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DE1129841B - Kraftuebertragung fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents

Kraftuebertragung fuer Kraftfahrzeuge

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Publication number
DE1129841B
DE1129841B DEF31007A DEF0031007A DE1129841B DE 1129841 B DE1129841 B DE 1129841B DE F31007 A DEF31007 A DE F31007A DE F0031007 A DEF0031007 A DE F0031007A DE 1129841 B DE1129841 B DE 1129841B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shaft
power transmission
clutches
parts
drive
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF31007A
Other languages
English (en)
Inventor
Claude Hill
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Harry Ferguson Research Ltd
Original Assignee
Harry Ferguson Research Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Harry Ferguson Research Ltd filed Critical Harry Ferguson Research Ltd
Publication of DE1129841B publication Critical patent/DE1129841B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H37/00Combinations of mechanical gearings, not provided for in groups F16H1/00 - F16H35/00
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H2700/00Transmission housings and mounting of transmission components therein; Cooling; Lubrication; Flexible suspensions, e.g. floating frames
    • F16H2700/02Transmissions, specially for working vehicles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Retarders (AREA)

Description

  • Kraftübertragung für Kraftfahrzeuge Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Kraftfahrzeuge mit Kraftübertragungen, bei denen die Motorleistung nicht nur zu den hinteren Fahrzeugrädern, sondern auch auf die vorderen Fahrzeugräder übertragen wird und bei denen ein gesteuertes Differential (nach stehend »Zentraldifferential« genannt) zwischen der hinteren und vorderen Antriebswelle gelegen ist, die die Teile der Antriebe zu .den vorderen Fahrzeugrädern einerseits und zu den hinteren Fahrzeugrädern andererseits bilden. Bei diesen Antrieben ist das übliche Differential zwischen den hinteren Fahrzeugrädern und, ein entsprechendes Differential zwischen den vorderen Fahrzeugrädern angeordnet, und das Zentraldifferential dient. dazu, das vom Fahrzeugmotor erzeugte Drehmoment zwischen den Antrieben zu den vorderen und den hinteren Differentialen der vorderen und hinteren Fahrzeugräder aufzuteilen.
  • Durch den Ausdruck »gesteuert«, wie er in Zusammenhang mit dem Zentraldifferential nachstehend verwendet wird, ist angezeigt, daß Mittel vorgesehen sind, um die Differentialwirkung -dieses Differentials zu begrenzen; d. h., durch dieses Differential kann jede Kardanwelle in ihrer Umdrehungsgeschwindigkeit von der anderen Kardanwelle nur in gewissen vorher bestimmten höheren und niedrigeren Grenzen abweichen, wobei die Anordnung so getroffen ist, daß sie volle Freiheit zum Steuern erlaubt.
  • Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf eine Kraftübertragung, wie sie oben beschrieben ist, und von der folgenden, schon früher vorgeschlagenen Art: Eine Kraftübertragung, bei der der Antriebsteil des Zentraldifferentials von dem Motor über ein Umkehrgetriebe angetrieben: wird und die Differentialwirkung unter der Steuerung eines Paares von Einwegkupplungen begrenzt ist, deren jede aus zwei angetriebenen Teilen besteht, d: h. aus einem Laufteil und einem Überholteil, wobei die Anordnung so getroffen ist, daß mit Bezug auf eine der Kupplungen ihr Laufteil mit der Kardanwelle zusammen dreht und ihr Überholteil mit dem Antrieb -des Zentraldifferentials, während mit Bezug auf die andere der Kupplungen ihr Laufteil mit dem Antrieb des Zentraldifferentials zusammen und ihr Überholteil zusammen mit der Kardanwelle dreht.
  • Bei einer Kraftübertragung der hier beschriebenen Konstruktion ist es wesentlich, daß für die Rückwärtsfahrt und andere Zwecke beide Kupplungen entkuppelt werden können, d. h. mit anderen Worten, daß sie als Kupplungen unwirksam gemacht werden können. In der Praxis können Verhältnisse vorkommen, unter denen eine Entkupplung nicht bewirkt werden kann, wenn lediglich Einwegkupplungen der üblichen Art verwendet werden, insbesondere Kupplungen, die Rollen zwischen. dem Laufteil und dem Überholteil verwenden, weil derartige Teile solcher Kupplungen .dazu neigen, miteinander zu verklemmen.
  • Die Aufgabe der Erfindung ist es, verbesserte Einwegkupplungen zu schaffen sowie Mittel zum Steuern ihrer Wirksamkeit, so daß sie in jedem Zustand und in jeder Lage wirksam ausgekuppelt werden können.
  • Nach der Erfindung ist eine Kraftübertragung für Kraftfahrzeuge der genannten Art dadurch gekennzeichnet, daß jede der Reibungskupplungen aus einem Druckteil besteht, der mit einem der Laufteile und Überholteile schraubenförmig verbunden ist, um einen begrenzten Betrag relativer Dreh- und Axialbewegung zwischen ihnen zu erlauben, und jede Reibungskupplung zwischen dem dazugehörigen Druckteil und einem hydraulischen Widerlager liegt, das mit beiden Druckteilen der Reibungskupplungen während des Vorwärtsfahrens zusammenarbeitet, um die Wirkung des zentralen Differentials zu begrenzen, wobei mit dem hydraulischen Anschlag oder Widerlager ein Steuerorgan verbunden ist, um Hydraulikflüssigkeit aus dem Anschlag oder Widerlager abzulassen, so daß das Widerlager und damit die Reibungskupplungen unwirksam werden.
  • Ein Ausführungsbeispiel einer Kraftübertragung nach der Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt Fig.1 einen senkrechten axialen Schnitt durch Teile der Kraftübertragung, die an der hinteren Kardanwelle des Kraftfahrzeuges gelegen sind, Fig.2 einen waagerechten axialen Schnitt durch das Zentraldifferential und die dazugehörigen Teile. Das Zentraldifferential (Fig. 2) besteht in üblicher Weise aus einem Planetenträger 1, Planetenrädern 1A, von denen zwei gezeigt sind, die auf einer Welle 1 B drehbar gelagert sind, die ihrerseits in dem Planetenträger sitzt, und einem Paar von einander gegenüberliegenden koaxialen Sonnenrädern2, 2A. Der Planetenträger ist der Antriebsteil des Differentials.; er wird durch eine in nur einer Richtung drehbare Welle 12 über ein Umkehrgetriebe angetrieben. Die Sonnenräder 2, 2A sind die Abtriebsteile; sie sind jedes für sich mit den hinteren und vorderen Kardanwellen 10, 10A des Kraftfahrzeuges fest verbunden. Diese Kardanwellen bilden die Antriebe der Differentiale zwischen den hinteren Fahrzeugrädern und zwischen den vorderen Fahrzeugrädern.
  • Das Umkehrgetriebe ist von der epizyklischcn Art. Das Getriebe besteht aus einem innenverzahnten Ring 4, der eine Fortsetzung des Planetenträgers 1 des Zentraldifferentials bildet. Das Umkehrgetriebe besteht weiterhin aus einem Planetenträger 5, wobei lediglich einer der Sätze der Planetenräder SA dargestellt ist. Der Träger 5 ist nicht nur drehbar, sondern auch entlang der Welle 12 axial verschieblich, und zwar in jede von drei möglichen Stellungen: »vorwärts«, »neutral« und »rückwärts«. Das Umkehrgetriebe umfaßt weiterhin ein Sonnenrad 6, das die vordere Fortsetzung der Welle 12 bildet, und eine Verankerungsplatte 7, die fest in dem Gehäuse 8 des gesamten Getriebes sitzt. Die Planetenräder kämmen ständig mit den Innenzähnen 4A des Ringes 4 und den Außenzähnen 6A des Sonnenrades. Der Planetenträger hat äußere Anschlagzähne 5B, die mit den Ringzähnen 4A in der Vorwärtsstellung kämmen, die jedoch in der neutralen Stellung frei sind und die in der Rückwärtsstellung mit den inneren Anschlagzähnen 7A an derVerankerungsplatte 7 kämmen. Die axiale Verschiebung des Planetenträgers 5 erfolgt durch einen vom Fahrer bewegten Gabelarm 9, der in hier nicht dargestellter, jedoch üblicher Weise mit einer Ringkerbe zusammenwirkt, die zwischen den Flanschen 5 C an dem Planetenträger 5 ausgebildet ist. Der Gabelarm 9 ist an einer drehbarenWelle9A unter demUmschalthebelbefestigt.
  • In Fig. 2 ist der Planetenträger in seiner Vorwärtsstellung dargestellt; wie zu erkennen ist, kämmen seine Zähne mit den Zähnen des Ringes, so daß ein fester 1:1-Antrieb von der Antriebshohlwelle zu den Antriebsteilen des Zentraldifferentials erfolgt. In der Neutralstellung, in der die Zähne des Planetenträgers frei sind, ist das Umkehrgetriebe ausgekuppelt, so daß kein Antrieb erfolgt. In der Rückwärtsstellung, in der der Planetenträger fest mit der Verankerungsplatte verbunden ist, erfolgt ein rückwärts gerichteter und untersetzter Antrieb durch das Umkehrgetriebe zu den Antriebsteilen des Zentraldifferentials.
  • Ebenfalls mit Bezug auf Fig. 2 ist zu erkennen, daß die hintere Kardanwelle 10 durch eine innere Hohlwelle 11 hindurchgeht, die ihrerseits durch eine äußere Hohlwelle 12 hindurchgeht. Diese drei Wellen erstrecken sich nach hinten (d. 'h. nach rechts in der Zeichnung) von den folgenden Teilen, nämlich: dem hinteren Sonnenrad 2 des Zentraldifferentials, dieses Teil treibt die Welle 10; dem Planetenträger 1 des Zentraldifferentials, dieses Teil ist eine Fortsetzung der inneren Hohlwelle 11; das Umkehrgetriebe 4 bis 7, das durch die äußere Hohlwelle 12 angetrieben wird und das seinerseits das Zentraldifferential antreibt.
  • Die äußere Hohlwelle 12 ist der Antrieb der hier dargestellten Kraftübertragung; der in einer gleichen Richtung von dem Motor über ein entsprechend ausgelegtes Schaltgetriebe sowie über ein Ketten- und Kettenradgetriebe 13, 14 angetrieben wird; dieses Schaltgetriebe kannebenfalls einen hydraulischenDrehmomentwandler enthalten. Die Wellen 10 und 11 sind in ihrer Drehrichtung umkehrbar und werden beide von dem Zentraldifferential her in der gleichen Richtung angetrieben, während der gerade gesteuerten Fahrt (vorwärts oder rückwärts) werden sie mit derselben Drehgeschwindigkeit angetrieben, weil dann das Zentraldifferential als ein fester Körper dreht, der keine Differentialwirkung hat.
  • Die Wellen 10 und 11 treiben drei Paare von Zahnrädern, deren jedes ein verschiedenes Übersetzungsverhältnis gegenüber den anderen hat. Das erste Paar besteht aus einem Zahnrad 20, das mit der Kardanwelle 10 fest verbunden ist, und einem Zahnrad 21, das mit der kurzen Seite der Welle 22 verbunden ist, die, wie später beschrieben wird, als eines der Teile jeder Einwegkupplung dient. Diese Welle 22 dreht sich daher konstant in Einheit mit einem Abtriebsteil des Zentraldifferentials, das ist in dem hier dargestellten Beispiel das hintere Kegelsonnenrad, das die Welle 10 antreibt. Die anderen beiden Paare bestehen aus Zahnrädern 23 und 25, die als Einheit mit der inneren Hohlwelle 11 fest verbunden sind, und Zahnrädern 24 und 26, die durch Getriebezähne an den äußeren beiden Teilen 30 und 31 der Einwegkupplungen ausgebildet sind. Diese Teile sind als einander gegenüberliegende, äußere Gehäuse ausgebildet, die zusammen andere Teile der Kupplungen umschließen. Diese Gehäuseteile drehen sich daher gleichmäßig als Einheit mit den Antriebsteilen des Zentraldifferentials, nämlich dem, der die innere Hohlwelle 11 antreibt.
  • Die Übersetzungsverhältnisse der Zahnradpaare 20, 21; 23, 24 und 25, 26 sind derart ausgelegt, daß, wenn beide Wellen 10 und 11 mit der gleichen Geschwindigkeit rotieren (d. h. wenn keine Wirkung des Zentraldifferentials vorhanden ist), der Teil 30 die Welle 22 überholt, während diese Welle ihrerseits den anderen Teil 31 überholt.
  • Die Einwegkupplungen bestehen ebenfalls aus zwei Teilen 32 und 33, die als Ringe ausgeführt sind und die mit inneren schraubenförmigen Zähnen 34 versehen sind. Diese Zähne sitzen auf dem entsprechend gegenteilig ausgebildeten Gewinde 35 auf der Welle 22. Die schraubenförmig gezahnten Teile 32 und 33 sind jeder mit einem Flansch 36 versehen, und die zwei Flanschen sind mit ihren Stirnflächen gegeneinandergerichtet.
  • Die Einwegkupplungen enthalten ein Paar gegeneinanderliegende ringartige Kolben 40. Jeder dieser Kolben ist mit seiner Stirnfläche auswärts gegen den dazugehörigen Flansch 36 gerichtet.
  • Die Einwegkupplungen bestehen weiterhin aus einem Paar von Mehrscheibenreibungskupplungen 41. Jede Reibungskupplung liegt zwischen einem der mit Flansch versehenen schraubenförmig gezahnten Teile 32,33 und dem dazugehörigen Kolben 40. Die Anordnung ist so getroffen, daß die Teile 32, 33 als Druckteile der Reibungskupplungen dienen und die Kolben 40 als ihre Widerlager. In jeder Reibungskupplung ist ein Satz der Scheiben bei 42 mit dem dazugehörigen Gehäusetei130 oder 31 verbunden, während der andere Satz bei 43 mit der Welle 22 fest verbunden ist.
  • Die Kolben 40 sind beide innerhalb eines ringförmigen »Zylinders« 44 beweglich, und solange die Kraftübertragung für die Vorwärtsfahrt des Fahrzeuges geschaltet ist, werden die Kolben 40 stark auseinandergedrückt durch einen dazwischenliegenden, als hydraulisches Widerlager 45 wirkenden Ring einer Druckflüssigkeit. Die Auseinanderbewegung .der Kolben wird durch die Schultern 46 in den Gehäuseteilen 30 und 31 begrenzt. Die Druckflüssigkeit, vorzugsweise Öl, wird von einem hydraulischen System zugespeist, das aus einer hier nicht dargestellten Pumpe besteht, die von dem Motor angetrieben wird, und die Flüssigkeit wird zu dem Zylinder 44 über eine Leitung 50 in dem feststehenden äußeren Gehäuse 51 der Kraftübertragung zugeführt sowie über einen Zwischenraum 52 an einem Ende der Welle 22, ein Einwegventil mit einem Sitz 53 und einer durch eine Feder angedrückten Kugel 54, eine zentrale Bohrung 55, die sich von dem einen bis zu dem anderen Ende der Welle 22 erstreckt, und einen radialen Durchtritt 56 in dieser Welle. Die Bohrung 55 ist am hinteren Ende der Welle 22 durch ein Ablaßventil57 geschlossen, das von einer Feder 58 in Schließstellung gehalten wird.
  • Bei jeder Einwegkupplung ist zwischen dem Gehäusetei130 oder 31 und dem schraubenförmig gezahnten Drucktei132 oder 33 eine Reibungsschleppeinrichtung angeordnet, die aus einer kleinen Schleifkupplung 60 besteht. Die beiden Scheibensätze dieser Kupplung sind mit dem Teil 30 oder 31 und dem Druckteil 32 oder entsprechend 33 fest verbunden. Leichte Federn 61 drücken die Kupplungsplatten zusammen. Bei geradeaus gesteuerter Vorwärtsfahrt sind die verschiedenen Teile in den Stellungen, die in der Zeichnung dargestellt sind. Die beiden Reibungskupplungen 41 sind beide ausgekuppelt, weil die schraubenförmig gezahnten Druckteile 32 und 33 ihre am weitesten außenliegenden Stellungen einnehmen, d. h. diejenigen Stellungen, in denen sie auf der Welle 22 am weitesten voneinander entfernt sind. Diese Stellung ist in jedem Fall durch einen Anschlagring 62 an dem äußeren Ende der schraubenförmigen Zähne 35 festgelegt. Die schraubenförmig gezahnten Druckstücke 32 und 33 behalten diese Stellungen bei, weil der Teil 30 die Welle 22 überholt, und diese Welle überholt die entsprechenden Teile 31 der anderen Einwegkupplung, und wegen der Wirkung der schraubenförmigen Verzahnung zwischen jedem der Druckteile 32 und 33 einerseits und der Welle 22 andererseits.
  • Es soll jetzt angenommen werden, daß der Fahrer beim Steuern des Fahrzeuges in einer der beiden Richtungen einen Lenkausschlag so weit machen soll, als die Lenkgetriebe das erlauben. Die Wirkung ist dann, daß die hintere Kardanwelle 10 langsamer rotiert, während die vordere Kardanwelle sich schneller dreht, und zwar in bezug auf den Planetenträger des Zentraldifferentials und daher in bezug auf die innere Hohlwelle 11. Der Gehäuseteil 30 einer Kupplung wird weiterhin die jetzt langsamere Welle 22 überholen, und die Übersetzungsverhältnisse der drei Getrieberäderpaare sind so, daß die Welle 22 weiterhin den Gehäuseteil 31 der anderen Kupplung überholt, so daß die schraubenförmig verzahnten Druckstücke 32 und 33 weiterhin unwirksam und in einer Stellung bleiben wie bei der Geradeausvorwärtsfahrt. . Unter der Annahme, daß eines oder beide der hinteren Fahrzeugräder durchrutschen, wirkt die hintere Kardanwelle 10 stark beschleunigend. Die Welle 22 beschleunigt dann ebenfalls sehr stark. An dem Punkt, an dem die We'le 22 beginnt, den normalerweise überholenden Gehäuseteil 30 zu überholen, bewirkt die Reibungswirkung der damit verbundenen Schleppvorrichtung 60, 61, daß die schraubenförmig verzahnten Druckstücke 32 auf dem Gewinde 35 sich zu drehen beginnen und daher axial einwärts wandern mit dem Ergebnis, daß die Scheiben der dazugehörigen Reibungskupplung 41 fest zusammengepreßt werden, und zwar gegen die Wirkung des dazugehörigen Kolbens 40 und des Ölringes, der jetzt mit dem Kolben als ein Widerlager 45 wirkt. In Anbetracht dessen, daß die Welle 22 mit der Welle 10 über ein Getriebe verbunden ist und ebenfalls über den Gehäuseteil 30 und ein Getrieberadpaar 24, 23 mit der Hohlwelle 11 verbunden ist, sind die einzelnen Teile des Zentraldifferentials miteinander verblockt, und seine Differentialwirkung verschwindet.
  • Der vorstehend beschriebene Effekt der Begrenzung der Differentialwirkung wird ebenfalls erreicht, wenn eines der beiden vorderen Fahrzeugräder versucht zu blockieren, beispielsweise bei unnötig scharfer Anwendung der Vorderbremsen auf einer nassen oder vereisten Straßenoberfläche.
  • Sollte demgegenüber eines oder beide der hinteren Fahrzeugräder dazu neigen, zu blockieren, oder sollte eines oder beide der vorderen Fahrzeugräder dazu neigen, durchzudrehen, so wird die hintere Kardanwelle 10 schnell abgebremst, bis der Punkt erreicht ist, an dem der Gehäuseteil 31 beginnt, von sich aus die normalerweise überholende Welle 22 zu überholen. In diesem Zustand wird das dazugehörige, schraubenförmig verzahnte Druckstück 33 auf seinem Gewinde 35 gedreht und wird mit dem Gehäuseteil 31 verblockt, so daß die Welle 22 jetzt nicht nur mit der hinteren Kardanwelle 10 getriebemäßig verbunden ist, sondern auch über das Getrieberadpaar 26, 25 mit der Welle 11. Auf diese Weise sind die Teile des Zentraldifferentials miteinander verblockt, und die Differentialwirkung hört auf.
  • Bei den beschriebenen Arbeitsweisen werden beide Kolben 40 weit gegen die Schultern 46 durch den hydraulischen ölring vorgedrückt. Dementsprechend sind beim Vorwärtsfahren die Kolben 40 ständig in einer solchen Stellung, daß sie mit einem der beiden Druckteile 32 und 33 zusammenwirken, und zwar in dem Fall, daß Betriebsbedingungen eintreten, die die Begrenzungseigenschaften des Zentraldifferentials wirksam werden lassen.
  • In dem Fall, daß das Fahrzeug rückwärts gefahren werden soll, ist es unbedingt erforderlich, daß die Einwegkupplungen beide vollkommen unwirksam gemacht werden. Dieses Unwirksammachen wird lediglich dadurch erreicht, daß die Druckflüssigkeit des hydraulischen Widerlagers 45 aus dem ringförmigen Raum zwischen den Hinterseiten der Kolben 40 abgelassen wird. In diesem Fall verlieren die Kolben ihre Unterstützung von hinten, und wenn die Druckteile 32, 33 gegeneinander entlang der Welle 22 zu dem kurzen Vorsprung, der durch die Schultern 63 auf der Welle 22 gebildet wird, vorrücken, weichen die Kolben 40 im wesentlichen leerlaufend zurück, und die Reibungskupplungen 41 bleiben unwirksam.
  • In dem Beispiel wird die Druckflüssigkeit aus dem Raum zwischen den Kolben 40 abgelassen, indem das hintere Ventil 57 geöffnet wird. Der Schaft 70 dieses Ventils hat eine unter Federdruck stehende Kappe 71, die gegen einen Hebel 72 drückt. Dieser Hebel wird durch einen Bowdenzug 73, 74 bewegt, und der Bowdenzug ist zur Betätigung mit einem Handhebel (hier nicht dargestellt) verbunden, durch den der Rückwärtsgang des Fahrzeuges eingelegt wird. Dieser Handhebel hat eine übliche Verbindung mit der Welle 9A des Gabelarms 9. Die Anordnung ist so getroffen, daß beim Verschieben des Handhebels zum Zurückziehen des Armes 9 aus der vordersten Stellung der Bowdenzug den Hebel 72 vorwärts zieht, so däß das Ventil 57 geöffnet wird und das Öl aus dem Raum zwischen den Kolben 40 abgelassen wird und die Reibungskupplungen 41 damit außer Wirkung gesetzt werden. Dieser Zustand wird aufrechterhalten in beiden Stellungen »neutral« und »rückwärts«.
  • Wenn demgegenüber der Handhebel zurückgeschoben wird in die »Vorwärts«-Stellung, schließt sich das Ventil 57, und die Druckflüssigkeit 45 wird wieder in den Raum zwischen den beiden Kolben eingedrückt.
  • Ein Betriebszustand, der besonders schwere Bedingungen von den Einwegkupplungen verlangt, ist der folgende: Angenommen wird, daß das Fahrzeug an einem steilen Abhang in Aufwärtsrichtung steht, wobei die Kraftübertragung für Vorwärtsfahrt eingestellt ist. Weiterhin wird angenommen, daß der Fahrer zunächst das Fahrzeug frei den Abhang herabrollen lassen will, und zwar rückwärts. Wenn die Einwegkupplungen vom Anbeginn des freien Rollers an nicht unwirksam sind, würde der Antrieb von den Fahrzeugrädern seinerseits über alle drei Radpaare 20, 21; 24, 23 und 26, 25 übertragen. Dadurch würde eine Verblokkung zwischen den Laufteilen und den überholteilen jeder Einwegkupplung eintreten und demzufolge eine Verblockung zwischen der hinteren Kardanwelle 10 und der Nebenwelle 22 (wegen der verschiedenen Übersetzungsverhältnisse der drei Getrieberadpaare). DieFolge davon würde sein, daß dasAbwärtsrollen am Hang unterbrochen würde und eine schwere Verklemmung zwischen jedem der Laufteile und Überholteile eintreten würde. Wegen dieser Verklemmungswirkung wäre es unmöglich, daß die Kraftübertragung die üblichen Einwegkupplungen zum Schalten des Umkehrgetriebes aus seiner »Vorwärts«-Schaltstellung enthielte. Auf Grund der Konstruktion nach der Erfindung braucht jedoch der Fahrer lediglich den Handhebel aus der »Vorwärts« Nut herauszuziehen; er läßt dabei automatisch die Druckflüssigkeit 45 aus dem Raum zwischen den Kolben heraus und macht beide Einwegkupplungen durch das Zurückziehen des Widerlagers, das durch die Kolben 40 und die Druckflüssigkeit zwischen ihnen gebildet wird, vollkommen unwirksam.
  • Ein ähnlicher Betriebszustand, der bei üblichen Einwegkupplungen entsteht, ist der, daß das Fahrzeug stillsteht und hangabwärts ausgerichtet ist, wobei die Kraftübertragung jedoch auf den Rückwärtsgang eingestellt ist. Auf Grund der Konstruktion nach der Erfindung sind dabei beide Kupplungen bereits unwirksam, und daher kann der Fahrer das Fahrzeug frei hügelabwärts rollen lassen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Kraftübertragung für Kraftfahrzeuge, bei denen die Differentialwirkung eines zentralen Differentials unter der Steuerung eines Paares von Einwegreibungskuppiungen begrenzt ist, von denen jede einen angetriebenen Laufteil und einen Überholteil umfaßt, dadurch gekennzeichnet, däß jede der Reibungskupplungen (41) aus einem Druckteil (36) besteht, der mit einem der Laufteile und Überholteile (22, 30 und 31, 22) schraubenförmig verbunden (34, 35) ist, um einen begrenzten Betrag relativer Dreh- und Axialbewegung zwischen ihnen zu erlauben, und jede Reibungskupplung zwischen dem dazugehörigen Druckteil und einem hydraulischen Widerlager (45) liegt, das mit beiden Druckteilen (36) der Reibungskupplungen (41) während des Vorwärtsfahrens zusammenarbeitet, um die Wirkung des zentralen Differentials (1, I A, 2, 2A) zu begrenzen, wobei mit dem hydraulischen Widerlager (45) ein Steuerorgan (57) verbunden ist, um Hydraulikflüssigkeit aus dem Widerlager abzulassen, so daß das Widerlager und damit die Reibungskupplungen unwirksam werden.
  2. 2. Kraftübertragung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Reibungskupplungen (41) einen hydraulischen Kolben (40) hat und beide Kolben in einem Zylinder (44) angeordnet sind, der das hydraulische Widerlager zwischen dem Kolben umschließt.
  3. 3. Kraftübertragung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Laufteil einer der Kupplungen und der Überholteil der anderen Kupplung beide auf derselben mit einem Gewinde versehenen Welle (22) sitzen.
  4. 4. Kraftübertragung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einem Gewinde (35) versehene Welle als Nebenwelle (22) nahe einer Antriebswelle (10) angeordnet ist, und über Zahnräder (20, 21) mit der Antriebswelle verbunden ist.
  5. 5. Kraftübertragung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch die Kombination einer äußeren Hohlwelle (12), einer inneren Hohlwelle (11), einer Antriebswelle (10) und einer Nebenwelle (22), wobei die äußere Hohlwelle (12) in einer Richtung antreibt und mit dem Antriebsteil (1) des zentralen Differentials über ein Umkehr-(Wende-) Getriebe (4 bis 7) verbunden ist, die innere Hohlwelle (11) durch den Antriebsteil (1) angetrieben wird, die Antriebswelle (10) durch ein Antriebsteil (2) des zentralen Differentials getrieben wird und die Nebenwelle über Zahnräder (20, 21) mit der Antriebswelle verbunden ist, der Überholteil (30) einer der Kupplungen und der Laufteil (31) der anderen Kupplung jeweils über getrennte Zahnräder (24, 23 und 26, 25) mit der inneren Hohlwelle (11) verbunden sind, während die anderen Teile beider Kupplungen an der Nebenwelle (22) ausgebildet sind.
  6. 6. Kraftübertragung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Einwegkupplungen (41) als eine Mehrscheibenreibungskupplung ausgebildet sind.
  7. 7. Kraftübertragung nach Anspruch 3, 4; 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einem Gewinde versehene Welle (22) als Zuleitung (55) für eine Hydraulikfiüssigkeit ausgebildet ist, um das hydraulische Widerlager (45) zu speisen und die Zuleitung mit einem Rückschlagventil (54) versehen ist, um den Druck in dem Anschlag aufrechtzuerhalten, und mit einem Ablaßventil (57), um die Einwegkupplungen zu entkuppeln. B. Kraftübertragung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Ablaßventil eine mechanische Verbindung (9, 73, 74) mit dem vom Fahrer geschalteten Rückwärtsgang (4 bis 7) hat und über diese Verbindung durch das Zurückschalten des Ganges aus der Vorwärtsfahrtstellung geöffnet wird.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1180637B (de) 1959-05-30 1964-10-29 Ferguson Res Ltd Harry Einrichtung zum Verhindern des Blockierens der gebremsten Raeder eines Kraftfahrzeuges mit Allradantrieb
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