DE2313688A1 - Hydraulischer radantrieb fuer fahrzeuge - Google Patents
Hydraulischer radantrieb fuer fahrzeugeInfo
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Description
73 Esslingen (Neckar, .-abrikstraße 24, Postfach 348
19. März 1973
pn KQ Telefon
ct^ -'-' Stuttgart (0711)356039
359619
Telegramme Patentschutz Esslingenneckar
Eaton Corporation, 100 Erieview Plaza, Cleveland, Ohio 44114
Hydraulischer Radantrieb für Fahrzeuge
Die Erfindung betrifft einen hydraulischen Radantrieb und
eine Steueranordnung für ein Fahrzeug-Bodenrad« Im einzelnen betrifft die Erfindung einen hydraulischen Radantrieb mit
einem Umlaufgetriebe und zugeordnetem Steuersystem, in den
wahlweise betätigbare hydraulische Kupplungen vorgesehen sind, um den Planetenradträger einem stationären Gehäuse
oder einem drehbaren Gehäuse anzukuppeln und auf diese Weise verschiedene Übersetzungsverhältnisse zur Verfügung
zu stellen«
Hydraulisch getriebene Antriebsräder mit einem PlanetenradsatL·
nnd einer hydraulisch betätigten Kupplung sind bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen hydraulischen Radantrieb mit einen Planetengetriebe und
einer Mehrzahl hydraulisch betätigter Kupplungen anzugeben, bei dem der Träger des Pianetenradsatzes in einer normalen
nicht betätigten Stellung frei drehbar ist und sich der
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Radantrieb siuotor somit im Freilauf oder Leerlauf befindet,
und bei dem der Träger des Planetenradsatzes durch Axialverschiebung in einen Kupplungseingriff gebracht werden
kann, entweder mit einem stationären oder einem rotierenden Abschnitt des Radantriebes t um mehrere Drehzahlübersetzungen
zur Verfügung zu stellen«,
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß ein verbesserter hydraulischer Radantrieb für Fahrzeuge vorgeschlagen,
bei dem der Radmotor mit Hilfe v/ahlweise betätigter Kupplungen verschiedene Ausgangsgeschwindigkeiten abgibt, die
den Träger des Planetenradsatzes entweder mit einem ortsfesten oder einem rotierenden Abschnitt des Motorrades kuppeln.
Der Radantrieb umfaßt einen hydraulischen Drehmotor {Geroter}« Der Antriebsmechanismus des Hydraulikmotors umfaßt
einen innenverzahnten Ringteil ,und einen außenverzahnten
Sternbauteil, der exzentrisch innerhalb des Ringbautails zur Ausführung einer Drehbewegung und einer Kreisbahnbewegung angeordnet
ist. Die Zähne dieser Bauteile stehen miteinander in Eingriff und bilden während der Kreisbahn- und Drehbewegung
sich auf-weitende und sich verengende Kammern. Mit dem Sternbauteil
sind Ventileinrichtungen antriebsmäßig verbunden, um unter Druck stehendes Hydraulikmedium synchron zu der Kreisbahnbewegung
oder zu der Drehbewegung des Sternbauteils in die Kammern einzuführen oder von dort auszulassen« F/er Hydraulikmotor
ist innerhalb eines Gehäuses des Radantriebes angeordnet, der am Fahrzeug befestigbar ist» Der Radantrieb umfaßt
ferner einen bezüglich des Gehäuses drehbar gelagerten Mantel und einen Planetenradsatz« Innerhalb d«s Mantels befindet
sich eine schwimmende Antriebswelle, deren eines Ende
an den Sternbauteil des Hydraulikmotors angeschlossen ist und dessen anderes Ende als Sonnenrad für den Planetenradsatz
ausgebildet ist. Zur übertragung der Drehbewegung zwischen dem Sonnenrad und einem in dem Gehäuse angeordneten
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Ringbauteil sind Planetenräder vorgesehen, die bezüglich eines Planetenträgers im Mantel drehbar gelagert sind«
Der Planetenträger ist innerhalb des Mantels aus einer Neutralstellung heraus nach beiden Richtungen verschiebbar.
Der Planetenträger enthält eine erste Kupplung?fläche
zum Eingriff mit einer entsprechenden auf dem Gehäuse *orgesehenen
Kupplungsfläche, wenn sich der Träger nach der einen Seite bewegt, und eine zweite Kupplungsfläche zum
Eingriff mit einer entsprechenden auf dem Mantel befindlichen Kupplungsfläche, wenn sich der Träger aus seiner
Neutralstellung in die andere Richtung bewegt« Der Träger
ist durch beiderseits angeordnete Federn in seine Neutralstellung vorgespannt. Beiderseits des Trägers sind Kupplungsbetätigungskolben
vorgesehen, damit der Träger wahlweise durch Beaufschlagung der Kolben zum Eingriff mit
dem Gehäuse oder mit dem Mantel gebracht werden kann.
Da eir Anschluß des Pianetenträgers an das Gehäuse im GEgensatz
zu einem Anschluß an den Mantel zu einer Umkehr der Drehrichtung des Antriebsrades führen würde, sind Ventil-
und Hydraulikmittel vorgesehen, um die Scrömungsrichtung
des Hydraulikmediums automatisch und gleichzeitig umzukehren, je nachdem, welcher Kupplungsbetätigungskolben
unter Druck gesetzt ist.
Mit Hilfe der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Maßnahmen ergibt sich ein äußerst kompakter Radantrieb, der zur Anwendung
in Fahrzeugen beliebiger Art geeignet ist und ungeachtet seiner kompakten Abmessungen eine Mehrzahl von
Abtriebsdrehzahlen liefert. Die verschiedenen Abtriebsdrehzahlen werden mit Hilfe des mit hydraulischem Druck
axial verschiebbaren Trägern des Planetenradsatzes erreicht.
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Die Erfindung ist nachfolgend im einzelnen in Verbindung
mit den Zeichnungen näher erläutert» Es zeigt
Fig. 1 Radantrieb und Steueranordnung nach der Erfindung
in einem Fahrzeug,
Fig. 2 einen Axialschnitt durch den Radantrieb nach der Erfindung,
Fig. 2 einen Axialschnitt durch den Radantrieb nach der Erfindung,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 in Fig, 2, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie 4-4 in Fig. 2,
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie 5-5 in Fig. 2, Fig. 6 eine Endansicht des Radantriebs nach Fig. 2 und
Fig. 7 eine bezüglich Fig. 2 vergrößerte Ansicht einer Ventilanordnung zur Anwendung bei einem Radantrieb
nach der Erfindung.
Fig. 1 zeigt ein Fahrzeug 10 mit einem Radantrieb 12, der
in der Nabe eines Bodenrads 13 des Fahrzeuges 10 angeordnet ist.
Entsprechend Fig. 2 umfaßt der Radantrieb 12 ein auf dem Fahrzeug 10 zu befestigendes Gehäuse 14 und einen als Nabe
des Antriebsrades 13 zu befestigenden Mantel 16. Der Mantel
16 ist mittels großer Kegelrollenlager 18 und 20 auf dem Gehäuse drehbar gelagert. Das Gehäuse 14 ist über eine
Einlaßöffnung·22 und eine Auslaßöffnung 24 an eine auf
dem Gehäuse angeordnete ni cht gezeigte Hydraulikpumpe mit
einstellbarer Fördermenge angeschlossen. Einlaßöffnung 22 und Auslaßöffnung 24 können funktionsmäßig vertauscht werden,
um die Drehrichtung des Radantriebs 12 umzukehren. Das Gehäuse 14 enthält ferner einen Ölkanal 26 und «=inen
weiteren getrennten Ölkanal 28. Die Ölkanäle 26 und 28
können wahlweise über ein auf dem Fahrzeug angeordnetes und an eine nicht gezeigte Hydraulikpumpe angeschlossene·-
Zweiwegeventil 29 mit off-ener Mittelstellung beaufschlcu^
werden. Ein weiteres gleiches Hydraulikventil 29a dient zur Strömungsrichtungsumkehr bezüglich der Öffnungen 12
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und 24, Ein Lenker 29b verbindet die Steuerhebel von
beiden Ventilen zwecks gleichzeitiger Betätigung. Der Sinn der v/ahlweisen Druckbeaufschlagung der ölkanäle 26
und 28 sowie der Ventile 29 und 29a ergibt sich aus der nachfolgenden Beschreibung. Zwecks vereinfachter Herstellung
besteht das Gehäuse 14 aus einer Mehrzahl von zusammengeschraubter
Abschnitte 14a, 14b und 14c. Auch der Mantel 16 ist in gleicher Weise aus zusammengeschraubten
Abschnitten 16a, 16b und 16c zusammengesetzt.
Gemäß Fig. 2 sind mehrere O-Ringe o.dgl. vorgesehen, von
denen einer an der Stelle 15 angedeutet ist, um innerhalb des Radantriebes 12 die verschiedenen Anschlußflächen gegeneinander
abzudichten. Innerhalb des Gehäuses 14 befindet sich ein Gerotortyp-Hydraulikmotor 30. Der Gerotor-Motor
eignet sich besonders vorteilhaft für diesen Anwendungszweck, da er praktisch augenblicklich in seiner Drehrichtung
umgesteuert werden kann. Der Hydraulikmotor 30 enthält einen innenverzahnten Ringbauteil 32 und einen außenverzahnten
Sternteil 34, der zur Ausführung einer Dreh- und Kreisbahnbewegung
bezüglich des Ringbauteils exzentrisch angeordnet ist (Orbitalmotor}. Die Verzahnungen beider Bauteile stehen
miteinander in Eingriff und bilden während der relativen Orbital- und Rotationsbewegung sich aufweitende bzw. sich
verengende Hydraulikkammem. Im Gehäuse ist ein VentLlkörper
36 vorgesehen, der synchron zu der Drehbewegung des außenverzahnten Bauteils mit Hilfe der Ventilantriebseinrichtung
38 angetrieben wird. Der Ventilkörper 36 verbindet der Reihenfolge
nach die sich erweiternden ur.J verengenden Kammern mit
der Einlaßöffnung 22 und der Auslaßöffnung 24 und steuert dadurch die Strömungsrichtung durch diese Kammern synchron
zu der Bewegung des außenverzahnten Bauteils.
Ein Hydraulikmotor mit einem ähnlichen Aufbau und einem für die vorliegende Anwendung geeigneten Betriebsverhalten ist
in der US-PS 3 572 983 näher beschrieben, worauf insbesondere
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Bezug genommen wird.
Eine schwimmende Antriebswelle 40 dient zur Übertragung der
treibenden Orbital- und Rotationsbewegung des außenverzahn— ten Bauteils 34 in ein verwertbares Abtriebsdrehmoment des
Radäntriebs 12. Die Antriebswelle 40 ist mit einer bogenförmig
verlaufenden Keilwellenverzahnung 4 2 und mit einer ebenfalls bogenförmigen Zahnradverzahnung 44 an den Enden
versehen. Ein Druckblock 46 dient zur Verhinderung einer Axialbewegung der Antriebswelle 40. Die bogenförmigen Verzahnungen
an beiden Enden der Antriebswelle 40 sind erforderlich, u~i die Rotations- und Orbitalbewegung des außenverzahnten
Bauteils 34 in ein reines Drehmoment umzuwandeln, das für den Radantrieb benötigt wird. Die Anwendung einer
frei schwimmenden Antriebswelle 40 in einem Gerät dieser Bauart ist besonders vorteilhaft wegen der extrem hohen
zu übertragenden Drehmomente. Da die Welle 40 freischwimmt, kann sie sich ihren eigenen Drehmittelpunkt suchen und auf
diese Weise das Drehmoment mit dem optimal möglichen Wirkungsgrad übertragen.
Der Radantrieb 12 umfaßt ferner einen Planetenradsatz 5O,
in dem das bogenförmig verzahnte Ende 44 der Welle 40 als Sonnenrad angesehen werden kc<nn. Der Planetenradsatz enthält
eine Mehrzahl von Planetearädern 54, die auf Planetomradwellen 56 gelagert sind, welche ihrer—seits an einem Planetenträger
58 abgestützt und gelagert sind. Die Planetenräder
übertragen die Antriebsdrehung zwischen dem Sonnenrad bzw.. dein mit einer Keilwellenverzahnunc versehenen Ende 44 der
Welle 40 und einem Zahnrtng 60 an dem Innenumfang des Abschnittes
16b des Mantels 60. Der Planetenradträger 58 und die Plenetenräder 54 sind bezüglich des Sonnenrades 44 und
des Zahnringes 60 axial verschiebbar. Der Planetenträger besitzt außerdem zwei Kupplungs flächen 62 und 64. Die Kupplungefläche
62 steht einer entsprechenden Kupplungsfläche
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«w *7 «■
des Gehäuses gegenüber und besitzt normalerweise von dieser einen axialen Abstand. Die Kupplungsfläche 64 des Planetenträgers
58 steht ebenfalls einer entsprechenden Kupplungsfläche 68 des Mantels gegenüber und besitzt normalerweise
zu dieser einen axialen Abstand. Entsprechend den erforderlichen Reibeigenschaften können auf den Kupplungsflächen
und 64 beispielsweise Sintermetallbeläge 62a bzw. 64a vorgesehen sein, um den Reibwert bei Kupplungsbetätigung zu
erhöhen.
Eine Kupp.iungsbetätigungseinrichtung 70 hat die Aufgabe,
den Planetenträger 58 zur Ausführung von Axialbewegungen freizugeben, damit die Kupplungsfläche 62 des Planetenträgers
mit der Kupplungsfläche 66 des Gehäuses in Eingriff kommt und somit eine Relativdrehung zwischen Planetenträger
und Gehäuse verhindert. Die Betätigungseinrichtung 70 umfaßt eine Druckleitung 72, die an den wahlweise beaufschlagbaren
ölkanal 26 des Gehäuses anschließbar ist und einen ringförmigen Betätigungsschuh 74 innerhalb einer Ringnut des
Mantels 16. Der Schuh 74 besitzt vorzugsweise Druckausgleichsnuten 74a, um einen Metall/Metall-Kontakt zwischen
dem Schuh 74 und dem Planetenträger 58 zu vermeiden. Diese Oberfläche wird über die darin vorgesehenen Bohrunger. 74b
mit Drucköl versorgt. Federn 76 und Führungsstifte 78 haben
die Aufgabe, eine relative Drehbewegung zwischen dem Betätigungsschuh
74 und dem Mantel 16 zu verhindern.
Auf der anderen Seite des Planetenträgers ist eine gleichwirkende Kupplungsbetätigungseinrichtung 80 vergesehen, die
zwischen dem Planetenträger und deu. Gehäuse14 wirkt. Die
Betätigungseinrichtung 80 umfaßt eine in Fig. 2 mit unterbrochenen Linien angedeutete Druckölbohrung 82 in Fortsetzung
des wahlweise beaufschlagbaren Ölkanals 28 des Gehäuses 14.Ein ringförmiger Betätigungsschuh 84 ist in
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einer Ringnut des Gehäuses 14 aufgenommen, um den Planetenträger
58 wahlweise in Axialrichtung zu bewegen und die Kupplungsfläche 84 in Antriebseingriff mit der Kupplungsfläche 68 des Mantels 16 zu bringen und dadurch eine Relativbewegung
zwischen Mantel und Planetenträger zu verhindern. Der Betätigungsschuh 84 enthält ebenfalls Druckausgleichsnuten
-84a und Ölbohrungen 84b. Federn 86 und Füh rungsstifte 88 haben die Aufgabe eine Relativdrehung zwischen
dem Gehäuse 14 und dem Betätigungsschuh 84 zu verhindern.
Die Federn 76 und 86 sind außerdem wirksam, um den Planetenträger in eine zentrierte Stellung vorzuspannen,
in der der Radantrieb 12 sich im Leerlauf befindet, sofern keiner der ölkanäle 26 oder 28 durch Betätigung
des Hydrav.likventils 29 am Fahrzeug IO mit Drucköl beaufschlagt wird. ■ _-li.
Ein Flansch 90 des Mantels 14, der mit einer Mehrzahl von Durchgangsbohrungen 14d' versehen ist, dient zur Halterung
einer nicht gezeigten Scheibenbremse, um· die Fahrzeugbewegung bei Bremsbetätigung zu verzögern. Zusatzlich oder
Alternativ kann eine zusätzliche Kupplung vorgesehen seinf
um andere Abschnitte des Planetenradsatzes bezüglich des Mantels oder des Gehäuses zu verriegeln und auf diese Wed se
zusätzliche oder andere Antriebs-Übertragungsverhältnisse
zu gewinnen.
Wenn der Fahrer das Fahrzeug in Gang setzen \w,ill, muß er
entscheiden, ob ein sehr hohes Anfahrmoment erforderlich ist, wie z.B. beim Anfahren auf einer Steigung oder mit
eiiier schweren Traglast. In diesem Fall betätigt der Fahrer
das Steuerventil 29 und gleichzeitig das Steuerventil 29a am Fahrzeug 10, um die Ölkanäle 24 und 26 unter Druck zu '
setzen und damit gleichzeitig den Druck, über die Leitung
bis hinter den Kupplungsbetätigungsschuh 74 zu bringen.'
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— Q -*
Dieser Druck würde eine Axialbewegung des Planetenträgers und damit einen Eingriff zwischen der Kupplungsfläche 42
auf dem Planetenträger und der Kupplungsfläche 66 des Gehäuses 14 veranlassen. Bei Beaufschlagung der ölkanäle 24 und 26 wird der Radantrieb somit einen Ausgang mit niedriger Drehzahl und hohem Drehmoment aufweisen» Das Druck— öl aus dem Ventil 29a strömt über die Einlaßöffnung 24 in das Gehäuse und verläßt dieses durch die Öffnung 22.
auf dem Planetenträger und der Kupplungsfläche 66 des Gehäuses 14 veranlassen. Bei Beaufschlagung der ölkanäle 24 und 26 wird der Radantrieb somit einen Ausgang mit niedriger Drehzahl und hohem Drehmoment aufweisen» Das Druck— öl aus dem Ventil 29a strömt über die Einlaßöffnung 24 in das Gehäuse und verläßt dieses durch die Öffnung 22.
Das tnter Druck stehende Hydraulikmedium durchströmt nach
dem Eingang ins Gehäuse den Drehschieber 36 und gelangt in die Erweiterungskammern zwischen dem innenverzahnten Bauteil 32 und dem außenverzahnten Bauteil 34, um dadurch die
Rotations- und Orbital-Bewegung des außen verzahnten Bauteils hervorzurufen. Wenn sich die Kammer verengt, fließt das Hydrauliicöl Über den Drehscheiber zurück zur Öffnung und von dort zur Pumpe* Eine Rotations- und Orbital-Bewegung des außenverzahnten Bauteils 34 bewirkt eine Drehbewegung der Antriebswelle 40. Diese Drehbewegung der Welle 40 wird über das Sonnenrad 44 an ihrem einen Ende auf die Planetenrtider 54 übertragen, die ihrerseits um die Planetemradwellen 56 rotieren und dadurch den Zahnring 60 und den
Mantel 16 mit einem vorbestimmten Untersetzungsverhältnis von beispielsweise 4si antreiben. Dies ist möglich, weil
der Planetenträger» 58 bezüglich des GEhäuses 14 verriegelt ist und dadurch die Planetenradwellen 56 gleichfalls bezüglich des Gehäuses stationär sind. Das Drehmoment wird somit vom Scnnenrad 44 auf die Planetenräder 58 und dann direkt auf den Zahnring 6O Übertragen. In dieser Stellung hat der Zahnring 60 eine bezüglich des Sonranrades 44 entgegengesetzte Drehrichtung,
dem Eingang ins Gehäuse den Drehschieber 36 und gelangt in die Erweiterungskammern zwischen dem innenverzahnten Bauteil 32 und dem außenverzahnten Bauteil 34, um dadurch die
Rotations- und Orbital-Bewegung des außen verzahnten Bauteils hervorzurufen. Wenn sich die Kammer verengt, fließt das Hydrauliicöl Über den Drehscheiber zurück zur Öffnung und von dort zur Pumpe* Eine Rotations- und Orbital-Bewegung des außenverzahnten Bauteils 34 bewirkt eine Drehbewegung der Antriebswelle 40. Diese Drehbewegung der Welle 40 wird über das Sonnenrad 44 an ihrem einen Ende auf die Planetenrtider 54 übertragen, die ihrerseits um die Planetemradwellen 56 rotieren und dadurch den Zahnring 60 und den
Mantel 16 mit einem vorbestimmten Untersetzungsverhältnis von beispielsweise 4si antreiben. Dies ist möglich, weil
der Planetenträger» 58 bezüglich des GEhäuses 14 verriegelt ist und dadurch die Planetenradwellen 56 gleichfalls bezüglich des Gehäuses stationär sind. Das Drehmoment wird somit vom Scnnenrad 44 auf die Planetenräder 58 und dann direkt auf den Zahnring 6O Übertragen. In dieser Stellung hat der Zahnring 60 eine bezüglich des Sonranrades 44 entgegengesetzte Drehrichtung,
Sobald -las Fahrzeug eine ausreichende Fahrgeschwindigkeit
erreicht, bewegt der Fahrer den an den Ventilen 29 und 29a befestigten Stellgriff über die Neutralstellung in die
309839/0508 ,
- IO - .
gegenüberlf-egende Stellung,, so daß die Öffnungen Xl
und 28 sowie der Ö!kanal 82 unter Druck gesetzt werden,
während gleichzeitig die öffnungen 24 und 26 und der Blkanal
72 entlastet sind. Dadurch wird, die Drehrichtung des
Hydraulikmotors 30 umgesteuert. Der nun hinter dein ICupplungsbetätigüngsschuh
84 wirkende Druck bewegt den Plar.etenträger
58 gemäß Fig. 2 nach links und sorgt dabei für einen ·
Antriebseingriff zwischen eier Kupplungsflache 64 des Planetenträgers
58 Und der Kupplüngsflache 68 öes Mantels, In dieser
Stellung ist der Planetenträger 58 zur gemeinsamen Drehbewegung mi\- dem Mantel 16 verriegelt. Da der ^Planetenträger
hierbei mlf- dem Zahnring 6Ö umläuft, Ist ein Direktantrieb :.
bzw, ein UbertragungsverhMlthis von 1:1 vorhanden. Mit anderen
Worten, in dieser Küpplungsstellung ist eine Relativdrehung zwischen dem Sonnenrad 44 und dem Zähnring 60. nicht möglich.
Der Mantell6 dreht sich somit direkt mit dem Sonnenrad 44,
während die Planetenräder 54 als ortsfeste Bauteile nur das Drehmcmertt übertragen« Der Eahnrlng 60 hat die gleiche Dreh—
richtung wie das Sonnenrad 44. ,<
Wenn der Radantrieli 12 das Fahrzeug in umgekehrter
tung antreiben soll, braucht der Fahrer nur den FSräerstxoiii
der nicht gezeigten verstellbaren DruckÖIpumpe des Fahrzeuges
umzukehren. Der Betrieb der Steuerventile 29 \xnä *25a für
I^ngsamfahrt bzw. Schnellfahift bleibt, gleiche Die >Fi>iirtrichtung
des Fahrzeuges wird in an sicii bekanntter Weise g^e— ^
steuert. -
Wenn der Fiahrer das Fahrzeug im -F-fsxlau'f rollen lassen will,
bewegt er öle Stellhebel der Steuerventile 29 und 2Sa in die
Neutraisteilung. In diesem Zustand können die Federn 76 und
86 den rianetenträgerizenferieren, so daß der Antriebsmotor
sich in einer Freilauf stellung befindet. Tiieses Merkmal
ist besonders vorteilhaft Beim Schleppen oder Ziehen von
großen Baufahrzeugen bei SchnellstraRen-Geschwindiglceiten,
so daß für solche Fahrzeugarten keine besonderen Zugmaschinen
bonötigt werden.
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Claims (14)
- Patentansprüche' 1. Hydraulischer Radantrieb, insbesondere für Fahrzeuge, m£t einem auf dem Fahrzeug zu befestigenden Gehäuse, einem zum Gehäuse relativ drehbar angeordneten Mantel und einem am Gehäuse befestigten Hydraulikmotor, dessen drehbare Antriebswelle in den Mantel hineinragt, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Mantel (16) ein Planetengetriebe angeordnet ist, dessen Sonnenrad (44) von der Antriebswelle (40) aus angetrieben ist und dessen Planetenrad (54) , das mit dem Sonnenrad (44) in Eingriff steht, auf einem frei drehbar innerhalb des Mantels (16) gelagerten Planetenträger (58) angeordnet ist, während ein in dem Mantel (16) gehalterter Zahnring (60) mit dem Planetenrad (54) in Eingriff stellt; daß ferner Kupplungseinrichtungen (6 2 - 68) vorgesehen und betätigbar sind, um eine Relativdrehung zwischen dem Gehäuse (14) und dem Planetenträger (68) zu verhindern und in dieser Stellung ein erstes Antriebsuntersetzungsverhältnis herzustellen; und daß zweite Eupplungsoinrichtungen vorgesehen und betätigbar sind, ura eine Relativdrehung zwischen der. Mantel (16) und dem Planetenträger (58) zu verhindern und ein zweites Antriebs-Untersetzungsverhältnis herzustellen.
- 2. Radantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten und zv/eiten Kupplungseinrichtungen (74, 84, 62 - 68) mit Hilfe von Hydraulikdruck und Ventilen (29, 29a), die an den Hydraulikmotor (12) angeschlossen sind, wahlweise LetV'tiabar sind, und daß die Ventile zur Umkehr der StrÖmunqsric::- tung des Hydraulikmediums betätigbar sind, um dadurch ddc Drehrichtung der Abtriebswelie umzukehren, gleichzeitig ir.it der Betätigung der zweiten Kupplungseinrichtung.309839/0508
- 3. Radantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hydraulikmotor einen außenverzahnten Bauteil (34^, einen innenverzahnten Bauteil (32) und einen Steuerschieber (36) aufweist, daß der außen versahnte Bauteil mit der Antriebswelle (40) in Antriebsverbindung steht und bezüglich des innenverzahnten Bauteils (32) exzentrisch zur Ausführung einer Rotations- und Orbital-Bewegung angeordnet ist, wobei die Zähne der beiden Bauteile (32, 34) miteinander in Eingriff stehen und erweiternde sowie verengende Flüssigkeits- , kammern bilden, und daß der Steuerschieber (36) so angeordnet ist, daß das Hydraulikmedium synchron mit den Bewegungen des außenverzahnten BatTteils (34) den Kammern zugeführt bzw. entnommen wird.
- 4. Radantrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsv7elle(4O) des Hydraulikmotors (12) mit Keilwellenprofil versehene Abschnitte (42, 44) trägt, während der außenverzahnte Bauteil (34) eine mit Keilwellenprofil versehene Bohrung enthält, und daß einer der verzahnten Abschnitte der Antriebswelle (40) In der verzahnten Bohrung des außenverzahnten Bauteils aufgenommen ist, während der andere verzahnte Abschnitt (44) das Sonnenrad des Planetengetriebes bildet.
- 5. Radantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Planetenträger (58) bezüglich des Sahnringes (60) und des Sonnenrades (44) aus einer Neutralstellung, in der der Planetenträger bezüglich des Mantels (16) und des Gehäuses (.14) frei drehbar ist, nach beiden Seiten axial verschiebbar ist, und daß die beiden Kupplungen (62 - 68) druckbetätigbare Einrichtungen (74, 84) enthalten? um den Planetenträger (58) aus seiner Neutralstellung wahlweise nach der einen oder anderen Richtung jeweils entgegen einer Vorspannkraft axial zu vetschleben.30983 9/0508*™ 13 *~
- 6. Rar-cxntritb r*&ch Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Planetenträger (58) erste und zweite Kupplungsflächen (62, 64) und entsprechende gegenüberliegende Kupplungsflächen (66 bzw. 68) auf dein Gehäuse (14)bzw. auf dem Mantel (16) vorgesehen sind.
- 7. Radantrieb nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den einander gegenüberstehenden Kupplungsflächen von Planetenträger (58) und Gehäuse (14) bzw. Mantel (16) jeweils Reibbeläge (62a, 64a) vorgesehen sind,
- 8. Radantrieb nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Kupplung (64, 68) einen in einer Ausnehmung im Mantel (16) angeordneter Kolben (74) aufweist mit einer Anlagefläche zum Eingriff an einer Anlagefläche auf dem Mantel, daß ferner die zweite Kupplung (62, 66) einen in einer Ausnehmung des Gehäuses (14) aufgenommenen Kolben (84) aufweist mit einer Anlage!lache zum Eingriff mit einer Anlagöflache des Pianetenträgers, lind daß die den Planetenträger (58) in seiner Noutralstellung haltenden Vorspannmittel zwischen dem Mantel und dem dort geführten Kolben sowie zwischen dem Gehäuse (14) und dem dort geführten Kolben (84) wirksam sind.
- 9· Radantrieb nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die druckbetätigbaren Einrichtungen aus Ringkolben (74, 84) bestehen, die in Ausnehmungen des Mantels (16) bzw. des Gehäuses (14) zu beiden Seiten des Planetenträgers (58) aufgenommen sind, und daß der Hantel und das Gehäuse Druckölkanäle (26, 28, 72, 82) zur v/ahlweisen Druckbeaufüchlagung der Ausnehmungen enthalten.309839/050814 -■ . ■ .-
- 10« Radantrieb nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Mantel (16) und dem im Mantel geführten Kolben (74) öowie zwischen dam Gehäuse (14) und dem darin geführten Kolben (84) in Axialrichtung wirkende Federn (76, 86) vorgesehen sind, die den Planetenträger (58) in seine Neutralstellung vorspannen.
- 11. Radantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet e daß das/ Sonnenrad(44)des Planetengetriebes antriebsmäßig mit der Ausgangswelle des Hydraulikraotors (38) in Verbindung stehtf und daß die zwischen Planeten träger und Mantel (16)"sowie zwischen Planetenträger und Gehäuse (14) vorgesehenen Kupplungen zum.
- Umschalten des Übersetzungsverhältnisses vorgesehen sind«
- 12« Radantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche s gekennzeichnet durch ein erstes Ventil (29'), das an den Radantrieb (12) angeschlossen und wahlweise zum Einrücken der ersten oder zweiten Kupplung betätigbar ist, und durch ein zweites Ventil (29a) im Anschluß an den Radantrieb', das zur Steuerung der Strönuangsrichturtg des Hydraulikmedlums betätigbar ist, um die Drehrichtung der Abtriebswelle su steuern^ und daß die beiden Ventile (29, 29b) sür gleichzeitigen Betätigung miteinander verbunden sind, so daß die Abtriebswelle bot Betätigung der ersten Kupplung in einer Richtung und bei Betätigung der zweiten Kupplung in der entgegengesetzten Richtung dreht.
- 3Ö983S/8SÖ8
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