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Drehflügelflugzeug Die Erfindung betrifft ein Drehflügelflugzeug mit
einer aus starren getrieblichen Mitteln bestehenden Vorrichtung zur Erzeugung periodisch
unterschiedlicher Blattumlaufgeschwindigkeiten, bei welcher den vorlaufenden Blättern
eine verringerte und den rücklaufenden Blättern eine vergrößerte Umlaufgeschwindigkeit
erteilt wird, wobei die getrieblichen Mittel winklig zu den Rotorblättern angeordnete,
starr mit ihnen verbundene Arme aufweisen, die ihrerseits, über Pleuelstangen mit
einer Antriebseinrichtung zur Erzielung der Schwenkbewegung imWirkungszusammenhang
stehen.
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Drehflügelflugzeuge dieser Art besitzen als Antriebseinrichtung zur
Erzielung der Schwenkbewegung einen von der Rotorwelle angetriebenen Exzenter, der
über Pleuelstangen, die an im wesentlichen senkrecht zur Längserstreckung der Blätter
an-geordneten Armen. ang gelenkt sind, mit 7 den Rotorblättern verbunden ist. Ein
mit einer solchen Antriebseinrichtung zur Erzielung' einer Schwenkbewegung der Rotorblätter
ausgerüstetIes Drehflügelflugzeug besitzt jedoch den Nachteil, daß die wirksame
Länge der Arme, die durch die Länge senkrecht zu den Pleuelstangen gebildet wird,
sich mit zunehmendem Schwenkwinkel verkürzt, wodurch mit wachsendem Schwenkwinkel
die Schwenkbeschleunigung sich unerwünscht vergrößert.
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Auigabe der Erfindung ist es, ein Drehflügelilugzeug der eingangs
genannten Art so auszubilden, daß der vorstehend beschriebene Nachteil verniieden
ist, d. h., die Schwenkbewegung harmonisch ist, damit die Kräfte zur Erzwingung
der Schwenkbewegung mög_ lich#st klein bleiben.
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Die Erfinduno, besteht im wesentlichen darin, daß zusätzliche Getriebeelemente
vorgesehen sind, durch die die Größe der Schwenkbeschleuniguno, im Bereich der Bewegungsumkehr
vermindert wird.
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In denilguren ist die Erfindung in verschiedenen Ausführun,gsbeispielen
gezeigt. Alle nicht unmittelbar zum Erfindungsgegenstand gehörenden Teile, eines
Drehflügelflugzeuges sind aus Gründen der besseren übersichtlichkeit nicht näher
dargestellt. Es zeigt Fig. 1 in perspektivischer Darstellung eine aus starren
getrieblichen Mitteln bestehende Antriebseinrichtung zur Erzeugung periodisch unterschiedlicher
Blattumlaufgeschwindigkeiten mit einer gemäß der Erfindung ausgebildeten Vorrichtung,
Fiu. 2 ein anderes Ausführungsbeispiel einer gemäß der Erfindung ausgebildeten Vorrichtung,
Fia. 3 in schematischer Darstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei
dem ein HebelparaUelogramm angeordnet ist, mit dem eine Translationsbewegung mit
sinusförmiger Schwingung am Eingang des Getriebes in eine geänderte Translationsbewegung
am Ausgang des Getriebes verwandelt wird, Fig. 4 in perspektivischer Darstellung
ein anderes Getriebeelernent zur Umwandlung der Translationsbewegung am Eingang
des Getriebes in eine geänderte Translationsbewegung am Ausgang des Getriebes, Fig.
5 in perspektivischer Darstellung und teilweise im Schnitt den Rotorkopf
eines Drehflügelflugzeuges mit einem Exzenterantrieb zur Erzeugung der Schwenkbr,we,gung
und einer ähnlich wirkenden erfindungsgemäßen Vorrichtung wie nach den Fig.
3 und 4, Fig. 6 in perspektivisch2r Darstellung den Rotorkopf eines
Drehflügelflugzeuges mit einer zur Erzeugung der Schwenkbewegung der Rotorblätter
dienenden Taumelscheibe und einer in einer weiteren Ausführungsforni gezeigten erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Umwandlung der Translationsbewegung am Ausgang des Getriebes, Fig.
7 in perspektivischer Darstellung den Rotorkopf eines Drehflügelflugzeuges
mit einer Taumelscheibe als Antriebsmittel zur Erzielung der Schwenkbewegung der-
Rotorblätter in Verbindung mit einer Vorrichtung gemäß Fig. 4.
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In Fig. 1 ist mit 1 ein quer zur Flugzeuglängsachse
angeordneter fester Rahmen bezeichnet, an welchem um Bolzen 2 eine Taumelscheibe
3 schwenkbar gelagert ist. Die Taumelscheibe 3 kann in an sich bekannter,
nicht näher gezeigter Weise mittels einer vom Piloten betätigbaren Steuerstange
4 gegenüber ihrer zur Rotorwelle 5 senkrechten, Lage geneigt werden,
Wie
aus der Figur ers ichtlich, besteht die Taumelscheibe gemäß der Erfindung aus zwei
konzentrisch zueinander gelagerten Teilen 3 a und 3 b,
von denen der Teil 3 a mittels der Steuerstange 4 schwenkbar,
je-
doch nicht drehbar angeordnet ist, während der Teil 3 b
auf dem Teil 3 w mittels zweier Wälzlagerringe 6
drehbar gelagert und
gegen Abheben vom Teil 3 a gesichert ist.
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Auf der Rotorwelle 5 ist eine Muffe 7 befestigt, an
deren Außenumfang je nach der Anzahl der vorhandenen Rotorblätter eine entsprechende
Anzahl von senkrecht zur Rotorwelle stehenden Zapfen 7a ausgebildet sind. Auf jedern.
- der Zapfen 7 a sind doppelarmige Hebel 8 schwenkbar gelagert,
von denen in der Figur aus Gründen der Übersichtlichkeit nur einer vollständig gezeigt
ist, während von einem weiteren lediglich der Hebelarm 8 b teilweise sichtbar
ist. Am Hebelarm 8a der doppelarmigen Hebel ist eine mit 9
bezeichnete Pleuelstange
angelenkt, die an ihrem anderen Ende an einem senkrecht zum Rotorblatt
10
stehenden Arm des winkelsteifen Hebels 11 angreift. Am anderen Arm
8 b der doppelarmigen Hebel 8 sind auf einer Achse 12 zwei Führungsrollen
13 und 14 koaxial gelagert, von denen die Rolle 13 an einer am drehbaren
Teil 3 b ausgebildeten oberen Führungsfläche 3 b' und die Rolle 14
an einer unteren Führungsfläche 3 Y' anliegt.
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Um eine Mitnahme des drehbaren Teils 3 b der Taumelscheibe
durch die Roterwelle 5 herbeizuführen, ist einer der auf den Zapfen
7 a schwenkbar gelagerten Hebel 8 mit dem drehbaren Teil kraftschlüssig
verbunden.
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Die an den Enden der abgreifenden Flebelarme 8 b
auf
den Zapfen 12 gelagerten Rollen 13 und 14 sind gemäß der Erfindung mit dem
Hebel 8 derart um die Zapfen 7 a schwenkbar angeordnet, daß sie stets
innerhalb einer Ebene verbleiben, die durch die Mitte der Rotorwelle 5 und
die Mitte des Schwenkgelenkbolzens 18 verläuft.
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Der in der Figur strichpunktiert angedeutete Rotorkopf 15 ist
mittels eines am oberen Ende der Rotorwelle 5 angeordneten Kardangelenks
16 in an sich bekannter und daher nicht näher gezeigter Weise gelenkig angeschlossen.
Das Kardangelenk 16 ist imAusführungsbeispiel annähernd in derselben Höhe
an der Rotorwelle 5 angeordnet wie der die Pleuelstange 9
mit dem Hebelarm
8 a verbindende Bolzen 17. Am Ende des Rotorkopfes 15 ist das
Rotorblatt 10 mit seinem senkrecht zum Rotorblatt stehenden und mit diesem
starr verbundenen Arm des winkelsteifen Hebels 11 um den Bolzen
18 schwenkbar gelagert.
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Die Wirkungsweise des in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispieles
ist folgende: Bei einer Drehung der Rotorwelle 5 werden die doppelarmij-n
Hebel 8 durch die Zapfen 7a der fest auf der Rotorwelle 5 angeordneten
Muffe 7 zwangläufig mitgenommen, wobei durch die Verbindung eines der Hebel
8 mit dem drehbaren Teil 3 b der Taumelscheibe auch dieser
Teil zwangläufig in Drehung versetzt wird. Die einzelnen Hebelarme 8 b werden
hierbei infolge der gegenüber der Rotorachse geneigten Taumelscheibc während eines
Umlaufes jeweils angehoben und abgesenkt. Die dadurch hervorgerufene Schwenkbewegung
der Hebel 8 wird von den Hebelarmen 8 a auf die Pleuelstangen
9 und von diesen auf die senkrecht zur Längserstreckung der Rotorblätter
10 stehenden Arme des Hebels 11 übertragen, wobei eine periodische
Schwenkbewegung der Blätter 10 um ihre Schwenkachsen 18 a erzwungen
wird.
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Die Abgriffe für die einzelnen Rotorblätter, die durch die Berührungslinie
der an den Führungen 3 b'
und 3 Y' anliegenden Rollen
13 und 14 definiert sind, beweg gen sich, wenn man die Abgriffe aus der Projektion
in Richtung der Rotorachse betrachtet, mit konstanter Drehgeschwindigkeit synchron
zur Drehung der Rotorwelle 5. Die einzelnen Abgriffe beschreiben jedoch auf
der um den Neigungswinkel schräg geneigten Taumelscheibe 3 gemäß der Erfindung
relative Bewegungen zueinander.
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Wenn die Abgriffe auf der Taumelscheibe ihren höchsten bzw. tiefsten
Punkt erreicht haben, so ist ihre Geschwindigkeit relativ zur geneigten Taumelscheibe
geringer. Wenn sie ihre mittlere Höhe auf der geneigten Taümelscheibe aufweisen,
d. h., wenn dieAbgriffe etwa in Umlaufrichtung- so stehen wie die Bolzen
2, um deren Achse die Taumelscheibe 3 geneigt ist, so erreichen sie eine
höhere Geschwindigkeit gegenüber dem abgesenkten bzw. angehobenen Teil der Taumelscheibe.
Diese Unterschiede beim Durchlaufen der Taumelscheibe sind derart ausgenutzt, daß
bei der Mittelstellung des Blattes ohne einen Schwenkausschlag die radiale Stoßbewegung
der Pleuelstange 9
gegenüber der harmonischen Bewegung vergrößert ist.
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Gemäß der Erfindung ist durch ein Übersetzungsverhältnis der
Hebelanne von Hl: H2 = 0,65 erreicht, daß die Verkürzung der
wirksamen Länge des Hebels 11 durch die unterschiedlichen Angriffsgeschwindigkeiten
an der Taumelscheibe derart kompensiert ist, daß den Rotorblättern eine harmonische
Schwenkbewegung aufgezwungen wird.
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In Fig. 2 ist ein anderes Ausführungsbeispiel einer Antriebsvorrichtung
für die Rotorblätter mit einer gemäß der Erfindung ausgebildeten Vorrichtung zum
Ausgleich der Schwenkbewegung gezeigt. Alle in dieser Figur vorkommenden Teile der
Antriebseinrichtung sind, soweit sie bereits in Fig. 1 enthalten sind, mit
den gleichen Bezugszeichen, wie dort belegt.
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Die Taumelscheibe 3 besteht wie im Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 1 aus zwei konzentrisch. zueinander angeordneten Teilen 3 a und
3 b, von denen der zuerst genannte Teil in einem flugzeugfesten Rahmen
1 um Zapfen 2 mittels einer Steuerstange 4 schwenkbar und der Teil
3 b der Taumelscheibe auf dem Teil 3 a drehbar gelagert ist.
Auf der Rotorwelle 5, mit dieser auf Drehmitnahme verbunden, ist eine Muffe
7 gelagert, an deren Außenumfang je nach der Anzahl der vorhandenen
Rotorblätter eine entsprechende Anzahl von senkrecht zur Rotorwelle angeordneten
Zapfen 7a ausgebildet ist. Auf den Zapfen 7a sind einarmige Hebel 19 schwenkbar
gelagert, von denen in der Figur aus Gründen der Übersichtlichkeit nur zwei gezeigt
sind. An den Enden der Hebelarme 19 a sind Gleitsteine 20 gelagert,
die in einer am drehbaren Teil 3 b
ausgebildeten Ringnut
3 c geführt sind.
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Wie im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 steht einer der Hebel
19 mit dem drehbaren Teil 3 b im Wirkungseingriff. In Fig. 2 ist die
Verbindung des drehbaren Teils mit einem der Gleitsteine 20 durch zwei Bolzen 21
und 22 hergestellt. Die an, den übrigen Hebelarmen 19 a angeordneten Gleitsteine
20 sind gegenüber dem mit dem drehbaren Teil 3 b formschlüssig verbundenen
Gleitstein in der Ringnut 3 c relativ zueinander beweglich geführt.
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Am oberen Ende der Rotorwelle 5 ist eine weitere Muffe
23 angeordnet, welche, je nach der Blattanzahl
des Rotors
in Umlaufrichtung gleichmäßi 'g verteilte, senkrecht zur Rotorwelle
stehende Zapfen 23 a besitzt. Auf den Zapfen.23a sind doppelarmige Hebe124
schwenkbar gelagert, deren Hebelarme 24 a und 24 b
einen rechten
Winkel bilden. Der in der Mittellage waagerecht liegende Arm24b ist über eine Stoßstange
25, deren eines Ende mittels eines Bolzens 26
am Hebelarm 24b und deren
anderes, gabelförinig ausaebildetes Ende 25a mittels eines Bolzens 27 am
Hebelarm 19 a angelenkt ist, mit dem in der Mittellage der Taumelscheibe
horizontal liegenden Hebelarm 19 a verbunden-. Der in der NEttellage senkrecht
stehende Arm 24 a des Hebels 24 ist mit seinem gabelförmigen Ende über einen
Gelenkbolzen 28 mit der Pleuelstange 9 verbunden, welche wie imAusführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 an dem in Fig. 2 nicht näher gezeigten, rechtwinklig zum Blatt
10 angeordneten Arm 1.1 angeschlossen ist. Bei Winkelbewegungen des
nicht dargestellten Rotorkopfes gegenüber der Rotorwelle 5, wie sie bei Schlagbewegungen
von halbstarren Rotoren üblich sind, wird die Schwenkbewegung nur wenig beeinflußt,
da die Höhe des Anschlußpunktes der Pleuelstange 9 über dem Kardanmittelpunkt
klein ist.
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Die Wirkungsweise der in Fig. 2 gezeigten Vorrich,-tung ist folgende:
Bei einer Drehung der Rotorwelle 5 werden die an der geneigtenTaumelscheibegeführtenArme
19a während eines Umlaufes gezwungen, sich jeweils anzuheben und abzusenken, wobei
diese Bewegung über die Stoßstange 25 in nicht näher gezeigter, jedoch an
sich bekannter Weise auf den Rotorkopf übertragen wird. Der Hebel 24 überträgt dabei
gleichzeitig die parallel zur Rotorwelle 5 ausgeführte Bewegung der Stoßstange
25 auf die Pleuelstange 9, wobei die Parallelbewegung der Stoßstange
25 in eine gemäß der Erfindung verringerte radiale Bewegung der Pleuelstange
umgewandelt wird.
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In den Fig. 3 und 4 sind Getriebeeleinente gezeigt, welche
mit verschiedenen zur Erzielung der Schwenkbewegung der Rotorblätter dienenden Antriebseinrichtungen,
z. B. einer zurErzielung der Schwenkbewegung der Rotorblätter dienenden Taumelscheibe,
einem Exzenter oder einer Spinne, zusammenarbeiten können, die, sämtlich eine angenähert
harmonisch hin und her gehende Translationsbewegung im Getriebeeingang erzeugen.
Die von der Antriebseinrichtung hervorgerufene Translationsbewegung wird durch die
verschiedenen, in den Figuren gezeigten Getriebeeleinente so umgeformt, daß die
im Getriebeeingang eingegebene Translationsbewegung im Ausgang des Getriebes in
eine Bewegung umgewandelt ist, bei der gemäß der Erfindung den Rotorblättern eine
harmonische Winkelbewegung erteilt wird. Die Verkürzung der wirksamen Länge des
senkrecht zum Rotorblatt angeordneten Hebelarmes ist hierbei durch die vorgenannten
Getriebeelemente bereits kompensiert.
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In Fig. 3 ist in schematischer Darstellung eine als »korrigierende
Lenke inrichtung« bezeichnete Vorrichtung zur Korrektur der Blattbewegung gezeigt.
Die jedem Rotorblatt zugeoidnete Vorrichtung umfaßt ein in sich starres Hebelparallelogramm
44, an dessen gegenüberliegenden Knotenpunkten 45 und 46 Lenker 47 und 48 angreifen.
Die anderen Enden der Lenker 47 und 48 sind am Rotorkopf 15 schwenkbar befestigt.
An den ebenfalls gegenüberliegenden Punkten 49 und 50 des Hebelparallelogramms
ist bei 49 eine mit der Antriebsvorrichtung, beispielsweise einer Taumelscheibe,
einem Exzenter od. dgl. im Wirkungszusammenhang stehende Stoßstange 51 angelenkt,
während bei 50 die am senkrecht zur Längserstreckung, des Rotorblattes 1.0
stehenden Arm 11 angreifende Pleuelstange 9 angeschlossen ist.
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Wenn beim Eingang 11 in die »korrigierende Lenkeinrichtung«
durch die Stoßstange 51 eine harmonisch hin und her gehende Translationsbewegung
eingegeben wird, so wird bei kleineren Ausschlägen zu dieser Translationsbewegung
das Hebelparallelogramm 44 zusätzlich eine Drehbewegung um ein Momentanzentrum ausführen.
Diese Drehbewegung vergrößert am Anschlußpunkt 50 der Pleuelstange
9 die Bewegung des Anschlußpunktes 49 der Stoßstange 51. In der Nähe
des Totpunktes der harmonischen Bewegung, also bei größeren Ausschlägen des Anschlußpunktes
49 in radialer Richtung wird die Drehung des Hebelparallelo,grammes 44 umgekehrt,
so daß die radiale Bewegung des Anschlußpunktes 50 kleiner wird als die Bewegung
des Anschlußpunktes 49. Dadurch werden gemäß der Erfindung die Beschleunigungen
in den Totpunkten des Rotorblattes 10 verringert und eine angenähert harmonische
Schwenkbewegunor erzielt.
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Dem gleichen Zweck wie die in Fig. 3 gezeigte »korrigierende
Lenkeinrichtung« dient auch das in Fig. 4 dargestellte Getriebeelement, bei dem
es sich, im Prinzip um ein Kreuzgelenk mit schrägen Achsen 14 und 11-II handelt,
die einen stumpfen Winkel miteinander bilden.
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Dir, dem Kreuzgelenk zugehörigen Drehachsen 14 und H-II sind in einem
gemeinsamen Rahmen 52
gelagert. Der Bügel 53 des Gelenkes liegt in
seiner Mttellage in der Ebene, die durch die gemeinsamen Achsen des Kreuzgelenkes
gebildet ist, während der Bügel 54 senkrecht zu dieser Ebene angeordnet ist.
An den beiden außerhalb des Rahmens 52 liegenden Enden der Kreuzgelenkachsen
sind einarmige Hebel 55 und 57 befestigt, von den-en der Hebel
55 mit dem einen Ende einer Stoßstange 56 verbunden ist, deren anderes
Ende mit einem nicht näher gezeigten Getriebe, beispielsweise einer Taumelscheibe
oder einem Exzenter, zur Erzielung der Schwenkbewegung der Rotorblätter zusammenarbeitet.
Am Hebel 57 ist die Pleuelstange 9 angelenkt, deren anderes Ende am
Hebelarm 11 des Rotorblattes 10 angeschlossen ist.
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Wenn in die in Fig. 4 dargestellte Einrichtung über die Stoßstange
56 eine harmonisch hin und her gehende Translationsbewegung eingegeben wird,
so wird durch die Charakteristik des beschriebenen Kardangelenkes am Anschluß der
Pleuelstange 9 am Hebel 57 eine veränderte Translationsbewegung ausgegeben,
die bei größeren Ausschlägen - in der Nähe der Totpunkte - die Beschleunigungen
abbaut und so ein-, harmonische Schwenkbewegung des Rotorblattes ermöglicht.
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In Fig. 5 ist an einem Arm 15 a des gabelförmig
ausgebildeten Rotorkopfes 15 der Schwenkgelenkbolzen 18 gelagert.
Senkrecht zum Rotorblatt 10 ist ein mit dem Schwenkgelenk starr verbundener
Hebelarm 29 angebracht, auf welchem ein in Längsrichtung verschiebbarer Gleitstein
30 gelagert ist. An der oberen und unteren Seite des Gleitsteins
30 sind Zapfen 31
und 32 ausgebildet, an denen die Pleuelstange
9 mit ihrem gabelförnÜgen Ende 9 a angreift. Außer dem gabelförmigen
Ende 9a der Pleuelstange sind weiterhin an die Zapfen 31 und 32 Lenker
33 und 34 angeschlossen, deren andere Enden an einem auf dem Hebelarm
15 b des Rotorkopfes gelagerten Bolzen 35
schwenkbar angelenkt
sind. Der Bolzen 35 ist hierbei
so angeordnet, daß die nicht
näher bezeichnete Bolzenachse gegenüber dem Schwenkgelenk in Umlaufrichtung des
Rotors etwas voraus, jedoch im selben radialen Abstand wie das Schwenkgelenk von
der Rotorwelle 5 angeordnet ist.
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Wie die Figur ferner zeigt, ist als Antriebsvorrichtung zur Erzielung
der Schwenkbewegung ein Exzenterantrieb vorgesehen. Auf einer feststehenden Rotorwelle
5 ist im Innenraum des angetriebenen Rotorkopfes 15 eine Gleitführung
36 befestigt, in welcher ein Schlitten 37 in an sich bekannter und
deshalb nicht näher gezeigter Weise radial verschiebbar und festst-ellbar angeordnet
ist. Am Schlitten 37 ist ein parallel zur Rotorwelle 5 nach oben gerichteter
Zapfen 38
ausgebildet, auf welchem ein scheibenförmiges Teil 39
drehbar
gelagert ist. Das Teil 39 ist über zwei Kreuzgelenke, 40 und 41, von denen
das eine Gelenk 40 mittels eines Lagerbockes 39 a am Teil
39 und das andere mittels eines Lagerbockes 15 c am
Rotorkopf angeschlossen is4 mit diesem formschlüssig verbunden und somit gezwungen,
an derDrehung desRotorkopfes teilzunehmen. Am Außenumfang der Scheibe
39 sind je
nach der Anzahl der Rotorbrätter eine entsprechende Anzahl
von Lageraugen 42 ausgebildet, von denen in der Figur jedoch, nur eines gezeigt
ist. An den genannten Augen 42 sind die am bereits erwähnten Hebelarm
29 angreifenden Pleuelstangen 9 mittels der Bolzen 43 angelenkt.
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Die Wirkungsweise der in Fig. 5 gezeigten Einrichtung ist folgende:
Wenn der Rotorkopf 15 von dem nicht näher gezeigten Antrieb des Drehflügelflugzeuges
in Umdrehung versetzt wird und eine Exzentrizität des Zapfens 38 im Führungsteil
36 gegeben, ist, so wird der Pleuelstange 9 in bekannter Weise eine
harmonisch hin und her gehende Translationsbewegung erteilt.
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In der Nähe der Mittellage des Rotorblattes, also nahe beim Schwenkwinkel
0, wird bei Eingang einer Stoßbewegung über die Pleuelstange 9 die
wirksame Länge des Hebelarmes 29 nur wenig verändert, so daß die Bewegung
des Rotorblattes genau so ausfällt, als ob die »korrigierende Lenkeinrichtung« nicht
vorhanden wäre. Bei größeren Schwenkwinkeln wird jedoch die wirksame Länge des Armes
29 vergrößert, wobei der Gleitstein 30 auf seinem Hebelarm
29 gegenüber dem Anlenkpunkt des Bolzens 35 am Rotorkopfarm
15 b nach außen verschoben wird.
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Diese- Vergrößerung des wirksamen Hebelarmes führt zu der gewünschten
Korrektur der Blattbewegung und vermeidet übergroße Beschleunigungen in den Totpunkten.
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In Fig. 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer »korrigierenden
Lenkeinrichtung« zur Korrektur der Blattbewegung gezeigt. In diesem Beispiel ist
als Antriebsmittcl zur Erzielung einer Blattschwenkbewegung ebenfalls eine Taumelscheibe
3 angeordnet, bei der die einzelnen Abgriffe 58, d. h. die Anlenkpunkte
der Stoßstangen 59 an -den abgreifenden, nicht näher bezeichneten
Hebeln einen verhältnismäßig großen Abstand von der Rotorachse 5 aufweisen,
der in der Figur mit db bezeichnet ist. Durch den relativ großen Abstand der einzelnen
Abgriffe von der Rotorwelle 5
ist der Vorteil erzielt, daß die Taumelscheibe
3 nur wenig geneigt zu werden braucht, um größere Translationsbewegungen
parallel zur Rotorwelle 5 auf die Stoßstange 59 ausüben zu können.
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Die Stoßstange 59 ist mit ihrem anderen Ende an einem Zapfen
60 angelenkt, welcher an einer Verschiebemuffe 61 ausgebildet ist.
Am Zapfen 60 ist weiterhin das eine Ende eines Lenkers 62 angeschlossen,
dessen anderes Ende an einer mit der Rotorwelle 5 fest verbundenen Traverse
63 schwenkbar angeschlossen ist. Die Verschiebemuffe 61 gleitet auf
dem einen Arm 64a eines Winkelhebels 64, der ebenfalls an der Traverse
63 schwenkbar angeordnet ist. Am Arm 64 b, der in seiner Mitteffage
parallel zur Rotorachse steht, ist die Pleuelstange 9 angelenkt, deren anderes
Ende wiederum mit dem senkrecht am Rotorblatt angeordneten Hebelarm 11 verbunden
ist. Am Ende des Rotorkopfes 15 ist ferner die mit 18
bezeichnete Schwenkachse
gezeigt, um welche das Rotorblatt 10 eine Schwenkbewegung ausführt.
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Bei der in Fig. 6 gezeigten Vorrichtung wird der Rotor mittels
der Rotorwelle 5 in Drehung versetzt, wobei durch die Taumelscheibe
3 die Stoßstange 59
parallel zur Rotorwelle 5 aufwärts und abwärts
bewegt und hierbei die auf dem Hebelarm 64a verschiebbar gelagerte Muffe
61 mitgenommen wird. Bei kleineren Neigungswinkeln des Hebelarmes 64a, also
etwa in der Nähe seiner waagerechten Mittellage, wird die wirksame Länge des Hebelarrnes
64 nur wenig verändert. Bei größeren Ausschlägen in der Nähe der Totpunkte, also
bei größeren Schwenkwinkeln, wird infolge der Verbindung mit dem Lenker
62 die Verschiebemuffe 61 auf dem Hebelarm 64 a weiter nach außen
verschoben, wobei die wirksame Länge des Hebelarmes vergrößert wird. Dadurch wird
die Bewegung des Winkelhebels 64 verringert und übergroße Schwenkbeschleunigungen
des Rotorblattes durch eine Verringerung der wirksamen Länge des senkrecht zum Rotorblatt
angeordneten Armes 11 kompensiert.
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In Fig. 7 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung
gezeigt, bei dem als Antriebsvorrichtung zur Erzielung einer Schwenkbewegung der
Rotorblätter ebenso wie in Fig. 6 eine mit 3 bezeichnete Taumelscheibe
angeordnet ist, die mit einer »korrigierenden Lenkeinrichtung« gemäß Fig. 4 zusammenarbeitet.
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An den auf der Taumelscheibe geführten Hebeln 65, von denen
in der Figur nur einer gezeigt ist, ist eine Stoßstange angelenkt, die in gleicher
Weise wie in Fig. 4 mit 56 bezeichnet ist. Das eine Ende der Stoßstange ist
am Hebelarm 55 angeschlossen, welcher in seiner Mittellage eine waagerechte
Stellung einnimmt und das schräggestellte Kreuzgelenk, wie bereits beschrieben,
betätigt. Der am äußeren Ende der Achse II-II angeordnete Hebel 57 weist
in seiner Mittellage eine überwiegend zur Rotorwelle 5 parallele Stellung
auf. Am freien Ende des Hebels 57 ist die mit dem senkrecht zum Rotorblatt
10 angeordneten Hebelann 11 verbundene Pleuelstange 9 befestigt.
Das Rotorblatt 10 ist am Rotorkopf 15 um den Bolzen 18
schwenkbar
angeordnet.
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Wenn der Rotorkopf 15 mit seiner Rotorwelle 5 in an
sich bekannter Weise in Drehung versetzt wird, entsteht an der Stoßstange
56 eine harmonisch hin und her gehende Translationsbewegung parallel zur
Rotorwelle 5. Dadurch wird der Hebel 55 um seine waagerechte Mittellage
periodisch aufwärts und abwärts geschwenkt. Diese Schwenkbewegung wird, wie bereits
beschrieben, durch das Kreuzgelenk auf den Hebel 57 übertragen, wobei jedoch
durch die schräg zueinander stehenden Achsen I-1 und II-11 des Kreuz-or gelenkes
die periodische Schwenkbewegung des Hebels 55 so verändert wird, daß bei
kleineren Abweichungen von der Mittellage die Bewegung des Hebels 57
verstärkt
und bei größeren Abweichungen von der
Mittellage in der Nähe der
Totpunkte die Bewegung des Hebels 57 verringert wird. Dadurch entsteht trotz
der Verkürzung der wirksamen Länge des senkrecht zum Rotorblatt angeordneten Hebelj
l'! bei größ.-ren Abweichungen von seiner Mittellap- einc annähernd harmonische
Schwenkbewegung des Rotorblattes 10.
im