DE1129408B - Leuchtsatz und Zuendsatz dafuer - Google Patents
Leuchtsatz und Zuendsatz dafuerInfo
- Publication number
- DE1129408B DE1129408B DEN20121A DEN0020121A DE1129408B DE 1129408 B DE1129408 B DE 1129408B DE N20121 A DEN20121 A DE N20121A DE N0020121 A DEN0020121 A DE N0020121A DE 1129408 B DE1129408 B DE 1129408B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- flare
- dinitrotoluene
- addition
- ignition set
- graphite
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C06—EXPLOSIVES; MATCHES
- C06B—EXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
- C06B33/00—Compositions containing particulate metal, alloy, boron, silicon, selenium or tellurium with at least one oxygen supplying material which is either a metal oxide or a salt, organic or inorganic, capable of yielding a metal oxide
- C06B33/08—Compositions containing particulate metal, alloy, boron, silicon, selenium or tellurium with at least one oxygen supplying material which is either a metal oxide or a salt, organic or inorganic, capable of yielding a metal oxide with a nitrated organic compound
- C06B33/10—Compositions containing particulate metal, alloy, boron, silicon, selenium or tellurium with at least one oxygen supplying material which is either a metal oxide or a salt, organic or inorganic, capable of yielding a metal oxide with a nitrated organic compound the compound being an aromatic
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C06—EXPLOSIVES; MATCHES
- C06B—EXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
- C06B31/00—Compositions containing an inorganic nitrogen-oxygen salt
- C06B31/02—Compositions containing an inorganic nitrogen-oxygen salt the salt being an alkali metal or an alkaline earth metal nitrate
- C06B31/12—Compositions containing an inorganic nitrogen-oxygen salt the salt being an alkali metal or an alkaline earth metal nitrate with a nitrated organic compound
- C06B31/14—Compositions containing an inorganic nitrogen-oxygen salt the salt being an alkali metal or an alkaline earth metal nitrate with a nitrated organic compound the compound being an aromatic
- C06B31/16—Compositions containing an inorganic nitrogen-oxygen salt the salt being an alkali metal or an alkaline earth metal nitrate with a nitrated organic compound the compound being an aromatic the compound being a nitrated toluene
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C06—EXPLOSIVES; MATCHES
- C06C—DETONATING OR PRIMING DEVICES; FUSES; CHEMICAL LIGHTERS; PYROPHORIC COMPOSITIONS
- C06C15/00—Pyrophoric compositions; Flints
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Dental Preparations (AREA)
- Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
Description
- Leuchtsatz und Zündsatz dafür Leuchtsätze sind dazu bestimmt, einen größeren Abschnitt eines offenen Geländes verhältnismäßig kurze Zeit intensiv zu beleuchten. Leuchtsätze, auch die der Erfindung, können in Kombination mit sogenannten Strauchelfeuern verwendet werden, welche auf einem geeigneten Schlagzünder montiert sind, von welchem Fäden in das zu beleuchtende Gelände ausgespannt sind. Der Zünder ist so konstruiert, daß er sowohl bei gespannten Fäden als auch bei gelockerten Fäden wirksam ist.
- Bei der Herstellung von Leuchtsätzen wird üblich ein Metallpulver, vorzugsweise Magnesium, sowie ein Sauerstoffträger, z. B. Nitrat, Chlorat, Perchlorat oder dergleichen, verwendet. Eine Mischung dieser Substanzen muß phlegmatisiert werden, um ein gleichmäßiges Abbrennen zu bedingen. Ohne Phlegmatisierung würde die Mischung explodieren, d. h., die Dauer des Leuchtens wäre zu kurz. Es ist bekannt, diesen Stoffen auch ein Bindemittel zuzusetzen. Als Phlegmatisierungs- und Bindemittel ist Paraffinwachs üblich. Dieses wirkt außerordentlich stark phlegmatisierend und verbraucht zudem in erheblichem Ausmaß Sauerstoff. Damit bei der Stärke der Wirkung des Paraffinwachses die Leuchtwirkung nicht zu schwach ist, darf deshalb Paraffin= wachs nur in sehr kleinen Mengen zugesetzt werden. Es ist nun schwierig, derart kleine Mengen gleichmäßig im Leuchtsatz zu verteilen. Eine ungleichmäßige Verteilung würde wiederum Explosionen zur Folge haben.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Phlegmatisierungsmittel für einen Leuchtsatz zu schaffen, das in größeren Mengen zugesetzt werden kann, ohne zu stark zu verzögern. Gemäß der Erfindung enthält der Leuchtsatz einen Zusatz von 13 bis 25 % Dinitrotoluol. Dieses wirkt weniger stark phlegmatisierend als Paraffinwachs, kann also in größeren Mengen zugesetzt werden. Es wirkt ebenso bindend auf den Leuchtsatz wie Paraffinwachs. Der im Dinitrotoluol enthaltene Sauerstoff reicht im wesentlichen für die Verbrennung aus. Dinitrotoluol ist zudem in Aceton leicht löslich, so daß die gleichmäßige Verteilung in der Stoffmischung des Leuchtsatzes besonders einfach ist.
- Ein besonders zweckmäßiger Leuchtsatz besteht aus: 20 bis 28 % Magnesiumpulver 13 bis 25 % Dinitrotoluol 50 bis 60 % Natriumnitrat 4 bis 8 % Zelluloseleim Statt Natriumnitrat kann man Kaliumperchlorat oder Kaliumnitrat in entsprechenden Mengen verwenden. Es hat sich erwiesen, daß Dinitrotoluol im Leuchtsatz dieser Art eine besonders phlegmatisierende Wirkung herbeiführt, und gleichzeitig wirkt das Dinitrotoluol als Bindemittel. Der Leuchtsatz bekommt keine Risse und explodiert nicht.
- Die Herstellung des Leuchtsatzes geschieht zweckmäßig auf folgende Weise: Gewöhnlicher Zelluloseleim wird mit Aceton oder einem entsprechend wirkenden, leichtflüssigen Lösungsmittel verdünnt, so daß der Leim vornehmlich etwa 10 v. H. der Lösung ausmacht. Das Dinitrotoluol wird in dieser Flüssigkeit aufgelöst. Das Magnesiumpulver und das sauerstoffhaltige Salz werden trocken vermischt und in der Dinitrotoluollösung verrührt. Die Mischung wird danach zum Abdunsten des Acetons stehengelassen, welches einige Stunden dauert.
- Es soll bemerkt werden, daß sich das beschriebene Verfahren zum Lösen vom Dinitrotoluol in der angegebenen Weise, besonders durch Aceton, als sehr zweckmäßig erwiesen hat. Das nächstliegende Verfahren ist, das Dinitrotoluol zu schmelzen und danach die Mischung Magnesium- z. B. Kaliumnitrat in der Schmelze auszurühren. Man muß dann aber eine verhältnismäßig kleine Menge Dinitrotoluol benutzen, und es ist schwierig, die Mischung in dieser Weise gleichmäßig zu bekommen, was von größter Wichtigkeit ist. Wenn die Mischung ungleichmäßig ist, erhöht man, um eine gleichmäßige Mischung zu bekommen, die Dinitrotoluolmenge, der Satz wird dadurch zu phlegmatisch und gibt bei der Verbrennung zu wenig Licht.
- Dieser Leuchtsatz wird in einen Behälter eingeführt, z. B. ein Strauchelfeuer. Als Zündsatz verwendet man Schwarzpulver sowie kleine Mengen Graphit und Dinitrotoluol als Phlegmatisierungsmittel. Der Zündsatz kann also 80 bis 92 % Schwarzpulver, 5 bis 15% Graphit und 2 bis 6% Dinitrotoluol enthalten. Vorzugsweise wird Graphit in einer Menge von 6 bis 10% und Dinitrotoluol in einer Menge von 3 bis 5 % angewandt.
- Ein Zündsatz dieser Art hat sich als so phlegmatisch erwiesen, daß er nicht explodiert, aber andererseits so lange brennt, daß der Leuchtsatz angezündet wird.
- Der Zündsatz wird in ähnlicher Weise hergestellt wie der Leuchtsatz, und zwar so, daß Schwarzpulver und Graphit trocken vermischt werden und das Dinitrotoluol in möglichst wenig Zelluloseleim gelöst wird. Das trockene Pulver wird in der Dinitrotoluollösung verrührt. Der Zündsatz wird oben am Leuchtsatz beim Strauchelfeuer od. ä. angebracht, und der Zündsatz wird auf bekannte Weise angezündet, z. B. durch eine Expreßlunte.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Leuchtsatz auf der Basis von Magnesiumpulver und sauerstoffhaltigen Salzen, z. B. Alkali-Nitraten, -Chloraten oder Perchloraten, gegebenenfalls mit einem Zusatz eines leimartigen Bindemittels, gekennzeichnet durch einen Zusatz von 13 bis 25% Dinitrotoluol.
- 2. Zündmischung für Leuchtsätze nach Anspruch 1 auf der Basis von Schwarzpulver mit etwas Graphit, gekennzeichnet durch einen Zusatz von 2 bis 6% Dinitrotoluol. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 873 512; britische Patentschrift Nr. 589 495.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NO1129408X | 1960-06-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1129408B true DE1129408B (de) | 1962-05-10 |
Family
ID=19908183
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN20121A Pending DE1129408B (de) | 1960-06-17 | 1961-05-30 | Leuchtsatz und Zuendsatz dafuer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1129408B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1282530B (de) * | 1964-01-29 | 1968-11-07 | Bofors Ab | Verfahren zur Herstellung eines Leuchtsatzes |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB589495A (en) * | 1944-09-05 | 1947-06-23 | Eduard Wenger | Improvements in or relating to the preparation of pyrotechnic compositions |
| DE873512C (de) * | 1949-03-11 | 1953-04-16 | Haendel | Verfahren zur Herstellung von farbig brennenden Illuminationskoerpern |
-
1961
- 1961-05-30 DE DEN20121A patent/DE1129408B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB589495A (en) * | 1944-09-05 | 1947-06-23 | Eduard Wenger | Improvements in or relating to the preparation of pyrotechnic compositions |
| DE873512C (de) * | 1949-03-11 | 1953-04-16 | Haendel | Verfahren zur Herstellung von farbig brennenden Illuminationskoerpern |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1282530B (de) * | 1964-01-29 | 1968-11-07 | Bofors Ab | Verfahren zur Herstellung eines Leuchtsatzes |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3321943C2 (de) | ||
| DE3238455A1 (de) | Nebelwurfkoerper | |
| DE3728380C1 (de) | Pyrotechnische Mischung zur Erzeugung eines Tarnnebels und Anzuendmischung hierfuer | |
| AT166186B (de) | Blitzlichtlampe | |
| DE859867C (de) | Wiederholt verwendbarer Zuendstab | |
| DE614712C (de) | Zuendsatz | |
| DE1129408B (de) | Leuchtsatz und Zuendsatz dafuer | |
| DE3313521A1 (de) | Pyrotechnischer leuchtsatz mit intermittierender strahlungsemission | |
| DE2553055C3 (de) | Sicherheitssprengstoff | |
| DE918196C (de) | Masse zur Erzeugung von farbigem Rauch | |
| DE136313C (de) | ||
| DE144456C (de) | ||
| DE4215211C2 (de) | Zündmasse für Zündhölzer | |
| DE509898C (de) | Verfahren zur Beeinflussung der Verbrennungsvorgaenge bei Zuendmassen, Sprengstoffenu. dgl., bei denen als Sauerstofftraeger stark sauerstoffhaltige Chemikalien, wie Chlorate Nitrate, Superoxyde u. dgl., benutzt werden | |
| DE497212C (de) | Verfahren zur Herstellung sprengsalpeteraehnlicher Gemische | |
| DE14830C (de) | Sprengstoff, genannt Petralit, bestehend aus Nitroverbindungen, Alkalinitraten, Palmitinsäuren! Cetyloxyd, kohlensaurem Kalk und Holzkohle | |
| DE214398C (de) | ||
| AT159122B (de) | Zündstab zum wiederholten Entzünden und Auslöschen. | |
| AT291834B (de) | Wunderkerze | |
| DE65397C (de) | Rauchschwacher Sprengstoff | |
| AT142577B (de) | Sicherheitszündmasse. | |
| DE613460C (de) | Verfahren zur Herstellung muendungsfeuerfreier Pulver | |
| AT43016B (de) | Verfahren zur Herstellung von Blitzlicht- und Zeitlichtmischungen. | |
| DE377269C (de) | Verfahren zur Herstellung von Zuendsaetzen fuer Zuendhuetchen u. dgl. | |
| DE1646317C3 (de) | Leucht- oder Signalmunition |