-
Farbkopiergerät Zusatz zum Patent 1113 625
Das Hauptpatent betrifft
ein Farbkopiergerät, bei welchem der Belichtungsvorgang in Form von mehreren Teilbelichtungen
stattfindet, mit einer Einrichtung zur fotoelektrischen Regelung dieser Teilbelichtungen
und mit verstellbaren Vorrichtungen zur Änderung der während dieser Teilbelichtungen
auf das Kopiermaterial auftreffenden Lichtmengen. Die verstellbaren Vorrichtungen
sind mit Dichtekompensationsorganen gekuppelt, derart, daß die Gesamtdichte der
Kopie unverändert bleibt.
-
Die vorliegende Erfindung betrifft eine besonders vorteilhafte Ausführungsform
des im Hauptpatent beschriebenen Farbkopiergerätes. Erfindungsgemäß wird das Farbkopiergerät
mit mehreren je eine der gleichzeitig stattfindenden Teilbelichtungen des
Kopiermaterials selbsttätig steuernden Belichtungsregeleinrichtungen mit
je einer verstellbaren Farbkorrekturvorrichtung zur Einstellung der während
dieser Teilbelichtungen auf das Kopierpapier auftreffenden Kopierlichtmengen ausgestattet,
wobei jede
der Farbkorrekturvorrichtun'gen mit je einem Dichtekompensationsorgan
gekuppelt ist.
-
Zweckmäßigerweise sind die Dichtekompensationsorgane in einem die
Spannung der Fotozellen sämtlicher Belichtungsregeleinrichtungen beeinflussenden
Stromkreis angeordnet. Bei Ausbildung der Fotozellen als Sekundärelektronenvervielfacher
können die Farbkorrekturvorrichtungen im Stromkreis je
eines Hochspannungstransformators
der Sekundärelektronenvervielfacher, die Dichtekompensationsorgane jedoch in einem
allen Hochspannungstransformatoren gemeinsamen Stromkreis angeordnet sein.
-
Das erfindungsgemäße Farbkopiergerät ist mit dem Vorteil verbunden,
daß die zum Kopieren eines Farbnegativs erforderliche Gesamtzeit infolge der gleichzeitig
ablaufenden Teilbelichtungen sehr kurz ist und die Gesamtdichte der Kopie auch dann
automatisch konstant bleibt, wenn der Anteil einer der Teilbelichtungen an der Gesamtbelichtung
der Kopie durch Veränderung der Korrektureinstellung erhöht oder verringert wird.
-
In der nachfolgenden Beschreibung ist eine spezielle Ausführungsform.
des Erfindungsgegenstandes angegeben. Teile dieser Ausführungsform sind in der Zeichnung
dargestellt.
-
Zur fotoelektrischen Regelung der drei gleichzeitig beginnenden farbigen
Teilbelichtungen weist das Farbkopiergerät drei elektronische Belichtungsregeleinrichtungen
41, 41 a, 41 b auf, welche eine im Prinzip bekannte Schaltung aufweisen
und je eine als Sekundärelektronenvervielfacher ausgebildete, vorzugsweise
im Strahlengang des vom Kopierpapier hindurchgelassenen oder reflektierten Lichtes
angeordnete Fotozelle 1, la, 1 b sowie je einen Ladekondensator
42, 42a, 42b umfassen, deren Ladungszustand unter dem Einfluß des Fotostroms der
zugehörigen Fotozelle 1, la, 1 b verändert wird. Von den Fotozellen
1, la, 1 b ist die eine für rotes, die andere für grünes und
die dritte für blaues Licht empfindlich. Jede der Belichtungsregeleinrichtungen
41, 41 a, 41 b
weist ein Relais 43, 43 a, 43 b auf, welches
entweder je eine farbige, nicht dargestellte Kopierlichtquelle abschaltet,
falls das gesamte Beleuchtungssystem des Farbkopiergerätes drei Kopierlichtquellen
in den Grundfarben Rot, Grün und Blau aufweist, oder die Einschaltung
je eines - ebenfalls nicht dargestellten -
Farbfilters in den
Kopierlichtstrahlengang veranlaßt. Durch Einbringen eines Farbfilters in den Kopierlichtstrahlengang
wird in an sich bekannter Weise die jeweils zugeordnete Teilbelichtung unterbrochen.
-
Zur Versorgung der Dynoden der Sekundärelektronenvervielfacher
1, la, 1 b mit der erforderlichen Betriebsspannung dient wie
beim Gegenstand des Hauptpatents ein Netztransformator 2, an dessen Sekundärwicklungen
das Dichtejustierpotentiometer 3, 4 und die Potentiometer 5, 6 und
7, 8 zur Berücksichtigung der jeweiligen Stellung der Masken des Kopierrahmens
angeschlossen sind. Am Abgriff 4 des Dichtejustierpotentiometers liegt das Dichtekorrekturpotentiometer
9, 10 an, an dessen Abgriff 10
die Dichtekompensationswiderstände
1,1, 13, 15 mit ihren verstellbaren Abgriffen 12, 14,1-6 in Reihe angeschaltet
sind.
Die Widerstände 17, 19, 21 der den jeweiligen Sekundärelektronenvervielfachern
1, la, 1 b zugeordneten Farbkorrekturpotentiometer
17, 18; 19, 20; 21, 22 sind parallel zueinander geschaltet und in Reihe mit
den Widerständen der Eichpotentiometer 25, 26;
27, 28; 29, 30. Die
letztgenannten Eichpotentiometer bilden einen von mehreren Speichern, die wechselweise
in den Stromkreis einschaitbar sind. Nur einer dieser -Speicher ist in der Abbildung
gezeigL An die Abgriffe 18, 20, 22 der Farbkorrekturpotentiometer schließen
-sich Farbjustierwiderstände 31, 32, 33 an, die mit der Primärwicklung der
Hochspannungstransformatoren 40, 40 a, .40 b der jeweils zugeordneten
SekundärelektronenvervieNacher verbunden sind. Die Abgriffe 26, 28,
30 der Eichpotentiometer sind über Schalter 37, 38, 39 ebenfalls an
die Primärwicklung der Hochspannungstransformatoren 40, 40 a, 40
b angeschlossen. Die Schalter 37, 38, 39
werden durch die Relais 43,
43 a, 43 b der zugehörigen Belichtungsregelvorrichtungen 41, 41
a, 41 b in der Weise gesteuert, daß sie zu Beginn der jeweiligen Teilbelichtung
geschlossen und am Ende wieder geöffnet werden, so daß an die Sekundärelektronenvervielfacher
1, la, 1 b jeweils nur während des Schaltzeitablaufs Spannung
angelegt ist.
-
Die Abgriffe 18, 20, 22 der Farbkorrekturpotentiometer sind
mit den Abgriffen 12, 14, 16 der zugeordneten Dichtekompensationswiderstände
11, 13, 15
über symbolisch angedeutete Kupplungselemente 44,
44a, 44b miteinander gekuppelt, wobei die Dichtekompensationswiderstände
11, 13, 15 so ausgelegt sind, daß bei Verstellung des Abgriffes eines der
Farbkorrekturpotentiometer 17, 18; 19, 20; 21, 22 im Sinne einer Verlängerung
oder Verkürzung der Dauer der zugeordneten Teilbehchtung des Kopiermaterials um
den Faktor k die Dauer einer jeden Teilbelichtung gleichzeitig und selbsttätig
um den Wert k`h verkürzt bzw. verlängert wird. Auf diese Weise wird infolge der
Kupplung der Abgriffe 12, 22; 14, 20; 16,
18 erreicht, daß die Gesamtdichte
der Kopie auch bei Veränderung der Farbanteile der Kopie automatisch konstant bleibt.
-
Selbstverständlich kann auf die Potentiometer 5, 6
und
7, 8 verzichtet werden, wenn ein einheitliches Kopierformat benutzt wird
und daher verstellbare Maskenbänder entfallen oder wenn die Fotozelle das Licht
über einen zwischen Negativ- und Positivebene angeordneten teildurchlässigen Spiegel
erhält. An Stelle dieser Potentiometer können auch unterschiedliche Widerstände
wechselweise in den Stromkreis einschaltbar sein, wenn auswechselbare Kopierpapierkassetten
unterschiedlichen Formates zur Anwendung kommen.
-
Das der Erfindung zugrunde liegende Prinzip ist auch dann anwendbar,
wenn an Stelle der Dauer oder zusätzlich zur Dauer der Teilbelichtungen die Intensität
des während der Teilbelichtungen auf das Kopiermaterial auftreffenden Lichtes variiert
wird.
-
Selbstverständlich können die Farbkorrekturvorrichtungen
17, 18; 19, 20; 21, 22 anstatt im Stromkreis für die Spannungsversorgung
der Fotozellen 1,
1 a, 1 b auch in anderen
Stromkreisen der Belichtungsregeleinrichtungen 41, 41 a, 41 b angeordnet
sein, z. B. im Stromkreis der Ladekondensatoren 42, 42 a, 42 b.
Auch
die Dichtekompensationsorgane 11, 12; 13, 14; 15, 16
brauchen nicht unbedingt ün Stromkreis für die Spannungsversorgung der Fotozellen
1, la, 1 b
angeordnet zu sein, sondern können beispielsweise
in einem gemeinsamen, nicht dargestellten Stromversorgungskreis der Belichtungsregeleinrichtungen
41, 41 a,
41b liegen.