DE1127810B - Vorrichtung zum Stapeln von prismatischen Gegenstaenden, insbesondere in Verbindung mit einer Einrichtung zum Sammelpacken der gestapelten Gegenstaende - Google Patents
Vorrichtung zum Stapeln von prismatischen Gegenstaenden, insbesondere in Verbindung mit einer Einrichtung zum Sammelpacken der gestapelten GegenstaendeInfo
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Description
- Vorrichtung zum Stapeln von prismatischen Gegenständen, insbesondere in Verbindung mit einer Einrichtung zum Sammelpacken der gestapelten Gegenstände Die Erfindung bezieht sich allgemein auf eine Vorrichtung zum Bilden von Stapeln aus hintereinander in einer Linie geförderten prismatischen Gegenständen, z. B. Kartonpackungen od. dgl., welche insbesondere in Verbindung mit einer Einrichtung zum Sammelpacken der gestapelten Gegenstände bestimmt ist.
- Zum Beispiel bei Verpackungsmaschinen ist es in vielen Fällen erwünscht, nacheinander ankommende prismatische Gegenstände wie Kartonpackungen oder auch in sonstiger Weise verpackte Erzeugnisse über-oder nebeneinanderzustapeln, um dieselben dann in dieser Form zu einer Sammelpackung zusammenzufassen.
- Die Erfindung bezweckt nun die Ausbildung einer Vorrichtung dieser Art, welche in einfacher Weise aufgebaut ist und mit hoher Leistung arbeiten kann, so daß sie auch für Hochleistungsverpackungsmaschinen verwendet werden kann.
- Sie geht dabei aus von einer Vorrichtung, bestehend aus wenigstens zwei paarweise zusammenarbeitenden, um zueinander parallele Achsen gegenläufig in Umlauf versetzten Mitnehmern, die gleichzeitig in die Förderbahn der Gegenstände einlaufen und derart gemeinsam jeweils einen der Gegenstände in einen Stapelkanal fördern, und ist gekennzeichnet durch einen kreisförmigen Umlauf der Mitnehmer um jeweils nur eine Achse, sowie durch wenigstens zwei weitere paarweise zusammenarbeitende Mitnehmer, welche um zueinander parallele, zu den Achsen der ersten Mitnehmer rechtwinklig angeordnete Achsen, abhängig vom Antrieb der Achsen der ersten Mitnehmer, gegenläufig und kreisförmig in Umlauf versetzt werden, dabei gegen eine bestimmte wahlweise Anzahl von im Stapelkanal befindlichen Gegenständen anlaufen und dieselben stapelweise auf einen Stapeltisch od. dgl. fördern.
- Diese Vorrichtung hat außer einem besonders einfachen Aufbau und einer hohen Leistungsfähigkeit noch den Vorzug, daß die-gestapelten Gegenstände stets in der gleichen Lage verbleiben oder bewegt werden, so daß daher auch solche Gegenstände gestapelt werden können, die nicht gekippt oder gedreht werden dürfen.
- Außerdem eignet sich die Vorrichtung besonders für eine kombinierte Zusammenarbeit mit einer Einrichtung zum Sammelpacken der gebildeten Stapel, bei der einem in bekannter Weise taktweise über den Stapeltisch hin- und herbewegten Schieber ein oder Abmessung des Stapels entsprechender Führungstrichter od. dgl. gegenüberstehend angeordnet ist, welcher die durch den Schieber vom Stapeltisch ab- geschobenen Stapel aufnimmt und in eine geeignete Sammelpackungshülle weiterleitet, die sich unmittelbar an den Führungstrichter anschließt.
- Die Erfindung soll zum erleichterten Verständnis an Hand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels und schematischer Zeichnungen erläutert werden. Es zeigt Fig. 1 die beispielsweise Vorrichtung in teilweise geschnittener Seitenansicht, Fig. 2 die Vorrichtung gemäß Fig. 1 in Draufsicht und Fig. 3 die Vorrichtung der Fig. 1 und 2 in Vorderansicht.
- Das bevorzugte Ausführungsbeispiel der Erfindung ist beispielsweise am Auslauf einer Einwickelmaschine angeordnet. Die einzeln nacheinander von einer Förderkette 1 od. dgl. herangeführten Packungen P werden in der Stapelvorrichtung zunächst in einem Schacht2 zu einem Stapel zusammengefügt, der dann mit der jeweils gewünschten Anzahl von Packungen P auf einen Stapeltisch 3 in waagerechter Bahn weitergefördert wird, um von dort aus z. B. in eine gemeinsame Kartonhülle, einen Beutel oder auf einen Einhüller verbracht zu werden.
- Die Stapelvorrichtung weist hierfür zwei miteinander kämmende kontinuierlich oder wahlweise auch schrittweise umlaufende Zahnräder 4, 5 auf, deren Drehachsen sich parallel zur Förderrichtung der herangeführten Packungen P erstrecken. An der einen Stirnfläche dieser Zahnräder 4, 5 sind im vorliegenden Fall z. B. je drei in axialer Richtung vorstehende Bolzen, Stäbe od. dgl. als Mitnehmer 8 derart angeordnet, daß dann, wenn die Förderkette 1 eine Packung P an diese Stirnflächen herangeführt hat, sich während der Drehung beider Zahnräder 4, 5 im Pfeilsinn (Fig. 3) jeweils gleichzeitig zwei paarweise einander zugeordnete Mitnehmer 8 von unten oder rückwärts her gegen diese Packung anlegen und im weiteren Verlauf deren Umlaufbahn in den nachgeordneten, z. B. mit Bürsten versehenen Stapelkanal 2 einschieben, so daß jeweils die zuletzt eingeschobene Packung P die bereits eingeschobenen Packungen P um eine Packungshöhe oder -breite weiterfördert.
- Zum Abteilen und Weiterbefördern jeweils einer gewünschten Anzahl von Packungen P in und aus dem Stapelkanal 2 sind in üblicher Weise an einem zweiten miteinander kämmenden Zahnradpaar 10, 11 ebenfalls stirnseitig Bolzen, Stäbe od. dgl. als Mitnehmer 12 angeordnet. Diese ZahnräderlO, 11 laufen vorzugsweise kontinuierlich, gegebenenfalls jedoch auch schrittweise in Pfeilrichtung (Fig. 2) um zwei parallel zum Stapelkanal 2 verlaufende Drehachsen um, wobei die in Fig. 2 dargestellten beiden paarweise einander zugeordneten Mitnehmer 12 beider Zahnräder 10, lt durch entsprechende Aussparungen in den Stapelkanal 2 eindringen, dabei die ge wünschte Anzahl Packungen P erfassen und durch einen den Aussparungen gegenüberliegenden offenen Teil des Stapelkanals 2 auf den Stapeltisch 3 ausschieben, so daß der jeweils auf diesem Tisch befindliche vorangehende Stapel vom nachfolgenden Stapel weitergeschoben wird.
- Die Anzahl der Stapel von jeweils ausgeschobenen, über- oder hintereinanderliegenden Packungen P hängt einmal von den Übersetzungsverhältnissen der Zahnradpaare 4, 5 und 10, 11 und zum anderen von der Anzahl der auf jedem Zahnradpaar angeordneten Mitnehmer 8 bzw. 12 ab. Im vorliegenden Fall ist das Übersetzungsverhältnis des Antriebes für beide Zahnradpaare mit 1:1 gewählt, so daß sich die beiden Zahnradpaare mit gleicher Umlaufgeschwindigkeit drehen. Das erste Zahnradpaar 4, 5 weist im vorliegenden Fall drei Paar Mitnehmer 8 auf, während am zweiten Zahnradpaar 10, 11 nur ein Paar Mitnehmer 12 vorgesehen ist, so daß Packungsstapel von jeweils drei Packungen P gebildet und auf den Tisch 3 ausgeschoben werden. Die Anzahl Packungen P jedes Stapels wird zweckmäßigerweise durch eine änderung des Übersetzungsverhältnisses für den Antrieb der beiden Zahnradpaare bestimmt, wobei der Antrieb des ersten Zahnradpaares 4, 5 in direkter Abhängigkeit vom Antrieb der Förderkette 1 steht. Selbstverständlich muß die Länge der Mitnehmer 8 und 12 der jeweiligen Packungsgröße bzw. der Höhe eines Packungsstapels angepaßt werden.
- Der Antrieb der genannten Zahnradpaare 4, 5 und 10, 11 erfolgt in Abhängigkeit vom Antrieb der Förderkette 1, indem das Zahnrad 5, welches mit dem Zahnrad 4 im Eingriff steht, mit diesem nicht dargestellten Förderkettenantrieb über die Welle 14 verbunden ist. Das zweite Zahnradpaar 10, 11 wird ebenfalls vom Förderkettenantrieb mittels der Welle 14 angetrieben, und zwar über ein Kegelradgetriebe 15, 16 eine Zwischenwelle 17, ein Stirnradgetriebe 18, 19 und eine weitere Zwischenwelle 20, auf der das Zahnrad 10 befestigt ist (Fig. 1). Zur änderung des Übersetzungsverhältnisses der beiden Zahnradpaare 4, 5 und 10, 11 sind die Räder des Stirnradgetriebes 18, 19 austauschbar angeordnet.
- Selbstverständlich ist es ohne weiteres möglich, mit der genannten Vorrichtung Stapel wahlweise aus nebeneinanderliegenden oder übereinanderstehenden Packungen zu bilden. In jedem Fall verlaufen die einzelnen Förderrichtungen der Vorrichtung senkrecht zueinander.
- Die Mitnehmer 8 und 12 brauchen nicht unbedingt an den betreffenden Zahnrädem selbst befestigt zu sein, sondern können auch radial an parallelen Achsen angeordnet sein.
- Um nun die gebildeten Stapel von Packungen P vom Tisch3 aus zu einer Sammelpackung zu vereinigen, wird der vorbeschriebenen Vorrichtung gemäß Fig. 2 eine Sammelpackeinrichtung nachgeordnet. Hierbei werden die von den Mitnehmern 12 der Zahnräder 10, 11 auf den Stapeltisch 3 geförderten Packungsstapel mittels eines taktweise hin-und herbewegten Schiebers 21 in an sich bekannter Weise in einen bereitgestellten Karton oder eine sonst geeignete Sammelhülle bzw. auf einen Einwickler verbracht. Dabei ist am Tisch 3 dem Schieber 21 gegenüberliegend ein düsenförmiger Trichter 22 angeordnet, auf den ein Karton K od. dgl. mit seinem offenen Ende aufgesetzt wird. In den Karton K od. dgl. werden derart jeweils nacheinander eine Reihe von Packungsstapeln eingeschoben, wobei die ersten von den nachfolgenden Stapeln weitergeschoben werden.
Claims (5)
- PATENTANsPRÜCHE 1. Vorrichtung zum Stapeln von hintereinander in einer Linie geförderten prismatischen Gegenständen, z. B. Kartonpackungen od. dgl., bestehend aus wenigstens zwei paarweise zusammenarbeitenden, um zueinander parallele Achsen gegenläufig in Umlauf versetzten Mitnehmern, die gleichzeitig in die Förderbahn der Gegenstände einlaufen und derart gemeinsam jeweils einen der Gegenstände in einen Stapelkanal fördern, gekennzeichnet durch einen kreisförmigen Umlauf der Mitnehmer (8) um jeweils nur eine Achse sowie durch wenigstens zwei weitere paarweise zusammenarbeitende Mitnehmer (12), welche um zueinander parallele, zu den Achsen der ersten Mitnehmer (8) rechtwinklig angeordnete Achsen, abhängig vom Antrieb der Achsen der ersten Mitnehmer (8), gegenläufig und kreisförmig in Umlauf versetzt werden, dabei gegen eine bestimmte wahlweise Anzahl von im Stapelkanal (2) befindlichen Gegenständen (P) anlaufen und dieselben stapelweise auf einen Stapeltisch (3) od. dgl. fördern.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Paare von Mitnehmern (8 und 12) jeweils stirnseitig an einem Paar miteinander im Eingnff stehender Zahnräder(4, 5 und 10, 11) in axialer Richtung vorstehend angeordnet sind.
- 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Zahnradpaare (4, 5 und 10, 11) von einem gemeinsamen Antrieb (14) aus vorzugsweise kontinuierlich in Umlauf versetzt werden und daß für die Antriebe der beiden Zahnradpaare (4, 5 und 10, 11) ein veränderbares Übersetzungsverhältnis vorgesehen ist.
- 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderrichtung der ersten Mitnehmer (8) in vertikaler Ebene und die Förderrichtung der Mitnehmer (12) in horizontaler Ebene verläuft.
- 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch die Kombination mit einer Einrichtung zum Sammelpacken der gebildeten Stapel, bei der einem in bekannter Weise takt- weise über den Stapeltisch (3) hin- und herbewegten Schieber (21) ein der Abmessung des Stapels entsprechender Führungstrichter (22) od dgl. gegenüberstehend angeordnet ist, welcher die durch den Schieber (21) vom Stapeltisch (3) abgeschobenen Stapel aufnimmt und in eine geeignete Sammelpackungshülle weiterleitet, die sich unmittelbar an den Führungstrichter (22) anschließt In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2948382.
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