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DE1129090B - Handgranatenzuender fuer Zeit- und Allseit-Aufschlagzuendung - Google Patents

Handgranatenzuender fuer Zeit- und Allseit-Aufschlagzuendung

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Publication number
DE1129090B
DE1129090B DEJ19209A DEJ0019209A DE1129090B DE 1129090 B DE1129090 B DE 1129090B DE J19209 A DEJ19209 A DE J19209A DE J0019209 A DEJ0019209 A DE J0019209A DE 1129090 B DE1129090 B DE 1129090B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
groove
sleeve
pin
detonator
ignition
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEJ19209A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Paul Madlener
Otto Pecksen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KUKA AG
Original Assignee
Industrie Werke Karlsruhe Ausburg AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Industrie Werke Karlsruhe Ausburg AG filed Critical Industrie Werke Karlsruhe Ausburg AG
Priority to DEJ19209A priority Critical patent/DE1129090B/de
Publication of DE1129090B publication Critical patent/DE1129090B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C9/00Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition
    • F42C9/14Double fuzes; Multiple fuzes
    • F42C9/141Impact fuze in combination with a clockwork time fuze
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C14/00Mechanical fuzes characterised by the ammunition class or type
    • F42C14/02Mechanical fuzes characterised by the ammunition class or type for hand grenades
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C9/00Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition
    • F42C9/14Double fuzes; Multiple fuzes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

  • Handgranatenzünder für Zeit-und Allseit-Aufschlagzündung Die Erfindung betrifft einen Handgranatenzünder für Zeit- und Allseitaufschlagzündung mit einer Einstellvorrichtung für beide Zündarten, mit einer Vorwurfssicherheitszeit und mit zwei vermittels Torsionsfeder aufeinander verschieb- und verdrehbaren, mit Pilzkopf versehenen Hohlhülsen unter Verwendung einer in der einen Hohlhülsenwandung angebrachten Nut mit einer in diese unter einem Winkel einlaufenden Seitennut, in denen ein in der anderen Hohlhülsenwandung befindlicher Führungsstift läuft, wobei zwei gegenüberliegende Sperrkugeln zwecks Freigabe eines der gegeneinanderschlagenden Teile durch Bohrungen in einer Hülse austreten.
  • Handgranaten mit Zeit- und Aufschlagzündung sind bekannt. Von grundsätzlicher Bedeutung ist die Sicherung der Handgranate für den Transport und gegen vorzeitige Zündung bei der Handhabung. Während die Transportsicherung meist einfach durchzu= führen ist, ist die Sicherung gegen vorzeitige Zündung (Vorwurfssicherheit) ein schwieriges Problem, da im Gegensatz z. B. zur Granate keine ausgeprägten Kräfte, wie Drall oder Abschußschock, vorhanden sind. Hierfür sind verschiedene Systeme entwickelt worden, die in ihrem konstruktiven Aufbau aber alle mit mehr oder minder großen Fehlerquellen behaftet sind. Die Zeitzündung wird meist über pyrotechnische Sätze erreicht, die z. B. nach 4,5 Sekunden Durchbrennzeit zünden. Diese pyrotechnischen Sätze haben nur eine begrenzte Lagerfähigkeit, außerdem besteht bei nicht ganz korrekter Fertigung die Gefahr, daß die Brennsätze bei der Zündung durchschlagen und die Handgranaten entweder in der Hand oder knapp vor dem Werfenden explodieren.
  • Man ist deshalb auch unter Verzicht auf die pyrotechnischen Zündsätze dazu übergegangen, die Zeit-und Aufschlagzündung mit nur rein mechanischen Mitteln zu verwirklichen. So gibt es eine Ausführungsform, bei der der mit Gewinde in einer Mutter zwecks Bestimmung der Zünddauer mehr oder weniger weit hineingeschraubte Schlagbolzen durch seine auf Längsbewegungen und Drehungen gespannte Feder zuerst aus der Mutter herausgeschraubt und dann vorgeschnellt wird, worauf er entweder unmittelbar gegen die Zündmitte anschlägt oder gegen einen Sperrkörper trifft, der sein Vordringen bis zur Zündmitte verhindert, bis er selbst durch den Aufschlag der Handgranate entfernt wird. Bei dieser Handgranate mit Zeit- und Aufschlagzündung ist es sehr leicht möglich, daß beim Herausschrauben des Schlagbolzens aus seinem Gewinde Hemmungen auftreten, die eine Weiterdrehung unmöglich machen. Dabei kann es noch vorkommen, daß die entsicherte Sperrkugel vorzeitig abspringt und damit die Handgranate zur Explosion bringt.
  • Weiterhin ist eine Handgranate mit Zeitzünder bekannt, bei der zwei Hohlhülsen gleitend ineinander arbeiten; die Wandungen dieser Hohlhülsen sind mit zwei verschieden gestalteten Nuten versehen, in denen ein durch einen im Schlagbolzenkörper senkrecht zur Achse des Zünders liegender Führungsstift gleitet. Auch bei dieser Handgranate können bei den zusammenarbeitenden Nuten Klemmungen auftreten und zu Versagern führen, so daß die beabsichtigte Wiedersicherung nicht erfolgt.
  • Außerdem ist ein Wasserdruckzünder mit Tiefenstellvorrichtung und Sicherung gegen vorzeitige Zündung vor Erreichen der eingestellten Wassertiefe bekannt, bei dem konzentrisch angeordnete Hülsen vorgesehen sind. Hierbei sind ebenfalls Sperrkugeln vorhanden, die durch Bohrungen in einer Hülse zwecks Freigabe eines der gegeneinanderschlagenden Teile austreten. Die Bohrungen sind jeweils paarweise vorgesehen.
  • Ferner sind mit Pilzköpfen versehene ineinandergleitende Hohlhülsen in mit Aufschlag- und Brennzündung arbeitenden Handgranaten bekannt, bei denen eine auf Zeit einstellbare Zündschnur eingebaut ist. Dazu werden in die in einem Labyrinthkanal gelagerte Zündschnur Nadeln eingeführt und so durch Herstellung einer bestimmten Zündschnurlänge die Zünddauer geregelt. Auch hier gilt das bereits oben über die pyrotechnischen Zündsätze Gesagte.
  • Um eine sicher arbeitende Handgranate für Zeit-und Allseitaufschlagzündung auf rein mechanischem Wege zu erhalten, ist die Handgranate erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß ein im Deckel des Zünders außermittig und achsparallel zur Zünderachse gelegener, verdreh- und feststellbarer Stellknopf zu der wahlweisen Einstellung für Aufschlag-und Zeitzündung zwei um 180' versetzte, unterschiedlichen Abstand von der Drehachse des Stellknopfes aufweisende Steuerstifte trägt, die beide in den Bereich einer im Zündergehäuse gelagerten und durch eine nur zur Drehung bestimmte Torsionsfeder über ein Laufwerk in Umdrehung versetzbaren Steuerhülse drehbar sind und deren einer Stift - bei Einstellung des Stellknopfes auf Aufschlagzündung - nach Durchlaufen eines Vorlaufwinkels (Vorwurfssicherheitszeit) in eine auf der Oberfläche der Steuerhülse befindliche, zur Zünderachse konzentrisch gelegene Rille bestimmter Länge und bestimmter Tiefe unter der Wirkung der die beiden, in kegelstumpfförmigen Aussparungen des Zündergehäuses und der Steuerhülse gelagerten Hohlhülsen beeinflussenden und damit die Steuerhülse aufwärtsschiebenden Torsionsfeder eintritt, wobei sich der in der unter dem Winkel einlaufenden Seitennut in der äußeren Hohlhülse stehende Stift der inneren Hohlhülse bis in die Mitte der achsparallel in der äußeren Hohlhülse verlaufenden Nut schlagartig einschiebt sowie bei Aufschlag der Handgranate in das untere Ende der Nut gelangt und wobei die beiden Sperrkugeln durch zwei gegenüberstehende untere Bohrungen in der äußeren Hohlhülse austreten und den Schlagbolzen freigeben, während - bei Einstellung des Stellknopfes auf Zeitzündung - der andere Stift nach Durchlaufen desselben Vorlaufwinkels, in unverändertem Abstand neben der sich um die Zündachse konzentrisch drehenden Rille gleitend, in das erweiterte und besonders vertiefte Ende der Rille unter der Wirkung der Torsionsfeder eintritt, wobei sich der Stift aus seiner Anfangsstellung in der Nut schlagartig in diesem Fall in das obere Ende der Nut einschiebt, so daß die Sperrkugeln in diesem Fall durch den Bohrungen gegenüberstehende obere Bohrungen austreten und den Schlagbolzen freigeben.
  • Durch diese Konstruktion in ihrer Gesamtheit wird erreicht, daß auf jeden Fall zunächst eine Sicherheitszeit gegeben ist, während der der Werfende nicht gefährdet werden kann. Es erfolgt eine sicher wirkende Aufschlagzündung, auch bei beliebigem Aufschlagwinkel, und eine ebenso sichere Zeitzündung, wobei noch eine zusätzliche Sicherung insofern vorhanden ist, als bei versagender Aufschlagzündung immer die Zeitzündung ausgelöst wird. Die Einzelheiten hierzu sind in der Beschreibung im einzelnen wiedergegeben.
  • Die Erfindung ist in einem Ausführungsbeispiel dargestellt und beschrieben. In den Zeichnungen zeigt Abb. 1 einen Schnitt durch den Zünder nach Linie 1-I der Abb. 2, Abb. 2 eine Ansicht auf den Zünder von oben, bei abgenommenem Decke, Abb. 3 einen Teilschnitt durch den Zünder, Abb. 4 einen Schnitt durch die beiden Hohlhülsen nach der Linie IV-IV der Abb. 1 und Abb. S die äußere Hohlhülse in abgewickeltem Zustand.
  • Im Gehäuse 1 eines Zünders (Abb.1) ist eine zylindrische Steuerhülse 2 leicht drehbar gelagert. Der Rand 3 der Steuerhülse - als Teil eines Laufwerkes - trägt einen Zahnkranz 4, der (Abb. 2, 3) in ein Gegenzahnrad 5 eingreift und über ein oder mehrere Gegenzahnräder mit einem Hemmwerk 6, 7 in Verbindung steht. Der Steuerhülse 2 (Abb. 1) wird durch eine Torsionsfeder 8, die mit ihrem einen Ende in der Steuerhülse und mit ihrem anderen Ende im Gehäuse 1 gehalten ist, eine Drehung erteilt. In die Oberfläche 9 der Steuerhülse ist eine konzentrisch zur Zünderachse liegende Rille 10 eingearbeitet, die sich über einen Winkel a (Abb. 2) von ungefähr 200 bis 210° erstreckt. Dieser Winkel entspricht einer bestimmten Zeitdauer, die ein für allemal festgelegt werden kann. Je nach dem übersetzungsverhältnis, das durch die Zahnräder für das Hemmwerk gegeben ist, kann der Winkel a auch eine andere Größe haben. Am einen Ende der Rille (Auslaufende) 11 ist diese abgestuft und etwa doppelt so tief gehalten wie die übrige Bahn, außerdem ist das vertiefte Ablaufende 11 noch nach der einen Seite hin erweitert.
  • Das Gehäuse 1 ist durch einen Deckel 12 verschlossen. In einer außermittig im Deckel angebrachten Öffnung 13 befindet sich ein im Deckel drehbarer Stellknopf 14 mit zwei Stützstiften 15 und 16. (In Abb. 2 sind für die Stifte 15 und 16 zwei Stellungen eingezeichnet worden, so daß einmal der Stift 15, das andere Mal der Stift 16 in Arbeitsstellung steht; daher die Doppelbezeichnung 15, 16 und (15, 16). Die Stützstifte15 und 16 sind so im Stellknopf angebracht, daß in der Ruhelage immer ein Stift auf die Steuerhülsenoberfläche 9 drückt. Der Stellknopf kann um 180° in zwei Stellungen gedreht und dabei eingerastet werden (Abb. 2). In der einen Stellung befindet sich der Stift 15 im Drehbereich der Rille 10 und in der anderen Stellung der Stift 16 so, daß er bei Drehung der Steuerhülse 2 neben der Rille 10 entlanggleitet, d. h., der eine Stift, 16, ist für die Zeitzündung, der andere, 15, für die Aufschlagzündung vorgesehen. Am Ende der Rille steht der Stift 15 dann über dem Rillenablaufende 11. und der Stift 16 über der seitlichen Erweiterung von 11. Die beiden Stützstifte stehen so weit auseinander, daß der jeweils nicht benötigte sich außerhalb des Zahnkranzes der Steuerhülse 2 befindet. Zwischen Ruhestellung und Beginn der Rille10-für Aufschlagzündung-liegt gemäß Abb. 2 ein Winkel /3 von nicht ganz 90°, der gegen vorzeitige Zündung als Sicherheit (Vorwurfssicherheitswinkel) vorhanden ist. Während dieser Winkel durchlaufen wird, erfolgt in keinem Falle ein Detonation.
  • Die Steuerhülse 2 (Abb. 1) ist an ihrem inneren oberen Ende kegelstumpfförmig gestaltet mit den Kegelflächen 17. Gegen diese Kegelflächen legt sich mit Linienberührung der Pilzkopf 18 einer zylindrischen Hohlhülse 19, auf deren Außenseite eine zweite Hohlhülse 20 axial bewegbar ist. Letztere trägt, entgegengesetzt zum Pilzkopf 18, einen axial durchbohrten Pilzkopf 21, in dessen Bohrung 22 eine Zündhülle 23 eingesetzt ist. Der Pilzkopf 21 liegt im Gehäuse 1 gegen eine Hohlkegelfläche 24 an. Beide Hohlhülsen 19 und 20 werden durch eine Torsionsfeder 25 gegen die Kegelflächen 17 und 24 gedrückt. Die Federenden sind in dem Pilzkopf 18 bzw. in der Hülsenwandung 20 eingelassen. Die Feder 25 hat das Bestreben, die Hohlhülse 19 nach oben zu schieben und zu drehen, während die Steuerhülse 2 unabhängig davon ihre von der Feder 8 erhaltene Drehung ausführt.
  • Im Innern der Hohlhülse 19 ist ein zylindrisch gestalteter Schlagbolzenkörper 26 mit Schlagbolzenspitze 27 gleitend gelagert, der am Umfang eine Halbrundrille 28 trägt. Gegen diese abgestützt liegen in zwei Bohrungen 29 der Hohlhülse 19 zwei Sperrkugeln 30. Im Innern der Hohlhülse 19 befindet sich zwischen Schlagbolzenkörper26 und Pilzkopf 18 eine gespannte Schlagbolzenfeder 31.
  • In der Wandung der Hohlhülse 19 (Abb. 3, 4) ist ein Führungsstift 32 angebracht, dessen Länge etwa der Wandstärke der Hohlhülse 20 entspricht. Dieser Führungsstift 32 greift (Abb. 5) in eine in der Wandung der Hohlhülse 20 eingearbeitete, zur Zünderachse geneigte Nut 33, die unter einem spitzen Winkel y in eine achsparallele Nut 34 in der Wandung der Hohlhülse 20 einläuft. Der Winkel b (Abb. 4) zwischen Ausgangsstellung (Ruhelage) in der Nut 33 und achsparalleler Nut 34 beträgt etwa 45°. Gegen die Nut 34 sind um etwa 90° versetzt je zwei Löcher 35 und 36, in der Hohlhülse 20 gegenüberliegend, angebracht. Die beiden oberen Löcher 35 (Zeitzündung) und die beiden unteren Löcher36 (Aufschlagzündung) liegen (Abb.1, 5) etwa symmetrisch zur Verbindungsebene der beiden Sperrkugeln 30 und haben einen derartigen Durchmesser, daß die Kugeln 30 bei Verschiebung und Verdrehung der beiden Hohlhülsen 19 und 20 gegeneinander leicht nach außen hin durchtreten können.
  • Bei zusammengeschobenen Hohlhülsen 19 und 20 ist die Handgranate gesichert. Dies erfolgt derart, daß in bekannter Weise z. B. eine Kugel 37 durch eine Feder 38 teilweise in eine Aussparung 39 der Steuerhülse 2 gedrückt wird. Die Feder 38 ist an einem flachen, der Außenform des Zünders und der Handgranate angepaßten und daran anliegenden Bügel 40 befestigt, der von einem Bolzen 41, diesen teilweise umfassend, gehalten wird. An dem Bügel ist ferner ein Haken 42 angebracht, der hinter den Hals eines Sicherheitsstiftes 43 greift. Dieser sitzt während des Transportes in einer achsparallelen, außermittig im Gehäuse 1 liegenden Bohrung 44 und ist in bekannter Weise mit einem Abzugsring 45 versehen, der an dem Stellknopf 14 festgeklemmt sein kann.
  • Die Wirkungsweise des erfindungsgemäßen Zünders ist folgende: Vor dem Wurf wird der Stellknopf 14 auf Aufschlagzündung (Stützstift 15) bzw. auf Zeitzündung (Stützstift 16) gedreht; anschließend wird der Sicherheitsstift 43 entfernt. Sobald die Handgranate die Hand verlassen hat, drückt sich der Bügel 40 durch die Feder ab und fällt während des Fluges ab. Gleichzeitig verläßt die Kugel 37 ihre Sperrstellung, und das von der Feder 8 angetriebene Laufwerk beginnt zu laufen. (Solange die Handgranate noch in der Hand gehalten wird, kann der herausgezogene Stift 43 jederzeit wieder in seine Bohrung 44 gesteckt werden, und die Handgranate ist wieder gesichert.) Bei Einstellung auf Aufschlagzündung dreht sich die Steuerhülse 2 des Laufwerkes in Pfeilrichtung (Abb. 2) und durchläuft zunächst den Winkel fl (Vorwurfzeit). Am Ende des Winkels steht der Stützstift 15 über der Rille 10, und die Feder 25 schiebt die Hohlhülse 19 und die Steuerhülse 2 aufwärts, bis der Stift 15 den Boden der Rille berührt. (Der Zahnkranz 4 und das Gegenzahnrad 5 sind so ausgebildet, daß der Eingriff jederzeit gewahrt bleibt.) Bei der Drehung der Hohlhülse 20 und bei der Aufwärtsbewegung und Drehung der Hohlhülse 19 um den Winkel b rutscht der Führungsstift 32 schlagartig aus seiner Anfangslage am Ende der Schrägnut 33 in die Mitte der achsparallelen Nut 34 und bleibt hier stehen, bis die Handgranate aufschlägt. Durch die Drehung um den Winkel b sind auch gleichzeitig die paarweise übereinanderstehenden Löcher 35 und 36 in der Hohlhülse 20 mit gedreht worden. Sie stehen jetzt über bzw. unter den Bohrungen 29 der Hohlhülsel9. In demAugenblick, in dem die Handgranate aufschlägt, gleitet der Führungsstift 32 in die untere Endstellung der Nut 34 (Abb. 5), und die unteren Löcher 36 in der Hohlhülse 20 stehen den Löchern 29 der Hohlhülse 19 gegenüber, so daß die Sperrkugeln 30 heraustreten können. Damit ist der Schlagbolzenkörper 26 frei, und die Schlagbolzenspitze 27 trifft die Zündpille 23. Die Detonation erfolgt unabhängig davon, wo sich der Stift 15 des Stellknopfes 14 gerade in der sich bewegenden Rille 10 der Steuerhülse 2 befindet.
  • Es ist ohne Bedeutung, auf welcher Seite die Handgranate aufschlägt. Die Stoßwirkung des Aufschlages genügt - durch die Pilzkopfkonstruktion samt Feder bedingt -, daß die Kugeln 30 durch die Löcher 36 heraustreten.
  • Bei Einstellung auf Zeitzündung dreht sich die Steuerhülse 2 des Laufwerkes ebenfalls in Pfeilrichtung (Abb. 2) und durchläuft den Sicherheitswinkel /3. Der Stützstift 16 des Stellknopfes 14 gleitet jetzt - relativ betrachtet - neben der Rille 10 der Steuerhülse 2 entlang, um schließlich über der seitlich erweiterten Vertiefung 11 der Steuerhülse 2 zu stehen. In diesemAugenblick schnellen unter der Wirkung der Feder 25 die Hohlhülse 19, die sich dreht, und die Steuerhülse 2 hoch; gleichzeitig verläßt der Führungsstift 32 seine Ausgangslage in der geneigten Nut 33, schnellt in die Nut 34 und erreicht die andere Endstellung in der Nut 34, so daß sich jetzt die Löcher 35 in der Hohlhülse 20 und die Löcher 29 der Hohlhülse 19 gegenüberstehen. Die Sperrkugeln 30 verlassen ihre Sperrstellung, treten heraus, und der Schlagbolzen zündet.
  • Sollte bei Einstellung auf Aufschlag die Wucht des Aufschlages doch einmal nicht ausgereicht haben, um die Zündung auszulösen, so erfolgt, wenn der Stift 15 für Aufschlagzündung über das Ablaufende 11 der Rille 10 in der Steuerhülse 2 gelangt und letztere durch die Torsionsfeder 25 wieder ganz nach oben (s. Abb. 1) geschoben worden ist, die Detonation. Dazu steht der Führungsstift 32, der beim Eintritt in die Rille 10 der Steuerhülse in die Mitte der Nut 34 gelangt ist, jetzt im oberen Teil der Nut, und die Sperrkugeln 30 treten durch die Löcher 36 - für Zeitzündung - aus, so daß der Schlagbolzen frei wird.
  • Schließlich sei noch erwähnt, daß die Pilzköpfe 18, 21, die Hohlhülsen 19, 20 und auch die Kegelinnenlächen 17, 24 des Zündergehäuses 1 und der Steuerhülse 2 vorzugsweise aus Kunststoff od. dgl. bestehen können.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Handgranatenzünder für Zeit- und Allseitaufschlagzündung mit einer Einstellvorrichtung für beide Zündarten, mit einer Vorwurfssicherheitszeit und mit zwei vermittels Torsionsfeder aufeinander verschieb- und verdrehbaren, mit Pilzkopf versehenen Hohlhülsen unter Verwendung einer in der einen Hohlhülsenwandung angebrachten Nut mit einer in diese unter einem Winkel einlaufenden Seitennut, in denen ein in der anderen Hohlhülsenwandung befindlicher Führungsstift läuft, wobei zwei gegenüberliegende Sperrkugeln zwecks Freigabe eines der gegeneinanderschlagenden Teile durch Bohrungen in einer Hülse austreten, dadurch gekennzeichnet, daß ein im Deckel (12) des Zünders außermittig und achsparallel zur Zünderachse gelegener, verdreh- und feststellbarer Stellknopf (14) zu der wahlweisen Einstellung für Aufschlag- und Zeitzündung zwei um 180° versetzte, unterschiedlichen Abstand von der Drehachse des Stellknopfes aufweisende Steuerstifte (15,16) trägt, die beide in den Bereich einer im Zündergehäuse (1) gelagerten und durch eine nur zur Drehung bestimmte Torsionsfeder (8) über ein Laufwerk in Umdrehung versetzbaren Steuerhülse (2) drehbar sind und deren einer Stift (15) - bei Einstellung des Stellknopfes (14) auf Aufschlagzündung - nach Durchlaufen eines Vorlaufwinkels (ß) (Vorwurfssicherheitszeit) in eine auf der Oberfläche (9) der Steuerhülse (2) befindliche, zur Zünderachse konzentrisch gelegene Rille (10) bestimmter Länge (a) und bestimmter Tiefe unter der Wirkung der die beiden, in kegelstumpfförmigen Aussparungen (17, 24) des Zündergehäuses (1) und der Steuerhülse (2) gelagerten Hohlhülsen (19, 20) beeinflussenden und damit die Steuerhülse (2) aufwärtsschiebenden Torsionsfeder (25) eintritt, wobei sich der in der unter dem Winkel (y) einlaufenden Seitennut (33) in der äußeren Hohlhülse (20) stehende Stift (32) der inneren Hohlhülse (19) bis in die Mitte der achsparallel in der äußeren Hohlhülse verlaufenden Nut (34) schlagartig einschiebt sowie bei Aufschlag der Handgranate in das untere Ende der Nut (34) gelangt und wobei die beiden Sperrkugeln (30) durch zwei gegenüberstehende untere Bohrungen (36) in der äußeren Hohlhülse (20) austreten und den Schlagbolzen (27) freigeben, während - bei Einstellung des Stellknopfes (14) auf Zeitzündung - der andere Stift nach Durchlaufen desselben Vorlaufwinkels (,8), in unverändertem Abstand neben der sich um die Zünderachse konzentrisch drehenden Rille (10) gleitend, in das erweiterte und besonders vertiefte Ende der Rille (10) unter der Wirkung der Torsionsfeder (25) eintritt, wobei sich der Stift (32) aus seiner Anfangsstellung in der Nut (33) schlagartig in diesem Fall in das obere Ende der Nut (34) einschiebt, so daß die Sperrkugeln (30) in diesem Fall durch den Bohrungen (29) gegenüberstehende obere Bohrungen (35) austreten und den Schlagbolzen freigeben.
  2. 2. Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende der Rille (10) dieselbe besondere Tiefe wie die seitliche Erweiterung des Rillenendes aufweist, so daß die Sperrkugeln (30) bei Versagen des Aufschlages der Handgranate vor Erreichen des Rillenendes ebenfalls durch die unteren Bohrungen (35) austreten und den Schlagbolzen freigeben.
  3. 3. Zünder nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch dem vorliegenden übersetzungsverhältnis der Laufwerkräder entsprechende Bemessung der Länge der Rille (10) für eine bestimmte vorgelegte Dauer der Zünderlaufzeit.
  4. 4. Zünder nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorwurfssicherheitszeit durch den Vorlaufwinkel (ß) zwischen der Verbindungslinie: Stellknopf (14) - Zünderachse und Rillenanfang (10) - Zünderachse, festgelegt ist.
  5. 5. Zünder nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel (y) zwischen den in der äußeren Hohlhülse befindlichen Nuten - der achsparallelen Nut (34) und der dazu einlaufenden Seitennut (33) - kleiner als 90° ist.
  6. 6. Zünder nach den Ansprüchen 1 bis 5, gekennzeichnet durch einen Drehwinkel (b) von annähernd 45° für die gegenseitige Drehung der Hohlhülsen (19, 20), bis die zu beiden Seiten der Nut (34) befindlichen, achsparallel in der Hohlhülsenwandung (20) übereinanderliegenden Sperrkugelaustrittslöcher (35, 36) die Sperrkugeln (30) freigeben.
  7. 7. Zünder nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Pilzköpfe (18,21) und Hohlhülsen (19,20) vorzugsweise aus Kunststoff od. dgl. bestehen. B. Zünder nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kegelinnenflächen (17, 24) des Gehäuses (1) und der Steuerhülse (2) vorzugsweise aus Kunststoff od. dgl. bestehen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 925159, 1057 501.
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