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DE1126785B - Spinn- oder Zwirnspindel mit einem toten Spindelschaft - Google Patents

Spinn- oder Zwirnspindel mit einem toten Spindelschaft

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DE1126785B
DE1126785B DEK40816A DEK0040816A DE1126785B DE 1126785 B DE1126785 B DE 1126785B DE K40816 A DEK40816 A DE K40816A DE K0040816 A DEK0040816 A DE K0040816A DE 1126785 B DE1126785 B DE 1126785B
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DE
Germany
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shaft
spindle
sleeve
shaft rod
spinning
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DEK40816A
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H7/00Spinning or twisting arrangements
    • D01H7/02Spinning or twisting arrangements for imparting permanent twist
    • D01H7/04Spindles
    • D01H7/06Stationary spindles with package-holding sleeves

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)
  • Replacing, Conveying, And Pick-Finding For Filamentary Materials (AREA)

Description

  • Spinn- oder Zwirnspindel mit einem toten Spindelschaft Die Erfindung bezieht sich auf eine Spinn- oder Zwirnspindel mit einem toten Spindelschaft, auf dem zwei Umläufer zum Abstützen des unteren bzw. des oberen Spinnhülsenendes unabhängig voneinander gelagert sind, von denen der das untere Hülsenende aufnehmende Umläufer antreibbar ist.
  • Die bekannten Spinn- und Zwirnspindeln sind im allgemeinen nur in einem engeren Arbeitsbereich wegen ihrer Abmessungen und der diesen angepaßten Dämpfungseinrichtungen anwendbar. Aus diesem Grunde ist es zwar möglich, eine Spinnmaschine mit ihrem Aufsteckzeug, Streckwerk und Gesamtantrieb weitgehend universell einzusetzen, jedoch läßt die Spindel selbst nur eine Anpassung innerhalb eines eng begrenzten Bereiches hinsichtlich der Änderung der Tourenzahl und der Veränderung der Länge und des Gewichtes der Garnkörper zu. Bei beabsichtigtem Verlassen eines solchen Bereiches ist der Austausch sämtlicher Spindeln erforderlich. Die Produktions-!eistung einer Spinnmaschine ist von dem Verhältnis zwischen Lauf- und Stillstandszeiten abhängig, welches um so günstiger wird. je größer das Fassungsvermögen der Garnkörper ist. Die Vergrößerung der Garnkörper ruft aber zwangläufig Erschwernisse beim Abziehen der vergrößerten Garnkörper hervor, wodurch der Zeitaufwand für das Abziehen der vollen Spinnspulen und das Aufstecken der Leerspulen verlängert werden kann. Das Verhältnis zwischen Laufzeit und Stillstandszeit ändert sich deshalb beim Vergrößern der Garnkörper nicht immer in dem erwarteten Maße. Eine Veränderung dieser Werte im gewünschten Sinne ist nur dann zu erreichen, wenn außer einer Vergrößerung der Garnkörper auch eine Erleichterung des Abziehvorganges geschaffen wird. Neben der Schaffung einer universell einsetzbaren Spinn- und Zwirnspindel ist deshalb die Erleichterung des Abziehens für die vergrößerten Garnkörper von Bedeutung.
  • Es ist zwar bereits versucht worden, solchen Forderungen näherzukommen, wobei die Spinn- und Zwirnspindel eine feststehende, tote Schaftstange mit einem darauf aufgesetzten zylindrischen Fortsatz aufweist. Die auf der »toten Spindel« umlaufenden Teile (Umläufer) sind unabhängig voneinander an der feststehenden Schaftstange einerseits und an deren Fortsatz andererseits drehbar gelagert, wobei lediglich der das untere Hülsenende abstützende Umläufer antreibbar ist, während der obere Umläufer von der Spulenhülse mitgenommen wird. Die als toter Spindelschaft dienende Stange und deren Fortsatz bilden ein zusammenhängendes Ganzes. Auftretende Schwingungen wirken sich daher auf den gesamten Spindelkörper aus. Dieser zusammenhängende Spindelkörper vermag auch den Abziehvorgang nicht zu erleichtern, da jede Hülse über die gesamte Länge des toten Spinde.lschaftes nach oben abgezogen oder von oben auf-,geschoben werden muß.
  • Auch eine andere bekannte Ausführungsform einer Spinnspindel mit einem toten Spindelschaft weist die gleichen Unzulänglichkeiten wie vorher erwähnt auf. Ein an der Spindelbank befestigtes, gehäuseartiges Halterungsteil mit einer darin eingesetzten toten Schaftstange bildet den feststehenden Teil der Spindel. an dem ein Wirtel mit einem Aufsteckschaft fü.r die Hülse als rotierender Teil gelagert ist. Zwei voneinander unabhängige Umläufer zum Abstützen des unteren und oberen Hülsenendes sind in diesem Falle nicht vorhanden, sondern nur ein einziger Umläufer, der mit dem Spulenträger fest verbunden und zugleich als Antriebswirtel ausgebildet ist.
  • Die Erfindung geht von einer Spinn- oder Zwirnspindel mit totem Spindelschaft aus, auf dem zwei Umläufer zum Abstützen des unteren bzw. des oberen Spinn.hülsenendes unabhängig voneinander gelagert sind, von denen der das untere Hülsenende aufnehmende Umläufer antreibbar ist. Die Erfindung besteht darin, daß der tote Spindelschaft aus zwei selbständigen Schaftteilen besteht, die unabhängig voneinander koaxial gehalten und auf denen je einer der Umläufer gelagert sind.
  • Im einzelnen kann nach der Erfindung vorgesehen sein, daß von den beiden Schaftteilen der eine den anderen mit radialem Spiel umgreift, mit Ausnahme seines dem inneren Schaftteil zugekehrten Endes, mit Hilfe dessen beide Schaftteile koaxial im Abstand gehalten sind. Die unabhängige Lagerung der beiden Schaftteile führt zu einer wesentlichen Vereinfachung. Sie bringt es insbesondere mit sich, daß sich die rotierende Hülse selbsttätig und unabhängig von der Lagerung der durch sie verbundenen Schaftteile auf eine bestimmte Drehachse entsprechend den rotierenden Massen einstellt mit dem Ergebnis, daß die Lager vollkommen gleichmäßig belastet sind.
  • Ferner kann nach der Erfindung vorgesehen sein, daß einer der Schaftteile in an sich bekannter Weise an der Spindelbank ortsfest gehalten und als äußerer hülsenförmiger Hohlschaft ausgebildet ist, der den Umläufer zum Abstützen des unteren Hülsenendes trägt, während der andere Schaftteil als eine an ihrem oberen Ende den Umläufer zum Abstützen des oberen Hülsenendes tragende Schaftstange ausgebildet ist, die unterhalb der Spindelbank ortsfest gehalten ist und sich durch den hülsenförmigen Stahlschaft hindurch erstreckt.
  • Das Aufteilen des Trägers einer Spinnhülse in zwei Schaftteile, die unabhängig voneinander koaxial gelagert und nur durch die Spinnhülse selbst miteinander kraftschlüssig verbunden sind und von denen mindestens ein Umläufer antreibbar ist, bringt noch eine Reihe weiterer Vorteile mit sich. Einer davon wird dadurch erreicht, daß die Schaftstange auf verschiedene Hülsenlängen einstellbar ist, so daß die beiden Schaftteile ohne jede Veränderung baulicher Art für die verschiedensten Hülsenlängen zur Anwendung gebracht werden können.
  • Es kann nach der Erfindung vorgesehen sein, daß die Schaftstange mit ihrem unteren Ende axial verschiebbar gehalten ist, was insbesondere dann in Betracht kommt, wenn die Schaftstange der an sich feststehende Schaftteil ist, der lediglich in seinem freien Ende einen drehbar gelagerten Umläufer als Hülsenstützkörper trägt.
  • Die axial verschiebbare Halterung der Schaftstange kann erfindungsgemäß dadurch erzielt sein, daß die Schaftstange mit ihrem unteren Ende in eine an .der Unterseite der Spindelbank angebrachte Haltebüchse auf verschiedene. Stellungen einfahrbar und mittels Rasten festgehalten ist. Eine andere Art der Einstellung ist in der Weise erreichbar, daß mindestens das untere Ende der Schaftstange ein Gewinde trägt, in das eine unabhängig von der Spindelbank antreibbar gelagerte Verstellmutter eingreift.
  • Schließlich ist es möglich, das untere Ende der Schaftstange an einem von der Spindelbank unabhängigen Einstellbalken mittels Muttern axial nachstellba.r zu befestigen.
  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, daß der Einstellbalken in der Höhe verstellbar ist, so daß durch Anheben oder Absenken des Balkens eine ganze Spindelreihe auf verschiedene Hülsenlängen eingestellt werden kann. Diese Maßnahme bringt außerdem noch den Vorteil mit sich, daß durch Absenken des Balkens ein Absenken der Schaftstange so weit erfolgt, daß die aufgesteckten Hülsen zur Abnahme nicht mehr längs über die Schaftstange aufwärts verschoben und dann abgenommen werden müssen. Nach dem Absenken der Schaftstange wird die Hülse lediglich durch Abkippen vom unteren Umläufer frei. In gleicher Weise ist so auch das Aufstecken neuer Hülsen wesentlich vereinfacht, weil sie nur über das verbleibende kurze Ende der Schaftstange aufzustecken sind. Ihr Festlegen ergibt sich dann, wenn die Schaftstange so weit hochgefahren wird, daß an der Schaftstange das freie Hülsenende anliegt, während das andere Hülsenende von dem unteren Umläufer festgehalten wird.
  • Die letztbeschriebenen Maßnahmen können auch in der Weise verbessert sein, daß die Schaftstange nahezu oder völlig aus dem hülsenförmigen Hohlschaft nach unten ausfahrbar ist.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sieht diese vor, daß der Innendurchmesser des hülsenförmigen Hohlschaftes mindestens dem größten Durchmesser der Spinnhülse entspricht und diese zusammen mit der Schaftstange von unten in den Hohlschaft einfahrbar ist. Hierdurch ist erreicht, daß das Einfahren neuer Hülsen von unten her erfolgen kann, so daß das Aufstecken neuer Hülsen mit des Abnahme der gesponnenen Kopie unmittelbar kombiniert werden kann. Wird die Schaftstange nach unten ausgefahren, so wird der Kops von der Schaftstange frei und kann seitlich unmittelbar vom unteren Umläufer abgekippt werden, ohne abgehoben wenden zu müssen, was bei großen Kopien viel Kraft erfordert und somit eine sehr aufwendige Tätigkeit darstellt. Da mit dem Abkippen gleichzeitig auch die Schaftstange unten ausgefahren ist und dort frei ist, kann gleichzeitig eine neue Hülse aufgesteckt werden, die dann von unten her in die Arbeitsstellung eingefahren wird. In der eingefahrenen Stellung kommt sie mit dem unteren Umläufer in Fühlung, so daß beide Hülsenenden ihre Abstützung erfahren.
  • Die Aufteilung des Spinnhülsenträgers in zwei Schaftteile, nämlich in einen äußeren Hohlschaft und eine Schaftstange, bringt noch weitere Vorteile mit sich, insbesondere dann, wenn die Schaftstange von einem absenkbaren Einstellbalken getragen ist. Erfindungsgemäß kann dieser Einstellbalken als Wie,gebalken ausgebildet sein. Dieser kann folgendermaßen zum Wiegen der Kopie Verwendung finden: Zunächst sei der das Tragorgan des Schaftstange bildende Wiegebalken nach unten abgesenkt, und zwar so weit, daß unabhängig vom hülsenförmigen Hohlschaft eine leere Hülse aufgesteckt werden kann. Dann wiegt der Wiegebalken die Hülse und stellt das Gewicht fest. Wird nun der Wiegebalken aufwärts verfahren, so weit, daß die Hülse mit ihrem unteren Ende in dem unteren Umläufer zu sitzen kommt, kann nunmehr die Hülse besponnen werden, bis der fertige Kops vorliegt. Danach läßt sich der Wiegeballcen mit der Schaftstange über die Arbeitsstellung hinaus anheben, so daß sich die Hülse vom unteren Umläufer trennt und lediglich von der Schaftstange gehalten ist. In dieser Stellung zeigt der Wiegebalken das Gewicht der Leerhülse zusammen mit der aufgesponnenen Garnmenge an, so daß die Differenz zwischen der ersten und der zweiten Wiegung das Gewicht des gesponnenen Garnes anzeigt. Wird nunmehr der Wiegebalken wieder völlig abgesenkt, wird die- Schaftstange aus der Hülse herausgezogen, und der Kops kippt seitlich ab. Es ist nicht mehr notwendig, die Hülse mit Kops über einen langen Spindelschaft von Hand abzuziehen.
  • In den Figuren sind Ausführungsbeispiele nach der Erfindung dargestellt. Es zeigt Fig.1 eine Spinn- oder Zwirnspindel gemäß Erfindung mit Kurzhülse, Fig. 2 die Spinn- oder Zwirnspindel nach Fig. 1 mit Langhülse, Fig. 3 eine Spinn- oder Zwirnspindel anderer Ausbildung mit Uängeneinstellvorrichtung, Fig. 4 und 5 eine Spinn- oder Zwirnspindel mit einstellbarer Schaftstange in zwei Stellungen, Fig.6 eine Spinn- oder Zwirnspindel mit hohlem unterem Umläufer, Fig. 7 die gleiche Spinn- oder Zwirnspindel mit abwärts bewegter Schaftstange, Fig. 8 die Halterung einer Hülse im hohlen unteren Umläufer vor dem Einschieben der Hülse in vergrößerter Darstellung und Fig. 9 die Halterung der eingeschobenen Hülse im hohlen unteren Umläufer nach Fig. 7 und 8 in vergrößerter Darstellung.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 erstreckt sich der äußere hülsenförmige Hohlschaft 6 durch eine Öffnung durch den Spind-elbalken 1 hindurch. Auf das freie Ende ist unter Zwischenlegung der Federringscheibe 13 die Mutter 14 aufgeschraubt und gegen die Bremsmutter 5 festgezogen, womit die Lage des Hohlschaftes 6 eindeutig festgelegt ist. Weiterhin ist auf das freie Ende des Hohlschaftes 6 die unten geschlossene Büchse 15 aufgeschraubt, die im Innern die Ringnuten 16 aufweist, in denen sich Ringe 17 aus elastischem Werkstoff befinden. Die Ringe 17 umfassen das mit Gewinde oder Ringnuten versehene untere Ende der Schaftstange 18. Durch die Verwendung elastischer Ringe 17 ist eine gewisse seitliche Auslenkung des unteren Endes der Schaftstange 18 möglich, so daß sich die Schaftstange selbsttätig mit ihrer Achse auf die Schwerlinie aller mit ihr rotierenden Teile einstellen kann. Unmittelbar an das untere Ende des Hohlschaftes 6 schließt sich der Federring 19 an, der wie die Ringe 17 in eine Ringnut 20 bzw. in das Gewinde der Schaftstange 18 eingreift. Damit ist die Lage der Schaftstange 18 der Höhe nach festgelegt und kann verändert werden, wie es die Fig. 2 verdeutlicht. Durch die Möglichkeit der Lageveränderung der Schaftstange 18 der Höhe nach können Hülsen verschiedener Länge aufgesteckt werden. So zeigt die Fig. 1 mit der Hülse 2 eine Kurzhülse, während die Fig. 2 mit der Hülse 2' eine Langhülse verdeutlicht. Am oberen Ende der Schaftstange 18 befindet sich der Hülsenstützkörper 21, der als Umläufer frei drehbar angeordnet ist. Hierzu weist er den axial nach innen gerichteten zentrischen Stift 22 mit dem Kopf 23 auf. Der Stift 22 ragt durch die Bohrung 24 der auf das Ende der Schaftstange 18 aufgesetzten Büchse 25 und ist dadurch gegen ein Abziehen gesichert. Der düsenförmige Querschnitt der Bohrung 24 läßt innerhalb gewisser Grenzen Pendelbewegungen des umlaufenden Hülse.nstützkörpers 21 zu. Der über den Hülsenstützkörper 21 durch die Hülse 2 bzw. 2' wirksam werdende Axialdruck wird von der kalottenförmigen Stützplatte 26 aufgenommen. Das untere Ende der Spinnhülse 2 bzw. 2' steckt auf dem Umlaufstützkörper 11, dessen Außenfläche für die selbsttätige Einstellung der Spinnhülse 2 bzw. 2' auf die Schwerlinie etwas gewölbt ist. Zum Ausgleich von Maßdifferenzen und als Mithilfe bei der selbsttätigen Einstellung der Spinnhülse auf die Schwerlinie dienen beispielsweise Hülsenkupplungen 27, welche daneben eine Mitnahme gewährleisten, ohne jedoch das Abziehen der Hülse 2 bzw. 2' zu behindern. Wie die Figuren erkennen lassen, ragt die Schaftstange 18 mit radialem Spiel durch den hülsenförmigen Hohlschaft 6 hindurch. Die Schaftstange 18 ist lediglich mittels des Federringes 19 und der elastischen Ringe 17 in der Hülse 15 abgestützt. Eine weitere Abstützung erfährt sie über den umlaufenden Hülsenstützkörper 21 an seinem äußeren freien Ende mittels der Spinnhülse 2 bzw. 2', welche die einzige Verbindung zwischen der Schaftstange 18 und dem unteren Umlaufstützkörper darstellt. Letzterer ist gebildet durch die drehbaren Wirtelteile 7, 8 und 9 in Verbindung mit dem davon getragenen Stützkörper 11.
  • Abgesehen davon, daß die Spinn- oder Zwirnspinde1 nach dem Ausführungsbeispiel für Spinnhülsen verschiedener Länge zur Anwendung gebracht werden kann, bringt sie durch die Art der Lagerung den Vorteil mit sich, daß sich die Hülse bei ihrer Rotation ohne Schwierigkeiten selbsttätig mit ihrer Achse auf die Schwerlinie aller rotierenden Teile einstellen kann. Das Ergebnis ist, daß eine wesentlich höhere Drehzahl gewählt werden kann, als sie bei den bekannten Spindellagerungen erreichbar ist. Dies wird noch dadurch gefördert, daß die Masse der rotierenden Spindelteile wesentlich geringer als die der bekannten Spindeln ist. Die Gewichtsverringerung der rotierenden Teile fällt insbesondere bei Spindeln für große Kopse ganz besonders ins Gewicht.
  • Nach dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 weisen die Schaftstange und der untere Umlaufstützkörper nahezu den gleichen Aufbau auf wie bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2. Abweichend ist die Ausbildung des oberen Wirtelbords 9', welcher einstückig mit dem Umlaufstützkörper 12 ist, der als oben offener Hohlkörper das untere Ende der Hülse 2 umfaßt und gleichzeitig als Anwindbecher dient. Er umfaßt diese unter Zwischenschaltung des elastischen Hohlringes 28 als Hülsenkupplung, durch welchen die Möglichkeit besteht, daß sich die Spinnhülse 2 bei ihrer Rotation selbsttätig auf die Schwerlinie aller rotierenden Teile einstellt.
  • Das untere Ende der Schaftstange 18 trägt unterhalb des Spindelbalkens 1 das Stellgewinde 29. Auf dem Gewinde 29 sitzt die als Schneckenrad ausgebildete Mutter 30, die über ihre Naben 31 und die Wälzlager 32 in dem Einstellbalken 33 gelagert sind. Ein gleichbleibender Abstand zwischen Spindelbalken 1 und Einstellbalken 33 ist durch die Hülse 34 gewährleistet, welche die Schaftstange 18 unterhalb des Spindelbalkens 1 umfaßt und sich auf einem Bund 35 der Munter 14 mit ihrem oberen Ende abstützt, während das untere Ende 36 in dem Stützträger 33 eingelassen liegt. Das Schneckenrad 30 befindet sich mit der Schnecke 37 im Eingriff. Durch Drehen derselben wird das Schneckenrad 30 in Umdrehung versetzt. Die Umdrehung veranlaßt eine Drehung der Schaftstange 18, so daß sich diese in der einen oder anderen Richtung axial bewegt. Damit ist die Möglichkeit gegeben, die axiale Länge der Schaftstange 18 oberhalb des Spindelbalkens 1 kontinuierlich zu verändern und somit auf eine beliebige Länge der jeweils verwendeten Hülse 2 einzustellen.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 4 und 5 stimmen die oberhalb des Spindelbalkens 1 befindlichen Teile mit denen nach den Fig. 1 und 2 überein. Unterhalb des Spindelbalkens befindet sich ein auf verschiedene Höhen einstellbarer Einstellbalken 53, mit welchem das untere Ende der Schaftstange 18 mittels des Gewindes 54 und der Muttern 55 fest verbunden ist. Nach der Fig. 4 befindet sich die Schaftstange 18 in der nach oben ausgefahrenen Stellung, wobei sich die Spinnhülse 2 mit ihrem unteren Ende auf dem Umlaufstützkörper 11 befindet, während sie sich mit ihrem oberen Ende an dem Hülsenstützkörper 21 abstützt. Der Hülsenstützkörper21 sitzt drehbar auf der Schaftstange 18. Wird der untere über die Laufhülse 7 des Wirtels angetrieben, so wird auch die Hülse 2 in Umdrehung versetzt, die ihrerseits den Hülsenstützkörper 21 umlaufen läßt. Somit bildet auch hier die Spinnhülse 2 die treibende Verbindung zwischen Schaftstange und unterem Umlaufstützkörper.
  • Nach Fig. 5 ist die Schaftstange 18 durch Absenken des Einstellbalkens 53 so weit abgesenkt, daß der Hülsenstützkörper 21 der Schaftstange 18 auf dem Umlaufstützkörper 11 aufsitzt. In dieser Lage kann die Spinnhülse 2 ohne Schwierigkeiten aufgesteckt werden, kann aber auch am Ende des Spinnvorganges, wenn der Kops auf die Spinnhülse aufgespult ist, lediglich Buch seitliches Abkippen abgenommen werden. Dieses bedeutet eine wesentliche Arbeitsvereinfachung, weil nicht mehr das schwere Kopsgewicht über einen langen massiven Spin-deloberteil nach oben hin bewegt und entfernt werden muß.
  • Die Fig. 6 und 7 veranschaulichen ein Ausführungsbeispiel, welches sich von den vorhergehenden dadurch unterscheidet, daß der Innendurchmesser des äußeren Hohlschaftes 6 ein spielfreies Durchschieben einer Hülse 2 erlaubt. Abgesehen davon, daß die Durchmesser der Teile des unteren Umlaufstütz-Körpers andere sind, sind auch der Bremshebel 3, die Bremsmutter 4, die Bremsgegenmutter 5, die Laufhülse 7 des Wirtels, der untere Wirtelbord 9, die beiden Wirtelwälzlager 10, die Federringscheibe 13 und die Hohlschaftmutter 14 diesen angepaßt. Der obere Wirtelbord 9 ist einstückig mit dem Hülsenstützkörper 12 verbunden, in welchem sich die Hülse 2 über einen elastischen Hohlring 28 mit ihrem unteren Ende abzustützen vermag. Die Schaftstange 18" ist als hohles Rohr ausgebildet, das mittels Gewinde und Muttern 55 mit dem Einstellballen 53 fest verbunden ist. Auf dem anderen Ende der hohlen Schaftstange 18" stützt sich über die Wälzkörper 56 ein konischer Hülsenträger 57 ab, dessen unteres Ende eine radiale Abstützung über den elastischen Hohlring 28 im Inneren des Hülsenstützkörpers 12' erfährt, wenn die Schaftstange 18" gemäß Fig. 6 durch den äußeren Hohlschaft nach oben ausgefahren ist. Am äußeren oberen Ende weist die Schaftstange 18" noch die Deckscheibe 58 auf.
  • Wie die Fig. 7 veranschaulicht, läßt sich die Schaftstange 18" mit dem davon getragenen konischen, hohlen Trägerkörper 57 weit nach unten absenken, so daß die Spinnhülse 2 mit dem aufgebrachten Kops 59 durch seitliches Abkippen abgenommen werden kann. Dann läßt sich in einfacher Weise eine neue Hülse 2 aufsetzen und die Schaftstange. mit dem Hülsenträger in die Lage nach Fig. 6 einfahren. Es isst aber auch möglich, die Schaftstange 18" ganz nach unten auszufahren und die Spinnhülse 2 unterhalb des Spindelbalkens 1 auf die Schaftstange aufzustecken und dann in die Lage nach Fig. 6 zu verbringen. So ist die Voraussetzung dafür geschaffen, gleichzeitig mit dem Abkippen der Spinnhülse 2 mit Kops 59 ein Aufstecken einer neuen Spinnhülse 2 auf die Schaftstange in abgesenktem Zustande zu verbinden, so daß sich Abnehmen des Kopses und Einbringen einer neuen Spinnhülse unmittelbar aneinander anschließen, was eine erhebliche Zeitersparnis bedeutet.
  • Darüber hinaus ist die Möglichkeit gegeben, das Kopsgewich.t festzustellen, ohne die Spinnhülse mit Kops von der Maschine zu entfernen. Dazu ist es notwendig, den Einstellbalken 53 als Wiegebalken auszubilden. Ist zunächst die Spinnhülse 2 auf den hohlen Hülsenkörper 57 aufgebracht, so wird die Spinnhülse 2 so weit durch den äußeren Hohlschaft durchgeschoben, daß die Spinnhülse ohne Fühlung mit dem unteren Umlaufstützkörper ist. Nunmehr wird das Hülsengewicht ausgewogen. Anschließend wird die Schaftstange so weit abwärts abgesenkt, daß die Spinnhülse 2 in die Lage gemäß Fig. 6 gelangt. Nunmehr kann gesponnen werden, bis der Kops 59 entstanden ist. Nach Beendigung des Spinnvorganges wird der Einstellbalken 53 zusammen mit der Schaftstange 18' und der Spinnhülse 2 mit Kops 59 aufwärts verfahren, und zwar wiederum so weit, daß sich die Spinnhülse 2 von dem unteren Umlaufstützkörper, nämlich von dem elastischen Ring 28 und dem Umlaufstützkörper 12' trennt. Es wird mittels des Einstellbalkens 53, .der als Wiegebalken ausgebildet ist, das Gesamtgewicht gewogen, so daß mit der Differenz dieser Wägung und der ersten Wägung das reine Kopsgewicht festgestellt isst. Im Anschluß daran kann der Kops 59 mit Spinnhülsen 2 durch den äußeren Hohlschaft hindurch eingefahren werden.
  • Die Fig. 8 und 9 veranschaulichen im einzelnen die Ausbildung des hohlen elastischen Ringes 28 in vergrößerter Darstellung, mit Hilfe desselben die Spinnhülse 2 bzw. der hohle Spinnhülsenträger 57 in dem Umlaufstützkörper 12' gehalten ist. Fig. 8 zeigt ihn vor dem Einsetzen der Spinnhülsen 2, Fig. 9 danach. Er ist im letzteren Falle im Querschnitt oval verformt. Er bringt so den Toleranzausgleich mit sich, gewährleistet die Mitnahme und wirkt wie ein Kugelgelenk, so daß sich die rotierende Spinnhülse 2 selbsttätig auf die Schwerlinie aller rotierenden Einzelteile einzustellen vermag. An die Stelle derartiger Hohlringe können auch Spiralfedern oder dergleichen Federelemente treten.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Spinn- oder Zwirnspindel mit einem toten Spindelschaft, auf dem zwei Umläufer zum Abstützen des unteren bzw. des oberen Spinnhülsenendes unabhängig voneinander gelagert sind, von denen der das untere Hülsenende aufnehmende Umläufer antreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der tote Spindelschaft aus zwei selbständigen Schaftteilen (6 und 18) besteht, die unabhängig voneinander koaxial gehalten und auf denen je einer der Umläufer gelagert sind.
  2. 2. Spindel nach Anspruch 2., dadurch gekennzeichnet, daß von den beiden Schaftteilen der eine (6) den anderen (18) mit radialem Spiel umgreift mit Ausnahme seines dem inneren Schaftteil (18) zugekehrten Endes (19), mit Hilfe dessen beide Schaftteile (6 und 18) koaxial im Abstand gehalten sind.
  3. 3. Spindel nach einem oder beiden der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Schaftteile in an sich bekannter Weise an der Spindelbank ortsfest gehalten und als äußerer hülsenförmiger Hohlschaft (6) ausgebildet ist, der den Umläufer (11) zum Abstützen des unteren Hülsenendes trägt, während der andere Schaftteil als eine an ihrem oberen Ende den Umläufer (21) zum Abstützen des oberen Hülsenendes tragende Schaftstange (18) ausgebildet ist, die unterhalb der Spindelbank (1) ortsfest gehalten ist, und sich durch den hülsenförmigen Hohlschaft (6) hindurch erstreckt.
  4. 4. Spindel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaftstange (18) mit ihrem unteren Ende in eine an der Unterseite der Spindelbank angebrachte Haltebüchse (15) auf verschiedene Stellungen einfahrbar und mittels Rasten (20) festgehalten ist (Fig. 1 und 2), derart, daß die Schaftlänge oberhalb des unteren Umläufers (11) auf verschiedene Hülsenlängen wahlweise einstellbar ist.
  5. 5. Spindel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaftstange (18) ein Gewinde (29) trägt, in das eine unabhängig von der Spindelbank antreibbar gelagerte Verstellmutter (30) eingreift (Fig. 3), derart, daß die Schaftlänge oberhalb des unteren Umläufers (11) auf jede gewünschte Hülsenlänge kontinuierlich einstellbar ist.
  6. 6. Spindel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende der Schaftstange (18,18") an einem von der Spindelbank unabhängigen Einstellbalken (53) mittels Muttern (55) axial nachstellbar befestigt ist (Fig. 4 bis 7), mit Hilfe dessen die Schaftlänge oberhalb des unteren Umläufers beliebig einstellbar ist.
  7. 7. Spindel insbesondere nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaftstange (18, 18'7 nahezu oder völlig aus dem hülsenförmigen Hohlschaft (6) nach unten ausfahrbar ist. B.
  8. Spindel nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Innendurchmesser des hülsenförmigen Hohlschaftes (6) mindestens dem größten Durchmesser der Spinnhülse (2) entspricht und diese zusammen mit der Schaftstange (18, 18'i von unten in den Hohlschaft (6) einfahrbar ist (Fig. 6 und 7).
  9. 9. Spindel nach dem Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Einstellbalken (53) der Schaftstange (18,18") als Wiegebalken für die Kopsgewichte ausgebildet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1078 025; britische Patentschrift Nr. 773 614; USA.-Patentschrift Nr. 1452180.
DEK40816A 1960-05-25 1960-05-25 Spinn- oder Zwirnspindel mit einem toten Spindelschaft Pending DE1126785B (de)

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CH573461A CH377247A (de) 1960-05-25 1961-05-17 Spinn- oder Zwirnspindel mit einem nicht rotierenden Spindelschaft
GB1849361A GB909294A (en) 1960-05-25 1961-05-23 Spinning or twisting spindle with a dead spindle shank
BE604146A BE604146A (fr) 1960-05-25 1961-05-24 Broche de filature ou de retordage avec fût de broche fixe.
CH646665A CH434050A (de) 1960-05-25 1965-05-10 Spinn- oder Zwirnspindel mit einem nicht rotierenden Spindelschaft

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DEK40816A DE1126785B (de) 1960-05-25 1960-05-25 Spinn- oder Zwirnspindel mit einem toten Spindelschaft

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BE (1) BE604146A (de)
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GB909294A (en) 1962-10-31
CH377247A (de) 1964-04-30

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