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Handgranatenzünder für Zeit-und Allseit-Aufschlagzündung Die Erfindung
betrifft einen Handgranatenzünder für Zeit- und Allseitaufschlagzündung mit einer
Einstellvorrichtung für beide Zündarten, mit einer Vorwurfssicherheitszeit und mit
zwei vermittels Torsionsfeder aufeinander verschieb- und verdrehbaren, mit Pilzkopf
versehenen Hohlhülsen unter Verwendung einer in der einen Hohlhülsenwandung angebrachten
Nut mit einer in diese unter einem Winkel einlaufenden Seitennut, in denen ein in
der anderen Hohlhülsenwandung befindlicher Führungsstift läuft, wobei zwei gegenüberliegende
Sperrkugeln zwecks Freigabe eines der gegeneinanderschlagenden Teile durch Bohrungen
in einer Hülse austreten.
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Handgranaten mit Zeit- und Aufschlagzündung sind bekannt. Von grundsätzlicher
Bedeutung ist die Sicherung der Handgranate für den Transport und gegen vorzeitige
Zündung bei der Handhabung. Während die Transportsicherung meist einfach durchzu=
führen ist, ist die Sicherung gegen vorzeitige Zündung (Vorwurfssicherheit) ein
schwieriges Problem, da im Gegensatz z. B. zur Granate keine ausgeprägten Kräfte,
wie Drall oder Abschußschock, vorhanden sind. Hierfür sind verschiedene Systeme
entwickelt worden, die in ihrem konstruktiven Aufbau aber alle mit mehr oder minder
großen Fehlerquellen behaftet sind. Die Zeitzündung wird meist über pyrotechnische
Sätze erreicht, die z. B. nach 4,5 Sekunden Durchbrennzeit zünden. Diese pyrotechnischen
Sätze haben nur eine begrenzte Lagerfähigkeit, außerdem besteht bei nicht ganz korrekter
Fertigung die Gefahr, daß die Brennsätze bei der Zündung durchschlagen und die Handgranaten
entweder in der Hand oder knapp vor dem Werfenden explodieren.
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Man ist deshalb auch unter Verzicht auf die pyrotechnischen Zündsätze
dazu übergegangen, die Zeit-und Aufschlagzündung mit nur rein mechanischen Mitteln
zu verwirklichen. So gibt es eine Ausführungsform, bei der der mit Gewinde in einer
Mutter zwecks Bestimmung der Zünddauer mehr oder weniger weit hineingeschraubte
Schlagbolzen durch seine auf Längsbewegungen und Drehungen gespannte Feder zuerst
aus der Mutter herausgeschraubt und dann vorgeschnellt wird, worauf er entweder
unmittelbar gegen die Zündmitte anschlägt oder gegen einen Sperrkörper trifft, der
sein Vordringen bis zur Zündmitte verhindert, bis er selbst durch den Aufschlag
der Handgranate entfernt wird. Bei dieser Handgranate mit Zeit- und Aufschlagzündung
ist es sehr leicht möglich, daß beim Herausschrauben des Schlagbolzens aus seinem
Gewinde Hemmungen auftreten, die eine Weiterdrehung unmöglich machen. Dabei kann
es noch vorkommen, daß die entsicherte Sperrkugel vorzeitig abspringt und damit
die Handgranate zur Explosion bringt.
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Weiterhin ist eine Handgranate mit Zeitzünder bekannt, bei der zwei
Hohlhülsen gleitend ineinander arbeiten; die Wandungen dieser Hohlhülsen sind mit
zwei verschieden gestalteten Nuten versehen, in denen ein durch einen im Schlagbolzenkörper
senkrecht zur Achse des Zünders liegender Führungsstift gleitet. Auch bei dieser
Handgranate können bei den zusammenarbeitenden Nuten Klemmungen auftreten und zu
Versagern führen, so daß die beabsichtigte Wiedersicherung nicht erfolgt.
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Außerdem ist ein Wasserdruckzünder mit Tiefenstellvorrichtung und
Sicherung gegen vorzeitige Zündung vor Erreichen der eingestellten Wassertiefe bekannt,
bei dem konzentrisch angeordnete Hülsen vorgesehen sind. Hierbei sind ebenfalls
Sperrkugeln vorhanden, die durch Bohrungen in einer Hülse zwecks Freigabe eines
der gegeneinanderschlagenden Teile austreten. Die Bohrungen sind jeweils paarweise
vorgesehen.
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Ferner sind mit Pilzköpfen versehene ineinandergleitende Hohlhülsen
in mit Aufschlag- und Brennzündung arbeitenden Handgranaten bekannt, bei denen eine
auf Zeit einstellbare Zündschnur eingebaut ist. Dazu werden in die in einem Labyrinthkanal
gelagerte Zündschnur Nadeln eingeführt und so durch Herstellung einer bestimmten
Zündschnurlänge die Zünddauer geregelt. Auch hier gilt das bereits oben über die
pyrotechnischen Zündsätze Gesagte.
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Um eine sicher arbeitende Handgranate für Zeit-und Allseitaufschlagzündung
auf rein mechanischem Wege zu erhalten, ist die Handgranate erfindungsgemäß
dadurch
gekennzeichnet, daß ein im Deckel des Zünders außermittig und achsparallel zur Zünderachse
gelegener, verdreh- und feststellbarer Stellknopf zu der wahlweisen Einstellung
für Aufschlag-und Zeitzündung zwei um 180' versetzte, unterschiedlichen Abstand
von der Drehachse des Stellknopfes aufweisende Steuerstifte trägt, die beide in
den Bereich einer im Zündergehäuse gelagerten und durch eine nur zur Drehung bestimmte
Torsionsfeder über ein Laufwerk in Umdrehung versetzbaren Steuerhülse drehbar sind
und deren einer Stift - bei Einstellung des Stellknopfes auf Aufschlagzündung -
nach Durchlaufen eines Vorlaufwinkels (Vorwurfssicherheitszeit) in eine auf der
Oberfläche der Steuerhülse befindliche, zur Zünderachse konzentrisch gelegene Rille
bestimmter Länge und bestimmter Tiefe unter der Wirkung der die beiden, in kegelstumpfförmigen
Aussparungen des Zündergehäuses und der Steuerhülse gelagerten Hohlhülsen beeinflussenden
und damit die Steuerhülse aufwärtsschiebenden Torsionsfeder eintritt, wobei sich
der in der unter dem Winkel einlaufenden Seitennut in der äußeren Hohlhülse stehende
Stift der inneren Hohlhülse bis in die Mitte der achsparallel in der äußeren Hohlhülse
verlaufenden Nut schlagartig einschiebt sowie bei Aufschlag der Handgranate in das
untere Ende der Nut gelangt und wobei die beiden Sperrkugeln durch zwei gegenüberstehende
untere Bohrungen in der äußeren Hohlhülse austreten und den Schlagbolzen freigeben,
während - bei Einstellung des Stellknopfes auf Zeitzündung - der andere Stift nach
Durchlaufen desselben Vorlaufwinkels, in unverändertem Abstand neben der sich um
die Zündachse konzentrisch drehenden Rille gleitend, in das erweiterte und besonders
vertiefte Ende der Rille unter der Wirkung der Torsionsfeder eintritt, wobei sich
der Stift aus seiner Anfangsstellung in der Nut schlagartig in diesem Fall in das
obere Ende der Nut einschiebt, so daß die Sperrkugeln in diesem Fall durch den Bohrungen
gegenüberstehende obere Bohrungen austreten und den Schlagbolzen freigeben.
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Durch diese Konstruktion in ihrer Gesamtheit wird erreicht, daß auf
jeden Fall zunächst eine Sicherheitszeit gegeben ist, während der der Werfende nicht
gefährdet werden kann. Es erfolgt eine sicher wirkende Aufschlagzündung, auch bei
beliebigem Aufschlagwinkel, und eine ebenso sichere Zeitzündung, wobei noch eine
zusätzliche Sicherung insofern vorhanden ist, als bei versagender Aufschlagzündung
immer die Zeitzündung ausgelöst wird. Die Einzelheiten hierzu sind in der Beschreibung
im einzelnen wiedergegeben.
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Die Erfindung ist in einem Ausführungsbeispiel dargestellt und beschrieben.
In den Zeichnungen zeigt Abb. 1 einen Schnitt durch den Zünder nach Linie 1-I der
Abb. 2, Abb. 2 eine Ansicht auf den Zünder von oben, bei abgenommenem Decke, Abb.
3 einen Teilschnitt durch den Zünder, Abb. 4 einen Schnitt durch die beiden Hohlhülsen
nach der Linie IV-IV der Abb. 1 und Abb. S die äußere Hohlhülse in abgewickeltem
Zustand.
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Im Gehäuse 1 eines Zünders (Abb.1) ist eine zylindrische Steuerhülse
2 leicht drehbar gelagert. Der Rand 3 der Steuerhülse - als Teil eines Laufwerkes
- trägt einen Zahnkranz 4, der (Abb. 2, 3) in ein Gegenzahnrad 5 eingreift und über
ein oder mehrere Gegenzahnräder mit einem Hemmwerk 6, 7 in Verbindung steht. Der
Steuerhülse 2 (Abb. 1) wird durch eine Torsionsfeder 8, die mit ihrem einen Ende
in der Steuerhülse und mit ihrem anderen Ende im Gehäuse 1 gehalten ist, eine Drehung
erteilt. In die Oberfläche 9 der Steuerhülse ist eine konzentrisch zur Zünderachse
liegende Rille 10 eingearbeitet, die sich über einen Winkel a (Abb. 2) von ungefähr
200 bis 210° erstreckt. Dieser Winkel entspricht einer bestimmten Zeitdauer, die
ein für allemal festgelegt werden kann. Je nach dem übersetzungsverhältnis, das
durch die Zahnräder für das Hemmwerk gegeben ist, kann der Winkel a auch eine andere
Größe haben. Am einen Ende der Rille (Auslaufende) 11 ist diese abgestuft und etwa
doppelt so tief gehalten wie die übrige Bahn, außerdem ist das vertiefte Ablaufende
11 noch nach der einen Seite hin erweitert.
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Das Gehäuse 1 ist durch einen Deckel 12 verschlossen. In einer außermittig
im Deckel angebrachten Öffnung 13 befindet sich ein im Deckel drehbarer Stellknopf
14 mit zwei Stützstiften 15 und 16. (In Abb. 2 sind für die Stifte 15 und 16 zwei
Stellungen eingezeichnet worden, so daß einmal der Stift 15, das andere Mal der
Stift 16 in Arbeitsstellung steht; daher die Doppelbezeichnung 15, 16 und (15, 16).
Die Stützstifte15 und 16 sind so im Stellknopf angebracht, daß in der Ruhelage immer
ein Stift auf die Steuerhülsenoberfläche 9 drückt. Der Stellknopf kann um 180° in
zwei Stellungen gedreht und dabei eingerastet werden (Abb. 2). In der einen Stellung
befindet sich der Stift 15 im Drehbereich der Rille 10 und in der anderen Stellung
der Stift 16 so, daß er bei Drehung der Steuerhülse 2 neben der Rille 10 entlanggleitet,
d. h., der eine Stift, 16, ist für die Zeitzündung, der andere, 15, für die
Aufschlagzündung vorgesehen. Am Ende der Rille steht der Stift 15 dann über dem
Rillenablaufende 11. und der Stift 16 über der seitlichen Erweiterung
von 11. Die beiden Stützstifte stehen so weit auseinander, daß der jeweils nicht
benötigte sich außerhalb des Zahnkranzes der Steuerhülse 2 befindet. Zwischen Ruhestellung
und Beginn der Rille10-für Aufschlagzündung-liegt gemäß Abb. 2 ein Winkel /3 von
nicht ganz 90°, der gegen vorzeitige Zündung als Sicherheit (Vorwurfssicherheitswinkel)
vorhanden ist. Während dieser Winkel durchlaufen wird, erfolgt in keinem Falle ein
Detonation.
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Die Steuerhülse 2 (Abb. 1) ist an ihrem inneren oberen Ende kegelstumpfförmig
gestaltet mit den Kegelflächen 17. Gegen diese Kegelflächen legt sich mit Linienberührung
der Pilzkopf 18 einer zylindrischen Hohlhülse 19, auf deren Außenseite eine zweite
Hohlhülse 20 axial bewegbar ist. Letztere trägt, entgegengesetzt zum Pilzkopf 18,
einen axial durchbohrten Pilzkopf 21, in dessen Bohrung 22 eine Zündhülle 23 eingesetzt
ist. Der Pilzkopf 21 liegt im Gehäuse 1 gegen eine Hohlkegelfläche 24 an. Beide
Hohlhülsen 19 und 20 werden durch eine Torsionsfeder 25 gegen die Kegelflächen 17
und 24 gedrückt. Die Federenden sind in dem Pilzkopf 18 bzw. in der Hülsenwandung
20 eingelassen. Die Feder 25 hat das Bestreben, die Hohlhülse 19 nach oben zu schieben
und zu drehen, während die Steuerhülse 2 unabhängig davon ihre von der Feder 8 erhaltene
Drehung ausführt.
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Im Innern der Hohlhülse 19 ist ein zylindrisch gestalteter Schlagbolzenkörper
26 mit Schlagbolzenspitze 27 gleitend gelagert, der am Umfang eine Halbrundrille
28 trägt. Gegen diese abgestützt liegen in zwei
Bohrungen 29 der
Hohlhülse 19 zwei Sperrkugeln 30. Im Innern der Hohlhülse 19 befindet sich zwischen
Schlagbolzenkörper26 und Pilzkopf 18 eine gespannte Schlagbolzenfeder 31.
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In der Wandung der Hohlhülse 19 (Abb. 3, 4) ist ein Führungsstift
32 angebracht, dessen Länge etwa der Wandstärke der Hohlhülse 20 entspricht.
Dieser Führungsstift 32 greift (Abb. 5) in eine in der Wandung der Hohlhülse 20
eingearbeitete, zur Zünderachse geneigte Nut 33, die unter einem spitzen Winkel
y in eine achsparallele Nut 34 in der Wandung der Hohlhülse 20 einläuft. Der Winkel
b (Abb. 4) zwischen Ausgangsstellung (Ruhelage) in der Nut 33 und achsparalleler
Nut 34 beträgt etwa 45°. Gegen die Nut 34 sind um etwa 90° versetzt je zwei Löcher
35 und 36, in der Hohlhülse 20 gegenüberliegend, angebracht. Die beiden oberen Löcher
35 (Zeitzündung) und die beiden unteren Löcher36 (Aufschlagzündung) liegen (Abb.1,
5) etwa symmetrisch zur Verbindungsebene der beiden Sperrkugeln 30 und haben einen
derartigen Durchmesser, daß die Kugeln 30 bei Verschiebung und Verdrehung
der beiden Hohlhülsen 19 und 20 gegeneinander leicht nach außen hin durchtreten
können.
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Bei zusammengeschobenen Hohlhülsen 19 und 20 ist die Handgranate gesichert.
Dies erfolgt derart, daß in bekannter Weise z. B. eine Kugel 37 durch eine Feder
38 teilweise in eine Aussparung 39 der Steuerhülse 2 gedrückt wird. Die Feder 38
ist an einem flachen, der Außenform des Zünders und der Handgranate angepaßten und
daran anliegenden Bügel 40 befestigt, der von einem Bolzen 41, diesen teilweise
umfassend, gehalten wird. An dem Bügel ist ferner ein Haken 42 angebracht, der hinter
den Hals eines Sicherheitsstiftes 43 greift. Dieser sitzt während des Transportes
in einer achsparallelen, außermittig im Gehäuse 1 liegenden Bohrung 44 und ist in
bekannter Weise mit einem Abzugsring 45 versehen, der an dem Stellknopf 14 festgeklemmt
sein kann.
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Die Wirkungsweise des erfindungsgemäßen Zünders ist folgende: Vor
dem Wurf wird der Stellknopf 14 auf Aufschlagzündung (Stützstift 15) bzw. auf Zeitzündung
(Stützstift 16) gedreht; anschließend wird der Sicherheitsstift 43 entfernt. Sobald
die Handgranate die Hand verlassen hat, drückt sich der Bügel 40 durch die
Feder ab und fällt während des Fluges ab. Gleichzeitig verläßt die Kugel 37 ihre
Sperrstellung, und das von der Feder 8 angetriebene Laufwerk beginnt zu laufen.
(Solange die Handgranate noch in der Hand gehalten wird, kann der herausgezogene
Stift 43 jederzeit wieder in seine Bohrung 44 gesteckt werden, und die Handgranate
ist wieder gesichert.) Bei Einstellung auf Aufschlagzündung dreht sich die Steuerhülse
2 des Laufwerkes in Pfeilrichtung (Abb. 2) und durchläuft zunächst den Winkel fl
(Vorwurfzeit). Am Ende des Winkels steht der Stützstift 15 über der Rille 10, und
die Feder 25 schiebt die Hohlhülse 19 und die Steuerhülse 2 aufwärts, bis der Stift
15 den Boden der Rille berührt. (Der Zahnkranz 4 und das Gegenzahnrad 5 sind so
ausgebildet, daß der Eingriff jederzeit gewahrt bleibt.) Bei der Drehung der Hohlhülse
20 und bei der Aufwärtsbewegung und Drehung der Hohlhülse 19 um den Winkel
b rutscht der Führungsstift 32 schlagartig aus seiner Anfangslage am Ende der Schrägnut
33 in die Mitte der achsparallelen Nut 34 und bleibt hier stehen, bis die Handgranate
aufschlägt. Durch die Drehung um den Winkel b sind auch gleichzeitig die paarweise
übereinanderstehenden Löcher 35 und 36 in der Hohlhülse 20 mit gedreht worden. Sie
stehen jetzt über bzw. unter den Bohrungen 29 der Hohlhülsel9. In demAugenblick,
in dem die Handgranate aufschlägt, gleitet der Führungsstift 32 in die untere Endstellung
der Nut 34 (Abb. 5), und die unteren Löcher 36 in der Hohlhülse 20 stehen den Löchern
29 der Hohlhülse 19 gegenüber, so daß die Sperrkugeln 30 heraustreten können. Damit
ist der Schlagbolzenkörper 26 frei, und die Schlagbolzenspitze 27 trifft die Zündpille
23. Die Detonation erfolgt unabhängig davon, wo sich der Stift 15 des Stellknopfes
14 gerade in der sich bewegenden Rille 10 der Steuerhülse 2 befindet.
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Es ist ohne Bedeutung, auf welcher Seite die Handgranate aufschlägt.
Die Stoßwirkung des Aufschlages genügt - durch die Pilzkopfkonstruktion samt Feder
bedingt -, daß die Kugeln 30 durch die Löcher 36 heraustreten.
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Bei Einstellung auf Zeitzündung dreht sich die Steuerhülse 2 des Laufwerkes
ebenfalls in Pfeilrichtung (Abb. 2) und durchläuft den Sicherheitswinkel /3. Der
Stützstift 16 des Stellknopfes 14 gleitet jetzt - relativ betrachtet - neben der
Rille 10 der Steuerhülse 2 entlang, um schließlich über der seitlich erweiterten
Vertiefung 11 der Steuerhülse 2 zu stehen. In diesemAugenblick schnellen unter der
Wirkung der Feder 25 die Hohlhülse 19, die sich dreht, und die Steuerhülse 2 hoch;
gleichzeitig verläßt der Führungsstift 32 seine Ausgangslage in der geneigten Nut
33, schnellt in die Nut 34 und erreicht die andere Endstellung in der Nut 34, so
daß sich jetzt die Löcher 35 in der Hohlhülse 20 und die Löcher 29 der Hohlhülse
19 gegenüberstehen. Die Sperrkugeln 30 verlassen ihre Sperrstellung, treten heraus,
und der Schlagbolzen zündet.
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Sollte bei Einstellung auf Aufschlag die Wucht des Aufschlages doch
einmal nicht ausgereicht haben, um die Zündung auszulösen, so erfolgt, wenn der
Stift 15 für Aufschlagzündung über das Ablaufende 11 der Rille 10 in der
Steuerhülse 2 gelangt und letztere durch die Torsionsfeder 25 wieder ganz
nach oben (s. Abb. 1) geschoben worden ist, die Detonation. Dazu steht der Führungsstift
32, der beim Eintritt in die Rille 10 der Steuerhülse in die Mitte der Nut 34 gelangt
ist, jetzt im oberen Teil der Nut, und die Sperrkugeln 30 treten durch die Löcher
36 - für Zeitzündung - aus, so daß der Schlagbolzen frei wird.
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Schließlich sei noch erwähnt, daß die Pilzköpfe 18, 21, die Hohlhülsen
19, 20 und auch die Kegelinnenlächen 17, 24 des Zündergehäuses 1 und der Steuerhülse
2 vorzugsweise aus Kunststoff od. dgl. bestehen können.