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Gerät zum Handhaben von Bohrgestängezügen Die Erfindung bezieht- sich
auf ein Gerät zum abschnittsweisen Anheben oder Absenken eines aus einzelnen senkrechten
Abschnitten zusammensetzbaren Gestänges, insbesondere eines Bohrgestänges. Das Gerät
findet bei Tiefbohrungsarbeiten Verwendung, wo das Bohrgestänge beim Niederbringen
der Bohrung oder auch beim Einführen ein eine bereits fertige Bohrung laufend durch
weitere Abschnitte ergänzt bzw. beim Entfernen des Bohrgestänges- aus der Bohrung
laufend durch Abnehmen der oberen Abschnitte verkürzt werden muß. Ein Anwendungsgebiet
für derartige Geräte ist- das Suchen und Gewinnen von Petroleum und anderen Flüssigkeiten
und Mineralien.
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Es sind bereits derartige Geräte bekannt, die mit einem Hebezeug und
zwei abwechselnd verwendbaren Elevatoren ausgerüstet sind, die an das Hebezeug anschließbar
und mit den einzelnen Gestängeabsehnitten kuppelbar sind und eine untere Abstützfläche
zur Abstützung auf dem Rand eines das Gestänge aufnehmenden Loches aufweisen, wobei
die Elevatoren und das Anschlußende des Hebezeuges je für sich allein oder auch
gemeinsam seitlich gegenüber der Gestängeachse verlagerbar sind. Bei diesen Geräten
sind die Elevatoren mit Bügeln zum Anschluß an das Hebezeug versehene Schellen,
die von Hand unter - eine Schulter am oberen Ende des anzuhebenden oder abzusenkenden
Gestängeabschnittes gelegt werden. Der Arbeitsvorgang ist bei diesem Gerät folgender:
Wenn ein Gestänge abschnittsweise niedergebracht werden soll, wird um das obere
Ende des ersten Gestängeabschnittes eine Schelle gelegt, und der Abschnitt und die
Schelle werden dann mittels des Hebezeuges so weit abgesenkt, bis sich die Schelle
auf dem Rand des das Gestänge aufnehmenden Loches abstützt. Alsdann wird der nächste
niederzubringende Gestängeabschnitt mit dem erstgenannten Abschnitt zusammengeschraubt
oder sonstwie gekuppelt, und am oberen Ende des neu angebrachten Gestängeab-Schnittes
wird wiederum eine Schelle angebracht und das das Gestänge absenkende Hebezeug angeschlossen.
Nachdem dieser Anschluß erfolgt ist, kann die an dem erstgenannten Gestängeabschnitt
sitzende Schelle, die sich auf dem Rand des das Gestänge aufnehmenden Loches abgestützt
hatte, entfernt werden und das Gestänge um die Länge des nunmehr obersten Abschnittes
abgesenkt werden. Dieser Vorgang, bei dem die schellenartigen Elevatoren immer wechselweise
Verwendung finden, kann beliebig oft wiederholt werden. Beim abschnittsweisen Anheben
des Gestänges spielt sich der Vorgang umgekehrt ab; es wird also der an dem aus
dem Loch entfernten, aber immer noch mit dem übrigen Gestänge verbundenen Gestängeabschnitt
sitzende Elevator erst dann entfernt, wenn an dem darunter befindlichen Gestängeabschnitt
ein Elevator angebracht worden ist, mittels dessen das Gestänge durch Abstützung
des Elevators auf dem Rand des das Gestänge aufnehmenden Loches getragen werden
kann.
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Bei dem vorstehend beschriebenen Gerät müssen die Elevatoren von Hand
an das Gestänge heran- und von ihm weggebracht werden. Da die Elevatoren, die bei
tiefen Bohrungen und langen Bohrgestängen große Kräfte aushalten müssen, sehr schwer
sind, ist das eine mühselige, zeitraubende und für das Personal auch gefährliche
Aufgabe. Aus diesem Grunde hat sich auch die wechselweise Anwendung zweier Elevatoren
bisher praktisch noch nicht durchsetzen können.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gerät der eingangs genannten
Art zu schaffen, bei dem die Handarbeit zur Verlagerung der Elevatoren in und außer
Eingriff mit den Gestängeabschnitten erübrigt wird. Der Verlagerungsvorgang soll
fernsteuerbar sein, so daß sich während dieses Vorganges niemand von der Mannschaft
auf der Arbeitsbühne den Elevatoren zu nähern braucht. Dabei soll auch der Anschluß
der Elevatoren an das Hebezeug und die Lösung der Elevatoren von dem Hebezeug vollkommen
selbsttätig und unter Fernsteuerung erfolgen. Die vorstehende Aufgabenstellung soll
so gelöst werden, daß die Bohranlage trotzdem in üblicher Weise mit einem Drehtisch
ausgerüstet werden kann.
Um das zu erreichen, wird bei einem Gerät
zum abschnittsweisen Anheben oder Absenken eines aus einzelnen senkrechten Abschnitten
zusammensetzbaren Gestänges, insbesondere eines Bohrgestänges; mit einem Hebezeug
und zwei abwechselnd verwendbaren Elevatoren, die an das Hebezeug anschließbar und
mit den einzelnen Gestängeabschnitten kuppelbar sind und eine untere Stützfläche
zur Abstützung auf dem Rand eines das Gestänge aufnehmenden Loches aufweisen, wobei
die Elevatoren und das Anschlußende des Hebzeuges je für sich allein oder auch gemeinsam
seitlich gegenüber der Gestängeachse verlegerbar sind, erfindungsgemäß die Anordnung
so getroffen, daß an dem Rand des das Gestänge aufnehmenden Loches eine Führung
zur seitlichen Verschiebung der Elevatoren mittels einer kraftbetriebenen Schiebevorrichtung
in und außer Eingriff mit den Gestängeabschnitten in dem Loch vorgesehen ist und
daß die Elevatoren und das Anschlußende des Hebezeuges eine durch gegenseitige Längsbewegung
ein-und ausrastbare widerhakenartige Verbindung miteinander haben, wobei noch eine
kraftgetriebene Einrichtung zur seitlichen Verlagerung des Anschlußendes des Hebezeuges
gegenüber der Gestängeachse vorgesehen ist.
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Mit dem vorstehend erläuterten Gerät kann die Verlagerung der an dem
Rand des das Gestänge aufnehmenden Loches befindlichen Elevatoren in und außer Eingriff
mit und von den Elevatoren vollkommen selbsttätig erfolgen, und die widerhakenartige
Verbindung zwischen Hebezeug und Elevatoren gestattet es auch, das An- und Abkuppeln
von Hebezeug und Elevatoren durch einfache Auf- und Abbewegung des Hebezeuges vorzunehmen.
Vorzugsweise weist das Gerät zu diesem Zweck zwei parallel zueinander an dem Hebezeug
aufgehängte Tragbügel auf, die mit Ösen an ihren unteren Enden an widerhakenartige
Arme der Elevatoren anschließbär sind. Wenn erfindungsgemäß: die zur Verschiebung
der Elevatoren vorgesehene Führung beidseitig parallel zur Führung verlaufende Gleitflächen
für die unteren Enden der Tragbügel aufweist, die sich an Schlitze der auf der Führung
befindlichen Elevatoren anschließen, welche unter den widerhakenärtigen Armen parallel
zu diesen verlaufen und das Einführen der Ösen unter die Arme gestatten, ist auch
keinerlei Ausrichtung der Tragbügelösen gegenüber den widerhakenartigen Armen der
Elevatoren von Hand erforderlich. Vorzugsweise sind zur Sicherung der Tragbügelösen
an den Armen Riegel vorgesehen. Diese bestehen erfindungsgemäß aus Schwenkplatten,
die in den Platz zwischen einer der Grundflächen der Elevatoren, die mit Bahnen
der Führung zusammenwirken, und dar unteren Begrenzungsfläche des Schlitzes passen
und jeweils einen Betätigungsansatz aufweisen, der am äußeren Ende der Schwenkplatte
sitzt und nach unten aus dem genannten Platz herausschwenkbar ist, sowie ein Fangstück,
welches an dem dem oberen Ende des Schlitzes entsprechenden Teil der Schwenkplatte
sitzt und so bemessen ist, daß es bei Verschwenken der Schwenkplatte an der in dem
Schlitz befindlichen Tragbügeiöse vorbeigehen und den Schlitzeingang verriegeln
kann.
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Wenn das Gerät bei einer mit einem Drehtisch ausgerüsteten Anlage
Verwendung findet, weist die Füh- i rung zweckmäßigerweise einen mit dem Tisch verbundenen
Teil und einen seitlich von dem Drehtisch fest angeordneten. Teil auf, die beide
entsprechend den Grundflächen der Elevatoren geneigte Führungsbahnen besitzen. Dabei
befindet sich zwischen den Bahnen des beweglichen Führungsteiles ein Schlitz, in
welchen von dem festen Führungsteil her i eine Riegelplatte zur gegenseitigen Verriegelung
der beiden Führungsteile mittels Kraftantrieb einschiebbar ist.
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Zur seitlichen Verlagerung des Anschlußendes des Hebezeuges gegenüber
der Gestängeachse dient zweckmäßig ein in dem Traggerüst für das Hebezeug herabhängendes
Seil, welches durch eine mit den Tragbügeln verbundene Gleitführung läuft und mit
seinem unteren Ende an eine Exzenterrolle angeschlossen ist, die außerhalb der Führung
drehbar gelagert ist.
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Zur Steuerung der Verlagerung der Elevatoren und des Anschlußendes
des Hebezeuges haben sich hydraulische Steuerungen bewährt.
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Weitere Merkmale und Vorteile des erfindungsgemäßen Gerätes ergeben
sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels an Hand von Zeichnungen.
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Fig. 1 ist ein herausgebrochener Aufriß eines Bohrgestelles, das mit
einem erfindungsgemäßen Behandlungsgerät für das Bohrgestänge ausgerüstet ist; Fig.
2 ist eine Draufsicht auf den Drehtisch und zeigt den drehbaren, sich nicht mit
dem feststehenden Führungsabschnitt deckenden Abschnitt der Führung, wenn ein darauf
ruhender Elevator und der von ihm getragene Bohrstrang im Bohrloch gedreht werden,
um einen Gestängezug loszuschrauben; Fig. 3 ist ein zum Teil geschnittener Seitenriß
des einen der Elevatoren, um besser die Sicherheitsriegel zum Festlegen des Elevators
an den Tragbügeln zu veranschaulichen; Fig. 4 ist ein: ähnlicher Schnitt und zeigt
den Elevator, wie er auf den Führungen des umlaufenden Stückes des Drehtisches ruht,
und die Tragbügel in gelöster Stellung; Führungen, Drehtisch, Tragbügel und Bohrgestänge
sind in gebrochenen, der Elevator in ausgezogenen Linien zu sehen; Fig. 5 ist eine
Draufsicht auf den Drehtisch und die Kraftmechanik zum Verschieben der Elevatoren,
wobei der eine Elevator in der Stellung auf dem umlaufenden Stück des Drehtisches
steht und den Bohrstrang trägt; während der :andere Elevator der Stellung auf dem
feststehenden Teil der Führungen mit offener Klappschelle. steht; Fig. 6 ist ein
waagerechter Einzelschnitt nach der Linie 6-6 der Fig. 9; Fig. 7 ist ein Seitenriß
des in Fig. 5 veranschaulichten Gerätes, wobei einige Teile im Schnitt gezeigt und
einige weggebrochen sind, um die Bauweise besser zu veranschaulichen.
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Fig. 8 ist eine schematische Ansieht des Elevatorverschiebers und
Riegels für das umlaufende Stück des Drehtisches, der Tragbügelverlagerungsmechanik
und der Kraftzylinder mit den zugehörigen Zuführleitungen und Steuerventilen für
das Druckfluidum: Fig. 9 ist ein Seitenriß des Gerätes, wobei ein Teil des Drehtisches
weggebrochen und geschnitten ist, um die Elevatorbauweise und das Anbringen des
Rohrabstreifers besser zu veranschaulichen. Die Figur veranschaulicht auch den einen
der Elevatoren, nachdem er auf den Führungen des umlaufenden Stückes des Drehtisches
abgesetzt ist, kurz bevor er aus den Tragbügeln gelöst wird; die Verlagerungsmechanik
ist in Bereitstellung für die Tragbügel, und die tatsächliehe
Verlagerung
ist in gebrochenen Linien @gugedeutet.
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In den Zeichnungen bedeutet 1 ein Bohrgestell, das als Hauptteile
einen Bohrturm oder Mast 2 mit einet Arbeitsbühne 3 enthält. Auf der Höhe der Arbeitsbühne
befindet sich ein Drehtisch 4, und von der Spitze 5 des Bohrturmes wird ein Flaschenzug
6 zum Anhängen eines Bohrstranges 7 getragen.
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Der Bohrstrang 7 enthält mehrere Bohrstangen 8, die durch Gestängeverbinder
9 aneinandergekuppelt sind. Die Verbinder 9 enthalten Vater- und Mutterstücke 10
und 11. Das Mutterstück ist unlösbar am oberen Ende einer Rohrstange 8 angebracht,
das Vaterstück unlösbar am unteren Ende. Die Stücke 10 und 11 eines Verbinders sind
besonders schwer konstruiert und bilden Ringschultern 12, wo sie an den Enden des
Rohrstückes anschließen. Die Vater- und Mutterstücke des Verbinders bilden also
Gewindeanschlüsse, um das An- und Losschrauben der Gestängezüge zu erleichtern,
wenn der Bohrstrang in das Bohrloch eingebracht oder aus ihm gezogen wird.
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Der Bohrstrang enthält auch an seinem unteren Ende einen Bohrmeißel
und die üblichen Schwerstangen und an seinem oberen Ende eine Mitnehmerstange und
einen Spülkopf; diese Teile werden jedoch in den Zeichnungen nicht veranschaulicht,
da sie keinen Bestandteil der vorliegenden Erfindung bilden und von den Bohrfachleuten
auch so verstanden werden.
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Der Turm oder Mast 2 kann nach irgendwelchen Normen für die Behandlung
schwerer, beim Tiefbohren vorkommender Lasten ausgeführt sein. Er hat eine solche
Höhe, daß die verlangten Gestängezüge gehandhabt werden können, und eine Plattform
13, damit der Mann auf dem Turm beim Ein- oder Ausbau der Bohrstange zur Bedienung
der oberen Enden der Gestängezüge Fuß fassen kann. Die Spitze 5 des Turmes trägt
einen Kronenblock 14 mit mehreren Rollen 15, die als Bestandteile zum Flaschenzug
6 gehören. Der Flaschenzug enthält auch einen beweglichen Block 16 mit mehreren
Scheiben, die denen des Kronenblockes entsprechen. Der bewegliche Block ist an dem
Kronenblock mittels eines Flaschenzugseiles 17 aufgehängt, das über die entsprechenden
Rollen eingeschert und mit dem einen Ende auf einer Fördertrommel des nicht gezeigtenHebewerks
aufgespult ist, um den Bohrstrang zu heben und senken und die Gestängezüge zu behandeln.
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Der bewegliche Block 16 kann von herkömmlicher Bauweise sein, enthält
jedoch am besten einen Drehhaken 18 mit seitlich diametral angesetzten Konsolen
19, um die Tragbügel 20 und 21 aufzunehmen. Die Bügel können Augen 22 haben, die
über die Konsolen 19 reichen und dort durch Laschen23 (Fig.1) zurückgehalten werden.
Die Laschen 23 sind mit ihren oberen Enden gelenkig an oberen Ösen 24 angeschlossen.
Die Ösen 24 stehen in solchem Abstand über den Konsolen 19, daß sie Durchlässe 25
für die Ösen 22 der Bügel frei lassen, wenn die Laschen 23 von den Konsolen 19 gelöst
werden, um das Anbringen der Tragbügel zu ermöglichen.
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Der Drehtisch 4 enthält einen Unterbau 26 mit einem Laufring 27, der
eine Mittenöffnung 28 durch den Unterbau umgibt. Der Unterbau 26 hat auch einen
Wandteil 29, der eine Ummantelung 30 zum Einschließen des Getriebes und des umlaufenden
Stückes 31 des Drehtisches trägt. Das umlaufende Stück 31 des Drehtisches hat einen
Buchsenteil 32, der sich nach unten in die Mittenöffnung 28 des Unterbaues erstreckt
und einen Laufring 33 trägt,. der seine Auflage auf den über dem Laufring 27 (Fig.
9) rollenden Wälzlagerteilen 34 findet. Das umlaufende Stück 31 hat einen Plattformteil
35, der von der Ummantelung 30 umgeben wird. Fest am umlaufenden Stück unter dem
Plattformteil 35 sitzt ein Zahnring 36, der mit einem Ritzel (nicht gezeigt) auf
einer Welle 37 kämmt; diese lagert in der Seite des Unterbaues und trägt ein Kettenrad
38, das über eine Kette 39 (Fig.1) vom Hebewerk her angetrieben wird. Der Buchsenteil
32 des umlaufenden Stückes 31 hat eine innere Ringschulter 40, die als Sims für
eine Haupteinsatzbuchse 41 (Fig. 9) dient. Die Haupteinsatzbuchse 41 ist geteilt
und bietet normalerweise den Sitz für die obenerwähnten Abfangkeile und auch für
ein Mitnehmerstück zum Drehen der Mitnehmerstange. Die Mitnehmerstange, das Mitnehmerstück
und die Abfangkeile sind nicht gezeigt, da sie beim Betrieb der vorliegenden Erfindung
nicht gebraucht werden.
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Um die vorliegende Erfindung beim Handhaben des Bohrgestänges durchzuführen,
finden doppelte Elevatoren und selbsttätige Mittel zum Verschieben der beiden Elevatoren
und zur Übernahme der Tragbügel 20 und 21 vom einen Elevator zum anderen mittels
ferngesteuerter Mechanik Verwendung, wie nunmehr beschrieben wird.
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Die Elevatoren sind mit A und B bezeichnet und werden
abwechselnd benutzt, um den Bohrstrang auf dem Drehtisch abzustützen und einen beweglichen
Elevator vorzusehen, von dem der Bohrstrang durch den Drehtisch hindurchgehoben
und gesenkt wird, und um die Gestängezüge bei dem Abstellen im Turm hin und her
zu transportieren.
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Die Elevatoren A und B sind erfindungsgemäß so konstruiert,
daß selbsttätiges Binden und Lösen der Tragbügel 20 und 21 ermöglicht wird.
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Beide Elevatoren haben die gleiche Konstruktion und enthalten in der
Hauptsache einen Halbringkörper 42 (Fig. 3, 4, 5 und 6), der über die eine Seite
des Bohrgestänges greifen kann und auf der anderen Seite eine Öffnung 43 (Fig. 5)
frei läßt. An der einen Seite der Öffnung 43 ist mit dem Ringkörper 42 über einen
Scharnierbolzen 44 (Fig. 5, 6 und 7) eine Klappschelle 45 verbunden, die sich an
dem Halbringkörper 42 an der gegenüberliegenden Seite der Öffnung 43 durch einen
Riegel 46 befestigen läßt. Wenn die Klappschelle 45 um das Gestänge geschlossen
und verriegelt ist, hat sie im wesentlichen die Form eines Burgdes, um das Gestänge
sicher darin zu halten. Die oberen Flächen 47 der Klappschelle 45 und des Halbringkörpers
42 stehen in waagerechter Fluchtung so, daß sie an den Schultern 12 des einen der
Gestängeverbinder ansitzen, wie es später beschrieben werden soll. Seitlich von
den gegenüberliegenden Enden des Halbringkörpers an entsprechenden Seiten der öffnung
43 befinden sich Arme 48 und 49. Die Arme 48 und 49 haben nach oben und innen schräge
Sehlitze 50, um den oberen Teil der Arme zu Haken 51 auszubilden, die durch die
Augen 52 an den unteren Enden der Tragbügel 20 und 21 hindurchgehen. Die Armteile
unter den Schlitzen 50 sind gegabelt oder geteilt, um getrennte Flügel
53 (Fig. 1, 7 und 9) zu bilden, deren untere Enden 54 schräg nach oben zu
den Eingängen der Schlitze 50 (Fig. 3 und 4) zeigen, um Schrägauflagen 55
zu bilden, die die Führungen 56 und 57 am Drehtisch berühren können, wie später
beschrieben werden soll.
In dem Platz zwischen den Flügeln 53 sitzen
drehbar auf Querstiften 58 Riegel 59 (Fig. 3 und 4). Die Riegel 59 haben Fangteile
60, die die Eingangsenden der Schlitze 50 schließen, und haben an der Führung anstoßende
Teile 61, die unter den schrägen Sitzflächen der Flügel 53 herausstehen,
wenn die Fangteile 60 die Schlitze 50, wie in Fig. 3 zu sehen, schließen. Die Riegel
haben auch Ausläufer 62, die mit dem einen Ende von Federn 63 verbunden sind; deren
andere Enden an einem Teil des Elevators so fest liegen, däß die Federn die Riegel
in der in Fig. 3 gezeigten Lage halten, um ein Herausrutschen der Augen 52 der Tragbügel
20 und 21 von den Haken 51 zu verhüten. Der Halbringkörper 42 jedes Elevators ist
an der der Klappschälle gegenüberliegenden Seite mit einer Öse 64 versehen, die
einen waagerechten Stabteil65 (Fig.5 und 7) hat, um durch einen Greifer oder Fänger
der später zu beschreibenden Elevatorversahiebemittel erfaßt werden zu können.
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Die Führungen 56 und 57 sind parallel (Fig. 2 und 5) an den entsprechenden
Seiten der Bohrgestängeöffnung in der Haupteinsatzbuchse 41 angeordnet und haben
je einen beweglichen Abschnitt 66 und einen festen Abschnitt 68; der bewegliche
Abschnitt ist an einer wegnehmbaren Platte 67 angebracht, die am Plattformteil 35
des umlaufenden Stückes des Drehtisches getragen wird; der feste Teil 68 ist seitlich
von der Platte 67 versetzt. Die Platte 67 hat einen Vierkant 67', der im Vierkant
der Haupteinsatzbuchse befestigt ist und auf einem Gestängeabstreifer 69 sitzt,
der seinerseits auf einer inneren Schulter 70 der Häupteinsatzbuchse sitzt, wie
man am besten in Fig. 9 sieht: Die festen Abschnitte 68 der Führungen können durch
einen Bock 72 getragen werden, der an der Ummantelung des Drehtisches, wie in Fig:
9 angedeutet, befestigt ist: Der Bock 72 hat seitliche Armteile 73 und 74, die an
dem Unterbau 26 des Drehtisches sitzen, wie man am besten in den Fig. 2 und 5 sieht.
Wenn der Bock 72 am Drehtisch angebracht wird, hängen die Abschnitte 68 der Führungen
über der umlaufenden Plattform des Umlaufstückes des Drehtisches. Die Führungen
einschließlich ihrer umlaufenden und festen Teile haben nach innen unten schräge
Flächen 75, die den unteren schrägen Kanten 54 der Flügelteile der Elevatoren entsprechen,
wie , man am besten in Fig. 4 sieht; dadurch ist der Elevator zum Sitz darauf geeignet
und kann mit Bezug auf den Drehtisch zentriert werden.
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Die Platte 67 hat eine Mttenöffnung 76, die mit der Öffnung in der
Haupteinsatzbuchse 41 fluchtet. Die Platte 67 besteht am besten aus einem Stück,
um ihr Anbringen zu ermöglichen, wenn sich das Bohrgestänge im Bohrloch befindet,
und hat einen Schlitz 77, der mit der Öffnung 76 Verbindung hat und durch deren
äußere Kante geht, wie man in Fig. 2 sieht.
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Um das umlaufende Stück des Drehtisches zu verriegeln und die Führungsabschnitte
zur Deckung zu bringen, läßt sich eine Riegelplatte 78 zwischen den Führungen des
festen oder stationären Abschnittes 68 in Eingriff mit dem offenen Ende des Schlitzes
77 hinein- und aus ihm herausschieben.
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Der Bock 71 trägt auch getrennte, senkrechte Platten 79 und 80; die
durch Querstangen 81, 82 und 83 verbunden sind, um dazwischen eine kraftbetriebene
Mechanik (Fig: 1 und 9) einzubauen. Die Platten 79 und 80 sind so gestaltet, daß
die Querstange 81 im wesentlichen in waagerechter Deckung: mit dem Quer-Stab 65
an den Elevatoren verläuft, wenn ein Elevator sich auf die Führungen stützt.
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An der Stange 81 gelenkig ist das eine Ende eines Kraftzylinders 84
angebaut, in dessen anderem Ende eine Kolbenstange 85 gleiten kann; diese trägt
einen Kopf 86 eines Läufers oder Schlittens 87, der sich auf den Führungen 56 und
57 hin und her bewegen läßt; wie man in Fig. 8 sieht; der Schieber hat herabhängende
Enden 88, die über die äußeren Seiten der Führungen herübergreifen, um den Kopf
86 in Fluchtung mit der Achse des Zylinders 84 zu halten. Vom Kopf 86 werden in
Richtung auf den Drehtisch hervorstehende, getrennte Federarme 89 getragen, die
hakenförmige Enden 91 haben, um einen Fänger zu bilden, der über den Stabteil65
an den Elevatoren greifen kann, wenn ein Elevator längs der Führungen, wie später
beschrieben, verschoben werden soll. Drehbar auf der Querstange 82 ist ein verhältnismäßig
kürzerer Kraftzylinder 93 angebaut; der eine Kolbenstange 94 in Verbindung mit einem
Gabelkopf 95 an der Riegelplatte oder dem Stab 78 hat; dadurch wird die Riegelplatte
78 in Haltegriff mit der Platte 67 am umlaufenden Drehtischstück hinein und umgekehrt
bewegt.
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Ein Kraftzylinder 96 wird dehbar an der Stange 83 gehalten und geht
senkrecht an der einen Seite des waagerechten Zylinders 84 in die Höhe. Der Kraftzylinder
96 hat auch eine Kolbenstange 97, die darin gleiten kann, um eine Mechanik zum Hin-
und Herschwenken der Tragbügel 20 und 21. von dem einen zum anderen Elevator durchzuführen,
wie nunmehr beschrieben werden soll.
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Fest am oberen Teil des Turmes in einem Gabelkopf 98 sitzt ein Führungsmittel,
das ein einzelnes im Turm herabhängendes Seil 99 sein kann.; dieses ist mit
seinem unteren Ende 100 am Umfang eines exzentrischen Teiles angebracht, der hier
als eine Scheibe 101 dargestellt ist; diese sitzt exzentrisch auf einer Querwelle
102, deren Enden in den Platten 79 und 80 (Fig. 9) lagern.
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Auf der Welle 102 sitzt fest ein Kettenrad 103, an dem eine Kette
104 arbeitet; deren eines Ende ist mit der Kolbenstange 97 verbunden, während ihr
anderes Ende von dem Kettenrad herabhängt und ein Gegengewicht 105 trägt; dieses
hält die Kette 104 im Eingriff mit den Zähnen des Kettenrades, wie man in Fig. 9
sieht. Der Hinundhergang der Kolbenstange 97 läßt die Welle 102 so pendeln, daß
sie die exzentrische Scheibe 101 schwenkt und das Seil 99 spannt, um es von der
Mitte des Bohrloches wegzuziehen; dadurch schwenken die Tragbügel 20 und 21 aus
dem Eingriff mit einem auf dem drehbaren Abschnitt der Führungen sitzenden Elevator
in eine Lage, wo sie einen am festen Abschnitt der Führungen sitzenden Elevator
erfassen, wie später beschrieben werden soll.
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Um die Tragbügel mit dem Seil 99 zu verbinden, ist dieses durch einen
Durchlauf 106 in Form einer Hülse hindurchgesteckt (Fig. 1 und 9). Der Durchlauf
106 hat ein Auge 107, das an ähnliche Augen 108 und 109 an Gelenkstützen 110 und
111 angeschlossen ist. Diese haben Augen 112 an ihren entgegengesetzten .Enden,
die an Augen 113 und 114 an den Tragbügeln 20 und 21 angeschlossen sind. Die Gelenkstücke
sind untereinander mit einer Feder 115 (Fig. 6) verbunden, um dieTragbügel aneinanderzuziehen
und in führender Berührung mit den Außenseiten der Führungen 56 und 57 zu halten,
wenn sie von dem einen Elevator zum anderen übernommen werden.
Die
Gelenkstücke 110 und 111 werden in ungefähr waagerechter Lage durch Zugbänder 116
gehalten, deren eines Ende an den Tragbügeln über den Augen 113 und 114 und deren
andere Enden an Augen 117 angeschlossen sind, die an den Augen 108 sitzen.
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Offensichtlich können auch zwei Seile 99 benutzt werden; in diesem
Falle würden sie im Turm in Fluchtung mit den Tragbügeln 20 und 21 hängen und je
einen Durchlauf 106 in Verbindung mit dem entsprechenden Tragbügel haben. Die beiden
exzentrischen Scheiben 101 würden dann so auf der Welle befestigt sein, daß sie
die Seile gleichzeitig zum Wegschwenken der Tragbügel spannen. Auch in diesem Falle
würde die Feder 115 die Durchlaufe 106 verbinden.
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Die Kolbenstangen 85, 94 und 97 werden durch ein Druckfluidum-Versorgungssystem
in die Lage versetzt, von fern betrieben zu werden, wie man am beten in Fig. 8 sieht.
Das Druckfluidum, z. B. Druckluft, wird durch eine Leitung 118 zugeführt, die Abzweige
11L9,120 und 121 hat; diese führen zu Vierwegeventilen 123 und 124 bzw. einem Dreiwegeventil
125. Das Ventil 123 ist durch Leitungen 126 und 127 mit den entsprechenden Enden
des Zylinders 93 verbunden; dadurch wird die Luft bei der einen Stellung des Ventils
123 an der Rückseite des Zylinders 93 zu-und von der Zylindervorderseite weggeführt,
um den Riegel 78 in Eingriff mit der Platte 67 zu bringen; schaltet man das Ventil
123 in die andere Stellung, so wird das Druckfluidum dem Vorderende des Zylinders
93 zu- und vom Rückende mit dem Ergebnis des Rückzuges des Riegels 78 weggeführt.
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Das Dreiwegeventil 125 ist durch eine Leitung 128 mit dem oberen Ende
des senkrechten Zylinders 96 verbunden, um die Kolbenstange 97 nach unten zu ziehen
und das Gegengewicht 105 anzuheben; dadurch dreht sich die exzentrische Scheibe
101 in der einen Richtung, um das Seil 99 zu spannen und die Tragbügel 20
und 21 vom Drehtisch weg zu verlagern. Steht das Ventil 125 in seiner äußeren
Stellung, so wird die Luft abgelassen, worauf das Gegengewicht 105 sich auswirkt,
um die Exzenterscheibe 101 in der umgekehrten Richtung zu drehen und Durchhang im
Seil 99 hervorzurufen, wie später beschrieben werden soll.
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Das Ventil 124 ist durch Leitungen 129 und 130 mit den entsprechenden
Enden des Zylinders 34 verbunden, um an dessen einem oder anderem Ende wahlweise
Druckfluidum einzulassen und vom entgegengesetzten Zylinderende abzulassen und so
den Federfänger 90 hin und her zu bewegen und einen Elevator auf den Führungen,
wie unten beschrieben, zu verschieben.
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Die Platten 79 und 80 tragen auch einen Querstab 131. über dem Pegel
des Federfängers 90, um einen Anschlag für einen Elevator zu bilden, wenn er auf
dem festenAbschnitt derFührungen verschoben wird.
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Wenn das Bohrgestell, wie beschrieben, aufgestellt und mit einem Drehtisch
und einem erfindungsmäßigenHandhabungsgerät fürDoppelelevatoren ausgerüstet ist,
wenn die Bohrarbeit am Bohrloch fortschreitet, wenn Gestängezüge angesetzt worden
sind, um den Bohrstrang auf die erforderliche Länge zu bringen, und wenn er nun
notwendigerweise gezogen werden muß, um den Bohrmeißel zu wechseln, so geht man
wie folgt vor: Der Bohrstrang wird von der Bohrlochsohle mittels des Flaschenzuges
6 angehoben, bis die Mitnehmerstange ihr Mitnehmerstück aus der Haupteinsatzbuchse
41 hochhebt und der erste Gestängeverbinder 9 über dem Drehtisch erscheint. Der
Abstreifer 69 wird auf der Schulter 70 der Haupteinsatzbuchse 41 aufgesetzt und
die Platte 67 mit dem Führungsabschnitt 66 auf dem umlaufenden Stück 31 des Drehtisches
so aufgebracht, daß sein Vierkant 67' in den Vierkant der Haupteinsatzbuchse 41
eingreift. Ein Elevator, z. B. der Elevator A mit seiner geöffneten Klappschelle
45 wird auf dem festen Abschnitt 68 der Führungen 56 und 57 aufgesetzt; die Schrägauflagen
54 und 55 des Elevators ruhen auf den schrägen Flächen 75 der Führungen, wodurch
der Elevator A mit Bezug auf die Mitte des Bohrloches ausgerichtet wird. Eine Riegelplatte
78 wird dann verschoben, um in die Platte 67 einzugreifen und sie vor Drehung zu
bewahren und auch um das umlaufende Element des Drehtisches zu blockieren. Dies
wird erreicht, indem man das Ventil 123 so einstellt, daß es Druckfluidum
in den Zylinder 93 über die Leitung 127 zuführt. Das Anheben des Bohrstranges durch
den Flaschenzug wird fortgesetzt, bis die untere Schulter des Verbinders, der die
Mitnehmerstange mit dem ersten Zug des Bohrgestänges verbindet, über die obere Fläche
des Elevators A gelangt. Der Elevator A wird nun seitlich längs der Führungen unter
de Schulter 12 des Verbinders verschoben. Dies wird erreicht unter dem Druck des
Zylinders 84, der einen übertragszylinder darstellt. Die Verschiebung wird durch
Bedienen des Dreiwegeventils 124 ausgelöst, um das Druckfluidum an das Rückende
des Zylinder 84 durch die Leitung 130 fließen zu lassen und jeglichen Druck vom
Vorderende des Zylinders 84 durch die Leitung 129 wegzunehmen. Das Druckfluidum,
das am Rückende des Zylinders arbeitet, stößt die Kolbenstange 85 nach vorn, um
den Federfänger 90 gegen den Querstab 65 am Elevator A zu bewegen und letzteren
von dem festen Abschnitt 68 der Führungen auf deren beweb lichen Abschnitt 66 vorzustoßen.
Da der Elevator einem Typ angehört, bei dem sich die Klappschelle selbsttätig schließt,
indem ein Teil 132 (Fig. 5) an der Klappschelle die Rückfläche des Gestänges berührt,
schließt und verriegelt die fortschreitende Bewegung des Elevators selbsttätig die
Klappschelle. Nach deren Schluß und Verriegelung ist das Gestänge vollständig vom
Elevator umgeben. Der Bohrstrang wird durch den Flaschenzug 6 gesenkt, um die Schulter
12 des Verbinders 11. auf die obere Fläche 47 des Elevators A aufzusetzen; da sich
dieser auf den Drehtisch stützt; wird das gesamte Gewicht des Bohrstranges auf den
Elevator übertragen. Die Riegelplatte 78 kann nun gelöst werden. Dies geschieht
durch Betätigung des Ventils 7123, so daß Druckfluidum am Vorderende des Zylinders
durch die Leitung 126 eingelassen wird. Wenn die Mitnehmerstange gegen Drehung durch
die übliche, nicht gezeigte Zangenmechanik festgelegt ist, läßt sich der an der
Mitnehmerstange anschließende Verbinder lösen und vom Bohrstrang befreien, der durch
den Elevator A getragen wird. Die Mitnehmerstange mit ihrem Mitnehmerstück wird
durch den Drehhaken angehoben und an die Seite des Turmes gebracht, wonach der Drehhakenbügel
vom Flaschenzug freigegeben wird. Wenn die Tragbügel 21 und 20 nicht mit dem beweglichen
Block 16 verbunden sind, werden sie mit ihm verbunden. Der Elevator B wird dann
durch den Flaschenzug von der Arbeitsbühne des Turmes aufgenommen und dadurch über
die Mittelachse des Bohrgestänges gebracht. Beim Senken
des Elevators
B gleitet der Durchlauf 106 am Seil 99, während sich der Elevator nach unten zum
Drehtisch bewegt; während jedoch zwischen den beiden letzteren noch ein beträchtlicher
Abstand besteht, wird das Ventil 125 betätigt, um Druckfluidum vom Abzweig
120 durch die Leitung 128 in das Oberende des Kraftzylinders 96 gelangen
zu lassen; dadurch wird die Kolbenstange 97 nach unten gezogen und die Welle 102
über die Kette-Kettenrad-Verbindung 104 und 103 gedreht. Diese Bewegung der Welle
102 schwenkt den Exzenter 101 abwärts; um das Seil 99 zu spannen; dies veranlaßt
den Durchlauf 106, den Elevator B um die Konsolen 19 zu schwenken, wodurch er auf
dem feststehenden Abschnitt der Führungen abgesetzt wird; wie es in gebrochenen
Linien in Fig. 1 angedeutet ist. Wenn die Enden 61 der Riegel 59 die Führungen berühren,
werden diese Riegel veranlaßt, auf den Stiften 58 zu schwenken und ihre Anschlagenden
60 aus den abwärts geneigten Schlitzen 50 herauszubewegen.
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Nach dem Absetzen des: Elevators B wird die Abwärtsbewegung -des beweglichen
Blockes fortgesetzt,. so daß die Augen 52 der Tragbügel aus den offenen Enden der
Schlitze 50 hinausgleiten und an die äußeren Seiten der- Führungen 56 und 57 gelangen,
wie es in gebrochenen Linien in Fig. 4 zu sehen ist. Nach Wegnahme des Druckfluidums
vom oberen Ende des Kraftzylinders 96 durch Umkehren des Ventils 125 auf die Auslaßstellüng
wirkt sich das Gegengewicht 105 aus, um den Exzenter 101 im Uhrzeigersinn (Fig.
9) zu drehen und das Seil 99 durchhängen zu lassen, wie man es .in Fig. 9
sieht. Dies gestattet den Tragbügeln, um die Konsolen 19 bis -in die Fluchtung mit
den Armen 48 und 49 des Elevators A zu schwenken, wobei die Augen 52 durch die äußeren
Seiten der Führungen- geführt werden.
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Nachdem die Verschiebung des Elevators A vollendet war, kehrte der
Federfänger90 in seine zurückgezogene Lage zurück. Dies. geschah durch Flugumkehr
des Druckfluidums im Übertragzylinder 84.
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Der Flaschenzug wird sodann betätigt, um die Tragbüge120 und 21 anzuheben,
worauf deren Augen 52 über die oberen Kanten der Führung in die Schlitze 50 des
Elevators A gleiten, so daß dessen Haken 51 durch die Augen 52 der Tragbügel gehen.
Bei fortgesetzter Aufwärtsbewegung heben die Tragbügel 20 und 21 den Elevator A
und den darin getragenen Bohrstrang nach oben in den Turm. Sobald die Riegel 59
von den Führungen 56 und 57 freikommen, werden sie durch die Federn 63 gezwungen,
auf den Stiften 58 zu schwenken und ihre Anschlagenden 60 zum Schließen der offenen
Enden der Schlitze 50 so zu führen, däß die Augen 52 der Tragbügel sich nicht zufällig
von den Haken des Elevators A während des Anhebens des Bohrstranges lösen können.
Das An- ; heben des Flaschenzuges wird fortgesetzt, bis die Schulter 12 des Verbinders,
der den nächsten Gestängezug anschließt, in die Lage oberhalb der umlaufenden Plattform
67 des Drehtisches zur Anpassung an den Elevator B gelängt. Wie oben festgestellt,
wird der Bohrstrang in so langen Zügen, wie es die Höhe des benutzten Turmes ermöglicht,
gezogen, und zwar in großen Türmen und Masten in Dreifach- oder Vierfachzügen, da
dies natürlich die zum Ziehen des Bohrstranges erforderliche Zeit vermindert.
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Die flache Plattform- 67 wird abermals mittels des Riegels 78 gesperrt,
und der Elevator B wird dann durch die Kolbenstange 85 des übertragzylinders 84
in vorher beschriebener Weise verschoben. Nimmt dann der Elevator B die Lage zum
Stützen des Bohrstranges ein, so wird der durch den Elevator A gehaltene Zug durch
Zangen festgelegt und der Riegel 78 gelöst, um dem umlaufenden Stück des Drehtisches
zu gestatten, sieh zum Losschrauben des Zuges am Gestänge zu drehen. Der befreite
Gestängezug wird dann, während er im Elevator A gehalten wird, zum Abstellen in
den Türm gebracht. Der Turmmann an der Vierfachplattform 13 entriegelt dann die
Klappschelle 45; um den Elevator A von dem Gestängezug freizubekommen.
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Der Elevator A mit der offenen Klappschelle wird abermals durch den
Flaschenzug gesenkt; während dieser Zeit ist das Seil 99 gespannt, um den
Elevator die Landung auf dem feststehenden Abschnitt 68 der Führungen vorzuschreiben.
Sobald die Enden 61 der Riegel 59 die Führungen berühren, schwenken die Riegel,
um die Tragbügel 20 und 21 so zu lösen, daß ihre Augen 52 bei fortgesetzter Abwärtsbewegung
des beweglichen Blockes und Senkung der Tragbügel veranlagt werden, aus den Schlitzen
50 hinauszugleiten und die äußeren Seiten, der Führungen zu berühren. Das Seil
99 wird dann zum Durchhängen gebracht, so daß die Tragbügel frei sind, längs
der Führungen in Deckung mit den Haken am ElevatorB zu schwenken, so daß ihre Augen
52 beim Anheben der Tragbügel durch den Flaschenzug in die Lage gelängen, in der.
sie die Haken des ElevatorsB erfassen und den Bohrstrang anheben, um den nächsten
Zug wegzunehmen und zu stapeln. Die verbleibenden .Bohrgestänge werden in gleicher
Weise gezogen und gestapelt, bis die Schwerstangen und der Meißel aus dem Bohrloch
entfernt sind.
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Nach dem Wechsel des Meißels werden die Gestängezüge in umgekehrter
Reihenfolge in das Bohrloch eingebracht. Nachdem der Meißel durch den Drehtisch
4 gesenkt und die Haupteinsatzbuchse 41 an ihren Platz gebracht ist, -werden die
Schwerstangen mit Abfangkeilen in üblicher Weise eingebracht und ein Gestängezug
mit der letzten durch die Abfangkeile getragenen Schwerstange hergerichtet. Der
teilweise hergerichtete Bohrstrang wird durch den Elevator A- genügend angehoben,
um die Abfangkeile wegzunehmen und die flache Plattform 67 an ihren Platz am umlaufenden
Teil des Drehtisches zu bringen. Der teilweise hergerichtete Bohrstrang wird dann
in das Bohrloch gesenkt; bis der Elevator A sieh auf den Führungen aufsetzt. Das
Aufsetzen des Elevators betätigt von selbst die Riegel 59; worauf die Ösen 52 der
Tragbügel 20 und 21 aus den Schlitzen 50 hinaus an die Seiten der Führung gleiten.
Der offene Elevator B ruht auf dem feststehenden Abschnitt der Führungen. Das Seil99
wird abermals. durch Schwenken des Exzenters 101 gespannt, wie vorher beschrieben.
Jedoch werden jetzt die befreiten Tragbügel längs der Führungen geschwenkt, um mit
den Armen 48 und 49 des Elevators B in Deckung zu kommen und dessen Haken51 mit
ihren Augen52 zu erfassen. Nach Anheben der Tragbügel hebt deren fortgesetzte Bewegung
den leeren ElevatorB mit der noch offenen Klappschelle an. Er wird in den Turin
bis zu einer Stelle hinaufgehoben, wo der Turmmann auf der Vierfachplattform den
Elevator um den nächsten Gestängezug schließen kann. Die Aufwärtsbewegung des Elevators
wird fortgesetzt, bis die Schulter 12- des Verbinders am oberen Ende des Zuges vom
Elevator erfäßt wird. Der Elevator B hebt dann den Gestängezug
und
führt ihn an eine Stelle, an der das Vaterstück am unteren Ende des Zuges das Mutterstück
an dem Gestängezug berührt, der sich durch den Elevator A auf den Drehtisch stützt.
Während der Drehtisch gegen Drehung gesperrt und die Riegelplatte 78 im Eingriff
ist, wird der Gestängezug, der durch den Flaschenzug im Elevator B gehalten wird,
in den Zusammenhalt mit dem vom Elevator A gehaltenen Gestänge geschraubt. Der Bohrstrang
wird dann durch den Elevator B angehoben, um den Elevator A auf den
Führungen zu befreien. Der Riegel an der Klappschelle des Elevators A wird so gelöst,
daß diese sich öffnen kann. Das Ventil 124 wird dann betätigt, um Druckfluidum in
das Rückende des Zylinders 84 hinein- und aus dem Vorderende herauszulassen, um
den Federfänger 90 an den Platz vorzustoßen, wo seine hakenförmigen Enden 91 über
den Querstab 65 des Elevators A greifen. Das Ventil 124 wird umgekehrt, um Druckfluidum
aus dem Rückende des Zylinders 84 hinaus- und in das Zylindervorderende hineinzulassen,
damit der Federfänger den ElevatorA längs der Führungen auf den feststehenden Abschnitt
zieht. Wenn der Elevator seine Bewegung beginnt, wird seine Klappschelle durch das
Gestänge veranlaßt, aufzuklappen.
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Sobald der Elevator an den Anschlagstab 131 stößt, rutschen die hakenförmigen
Enden des Federfängers von dem Stab 165 ab, um den Elevator A freizugeben und an
seinem Platz auf dem feststehenden Abschnitt der Führungen zu lassen. Sodann wird
der Flaschenzug betätigt, um den Bohrstrang zu senken, bis der von den Tragbügeln
gehaltene Elevator B den Abschnitt 66- -der Führungen berührt. Sobald die Riegel
59 die Führungen berühren, schwenken sie aus ihrer Lage heraus, um die Tragbügel
freizugeben, und deren weitere Abwärtsbewegung veranlaßt sie dann, aus den Schlitzen
50 hinauszugleiten und die äußeren Seiten der Führungen zu berühren. Das Ventil
125 wird dann betätigt, um Druckfludium in das obere Ende des Zylinders 96 einzulassen
und den Exzenter 101 zur Spannung des Seiles 99 zu bewegen, damit die Tragbügel
in die Lage verschoben werden, in der sie die Haken des Elevators A erfassen, der
auf dem feststehenden Abschnitt 68 der Führungen abgeset,-t ist. Der ElevatorA wird
dann an den Platz gehoben, wo der Turmmann auf der Vierfachplattform ihn an einem
anderen Gestängezug anbringen kann. Der erfaßte Zug wird dann in die Lage und den
Eingriff mit dem Zug gebracht, der sich durch den Elevator B auf den Drehtisch stützt.
Der im Elevator A durch den Flaschenzug getragene Zug wird dann in üblicher Weise
mit Zangen aufgeschraubt.
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Die verbleibenden Züge werden erfaßt und mit dem Bohrstrang im Bohrloch
in gleicher Weise verbunden, bis der Meißel in Bohrstellung an der Bohrlochsohle
angekommen ist. Sodann wird die flache Platttform 67 weggenommen, daraufhin die
Mitnehmerstange mit dem Bohrstrang nach dem üblichen Verfahren verbunden und das
Mitnehmexstück in der Haupteinsatzbuchse eingesetzt, um dieDreharbeiten weiterzuführen.
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Während hier die Führungen 56 und 57 so dargestellt sind, daß sie
je einen beweglichen Abschnitt 66 und einen feststehenden Abschnitt 68 enthalten,
ist es in manchen Fällen möglich und erwünscht, die gesamten Führungen an der drehbaren
Plattform anzubauen. In diesem Falle können die Führungen aus einem Stück bestehen
und mit der Plattform umlaufen. Die Bedienungsmechanik für den Elevator kann dann
dichter 'an den Drehtisch herangeführt werden, im übrigen aber kann ihre Konstruktion
so bleiben, wie oben beschrieben. Diese Anordnung ist besonders für den Gebrauch
mit kleineren Bohrgeräten vorzuziehen und .etwas wirtschaftlicher zu konstruieren
als die oben beschriebene Anordnung mit den beweglichen und feststehenden Führungsabschnitten.
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Es ist zu bemerken, daß mit dem Gerät der vorliegenden Erfindung all
die verschiedenen Arbeiten bei der Handhabung von Bohrgestängezügen stetig ausgeführt
werden, so daß der Bohrstrang mit größerer Geschwindigkeit in das Bohrloch eingebracht
und aus ihm gezogen werden kann; dadurch vermindert sich die für das Bohren verlorene
und für das Ein- und Ausfahren des Bohrstranges verbrauchte Zeit.
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Es ist auch offensichtlich, daß bei dem beschriebenen Gerät die Elevatoren
unter ferngesteuertem Kraftbetrieb verschoben werden und dadurch Gefahren ausschalten,
die sich aus den bisherigen Praktiken ergeben, bei denen doppelte Elevatoren Verwendung
finden.
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Während, wie oben festgestellt, die Erfindung für das Handhaben von
Bohrgestängezügen, die einen Bohrstrang zusammensetzen, beschrieben und veranschaulicht
ist, bleibt der Vorgang der gleiche beim Handhaben von Gestängezügen od: dgl., die
für andere in einem Bohrloch auszuführende Arbeiten benutzt werden.