DE1128460B - Verfahren und Schaltungsanordnung zum Aufrechterhalten des Gleichlaufs der Sende- und Empfangseinrichtungen in Synchron-Telegrafieranlagen - Google Patents
Verfahren und Schaltungsanordnung zum Aufrechterhalten des Gleichlaufs der Sende- und Empfangseinrichtungen in Synchron-TelegrafieranlagenInfo
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Description
Bei synchron arbeitenden Telegrafiersystemen muß bekanntlich der Umlauf von Sende- und Empfangseinrichtungen
hinsichtlich Frequenz und Phase übereinstimmen, damit eine richtige empfangsseitige Auswertung
der übertragenen Telegrafierzeichen möglich ist. Es müssen deshalb mit der Nachricht Synchronisiersignale
übertragen werden oder solche aus den empfangenen Telegrafierzeichen abgeleitet werden.
Es ist zu diesem Zweck bekannt, empfangsseitig aus den Schrittumschlägen der übertragenen Telegrafierzeichen
Synchronisierimpulse abzuleiten, diese mit einer zum Verteilerumlauf der Empfangseinrichtung
phasenstarren Wechselspannung von doppelter Schrittfrequenz zu vergleichen und bei Nach- oder
Voreilung des Umlaufs der Empfangseinrichtung aus dem Vergleich eine Regelspannung herzuleiten,
die die Umlaufphase der Empfangseinrichtung entsprechend vor- oder zurückregelt. Dieses Verfahren
hat jedoch verschiedene Nachteile. Der eine Nachteil besteht darin, daß in den Übertragungspausen je
nach Betriebszustand bei im 7er-Code codierten Telegrafierzeichen das Pausenzeichen α oder das
Pausenzeichen β fortlaufend übertragen werden muß. Werden dabei alle Schritte eines Telegrafierzeichens
gleichzeitig parallel über sieben Teilkanäle übertragen, so gibt es in keinem der Teilkanäle einen
Schrittumschlag. Es können deshalb auch keine Synchronisierimpulse abgeleitet werden, und nach
längerer Zeit wird die Gleichlaufphase verlorengehen. Dieser Nachteil kann bekanntlich durch einen zusätzlichen
Synchronisierkanal vermieden werden, in dem eine zur Tastung synchrone Frequenz fortlaufend
übertragen wird.
Ein zweiter Nachteil dieses Verfahrens wird an Hand Fig. 1 erläutert. Von den Flanken oder den
Nulldurchgängen der vereinfacht als trapezförmig angenommenen, vom Sender zum Empfänger übertragenen
Synchronisierfrequenz (Zeile a) werden Impulse abgeleitet, gleichgerichtet und zu geeigneten
Synchronisierimpulsen verlängert oder geformt (Zeile b). Zeile c zeigt die mit dem Umlauf des
Empfangsverteilers bzw. bei einer elektronischen Ausbildung mit den Abtastvorgängen synchrone und
phasenstarre Rechteckspannung, deren Phasenlage mit den Synchronisierimpulsen (Zeile b) zu vergleichen
und nötigenfalls zu korrigieren ist.
Der Phasenvergleich erfolgt beispielsweise mit einer Einrichtung nach Fig. 2. Der üblicherweise
elektronische, hier aber aus Gründen besserer Übersicht als mechanischer Kontakt dargestellte Schalter
S wird jeweils nur während der Dauer der Synchronisierimpulse
kurzzeitig geschlossen. An den
Verfahren und Schaltungsanordnung
zum Aufrechterhalten des Gleichlaufs
der Sende- und Empfangseinrichtungen
in Synchron-Telegrafieranlagen
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 2
München 2, Wittelsbacherplatz 2
Hans Rudolph, München-Solln,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Eingang E wird die Rechteckspannung angelegt. Während der Schließungszeit des Schalters 5, die bei
richtiger Phasenlage des Empfangsverteilers im Mittel mit der ansteigenden Flanke der Rechteckspannung
zusammentrifft, fließt zuerst eine negative und anschließend eine positive Ladung über den
Widerstands auf den KondensatorC. Über längere
Zeit gemittelt entsteht an dem Kondensator C somit keine Spannung. Ist der Verteilerumlauf voreilend,
die Rechteckspannung nach Fig. 1, Zeile b, also etwas nach rechts verschoben, so wird nach jedem
Synchronisierimpuls eine negative Restladung auf dem Kondensator verbleiben, die sich allmählich
summiert. Sobald die Spannung am Kondensator C den Ansprechwert eines Steuerorgans erreicht hat,
wird ein Synchronisiervorgang ausgelöst, der die Phasenlage der Rechteckspannung um einen kleinen
Betrag nach links verschiebt und somit den Phasenfehler verkleinert oder ganz aufhebt. Gleichzeitig
wird damit der Kondensator C entladen. Entsprechend bildet sich bei nacheilendem Phasenfehler
eine positive Spannung am Kondensator C aus, die beim Erreichen des Ansprechwerts eines Steuerorgans
einen Synchronisiervorgang in entgegengesetzter Richtung veranlaßt. Ist der Phasenfehler
größer, was insbesondere bei der Inbetriebnahme zu Anfang der Fall sein kann, so sind mehrere aufeinanderfolgende
Synchronisiervorgänge gleicher Richtung zu seiner Beseitigung erforderlich.
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Es muß aber auch damit gerechnet werden, daß Abstand der Synchronisierimpulse von der labilen
sich beispielsweise infolge einer Störung ein Phasen- Gleichlaufphasenlage geringer als der von der stafehler
von genau einer halben Schrittdauer einstellt. bilen Gleichlaufphasenlage ist.
Die Rechteckspannung hat dann die in Fig. 1, Bei einem anderen Verfahren, bei dem eine erste
Zeile d, dargestellte Phasenlage. Wie ersichtlich ist, 5 Regelspannung zur Regelung der Gleichlaufphase
bleibt in diesem Fall der Kondensator C ebenfalls der Empfangseinrichtung dadurch gewonnen wird,
im Mittel ohne Ladung. Der Verteiler befindet sich daß eine übertragene Synchronisierwechselspannung
hierbei in einer labilen Phasenlage, da bei Ab- mit einer frequenzgleichen, zum Umlauf der Empweichungen
eine Regelung genau in entgegen- fangseinrichtung phasenstarren Bezugswechselspangesetzter
Richtung erfolgt wie bei einer Phasenlage io nung hinsichtlich Frequenz und Phase verglichen
des Verteilers nach Fig. 1, Zeile c. Die labile Phasen- wird und eine stabile bzw. eine labile Gleichlauflage
kann jedoch bei hochkonstanten, z.B. quarz- phasenlage, bei denen keine Regelspannungen aufgesteuerten
Verteilerumläufen über lange Zeit be- treten, bei zwei um 180° verschiedenen Phasenlagen
stehenbleiben. Auch reichen kleine Abweichungen gegeben sind, wird in weiterer Ausgestaltung der Erder
in Fig. 1, Zeile d, dargestellten Phasenlage oft 15 findung eine derartige Stabilisierung der labilen
nicht zur Auslösung von Synchronisiervorgängen aus, Gleichlaufphase dadurch erreicht, daß durch Verda
dann die Spannung am Kondensator C den An- gleich einer zur Bezugswechselspannung um vorsprechwert
des Steuerorgans nicht erreicht. Es ist zugsweise 90° phasenverschobenen Wechselspannung
klar, daß in dieser falschen Phasenlage des Ver- mit der Synchronisierwechselspannung eine zweite
teilers die Nachricht gefälscht empfangen wird. 20 Regelspannung gewonnen wird, die bei wechselnder
Es ist nun möglich, die Vergleichsrechteckspannung Polarität die erste Regelspannung umpolt,
auf die halbe Frequenz herabzusetzen und die Syn- Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der
chronisierimpulse nur von jedem zweiten Nulldurch- Zeichnung erläutert.
gang der Synchronisierfrequenz abzuleiten (Fig. 1, Fig. 3 zeigt ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel
Zeile e und /). In diesem Fall wird die Nachricht 25 der Erfindung. Die empfangene Synchronisierauch
dann richtig empfangen, wenn die Phasenlage der wechselspannung nach Fig. 1, Zeile α, wird am Ein-Rechteckspannung
um eine Halbperiode verschoben gang E des Verstärkers V zugeführt, der sie entist
(Fig. 1, Zeile g). Der Verteilerumlauf erfolgt dabei sprechend verstärkt. In dem Differenzierglied D
um ein ganzes Telegrafierzeichen versetzt, was je- werden die Flanken differenziert und die in Fig. 1,
doch belanglos ist. Es ist aber doch damit zu 30 Zeile e, dargestellten positiven Impulse geformt,
rechnen, daß dieser labile Zustand, beispielsweise in- Diese Impulse betätigen das Relais R, dessen Konfolge
von Störungen, umgestoßen wird; dann setzen takte rl und rl jeweils für die Dauer der Impulse
Synchronisiervorgänge ein, die relativ lange Zeit an- schließen.
dauern, da, wie vorher erläutert, sehr viele Syn- Die zum Phasenvergleich erforderliche Rechteck-
chronisiervorgänge erforderlich sind, um die stabile 35 wechselspannung von gleicher Frequenz wie die dem
Phasenlage nach Fig. 1, Zeile/, herzustellen. Wäh- EingangE zugeführte Synchronisierwechselspannung
rend der Dauer dieser Synchronisiervorgänge können wird aus dem quarzgesteuerten, hochkonstanten
Telegrafierzeichen falsch empfangen werden. Oszillator Q abgeleitet. Die Frequenzteilerstufen Γ1
Durch das Verfahren gemäß der Erfindung sollen und Tl teilen die Frequenz des Oszillators Q so
diese Nachteile vermieden werden, d. h., es sollen die 40 weit, daß die erforderliche Rechteckwechselspannung
labilen Gleichlaufphasen, die an und für sich zu- entsteht. Die Ausgangsspannung des Frequenzteilers
lässig sind, stabilisiert werden, so daß die langandau- T2 zeigt Fig. 1, Zeilen. Im PhasenschieberP kann
ernden Synchronisiervorgänge bei Umstoßen der nach Bedarf eine kleine Phasenkorrektur vorgelabilen
Gleichlaufphasenlage entfallen. Dies wird nommen werden. Am Ausgang des Phasenerfindungsgemäß
dadurch erreicht, daß die Regelung 45 Schiebers P treten im Falle der richtigen Umlaufder
Umlaufphasenlage in Richtung auf diejenige phasenlage der Empfangseinrichtung zwei komple-Gleichlaufphasenlage
erfolgt, die der momentan vor- mentäre Rechteckspannungen mit dem Verlauf nach
handenen Umlaufphasenlage am nächsten liegt. Fig. 1, Zeile / und g, auf. Diese komplementären
Bei einem Verfahren, bei dem die Regelspan- Rechteckspannungen gelangen über die Umpolkonnungen
zur Regelung der Umlaufphasenlage der 50 takte μ 1 und η 2 zu den impulsgesteuerten Schaltern
Empfangseinrichtung dadurch gewonnen werden, daß rl und rl; während der Schließungszeit dieser Schalperiodisch im doppelten Telegrafierschrittabstand ter werden die Kondensatoren Cl und C 2 über die
auftretende Synchronisierimpulse mit einer zum Um- WiderständeR1 und Rl abhängig von der Phasenlauf
der Empfangseinrichtung phasenstarren Bezugs- lage der Rechteckspannungen negativ oder positiv
wechselspannung, deren Periode dem Abstand der 55 aufgeladen. Bei richtiger Phasenlage entsteht über
Synchronisierimpulse gleich ist, verglichen werden, längere Zeit gemittelt keine Ladung, weil sich die
und eine stabile bzw. eine weitere labile Gleichlauf- negativen und positiven Ladungen gegenseitig aufphasenlage
der Bezugswechselspannung und damit heben. Die Aufladung des Kondensators C1 entder
Umlaufphasenlage der Empfangseinrichtung, bei spricht den schraffierten Flächen in Fig. 1, Zeile /,
denen keine Regelspannung auftritt, dann gegeben 60 und die des Kondensators C 2 denen in Fig. 1,
ist, wenn die Nulldurchgänge der Bezugswechsel- Zeile g.
spannung in einer Richtung genau in der Mitte der Bei voreilender Umlaufphasenlage der Empfangs-
Synchronisierimpulse erfolgen, während bei Ab- einrichtung (Verschiebung der Rechteckspannungen
weichungen Regelspannungen unterschiedlicher PoIa- nach Fig. 1, Zeile / und h, nach rechts) überwiegt
rität auftreten, die eine Regelung in Richtung auf die 65 bei dem Kodensator C1 somit die negative, beim
stabile Gleichlaufphasenlage bewirken, wird in wei- Kondensator Cl dagegen die positive Aufladung,
terer Ausgestaltung der Erfindung die Regelspannung Hat die positive Aufladung des Kondensators C 2
oder die Bezugswechselspannung umgepolt, wenn der den Ansprechwert des Steuerorgans 52 erreicht, so
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bewirkt dieses eine Veränderung des Frequenzteilers Fig. 1, Zeile I) und das Relais U legt seine Kontakte
Tl beispielsweise derart, daß dessen Teilverhältnis «1 und u2 um. Damit werden die den Kondensafür
kurze Zeit vergrößert wird. Damit wird nach der toren C1 und C 2 zugeführten Rechteckspannungen
weiteren Frequenzteilung im Frequenzteiler Γ 2 die umgepolt, so daß dem Kondensator wiederum eine
Rechteckspannung in ihrer Phasenlage etwas nach 5 Rechteckspannung nach Fig. 1, Zeile /, und dem
links im Sinne einer Korrektur des Phasenfehlers Kondensator C 2 eine Rechteckspannung nach Fig. 1,
verschoben. Die negative Ladung des Kondensators Zeile g, zugeführt wird. Durch die Umpolung ist also
Cl bleibt wirkungslos, weil die beiden Steuerorgane die Stabilität der Synchronisierung auch bei der zu-
Sl und Sl nur auf positive Spannungen bestimmter vor labilen Gleichlaufphase sichergestellt.
Mindesthöhe ansprechen. io Ist jedoch die Umlaufphase der Empfangseinrich-
Mindesthöhe ansprechen. io Ist jedoch die Umlaufphase der Empfangseinrich-
Weist dagegen die Empfangseinrichtung eine nach- tung nur um einen halben Telegrafierschritt (90°)
eilende Umlaufphasenlage auf (Verschiebung der falsch, so ist die vom Frequenzteiler Γ 2 abgegebene
Rechteckspannungen nach Fig. 1, Zeile /, g und h, Rechteckspannung gegenüber der Synchronisiernach
links), so sammelt sich auf dem Kondensator wechselspannung um 90° phasenverschoben. Der
Cl eine positive und auf dem Kondensator C 2 eine 15 Ringmodulator M gibt in diesem Fall keine Gleichnegative
Ladung an. Bei Überschreiten des Schwell- spannung ab. Die Umpoleinrichtung U hat jedoch
wertes spricht das Steuerorgan 51 an und veranlaßt Kippeigenschaften, die nur die eine oder die andere
den Frequenzteiler Π zur vorübergehenden Herab- Lage zulassen. Sie bleibt in der zufällig vorhandenen
setzung seines normalen Teilverhältnisses, wodurch Lage liegen und legt damit die Richtung fest, in der
die Phasenlage der Rechteckspannungen nach Fig. 1, 20 die Synchronisierung erfolgen soll. Ein labiler ZuZeile
/ und g, etwas nach rechts verschoben wird. stand ist also ausgeschlossen.
Nach jeder Phasenkorrektur werden die beiden Fig. 4 zeigt eine zweites vorteilhaftes Ausführungs-
Kondensatoren C1 und C 2 entladen. beispiel der Erfindung. Der hochkonstante Oszilla-
Ist nun die Umlaufphase der Empfangseinrichtung tor Q erzeugt eine Wechselspannung, die zunächst
um einen ganzen Telegrafierschritt (180°) ent- 25 den verstellbaren Phasenschieber Ph passiert und ansprechend
einer Halbperiode der Rechteckspan- schließend in dem Frequenzteilern auf die Frenungen
nach Fig. 1, Zeilen /, g und h, phasenver- quenz 2/ heruntergeteilt wird. Vom Frequenzteiler
schoben, was z.B. bei der Inbetriebnahme der Fall Tl werden zwei gegenphasige. d.h. um 180° phasensein
kann, so würde auf den Kondensator C1 wäh- verschobene Spannungen der Frequenz 2/ abgerend
der Schließungszeit des Schalters Rl eine 3° nommen und diese den zwei Frequenzhalbierern Γ2
Rechteckspannung mit der Phasenlage nach Fig. 1, und Γ 3 zugeführt. Durch die Frequenzhalbierung
Zeile g, und auf den Kondensator C 2 über den wird auch der Phasenwinkelunterschied auf die
Schalter R 2 eine solche mit der Phasenlage nach Hälfte, d. h. auf 90°, herabgesetzt. Die Kopplung
Fig. 1, Zeile/, einwirken. Bei dieser Phasenlage zwischen den beiden Frequenzteilern Γ 2 und Γ 3
würden sich auf den Kondensatoren C1 und C 2 im 35 stellt sicher, daß die Phasenlage der beiden auf die
Mittel ebenfalls keine Ladungen ausbilden. Wenn Frequenz / geteilten Spannungen in fester Beziehung
nun aber diese Phasenlage z.B. infolge von Stö- zueinander bleibt. Die beiden von den Frequenzrungen
nach rechts verschoben würde, so würde teilern T 2 und T 3 abgegebenen Rechteckspannungen
sich auf dem Kondensator C1 eine positive und auf sind also um 90° gegeneinander phasenverschoben,
dem Kondensator C 2 eine negative Spannung an- 40 Am Eingang Z? wird die empfangene Synchronisammeln.
Nach Überschreiten des Schwellwertes sierwechselspannung nach Fig. 5, Zeile a, zugeführt,
würde das Steuerorgan 51 ansprechen und in der in dem Verstärker V verstärkt und den beiden linken
vorher beschriebenen Weise eine weitere Verschie- Eingängen der beiden Ringmodulatoren Ml und M 2
bung der Rechteckspannung nach rechts bewirken. zugeführt. Dem anderen Eingang des Modulators
Diese Phasenkorrekturen würden sich so lange fort- 45 Ml wird die Ausgangsspannung des Frequenzteilers
setzen, bis die um eine Schrittlänge verschobene Γ 2 und dem anderen Eingang des Modulators M 2
stabile Umlaufphasenlage erreicht ist. die Ausgangsspannung des Frequenzteilers Γ 3 zuge-
Um diese Regelvorgänge von der labilen zur sta- führt. Der von den Modulatoren Ml und Ml abgebilen
Gleichlaufphasenlage zu vermeiden, ist der gebene Gleichspannungsanteil ist proportional dem
Ringmodulator M und die von ihm gesteuerte Um- 50 Kosinus des Phasenwinkelunterschieds zwischen den
poleinrichtung U vorgesehen. Dem linken Eingang jeweils zugeführten beiden Wechselspannungen,
des Ringmodulators M wird die Synchronisier- In der richtigen Umlaufphasenlage der Empfangswechselspannung nach Fig. 1, Zeile α, und seinem einrichtung erhält der Modulator Ml von dem Frerechten Eingang die vom Frequenzteiler Γ 2 abge- quenzteiler Γ 2 eine Rechteckspannung nach Fig. 5, gebene Bezugswechselspannung nach Fig. 1, Zeile h, 55 Zeile b. Der Phasenwinkelunterschied gegenüber der zugeführt. Da diese Spannungen zunächst phasen- Synchronisierwechselspannung nach Fig. 5, Zeile a, gleich sind, entsteht am Ausgang des Ringmodu- beträgt hierbei 90° und die vom Modulator Ml ablators M eine positive Gleichspannung nach Fig. 1, gegebene Spannung enthält keinen Gleichspannungs-Zeile i, die die Umschaltkontakte ul und «2 des anteil (Fig. 5, Zeile c). Da der Wechselspannungs-Relais U in der in Fig. 3 dargestellten Lage fest- 60 anteil der Ausgangsspannung des Modulators Ml hält. über die Umpolkontakteu 1 und μ2 in einem z.B.
des Ringmodulators M wird die Synchronisier- In der richtigen Umlaufphasenlage der Empfangswechselspannung nach Fig. 1, Zeile α, und seinem einrichtung erhält der Modulator Ml von dem Frerechten Eingang die vom Frequenzteiler Γ 2 abge- quenzteiler Γ 2 eine Rechteckspannung nach Fig. 5, gebene Bezugswechselspannung nach Fig. 1, Zeile h, 55 Zeile b. Der Phasenwinkelunterschied gegenüber der zugeführt. Da diese Spannungen zunächst phasen- Synchronisierwechselspannung nach Fig. 5, Zeile a, gleich sind, entsteht am Ausgang des Ringmodu- beträgt hierbei 90° und die vom Modulator Ml ablators M eine positive Gleichspannung nach Fig. 1, gegebene Spannung enthält keinen Gleichspannungs-Zeile i, die die Umschaltkontakte ul und «2 des anteil (Fig. 5, Zeile c). Da der Wechselspannungs-Relais U in der in Fig. 3 dargestellten Lage fest- 60 anteil der Ausgangsspannung des Modulators Ml hält. über die Umpolkontakteu 1 und μ2 in einem z.B.
Ist nun die Umlaufphasenlage der Empfangsein- aus den Widerständen R1 und R 2 und dem Kondenrichtung
um einen ganzen Telegrafierschritt (180°) satorC bestehenden Siebglied beseitigt wird, erhält
phasenverschoben (Fig. 1, Zeile k), so ist die vom der Steuerverstärker S keine Spannung. Es ist hier zuFrequenzteiler
Γ 2 abgegebene Rechteckspannung in 65 gründe gelegt, daß der Steuerverstärker S zur Ver-Gegenphase
zu der am Eingang E zugeführten Syn- Stärkung von Spannungen beliebiger Polarität geeignet
chronisierwechselspannung. Die Ausgangsspannung ist und daß seine gegebenenfalls vorhandene Ausgangsdes
Ringmodulators M ist in diesem Fall negativ spannung zum Antrieb eines Motors M dient, der den
Phasenschieber Ph verstellt und so einen Phasenfehler ausgleicht.
Die dem Modulator M 2 vom Frequenzteiler T 3 zugeführte Rechteckspannung (Fig. 5, Zeile d) ist in
Phase mit der Synchronisierwechselspannung (Fig. 5, Zeile ä) und am Ausgang des Modulators M 2 erscheint
eine positive Spannung (Fig. 5, Zeile e), die das Relais U so erregt, daß dessen Kontakte μ 1 und
u 2 in der in Fig. 4 dargestellten Lage festgehalten werden.
Ist die Umlaufphasenlage der Empfangseinrichtung um einen ganzen Telegrafierschritt (180°) gegenüber
der Synehronisierwechselspannung verschoben, so erhält der SteuerverstärkerS ebenfalls keine Regelspannung.
Dies wäre, wie in äquivalenter Weise bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 erläutert wurde, ein
labiler Phasenzustand, wenn nicht in diesem Fall der Modulator M 2 infolge gegenphasiger Spannungen
(Fig. 5, Zeile h und ä) nun eine negative Gleichspannung
abgeben würde (Fig. 5, Zeile i), die das Relais U
gegensinnig erregt, so daß dessen Kontakte μ 1 und u 2 umlegen und damit die vom Modulator Ml bei
Phasenfehlern abgegebene Regelspannung umpolen. Dadurch wird die Umlaufphasenlage der Empfangseinrichtung
in dieser zweiten richtigen Phasenlage stabil gehalten.
Ergänzend sind in Fig. 5, Zeile k bis n, noch die Verhältnisse dargestellt, die sich bei einem Phasenfehler
von einem halben Telegrafierschritt (90°) ergeben. Die Ausgangsspannung des Frequenzteilers T 2
hat dann den Verlauf nach Fig. 5, Zeile k, und ist in Phase mit der Synchronisierwechselspannung nach
Fig. 5, Zeile a. Am Ausgang des Modulators Ml entsteht
die maximale positive Regelspannung. Der Motor M muß die Phase nun in jedem Fall um 90°
nachstellen. Es ist hierbei gleichgültig, ob er die Phase um diesen Betrag vor- oder zurückdreht. Welche
Richtung er einschlägt, hängt von der zufälligen Stellung der Umschaltkontakte u 1 und μ 2 des in diesem
Fall stromlosen Relais U ab. Dieses erhält nämlich vom Modulator M 2 keine Spannung, da die Synchronisierwechselspannung
(Fig. 5, Zeile ä) um 90° gegenüber der vom Frequenzteiler Γ 5 abgegebenen
Spannung (Fig. 5, Zeile m) verschoben ist.
Selbstverständlich könnte man bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 und 4 eine Stabilisierung
der labilen Gleichlaufphasenlage auch dadurch erreichen, daß bei einer Phasenverschiebung um mehr
als eine halbe Telegrafierschrittlänge an Stelle der Regelspannung die Bezugswechselspannung oder die
empfangene Synchronisierwechselspannung umgepolt wird. Auch können die dargestellten Ausführungsbeispiele vollkommen in elektronischer Technik ausgeführt,
z. B. das Relais U und seine Kontakte ul und u 2 elektronisch nachgebildet werden.
Claims (7)
1. Verfahren zum Aufrechterhalten des Gleichlaufs der Sende- und Empfangseinrichtungen in
Synchron-Telegrafieranlagen, bei denen durch Vergleich von aus den übertragenen Telegrafierzeichen
abgeleiteten oder zusätzlich übertragenen Synchronisiersignalen mit die Umlaufphasenlage
der Empfangseinrichtung charakterisierenden Signalen Kriterien zur Regelung dieser Umlaufphasenlage
abgeleitet werden, dadurch gekenn zeichnet, daß die Regelung der Umlaufphasenlage
in Richtung auf diejenige Gleichlaufphasenlage erfolgt, die der momentan vorhandenen Umlaufphasenlage
am nächsten liegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Regelspannungen zur Regelung der Umlaufphasenlage
der Empfangseinrichtung dadurch gewonnen werden, daß periodisch im doppelten Telegrafierschrittabstand auftretende Synchronisierimpulse
mit einer zum Umlauf der Empfangseinrichtung phasenstarren Bezugswechselspannung,
deren Periode dem Abstand der Synchronisierimpulse gleich ist, verglichen werden und eine
stabile bzw. eine weitere labile Gleichlaufphasenlage der Bezugswechselspannung und damit der
Umlaufphasenlage der Empfangseinrichtung, bei denen keine Regelspannung auftritt, dann gegeben
ist, wenn die Nulldurchgänge der Bezugswechselspannung in einer Richtung (z. B. von + nach —)
genau in der Mitte der Synchronisierimpulse erfolgen, während bei Abweichungen Regelspannungen
unterschiedlicher Polarität auftreten, die eine Regelung in Richtung auf die stabile Gleichlaufphasenlage
bewirken, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelspannung oder die Bezugswechselspannung
umgepolt wird, wenn der Abstand der Synchronisierimpulse von der labilen Gleichlaufphasenlage
geringer als der von der stabilen Gleichlaufphasenlage ist.
3. Schaltungsanordnung zur Verwirklichung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bezugswechselspannung und eine frequenzgleiche Synchronisierwechselspannung
einem Gegentaktmodulator (M) zuführbar wird, dessen Ausgangsspannung je nach ihrer
Polarität eine Umpoleinrichtung (U, ul, w2) steuert, über die die Bezugswechselspannung und
eine zu ihr komplementäre Spannung einer Prüfeinrichtung (Pr) zuführbar sind, die die während
der Dauer der aus der Synchronisierwechselspannung abgeleiteten Synchronisierimpulse zugeführten Ströme bzw. Spannungen summiert und
bei Überschreiten eines Mindestwertes die Phasenlage der Bezugswechselspannung in der einen bzw.
anderen Richtung verändert (Fig. 3).
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß während der Dauer
der Synchronisiersignale innerhalb der Prüfeinrichtung (Pr) Schalter (rl, r2) geschlossen sind,
über die die über die Umpoleinrichtung (U, ul, u 2) zugeführte Bezugswechselspannung und die
zu ihr komplementäre Spannung an je einem ÄC-Spannungsteiler (Al5 C; R2, C2) anliegen.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem Kondensator (C 1,
C2) jedes RC-Spannungsteilers ein Schalter (Sl,
52) zugeordnet ist, der bei Überschreiten einer bestimmten Spannung am zugehörigen Kondensator
(Cl, C2) anspricht und die Phasenlage der Bezugswechselspannung verändert.
6. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem eine erste Regelspannung zur Regelung der Gleichlaufphase
der Empfangseinrichtung dadurch gewonnen wird, daß eine übertragene Synchronisierwechselspannung
mit einer frequenzgleichen, zum Umlauf der Empfangseinrichtung phasenstarren Bezugswechselspannung hinsichtlich Frequenz und
Phase verglichen wird und eine stabile bzw. eine labile Gleichlaufphasenlage, bei denen keine
Regelspannungen auftreten, bei zwei um 180°
verschiedenen Phasenlagen gegeben sind, dadurch gekennzeichnet, daß durch Vergleich einer zur
Bezugswechselspannung um vorzugsweise 90° phasenverschobenen Wechselspannung mit der
Synchronisierwechselspannung eine zweite Regelspannung gewonnen wird, die bei wechselnder
Polarität die erste Regelspannung umpolt.
7. Schaltungsanordnung zur Verwirklichung des Verfahrens nach Anspruch 6, dadurch gekenn-
10
zeichnet, daß die Synchronisierwechselspannung und die Bezugswechselspannung bzw. eine gegenüber
dieser um 90° phasenverschobene Wechselspannung zwei Gegentaktmodulatoren (Ml, M 2)
zuführbar sind und daß die Ausgangsspannung des einen Modulators (M 2) je nach Polarität eine
Umpoleinrichtung (U; ul, w2) für die vom anderen Modulator (Ml) gelieferte Regelspannung
steuert (Fig. 4).
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES70246A DE1128460B (de) | 1960-09-07 | 1960-09-07 | Verfahren und Schaltungsanordnung zum Aufrechterhalten des Gleichlaufs der Sende- und Empfangseinrichtungen in Synchron-Telegrafieranlagen |
| CH928961A CH394287A (de) | 1960-09-07 | 1961-08-08 | Verfahren zur Stabilisierung der labilen Gleichlaufphasenlagen der Empfangseinrichtungen von synchron arbeitenden Telegraphiersystemen |
| US135551A US3240877A (en) | 1960-09-07 | 1961-09-01 | Stabilizing unstable synchronizing phase positions in receivers of synchronously operating telegraph systems |
| NL61268962A NL142034B (nl) | 1960-09-07 | 1961-09-05 | Schakeling voor het stabiliseren van de gelijkloopfasestanden bij de ontvanginrichting van een synchroon werkend telegraafstelsel. |
| BE607914A BE607914A (fr) | 1960-09-07 | 1961-09-06 | Procédé de stabilisation de la position de phase instable des dispositifs de réception de systèmes télégraphiques travaillant en synchronisme |
| GB32220/61A GB938876A (en) | 1960-09-07 | 1961-09-07 | Improvements in or relating to arrangements for synchronising a telegraph transmitter and a receiver |
| JP36032913A JPS4929762B1 (de) | 1960-09-07 | 1961-09-07 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES70246A DE1128460B (de) | 1960-09-07 | 1960-09-07 | Verfahren und Schaltungsanordnung zum Aufrechterhalten des Gleichlaufs der Sende- und Empfangseinrichtungen in Synchron-Telegrafieranlagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1128460B true DE1128460B (de) | 1962-04-26 |
Family
ID=7501574
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES70246A Pending DE1128460B (de) | 1960-09-07 | 1960-09-07 | Verfahren und Schaltungsanordnung zum Aufrechterhalten des Gleichlaufs der Sende- und Empfangseinrichtungen in Synchron-Telegrafieranlagen |
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|---|---|
| US (1) | US3240877A (de) |
| JP (1) | JPS4929762B1 (de) |
| BE (1) | BE607914A (de) |
| CH (1) | CH394287A (de) |
| DE (1) | DE1128460B (de) |
| GB (1) | GB938876A (de) |
| NL (1) | NL142034B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1244233B (de) * | 1963-06-25 | 1967-07-13 | Ibm | Schaltungsanordnung zur Entzerrung von Nachrichtenimpulsen |
| DE1290952B (de) * | 1966-04-07 | 1969-03-20 | Bbc Brown Boveri & Cie | Verfahren und Einrichtung zur Taktsynchronisierung in Fernschreibuebertragungs-Anlagen |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS5398180U (de) * | 1977-01-11 | 1978-08-09 |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL182381B (nl) * | 1953-10-27 | Hatebur Umformmaschinen Ag | Dwarstransportinrichting voor een pers met meerdere persstappen. |
-
1960
- 1960-09-07 DE DES70246A patent/DE1128460B/de active Pending
-
1961
- 1961-08-08 CH CH928961A patent/CH394287A/de unknown
- 1961-09-01 US US135551A patent/US3240877A/en not_active Expired - Lifetime
- 1961-09-05 NL NL61268962A patent/NL142034B/xx unknown
- 1961-09-06 BE BE607914A patent/BE607914A/fr unknown
- 1961-09-07 GB GB32220/61A patent/GB938876A/en not_active Expired
- 1961-09-07 JP JP36032913A patent/JPS4929762B1/ja active Pending
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1244233B (de) * | 1963-06-25 | 1967-07-13 | Ibm | Schaltungsanordnung zur Entzerrung von Nachrichtenimpulsen |
| DE1290952B (de) * | 1966-04-07 | 1969-03-20 | Bbc Brown Boveri & Cie | Verfahren und Einrichtung zur Taktsynchronisierung in Fernschreibuebertragungs-Anlagen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB938876A (en) | 1963-10-09 |
| NL142034B (nl) | 1974-04-16 |
| NL268962A (de) | 1964-06-25 |
| JPS4929762B1 (de) | 1974-08-07 |
| US3240877A (en) | 1966-03-15 |
| BE607914A (fr) | 1962-01-02 |
| CH394287A (de) | 1965-06-30 |
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