DE978055C - Elektronische Einrichtung zur Ver- und Entschluesselung von binaer kodierten Signalen - Google Patents
Elektronische Einrichtung zur Ver- und Entschluesselung von binaer kodierten SignalenInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L9/00—Cryptographic mechanisms or cryptographic arrangements for secret or secure communications; Network security protocols
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- Computer Security & Cryptography (AREA)
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektronische Einrichtung zur Ver- und Entschlüsselung von in binär kodierter
Form vorliegenden Signalen, wie z. B. Telegraphie-Zeichen oder quantisierten und in Form von mehrstelligen
Binärzahlen kodierten Sprachsignalen. Gemäß der Erfindung ist ein Schieberegister, wie es aus der Technik
der elektronischen Rechenautomaten allgemein bekannt ist, und ein binäres Addierwerk modulo 2
vorgesehen, die in der Weise zusammengeschaltet sind, daß zur Verschlüsselung der binär kodierte Klartext
sowohl über das Schieberegister als auch direkt dem Addierwerk zur Bildung des verschlüsselten Textes
durch Addition zugeführt wird und daß zur Entschlüsselung der verschlüsselte Text direkt und der entschlüsselte,
vom Ausgang des Addierwerkes gelieferte Klartext über das Schieberegister dem Eingang des Addierwerkes
zugeführt wird.
Hierbei ist also unter Verschlüsselung die geheime Chiffrierung von Klartexten verstanden, im Gegensatz
zur Kodierung, bei der es sich nur um die Umsetzung eines Textes in einen für die Übertragung geeigneten
Kode handelt.
Es ist bereits eine Einrichtung zur Umkodierung von binären Telegraphiesignalen bekannt, bei welchen
ebenfalls die umzuschlüsselnden Signale in ein Schieberegister eingespeichert und in einer Additionsschaltung
umkodiert werden. Weiterhin ist es an sich bekannt, die Verschlüsselung von binär kodierten Klartexten durch
algebraische Addition von besonderen Chiffriertexten vorzunehmen. Dazu ist auf der Sende- und der
Empfangsseite je ein Schlüsselerzeuger notwendig, die einen vorher verabredeten Schlüsseltext synchron
erzeugen müssen. Demgegenüber hat die erfindungsgemäße Einrichtung den Vorteil, daß der Klartext selbst
zur Verschlüsselung mit herangezogen wird, so daß nur die Inhalte der beiden Schieberegister zu Anfang der
Nachrichtenübertragung übereinstimmen und daher vorher verabredet sein müssen, während als weiterer
Schlüsseltext der um eine gewisse Zahl von Nachrichteneinheiten verschobene Klartext selbst verwendet
wird.
Es sei ein binär kodiertes Signal vorgegeben, dessen Zeichen so quantisiert sind, daß die Übergänge vom
einen Binärzeichen zum nächsten stets zu festen Zeitpunkten, bezogen auf einen vorgegebenen Takt
oder einen bestimmten Startzeitpunkt, wie beim Start-Stop-System erfolgen. Dieses Signal, im folgenden
als Klartext bezeichnet, wird zur Verschlüsselung der in der Zeichnung mit 1 bezeichneten Eingangsklemme
zugeführt. Die Verschlüsselungseinrichtung besteht aus dem Schieberegister 2 und dem Addierwerk 3. Das
ίο Addierwerk besitzt zwei Eingangsklemmen 4 und 5 und eine Ausgangsklemme 6. Der Klartext wird einerseits
über die Klemme 4 dem Addierwerk direkt und andererseits über die Eingangsklemme 7 dem Schieberegister
zugeführt.
Ein Schieberegister ist ein Gebilde mit π Speichern.
Der Inhalt dieser Speicher stellt eine n-stellige Binärzahl dar. Für die Anfangsstellung der Speicher gibt
es also 2" Möglichkeiten. Ein Schiebeimpuls, der an der Klemme 8 zugeführt wird, schiebt nun den ganzen
Speicherinhalt um eine Stelle nach rechts, so daß nach dem ersten Schiebeimpuls der Inhalt des ersten
Speichers auf den zweiten, der Inhalt des zweiten Speichers auf den dritten usw. verschoben wird,
während der Inhalt des letzten Speichers an der Ausgangsklemme 9 des Registers erscheint und von
dort der Klemme 5 des Addierwerks zugeführt wird. Am Ausgang 9 des Registers erscheint also, wenn man die
Schiebeimpulse im gleichen Takt auf das Schieberegister gibt wie die Binärzeichen am Eingang 7 eintreffen,
der Klartext um die Anzahl η von Takten verspätet gegenüber dem Eingang 7 an der Sendestelle.
Auf der Sendestelle wird zu Beginn das Register auf eine verabredete der 2" Möglichkeiten eingestellt und
dem Schieberegister z. B. für jede besetzte oder freie Stelle des Signals ein Schiebeimpuls zugeführt. Der jetzt
als Zeitfolge bei 9 austretende Registerinhalt wird im Addierwerk 3 modulo 2 zum Signal addiert, womit
dieses verschlüsselt wird. Damit jetzt aber nach η Schritten das Register nicht leer ist, werden am Eingang
7 die binären Zeichen als neuer Inhalt nachgeliefert. Auf diese Weise werden vom binären Signal die ersten η
Stellen mit dem verabredeten Kode verschlüsselt, die zweiten η Stellen mit den ersten η Stellen des Textes, die
dritten η Stellen mit den zweiten usw. verschlüsselt. Nachdem der ursprüngliche Speicherinhalt verbraucht
ist, wird also jede Gruppe von η Impulsen durch die vorangegangenen π Impulse des Textes verschlüsselt.
Die Empfangsstelle ist aus den gleichen Teilen wie die Sendestelle aufgebaut. Entsprechende Teile sind daher
mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Hier ist die Ausgangsklemme 6 des Addierwerkes außer mit dem
Signalausgang 10 noch mit dem Eingang 7 des Registers 2 verbunden. Zu Beginn wird der Inhalt des Registers in
die gleiche Stellung wie das Register am Sender gebracht Eine Addition modulo 2 liefert das entschlüsselte
Signal, welches wie beim Sender nun auch auf den Eingang des Schieberegisters gegeben wird.
Damit das Schieberegister niemals leer wird, ist es nur notwendig, die Schiebeimpulse an der Klemme 8 nur
dann zuzuführen, wenn Text gesendet bzw. empfangen wird. Diese Impulse können bei Synchronverfahren eine
irgendwie mit der Signalfolge synchronisierte Impulsfolge sein. Bei einem Start-Stop-Verfahren verwendet
man günstig eine vom Startsignal abgeleitete Impulsgruppe.
Mit einem z.B. 50stelligen Register, was technisch einen bescheidenden Aufwand vorstellt, hat man
» 1015 mögliche Anfangspositionen. Die Wiederho-
lungsperiode ist infolge der Selbstverschlüsselung unendlich lang, wenn nicht der gleiche Text ständig
wiederholt wird, sondern immer nur möglichst redundanzarme Nachrichten übermittelt werden.
Nach Beendigung einer Übertragung bleiben die letzten 50 Zeichen als Anfangswerte für die Verschlüsselung
der nächsten Nachricht im Register. Dabei würde aber ein einmal aufgetretener Übermittlungsfehler sich
ständig fortpflanzen. Es ist daher zweckmäßig, bei Pausen, die länger als ein festgelegter Mindestwert sind,
das Schieberegister auf den Anfangskode zurückzuschalten. Dies könnte z. B. nach jedem Satz oder nach
willkürlichen Absätzen erfolgen. Man kann aber auch die Rückstellung nach jeder Pause auf einen neuen
verabredeten Kode einstellen.
Dazu muß eine Folge von z. B. m—/retelligen
Schlüsseltexten verabredet sein. Diese Folge läßt sich z. B. an einem Steckbrett mit m Zeilen und η Stellungen
je Zeile schalten. Die oberste Zeile gibt die erste Anfangsstellung des Schieberregisters. Bei jeder Pause
von einer bestimmten Mindestlänge wird durch ein Schrittschaltwerk die nächste Zeile des Schlüsseltableaus
als Anfangswert in das Schieberegister eingeführt.
Für die Entschlüsselung eines Absatzes ständen dann ohne Kenntnis des Schlüssels nur jeder m-te Absatz zur
Verfügung, und seine Entschlüsselung brächte keinerlei Anhaltspunkte für die Dekodierung der zwischenliegenden
m-1 Absätze.
Wenn mit dem beschriebenen Verfahren Signale chiffriert werden sollen, bei denen periodisch wiederkehrende
Impulse bekannt sind, so ist die Zahl der Registerstufen dementsprechend zu wählen, weil sonst
eine leichte Dechiffrierung möglich ist. Dies ist z.B. beim normalen Fernschreiben der Fall. An den
verlängerten Startimpulsen erkennt man den Buchstabenanfang, und sein Ende ergibt sich durch Abzählen
von sieben Schritten. Beobachtet man einen einzigen Anfang, so kennt man das Schlüsselzeichen, welches zu
diesem Zeitpunkt in das Register geht und kennt damit schon jedes achte und jedes vorangehende Zeichen im
Text. Wenn man nun dafür sorgt, daß das Register eine Stellenzahl hat, die ein Vielfaches von 7 ist, so ist dies
nicht weiter schlimm, da dann die bekannten Schlüsselimpulse auf sowieso bekannte Start- oder Stopzeichen
fallen. Bei jeder anderen Stellenzahl des Registers würde dagegen eine ganz leichte Entschlüsselung
derartiger Signale möglich sein, weil dann jeder bekannte Schlüsselschritt weiterschreitend zu neuen
bekannten Schritten führen würde. Zur Verschlüsselung von Nachrichten, in denen sich bestimmte Zeichen
periodisch wiederholen, soll das Schieberegister daher eine Stellenzahl besitzen, die durch die betreffende
Periode teilbar ist. Für Fernschreibzeichen wählt man daher ein Schieberegister von z. B. 49 Stellen.
Das Schieberegister läßt sich in bekannter Weise aus Flip-Flop-Stufen mit Röhren oder Transistoren aufbauen
oder aber auch mit magnetischen Ringkernen. Daneben gibt es auch die Möglichkeit, Elemente mit
noch viel größerer Kapazität, z. B. eine Magnettrommel, zu benutzen, die sich leicht als Schieberegister schalten
läßt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Elektronische Einrichtung zur Ver- und Entschlüsselung von binär kodierten Signalen,
gekennzeichnet durch ein an sich bekanntes Schieberegister und ein Addierwerk modulo 2, die in
der Weise zusammengeschaltet sind, daß zur Verschlüsselung der binär kodierte Klartext sowohl
über das Schieberegister als auch direkt dem Addierwerk zur Bildung des verschlüsselten Textes
durch Addition zugeführt wird und daß zur Entschlüsselung der verschlüsselte Text direkt und
der entschlüsselte, vom Ausgang des Addierwerkes gelieferte Klartext über das Schieberegister dem
Eingang des Addierwerkes zugeführt wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei kodierten Signalen, die periodisch
nach einer Anzahl von Schritten wiederkehrende Signale enthalten, das Schieberegister eine Stellenzahl
aufweist, die durch die Impulszahl der Wiederkehrperiode teilbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE978055T | 1957-10-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE978055C true DE978055C (de) | 1977-10-06 |
Family
ID=6918600
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1957978055D Expired DE978055C (de) | 1957-10-31 | 1957-10-31 | Elektronische Einrichtung zur Ver- und Entschluesselung von binaer kodierten Signalen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE978055C (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE905496C (de) * | 1950-04-22 | 1954-03-04 | Dr Edgar Gretener | Verfahren zur Geheimhaltung von Sprache |
| DE1007800B (de) * | 1953-11-04 | 1957-05-09 | Int Standard Electric Corp | Einrichtung zur UEbertragung und Umsetzung von Telegrafiezeichen |
-
1957
- 1957-10-31 DE DE1957978055D patent/DE978055C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE905496C (de) * | 1950-04-22 | 1954-03-04 | Dr Edgar Gretener | Verfahren zur Geheimhaltung von Sprache |
| DE1007800B (de) * | 1953-11-04 | 1957-05-09 | Int Standard Electric Corp | Einrichtung zur UEbertragung und Umsetzung von Telegrafiezeichen |
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