebes 4 sitzen. Die beiden letzten Räder
59 und 60 des Untersetzungsgetriebes 4 stehen im Übersetzungsverhältnis 1 : 2, so
daß also das Rad 60 und die Steuerscheibe 22 doppelt so schnell umlaufen wie das
Rad 59 und die beiden Kurvenscheiben 49 und 50. Die Steuerklinke 27 kann hier auf
einen Kontaktschalter 61, der den Stellmotor 57 betätigt, einwirken, und zwar in
der Weise, daß sie bei ihrem Ausschwenken aus der Steuerscheibe 22 den Kontaktschalter
61 schließt, so daß der Stellmotor 57 Strom erhält und anläuft. Schwenkt dagegen
die Steuerklinke27 in die Steuerscheibe 22 wieder ein, so wird dadurch der Kontaktschalter
61 geöffnet, d. h., der Stromkreis wird unterbrochen und der Stellmotor 57 stromlos.
Die Steuerscheibe 22 trägt außer dem Nocken 44 noch einen Umfangsnocken 62, welcher
sich bei Drehung der Steuerscheibe 22 unter einen mit dem Klinkhebel 40 fest verbundenenBetätigungsarm
63 schiebt und dadurch letzteren und damit den Klinkhebel 40 um dessen Achse 39
ausschwenkt und hinter dem Schieber 31 ausklinkt.
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Die Auslösung dieser Einrichtung geht vor sich wie folgt: Bei Fernauslösung
legt der Beamte in der Zentrale am Ende der Ableseperiode den Fernsteuerschalter
55 um. Dadurch wird über den in Ruhe befindlichen Wechselkontaktschalter 51 der
Motorstromkreis geschlossen. Der Stellmotor 57 erhält Strom und treibt, als Auslöseorgan
dienend, über das Untersetzungsgetriebe58 die Steuerscheibe 22 an. Der Umfangsnocken
62 der Steuerscheibe 22 schiebt sich dabei unter den Betätigungsarm 63 des Klinkhebels
40 und schwenkt dadurch letzteren nach außen. Bei diesem Ausschwenken klinkt der
Klinkhebel 40 hinter dem Schieber 31 aus, und es erfolgt nun die Zeigerrückstellung
und
gleichzeitige Maximumübertragung in der gleichen Weise wie bei der Einrichtung gemäß
der Fig. 1. In ähnlicher Weise, wie bereits an Hand der Fig. 3 beschrieben, kommt
auch hier noch die Umstellung des Wechselkontaktschalters 51 als zusätzlicher Vorgang
hinzu. Vor Beendigung der Rückstellung und Übertragung wird nämlich der Wechselkontaktschalter
51 durch die Drehung seiner beiden Kurvenscheiben 49 und 50, die mit der vorletzten
Achse 58 des Untersetzungsgetriebes 4 umlaufen, umgestellt (vgl. gestrichelt gezeichnete
Schaltstellung des Wechselkontaktschalters 51 in Fig. 7), wodurch er für die nächste
Auslösung bereitgestellt wird. Nach Beendigung der Rückstellung und Übertragung,
d. h. also nach einer vollen Umdrehung der Steuerscheibe 22, wenn also die Steuerklinke
27 wieder in die Rastlücke 29 der Steuerscheibe 22 einrastet, öffnet die Steuerklinke
27 durch ihr Einschwenken den Kontaktschalter 62 und stellt dadurch den Stellmotor
57 ab Bei Nahauslösung wird der Druckknopf 42 betätigt. Der Klinkhebel 40 wird vom
Konus 43 geschwenkt und gibt den Schieber 31 zu seiner Verschiebung frei. Daraufhin
schwenkt der Schieber 31 bei seiner Verschiebung die Steuerklinke 27 aus, welche
dadurch die Steuerscheibe 22 freigibt und den Kontaktschalter 61 schließt, so daß
der Stellmotor 57 anläuft. Der Schieber 31 kuppelt aber zugleich bei seiner Verschiebung
die drei Achsen 1, 2 und 3, und es spielt sich daraufhin der Rückstell- und Ubertragungsvorgang
in der gleichen Weise ab, wie dies schon an Hand der Fig. 1 beschrieben wurde. Die
Bereitstellung des Wechselkontaktschalters 51 und die Öffnung des Kontaktschalters
61 erfolgen dann schließlich in der gleichen Weise, wie dies bei Beschreibung derFernauslösung
bereits dargelegt wurde Die Fig. 6 zeigt die steuerungstechnischeAufteilung des
Drehwinkels von 3600 für eine volle Umdrehung der Steuerscheibe 22, bei der zum
Unterschied von der steuerungstechnischen Aufteilung der Fig. 2 noch die Funktion
des Umfangsnockens 62 und die Funktion des von der Steuerklinke 27 betätigten Kontaktschalters
61 zu berücksichtigen sind. (Die Funktion der Kupplungsklinke 23 mit dem Kupplungsrad
20 der Fig. 2 entfällt jedoch hier.) Die Fig. 7 zeigt das elektrische Schaltschema
der Einrichtung gemäß der Fig. 5. Hier ist das Wechselspiel zwischen dem Wechselkontaktschalter
51 und dem Fernsteuerschalter 55 bzw. dem Kontaktschalter 61 veranschaulicht. Immer,
wenn in der Zentrale der Fernsteuerschalter 55 betätigt wird, wird der Stromkreis
für den Stellmotor 57 hierdurch geschlossen, gleichgültig, in welcher Schaltstellung
sich der Fernsteuerschalter 55 bzw. der Wechselkontaktschalter 51 gerade befand,
und gleichgültig auch, ob die vorhergehende Rückstellung und Übertragung durch eine
Hand auslösung über den Kontaktschalter 61 oder durch eine Fern auslösung über die
beiden Schalter 55 und 51 bewirkt worden war. Das elektrische Schaltschema veranschaulicht
weiterhin, daß auch immer dann der Stromkreis für den Stellmotor 55 geschlossen
wird, wenn bei einer Nahauslösung der Druckknopf 42 und damit der Kontaktschalter
61 betätigt wird, gleichgültig, welche Schaltstellungen die Schalter 51 und 55 gerade
innegehabt haben, und gleichgültig, ob eine Nah- oder Fernauslösung dieser Nahauslösung
vorangegangen war.
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Ist das Maximumwerk der Fig. 5 nur für Fernauslösung eingerichtet,
so entfallen die Steuerklinke 27
und der von ihr betätigte Kontaktschalter 61 für
den Stellmotor 57, der dann ausschließlich über den Wechselkontaktschalter 51 und
den Fernsteuerschalter 55 ein- bzw. ausgeschaltet wird (elektrisches Schaltschema
dann wie in Fig. 4).
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Ist andererseits das Maximumwerk der Fig. 5 nur fürNahauslösung eingerichtet,
dann entfällt hier sinngemäß der Wechselkontaktschalter 51 (und natürlich auch der
Fernsteuerschalter 55 in der Zentrale), und der Stellmotor 57 wird dann ausschließlich
über den von der Steuerklinke 27 betätigten Kontaktschalter 61 ein- bzw. ausgeschaltet.
Weiterhin entfallen der Umfangsnocken 62 an der Steuerscheibe 22 und der von ihr
betätigte mit dem Klinkhebel 40 fest verbundene Betätigungsarm63, denn es genügt
ja dann, da bei Nahauslösung der Auslösevorgang nur vom Druckknopf 42 her eingeleitet
wird, die einfache Ausführung des Klinkhebels 40, wie sie schon für die Nahauslöseeinrichtung
der Fig. 1 gezeigt und beschrieben wurde.
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Die Darstellung einiger Ausführungsbeispiele (vgl. insbesondere die
Fig. 1, 3 und 5) und deren Beschreibung, die auch auf die möglichen Ausführungsvarianten
eingeht, zeigen, daß dem Maximumwerk gemäß der Erfindung, obwohl es für die verschiedensten
Situationen Anwendung finden soll, gleichwohl weitgehend ein und derselbe Aufbau
zugrunde liegt. Sei das Maximumwerk nun für Fern- oder Nah- oder für alternative
Auslösung eingerichtet und sei es nun, daß ein Synchronmotor 5 oder ein Relais 56
als Zeitelement für die Registrierperioden des Maximumwerks dient, immer kommt der
gleiche einfache und übersichtliche Grundaufbau in Frage, der gekennzeichnet ist
durch die in einer Flucht liegenden miteinander kuppelbaren drei Hauptachsen, nämlich
die Auslöseachse 1, die Übertragungsachse 2 und die Rückstellachse3, sowie eine
Steuerscheibe22, einen Schieber 31 und einen mit diesem zusammenarbeitenden Klinkhebel40.
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Der Grundaufbau des Maximumwerks gemäß der Erfindung läßt sich mit
denkbar geringen Anpassungsvarianten für sämtliche nachfolgend genannten Fälle verwenden:
| Fall | Zeitelement | Auslösung |
| 1. Synchronmotor Nahauslösung |
| 2. Synchronmotor Fernauslösung |
| 3. Synchronmotor Nah- und Fernauslösung |
| 4. Relais Nahauslösung |
| 5. Relais Fernauslösung |
| 6. Relais Nah- und Fernauslösung |
Der Fall 1 ist in der Fig. 1, der Fall 3 in der Fig. 3 und der Fall 6 in der Fig.
5 gezeigt.
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Die übrigen nicht in Zeichnungsfiguren dargestellten Fälle mit ihren
geringfügigen funktionellen und konstruktiven Abweichungen bzw. Vereinfachungen
sind jeweils bei Beschreibung der gezeigten artverwandten Fälle kurz erläutert (d.h.
Fall 2 bei Beschreibung des Falles 3 an Hand der Fig. 3 und die Fälle 4 und 5 bei
Beschreibung des Falles 6 an Hand der Fig. 5).