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Schaltungsanordnung zum Umsetzen von in fortlaufender Folge übertragenen
Start r Stop -Telegrafiezeichen Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung
zum Umsetzen von in fortlaufender Folge übertragenen Start-Stop-Telegrafiezeichen
mit wahlweise n oder n+1 Codeschritten aus einer Seriendarstellung in eine Die meisten
elektronischen Serien-Parallel-Umsetzer enthalten einen beiBeginn jedesAnlaufschrittes
eines Telegrafiezeichens ausgelösten Taktverteiler, der an seinen Ausgängen jeweils
zu den Sollschrittmittenzeiten der einzelnen Telegrafierschritte Taktimpulse abgibt,
damit die jeweils am Eingang vorhandene Polarität abtastet und in bistabile Speicherglieder
eines Zwischenspeichers einspeichert. Nach vollständiger Einspeicherung des Telegrafiezeichens
in den Zwischenspeicher werden alle Stufen des Zwischenspeichers gleichzeitig abgefragt,
und man erhält das Telegrafiezeiahen in Paralleldarstellung.
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Mit den bekannten derartigen Serien-Parallel-Umsetzern können nur
Telegrafiezeichen mit stets gleicher Schrittzahl umgesetzt werden.
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Zweck der Erfindung ist es, einen Serien-Parallel-Umsetzer anzugeben,
mit dem in fortlaufender Folge übertragene Start-Stop-Telegrafiezeichen mit n oder
n+1 Codeschritten umgesetzt werden können. Dabei wird - wie bei den bekannten Serien-Parallel-Umsetzern
- ein bei Beginn jedes Anlaufschrittes von einer Grundstellung aus anlaufender Taktverteiler
verwendet, dessen Verteilerimpulse die Telegrafiezeichen in deren Sollschrittrnitten
abtasten und über Gatterschaltungen deren Einspeicherung in entsprechende Stufen
eines Zwischenspeichers bewirken, aus dem sie nach beendeter Einspeicherung parallel
ausgespeiohert werden.
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Gemäß der Erfindung ist eine Abtastsehaltung vorgesehen, deren erstemEingang
die umzusetzendenTelegrafiezeichen und deren zweitem Eingang innerhalb eines Zeitraumes,
zu dem im Falle eines Telegrafiezeichens mit n+1 Codeschritten dessen Sperrschritt
und im Falle eines Telegrafiezeichens mit n Codeschritten der Anlaufschritt des
nachfolgenden Telegrafiezeichens vorhanden ist, ein aus dem Taktverteiler abgeleiteter
Prüfimpuls zugeführt wird, und wird abhängig vom Auftreten bzw. Nichtauftreten dieses
Prüfimpulses am Ausgang der Abtastschaltung (GK) dem zugehörigen Telegrafiezeichen
ein Kennsignal zugeordnet, das dieses Telegrafiezeichen als aus n oder n+1 Codeschritten
bestehend kennzeichnet.
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Der Prüfimpuls wird vorteilhaft dadurch erzeugt; daß der von der letzten
Stufe des Taktverteilers abgeleitete Impuls ein Zeitglied auslöst, das nach einer
bestimmten Zeit an seinem Ausgang den Prüfimpuls abgibt. Einzelheiten der Erfindung
werden an Hand der Zeichnung erläutert.
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In Fig. 1, Zeile a, ist ein Fernschreibzeichen mit 6 Codeschritten
dargestellt. Es besteht aus dem Anlaufschritt A 1 den Codeschritten 11 bis 16 und
dem 11/2fachen. Sperrschritt Sp 1. Fig. 1, Zeile b, zeigt ein Fernschreibzeichen
mit 5 Codeschritten, das aus dem Anlaufschritt A 1, den Codeschritten 11 bis 15
und dem 11/2fachen Sperrschritt Sp 1 besteht. Für beide Fälle ist eine Telegrafiergeschwindigkeit
von 50 Baud zugrunde gelegt (Fig. 1, Zeile c). Bei in fortlaufender Folge übertragenen
Telegrafiezeichen ist zum Zeitpunkt tp =160 ms im Falle eines Fernschreibzeichens
mit 6 Codeschritten der Sperrschritt Sp 1 dieses Fernschreibzeichens (Fig.
1, Zeile a) und im Falle eines Fernschreibzeichens mit 5 Codeschritten der
Anlaufschritt A 2 des nachfolgenden Fernschreibzeichens (Fig. 1, Zeile b)
vorhanden. Da diese beiden Schritte stets unterschiedliche Polarität aufweisen,
kann also zu diesem Zeitpunkt festgestellt werden, ob .das Fernschreibzeichen aus
5 oder 6 Codeschritten besteht.
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Fig.2 zeigt ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung.
über den Kontakt e des nicht dargestellten Empfangsrelais werden beispielsweise
die in Fig.3. Zeile a, dargestellten Fernschreibzeichen mit 5 oder 6 Codeschritten
empfangen und jeweils einem Eingang der Koinziden zgatter G 1 bis G 6 und GK zugeführt.
Bei Beginn jedes Anlaufschrittes wird der Taktgenerator TG ausgelöst und die Stufe
TA des
Taktverteilers in einen von den anderen Stufen T1 bis T 6
des Taktverteilers abweichenden Zustand gebracht. Der Taktgenerator gibt jeweils
sieben Taktimpulse zu den Sollschrittmittenzeiten der Fernschreibzeichen nach Fig.
3, Zeile b, ab, die allen Stufen des Taktverteilers zugeführt werden. Dadurch wird
der Zustand der Taktverteilerstufe TA jeweils zu den Sollachrittmittenzeiten von
Stufe zu Stufe des Taktverteilers weitergeschaltet. Am Ausgang der Taktverteilerstufe
T 1 tritt dann während der Sollschrittmitte des ersten Codeschrittes (Fig. 3, Zeile
c), am Ausgang der Taktverteilerstufe T2 während der Sollschrittmitte des zweiten
Codeschrittes usw. ein Impuls auf, der dem jeweils anderen Eingang der Koinzidenzgatter
G 1 bzw. G 2 zugeführt wird. Dadurch wird in die Stufen Z 1 bis Z 6 des Zwischenspeichers
jeweils zu den Sollschrittmittenzeiten die entsprechende Schrittpolarität eingespeichert.
Der von der Taktverteilerstufe T 6 abgegebene Impuls (Fig. 3, Zeile d) stellt außerdem
über den Verstärker V 1 die Stufen S I. bis S 6 und die Stufe SK eines
Ausgabespeichers in die Ruhelage zurück. Gleichzeitig wird durch diesen Impuls das
Zeitglied Z ausgelöst, das nach einer Zeitdauer von 11/2 Schritten an seinem Ausgang
den Prüfimpuls (Fig. 3; Zeile e) abgibt und dem einen Eingang des Koinzidenzgatters
GK zuführt.
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Wie an Hand von Fig. 3 ersichtlich ist, liegt zu diesem Zeitpunkt
im Falle eines Fernschreibzeichens mit 6 Codeschritten der Sperrschritt dieses Zeichens
(Zeitpunkt t1 oder Zeitpunkt t3) und im Falle eines Fernschreibzeichens mit 5 Codeschritten
der Anlaufschritt des nachfolgenden Zeichens (Zeitpunkt t2) an. Das Koinzidenzgatter
GK ist dann entweder durchlässig oder gesperrt für den Prüfimpuls. Demzufolge wird
die Ausgabespeicherkippstufe SK umgeschaltet oder bleibt in der durch den über den
Verstärker V I zugeführten Impuls bewirkten Lage liegen. Die Lage der Kippstufe
SK kennzeichnet also ein Fernschreibzeichen mit 5 oder 6 Codeschritten. Die am Ausgang
des Gatters GK erhaltenen Impulse sind in Fig.3. Zeile f, dargestellt.
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Der von- dem Zeitglied Z abgegebene Prüfimpuls (Fig. 3; Zeile e) wird
gleichzeitig über den Verstärker V2 allen Stufen Z1 bis Z6 des Zwischenspeichers
zugeführt und bewirkt die übergabe des darin gespeicherten Fernschreibzeichens in
die entsprechenden Stufen S1 bis S6 des Ausgabespeichers. An den Ausgängen der Speicherstufen
S 1 bis S 6 und der Speicherstufe SK stehen dann das Fernschreibzeichen und -ein
die Anzahl der Codeschritte dieses Fernschreibzeichens kennzeichnendes Merkmal bis
zur Ausspeicherung durch den Impuls über den Verstärker V 1 zur parallelen Auswertung
zur Verfügung. Die einzelnen Stufen des Taktverteilers und der Speicher können in
bekannter Technik, beispielsweise aus Magnetkernen, Transistoren usw. aufgebaut
werden.
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Mit der Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung können in fortlaufender
Folge übertragene Start-Stop-Telegrafiezeichen mit n und n+1 Schritten übertragen
werden. Die Länge des Sperrschrittes spielt dabei keine Rolle, solange der Sperrschritt
bei beiden Zeichenarten gleich lang ist. Für handgesendete Telegrafiezeichen dagegen
ist die Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung nicht geeignet, da in diesem Fall
die Länge des Sperrschrittes nicht festgelegt ist.