DE1125865B - Verfahren zum Befestigen von Ankern in Bohrloechern und Anker zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Befestigen von Ankern in Bohrloechern und Anker zur Durchfuehrung des VerfahrensInfo
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Description
- Verfahren zum Befestigen von Ankern in Bohrlöchern und Anker zur Durchführung des Verfahrens Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Befestigen von Ankern in Bohrlöchern und zur Durchführung dieses Verfahrens geeignete Anker.
- Es ist bereits bekannt, die Sicherung der Anker im Bohrlochtiefsten durch einen in das Bohrlochtiefste in flüssiger bzw. pastoser Form eingebrachten Kunststoffkörper vorzunehmen, der sich einerseits mit dem Anker, andererseits den Bohrlochwandungen, unter Eindringen in die Risse und Spalten des Gebirges, verklebt.
- Als besonders vorteilhaft hat sich ein diesem Zwecke dienendes Verfahren erwiesen, bei welchem die Komponenten eines Kunststoffgemisches, nämlich einerseits der Kunststoff, vorzugsweise zusammen mit dem Beschleuniger, und andererseits der Härter in getrennten Abteilen einer Patrone in das Bohrloch eingeführt werden, die durch Eindrehen des Ankers zerstört wird, worauf durch die Weiterdrehung des Ankers das Mischen der Komponenten erfolgt.
- Durch die Erfindung wird ein Verfahren zur Festlegung des Kopfes der Ankerstange im Bohrlochtiefsten geschaffen, welches gegenüber dem letztbeschriebenen Verfahren den Vorteil größerer Einfachheit und besonderer Eignung für ein schnelles Setzen des Ankers besitzt.
- Dieses Verfahren besteht seinem Grundgedanken nach darin, daß das Kunstharz bzw. die Komponenten der Kunstharzmischung in das Bohrlochtiefste durch die zu diesem Zwecke als dickwandiges Rohr ausgebildete Ankerstange hindurch eingeführt werden.
- Dieses Verfahren wird gemäß einer ersten Ausführungsform desselben so durchgeführt, daß die beiden Hauptkomponenten der Mischung, nämlich einerseits das Kunstharz, dem der Beschleuniger und gegebenenfalls Füllstoffe zugesetzt sind, in flüssiger oder mehr oder weniger pastoser Form und die härtende Komponente andererseits aus getrennten Vorratsbehältern durch eine Pumpe unter entsprechendem Druck über getrennte Zuleitungen einer am Fuß des bereits in das Bohrloch eingeführten und in seiner endgültigen Lage befindlichen Ankerrohres angeordneten Mischdüse zugeführt, hier gemischt und in gemischtem Zustande durch das Ankerrohr hindurchgepreßt werden, um durch zu diesem Zwecke vorgesehene Bohrungen im Ankerkopf in den Zwischenraum zwischen Ankerrohr und Bohrlochwandung eingepreßt zu werden. Der durch den Kunststoffkörper auszufüllende Hohlraum ist durch einen in zweckentsprechend zu wählendem Abstand von der Spitze des Ankers auf den Anker aufgesetzten Dichtungskörper gegen den nach der Mündung zu liegenden Teil des Bohrloches abgedichtet. Oberhalb dieser Dichtung ist das Ankerrohr zweckmäßig mit einem Gewinde versehen, so daß eine verzahnende Wirkung zwischen diesem Gewinde und dem Kunststoffgemisch eintritt, durch welche die Haftung des Kunststoffkörpers an dem Ankerrohr noch verstärkt wird.
- Für das Einpressen des Kunststoffgemisches wird ein zweckentprechend. insbesondere je nach der Gebirgsbeschaffenheit, gewählter Druck angewendet. Durch eine entsprechende Drucksteigerung kann erzielt werden, daß das Kunstharz mehr oder weniger weit in die Spalten und Risse des das Bohrloch umgebenden Gebirges eindringt und sich mit diesem verzahnt.
- Die Härtungsdauer des Kunststoffkörpers kann durch zweckentsprechend gewählte Konzentration des Härters sowie des Beschleunigers entsprechend den Forderungen des Einzelfalles eingestellt werden.
- Bei einer abgeänderten Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung bildet das Ankerrohr selbst den Vorratsbehälter für die Komponenten des Kunstharzgemisches. In diesem Falle wird in den kopfseitigen Innenraum des Ankerrohres, nachdem die in seinem Kopf angeordneten, den Austritt des Kunstharzgemisches in den Raum zwischen Ankerrohr und Bohrlochwandung ermöglichenden Bohrungen provisorisch, z. B. durch einen Klebstreifen, verschlossen worden sind, das Kunstharzgemisch und davon getrennt in ein dünnwandiges, in die Bohrung des Rohres eingeführtes, leicht zerstörbares z. B. Glasrohr das Härtungsmittel eingefüllt.
- Der so mit den Komponenten des Kunststoffgemisches gefüllte Anker wird in das Bohrloch eingebracht und anschließend das den Härter aufnehmende Röhrchen durchEinführen einesKolbens in das Innere des Ankerrohres zerstört, so daß sich der Härter laufend mit dem Kunstharz (einschließlich Beschleuniger und gegebenenfalls Füllstoffen) mischt, wobei der Härter über die ganze Länge des durch eine verschiebliche Dichtung gegen den rückwärts liegenden Teil des Rohrinneren abgeschlossenen Teil desselben durch entsprechende Bemessung des Querschnitts des ihn aufnehmenden Glasröhrchens in Relation zu dem der Rohrbohrung ständig in der richtigen anteiligen Menge zur Wirkung gelangt. Das Gemisch wird dann unter Zerstörung der die Perforationen im Kopf des Ankerrohres umschließenden provisorischen Dichtungen durch die Druckwirkung des Kolbens durch die verhältnismäßig kleinen Bohrungen hindurchgepreßt, wobei sich im Zuge des Passierens dieser Öffnungen noch eine weitere besonders gute Vermischung des Härters mit dem Kunststoff ergibt.
- Das Erhärten des Kunststoffkörpers vollzieht sich, wie bei dem eingangs erwähnten Verfahren so schnell, daß der Anker nach kürzester Zeit verspannbar ist.
- Der Grundgedanke der Erfindung, der Einführung des Verbindungskörpers bzw. der Komponenten desselben durch den zu diesem Zweck als Rohr ausgebildeten Anker hindurch ist nicht auf die Verwendung von Kunstharzen, wie Polyestern, Epoxyden und Phenolharzen für das Verkleben des Ankers mit dem Gebirge beschränkt, sondern, wenn auch in insbesondere vom Gesichtspunkt der Erhärtungsdauer weniger vorteilhafter Weise auch unter Verwendung von geeigneten Mörteln und Zementen zu verwirklichen.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Befestigung von Ankern in Bohrlöchern, dadurch gekennzeichnet, daß unter Verwendung eines Rohrkörpers als Anker die dessen Befestigung bewirkende Masse durch das Ankerrohr hindurch über in dessen Kopfbereich vorgesehene Bohrungen in das Bohrlochtiefste eingepreßt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch I. unter Verwendung einer Kunstharzmischung zum Verkleben des Ankers im Bohrlochtiefsten, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponenten der Kunstharzmischung, einerseits das Kunstharz mit dem Beschleuniger und gegebenenfalls Füllstoffen und andererseits der Härter aus getrennten Vorratsbehältern dem Ankerrohr zugeführt, beim Eintritt in dieses gemischt und die Mischung durch das Rohr hindurch und durch die Perforationen im Kopf des Ankerrohres in den Zwischenraum zwischen diesen und der Bohrlochwandung eingepreßt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponenten der Kunstharzmischung in voneinander getrennten Abteilen der Bohrung des in dem Ankerkopf des Ankers umschließenden Bereich desselben untergebracht werden, nachdem dessen Perforationen provisorisch geschlossen worden sind und unter Zerstörung der Abdichtung der Perforationen unter gleichzeitiger Mischung durch einen im Ankerrohr geführten Kolben aus diesem durch die Bohrungen ausgepreßt werden.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Härter in einem zerstörbaren Röhrchen, vorzugsweise aus Glas, das sich über die Länge des mit dem Kunststoff' gefüllten Teiles des Bohrlochs erstreckt, in dem kopfseitigen Bereich der Bohrung des Ankerrohres untergebracht ist.
- 5. Ankerrohr zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sein Kopf mit Vorsprüngen und/oder Ausnehmungen, vorzugsweise mit einem Gewinde, versehen ist.
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