DE1124545B - Monostabile Multivibratorschaltung zur Erzeugung steilflankiger Impulse konstanter Dauer - Google Patents
Monostabile Multivibratorschaltung zur Erzeugung steilflankiger Impulse konstanter DauerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen monostabilen Multivibrator, der mit hoher Frequenz unabhängig von der
Dauer der Eingangskippimpulse einheitliche Ausgangsimpulse von äußerst genauer Form und Dauer erzeugt.
Ein herkömmlicher monostabiler Multivibrator ist ein zweistufiger Verstärker mit einer Rückkopplung
von der zweiten zur ersten Stufe. Die Ausgangsimpulse lassen sich aus dem Ausgang der zweiten Stufe herleiten.
Eine Möglichkeit zur Erlangung der gewünschten Schaltwirkung besteht darin, die Stufen über eine
Kapazität zu koppeln und in den Rückkopplungskreis einen Widerstand einzuführen. Ein kurzer Kippimpuls
bewirkt einen Ausgang aus der ersten Stufe, der die Aufladung des Kopplungskondensators einleitet. Ein
Ausgang aus der zweiten Stufe entsteht, solange der Kondensator seine Aufladung fortsetzt, denn Kondensatoren
können zwar einen Spannungspegel nicht weiterleiten, aber sie können Spannungsänderungen
weitergeben. Der Ausgang aus der zweiten Stufe, der einen konstanten Pegel hat, wenn die Stufe zur Sätti- ao
gung getrieben wird, ist über den Rückkopplungswiderstand an den Eingang der ersten Stufe zurückgeführt.
Hierdurch entsteht eine Rückkopplungsschleife, die einen Eingang zur ersten Stufe aufrechterhält,
bis sich der die Stufen koppelnde Kondensator vollständig aufgeladen hat. Wenn das der Fall ist, fällt
der Ausgang der zweiten Stufe wieder auf seinen Ausgangszustand ab. Der Rückkopplungskreis erhält dann
kein Signal zur ersten Stufe mehr aufrecht, und beide Stufen kehren in ihren Ausgangszustand zurück.
Der Ausgang aus der zweiten Stufe kann eine Dauer haben, die viel länger oder kürzer als der Eingangskippimpuls
ist. Die Dauer dieses Ausgangsimpulses wird bestimmt durch den Wert des Kopplungskondensators,
den Widerstand seines Aufladungskreises, die Speisespannungen, die Schaltungsparameter und die
seit dem letzten Ausgangsimpuls verstrichene Zeit. Schwankungen in den Speisespannungen, den Schaltungsparametern
oder der Zeit zwischen den Kippimpulsen können die Dauer und die Form des Ausgangsimpulses
verändern. Diese Änderungen sind unzulässig in Schaltungen, in denen es auf große Genauigkeit
ankommt. Zum Beispiel können kleine Änderungen in der Impulsbreite besonders unerwünscht in
mit hoher Geschwindigkeit arbeitenden Digitalrechnern sein.
Die neuartige Schaltung nach der Erfindung verwendet einen Transistor für jede der beiden Verstärkerstufen
des monostabilen Multivibrators. Ein Transistor stellt eine veränderliche Impedanz oder Signalübertragungsvorrichtung
dar. Der Rückkopplungskreis ist mit Widerstand behaftet, beide Stufen sind Monostabile Multivibratorschaltung
zur Erzeugung steilflankiger Impulse
konstanter Dauer
Anmelder:
International Business Machines Corporation, New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. H. E. Böhmer, Patentanwalt, Böblingen (Württ.), Sindelfinger Str. 49
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 26. August 1959 (N. 836 048)
V. St. v. Amerika vom 26. August 1959 (N. 836 048)
Allen Bryce Benson, Poughkeepsie, N. Y. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
durch einen Reihenresonanzkreis gekoppelt. Die Schwingungsfrequenz des Reihenresonanzkreises wird
bestimmt durch den Wert seiner Kreisparameter und ist unabhängig von Speisespannungen und Schaltungsparametern. Durch einen Kippimpuls wird die Schaltung
mit einer genau festgesetzten Frequenz zum Schwingen gebracht. Eine monostabile Schaltwirkung
kann man erreichen, indem man die Schaltungskomponenten so wählt, daß die erste Halbperiode der Schwingung
die zweite Transistorstufe in den leitenden Zustand treibt. Der mit Widerstand behaftete Rückkopplungskreis
zur ersten Stufe erhält dann die Schwingung aufrecht bis zum Beginn der zweiten Halbperiode.
Eine volle Schwingungsperiode tritt niemals auf. Wenn der sinusförmig wechselnde Strom in der Reihenresonanzschaltung
wieder seinen Ausgangswert erreicht, wird die zweite Transistorstufe nichtleitend und
öffnet die Rückkopplungsschleife, wodurch die Schwingung erlischt.
Bisher bekannte Anordnungen zur Erzeugung von Rechteckimpulsen weisen Mängel auf, die sich im
wesentlichen auf die Schaltverzögerung der benutzten Verstärkerelemente zurückführen lassen. Die vorliegende
Erfindung hat eine verbesserte Schaltanordnung zum Ziel, welche Ausgangsimpulse erhöhter
Flankensteilheit bei höheren Impulsfolgefrequenzen sowie exakter Zeitdauer zu liefern vermag.
Die günstigen Eigenschaften werden durch eine monostabile Multivibratorschaltung erzielt, bei wel-
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eher die Kopplung in einem der beiden Kopplungswege Eingangstransistor Ti hat eine Basis 3, einen Kollekzwischen
den Verstärkerelementen durch einen Serien- tor 4 und einen Emitter 5. Die richtigen Betriebs-Vorresonanzkreis
bewerkstelligt wird, dessen Kondensator spannungen für den Transistor TX werden über Widervon
einem elektronisch zu betätigenden Schalter über- stände 6, 7 und 8 durch die Spannungsquellen 9, 10
brückt wird, derart, daß zur Erhöhung der Flanken- 5 und 11 geliefert. Die Vorspannung für den Emitter 5
steilheit der zu erzeugenden Impulse der Steuerstrom kann direkt von der Quelle 11 geliefert werden. Die
für das zweite Verstärkerelement abwechselnd entweder genauen Werte der Widerstände und Spannungsdurch
beide Serienkreisparameter oder lediglich durch quellen für Tl hängen von der Wahl der Transistoren
die Kreisinduktivität und einen zusätzlichen Serien- ab. Die in Fig. 1 angedeuteten Polaritäten der Spanwiderstand
festgelegt wird. io nungen 9,10 und 11 dienen nur als Beispiele. Der Ein-
Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der Beschrei- gang 1 ist an die Basis 3 angeschlossen,
bung sowie aus den nachstehenden Zeichnungen. Der PNP-Treibertransistor Tl hat eine Basis 13,
Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung; einen Kollektor 14 und einen Emitter 15. Die richtigen
Fig. 2 stellt eine Reihe von Wellenformen dar, die Betriebs-Vorspannungen für den Transistor 7*2 werden
die Wirkungsweise der Schaltung von Fig. 1 erklären 15 über Widerstände 16 und 17 durch die Spannungssollen.
quellen 18 und 19 geliefert. Der Emitter 15 ist an
Wenn zur Kopplung der beiden Transistoren ein Erde 20 angeschlossen. Die genauen Werte der Wider-Reihenresonanzkreis
verwendet wird, weicht durch stände und Potentialquellen für den Transistor Tl
einen Kippimpuls der Strom in der Schaltung sinus- hängen von der Wahl der Transistoren ab. Darstellungsförmig
von seinem Ruhezustand ab. Er kehrt zu dem ao gemäß handelt es sich bei Tl um einen PNP- und bei
Ruhewert nach einer feststehenden Zeit zurück. Der Tl um einen NPN-Transistor, jedoch arbeitet die Schal-Ausgangsimpuls
aus der zweiten Transistorstufe hat tung ebenfalls bei anderen Kombinationen von Transijedoch
nicht die gewünschte rechteckige Form, weil die storgrundtypen, sofern die Versorgungsspannungen
zweite Transistorstufe teilweise leitend ist während richtig gewählt werden.
einer Zeitdauer, die sich von dem Zeitpunkt, in der der 35 Der Kollektor 14 des Transistors Tl ist an die
Strom seinen Ruhewert verläßt, bis zu dem Zeitpunkt Basis 3 des Transistors Tl über den Rückkopplungserstreckt,
in welchem er einen Wert erreicht, der aus- widerstand 21 angeschlossen, um den Transistor Tl
reicht, um den leitenden Zustand des Transistors voll- immer dann leitend zu halten, wenn der Transistor Tl
ständig umzukehren. Ähnlich durchläuft der Strom leitend ist. Die Basis 13 des Transistors Tl ist an den
vor seiner Rückkehr in den Ruhezustand Werte, durch 3° Kollektor 4 des Transistors Tl über einen Reihendie
die zweite Transistorstufe teilweise leitend wird. resonanzkreis 22 angeschlossen, der aus einer Induk-Infolgedessen
wird verhindert, daß der Ausgangsimpuls tivität 100 und einer Kapazität 200 besteht. Der mit
senkrechte Flanken hat. Durch diese »Einschalt«- und der Induktivität 100 parallel geschaltete Widerstand 12
»AusschaJt«-Verzögerungen wird die Brauchbarkeit ist nur dann nötig, wenn die Reaktanz der Induktivität
des Ausgangsimpulses verringert. Wenn der Konden- 35 100 zu groß ist, um genügend Strom für die Steuerung
sator in dem Resonanzkreis eine bestimmte Zeit, nach- des Transistors 7*2 weiterzuleiten. Außerdem dient der
dem der Strom seinen Ruhezustand zu Beginn der Widerstand 12 zur Dämpfung der Resonanzschalersten
Halbperiode der Schwingung verlassen hat, tung 22.
wirksam gemacht wird, wird der Einschaltpunkt der Die Induktivität 100 hat eine positive Reaktanz und
zweiten Transistorstufe schneller erreicht, als wenn der 4° der Kondensator 200 eine negative Reaktanz. Die inKondensator
von Anfang an in die Schaltung einge- duktive Reaktanz wächst mit zunehmender Frequenz
schlossen gewesen wäre. Wenn die Wirkung des Kon- des durchfließenden Stroms, die kapazitive Reaktanz
densators eine bestimmte Zeit, bevor der Strom wieder nimmt dagegen mit wachsender Frequenz des die Kapaam
Ende der ersten Halbperiode seinen Ruhewert er- zität durchfließenden Stroms ab. Wenn ein Kondenreicht,
aus dem Resonanzkreis entfernt wird, wird der 45 sator (C) und eine Induktivität (Z-) an eine Stromquelle
Abschaltpunkt der zweiten Transistorstufe schneller in Reihe angeschlossen werden, ist bei irgendeiner
erreicht, als wenn der Kondensator in der Schaltung Frequenz /0 die Summe der positiven induktiven Reakgeblieben
wäre. Infolgedessen durchläuft die zweite tanz und der negativen kapazitiven Reaktanz gleich
Transistorstufe den Bereich teilweiser Leitfähigkeit Null. Diese Bedingung für die sogenannte Resonanzschnell und bewirkt so eine optimale Steilheit des Aus- 50 . , ■ '... f , * 1 „. . ,
gangsimpulses, indem seine Flanken nahezu senkrecht. Sequenz/«ergibt sofort/0 = -~^. Die maximale
gemacht werden. Kopplung zwischen dem Kollektor 4 des Transistors Tl
Ein wichtiges Maß für die Qualität eines mono- und der Basis 13 des Transistors Tl tritt ein, wenn der
stabilen Multivibrators ist die »Impulsfolgefrequenz«, Strom im Resonanzkreis 22 mit einer bestimmten
d. h. wie bald nach dem Ende eines Ausgangsimpulses 55 Frequenz wechselt, die durch die Werte der Induktiviein
neuer Ausgangsimpuls erzeugt werden kann. Diese tat 100 und der Kapazität 200 bestimmt wird. Bei allen
Zeitdauer wird teilweise durch die Entladungszeit des anderen Frequenzen erfolgt die Kopplung durch eine
Kondensators in dem Resonanzkreis bestimmt. Die höhere Reaktanz, die die Stärke des Stroms, der vom
durch die Verwendung eines Reihenresonanzkreises Transistor Tl zum Transistor Tl über die Reihenermöglichte
Genauigkeit würde aufgehoben, wenn die 60 resonanzschaltung 22 fließen kann, stark verringert.
Breite des Ausgangsimpulses von der seit dem letzten Daher kann die Betriebsfrequenz der erfindungs-Ausgangsimpuls
verstrichenen Zeit abhinge. Die Ent- gemäßen Schaltung genau vorherbestimmt werden und
ladungszeit wird stark verkürzt durch Aufhebung der ist unabhängig von Schwankungen der Speisespannun-Wirkung
des Kondensators am Ende der ersten Halb- gen und der Schaltungsparameter. Periode der Schwingung. 65 Der PNP-Schalttransistor Γ3 hat eine Basis 23,
Gemäß Fig. 1 hat die Schaltung einen Eingang 1 für einen Kollektor 24 und einen Emitter 25. Der Konden-Kippimpulse
und einen Ausgang 2 zur Lieferung von sator 200 ist der Kollektor-Emitter-Strecke des Tran-Rechteckimpulsen
vori feststehender Dauer. Der PNP- sistors Γ3 parallel geschaltet. Die richtigen Betriebs-
5 6
Vorspannungen für den Transistor 73 werden über einer Reihenresonanzschaltung 63,2 % des Maximai-Widerstände
6, 17, 26 und 27 durch die Spannungs- Stroms in einer Zeit gleich 0,68 ]/£c erreicht werden,
quellen 9 und 19 geliefert. Der Widerstand 27 ist bei 20 . , ,. ., „, . . ^ .. L . , .
4 J," " s w . , w.j ... , , wird dieser selbe Strom in einer Zeit -=- erreicht, wenn
geerdet. Die genauen Werte der Widerstände und R '
Potentialquellen für den Transistor 73 hängen von den 5 der Kondensator unwirksam wird. Eine Verbesserung
gewählten Transistoren ab. in der Anstiegszeit des Stroms ist vorhanden, solange
Die Wirkungsweise der Erfindung sei an Hand des das folgende Verhältnis zutrifft:
in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiels und der in r
Fig. 2 dargestellten Wellenformen beschrieben. Im 0,68 ^LC
> ——.
Anfangszustand wird der NPN-Transistor 7Ί nicht- io R
leitend gehalten durch die Differenz zwischen den Zur Zeit ta, wenn der Strom ia den Transistor Tl
Spannungsquellen 11 und 10, welche die Basis 3 nega- ganz einschaltet, wird der Transistor 73 ganz austiver
als den Emitter 5 halten. Der PNP-Transistor Tl geschaltet. Dies sieht man wie folgt ein: Man stelle sich
wird nichtleitend gehalten durch die Spannungsquelle vor, daß jeder Transistor Tl und 73 durch denselben
19, welche die Basis 13 positiver als den bei 20 geerde- 15 Spannungsabfall über Widerstand 17 vollständig in
ten Emitter 15 hält. Der PNP-Transistor T3 wird den leitenden oder nichtleitenden Zustand getrieben
leitend gehalten durch die Spannungsquelle 19, die die wird. Bei Tl und T3 handelt es sich um PNP-Transi-Basis
23 negativer als den Emitter 25 hält. stören. Wenn daher der Strom den Wert ia erreicht, ist
Zur Zeit t0 erscheint ein positiver Kippimpuls am der Spannungsabfall über Widerstand 17 genügend
Eingang 1, welcher der Basis 3 des Transistors Tl zu- 20 negativ, um den Transistor 73 ganz auszuschalten,
geführt wird, um diesen in den leitenden Zustand zu indem sein Emitter 25 negativer als seine Basis 23 getreiben.
Infolgedessen geht der Kollektor 4 von einer macht wird, und den Transistor Tl ganz einzuschalten,
positiven zu einer negativeren Polarität gegenüber der indem seine Basis 13 negativer als sein Emitter 15 geErde
20 über. Dieser Übergang kann wegen des macht wird. Nach Ausschaltung des Transistors 73
Reihenresonanzkreises 22 in der den Kollektor 4 mit 25 bildet der Kondensator 200 einen Teil des Reihender
Basis 13 koppelnden Strecke nicht sofort zu dem resonanzkreises 22, und daher wechselt der Strom
Transistor Tl übertragen werden. Bei Nichtvorhanden- sinusförmig von der Zeit ta ab, wie es die Kurve A3 in
sein des Transistors 73 würde der Strom in dem Kopp- Fig. 2 a zeigt.
lungskreis der in Fig. 2a gezeigten Sinuskurve Al Wenn der Transistor Tl vollständig leitend ist, erfolgen.
Der Anfangs- oder Ruhestrom ist mit iv be- 30 folgt im Potential am Ausgang 2 ein Wechsel von
zeichnet, da sein Wert durch die den Transistoren 7Ί, einem negativen Potential zum Erdpotential 20, wie es
Tl und Γ3 zugeleiteten Vorspannungen bestimmt durch die Vorderflanke Bl in Fig. 2b dargestellt ist.
wird. Der Strom iv kann positiv, negativ oder gleich Dieses Potential wird der Basis 3 des Transistors Tl
Null sein. Der Sinusstrom A1 erreicht den Wert ia, über den Rückkopplungswiderstand 21 zugeführt, um
der nötig ist, um den Transistor 7*2 vollständig ein- 35 den Transistor 71 selbst dann leitend zu halten, wenn
zuschalten, zur Zeit i&. Daher liegt eine Verzögerung tb der ursprüngliche Kippimpils am Eingang 1 nicht mehr
zwischen der Zeit der Einleitung des Stromwechsels A1 vorliegt. Der Transistor Tl bleibt leitend, solange der
und dem vollständig leitenden Zustand des Transi- Transistor Tl die Basis des Transistors Tl positiver
stors Γ2. Infolge dieser Verzögerung hat der in Fig. 2 b als den Emitter 5 hält. Diese Wirkung kann verstärkt
gezeigte Ausgangsimpuls 51 eine Vorderflanke, die 4° werden durch eine phasengleiche Verstärkung in der
nicht vertikal ist. Schaltung zwischen Kollektor 14 und Basis 3.
In dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel wird Nach einer genau vorherbestimmten Zeit tc, die
die Verzögerung von i& auf ta verkürzt und führt zu durch den Wert der Induktivität 100 und der Kapazidem
verbesserten Ausgangsimpuls Bl (Fig. 2b). Der- tat 200 festgesetzt wird, erreicht der sinusförmige
selbe Strom i„, der den Transistor Tl vollständig bis 45 Strom A3 durch den Resonanzkreis 22 wieder den
in den EIN-Zustand schaltet, wird ebenfalls zur Wert ia, wie in Fig. 2 a gezeigt ist. Dieser Strom bevölligen
Ausschaltung des Transistors 73 herange- wirkt einen Spannungsabfall über Widerstand 17, der
zogen. Dessen Kollektor-Emitter-Strecke liegt dem eine solche Polarität hat, daß der Transistor Γ3 auf
Kondensator 200 des Serienresonanzkreises 22 als den leitenden Zustand zu getrieben wird, während der
Schalter parallel, so daß der Verlauf des Steuerstroms 50 Transistor Tl weniger leitend wird. Während nun 7*2
für den Transistor Tl im AUS-Zustand des Transi- weniger leitend wird, macht das zunehmend negative
stors 73 durch die Serienkreisparameter 100 und 200, Potential, das dem Transistor 7Ί über den Rückkoppim
EIN-Zustand des Transistors Γ3 dagegen lediglich lungswiderstand 21 zugeführt wird, den Transistor Tl
durch die Induktivität 100 und die mit dieser in Reihe weniger leitend.
liegenden Widerstände festgelegt wird. Die Summe 55 Wenn der Strom seinen Ruhewert (iv in Fig. 2 a) erder
Widerstände 6 bzw. 17 sei im folgenden mit R be- reicht, werden alle Transistoren wieder völlig in
zeichnet. Infolgedessen wächst bei überbrücktem ihren Ausgangszustand zurückgeführt. In dem in
Kondensator 200 von der Zeit t0 bis zur Zeit ta der zur Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel wird der Strom-Basis
13 des Transistors 72 fließende Strom exponen- wert iv zur Zeit ta erreicht. Ohne den Transistor Γ3
tiell anstatt sinusförmig. In Fig. 2 a zeigt die exponen- 60 würde der normalerweise sinusförmig verlaufende
tielle Kurve Al, daß zur Zeit ta genügend Strom ia zur Strom den Wert iv zu einem späteren Zeitpunkt te erBasis
13 fließt, um den Transistor ganz einzuschalten. reichen. Gemäß Fig. 2b sind die Flanken der Ausgangs-Durch
die Unterdrückung der Wirkung des Konden- wellenform Bl für den monostabilen Multivibrator
sators wird die zur Erreichung des Stromes ia erf order- nach der Erfindung beträchtlich vertikaler als bei dem
liehe Zeit verkürzt, weil die Zeitkonstante der Schal- 65 ohne den Transistor 73 erhaltenen Impuls 51. Das
tung, durch welche der Strom fließt, wesentlich herab- beruht darauf, daß der Übergangspunkt, wenn der
gesetzt wird, wenn der mit der Induktivität 100 in Transistor Tl nur teilweise leitend ist, sehr schnell
Reihe liegende Widerstand (R) groß ist. Während in überschritten wird. Zur Zeit te, wenn der Strom den
Wert ia erreicht, beginnt der Transistor 73 leitend zu
werden und verringert so die Wirkung des Kondensators 200 in dem Resonanzkreis 22. Wie schon erklärt,
ergibt sich eine Verbesserung in der Anstiegszeit des Stroms durch die Wirkung des Transistors 73 auf den
Kondensator 200, solange 0,68 j/xc größer ist als —.
Zur Zeit ta ist der Transistor Tl nichtleitend, und
der Ausgang 2 ist negativ, wodurch der Transistor Tl nichtleitend gehalten wird. Der ganze beschriebene
Vorgang wird wiederholt bei Anlegung eines weiteren Kippimpulses. Wie bald nach dem Ende eines Ausgangsimpulses
der nächste Kippimpuls den beschriebenen Vorgang einheitlich wiederholt, wird durch
die Zeit bestimmt, die der Kondensator 200 für seine Entladung braucht. Ohne den Transistor 73 geht
der Entladungspfad durch die Widerstände 6 und 17, und es entsteht die Spannungswellenform Cl
in Fig. 2 c. Wenn ein zweiter Kippimpuls zur Zeit t/ erscheint, bevor der Kondensator 200 völlig entladen
ist, führt der Strom nicht zu einer Sinuswelle mit einer durch die Induktivität 100 und die
Kapazität bestimmten Zeitkonstante. Die Zeitkonstante ist dann vielmehr viel kürzer, als es durch die
Wellenform A4 in Fig. 2a und 53 in Fig. 2b dargestellt
ist, weil in dem Kondensator 200 anfänglich etwas Energie gespeichert ist, die nicht aus der Induktivität
100 übertragen zu werden braucht, wie es gewöhnlich erforderlich ist. Dies ist nachteilig, weil keine
Ausgangsimpulse von einheitlicher Dauer entstehen.
In der Schaltung von Fig. 1 beginnt der Transistor 73 zur Zeit U zu leiten und ist völlig leitend zur Zeit ta.
Daher wird am Ende des Ausgangsimpulses zur Zeit ta der Kondensator 200 durch den vollständig leitenden
Transistor 73 nebengeschlossen. Hierdurch entsteht eine Entladungsstrecke relativ geringen Widerstandes
für den Kondensator 200, und daher entlädt er sich auf 63,2% seines vollauf geladenen Potentials bis zur
Zeit tx, wie es die Kurve C2 von Fig. 2 c darstellt.
Andere Kippimpulse können andere vollkommen einheitliche Ausgangsimpulse mit jeder beliebigen Wiederholungsfrequenz
erzeugen, die unter einem Impuls pro Periode tx —10 liegt.
Die erfindüngsgemäße Schaltung eignet sich besonders
für die Verwendung von Transistoren, was aber nicht als Einschränkung anzusehen ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Monostabile Multivibratorschaltung zur Erzeugung steifflankiger Impulse konstanter Dauer, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopplung in einem der beiden Kopplungswege zwischen den Transistoren (T1I) und (72) durch einen Serienresonanzkreis (22) erfolgt, dessen Kondensator (200) von einem Schalttransistor (73) überbrückt ist, derart, daß zur Erhöhung der Flankensteilheit der zu erzeugenden Impulse der Steuerstrom für das zweite Verstärkerelement (72) abwechselnd entweder durch beide Serienkreisparameter Z(IOO), C(200) oder lediglich durch die KreisinduktivitätL und dem zusätzlichen Serienwiderstand R (16), (26) unter Beobachtung der Dimensionierungsvor-schrift— < 0,68]/icfestgelegt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen©209 517/296 2.62
Applications Claiming Priority (1)
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